Bericht zu Handen! Für die Internationale Positionierung! der Höheren Fachschulen! Handlungsbedarf und Chancen! Übersetzung Höhere Fachschule!

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1 Bericht zu Handen! der Schweizerischen Konferenz! der Höheren Fachschulen! Für die Internationale Positionierung! der Höheren Fachschulen! Handlungsbedarf und Chancen! Für das Diploma Supplement! Übersetzung! und Titel B! Eva Desarzens-Wunderlin Petra Kleine September 2012

2 Der Bericht wurde von der Schweizerischen Konferenz der Höheren Fach schulen (Konferenz HF/K-HF) in Auftrag gegeben, um die internationale Posi tionierung der Höheren Fachschulen und ihrer Absolventinnen und Absolventen zu verbessern. Er sollte der Konferenz HF Antwort geben, welcher international verständliche Titel am besten den Tertiärstatus der Schulen wiedergibt und die handlungskompetenzorientierten Studiengänge abbildet. Die Mitglieder der Konferenz HF verabschiedeten den beantragten Titel an ihrer Generalversammlung vom 14. Juni 2012 in Chur. Impressum Verfasser Layout Druck Dr. Eva Desarzens-Wunderlin, Generalsekretärin der Schweizerischen Konferenz der Höheren Fachschulen, Bern Petra Kleine, lic. oec. HSG, Sekretärin der Konferenz HF Technik, Lieli-Oberwil Designstudios GmbH, Bern Vögeli Druckzentrum, Langnau 2

3 Inhaltsverzeichnis! Zusammenfassung 4 1. einleitung 4 2. ausgangslage 6 3. rechtliche Grundlagen Berufsbildungsgesetz BBG Berufsbildungsverordnung BBV Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen MiVo-HF Leitfaden Rahmenlehrpläne der höheren Fachschulen Fazit 8 4. behördliche Praxis Übersetzung Inkonsistenz bei den Titeln Fehlender Titel Berufsbezeichnung statt Titel «Degree» und «Diploma» Fazit 9 5. PET was ist das? 9 6. wirkung gegen aussen Zielsetzungen Positionierung der Höheren Fachschulen Professional Bachelor ODEC Duales Studium in Deutschland Bologna- bzw. Kopenhagen-Prozess Fazit bessere internationale Positionierung der Höheren Fachschulen Neue englische Bezeichnung für Eidgenössisch geschützter Abschlusstitel «Bachelor» Vocational Training Unterscheidung von «College» und «University» Warum = Der Titel «Bachelor in» European Credit Transfer System ECTS antrag 18 Quellen 19 Anhang Anhang 1: Liste der Übersetzungen «n» ins Englische durch das BBT 20 Anhang 2: Liste der Titel gemäss MiVo-HF und als Antrag Anhang 3: Bildungssystem der Schweiz 34 Anhang 4: Abkürzungsverzeichnis 35 3

4 Zusammenfassung (= Antrag)! Antrag der Konferenz HF Die Schweizerische Konferenz der Höheren Fachschulen (Konferenz HF/K-HF) beantragt dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD 1. die Neuübersetzung für ins Englische mit «College of Higher Education ()» zu übernehmen; 2. in der englischen Übersetzung der Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nach diplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) für die Abschlüsse der Bildungs gänge HF den Abschlusstitel Bachelor in ( ) College of Higher Education an Training (B ) zu verwenden und 3. für die Bezeichnung des Bildungsganges den englischen Begriff gemäss liste im Anhang 1 einzufügen. 1. Einleitung! Kritik der Konferenz HF am Verordnungsentwurf Am 15. Februar 2012 eröffnete das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD die Anhörung zur «Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung» 1. Ziel der Verordnung ist, die Schweizerischen Berufs - bildungsabschlüsse international besser zu positionieren und vergleichbarer zu machen. In ihr soll ein achtstufiger nationaler Qualifikationsrahmen zur Einstufung der Abschlüsse sowie Struktur und Inhalt der «Diplomzusätze» definiert werden. Bereits die ersten Analysen zeigten deutlich, dass beide Zielsetzungen mit diesem Entwurf für die Höheren Fachschulen nicht erreicht werden. Bis Mitte Mai 2012 gingen beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT 82 Stellungnahmen ein. In sehr vielen wird sowohl die inhaltliche Gestaltung des Diploma Supplements als auch die Konzeption des nationalen Qualifikationsrahmen kritisiert. Die Konferenz HF hat in ihrer Stellungnahme vom 9. Mai 2012 die Ablehnung des Verord nungsentwurfes ausführlich begründet 2. Wichtigster Kritikpunkt ist die Über nahme des Rasters der Zeugniserläuterung für die berufliche Grundbildung als Diploma Sup plement-vorlage für die Höheren Fachschulen. Die international gebräuchliche Diploma Supplement-Vorlage für die Abschlüsse des Tertiärbereichs ist die Vor lage der UNESCO/CEPES/Europäischen Kommission/Europarat. Dieser wichtige Punkt wurde von der Eidgenössischen Kommission n EKHF wie auch der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK in ihren Stellungnahmen übernommen. Dazu aus der Stellungnahme der SBBK: «In der höhe ren Berufsbildung scheint uns wichtig, dass die Diplomzusätze den internationalen Standards entsprechen und einfach verständlich sind» und weiter «Wir beantragen, auf eine Sonderlösung Schweiz zu verzichten und international einheitliche Diplom zusätze zu wählen,» 3. 1 BBT-Stellungnahmen (http://www.bbt.admin.ch/themen/01051/01071/01076/01312/index.html?lang=de) ( ). 2 Konferenz der Höheren Fachschulen, Stellungnahme vom 9. Mai 2012 zur Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung (www.k-hf.ch/de/aktuell und /01312/index.html?lang=de) ( ). 3 Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK, Stellungnahme Anhörung zur Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen (NQR-CH) für Abschlüsse der Berufsbildung (http://www.bbt.admin.ch/themen/01051/01071/ 01076/01312/index.html?lang=de) ( ). 4

5 Nationale Qualifikationsrahmen sind auch in den umliegenden Ländern ein wichtiges bildungspolitisches Thema. In Deutschland 4 und auch in Österreich 5 wurde bzw. wird seit Jahren in einem verbundpartnerschaftlichen Verfahren um Lösungen gerungen, die nun von den Verbundpartnern gemeinschaftlich verabschiedet wurden. Weil gerade diese Länder mit ihrem dualen Berufsbildungssystem dem schweizerischen am ähn lichsten bereits diesen Meilenstein erfolgreich bewältigt haben, sind die entsprechen den Instrumente für die Schweiz unverzüglich zu bearbeiten. Bereits erarbeitete die Konferenz HF ein verbundpartnerschaftlich geplantes Projekt mit dem Titel Raster, welches sich insbesondere mit der Kompetenzerfassung und deren Abbildung im NQF auseinandergesetzt hätte. Dieses Projekt wurde von der Eidgenössischen Berufsbildungskommission EBBK im September 2011 nicht bewilligt. Das abgelehnte Projekt «Raster» Diese Absage und der nicht zielführende Entwurf der Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung führten zum Beschluss des Vorstandes, für die Mitgliedsschulen eine international kompatible Diploma Supplement-Vorlage zu entwickeln und gleichzeitig der Forderung nach einem international verständlichen Abschlusstitel für die HF Absolventinnen und Absolventen höchste Priorität einzuräumen. Die Generalversammlung vom 14. Juni 2012 in Chur beschloss: Die Absolventinnen und Absolventen HF sollen als Bestätigung für das Bestehen des Bildungsganges HF ein Diplom und den Abschlusstitel Bachelor in ( ) HF bzw. Bachelor in ( ) B erhalten. Die Generalversammlung verlangt eine politische Reaktion Die Schweizerische Konferenz der Höheren Fachschulen stellt dazu Antrag beim BBT, den verabschiedeten Abschlusstitel in der Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen MiVo-HF rechtlich festzulegen. Die Forderung eines adäquaten Abschlusstitels für Absolventinnen und Absolventen HF wurde damit erneut bekräftigt, haben doch die Mitglieder der Konferenz HF bereits an ihrer 1. Generalversammlung vom 11. November 2008 in ihrem dannzumal verabschiedeten Positionspapier einen Titel verlangt. Da die Antwort der Konferenz HF zur Anhörung zum Entwurf der «Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung» die Notwendigkeit eines Diploma Supplements und eines Abschlusstitels begründet hat, geht sie im vorliegenden Bericht nur auf die Fragestellungen zur Übersetzung des Begriffs ins Englische und umfassend zu diejenigen zum Abschlusstitel ein. 4 BMF-KMK DQR Portal, Deutscher Qualifikationsrahmen für Lebenslanges Lernen (http://www.deutscherqualifikationsrahmen.de/ finden sich alle Akten zur Entwicklung und Stand des DQF) ( ). 5 BMWF, Hintergrundinformationen zum Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) (http://www.bmwf.gv.at/startseite/studierende/studieren_in_oesterreich/nqr/) ( ). 5

6 2. Ausgangslage! Die Konferenz HF verlangt als Diploma Supplementvorlage dasjenige der Tertiärstufe Da das Diploma Supplement der Absolventin bzw. dem Absolventen nach Abschluss einer bestanden Ausbildung im Tertiärbereich nicht nur in der Prüfungssprache sondern auch in Englisch abgegeben werden soll, war es zwingend, dass sich die Konferenz HF mit den Begrifflichkeiten genauer auseinander setzte. Bereits in Punkt 2 der internationalen Vorlage der UNESCO/CEPES/Europäischen Kommission/Europarat und werden die Angaben zu Titel und Ausbildungsinstitution verlangt: «2. ANGABEN ZUR QUALIFIKATION (INFORMATION IDENTIFYING THE QUALIFICATION) 2.1. Bezeichnung des Diploms und Titel (Name of qualification and titel conferred) 2.2. Hauptstudienfach(-fächer) für die Qualifikation (Main field(s) of study for the qualification) 2.3. Name und Status der Einrichtung, welche die Qualifikation verliehen hat (Name und status of awarding institution) 2.4. Name und Status der Einrichtung, welche den Studiengang durchgeführt hat (Name and status of the institution administering studies) 2.5. Im Unterricht/in der Prüfung verwendete Sprache (Language(s) of instruction/examination)» 6. Da die Höheren Fachschulen einen eidgenössisch geschützten Titel vergeben, wurden in einem ersten Schritt die rechtlichen Grundlagen in der Schweiz untersucht und in einem zweiten die derzeit in der Praxis verwendeten englischen Begriffe von «Höhere Fachschule» untersucht. 3. Rechtliche Grundlagen! Der Titel für die Abschlüsse HF sind in der MiVo-HF festgelegt Massgebend für die Titel der Höheren Fachschulen sind das Berufsbildungs gesetz, die Berufsbildungsverordnung, die Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) 7 und der Leitfaden «Rahmen lehrpläne der höheren Fachschulen» Berufsbildungsgesetz BBG! Die HF sind Ausbildungsinstitutionen des Tertiärbereichs Im Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die Berufsbildung (Berufs bil dungsgesetz, BBG) werden in Artikel 29 die Höheren Fachschulen als Teil der höheren Berufs bildung auf der Tertiärstufe verortet. 9 Die englische Übersetzung des Berufsbildungsgesetzes trägt den Titel: «Federal Act on Vocational and Professional Education (Vocational and Professional Education Act, VPETA)». Darin werden die Höheren Fachschulen als «PET Colleges» bezeichnet. Allerdings heisst es dazu im Vorspann zum Gesetz: «English is not an official language of the Swiss Confederation. This translation is provided for information purposes only and has no legel force.» 10 6 European Commission, Online Structure for the Diploma Supplement (http://ec.europa.eu/education/lifelong-learningpolicy/doc/ds/ds_en.pdf) ( ). 7 Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudiengängen der höheren Fachschulen vom 11. März 2005 (Stand am 1. November 2010) (http://www.admin.ch/ch/d/sr/4/ de.pdf) ( ). 8 Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT, Leitfaden Rahmenlehrpläne der höheren Fachschulen, 31. März 2006 (Stand Mai 2011) (http://www.bbt.admin.ch/themen/hoehere/00161/01235/index.html?lang=de) ( ). 9 Bundesgesetz über die Berufsbildung vom 13. Dezember 2002 (Stand am 1. Januar 2012) (http://www.admin.ch/ch/d/ sr/4/412.de.pdf) ( ). 10 Federal Act on Vocational and Professional Education (Vocational and Professional Education Act, VPETA) of 13 December 2002 (status as of 1 January 2012) (http://www.admin.ch/ch/e/rs/4/ en.pdf) ( ). 6

7 3.2 Berufsbildungsverordnung BBV! Die Verordnung über die Berufsbildung vom 19. November 2003 (Stand am 1. Januar 2012) enthält zwei Bestimmungen, die im Kontext relevant sind. In den allgemeinen Bestimmungen ist in Artikel 23 Absatz 2 festgehalten: «Die Qualifikationen der höheren Berufsbildung werden auf international übliche Standards abgestimmt.» In Artikel 28 erfolgt der Verweis auf die Departmentsverordnung für die Höheren Fachschulen: «Die höheren Fachschulen werden in einer Verordnung des Departements über die Bildungsgänge der höheren Fachschulen geregelt.» 11 Auch diese Verordnung steht bis heute nicht in einer englischen Sprachversion zur Verfügung. 3.3 Verordnung des EVD über Mindestvorschriften! für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nach-! diplomstudien der höheren Fachschulen MiVo-HF! Die Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) vom 11. März 2005 (Stand am 1. November 2010) ist in den drei Landessprachen Deutsch 12, Französisch 13 und Italienisch 14 verfügbar. Die Titel, welche die Höheren Fachschulen vergeben, sind in deren Anhang aufgeführt. Die fehlende Englischübersetzung der MiVo-HF als Chance Leider steht dieses rechtsetzende Dokument bis heute nicht in einer offiziellen, eng lischen Übersetzung zur Verfügung. Was aber nun insofern ermöglicht, erst nach erfolgter Auseinandersetzung bzw. Vernehmlassung der Titel- und «Höherer Fachschule»-übersetzungen ins Englische die Verordnungsübersetzung anzugehen. 3.4 Leitfaden Rahmenlehrpläne der höheren Fachschulen! Grundlage für die Entwicklung der einzelnen Bildungsgänge sind die Rahmenlehr - pläne. Diese werden vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie genehmigt. Im Leit faden Rahmenlehrpläne der höheren Fachschulen vom 31. März 2006, Stand Mai 2012, wird eine Übersetzungsempfehlung aufgeführt, die keine rechtsverbindliche Wirkung hat: «College of Professional Education (PET) Degree in Field of Study» 15. Keine Rechtsverbindlichkeit der Englischübersetzungen in den Rahmenlehrplänen 11 Verordnung über die Berufsbildung vom 19. November 2003 (Stand am 1. Januar 2012) (http://www.admin.ch/ch/d/ sr/4/ de.pdf ( ). 12 ( ). 13 ( ). 14 ( ). 15 Leitfaden Rahmenlehrpläne der höheren Fachschulen, BBT, 31. März 2006 (Stand Mai 2011), S. 14 (http://www.bbt.admin.ch/themen/hoehere/00161/01235/index.html?lang=de;) ( ). 7

8 3.5 Fazit! Keine rechtsverbindliche Terminologie in Englisch für HF, deren Abschlüsse und Titel In den grundlegenden Dokumenten ist keine rechtsverbindliche Terminologie in engli scher Sprache enthalten und eine offizielle Übersetzung der MiVo-HF ins Englische fehlt. 4. Behördliche Praxis! 4.1 Übersetzung! 9 verschiedene Englischübersetzungen für HF in den Rahmenlehrplänen Gerade weil keine offizielle und rechtsverbindliche Terminologie in Englisch verfügbar ist, ist die behördliche Praxis wichtig. Hierfür massgebend sind nebst den rechtlichen Grundlagen die Rahmenlehrpläne, die von den Bildungs anbietern in Zusammenarbeit mit den Branchen- oder Berufsverbänden erarbeitet und vom BBT genehmigt werden. Alle genehmigten 52 Rahmenlehrpläne (inkl. die 15 Fachrichtungen im Rahmlehrplan Technik) sind im Berufs verzeichnis des BBT unter Genehmigte Rahmenlehrpläne HF-online abrufbar 16. Dabei zeigte sich folgendes: Entgegen der eigenen Empfehlung finden sich in den vom BBT genehmigten Rahmenlehrplänen 9 (!) Varianten für die Übersetzung für (vgl. Anhang 1). Als Beispiele dazu: College of Higher Vocational Education für den Dipl. Betriebswirtschafter HF (RLP T010_d, ); College of Professional Education (PET) für den Dipl. Zollexperten HF (RLP_T075_d, ). 4.2 Inkonsistenz bei den Titeln! Auch: Titel in MiVo-HF und RLP nicht identisch Festgestellt wurde auch, dass die vom BBT genehmigten Titel in den Rahmenlehrplänen in ihrer Schreibweise zum Teil von der Schreibweise der Titel und Bezeichnungen in der MiVo-HF abweichen. Exemplarisch dazu: Dipl. Agrotechnikerin HF (MiVo-HF) und Dipl. Agro-Technikerin HF (RLP_T030_d, ). 4.3 Fehlender Titel! Auch: Abschlussqualifikation statt Titel Anstelle eines aussagekräftigen Titels ist in vielen Rahmenlehrplänen nur die Übersetzung der Höheren Fachschule mit der Abschlussqualifikation angegeben. Z.B.: College of Higher Professional Education Degree in Marketing Management. 4.4 Berufsbezeichnung statt Titel! Auch: Berufsbezeichnung statt Titel In einigen Rahmenlehrplänen sind anstelle von Titeln Berufsbezeichnungen aufgeführt. Dazu: Qualified Forester with College of PET Degree 17 oder auch «Biomedical Scientist with» Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, Berufsverzeichnis, Höhere Berufsbildung (http://www.bbt.admin.ch/bvz/ hbb/index.html?lang=de.) ( ). 17 Verein OdA Wald, Trägerschaft, Rahmenlehrplan Studiengang Waldwirtschaft HF vom 12. April 2010 (Stand ) als RLP_T036_d (http://www.bbt.admin.ch/bvz/hbb/index.html?lang=de&detail=1&typ=rlp&item=66) ( ). 18 OdA Santé, Trägerschaft Rahmenlehrplan Biomedizinische Analytik vom 27. Mai 2008 (Stand am 5. April 2012) als RLP_T026_d, (http://www.bbt.admin.ch/bvz/hbb/index.html?lang=de&detail=1&typ=rlp&item=27) ( ). 8

9 4.5 «Degree» und «Diploma»! «Degree» und «Diploma» werden ohne erkennbare Systematik verwendet. Beispielsweise als Diploma in insurance economy, Degree in Textil Management, Higher VET Diploma, PET Degree. Auch: Degree statt Diplom 4.6 Fazit! Die behördliche Praxis lässt weder eine klare und eindeutige Systematik, noch eine korrekte Anwendung der Grundsätze erkennen. Einheitlich wurde einzig «College» als Teil der Übersetzung für verwendet. Fazit: fehlende Systematik 5. PET was ist das?! Die Höheren Fachschulen stören sich seit längerem an der Übersetzungsempfehlung für sie als Ausbildungsinstitution: «College of Professional Education» mit der Abkürzung PET, die in offiziellen Berichten, wie beispielsweise dem Bildungsbericht 2010, und in anderen Dokumenten verwendet wird. Dies aus folgenden Gründen: Im Allgemeinen deutschen Sprachgebrauch steht PET für PET-Flaschen als Abkürzung für Polyethylenterephthalat; im Bildungsbereich wird darunter auch der «Preliminary English Test» abgekürzt als «Cambridge PET» verstanden. PET lässt sich bildungssystematisch nicht zuordnen Zudem lässt «Professional Education» keine eindeutige Zuordnung in der internationalen Bildungssystematik zu. «Professional Education» kann sowohl im Tertiärbereich aber auch in der Sekundarstufe angesiedelt sein. Die Verwechslungsmöglichkeit ist somit hoch und wird auch bestätigt durch die zahl reichen Anfragen an die Höheren Fachschulen selbst und an das Generalsekretariat der Konferenz HF. 6. Wirkung gegen aussen! Ohne Systematik in der Qualifikation, dem englischen Titel und der entsprechenden Bezeichnung der Bildungsinstitution ist die Ausgangslage für die Entwicklung eines aussagekräftigen Diploma Supplements schwierig. Keine Rechtsverbindlichkeit der Englischübersetzungen in den Rahmenlehrplänen Im Erläuternden Bericht der Anhörung zum Verordnungsentwurf über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung vom 15. Februar 2012 ist festgehalten, dass der Wert und die Bedeutung von Berufsbildungsabschlüssen national und international oft verkannt und die Titel nicht die gleiche Wertschätzung erfahren wie die akademischen Abschlüsse. Völlig ausser Acht gelassen werden internationale Reformen, wie beispiels weise das duale Studium oder die Abschlüsse der Berufsakademien in Deutschland. 9

10 6.1 Zielsetzungen! Ohne erkennbare Systematik ist die Vergleichbarkeit von Titeln, Qualifikationen und Bildungsinstitution im internationalen Bildungsraum nicht gegeben. Übereinstimmend wurden drei Voraussetzungen für eine einheitliche Konzeption der Titel, Qualifikation und Bildungsinstitution als Vorgabe im Prozess durch den Vorstand der Konferenz HF verabschiedet: einheitlich gebräuchlich eindeutig Titel, Qualifikation und Bezeichnung der Bildungsinstitution müssen einheitlich für alle Fachbereiche entsprechend der Systematik der An hänge der Mindestverordnung anwendbar sein. Dies sowohl in ausgeschriebener wie abge kürzter Form. Für Titel, Qualifikation und Bezeichnung der Bildungsinstitution ist die Terminologie zu verwenden, die in europäischen und internationalen Institu tionen und Organisationen gebräuchlich ist. Titel, Qualifikation und Bezeichnung der Bildungsinstitution stellen eine ein deutige Positionierung in der nationalen und internationalen Bildungs systematik her. 6.2 Positionierung der Höheren Fachschulen! Fehlende Anerkennung und Wertschätzung auf Grund von Unklarheiten Wichtige Kriterien für die nationale und internationale Positionierung einer Bildungsinstitution ist die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Absolventinnen und Absolventen. Dies ist heute nicht erfüllt, stehen doch den Absolventinnen und Absolventen der Höheren Fachschulen einige Unklarheiten gegenüber: Dipl. ( ) HF; College of PET; Zeugniserläuterung (für berufliche Grundbildung) statt Diploma Supplement; Bildungsgang in Lernstunden statt in ECTS berechnet; ECVET (für berufliche Grundbildung) statt ECTS; Level im NQF? 6.3 Professional Bachelor ODEC! ODEC: Titel nur für Mitglieder Die oben beschriebenen Schwierigkeiten bei der internationalen Anerkennung der Titel führten dazu, dass der Schweizerische Verband der dipl. Absolventinnen und Absolventen höherer Fachschulen ODEC einen eigenen Verbandstitel lancierte, den «Professional Bachelor ODEC». 19 Hintergrund war die Einschätzung, dass innert nützlicher Frist keine eidgenössische Lösung zu erwarten ist, der eidgenössisch anerkannte Abschluss als dipl. Absolvent/in HF international nur schwer einzuordnen ist und keine verbindliche englische Übersetzung vorliegt. Nachteilig an diesem Titel ist u.a. die Tatsache, dass dieser Verbandstitel nur den Mitgliedern der ODEC zugänglich ist. Dass bereits über 900 von Mitglieder des ODEC diesen Titel weltweit nutzen, zeigt aber eindrücklich auf, dass die Mitglieder diesen Titel als dringend nötig erachten und ggfs. via Mitgliedschaft diesen Bachelor- Titel erwerben. 19 Schweizerischer Verband der dipl. Absolventinnen und Absolventen höherer Fachschulen ODEC (http://www.odec.ch/de/ pub/titel register/professional_bachelor_odec.htm) ( ). 10

11 6.4 Duales Studium in Deutschland! Eine Besonderheit im Bildungssystem Deutschlands sind die Berufsakademien und dualen Hochschulen, die als staatlich anerkannte Bildungsinstitutionen einen Sonderstatus neben den Hochschulen einnehmen. In Deutschland werden derzeit rund 900 duale Studiengänge angeboten; schwergewichtig in den Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Maschinenbau/Verfahrenstechnik. Das deutsche Duale Studium wird zur Konkurrenz Die dualen Studiengänge dauern drei bis fünf Jahre und sind in ihren Grund zügen entweder als berufsbegleitende Ausbildungen aufgebaut oder als Studien gänge mit praktischen Ausbildungsblöcken bei Unternehmungen. Der Bachelor, der nach einem Studium an einer Berufsakademie verliehen wird, ist aber kein akademischer Grad, sondern eine staatlich anerkannte Abschlussbezeichnung: ein Abschlusstitel. Im Beschluss der Kultusministerkonferenz vom heisst es: «1. Ausbildungsgänge an Berufsakademien, die zu der Abschlussbezeichnung «Bachelor» führen sollen, (im Folgenden Bachelorausbildungsgänge genannt), sind zu akkreditieren. Abschlüsse von akkreditierten Bachelorausbildungsgängen an Berufsakademien sind hochschulrechtlich Bachelorabschlüssen von Hochschulen gleichgestellt.» 20 Unser Vorbild: der Abschlusstitel Im gleichen Beschluss der Kultusministerkonferenz werden fünf Voraussetzungen für die Akkreditierung der Ausbildungsgänge an Berufsakademien genannt: Voraussetzung 1: Zugangsvoraussetzungen Der Zugang zu Bachelorausbildungsgänge an Berufsakademien setzt eine Hochschulzugangsberechtigung voraus. Möglich sind aber auch Regelungen für beruflich qualifizierte Bewerber. Voraussetzung 2: Ausbildungsdauer und ECTS-Kreditpunkte Die Dauer der Ausbildung beträgt mindestens drei Jahre, die Ausbildungs gänge sind modularisiert und mit European Credit Transfer System ECTS-Punkten zu versehen. Voraussetzung 3: 180 ECTS-Punkte Nachzuweisen sind 180 ECTS-Punkte für eine Ausbildungsdauer von drei Jahren. ECTS-Punkte werden sowohl in der Theorie als auch in der Praxis erworben, die inhaltlich aufeinander abzustimmen sind. Der Umfang der theoriebasierten Ausbildungsanteile muss mindestens 120 ECTS-Punkte betragen, der Umfang der praxisbasierten Ausbildungsanteile mindestens 30 ECTS-Punkte. Voraussetzung 4: Bachelorarbeit Obligatorisch ist eine Bachelorarbeit, mit der nachgewiesen wird, dass innert einer vorgegebenen Frist ein fachspezifisches Problem selbständig nach wissenschaftlichen Methoden bearbeitet wurde. Dafür werden 6 12 ECTS-Punkte vergeben, die an den theoriebasierten Ausbildungsanteil anzurechnen sind. Voraussetzung 5: Lehrpersonal Hauptberufliche Lehrende müssen die Einstellungsvoraussetzungen für Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen erfüllen. Nebenamtliche Lehrpersonen müssen mindestens über einen fachlich einschlägigen Hochschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Abschluss verfügen, eine fachwissenschaftliche und didaktische Befähigung sowie über eine mehrjährige fachlich einschlägige Berufserfahrung verfügen. 20 Kultusministerkonferenz KMK, Beschluss der KMK vom : Einordnung der Bachelorausbildungsgänge an Berufsakademien in die konsekutive Studienstruktur, Artikel 1 (http://www.kmk.org/dokumentation/veroeffentlichungenbeschluesse/wissenschaft-hochschule.html#c7211) ( ). 11

12 Über die vorgenannten Voraussetzungen hinaus ist im Akkreditierungsverfahren u.a. das Zusammenwirken der Lernorte, Studienakademie und Betrieb, zu überprüfen. 21 Mit der Personenfreizügigkeit werden auch die Inhaberinnen und Inhaber der staatlich anerkannten Abschlussbezeichnung «Bachelor» einer Berufsakademie in Deutschland sowohl international als auch in der Schweiz die dipl. Absolventinnen und Absolventen HF konkurrenzieren. Tatsache ist, dass in Deutschland mit dem stark geförderten dualen Studium und dem staatlich anerkannten Abschluss «Bachelor» sich zwei praxis orientierte Bildungswege erfolgreich etablieren. 6.5 Bologna- bzw. Kopenhagen-Prozess! Die HF im Erasmus-Programm den Hochschulen gleichgestellt Ziel des Bologna-Prozesses ist die Schaffung eines europäischen Hochschul raumes, der massgeblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas beiträgt. Die Bologna-Erklärung wurde am 19. Juni 1999 auch von der Schweiz unterzeichnet. Eine der vereinbarten Massnahmen ist die Schaffung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse. 22 Seit Januar 2011 nimmt die Schweiz als Vollmitglied am EU-Programm «Lebens langes Lernen» teil, welches auch die allgemeine und berufliche Bildung umfasst. Der Beitrag der Schweiz für die Periode für das Programm «Lebenslanges Lernen» beträgt 44,7 Mio. Euro. Mit dem Unter programm «Erasmus» wird der Studierendenund Dozierendenaustausch sowie die institutionelle Zusammenarbeit zur Verbesserung der Studien gänge und der Anerkennung der Qualifikationen gefördert. Die Teilnahme am Erasmus-Programm erfordert eine Erasmus-Hochschulcharta (EUC), die auch die Höheren Fachschulen berechtigt, Fördermittel innerhalb des Erasmus- Programmes zu beantragen. Aus dem Kreis der Höheren Fachschulen sind das Berner Bildungszentrum Pflege, Bern und die Scuola Superiore Alberghiera del Turismo, Bellinzona die ersten Bildungsinstitutionen, die bereits 2011 eine «EUC» von der Europäischen Kommission erhalten haben. 23 Festgelegt werden darin die Grundprinzipien und die Mindestanforderungen, die eine Bildungsinstitution bei der Umsetzung ihrer Erasmus-Aktivitäten erfüllen muss. Ein Beispiel dafür ist, die erbrachten Leistungen in European Credit Transfer System ECTS-Punkte auszuweisen. Damit die in der Schweiz geleistete Ausbildung auch von der Hauptausbildungsinstitution, der ausländischen Ausbildungsinstitution, anerkannt wird, rechnen beispielsweise das Berner Bildungszentrum Pflege, aber auch andere HF, den ausländischen Studierenden die erbrachte Studienleistung in ECTS-Punkte um und bestätigen diese. ECVET ist das Leistungspunktesystem für die berufliche Grundbildung Das BBT verlangt, dass die Höheren Fachschulen ihre Bildungsgänge mit dem European Creditsystem for Vocational Education ECVET umrechnen. Ein System, das im europäischen Raum eindeutig nur für die berufliche Grundbildung verwendet wird. Somit fehlt den Höheren Fachschulen aus nicht plausiblen Gründen, auch hier die eindeutige Abgrenzung zur beruflichen Grundbildung, wenn ihnen das Leistungsberechnungssystem des Tertiärbereichs nicht zugestanden wird. Obwohl es kein rechtlich verbindliches Berechnungssystem ist, haben sich die Höheren Fach schulen mit wenigen Ausnahmen an die BBT Vorgabe gehalten. 21 Vgl. Fussnote 20, Artikel Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF, The Bologna Declaration of 19 June 1999 (http://www.sbf.admin.ch/htm/ themen/international/bologna_declaration.pdf) ( ). 23 Europäische Kommission, Lifelong Learning Programme, Erasmus University Charter Selection 2011 and Selection 2012 (http://ec.europa.eu/education/erasmus/euc_en.htm) ( ). 12

13 6.6 Fazit! Die Beteiligung der Schweiz an den europäischen Bildungsaktivitäten erfordert die Anpassung der Titel und Bezeichnungen der Höheren Fachschulen im Interesse ihrer Absolventinnen und Absolventen. Ebenso ist zwingend auf das ECTS-Punktesystem umzustellen. Dies insbesondere, um inländische Studierende den ausländischen Studierenden gleichzustellen. Die Bildungsgänge HF sind in ECTS umzurechnen 7. Bessere internationale Positionierung! der Höheren Fachschulen! Rund 160 n bieten in 52 Fachrichtungen ca. 430 Bildungsgänge in der Schweiz an. Zuständig für die Anerkennung von Bildungsgängen ist das BBT. Die Kantone üben die Aufsicht über die Bildungsgänge aus. Sowohl in seiner Breite als auch in der Tiefe ist das Bildungsangebot der Höhe ren Fachschulen einzigartig. Die hohe Qualität der Bildungsgänge wird durch ein aufwändiges Anerkennungs- und Aufsichtsverfahren sichergestellt. Die Schweiz verfügt damit über ein praxis- und arbeitgeberorientiertes Bildungs angebot im Tertiärbereich, das im europäischen Ausland nicht bekannt ist. Entsprechend seiner Wertigkeit für den nationalen Arbeitsmarkt und seiner Positionierung im Bildungssystem Schweiz haben wir eine angebrachtere Positionierung vorgeschlagen. Qualität dank Anerkennungsverfahren 7.1 Eindeutige englische Bezeichnung für!! Als Übersetzung der «HF» wird vorgeschlagen: und als Abkürzung Bachelor-Abschluss titel für die HF Dieser Vorschlag bietet im englischen Sprachraum wichtige Vorteile: College für eine Bildungsinstitution des Tertiärsektors, of Higher grenzt gegenüber den Bildungsinstitutionen der Sekundarstufe II ab und Education steht für praxis- und arbeitsmarktorientierte Ausbildung im Tertiärbereich. Die logische Abkürzung für ist, mit der Umgehung der angelsächsischen Definition, dass in einem Titel bzw. dessen Abkürzung alle Nomen und Adjektive gross geschrieben werden, um eine Marke entwickeln zu können. Unser neuer Brand: CH steht für die «Confoederatio Helvetica» und weist einen hohen Bekanntheitsgrad auf. Die Abkürzung CH bzw. ch wird für die Schweiz als Top-Level-Domain-Kennzeichen, für die Post-Länderkennung und als internationaler Nummernschild-Ländercode. Mit CH in Kombination mit den Buchstaben «et» wird auf eine Besonderheit im Schweizerischen Bildungssystem hingewiesen, nämlich auf die praxisorientierte Ausbildung im Tertiärbereich. Der Übersetzungsteil «Education» umschreibt das Typische einer HF-Ausbildung. «Sie sind praxisorientiert und fördern insbesondere die Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, zur Analyse von berufsbezogenen Aufgabenstellungen und zur praktischen Umsetzung der erworbenen Kenntnisse.» Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nach diplomstudien der höheren Fachschulen vom 11. März 2005 (Stand am 1. November 2010), Artikel 2, Absatz 2 (http://www.admin.ch/ch/d/ sr/4/ de.pdf) ( ). 13

14 Obwohl der Begriff «Training» eine starke Anlehnung an die berufliche Grundbildung hat, die mit Vocational Education VET übersetzt wird, ist ein Ersetzen des Begriffs «Training» nicht zu empfehlen, auch wenn «Training» eher mit dem Sport in Verbindung gebracht wird. «Training» mit «Practice» für «Übung» zu ersetzen, käme dem Sachverhalt, wie ein Bildungsgang HF aufgebaut ist, am nächsten. Nur lässt sich das Begriffspaar «Education and Practice» so nicht zusammensetzen, ohne die englische Sprache zu verbiegen. Zwingend ist aber dass dafür der Begriff «Professional» der eindeutig der beruflichen Grundbildung zuzurechnen ist mit «Higher» ersetzt wird. Im Glossar des Lifelong Learning Programme der Europäischen Union ist die Definition einer «Higher Education Institution» aufgeführt: «Any Type of higher education institution, in accordance with national legislation or practice, which offers recognized degrees or other tertiary qualifications, whatever such establishments may be called in Member States. Any institution, in accordance with national legislation or practice, which offers vocational education or training at tertiary level.» Eidgenössisch geschützter Abschlusstitel «Bachelor»! Bezug zum Bildungsgang und nicht zum Bereich Die englischen Titel-Übersetzungen sollen Bezug nehmen zum Bildungsgang und nicht zu einem definierten Bereich wie bei den Hochschulen: Ein eidgenössisch geschützter Abschlusstitel, um klar aufzuzeigen, dass es sich beim Bachelor HF (B ) nicht um einen akademischen Grad handelt, sondern um einen rechtlich anerkannten Titel für eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge HF, die in der MiVo-HF festgelegt sind. Der Bachelor of zeigt an, dass es sich um einen Hochschultitel handelt, der Bachelor in, dass es sich um einen staatlich geschützten Abschlusstitel handelt. Mit dem «Bachelor» als eidgenössisch geschützter Abschlusstitel wird die vielfach zitierte Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung im Tertiärbereich endlich vollzogen. Mit den unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen wird auf die unterschiedlichen verleihenden Bildungsinstitutionen als Unterscheidungsmerkmal hingewiesen. Mit dem wird eine englische Bezeichnung vorgeschlagen, die sich klar abgrenzt von den Fachhochschulen. Im Gegensatz dazu werden die Fachhochschulen als «Universities of Applied Sciences UAS» bezeichnet. Es besteht keine Verwechslungsmöglichkeit weder in der vollständig ausgeschriebenen noch in der abgekürzten Bezeichnung. Mit der geschlechterunabhängigen Bezeichnung «Bachelor» werden auch Gleichstellungsanliegen konsequent berücksichtigt. Dies ist auch hinsichtlich der immer stärker an Bedeutung gewinnenden Diversity-Bestrebungen sinnvoll und zweckmässig. 25 DECISION No 1720/2006/EC OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL, of 15 November 2006, establishing an action programme in the field of lifelong learning, Article 2, Definitions, Point 10. In Deutsch: «Hochschule» a) alle Arten von Einrichtungen der Hochschulbildung gemäß den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten, an denen anerkannte akademische Grade oder andere anerkannte Qualifikationen der Tertiärstufe erworben werden können, ungeachtet der jeweiligen Bezeichnung in den Mitgliedstaaten, b) alle Einrichtungen gemäß den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten, die berufliche Aus- oder Weiterbildung der Tertiärstufe anbieten; (BESCHLUSS Nr. 1720/2006/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES, vom 15. November 2006, über ein Aktionsprogramm im Bereich des lebens langen Lernens, Artikel 2 Begriffsbestimmungen, Punkt 10) (http://ec.europa.eu/education/programmes/llp/glossary_en.html) ( ). 14

15 7.3 Vocational Training! Im Unterschied zu einer «Higher Education Institution» wird im gleichen Glossar «Vocational Training» definiert als berufliche Grundbildung oder berufliche Weiterbildung: «Vocational training any form of initial vocational education or training, including technical and vocational teaching and apprenticeships, which contributes to the achievement of a vocational qualification recognized by the competent authorities in the Member States in which it is obtained, as well as any continuing vocational education or training undertaken by a person during his or her working life.» 26 «Vocational» ein Begriff der beruflichen Grundbildung Auf den englischsprachigen Websites der Europäischen Kommission ist unter der Überschrift «Leonardo da Vinci actions-mobility for Professionals in Vocational Education» die Mobilität für Fachkräfte in der beruflichen Bildung erkärt. Zu bedenken ist, dass Grossbritannien ein völlig anders Berufsbildungssystem als die Schweiz hat. 7.4 Unterscheidung von «College» und «University»! Im allgemeinen Sprachgebrauch in den USA bezeichnet «College» vor allem die ersten zwei, drei oder vier Jahre eines Hochschulstudiums, die Undergraduate Period. Nur die Minderheit der Studenten in den USA absolviert ein Graduate-Studium an einer Universität. Die Bezeichnung University ist solchen Hochschulen vorbehalten, die nachweislich auf Forschung ausgerichtet sind und auch Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten jenseits des ersten Studienabschlusses anbieten. Das «College», eine Ausbildungsinstitution des Tertiärbereichs Die Entscheidungsmöglichkeit einer Bildungseinrichtung, sich den Namen «College» oder «University» zu geben, ist in jedem Fall im jeweiligen US-Bundesstaat gesetzlich geregelt und von der Akkreditierungsagentur abhängig. Der Begriff «Universität» suggeriert ein höheres Niveau von Bildung und ist damit prestigeträchtiger, aber tatsächlich gibt es in den Vereinigten Staaten auch einige Top-ranked Elite-Colleges, an denen hochkarätige Forschung betrieben wird und deren Absolventen dem hohen Prestige ihres Colleges bessere berufliche Startchancen verdanken als die Absolventen einer der zahlreichen Universitäten, die sich im Hochschulranking an den untersten Plätzen finden. 27 In Grossbritannien wird der Begriff «university» wie auch «university college» per Gesetz definiert. Frei ist der Gebrauch von «College», der gesetzlich nicht geregelt ist, aber klar dem Tertiärbereich zugeordnet ist. 28 Ein «Higher Education College» muss mindestens eingeschriebene Studenten haben, bevor es den Status einer Universität bzw. eines «university college» beantragen kann. Es gibt kleine Colleges wie «The Institute of Cancer Research» mit ca. 300 Studierenden aber auch grosse wie z.b. wie das «University College Birmingham» mit ca. 7,500 Studenten DECISION No 1720/2006/EC OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL, of 15 November 2006, establishing an action programme in the field of lifelong learning, Article 2, Definitions, Point 12 In Deutsch: «Berufsbildung» jede Form der beruflichen Erstausbildung, einschließlich der Ausbildung an technischen und berufsbildenden Schulen und der Lehre, die zum Erwerb einer Berufsqualifikation beiträgt, welche von den zuständigen Behörden des Mitgliedstaates, in dem diese Qualifikation erworben wird, anerkannt wird, sowie jede Form der beruflichen Weiterbildung, an der eine Person im Laufe ihres Arbeitslebens teilnimmt; (BESCHLUSS Nr. 1720/2006/EG DES EUROPÄI- SCHEN PARLAMENTS UND DES RATES, vom 15. November 2006, über ein Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens, Artikel 2 Begriffsbestimmungen, Punkt 12) (http://ec.europa.eu/education/programmes/llp/glossary_en.html) ( ). 27 University Language Services ULS (http://www.universitylanguage.com/) ( ). 28 Eurypedia (https://webgate.ec.europa.eu/fpfis/mwikis/eurydice/index.php/united-kingdom-england: Types_of_ Higher_Education_Institutions) ( ). 29 A Guide to UK Higher Education, Hrsg. Higher Funding Education Council for England (HEFCE), September 2009, Nr. 32, S. 7 8 (http://www.hefce.ac.uk/media/hefce1/pubs/hefce/2009/0932/09_32.pdf) ( ). 15

16 Oesterreich kennt das «Kolleg» für einige höhere berufsbildende Schulen. Das Kolleg bietet eine 4 6-semestrige fachtheoretische und praktische Ausbildung an und endet mit einer Diplomprüfung. «Personen mit Reifeprüfung, Berufs reife- oder Studienberechtigungsprüfung können Kollegs besuchen. Absolventinnen und Absolventen technischer Kollegs können nach dreijähriger praktischer Verwendung die Standesbezeichnung Ingenieur/in beantragen.» Warum! =! Diese Übersetzung der Höheren Fachschule mit ihrer Abkürzung bietet wich tige Vor teile: a) college Wie bereits ausgeführt, steht «College» im englischen Sprachraum für eine Bildungsinstitution im Hochschulraum, somit ein Begriff des Tertiärbereichs. Innerhalb der Europäischen Union ist es jedem Mitgliedstaat überlassen, die Bildungsinstitutionen, die dem Hochschulraum angehören, selbst zu bestimmen. Im der nationale Bildungssystematik werden die Ausbildungsinstitutionen mit ihrem nationalen Namen dem Bereich zugewiesen. In der Bildungssystematik der Schweiz gehören die Höheren Fachschulen dem Tertiärbereich an. b) Higher Die Zugehörigkeit eines Colleges zum Tertiärbereich wird durch den Zusatz «of Higher» aussagekräftig betont. c) education Education für theoretische und praktische Ausbildung stehen dabei für praxisorientierte Ausbildung im Tertiärbereich. Eine Verwechslung mit den Fachhochschulen wird vermieden, die als «Universities of Applied Sciences UAS» übersetzt werden. Es besteht keine Verwechslungsmöglichkeit weder in der vollständig ausgeschriebenen noch in der abgekürzten Bezeichnung. d) Die Abkürzung CH steht für die «Confoederatio Helvetica» und weist einen hohen Bekanntheitsgrad auf. Sie wird verwendet als Top-Level-Domain-Kennzeichen, als Post- Länderkennung, als internationaler Nummernschild-Ländercode und als IBAN (International Bank Account Number)-Kennzeichnen für die Schweiz verwendet. In Kombination mit den Buchstaben «et» wird auf eine Besonderheit der Schweiz hingewiesen, nämlich eine praxisorientierte Bildung im Tertiärbereich: Education and Training. 30 bmukk, Bildung und Schulen, Bildungswesen in Österreich, Berufsbildendes Schulwesen, Kollegs (http://www.bmukk. gv.at/schulen/bw/bbs/kollegs.xml (Stand: ) und ( ). 16

17 7.6 Der Titel «Bachelor in»! Pro Jahr erhalten derzeit gut Absolventinnen und Absolventen der Höheren Fachschulen einen rechtlich geschützten Titel, der in der MiVo-HF verankert ist. Unbestritten ist die Tatsache, dass die höhere Berufsbildung auf internatio naler Ebene un ge nügend positioniert ist. Im Bericht des Bundesrates über die Unterstützung der dualen Berufsbildung «Sechs Jahre neues Berufsbildungsgesetz eine Bilanz» aus dem Jahre 2010 heisst es dazu: «Dies bewirkt u.a. eine fehlende Anerkennung von Abschlüssen und schränkt die Mobilität von Fachkräften ein.» 31 Ein weiterer Grund ist, weshalb es nicht sinnvoll ist für die HF Absolventinnen und Absolventen einen Titel ohne Bachelor einzuführen ist, dass ihre Zahl pro Jahr zu klein ist derzeit gut Abschlüsse pro Jahr um mit einem schweizerischen Alleingang international bestehen zu können. An den schweizerischen Hochschulen wurden Bachelor (inkl. Lizentiate) vergeben 32, in Deutschland allein haben «Fast Absolventinnen und Absolventen (...) 2010 an den Hochschulen einen ersten Studienabschluss erworben.» 33 Und in Oesterreich mit ebenfalls einem ähn lichen Bildungssystem, wurden 2011 ca Bachelor, ohne Diplomabschlüsse, vergeben. 34 Die HF Absolvent/innen werden in der internationalen Bachelor- Masse ohne Bachelor nicht wahrgenommen Die Dominanz des Bachelor-Titels ist klar und deutlich sichtbar. Die Einführung eines Bachelor HF als Abschlusstitel ist sowohl national wie auch international als diejenige Massnahme zu qualifizieren, die die Anerkennung der Abschlüsse markant steigern und die Mobilität von Fachkräften erhöhen wird. Ein Studiengang HF ist gleichwertig doch andersartig im Vergleich zu einem Studium auf Bachelorstufe an einer Universität oder Fachhochschule, das mit einem akademischen Bachelor abschliesst. 7.7 European Credit Transfer System ECTS! Die ECTS-Punkte bemessen den Arbeitsaufwand, der für den Studierenden erforderlich ist, die erwarteten Lernergebnisse zu erreichen. Die Lernergebnisse beschreiben, was die Studierenden nach dem erfolgreichen Abschluss eines Lernprozesses wissen, verstehen und können sollten. Von der Input-Orientierung zur Output-Orientierung, darum ECTS Als studentenorientiertes Bewertungssystem zeigen ECTS-Punkte auch den realistischen Aufwand für die Studierenden. Dies ganz im Gegensatz zur Angabe von Lek tionen bzw. Lernstunden, die keinerlei Aufschluss über den studentischen Aufwand geben und im eigent lichen Sinne eine reine Inputorientierung darstellen. Ein korrekter Zusammenhang mit der Ausrichtung auf Learning Outcomes kann nicht hergestellt werden. 31 Sechs Jahre neues Berufsbildungsgesetz Eine Bilanz, Bericht des Bundesrates über die Unterstützung der dualen Berufs bildung (in Erfüllung des Postulats Favre ), Bern, September 2010, S. 7 (http://www.bbt.admin.ch/ dokumentation/00335/00400/index.html?lang=de) ( ). 32 Bundesamt für Statistik (BFS), Bildungsabschlüsse 2010, Sekundarstufe II und Tertiärstufe, Neuchâtel, 2011, T Bildungsabschlüsse auf der Tertiärstufe Diplome (Übersicht), S. 17 (http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/ themen/15/04.html) ( ). 33 Bildung in Deutschland 2012, Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur kulturellen Bildung im Lebenslauf, Hrsg. Autorengruppe Bildungsberichterstattung, Bielefeld 2012, S.135 (http://www.bildungsbericht.de/daten2012/bb_2012.pdf) ( ). 34 Statistik Austria, Bildung in Zahlen, 2010/11, Schlüsselindikatoren und Analysen, Hrsg. STATISTIK AUSTRIA, Wien 4/2012 und BILDUNG IN ZAHLEN 2010/11, Tabellenband, Hrsg. STATISTIK AUSTRIA, Wien 4/2012 (http://www.statistik.at/ web_de/statistiken/bildung_und_kultur/formales_bildungswesen/bildungsabschluesse/index.html) ( ). 17

18 Im gesamten Tertiärbereich wird das ECTS-System eingesetzt und in der Schweiz sind in keinem rechtlich verbindlichen Dokument Ausschlussgründe für eine Anwendung in den Höheren Fachschulen enthalten. Im internationalen Kontext wird damit nur eine bereits etablierte Usanz für die Bildungsgänge der Höheren Fachschulen vollzogen, wenn sie die Bildungsgänge HF ins ECTS übertragen. Die MiVo-HF bietet dafür in Artikel 3 Absatz 3 die Basis: «Die zu erreichenden Lernleistungen können auf der Basis von Lernstunden in ein anerkanntes Kreditpunktesystem umgerechnet werden. Bei der Umrechnung entstehende Reste sind aufzurunden.» 8. Antrag! Die Schweizerische Konferenz der Höheren Fachschulen beantragt dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD die Neuübersetzung für ins Englische mit «College of Higher Education an Training ()» zu übernehmen; in der englischen Übersetzung der Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) für die der Abschlüsse der Bildungsgänge HF den Abschlusstitel Bachelor in ( ) an Training (B ) zu verwenden und für die Bezeichnung des Bildungsganges den englischen Begriff gemäss Liste im Anhang 1 in den Anhang der MiVO-HF einzufügen. 18

19 Quellen! zusätzlich zu den in den Fussnoten verwiesen Dokumenten: Als ein Land mit gut vergleichbarem und ähnlichem dualem Ausbildungs system, war die webpage Deutschlands sehr nützlich. Nicht zu unterschätzen ist die Informationsfülle der EU auf: education/programmes/llp/guide/glossary_en.html. Kanada nutzt das National Occupational Classification (NOC), um die über zwei Millionen Berufsbezeichnungen in seinem Arbeitsmarkt zu klassifizieren. (Internet: Wichtige Hinweise wurden auch auf der Website des Office for National Statistics, UK gefunden (Internet: higher-education-and-adult-learning/higher-education-and-adult-learning-providers/ index.html). Das US Department of Labor stellt elektronisch das «Dictionary of Occupational Titles» zu Verfügung. (Internet: 19

20 Anhang 1! Liste der Übersetzungen «n» ins Englische durch das BBT Dokumente: Verordnung des EVD vom 11. März 2005 über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF), Stand 1. November 2010 Neurechtlich anerkannte Rahmenlehrpläne College of Professional Education PET Degree in Site Management all diploma of technician with College of PET Degree as Hospitality Management, tourism, Banking, Textile Management, Data Processing, Customs, Dental Hygiene, Podiatrist Business data processing specialist with College of Professional Education and Training Degree as Forestry, Orthoptist, Nurse, Air navigation services employee Dental Hygienist with College of Professional Education Diploma as Radiography, Biomedic Analysis, Operating Room Technician Facility Services Manager with College of Higher VET Diploma as Agro-Commercial, Marketing Management, Agricultural Engineering, Activation, Radiography, Paramedic College of Higher Professional Education Degree in Marketing Management College of higher vocational education and training Diploma Agogical workshop supervisor College of Higher Vocational Education Diploma in Business Administration as insurance economy, Child Education, Social Education, Agogical workshop supervisor designer with College of PET degree in fine arts as Paralegal, visual design, product design Air Traffic Controller with Diploma of Advanced Vocational College 20

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