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1 Geschäftsbericht 2010

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3 kursaal bern 1. Organe/Unternehmensleitung 2 Kongress + Kursaal Bern AG Hotel Allegro Bern AG Grand Casino Kursaal Bern AG Wälchli Feste AG 2. Einladung zur ordentlichen 3 Generalversammlung 3. Präsidialadresse 4 4. Jahresbericht Kursaal Bern 6 5. Jahresrechnung Rechnungslegung für das Jahr Jahresrechnung Kongress + Kursaal Bern AG 21 Bilanz 22 Erfolgsrechnung 24 Anhang 25 Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns 26 Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung Konzernrechnung Bilanz 29 Erfolgsrechnung 30 Geldflussrechnung 31 Anhang 33 Anmerkungen zur Bilanz 34 Anmerkungen zur Erfolgsrechnung 36 Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung Tochtergesellschaften Hotel Allegro Bern AG 40 Grand Casino Kursaal Bern AG 44 Wälchli Feste AG 48

4 organe / unternehmensleitung 2 Kongress + Kursaal Bern AG Hotel Allegro Bern AG Tochtergesellschaft (100%) Verwaltungsrat Daniel Frei, Präsident Ulrich Sinzig, Vizepräsident Dr. Konrad Annasohn Barbara Boner Paul Häring Klaus Künzli Elisabeth Marazzi Direktion Patrik Scherrer Generalsekretariat (Konzern) Silvia Appaiah Finanzen (Konzern) Andreas Hasler Kommunikation (Konzern) Alexandra Maurer Revisionsstelle BDO AG am Grand Casino Kursaal Bern AG Tochtergesellschaft (55%) Verwaltungsrat Daniel Frei, Präsident Barbara Boner, Vizepräsidentin Dr. Konrad Annasohn Philipp Sprenger, Vertreter Swiss Casinos Holding AG Hubertus Thonhauser, Vertreter Casinos Austria (Swiss) AG Direktion Christian Aumüller Revisionsstelle BDO AG Wälchli Feste AG Tochtergesellschaft (100%) Verwaltungsrat Patrik Scherrer, Präsident Silvia Appaiah, Vizepräsidentin Christian Aumüller Andreas Hasler Direktion Beat Fischbach Revisionsstelle BDO AG

5 einladung zur ordentlichen generalversammlung Montag, 27. Juni 2011, Uhr (Türöffnung Uhr) in der Arena des Kursaal Bern Traktanden mit Anträgen des Verwaltungsrates 3 1. Begrüssung durch den Präsidenten 2. Jahresbericht, Jahresrechnung und konsolidierte Jahresrechnung 2010 (Konzernrechnung) Antrag des Verwaltungsrates: Kenntnisnahme der Berichte der Revisionsstelle Genehmigung 3. Verwendung des Bilanzgewinns Antrag des Verwaltungsrates: 25% Dividende auf dem Aktienkapital von CHF /CHF Einlage in die gesetzlichen Reserven CHF Einlage in die Dispositionsreserven CHF Vortrag auf neue Rechnung CHF Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates Antrag des Verwaltungsrates: Erteilung der Entlastung in globo 5. Wahl von zwei neuen Mitgliedern des Verwaltungsrates Antrag des Verwaltungsrates: Wahl von Marcel Gehrig, Bellach Wahl von Hanspeter Pizzato, Wauwil 6. Wahl der Revisionsstelle Antrag des Verwaltungsrates: Wahl der BDO AG für ein Jahr 7. Verschiedenes Im Anschluss an die Generalversammlung sind die Aktionärinnen und Aktionäre zu Aperitif und Nachtessen eingeladen. Geschäftsbericht 2010 sowie Jahresrechnung und Konzernrechnung mit Berichten der Revisionsstelle liegen ab 6. Juni 2011 am Sitz der Gesellschaft zur Einsichtnahme durch die Aktionärinnen und Aktionäre auf. Als Ausweis zur Teilnahme an der Generalver sam mlung und am Nachtessen gilt die Zutrittskarte. Personen ohne Zutrittskarte haben auch zum Nachtessen keinen Zugang. Eine rechtsgültige Stellvertretung kann nur durch einen oder eine im Aktienbuch eingetragene/n Aktionär oder Aktionärin ausgeübt werden. Bern, im Mai 2011 Der Verwaltungsrat der Kongress + Kursaal Bern AG

6 kursaal bern 4 Viel Freude an der Gestaltung der Kursaal-Zukunft Daniel Frei, Präsident Für die Kongress + Kursaal Bern AG war das Jahr 2010 ein bedeutendes Jahr. Es war geprägt vom Erhalt der Baubewilligung für das Bauprojekt «Kursaal Bern 2012». Die Bauarbeiten starteten im Spätsommer 2010 und werden im Sommer 2012 beendet sein. Die Arena wird umfassend renoviert, erhält einen neuen Empfangsbereich, und vor ihr entstehen an bester Aussichtslage grosszügige Foyers. Damit wird die Kongress + Kursaal Bern AG künftig vermehrt Kongresse und Veranstaltungen auf internationalem Niveau durchführen können. Weiter wird die Wegführung verbessert. Das Casino erhält einen neuen Eingang und mehr Fläche. Auch die für den Gast nicht unmittelbar sichtbaren Bereiche wie Produktionsküche, Abwäscherei und Lagerräumlichkeiten werden saniert und erweitert. Bis anhin sind die Bauarbeiten gut vorangeschritten. Das Restaurant Yù, welches dem Umbau weichen musste, konnte diesen Frühling bereits an seinem neuen Standort unter dem Namen «Yù East and West» im Atrium des Hotels Allegro erfolgreich eröffnet werden. Damit der Kursaal während der gesamten Bauzeit offen bleiben kann, müssen sowohl die Mitarbeitenden wie auch die am Bau beteiligten Handwerker viel Geschick und Organisationstalent an den Tag legen. Die rege Bautätigkeit hatte erwartungsgemäss auch Auswirkungen auf die Ergebnisse der Kongress + Kursaal Bern AG und der Hotel Allegro Bern AG. Diese Umsatzrückgänge sind jedoch nicht beunruhigend, sind sie doch Teil einer Investition in die Zukunft. Ganz nach dem Zitat von Alfred Biolek: «Baulärm war früher Krach, heute ist er Wachstumsmusik.»

7 5 Auch die Finanzkrise ist am Kursaal nicht ganz spurlos vorbeigegangen. Dank umsichtiger Planung und ausgezeichneter Führungsarbeit in allen Bereichen konnten die Auswirkungen jedoch weitgehend aufgefangen werden. Vom Grand Casino Bern gibt es weiterhin Erfreuliches zu berichten. So konnte der Bruttospielertrag gegenüber dem Vorjahr wieder gesteigert werden, und dies trotz des Rauchverbotes, das sich erstmals auf das ganze Jahr auswirkte. Leider wurde die Spielbankenabgabe im letzten Jahr erhöht und das Casino musste Abgaben in der Höhe von CHF 30 Mio. leisten (CHF 2,8 Mio. mehr als im Vorjahr). Für die Wälchli Feste AG war das letzte Jahr ein sehr umsatzstarkes und arbeitsintensives Jahr. Es zeigte sich, dass die Zentralisierung der Lager auf dem neu erworbenen Grundstück dringend notwendig war. Anders wären die vielen attraktiven Aufträge kaum so erfolgreich zu bewältigen gewesen. Die Kongress + Kursaal Bern AG ist ein wandelbares Unternehmen mit kreativen Köpfen, die Freude am Gestalten haben. So erstaunt es nicht, dass im letzten Jahr bereits wieder neue vielversprechende Projekte in Angriff genommen worden sind. Hier sei exemplarisch die Bewerbung um die Casino-Konzession in Neuenburg erwähnt. Der Bundesrat wird über die Konzessionserteilung im Sommer 2011 entscheiden. Grosser Dank gebührt den Direktoren, deren Führungskräften und allen Mitarbeitenden. Bedanken möchten wir uns zudem auch bei den Medien, Behörden, Institutionen, Verbänden, Vereinen, Lieferanten und Partnern, die uns wohlwollend unterstützt haben. Dankbar sind wir besonders unseren Kunden und Gästen sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären, die uns ihr Vertrauen schenken. Den Mitgliedern des Verwaltungsrates danke ich für die wertvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Daniel Frei, Präsident des Verwaltungsrates

8 kursaal bern 6 «Wir alle bauen an der Zukunft des Kursaals» Patrik Scherrer, Generaldirektor Seit August 2010 wird im Kursaal Bern gebaut. Sind Sie seither eher als Gastgeber oder eher als Bauherr im Einsatz? Patrik Scherrer: Als Gastgeber, der seinen Gästen und Kunden optimale Qualität bieten will heute und in Zukunft. Dieses Ziel verlangt, dass wir in unser Produkt investieren, in das Know-how unserer Mitarbeitenden und in die Infrastruktur. In der langen Geschichte des Kursaals wurde immer irgendwo gebaut oder erneuert haben wir sämtliche Zimmer im Hotel Allegro renoviert, nun machen wir den Kongress-Bereich fit für die Zukunft. Das Modernisieren, Erweitern und Ergänzen gehört ebenso zu meinen Aufgaben wie die Betreuung der Gäste, die Mitarbeiterführung oder die Positionierung des Kursaals. Diese Vielfältigkeit und die Herausforderung, auf Bewährtem aufzubauen und Neues zu schaffen, machen meine Arbeit deshalb auch so spannend. Da, wo heute die Dachterrasse ist, entstehen grosszügige Foyers. Wer hier ein Cocktail Diner geniesst oder eine Ausstellung besucht, wird zusätzlich mit einem atemberaubenden Blick auf Berner Altstadt und Alpen belohnt. Bei der Ausstattung der Innenräume legen wir Wert auf Ästhetik, hochwertige Materialien und eine Infrastruktur, die höchsten Ansprüchen genügt. Wir wollen in allen Belangen einen Quantensprung machen. Weshalb drängte sich ein Umbau auf? Die Arena ist ein einmaliger, aber über 50-jähriger Saal. Gebaut wurde er ursprünglich für Konzerte und Tanzveranstaltungen wie die legendären Thé Dansants. Die heutigen Kongresse, Tagungen, Events und Eine Investition von 35 Millionen ist aber alles andere als alltäglich Wir stossen tatsächlich in eine neue Dimension vor. Ein Traum wird wahr. Wir haben monatelang geplant, verhandelt und gerechnet. Als es im August 2010 mit den Bauarbeiten losging, war das für uns ein unglaublich wichtiger Moment. Wir wussten, dass wir nun unsere Vision des national führenden Kongress- Anbieters verwirklichen können. Werfen wir einen Blick in die Kongress-Zukunft. Was ist das Besondere des «Kursaal Bern 2012»? Ab Mitte 2012 wartet der Kursaal Bern mit einer der attraktivsten Eventplattformen in der Schweiz auf. Die denkmalgeschützte Arena und die Bühne werden modernisiert und mit neuester Veranstaltungstechnik ausgestattet. Sie wird den idealen Rahmen bieten für Grossanlässe mit bis zu 1400 Personen.

9 7 Konzerte stellen ganz andere Anforderungen an die Bühneneinrichtung und die technische Ausstattung. Bei Grossveranstaltungen stiessen wir im Foyer und in der Kursaal-Küche an unsere Grenzen. Zu wenig Platz für Empfänge und Stehapéros, zu kleine Küche und zu lange Wege das waren unsere Hauptprobleme. Bei der Planung des Umbaus haben wir die heutigen Schwachstellen von allen Seiten beleuchtet und uns schrittweise an die beste Lösung herangetastet. Die Neuerungen bringen nicht nur Veranstaltern und Gästen einen Mehrwert. Auch die internen Abläufe, etwa in Küche und Service, werden optimiert. So wird die Kursaal-Küche neu gebaut. Die Küchen- Crew freut sich auf ihre neuen Arbeitsplätze und auf modernste Küchentechnik. Bis Mitte 2012 wird im Kursaal übernachtet, gegessen, getagt, gespielt, gefeiert und gebaut. Ist der Baulärm ein grosses Problem? Hotel-, Restaurant-, Event- und Casino-Gäste sind vom Baulärm zum Glück wenig betroffen. Bei der Zuteilung der Seminarräume achten wir darauf, wann es wo lärmig werden könnte. Da wir an verschiedenen Orten gleichzeitig bauen, sind Vorhersagen oftmals schwierig. Wir sind es inzwischen gewohnt, flexibel auf die Situationen zu reagieren und rasch Lösungen zu finden. Denn die Lärmimissionen sind je nach Bauphase, Tageszeit und Aufenthaltsort innerhalb des Betriebs sehr unterschiedlich. Es ist gut, dass der Rückbau nun bald vorbei ist.

10 Wie reagieren Ihre Gäste auf die Bauarbeiten? Mit Neugier, Vorfreude und sehr viel Verständnis für die Umtriebe. Ich denke, das hängt auch mit unserer offensiven Kommunikation zusammen. Wer in den Kursaal kommt, weiss, dass hier gebaut wird, und stellt sich darauf ein. Das widerspiegelt sich auch in den Rückmeldungen der Gäste via Fragebogen, Online- Bewertungen oder im direkten Feedback. Wir spüren bei unseren Kunden ein grosses Vertrauen in unsere Qualität. Sie gehen davon aus, dass wir auch während des Umbaus eine Top-Leistung erbringen. Es gab sogar Veranstalter, die ihre Event-Planung auf unsere Bauphasen abstimmten, um ihre Anlässe bei uns abhalten zu können. Dieses Vertrauen ehrt uns sehr. Wie sieht Ihr Reklamationsmanagement aus? Leider haben wir keine totale Kontrolle über die Baustelle. Wir ziehen hinter den Kulissen sämtliche Register, damit vor den Kulissen alles perfekt ist. Aber manchmal reicht auch das nicht aus. Kommt es zu Lärm oder sonstigen Unannehmlichkeiten, reagieren wir unbürokratisch. Kam es zu vielen Stornierungen? Die Annullationen bewegen sich im erwarteten Bereich. Der Umbau wird für uns dann zum Handicap, wenn die Gäste bei ähnlichen Umbauprojekten schlechte Erfahrungen gemacht haben und uns nicht kennen. Wie wirkt sich das Bauvorhaben auf das Kursaal- Team aus? Wir freuen uns enorm auf den «neuen» Kursaal. Bei den Mitarbeitenden ist eine Aufbruchstimmung spürbar. Sie sind stolz, dass sie beim Aufbau dabei sein dürfen. Auf unsere tägliche Arbeit hat die Baustelle grosse Auswirkungen. Inzwischen haben die Mitarbeitenden einen sechsten Sinn entwickelt, um mögliche Probleme zu erkennen und diese rechtzeitig zu verhindern. Sie reagieren sehr flexibel, überlegt und effizient. Entscheidend ist auch eine gute Abstimmung zwischen den Bedürfnissen des Betriebs und der Baustelle. Dank der hervorragenden Arbeit von Architekt und Bauleiter funktioniert diese Koordination reibungslos. Einstellung und Engagement sind wirklich vorbildlich. Wie bringen sich die Führungskräfte ein, die neu zum Kursaal-Team gestossen sind? Sie bringen Fachkenntnisse, Erfahrungen und Ideen mit, die direkt in die Detailplanung einfliessen. Mit Küchendirektor Roland Brandtner und Sales & Marketing-Direktor Mark Isler sitzen auch in der Geschäftsleitung zwei neue Mitglieder. Sie bestimmen die künftigen Rahmenbedingungen aktiv mit und schaffen heute eine möglichst gute Voraussetzung für ihre Tätigkeit von morgen. Sie stellen das Mise en Place für die Zukunft bereit. Welches Fazit ziehen Sie zum Geschäftsjahr 2010? Ich bin recht zufrieden. In einem schwierigen Umfeld konnten wir einen vernünftigen Abschluss erzielen. Das war nicht einfach. Denn im Kongress-Bereich waren die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2010 stärker als noch 2009 spürbar. Auf diesem Gebiet wird sehr lange im Voraus gebucht. Gekürzte Veranstaltungsbudgets machen sich deshalb erst mit einer gewissen Verzögerung bei uns bemerkbar. Aber auch für die Hotellerie waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht günstig. Der starke Franken wirkte sich gegen Ende Jahr auf unser Geschäft aus. Zudem standen uns nach dem Baustart weniger Zimmer zur Verfügung. Erfreulich war die Entwicklung im Grand Casino und bei Wälchli Feste. Unser Geschäftsmodell mit Hotellerie, Gastronomie, Casino, Kongressen und Veranstaltungen funktioniert und schafft zahlreiche Synergien.

11 9 Was waren die Highlights des vergangenen Jahres? Ein ganz persönliches Highlight waren für mich die Unterstützung und der enorme Goodwill, den wir in Zusammenhang mit unserem Bauvorhaben von allen Seiten erfahren haben von den Behörden, den Hausbanken, den Lieferanten, den Gästen, den Kunden und den Nachbarn. Eine tolle Überraschung war auch der Michelin-Stern für Meridiano-Küchenchef Markus Arnold. Das Restaurant Meridiano bewegt sich auf höchstem Niveau. Dass zu den 16 Gault-Millau-Punkten nun auch noch ein Michelin-Stern dazukommt, ist eine verdiente Auszeichnung für ein engagiertes Team. Sie haben gesagt, dass mit dem «Kursaal Bern 2012» ein Traum wahr wird. Haben Sie noch weitere Träume? Ein grosser Traum besteht darin, Bern international bekannt zu machen. Das liegt natürlich nicht alleine in unserer Hand. Aber mit dem neuen Kongress- Angebot werden wir Massstäbe setzen und auch Bern als Kongress-Stadt zum Begriff machen. Für ein umfassendes Marketing fehlt Bern allerdings das notwendige Geld. Das muss sich ändern. Denn die Stadt hat so viele Vorzüge, mit denen sie international auftrumpfen könnte. Denken Sie nur an die Altstadt mit ihren Lauben, an die erstklassigen Museen oder an den Bärenpark. Und welche Ziele setzen Sie sich und dem «Kursaal Bern 2012»? Wir wollen in vollem Haus vor begeistertem Publikum auftreten! Wir möchten in allen Belangen in der ersten Liga spielen bezüglich Freundlichkeit und Kompetenz, Qualität der Dienstleistung und bezüglich Infrastruktur. Ein solches Ziel kann man nur mit vereinten Kräften erreichen. Die grosse Unterstützung und das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, motivieren mich sehr. Ein grosses Dankeschön möchte ich insbesondere dem Verwaltungsrat der Kongress + Kursaal Bern AG und dem gesamten Kursaal-Team aussprechen. Auch der Stadt Bern, die sich für gute Rahmenbedingungen für das Umbau-Vorhaben eingesetzt hat, danke ich an dieser Stelle herzlich. Gäste, Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner, Nachbarn sie alle leisten einen wichtigen Beitrag an die Zukunft des Kursaal Bern, sie alle bauen an der Zukunft des Kursaal Bern mit. Auch das zeichnet Bern und die Berner aus: die enge Verbundenheit mit «ihrem» Kursaal. Das Interview wurde geführt von Nora Fehr. Persönlich Nach der Ausbildung zum Koch absolvierte Patrik Scherrer die Hotelfachschule in Luzern, besuchte Weiterbildungen an der «Cornell University» von Ithaca (New York) und erlangte ein Diplom am Unternehmerseminar von hotelleriesuisse. Zu seinen wichtigsten beruflichen Stationen gehören Führungspositionen bei Mövenpick, im 5-Sterne-Grand Hotel National Luzern und im 4-Sterne-Hotel Astoria in Luzern sowie Tätigkeiten in Malta und England trat er der Kongress + Kursaal Bern AG bei, wo er zunächst für den Auf- und Ausbau des Hotels Allegro zuständig war übernahm er die Direktion des Kursaal Bern und ist heute als Generaldirektor beider Unternehmungen und als Verwaltungsratspräsident der Wächli Feste tätig. Er ist Vorstandsmitglied von Bern Tourismus und Mitglied der Verbandsleitung von hotelleriesuisse. Von 2004 bis 2009 hatte er das Präsidium des Berner Hotelierverbandes inne.

12 kursaal bern 10 Hoch hinaus Roland Brandtner, Executive Chef Die einmalige Aussicht vom Kursaal auf die Alpen wirkt inspirierend: Mit unserer Gastronomie und unseren Events wollen wir hoch hinaus erklomm das Restaurant Meridiano neue Höhen. Der junge Spitzenkoch Markus Arnold und seine Crew wurden erstmals mit einem Michelin-Stern und erneut mit 16 Gault-Millau-Punkten für ihre Leistung geehrt. Doch für den 29-Jährigen ist ein solcher Höhenflug noch lange kein Grund, die Bodenhaftung zu verlieren: Schon einen Tag nachdem der Guide Michelin ihn ausgezeichnet hatte, stand Markus Arnold auf dem Berner Waisenhausplatz und schöpfte Suppe für die Schweizer Tafel. Die Anerkennung der Gastrokritiker bedeutet uns sehr viel. Noch wichtiger ist für uns die Meinung unserer Gäste. Für ihr Lob geben von den Lernenden bis zum Restaurationsfachmann und von den Küchenangestellten bis zum Chefkoch alle ihr Bestes. Dass die Kursaal-Restaurants 2010 erneut auf so viele Stammkunden aus der näheren und weiteren Umgebung zählen durften, freut uns deshalb ausserordentlich. Ihre Treue spornt uns an, weiterhin Besonderes zu bieten besondere Herzlichkeit, besondere Qualität der Speisen, besonderes Ambiente und ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn ein Kursaal- Restaurant besucht man nicht, weil es am Weg liegt, sondern weil man sich bewusst etwas Gutes gönnen möchte. Das Rad neu erfinden wollen wir aber nicht. Vielmehr bauen wir auch in Zukunft auf Bewährtem auf. Indem wir zum Beispiel in Vergessenheit geratene Lebensmittel wieder vermehrt in Erinnerung rufen modern interpretiert und zubereitet. Noch geschmackvoller, noch regionaler und noch schöner präsentiert, so lautet unser Leitsatz für das gastronomische Angebot. Noch lebendiger, vielfältiger und überraschender die Devise für Veranstaltungen und Events.

13 11 Auf die Restaurants Meridiano und Giardino wirkte sich der Start der Bauarbeiten im Herbst 2010 kaum aus. Auch nicht auf die Hotelbar Allegro oder die Zino Platinum Cigar Lounge. Einschneidende Veränderungen gab es dagegen für das Modern Chinese Restaurant Yù, an dessen Standort neue Foyerflächen entstehen werden. Von Anfang an war klar, dass das Yù einen neuen Platz finden sollte. Sorgfältig prüften wir verschiedene Varianten etwa in der Berner Altstadt und entschieden uns schliesslich für den «Umzug» ins Atrium des Hotels Allegro. Da, wo bisher das Restaurant Allegretto gestanden hatte, nahm im März 2011 das neue «Yù East and West» seinen Betrieb auf. Die Neupositionierung des Yù erfolgte auf einer guten Basis und verbindet die Erfolgsfaktoren des Allegretto mit denjenigen des Modern Chinese Restaurant. Das neue «Yù East and West» serviert am Morgen das Hotel-Frühstück, am Mittag den Business-Lunch und am Abend die beliebtesten westlichen und asiatischen Klassiker. Ein Gastrokonzept, das kaum vielfältiger und gästeorientierter sein könnte! Von der SCB Gala bis zum Prix du Piano, von der Nacht des Schweizer Fussballs über die Valiant-Konzerte bis zum Grand Prix des Vins Suisses: Die Events, Konzerte und Tagungen, die 2010 bei uns durchgeführt wurden, zogen die Besucher in ihren Bann. Eindrückliches bot auch die Miss-Handicap-Wahl. Dieser Anlass fand 2009 zum ersten Mal statt und erlangte schon in der zweiten Austragung nationale Bedeutung. Weniger öffentlichkeitswirksam, dafür in der Branche umso mehr beachtet ist der Kochwettbewerb «Der goldene Koch von Kadi». Dieser Anlass war für den Kursaal aus mehreren Gründen spannend: Zum einen durfte unser Technik-Team sechs komplette Showküchen aufbauen und mit allem, was ein Profi zum Kochen braucht, einrichten. Zum anderen stellte auch Markus Arnold sein Können unter Beweis. Sein Engagement im Vorfeld dieses Wettbewerbs war beachtlich, dauerten seine Vorbereitungen doch mehrere Monate. Der Aufwand hat sich mehr als gelohnt: Markus Arnold erkochte auf Anhieb die Bronzemedaille und wurde für seine Fischkreation zusätzlich prämiert. Für den krönenden Abschluss des Event-Jahres sorgte schliesslich die letzte Silvesterparty in der «alten» Arena. Passend zu ihrer einstigen Bestimmung als Tanzsaal und zu ihrer 50-jährigen Geschichte spielten die Bands zum Tanz auf und zwar mit Hits aus den 50er-Jahren. «Ich träume von den grosszügigen und lichtdurchfluteten Foyers, von grossen Empfängen und familiären Apéros und vom Weitblick über Stadt und Berge.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. Gefeiert und getagt wird in der Arena noch bis Anfang September Dann schliesst sie bis Juli 2012 ihre Tore für eine umfassende Modernisierung. Bereits im August 2011 werden die neuen Foyers in einem Erweiterungsbau auf der ehemaligen Dachterrasse eröffnet. So stehen unseren Kunden auch während des Arena-Umbaus äusserst attraktive Lokalitäten für ihre Veranstaltungen zur Verfügung. Dank Glasfassade und hohen Räumen, dank einmaliger Deckenkonstruktion und raffinierter Beleuchtung präsentieren sich die Foyers grosszügig und lichtdurchflutet. Auf einer Fläche von insgesamt 2000 m 2 bieten sie für Empfänge, Apéros und Ausstellungen den idealen Rahmen. Und dies an bester Aussichtslage.

14 kursaal bern 12 Unbegrenzte Möglichkeiten Ueli Stähli, Leiter Technik An manchen Tagen klingelt das Telefon pausenlos: In einem Seminarraum benötigt ein Sitzungsleiter kurzfristig einen Beamer und ein Mikrofon. In der Küche ist ein Kombisteamer ausgefallen, in einem Büro kann ein Computer nicht gestartet werden, in der Einstellhalle ist ein Autofahrer mit der Barriere kollidiert, beim Schweissen auf der Baustelle wurde ein Brandalarm ausgelöst und in einem Hotelzimmer funktioniert das Pay-TV nicht. Und selbstverständlich wie meistens nach «Murphys Gesetz» geschieht dies alles gleichzeitig! Im Kursaal Bern und im Hotel Allegro sind wir die Ansprechpartner für alle technischen Fragen. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Wenn es um Licht, Wärme und Kälte, um Belüftung, Strom-, Gasoder Wasserleitungen geht, dann sind wir im Element. Wir planen, installieren, warten und reparieren. In unserer Abteilung der Veranstaltungs- und Betriebstechnik arbeiten insgesamt zwölf Mitarbeiter. Sie kennen sich aus mit technischen Einrichtungen aller Art: vom Beamer bis zur Audio- und Videoanlage, vom Klimasystem bis zur Küchentechnik, vom Notfallalarm bis zum hauseigenen TV-Signal. Besonders vielfältig präsentieren sich die Aufgaben im Event-Bereich. Atemberaubende Special Effects auf der Arena-Bühne? Eine Eisbahn auf der Hotelterrasse? Eine Live-Übertragung unter freiem Himmel? Oder die Installation von temporären Küchen in der Arena, inklusive Strom- und Wasserzufuhr sowie Abwasserleitung? Je kreativer die Vorstellungen der Veranstalter, desto interessanter ist unser Job. «Wir träumen von der neusten Beleuchtungstechnik, die in der Schweizer Event-Szene neue Massstäbe setzen wird.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. Mit dem Umbau der Arena wird ein Stück Kursaal- Geschichte neu geschrieben. Wir nehmen von der alten Bühne Abschied, die mehr als fünfzig Jahre Schauplatz zahlreicher unvergesslicher Auftritte und Momente war. Ersetzt wird sie durch eine kleinere Bühne. Diese ist immer noch fahrbar, wird den heutigen Bedürfnissen an einen multifunktionalen Eventsaal aber weitaus besser gerecht. Am meisten freuen wir uns jedoch auf die neue Beleuchtungs- und Projektionstechnik, die in der Schweizer Event-Szene Massstäbe setzen wird. Sie ermöglicht uns, den Raum und jeden Anlass mit schier unbegrenzten Möglichkeiten nach den Vorstellungen unserer Kunden zu inszenieren.

15 kursaal bern Für alle Sinne Elisabeth Kneubühler, Lifestyle-Koordinatorin 13 Auf meinem morgendlichen Rundgang durch den Kursaal rücke ich da eine Schleife zurecht, verschiebe dort eine Schale um einige Zentimeter. Ich prüfe die Mandarinenbäumchen in der Eingangshalle, die Schnittblumen in der Penthouse-Suite, die Tischdekorationen in den Restaurants und die Kerzenständer vor dem Casino-Eingang. Dabei versuche ich, die Räumlichkeiten mit den Augen unserer Gäste zu sehen. Stimmt der Gesamteindruck? Bilden Interieur und Dekoration eine harmonische Einheit? Ist die als Eyecatcher gedachte Bodenvase vielleicht doch zu dominant? Das Blumengesteck auf dem Bankett- Tisch doch zu zart? Sprechen wir von Lifestyle, sprechen wir von der Freude am Schönen. Wir sprechen von Freundlichkeit und Stil. Wir sprechen von Materialien, Formen und Farben. Und wir sprechen von unzähligen Kleinigkeiten, aus denen sich ein «Gesamtkunstwerk» ergibt. Als Lifestyle- Koordinatorin möchte ich unseren Gästen ein in sich stimmiges Gesamtbild präsentieren, das unaufdringlich alle Sinne berührt. Das beginnt bei der Einrichtung der Hotelzimmer und der Restaurants, geht über die Dekoration der Seminarräume und des Casinos bis hin zur Wahl der Hintergrundmusik in der Hotelbar. Auch die Beschaffung neuer Bekleidungen fällt in mein Ressort war das Rezeptionsteam an der Reihe: Zeitlose Eleganz und Funktionalität waren die Kriterien, die bei der Wahl der dunklen Hosenanzüge, stilvollen Blusen und Foulards den Ausschlag gaben. Der Umbau hat meine Arbeit von Anfang an stark geprägt. Ausgiebig diskutierten wir, wie wir unsere Lifestyle-Ansprüche am besten mit der Baustelle verbinden könnten. Geeinigt haben wir uns schliesslich auf einen einfachen Grundsatz: Unsere Gäste sollen sehen, dass im Kursaal Neues entsteht, und daran teilhaben. Die Dekoration soll zeigen, nicht verstecken. In der Adventszeit bedeutete dies zum Beispiel, dass wir die Baugerüste im Atrium des Hotels Allegro mit Lichtern, Tannenzweigen und Kugeln schmückten. «Ich träume davon, die Arena nach ihrer Verjüngungskur in Szene zu setzen.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. Meine schwierigste «Kundin» ist die Arena. Sie kommt mir manchmal vor wie eine launische alte Diva, die sich gegen Make-up und schöne Kleider wehrt. Denn in der Weite dieses einmaligen Eventsaales kann kaum eine Dekoration ihre Wirkung voll entfalten. Dagegen gibt es nur ein Rezept: klare Schwerpunkte setzen und effektvolle Blickfänge schaffen. Ob dieses Rezept wohl auch in der neuen Arena funktioniert? Ich male mir gerne aus, wie sich die Arena nach ihrer «Verjüngungskur» in Szene setzen lässt, und überlege mir, welche Dekoration sich auf der neuen Bühne wohl am besten macht.

16 kursaal bern 14 Carole Klein, Direktionsassistentin und Umweltbeauftragte Vorsprung durch Umweltengagement Lassen sich die Erwartungen an ein 4-Sterne-Superior- Hotel mit Klimaschutz vereinbaren? Mit Energiesparlampen, Abfalltrennung und reduziertem Wasserverbrauch? Ist der Spagat zwischen Gästeorientierung und Umweltbewusstsein nicht ein Ding der Unmöglichkeit? Zugegeben, der Balanceakt zwischen Premium-Leistungen und Premium- Ökologie ist eine tägliche Herausforderung. Eine Herausforderung, der wir uns seit Jahren aus Überzeugung stellen. Wir möchten Verantwortung für die einzigartige Natur die Basis des Schweizer Tourismus und für kommende Generationen übernehmen. Denn Umweltschutz lohnt sich und verschafft Wettbewerbsvorteile. Auch im Jahr 2010 hat der Kursaal Bern zahlreiche Umweltschutzmassnahmen realisiert. Seit Februar 2010 beziehen wir im Kursaal ausschliesslich Strom aus zertifizierten einheimischen Wasserkraftwerken. Dadurch vermindert sich der CO 2 -Ausstoss in der gesamten Unternehmung um 1600 Tonnen pro Jahr. Im Winter verzichten wir darauf, Gasheizstrahler auf unseren Terrassen aufzustellen. Und im Sommer schliessen wir in den Südzimmern konsequent die Vorhänge. Das entlastet die Klimaanlagen und sorgt für eine Einsparung von Kilowattstunden. Aber auch beim Heizen, Duschen, Liftfahren oder Lüften im Hotelzimmer greifen unsere Massnahmen. Dafür wurden wir im vergangenen Jahr mit dem 2. Platz beim Berner Energiepreis und vor allem mit einem deutlich reduzierten Energieverbrauch belohnt. Auch während des Umbaus und bei der Ausstattung des «neuen» Kursaals legen wir grossen Wert auf Energieeffizienz. Aktuell sind Hotel Allegro, Hotelshop, Bar, Lounge und die Seminarräume im Erdgeschoss umweltzertifiziert. Nach dem Umbau «Kursaal Bern 2012» streben wir eine Zertifizierung für die Arena, die Restaurants, die Küche, die Warenannahme und die Lagerräume an. «Wir träumen davon, auch in Sachen Nachhaltigkeit den höchsten Erwartungen zu entsprechen.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. In einer internen Arbeitsgruppe diskutieren wir monatlich, in welchen Bereichen wir uns weiter verbessern können. Wichtige Impulse geben Vorschläge aus den Reihen unserer Mitarbeitenden sowie der Gedankenaustausch mit anderen Unternehmen im Rahmen der Klimaplattform der Wirtschaft der Stadt Bern. Es liegt auf der Hand: Künftig wird ein sorgfältiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen noch viel wichtiger. Weil wir das Klima schützen müssen, die Kosten im Griff behalten wollen und weil die Konsumenten von morgen ein nachhaltiges Wirtschaften als selbstverständlich voraussetzen werden. Erstklassige Dienstleistung, kombiniert mit erstklassiger Nachhaltigkeit das dürfen die Gäste und Kunden vom Kursaal Bern schon heute erwarten.

17 kursaal bern Alexandra Lemann-Münger, Leiterin Human Resources und Beauftragte für Arbeitssicherheit Wir begeistern Menschen gehen im Kursaal Bern täglich ein und aus. Ein Team von 310 Mitarbeitenden heisst sie willkommen und setzt sich dafür ein, dass jeder Kursaal-Besuch zum besonderen Erlebnis wird. Unsere Mitarbeitenden stammen aus über dreissig Nationen, sprechen verschiedene Sprachen und üben verschiedene Aufgaben in unterschiedlichen Unternehmensbereichen aus. Ihre Gastgeberqualitäten, ihre Professionalität und die Freude an ihrem Beruf verbinden sie. Denn einfach ist es wirklich nicht, unter solch ungewohnten Bedingungen die gewohnten Leistungen zu erbringen. Bis zur Eröffnung der Arena im Sommer 2012 wird sich der Kursaal und damit unser Arbeitsumfeld jeden Tag verändern. Die Arbeitssicherheit wird zu einem noch wichtigeren Thema als in «umbaufreien» Zeiten. Als Beauftragte für Arbeitssicherheit bin ich zusammen mit einer internen Arbeitsgruppe dafür verantwortlich, mögliche Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen. Aushänge, Checklisten und Broschüren sensibilisieren die Mitarbeitenden und helfen mit, Unfälle und Sachschäden zu vermeiden. Tagesaktuelle Angaben rund um den Umbau kommunizieren wir via Mitarbeiter-Blog, grundsätzliche Informationen im Rahmen von obligatorischen Mitarbeiterschulungen. «Wir träumen davon, dass der Kursaal Bern 2012 die besten Fachkräfte der Branche anzieht.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. «Wir begeistern» das ist das Motto, das uns auch im vergangenen Jahr motiviert und inspiriert hat. Begeistern wollen wir unsere Gäste mit Herzlichkeit und Professionalität, mit Aufmerksamkeit und Qualität. Begeistern wollen wir aber auch durch Teamwork, durch Zuverlässigkeit und Flexibilität. Dass diese Leitsätze keine leeren Floskeln sind, spüren unsere Gäste und prägt auch unser Arbeitsklima. Wir sind ein junges, aufgestelltes und bärenstarkes Team! Seit im Kursaal gebaut wird, mehr denn je. Wie alle am gleichen Strick ziehen, gelassen und gekonnt auf Unvorhergesehenes reagieren und keinen Effort scheuen, beeindruckt mich immer wieder. Unser internes Schulungsangebot haben wir 2010 komplett überarbeitet. Auch externe Weiterbildungen unterstützen wir aktiv. Denn die Mitarbeiterförderung ist für die persönlichen Perspektiven und die Motivation unseres Teams ebenso entscheidend wie für den Erfolg des Kursaals. Es sind die Mitarbeitenden, die dem Kursaal ein unverwechselbares Gesicht, eine Seele, geben. Auf ihre Persönlichkeit und ihr Können zählen wir auf unserem Weg in die Zukunft. Deshalb wollen wir auch als Arbeitgeber begeistern und die besten Fachkräfte für den «Kursaal Bern 2012» gewinnen.

18 kursaal bern 16 Mark Isler, Leiter Sales & Marketing Rund um den Globus 2010 haben wir gepostet, getwittert und gebloggt. So viel und so intensiv wie noch nie. Denn auch in der Marketingkommunikation legen wir Wert auf den direkten Dialog mit unseren Gästen und Geschäftspartnern. Aus diesem Grund haben wir unsere Aktivitäten auf den Social-Media-Plattformen deutlich ausgebaut und unser Team mit einer Spezialistin für Web-Netzwerke verstärkt. Sie stellt einen regelmässigen, aktuellen und abwechslungsreichen Austausch mit der Internet-Community sicher. Dass der eingeschlagene Weg stimmt, zeigen die Reaktionen unserer Gäste und unserer virtuellen Fans und Followers. Besonders erfreulich entwickelte sich 2010 unser Facebook-Netzwerk. Ticketverlosungen, Veranstaltungshinweise und Voting-Aufrufe kamen speziell gut an. Social Media bringen uns unseren Kunden näher rund um die Uhr, rund um den Globus. Im virtuellen Kontakt erfahren wir, was ihnen wichtig ist, und können unser Angebot danach ausrichten. Potenzial haben die Plattformen aber auch für den Verkauf. So ist es zum Beispiel seit Kurzem möglich, via Facebook ein Hotelzimmer bei uns zu reservieren. Damit tragen wir dem veränderten Informations- und Buchungsverhalten unserer Gäste Rechnung. Denn auch bei uns nehmen die Reservationen via Internet sei es über die Kursaal-Website oder eine der zahlreichen Reiseplattformen seit einigen Jahren kontinuierlich zu. «Wir träumen davon, dass unsere Bundesstadt zur Drehscheibe für nationale und internationale Kongresse und Events wird und wir diese Drehscheibe in Bewegung halten.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. Die Zielsetzungen für den «Kursaal Bern 2012» sind anspruchsvoll: Wir wollen zum führenden und zum gefragtesten Kongress-Anbieter der Schweiz werden. Das verlangt eine Top-Leistung und ein Top-Marketing. Deshalb haben wir 2010 eine Neuorganisation unserer Marketing- und Sales-Strukturen eingeleitet. Die veränderten Abläufe ermöglichen eine noch intensivere Kundenpflege und eine noch effizientere Vermarktung unserer aktuellen und künftigen Angebote. Mit Blick auf den «Kursaal Bern 2012» intensivieren wir zudem die Zusammenarbeit mit Bern Tourismus, Schweiz Tourismus und den Worldhotels, zu deren Mitgliedern wir zählen. Diese Marketingorganisationen sind wichtige Partner, deren Know-how vor allem auf internationalem Parkett enorm wertvoll ist. Schliesslich möchten wir in- und ausländische Veranstalter gleichermassen zum Träumen bringen zum Träumen von der Kongress-Zukunft, die 2012 im Herzen von Europa, im Herzen der Schweiz, im Herzen von Bern beginnt.

19 kursaal bern Alexandra Maurer, Leiterin Unternehmenskommunikation Hier entsteht Grosses Der Kursaal Bern sorgte 2010 für Schlagzeilen. Für analytische: «Der Kursaal trotzt der Krise.» Für emotionale: «Glückspilz knackt Jackpot im Berner Casino.» Für einmalige: «Badegenuss hoch über der Altstadt». Auch für traurige: «Hier nimmt die Schweiz Abschied von Hayek.» Für brenzlige: «Brand im Foyer des Kursaals». Und vor allem für visionäre: «Kursaal Bern 2012 auf in eine neue glanzvolle Zukunft». Das Interesse der Medien an unserem Unternehmen war im vergangenen Jahr erfreulich gross, die Medienberichte erfreulich vielfältig und erfreulich positiv. Darauf wollen wir aufbauen. Mit Blick auf den «Kursaal Bern 2012» intensivieren wir unsere Medienarbeit, um die Bekanntheit unseres vielfältigen Angebots zu erhöhen und das Kursaal-Image weiter zu stärken. Einen hohen Stellenwert hat die Kommunikation gegenüber unseren Gästen und Kunden, unseren Mitarbeitenden und Aktionären, den Behörden und Partnern. Sie sollen wissen, dass bei uns Grosses entsteht. Sie sollen aber auch wissen, dass sich die Baustelle auf das Tagesgeschäft auswirken kann. Mit einer offenen, regelmässigen und transparenten Unternehmenskommunikation möchten wir ihren Informationsbedarf decken und gleichzeitig ihre Neugierde und Vorfreude auf die Kursaal-Zukunft wecken. Entsprechend vielseitig berichten wir über unsere Pläne und die baulichen Fortschritte von sachlich und informativ bis emotional und farbenfroh. «Ich träume von den einzigartigen Geschichten, die der Kursaal Bern 2012 schreiben wird. Und davon, diese Geschichten zu kommunizieren.» 17 Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. Den Umbau nehmen wir zum Anlass, in der Kommunikation neue Wege zu gehen. Dazu gehört insbesondere der Umbau-Blog, der seit August 2010 online ist. Er zeigt, welche Bauarbeiten gerade im Gange sind, stellt den verantwortlichen Architekten vor, erzählt Geschichten aus der reichen Kursaal-Vergangenheit und verrät im Umbau-Tipp, mit welchem Kennwort man in den Genuss eines offerierten Hauscocktails kommt. In unserem «offiziellen» Umbaumagazin, dem «Bärenjournal», präsentieren wir Pläne und Visualisierungen zum «Kursaal Bern 2012», und bei Baustellenführungen geben wir Einblick hinter die Absperrungen. Auch unser bäriger Werbebotschafter hat inzwischen Arbeitsort und Tenue gewechselt: Bär Bernie ist nun nicht mehr mit dem Kursaal-Tram unterwegs, sondern lacht in Baustellen-Montur von den Plakatwänden. Unser Kursaal-Slogan trifft auch in den kommenden Monaten ins Schwarze: Da ist der Bär los! Und zwar nicht nur auf der Baustelle

20 kursaal bern 18 Tanja Murri, Projektleiterin Umbau Zwischen zwei Welten Seit Anfang 2010 bin ich als Projektleiterin für den «Kursaal Bern 2012» zuständig; seither laufen bei mir sämtliche Umbau-Fäden zusammen. An den 10-Uhr- Briefings gebe ich die relevanten Tagesinformationen weiter, die ich regelmässig von den Verantwortlichen der Baustelle erhalte. Zudem leite ich die Projektgruppen, in denen Vertreter des Kursaals, der Bauleitung und des Architekturbüros die einzelnen Teilprojekte, wie Küchenneubau, Wegleitsystem und Materialisierung, behandeln. Daneben betreue ich auch die Baustellen-Hotline, die für alle Anfragen rund um den Umbau eingerichtet wurde. Die Informationsflüsse und Entscheidprozesse sind bis ins Detail geplant ebenso die einzelnen Bauetappen. Ob Foyer-Eröffnung, Arena-Einweihung, Probedurchlauf in der neuen Küche, Inbetriebnahme der Service-Lifte oder erster Ausschank in der neuen Kongress-Bar: Das Bauprogramm steht seit Langem fest und muss trotzdem ständig angepasst werden. Denn eine so grosse Baustelle und ein so vielfältiger Betrieb wie der Kursaal halten manche Überraschung bereit Solche Überraschungen richtig zu kommunizieren, ist nicht immer einfach. Vor den 10-Uhr-Briefings überlege ich mir deshalb ganz genau: Wer muss was wissen? Soll ich schon jetzt auf Verzögerungen hinweisen oder könnte sich der Terminplan erneut ändern? Und wie erkläre ich die nächsten Arbeiten möglichst anschaulich und klar? Hin und wieder komme ich mir vor wie eine Dolmetscherin, die zwischen zwei Welten vermittelt. Erzählt mir ein Hotelangestellter von einem Riss im Verputz oder Schmutz im Korridor, tönt es schnell einmal dramatisch. Schliesslich hat er den Anspruch, dass sich der Kursaal auch während des Umbaus makellos zeigt. In den Augen eines Bauarbeiters sind solche «Begleiterscheinungen» dagegen alltäglich. Hier zu vermitteln und Verständnis für die verschiedenen Arbeits- und Sichtweisen zu stärken, gehört zu meinen wichtigsten Aufgaben. «Ich träume davon, dass die Berner Bevölkerung begeistert auf den neuen Kursaal reagiert.» Der «Kursaal Bern 2012» macht Träume wahr. Ich habe schon früher grosse Umbauprojekte begleitet. Trotzdem ist das, was im Kursaal passiert, auch für mich sehr speziell. Vor allem wegen des gleichzeitig laufenden Betriebs, der visionären Architektur, wegen der unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteile und wegen der Sorgfalt, die auf jede Einzelheit gelegt wird. Aber vor allem: speziell wegen der Emotionen, die mit dem Kursaal verbunden sind. Manchmal habe ich das Gefühl, ganz Bern verfolge den Umbau. Ich bin gespannt, wie die Bevölkerung reagieren wird, wenn sich «ihr» Kursaal in neuem Glanz präsentiert. Ich freue mich auf ihre Freude.

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