Geschäftsbericht 2009 der Österreichischen Lotterien

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1 Geschäftsbericht 2009 der Österreichischen Lotterien GLÜcksspiel mit verant wortung

2 KENNZAHLEN Umsatz in Mio. EUR gesamt 2.633, ,04 davon: Lotto 6 aus ,32 555,34 Toto und Torwette 12,19 12,74 EuroMillionen 187,22 170,88 Bingo 11,35 11,29 ToiToiToi 17,15 17,04 Zahlenlotto ,29 4,51 Joker 178,03 162,21 Rubbellos 123,00 127,38 Brieflos 27,91 25,85 Klassenlotterie 34,16 36,17 win2day (inkl. Keno) 1.069,09 945,65 win2day Poker 6,53 5,05 WINWIN (Video Lotterien Terminals) 361,45 303,93 Steuerleistung in Mio. EUR gesamt* (spielabhängige Abgaben sowie Steuern vom Einkommen und sonstige Steuern und Abgaben) Spielabhängige Abgaben in Mio. EUR 421,19 383, ,17 517,16 12,41 145,26 11,81 17,14 4,66 142,37 124,10 24,12 37,59 808,02 223,14 348,74 gesamt 409,03 378,02 343,34 davon: Wettgebühr Konzessionsabgabe 172,35 236,68 161,27 216,75 148,48 194,86 Stammkapital in Mio. EUR ,58 39,06 30,13 EGT in Mio. EUR Jahresüberschuss in Mio. EUR 44,52 33,65 24,79 Bilanzgewinn in Mio. EUR 38,02 33,66 24,00 Sportförderung in Mio. EUR Gesamtgewinnsumme in Mio. EUR Mitarbeiter (Stammpersonal) Vertriebsnetz Lotto-Toto-Annahmestellen Rubbellos Vertriebsstellen Brieflos Vertriebsstellen 71,34 62,02 61, , , * Die mediale Unterstützung ist ab 2006 nicht mehr unter Pos. 6a sondern in Pos. 6b der Gewinn- und Verlustrechnung (siehe Seite 84) enthalten.

3 Das Leitbild Des Unternehmens VERANTWORTUNGSVOLL INNOVATIV PARTNERSCHAFTLICH Die Österreichischen Lotterien sind ein international anerkanntes Glücksspielunternehmen, das verantwortungsvoll, innovativ und partnerschaftlich agiert. Wir bieten spielinteressierten Erwachsenen eine breite Palette an Spielen in höchster Qualität. Glücksspiel mit Verantwortung ist Grundlage unseres Handelns. Diese Haltung gegenüber den Stakeholdern wird vom Management und von allen Mitarbeitern gelebt. Das Vertrauen unserer Kunden und des Konzessionsgebers steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Wir vereinen ordnungspolitische Verantwortung mit unternehmerischem Engagement, leben diese Grundsätze glaubwürdig und arbeiten wirtschaftlich erfolgreich. Die starke Finanzkraft ist Basis des Unternehmens. Unser Geschäftsmodell zeichnet sich durch Innovationskraft aus. Diese Vorreiterrolle verdankt das Unternehmen vor allem seinen motivierten und leistungsorientierten Mitarbeitern, die eine tragende Säule für den nachhaltigen Erfolg sind. Wir entwickeln und setzen moderne Technik ein, um die bestmögliche Sicherheit im Spielbetrieb zu gewährleisten. Wir verstehen uns als guter Staatsbürger und unterstützen Institutionen und Projekte, die im Interesse Österreichs und seiner Bevölkerung stehen. Auf Grundlage der uns erteilten Konzession streben wir ein flächendeckendes Angebot unserer Spiele an. Wir arbeiten mit unseren Vertriebspartnern eng und verantwortungsbewusst zusammen und bemühen uns um besten Service für unsere Spielteilnehmer. Besonders großen Wert legen wir hierbei auf die Einhaltung unserer Responsible Gaming -Grundsätze. LEITBILD 03

4 Gesellschafter INHALTsVerzeichnis 02 DIE SPIELE Lotto 6 aus Toto und Torwette Bingo EuroMillionen ToiToiToi 48 Engagement im Ausland 14 Zahlenlotto Unternehmensgruppe 15 Joker 50 Rubbellos 51 Kennzahlen 2009 Das Leitbild des Unternehmens Casinos Austria ag Lotto-Toto Holding G.m.B.H.* Casinos Austria AG Lotto-Toto Holding G.m.b.H.* 68 % 32 % 68 % Gesellschafter Aufsichtsrat Die Organisation der Österreichischen Lotterien Standorte Unternehmensanschrift: Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.h. Rennweg 44, 1038 Wien Telefon: (+43) Fax: (+43) Internet: Im Interesse des Textflusses und der Leserfreundlichkeit werden durchgehend geschlechtsunspezifische Termini verwendet: Die Bezeichnungen Kunden, Mitarbeiter, Partner, Vertragspartner usw. beziehen jeweils die weibliche Form mit ein. 04 Gesellschafter Vorwort des Vorstandes * Die Geschäftsanteile der Lotto-Toto Holding Gesellschaft m.b.h. halten: CLS Beteiligungs Gesellschaft m.b.h. (Bankhaus Schelhammer & Schattera AG, B & C Holding GmbH), RSV Beteiligungs Gesellschaft m.b.h. (Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, RZB Holding GmbH, Österreichische Volksbanken-AG), LTB Beteiligungs Gesellschaft m.b.h. (BAIH Beteiligungsverwaltungs GmbH, BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG, Hypo-Banken-Holding Gesellschaft m.b.h., Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG), Österreichischer Rundfunk Der Unternehmenssitz der Österreichischen Lotterien ist am Rennweg 44 in 1030 Wien. Weiters wurden in einem benachbarten Gebäude am Rennweg 46 zusätzlich Büroflächen bezogen. Auf dem Civitas-Nova-Gelände bei Wiener Neustadt befindet sich der zweite Unternehmenssitz. In diesem Gebäude sind das Logistikzentrum, das Parallelrechenzentrum sowie Ersatzarbeitsplätze untergebracht. Ein Gewinn für Jeden 32 % innerhalb der Unternehmensgruppe 15 Brieflos 54 Beteiligungen 16 Klassenlotterie 55 DAS UNTERNEHMEN 20 win2day 56 Rahmenbedingungen 20 WINWIN Video Lotterien Terminals 60 Glücksspielmonopol 23 DAS GESCHÄFTSJAHR Sportförderung 24 Umsatzentwicklung 64 Unsere Nachhaltigkeit 25 Erläuterungen zum Jahresabschluss 76 Responsible Gaming 26 Anlagenspiegel 80 Responsible Advertising 30 Bilanz Sponsoring 31 Gewinn-und-Verlust-Rechnung Mitarbeiter 32 Bericht des Aufsichtsrates 86 Risiko- und Chancenmanagement 33 Ausblick 87 Sicherheit 34 Meilensteine des Unternehmens 88 Vertrieb 36 Technische Entwicklungen 38 Inhalt 05

5 Ein Gewinn für Jeden Als Unternehmen, das durch seine Geschäftstätigkeit Menschen die Chance bietet, mit einem kleinen Einsatz das große Los zu ziehen, wollen die Österreichischen Lotterien keinen Tag darauf vergessen, auch einen Beitrag für jene zu leisten, die nicht so viel Glück haben und hatten. DSA Alexander Leeb, Regionalleiter Karl Ryker Dorf Ing. Otto Perny, Präsident Lebenshilfe Christian Albert, Geschäftsführer Lebenshilfe Das Sommerfest im Karl Ryker Dorf der Lebenshilfe NÖ in Sollenau am 28. August 2009 war ein ganz besonderes Fest, nicht nur für die Bewohner, Mitarbeiter und Besucher, sondern auch für die Österreichischen Lotterien. Denn an diesem Tag wurde das von den Österreichischen Lotterien mitfinanzierte Haus 9A, das modernste barrierefreie Haus im Dorf, präsentiert. In diesem Geschäftsbericht zeigen wir Ihnen, dass das Karl Ryker Dorf ein Gewinn für jeden Einzelnen ist. Für die Menschen, die in dem Dorf wohnen und arbeiten, aber auch für die Menschen, deren Familienmitglied in dieser Gemeinschaft zu Hause ist. die im Dorf leben und dort in diversen Werkstätten einer Arbeit nachgehen, ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. bei Gleichstellung und Gleichbehandlung mit nicht behinderten Mitmenschen bewirkt wird. Der Neubau wurde so geplant, dass er eine Einheit mit dem bestehenden Wohnhaus 9 bildet. Das Haus bietet 14 Menschen ein neues Zuhause, wobei ein Teil in Form einer Wohnung für zwei Bewohner ausgestattet ist. Über eine Liftanlage ist das Obergeschoss auch für Rollstuhlfahrer erreichbar. Alle Sanitäranlagen sind behindertengerecht. Ein entsprechend komfortabler Wohnraum sowie ein Esszimmer mit Küche entsprechen vor allem den modernen Anforderungen in der Betreuung von Menschen mit Behinderung. Dass die Menschen mit der Unterstützung der Österreichischen Lotterien ein Zuhause und einen Arbeitsplatz gefunden haben, ist nur Teil des Ganzen. Wir sollten unter keinen Umständen darauf vergessen, dass die Menschen im Karl Ryker Dorf wichtige Mitglieder unserer Gesellschaft sind. Wir müssen Ihnen jede erdenkliche Chance bieten, die alltäglichen Anforderungen bewältigen zu können: Vom barrierefreien Haus zur barrierefreien Gesellschaft. Region verkauft werden. In der Tischlerei arbeiten die Klienten an Aufträgen, die die Werkstatt von Firmen erhält. Oder es werden Gegenstände hergestellt, die im Dorf oder im Verbund der Lebenshilfe NÖ benötigt werden. Schemel, Werkzeugkisten, Blumentröge oder Körbe mit großer Sorgfalt und Begeisterung sind hier alle bei der Arbeit. In der Küche werden nicht nur die Mittagsmahlzeiten für die Klienten des Dorfes gekocht, sondern auch Spezialdiäten zusammengestellt. Wir möchten uns ganz besonders bei all jenen bedanken, die uns für die Fotoaufnahmen im Karl Ryker Dorf so viel Herzlichkeit entgegengebracht und ihre Zeit geschenkt haben. Mit der Aufgabe wächst der Mensch Das Haus 9A ein neues Zuhause für 14 Bewohner Das Karl Ryker Dorf bietet Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung Beschäftigungstherapie- und Wohnplätze an und wird von der Lebenshilfe NÖ betreut wurde das erste Haus errichtet. Heute gibt es sechs Werkstätten, Büros, eine Gärtnerei, eine Kirche, Wirtschaftsräume und 13 Wohnhäuser, die 224 Menschen Platz bieten. Das Haus 9A ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den dort lebenden Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, 06 Ein Gewinn FÜr Jeden Engagement für humanitäre Projekte Die Österreichischen Lotterien engagieren sich seit ihrer Gründung im Bereich humanitärer Projekte. Das Unternehmen unterstützt die Lebenshilfe NÖ bereits seit vielen Jahren. Die Lebenshilfe NÖ ist eine Interessensvertretung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und deren Angehörige sowie aller Personen, die mit den Anliegen von behinderten Menschen befasst sind. Die Lebenshilfe NÖ setzt sich dafür ein, dass für Menschen mit Behinderung die vorbehaltlose Eingliederung in die Gesellschaft Im Karl Ryker Dorf tut sich sehr viel. Das haben wir beim Spatenstich im August 2008, beim Sommerfest 2009 und während unseres Besuches zu den Fotoaufnahmen erfahren. Wir haben während dieser Tage viel über die Arbeit im Karl Ryker Dorf gesehen und miterlebt, welch großartige Projekte hier entstehen. Die Produkte werden ganzjährig verkauft, und nicht nur beim Adventmarkt oder dem Sommerfest. Die Palette reicht von Kunst und Kunsthandwerk, bis hin zu selbstgezogenen Blumen und Pflanzen, die sowohl an Hobbygärtner, als auch an Baumärkte und Großgärtnereien in der Ein Gewinn FÜr Jeden 07

6 Vorwort des Vorstandes Sehr geehrte Leser, 2009 war für die Österreichischen Lotterien ein herausforderndes aber letztlich erfolgreiches Jahr. Die Ausgangssituation war nicht einfach, denn die Wirtschaftskrise sowie ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in Österreich bildeten schwierige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Unabhängig davon haben die Österreichischen Lotterien 2009 wichtige Projekte umgesetzt, die zum guten Geschäftsergebnis beigetragen haben. Natürlich ist in unserer Branche auch eine Portion Glück nötig, wie beim Jackpotaufkommen bei den Lotterie Spielen. Glücksspiel mit Verantwortung ist der Weg, den die Österreichischen Lotterien mit ihren Mitarbeitern beschreiten. Wir arbeiten ständig daran, das Spielangebot attraktiver zu gestalten und das Produktportfolio zu verbessern, aber immer unter unserem Leitsatz Glücksspiel mit Verantwortung. Dies fand seine Bestätigung in den erfolgreichen Zertifizierungen nach den Responsible Gaming -Standards der beiden Dachorganisationen European Lotteries und World Lottery Association. Beide Organisationen haben Standards für Responsible Gaming festgesetzt, die es den Mitgliedern ermöglichen, Responsible Gaming als festen Bestandteil messbar und strukturiert in ihren täglichen Geschäftsaktivitäten zu verankern. Damit wird das Ziel verfolgt, die Gefährdung der Gesellschaft durch den übermäßigen Konsum von Glücksspiel auf ein Minimum zu reduzieren. Die Richtlinien gehen weit über nationale und internationale Rechtszwänge hinaus und stellen auch für die Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände eine Herausforderung dar. Als eines der ersten Glücksspielunternehmen weltweit haben die Österreichischen Lotterien das Prüfverfahren erfolgreich absolviert. Einen außerordentlich wichtigen Schritt haben wir bei unseren Responsible Gaming -Aktivitäten zum Schutz junger Menschen gemacht. Kinder und Jugendliche waren und sind keine Zielgruppe für die Spiele der Österreichischen Lotterien. Internationale Studien zeigen, dass das Alter eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Problemen mit Spielsucht hat. Das Problem 08 Vorwort des Vorstandes des Jugendschutzes taucht im Bereich Glücksspiel immer wieder auf. Kinder und Jugendliche sind nicht, oder nur im Rahmen ihres Taschengeldes geschäftsfähig. Es gibt keine starre Regel, wie viel Geld ein Kind ausgeben darf, beziehungsweise bis zu welchem Betrag ein Kaufvertrag auch gültig ist. Um für die Vertriebspartner eine klare Regelung zu schaffen, dürfen seit April 2009 Glücksspielprodukte der Österreichischen Lotterien erst an Personen ab 16 Jahren verkauft werden. Dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, hat uns auch die Unterstützung unserer Vertriebspartner gezeigt, die diese Entscheidung voll mittragen. Auf europäischer Ebene haben die Entwicklungen und Entscheidungen zum Glücksspiel im vergangenen Jahr wieder eindeutig gezeigt, dass sowohl das Europäische Parlament als auch der Europäische Gerichtshof bekräftigen, dass die Mitgliedsstaaten für das Glücksspiel zuständig sind. So hat sich das Europäische Parlament im März 2009 mit großer Mehrheit bei der Abstimmung über den Bericht über die Integrität von Online-Glücksspielen, dem sogenannten Schaldemose-Bericht, gegen eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Europa ausgesprochen. Damit hat das Parlament erstmals eine solche politische Positionierung ausschließlich zum Glücksspiel verabschiedet. Das Parlament beruft sich auf das Recht und Interesse der einzelnen Mitgliedsstaaten, ihre Glücksspielmärkte gemäß ihren Traditionen und Kulturen zu regulieren und zu kontrollieren, um die Verbraucher zu schützen. Dies entspricht auch dem Subsidiaritätsprinzip in der Union und ist im Einklang mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes. Auch das viel zitierte Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum portugiesischen Glücksspielmonopolisten Santa Casa da Misericórdia de Lisboa vom September 2009, das unter der Bezeichnung Liga Portuguesa bekannt ist, hat Österreich erreicht. In einer Entscheidung vom November 2009 argumentiert der heimische Verwaltungsgerichtshof dezidiert mit dieser jüngsten EuGh-Entscheidung und weist so den Beschwerdeführer ab, der behauptet hatte, das österreichische Monopol verstoße gegen den Grundsatz der Dienstleistungsfreiheit der EU. Dr. Karl Stoss, Mag. Bettina Glatz-Kremsner, DI Friedrich Stickler Um das Unternehmen wirtschaftlich nachhaltig zu stärken, bieten die Österreichischen Lotterien ihr Know-how und Dienstleitungen in anderen Märkten an. Mit dem Markteinstieg in der südrussischen autonomen Republik Baschkortostan im Jahr 2008 setzten wir den ersten Schritt, als Ende 2008 das Rubbellos Glückliche Herzen startete. Unser Ziel war es, die Österreichischen Lotterien auch im Ausland als verlässlichen Partner auf dem Glücksspielsektor zu etablieren und unser Know-how einzubringen. Dass uns dies gelungen ist, zeigt die erfolgreiche Einführung von Lotto 6 aus 40 am 14. September 2009 in Baschkortostan. den Umsatz der Österreichischen Lotterien gekoppelt und mit diesem in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, und bildet für viele Verbände und Vereine in ganz Österreich die finanzielle Basis. Die Sportförderung ist Garant dafür, dass Österreichs Athleten bei internationalen Bewerben Höchstleistungen erbringen können. Allein 2009 kamen dem Sport aus diesem Titel 71,3 Mio. Euro zugute die in der Schilling-Ära geforderte Sportmilliarde ist damit nahezu erreicht. Seit der Gründung der damaligen Toto Sportförderung im Jahr 1949 sind es bereits 1,1 Milliarden Euro. Das positive Geschäftsergebnis mit einem Umsatzplus von 10 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 können wir in erster Linie auf die Umsatzgewinne bei EuroMillionen, das starke Jackpot-Aufkommen bei Lotto 6 aus 45 und die Umsatzsteigerungen bei Joker zurückführen. Einen Umsatzimpuls gab es weiters bei den Elektronischen Lotterien auf der Spieleplattform win2day durch erfolgreiche Produkteinführungen sowie durch den Relaunch der Site. Auch konnte WINWIN mit den Video Lotterien Terminals das bereits hohe Niveau des Jahres 2008 steigern. Ein großes und für die Unternehmensgruppe sehr wichtiges Ziel haben wir 2009 mit der Zusammenlegung der beiden Unternehmensstandorte der Österreichischen Lotterien und von Casinos Austria sowie die Neustrukturierung der Unternehmensgruppe geschafft. Durch den gemeinsamen Einsatz aller ist uns ein erfolgreicher Schritt in die Zukunft gelungen, um somit unser Know-how noch besser bündeln zu können. Diesen Umsatzentwicklungen und der Sportförderung der Österreichischen Lotterien verdankt es der österreichische Sport, dass es ihm heute besser geht denn je. Die Sportförderung ist nicht nur die wichtigste Finanzierungsquelle des österreichischen Sports, sondern als solide, fixe und vor allem regelmäßig wiederkehrende Größe aus dem Sportgeschehen nicht wegzudenken. Sie ist an Dr. Karl Stoss, DI Friedrich Stickler, Mag. Bettina Glatz-Kremsner Vorwort des Vorstandes 09

7 Aufsichtsrat Dr. Walter Rothensteiner Präsident des Aufsichtsrates Das Präsidium Die Mitglieder Prüfungsausschuss Der Vorstand Generaldirektor Dr. Walter Rothensteiner Präsident des Aufsichtsrates Dkfm. Dr. Maria Theresia Bablik Vorstandsdirektor Jochen Bottermann (ab ) Generaldirektor Dr. Erich Hampel (bis ) Geschäftsführer Dr. Martin Hagleitner (ab ) Generaldirektor Alfred Ludwig Generaldirektor DI Kurt Meyer Kommerzialrat Dir. Gerald Neuber Vorstandsdirektor Mag. Reinhard Ortner Mag. Alfred Pichler (bis ) Vorstandsdirektor Mag. Gerhard Starsich Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz Präsident Generaldirektor Dr. Walter Rothensteiner Vizepräsident Generaldirektor Komm.-Rat Helmut Jonas Vizepräsident Dkfm. Dr. Leo Wallner Geschäftsführer Dr. Martin Hagleitner (ab ) Generaldirektor Alfred Ludwig Mag. Alfred Pichler (bis ) Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz Generaldirektor Dr. Karl Stoss Vorsitzender des Vorstandes Generaldirektor Komm.-Rat Helmut Jonas Vizepräsident des Aufsichtsrates Dkfm. Dr. Leo Wallner Vizepräsident des Aufsichtsrates Vom Betriebsrat entsandte Mitglieder Erich Populorum (bis ) Norbert Eigl Ernst Gyöngyösi Edmund Maier Emmerich Hager Gertrude Kopp Gerlinde Wohlauf (ab ) 10 Aufsichtsrat Generaldirektor-Stellvertreter DI Friedrich Stickler Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner Mitglied des Vorstandes Vom Betriebsrat entsandte Mitglieder des Prüfungsausschusses Erich Populorum (bis ) Norbert Eigl (ab ) Edmund Maier Gertrude Kopp Die Staatskommissäre Ministerialrat Dr. Martin Atzmüller Dr. Franz Philipp Sutter Ausichtsrat 11

8 GEWINNEN HEISST AUCH, SEINE TALENTE AUSLEBEN ZU KÖNNEN. Malen ist mehr, als das Bestreichen einer Fläche mit Farbe. Es ist die Möglichkeit seiner Persönlichkeit mittels Pinsel und Leinwand Ausdruck zu verleihen. Dass diese Tätigkeit auch einen therapeutischen Effekt hat, gilt heute als unbestritten. Nicht zuletzt deshalb ist man im Karl Ryker Dorf bemüht, die Bewohner in ihrer künstlerischen Entfaltung zu fördern. An der Staffelei: Silvia Kugler

9 Engagement im Ausland Unternehmensgruppe Das Marktpotenzial der Österreichischen Lotterien ist in Österreich großteils ausgeschöpft und wird an seine Wachstumsgrenzen stoßen. Deshalb bietet das Unternehmen sein Know-how und seine Dienstleistungen in anderen Märkten an, um das Unternehmen wirtschaftlich nachhaltig zu stärken. Mit der Übernahme der Lotterien Anteile der BAWAG-P.S.K. durch Casinos Austria sind die beiden Unternehmen Österreichische Lotterien und Casinos Austria enger zusammengerückt. Bereits im April 2008 wurde der Grundstein für den Marktstart in der südrussischen Republik Baschkortostan gelegt, als zwischen der Regierung der Republik Baschkortostan und dem Vorstand der Österreichischen Lotterien ein Absichtsprotokoll unterzeichnet wurde, das die Einführung eines lokalen Lotteriespieles beinhaltet. Denn die Neuregelung des Glücksspielmarktes in der Russischen Föderation im Jahr 2007 und damit auch in Baschkortostan führte zur Entscheidung der Regierung der Republik, den verursachten Entgang von Steuereinnahmen zu kompensieren und ein eigenes Lotteriespiel einzuführen. Auf der Suche nach einem kompetenten und seriösen Partner wandte sich die baschkirische Regierung an die Österreichischen Lotterien. Zweck der intensiven Kooperation der Unternehmen der Gruppe ist es, ihre Position am österreichischen Glücksspielmarkt zu stärken. Die einzelnen Gesellschaften Österreichische Lotterien, Casinos Austria, Casinos Austria International, win2day Betriebsund Entwicklungsgesellschaft m.b.h., Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.h. und Glücks- und Unterhaltungsspiel Betriebsgesellschaft m.b.h. sind organisatorisch in Business Units (Geschäftsbereiche) abgebildet, die auf die jeweiligen Dienstleistungen der sogenannten Corporate Functions (Gruppenfunktionen) zugreifen können. Den Business Units stehen die Corporate Functions Human Resources, Corporate Communications, Responsible Gaming, Advertising & Sponsoring, Legal Affairs, Public & European Affairs/ CSR, Information Technology, Services, Controlling, Finance, Internal Audit sowie Corporate Procurement zur Seite. In dem im Dezember 2008 zwischen den Österreichischen Lotterien, der Russisch Österreichischen Lotterien Holding und der Regierung der Republik Baschkortostan unterzeichneten Investitionsabkommen wurden die Rahmenbedingungen für die Durchführung einer derartigen Ziehungslotterie und anderen Arten von Lotteriespielen in Baschkortostan durch Ural Loto vereinbart. Die Betreibergesellschaft Ural Loto hat im Dezember 2008 die Genehmigung für das Rubbellos Glückliche Herzen und im Jänner 2009 die Genehmigung für die Durchführung der Ziehungslotterie Lotto 6 aus 40 in der Republik Baschkortostan erhalten. Parallel dazu wurde am Aufbau des Vertriebsnetzes und der Schaffung der technischen und organisatorischen Infrastruktur gearbeitet. Die südrussische autonome Republik Baschkortostan liegt zirka km südöstlich von Moskau, zählt 4,06 Mio. Einwohner und nimmt mit km2 ungefähr die 1½-fache Fläche Österreichs ein. Aufgrund großer Erdölvorkommen und einer entsprechenden Öl verarbeitenden Industrie gehört Baschkortostan zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen der Russischen Föderation. Der Spielstart von Lotto 6 aus 40 erfolgte am 14. September In ganz Baschkortostan wurden rund 800 Vertriebsstellen eingerichtet, in denen man an Lotto 6 aus 40 teilnehmen kann. Die erste Ziehung erfolgte am Sonntag, den 27. September 2009 beim baschkirischen Fernsehsender BST und wurde live übertragen. Die Russisch Österreichische Lotterien Holding Gesellschaft m.b.h., an der die Österreichischen Lotterien mehrheitlich beteiligt sind, betreibt in Baschkortostan die Ural Loto Gesellschaft m.b.h. Beim Aufbau der Betreibergesellschaft Ural Loto in Ufa konnten die Österreichischen Lotterien auf die eigenen Erfahrungen in Österreich sowie auf bewährte Partner setzen: Mit der Produktion der OnlineTerminals wurde das Linzer Unternehmen KEBA AG, langjähriger Partner der Österreichischen Lotterien im Inland, beauftragt. Für das notwendige Know-how vor Ort konnte der erfolgreiche Unternehmer Vadim Pletnev, Eigentümer der VPB Beteiligungsgesellschaft mbh, gewonnen werden. Der Gesetzgebung der Russischen Föderation entsprechend werden die Zweckabgaben der Lotterie für die Finanzierung sozial bedeutsamer Objekte und Maßnahmen sowie für Wohltätigkeit verwendet. Ural Loto ist bestrebt, durch eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit Mittel für soziale, kulturelle, sportliche, touristische und wissenschaftliche Projekte bereitzustellen und Anliegen von allgemeinem Interesse finanziell zu unterstützen. So wurde bereits aus den Einnahmen des Rubbelloses Glückliche Herzen, das seit Dezember 2008 auf dem Markt in Baschkortostan angeboten wird, ein soziales Projekt gefördert: das Krankenhaus Nr. 8 in der Hauptstadt Ufa. 14 Engagement im Ausland Die Organisation der Österreichischen Lotterien innerhalb der Unternehmensgruppe Die Österreichischen Lotterien sind in der Unternehmensgruppe als Business Unit Lotterien positioniert, entwickeln in Abstimmung mit dem Gesamtvorstand die strategische Ausrichtung und führen das operative Tagesgeschäft eigenverantwortlich. So sind die Kernbereiche Marketing und Produktentwicklung, Vertrieb, Ziehungen, Sponsoring und Redaktion, Controlling, Internationales Geschäft und Russische Föderation sowie der Syndikus direkt in der Business Unit verankert. Innerhalb der Unternehmensgruppe greift die Business Unit Lotterien auf die Dienstleistungen der Corporate Functions zu. Die neue Organisation der Unternehmensstruktur ging mit der Übersiedlung der Zentrale von Casinos Austria an den Standort Rennweg 44 und 46 im 3. Wiener Gemeindebezirk einher und wurde im April 2009 abgeschlossen. Unternehmensgruppe 15

10 Beteiligungen Lotto-Toto Holding GMBH Casinos Austria AG Sitz: Wien Sitz: Wien 32 % Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.h. Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft wurde im April 2000 gegründet und startete den Spielbetrieb am 24. August Sie ist eine Tochtergesellschaft der Entertainment Glücks- und Unterhaltungsspiel Ges.m.b.H. (56 Prozent), der Mediaprint Zeitungsund Zeitschriftenverlag Ges.m.b.H. & Co KG (26 Prozent) und der Bundesländerverlage Beteiligungsgesellschaft m.b.h. (18 Prozent). An der Entertainment Glücks- und Unterhaltungsspiel Ges.m.b.H. sind die Casinos Austria AG und die Österreichischen Lotterien Ges.m.b.H. zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Dem Spielteilnehmer stehen in den Printmedien der Gesellschafter leicht zugängliche, immer aktuelle Informationen rund um das Wettgeschehen zur Verfügung, die Tageszeitungen können mit diesem Service ihre Leser-Blatt-Bindung stärken. In Österreich fallen bis zu 10 kumulierte Sportwetten auf Quotenbasis nicht unter das Glücksspielmonopol. Lizenzen für derartige Sportwetten werden auf der Grundlage landesgesetzlicher Bestimmungen vergeben. Diese wurden der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft von allen neun Bundesländern erteilt. 68 % Österreichische Lotterien GMBH Am 2. März 2009 startete tipp3 sein Angebot im Bereich Geschicklichkeitsspiele auf mit dem Kartenspiel Schnapsen. Bis Jahresende wurde die Palette um die Spiele Rommé, Knobel Duell, Jolly, Backgammon und Solitaire ergänzt. Sitz: Wien 50 % Gemeinsam mit FairPlay hat tipp3 im vergangenen Jahr einen Projektpool ins Leben gerufen, um die vielen fußballbegeisterten Menschen zu unterstützen, die ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball setzen möchten. Um die Organisation von antidiskriminierenden Veranstaltungen und Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Stadien zu erleichtern, können dank des Sponsorings von tipp3 bei FairPlay Projekte eingereicht und finanzielle Unterstützung beantragt werden. So wurden 2009 bereits 14 Projekte erfolgreich umgesetzt. Entertainment GlÜcks- und Unterhaltungsspiel GMBH Sitz: Wien 26 % OMnimedia WerbeGMBH Sitz: Wien 16 Beteiligungen 100 % 59 % Mediaselect WerbeGMBH Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Entertainment Glücks- und Unterhaltungsspielgesellschaft m.b.h., an der die Österreichischen Lotterien und Casinos Austria zu je 50 Prozent beteiligt sind. Ihr Unternehmensgegenstand ist der Betrieb von Video Lotterien Terminals. Diese ähneln optisch den klassischen Spielautomaten, unterscheiden sich von diesen aber ganz wesentlich in der Spielmechanik. Die Spiele der Video Lotterien Terminals sind Elektronische Lotterien. Das sind Ausspielungen, bei denen gemäß 12a des Glücksspielgesetzes der Spielvertrag über elektronische Medien abgeschlossen wird. Die Entscheidung über Gewinn und Verlust wird zentralseitig herbeigeführt. GlÜcks- und Unterhaltungsspiel BetriebsGMBH Sitz: Wien Glücks- und Unterhaltungsspiel Betriebsgesellschaft m.b.h. Sitz: Wien Win2day Entwicklungs- und BetriebsGMBH Im Jahr 2009 erzielte tipp3 einen Umsatz von rund 45 Mio. Euro. tipp3 hat sich seit der Aufnahme des Geschäftsbetriebes im Jahr 2001 aufgrund der hohen Seriosität und Kompetenz als DER österreichische Sportwettenanbieter etabliert. Seit der Saison 2008/2009 verstärkt tipp3 seine langjährige Partnerschaft mit der Österreichischen Bundesliga, die seit 1. Juli 2008 mit dem Bewerbsnamen tipp3-bundesliga powered by T-Mobile auftritt. Dieses Hauptsponsoring hat tipp3 für drei Jahre abgeschlossen. 50 % 59 % Russisch Österreichische Lotterien Holding GMBH 100 % Sitz: Wien Sitz: Wien 100 % OOO Ural Loto Österreichische Sportwetten GMBH Sitz: Ufa, Russland Sitz: Wien 56 % Beteiligungen 17

11 Die Video Lotterien Terminals werden unter der Marke WINWIN angeboten. WINWIN ist eine Kombination aus Spiel, Entertainment und Gastronomie und erreicht damit ein neues Kundensegment. Zu Jahresende 2009 gab es österreichweit zwölf WINWIN Outlets. Informationsangebot. Am 12. Mai 2009 erfolgte der Relaunch von win2day. Leichter, moderner, klarer so präsentiert sich das neue Design von win2day. Im Sinne der Userfreundlichkeit wurden Neuerungen wie eine integrierte Suchfunktion, Mobile Spiele als eigener Bereich und konfigurierbare Quicklinks umgesetzt. Das Spielangebot wurde 2009 bei den Casino Spielen um Grand American Roulette, Multiplayer Grand American Roulette, die Slotmaschinen Magic Money und Panda Cash sowie den Video Poker Booster Poker erweitert. Gleichzeitig mit win2day wurde im Mai 2009 auch das Spiel American Roulette mobil einem Relaunch unterzogen. Weiters ging im November eine für iphone und touchfähige Mobiltelefone optimierte Version von win2day online. win2day Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft m.b.h. Die win2day Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft m.b.h. wurde im Jahr 2004 gegründet. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Entertainment Glücks- und Unterhaltungsspielgesellschaft m.b.h., an der die Österreichischen Lotterien und Casinos Austria zu je 50 Prozent beteiligt sind. Ihr Unternehmensgegenstand sind die Entwicklung und der Betrieb von Elektronischen Lotterien, die auf der gemeinsamen Spieleplattform win2day der Österreichischen Lotterien und Casinos Austria angeboten werden. Die Elektronischen Lotterien auf win2day sind Spiele, die in einer multichannelfähigen Plattform mit integrierter Börsenfunktion für die Teilnahme an Glücksspielen über das Internet eingebettet sind. Elektronische Lotterien sind gemäß 12a des Glücksspielgesetzes Ausspielungen, bei denen der Spielvertrag über elektronische Medien abgeschlossen wird. Die Entscheidung über Gewinn und Verlust wird zentralseitig herbeigeführt. Der Spielteilnehmer erfährt unmittelbar nach der Spielteilnahme das Ergebnis dieser Entscheidung. Russisch Österreichische Lotterien Holding Gesellschaft m.b.h. Die Russisch Österreichische Lotterien Holding GmbH wurde im Dezember 2008 gegründet. An der Gesellschaft sind die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.h., die VPB Beteiligungs Gesellschaft m.b.h. sowie die KEBA AG beteiligt. Geschäftszweig sind die Beteiligungen an Glücksspiel- und Wettgesellschaften in der Russischen Föderation. Die Gesellschaft ist zu 100 Prozent an der Ural Loto Gesellschaft m.b.h. beteiligt, deren Sitz in der autonomen südrussischen Republik Baschkortostan ist und die für den operativen Spielbetrieb in Baschkortostan zuständig ist. Ende Dezember 2008 brachte die Ural Loto GmbH ein Rubbellos in Baschkortostan auf den Markt. Der Spielstart von Lotto 6 aus 40 erfolgte am 14. September In ganz Baschkortostan wurden rund 800 Vertriebsstellen eingerichtet, in denen man an Lotto 6 aus 40 teilnehmen kann. Die erste Ziehung erfolgte am Sonntag, den 27. September 2009 beim baschkirischen Fernsehsender BST und wurde live übertragen. win2day vereint die technologische Umsetzung des Spielangebotes im Internet und via Mobilfunk. Der Spielteilnehmer greift unabhängig vom verwendeten Übertragungsmedium und Endgerät auf ein elektronisches Angebot mit einheitlich gestaltetem Markenauftritt zu. win2day ist die einheitliche Dachmarke für das Spiel- und 18 Beteiligungen Beteiligungen 19

12 Rahmenbedingungen Der Unternehmenszweck der Österreichischen Lotterien ist im österreichischen Glücksspielgesetz und den erläuternden Bemerkungen des Gesetzgebers festgelegt. Die wesentliche Zielsetzung der in Österreich bestehenden Regelung des Glücksspielwesens ist der Schutz der Spielteilnehmer vor einem Überangebot und vor unseriösen Anbietern. Im 14 des Glücksspielgesetzes (BGBl. 620/1989) sind die Bedingungen, die der Konzessionär zur Durchführung von Glücksspielen erfüllen muss, beschrieben. Hier ist unter anderem festgelegt, dass der Konzessionär... für den Bund den besten Abgabenertrag erzielt. Der Gesetzgeber spricht an dieser Stelle bewusst nicht vom maximal erzielbaren Abgabenertrag, sondern vom besten. Das Kriterium ist die ordnungspolitische Aufgabe, die dem Gesetz zur Regelung des Glücksspielwesens zukommt. In den erläuternden Bemerkungen zu diesem Gesetz wird diese Aufgabe beschrieben:... eine in Staaten mit gänzlichem Glücksspielverbot zu beobachtende Abwanderung des Glücksspiels in die Illegalität wird vermieden, gleichzeitig erhält der Staat die Möglichkeit, die nun auf legaler Basis betriebenen Glücksspiele zu überwachen. Diese Überwachung muss als oberste Zielsetzung den Schutz des einzelnen Spielers vor Augen haben. Der beste Abgabenertrag ist nur durch eine verantwortungsbewusste Selbstbeschränkung der Österreichischen Lotterien zu erzielen. So wird der Umfang des Glücksspielangebotes und die Art 20 DAS UNTERNEHMEN der Betriebsführung durch den Konzessionsgeber im Sinne seiner ordnungspolitischen Zielsetzung kontrolliert. Der Konzessionsgeber gewährleistet einerseits durch die Überwachung der gegebenen Gesellschafterstrukturen das Unterbleiben des Eindringens krimineller Elemente in den österreichischen Glücksspielmarkt und andererseits regelt und genehmigt er jedes neue Produkt durch die Spielbedingungen. Die beschränkte Anzahl auf nur einen Konzessionär ermöglicht der staatlichen Verwaltung, durch ein dichtes Netz an Überwachungsmaßnahmen über die Geschäfts- als auch über die Finanzgebarung des Konzessionärs die kriminellen Risiken des Betrugs wie der Geldwäsche effizient hintanzuhalten. Damit bleiben die ordnungs-, sicherheits- und fiskalpolitischen Interessen des Bundes als Monopolinhaber gewahrt. Konkurrenz führt naturgemäß zu einem Kampf um Marktanteile. Gerade auf dem Glücksspielsektor ist dies gleichbedeutend mit einem ungesunden Anheizen der Spielleidenschaft, die durch überproportionale Werbung hervorgerufen wird. Dies ist ordnungs- und gesellschaftspolitisch nicht vertretbar. Auch aus diesem Grund ist die Regelung des Glücksspiels mit der Beschränkung auf einen Konzessionär die optimale Variante. Der Schaldemose-Bericht EU-Parlament und der Europäische Gerichtshof bekräftigen: Mitgliedsstaaten für Glücksspiel zuständig Das Europäische Parlament hat sich in seiner Sitzung am 10. März 2009 mit großer Mehrheit durch die Abstimmung über den Bericht über die Integrität von Online-Glücksspielen gegen eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Europa ausgesprochen. Damit hat das Parlament erstmals eine solche politische Positionierung ausschließlich zum Glücksspiel verabschiedet. In diesem Bericht des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (vorgelegt von der dänischen Abgeordneten Christel Schaldemose) beruft sich das Parlament auf das Recht und Interesse der einzelnen Mitgliedsstaaten, ihre Glücksspielmärkte gemäß ihren Traditionen und Kulturen zu regulieren und zu kontrollieren, um die Verbraucher zu schützen. Dies entspricht auch dem Subsidiaritätsprinzip in der Union und ist im Einklang mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes. Der Bericht unterstreicht weiters die Notwendigkeit, gemeinsame Standards für das Online-Glücksspiel zu definieren. Angesprochen wird ein EU-weites Mindestalter, das Verbot von Kredit- und Bonussystemen als Schutzmaßnahme für gefährdete Spieler sowie ein Maximalbetrag, den eine Person pro Monat im Online-Glücksspiel ausgeben kann. Liga Portuguesa Der Europäische Gerichtshof bestätigt Glücksspielmonopol und Subsidiaritätsprinzip Der Europäische Gerichtshof hat in einer ganzen Reihe von wegweisenden Erkenntnissen Klarheit in strittigen Fragen um das Glücksspielrecht geschaffen: Schindler 1994, Lärää 1999, Zenatti 1999, Anomar 2003, Gambelli 2003, Placanica 2007 und Liga Portuguesa Die Rechtsprechung hat ihre generelle Linie beibehalten und zugleich einzelne Themenbereiche präzisiert. Im September 2009 veröffentlichte der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein mit Spannung erwartetes Urteil zum Thema OnlineGlücksspiel und -Sportwetten. Gegen einen in Portugal nicht lizenzierten Anbieter von Online-Sportwetten, der auch Namenssponsor der portugiesischen Fußball-Liga war, wurde eine Geldstrafe verhängt, wogegen sich dieser beim EuGH zur Wehr setzte. Der EuGH hat mit diesem Urteil ein deutliches Ja zur Zulässigkeit nationaler Beschränkungen bis hin zum Monopol in diesem Bereich ausgesprochen. Konkret erkannte der EuGH: Das [ ] Verbot [ ], Glücksspiel über das Internet anzubieten, ist mit dem freien Dienst- DAS UNTERNEHMEN 21

13 DAS Glücksspielmonopol Glücksspiel ist ein menschliches Grundbedürfnis. Ein generelles ordnungspolitisches Verbot im Glücksspielbereich würde daher ineffektiv bleiben und illegalen Angeboten Tür und Tor öffnen. Sinnvoller ist es, ein kontrolliertes Angebot bei gleichzeitiger Verfolgung illegaler Praktiken einzuführen. Die Bedürfnisbefriedigung kann so in kontrollierten Bahnen erfolgen. leistungsverkehr vereinbar. In Anbetracht der Besonderheiten, die mit dem Anbieten von Glücksspielen über das Internet verbunden sind, kann eine solche Regelung mit dem Ziel der Bekämpfung von Betrug und anderen Straftaten als gerechtfertigt angesehen werden. (RZ 72) Damit reiht sich das Urteil in der Causa Liga Portuguesa in eine Liste von Entscheidungen des EuGH ein, die allesamt nationale Beschränkungen im Glücksspiel bestätigen und eine Ausnahme vom freien Dienstleistungsverkehr in diesem sehr speziellen Markt rechtfertigen. Diese Entscheidung ist als weiterer Baustein zu einer klaren, praxisgerechten EU-Linie in Glücksspielangelegenheiten zu sehen. Der Glücksspielmarkt unterliegt in den Augen des EuGH besonderen Regeln, weshalb der Schutz der Bürger vor Spielsucht und Kriminalität nationale Beschränkungen bis hin zum Monopol rechtfertigt. Dieses Prinzip gilt ohne Einschränkungen auch für das Internet. Außerdem sind gemäß der jüngsten Entscheidung des EuGH die einzelnen Mitgliedsstaaten der EU nicht verpflichtet, die Konzessionen von Glücksspielanbietern aus anderen EU-Mitgliedsstaaten anzuerkennen. Vielmehr können die EU-Mitgliedsstaaten auf ihre eigenen Kontrollen und Zulassungsbestimmungen bestehen. Gen.-Dir. Stv. DI Friedrich Stickler neuer Präsident der European Lotteries Auf seiner Generalversammlung am 11. Juni 2009 in Istanbul hat der europäische Verband der staatlichen Lotterien und Sportwettenanbieter (European Lotteries) ein neues Präsidium für den Zeitraum von 2009 bis 2011 und Gen.-Dir. Stv. DI Friedrich Stickler zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Die European Lotteries vertreten Gesellschaften aus mehr als 40 europäischen Ländern, darunter alle 27 EU-Mitgliedsstaaten. Die Mitglieder der European Lotteries führen jährlich 25 Mrd. Euro an gute Zwecke (darunter Sport, Kultur, Sozialprojekte) und die öffentlichen Haushalte ab. Am gleichen Tag verabschiedete die Generalversammlung eine Grundsatzerklärung, in der die Mitglieder des Verbandes sich zu gemeinsamen Grundwerten bekennen und die jüngsten Positionierungen des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrats zum Glücksspiel in der EU begrüßen. Wir bekennen uns zu einer nachhaltigen Glücksspielpolitik, die auf den Grundsätzen der Subsidiarität, Integrität, Solidarität und Vorsorge beruht. Wir unterstützen damit in vollem Umfang die politischen Positionen der gesetzgebenden Organe der Europäischen Union und unterscheiden uns darin fundamental von jenen Anbietern, die ihre rein kommerziellen Interessen, den Profit über die Interessen von Gesellschaft und Staat stellen, betonte der Präsident DI Friedrich Stickler. Das österreichische Glücksspielgesetz vereint den Wunsch der Konsumenten nach einem vielfältigen Glücksspielangebot mit dem ordnungspolitisch nötigen Schutz vor Spielsucht. Ein wichtiger Grundsatz ist, dass vorhandene Marktpotenziale nicht voll ausgeschöpft werden, sondern Marktwachstum nur kontrolliert zugelassen wird. Insbesondere Spiele mit hohem Suchtpotenzial dazu gehört vor allem das Automatenspiel sollen eingedämmt werden. Wenn beide Ziele zugleich verfolgt werden Spielerschutz durch Kontrolle des Marktes und angemessene Erträge für die öffentliche Hand dann führt das Monopol zu höheren gesamtvolkswirtschaftlichen Erträgen als ein liberalisierter Markt. Angemessene Erträge drücken sich nicht nur in Steuerabgaben, sondern auch durch die große Unterstützungsleistung für den österreichischen Breiten- und Spitzensport aus. Weiters unterstützen die Österreichischen Lotterien aus ihren Mitteln auch viele soziale und humanitäre Projekte sowie Umweltprojekte im ganzen Bundesgebiet. Die Österreichischen Lotterien setzen seit ihrem Bestehen den gesetzlichen Auftrag um, den besten Abgabenertrag für den Bund zu erzielen. Das heißt eben nicht den maximalen Ertrag, der aus gesamtgesellschaftlicher Sicht (Spielerschutz, ordnungspolitische Argumente) nicht wünschenswert ist. Die Österreichischen Lotterien sind gemeinsam mit Casinos Austria der zweitgrößte Steuerzahler der Republik. Anders als für in liberalisierten Märkten agierende Marktteilnehmer ist für beide Unternehmen die Maximierung der Gewinne der Gesellschaften nicht der vorrangige Unternehmenszweck. der Glücksspielbedürfnisse zu einem legalen, ordnungspolitisch optimierten Angebot ist die Voraussetzung, um illegalen Anbietern weitgehend die Geschäftsbasis zu entziehen. Internationale Erfahrungen zeigen, dass im sensiblen Bereich des Glücksspiels Konkurrenz der einzelnen Anbieter nur zu einer Lizitationspolitik, zu einem Kampf um Marktanteile und zu einem ungesunden Anheizen der Spielleidenschaft, die auch durch überproportionale Werbung hervorgerufen wird, führt. Werbung für den Konsumenten ist lediglich in einem System, in dem das Glücksspiel monopolistisch geregelt ist, optimal und gesellschaftspolitisch vertretbar zu gestalten. Um illegales Glücksspiel in möglichst allen Bevölkerungskreisen auszuschließen, muss ein legales Angebot für alle potenziellen Zielgruppen entwickelt werden. Es besteht der ordnungspolitisch motivierte Auftrag, den Gesamtmarkt mit Spielen abzudecken und nicht nur ertragsorientiert die attraktivsten Teilsegmente zu besetzen. Der Glücksspielsektor ist durch das Einsickern des organisierten Verbrechens und betrügerischer Machenschaften, insbesondere zum Zweck der Geldwäsche, in hohem Maß gefährdet. Es ist daher notwendig, dass der Staat einen rechtlichen Rahmen schafft, der ausreichende Kontrolle gewährleistet. Es ist das Ziel vieler Regierungen in Europa, das Bedürfnis der Bevölkerung nach Glücksspiel in geordnete Bahnen zu lenken und den Spielteilnehmer vor sich selbst, vor einem Überangebot und vor unseriösen Anbietern zu schützen. Eine aktive Kanalisierung 22 DAS UNTERNEHMEN DAS UNTERNEHMEN 23

14 Sportförderung Unsere Nachhaltigkeit 2009 erhielt der österreichische Sport 71,3 Mio. Euro Sportförderung, die in Österreich die wichtigste Finanzierungsquelle des Sports ist. Die Österreichischen Lotterien tragen über die im Glücksspielgesetz verankerte Sportförderung wesentlich dazu bei, insbesondere für den Breitensport, der eine hohe gesellschaftspolitische Bedeutung hat. Corporate Social Responsibility ist für die Österreichischen Lotterien die Grundlage, auf freiwilliger Basis soziale, ökonomische und Umweltbelange in die Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehung mit den Partnern zu integrieren. Durch die Beschränkung oder durch den Wegfall der finanziellen Mittel würden zahlreichen Sportvereinen die Grundlage ihrer Tätigkeit entzogen. Als Konsequenz würde der Verlust von Breite und Vielfalt im Sport drohen, viele gemeinnützige Aktivitäten wären in ihrer Existenz gefährdet. wurde mit Wirksamkeit vom ein Betrag in der Höhe von 3 Prozent der Umsatzerlöse der Österreichischen Lotterien für Zwecke der Sportförderung gewidmet. Die Bestimmung, dass der Betrag für die Sportförderung die Grenze von 40 Mio. Euro jährlich nicht unterschreiten darf, eine Deckelung nach oben jedoch entfallen ist, stellt eine weitere Erhöhung der jährlichen Zuwendungen für den Sport aus Budgetmitteln dar. Sozial und ökologisch verantwortlich handeln heißt nicht nur, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, sondern darüber hinaus mehr in die Beziehungen zu den Anspruchsgruppen, den Stakeholdern, zu investieren. Diese Haltung verlangt, dass das Management und die Mitarbeiter des Unternehmens sowie alle Unternehmensabläufe, von dem Bewusstsein der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung geprägt sind. Sportförderung in Europa Mithilfe der zweckgebundenen Förderung des Sports durch Erträge aus dem Glücksspielmonopol wird in Europa ein beträchtliches Ausmaß an Beschäftigung und Wertschöpfung generiert. Der Glücksspielmarkt leistet dadurch einen wichtigen Impuls für einen weiteren Markt mit hohen Wertschöpfungspotenzialen: den Sport. Im März 2008 hat die Europäische Kommission ein Weißbuch Sport vorgelegt. Staatliche Monopole sollen beibehalten werden, weil diese eine nachhaltige Finanzierung des Sports sicherstellen können so das EU-Weißbuch. Die Sportförderung erhielt der österreichische Sport , Euro. Seit 1986 beträgt die Sportförderung nach dem Glücksspielgesetz in Summe mehr als 830 Mio. Euro. Die Sportförderungsmittel werden von der Österreichischen Bundes-Sportorganisation verwaltet und nach einem speziellen Schlüssel verteilt. Es wird damit die finanzielle Basis für viele Verbände und Vereine in ganz Österreich geschaffen. Die Österreichischen Lotterien sind stets zu ihrer Verantwortung gestanden wurde der erste Nachhaltigkeitsbericht nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative -Organisation (GRI) aufgelegt. Die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten nach dieser international akzeptierten und standardisierten GRI-Richtlinie ermöglicht einen Vergleich der Unternehmensleistungen im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich. Im Jahr 2008 wurden die Erreichung der definierten Ziele sowie der Fortschritt in den einzelnen Bereichen begutachtet und im Zwischenbericht 2008 zur Nachhaltigkeit dokumentiert. Für das Jahr 2009 wird ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht aufgelegt, der die Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens dokumentiert und in dem konkrete Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre niedergeschrieben sind. Die Anspruchsgruppen der Österreichischen Lotterien Mitarbeiter Für die Zukunft des Sports in Österreich Nachwuchsförderung Die gesetzliche Grundlage zur Einführung von Toto in Österreich war das 1948 vom Nationalrat verabschiedete Sporttoto-Gesetz. Toto wurde im darauf folgenden Jahr eingeführt, um die erforderlichen finanziellen Mittel zum Wiederaufbau des österreichischen Sports nach dem Krieg zu erwirtschaften. Um die finanzielle Basis der Sportförderung nach der Einführung von Lotto und der Übernahme von Toto durch die Österreichischen Lotterien im Jahr 1986 zu sichern, wurde im Glücksspielgesetz eine Bestimmung aufgenommen, die die jährliche Sportförderung auf der Basis der Steuererträge aus Lotto und Toto garantiert. In der Novellierung des Glücksspielgesetzes vom Mit der Unterstützung zahlreicher Projekte leisten die Österreichischen Lotterien einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft des österreichischen Nachwuchsfußballs. 24 DAS UNTERNEHMEN Gesellschaft Vertriebspartner Österreichische Lotterien Staat Lieferanten Nachwuchsprojekte 2009 Toto Jugendliga ging in die 20. Meisterschaft. Internationaler Jugend-Toto-Cup fand zum 21. Mal statt. Eigentümer Kunden DAS UNTERNEHMEN 25

15 Responsible Gaming Die Österreichischen Lotterien bieten verantwortungsvoll Glücksspiele an. Seit Beginn ihrer Geschäftstätigkeit hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, möglichen Problemen, die durch das Spielen entstehen können, aktiv entgegenzuwirken. Damit das Spiel mit dem Glück spielerisch bleibt, fühlen sich die Österreichischen Lotterien verpflichtet, den Spielteilnehmern durch Selbstbeschränkungen eine maßvolle Nutzung zu ermöglichen. Ein eigener Bereich in der Unternehmensgruppe ist mit Responsible Gaming, Advertising & Sponsoring betraut. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema in Zusammenarbeit mit universitären Einrichtungen und Beratungsstellen. Leitende Mitarbeiter und diejenigen, die Kontakt zu Kunden haben, werden regelmäßig im Rahmen von eigens konzipierten Weiterbildungsveranstaltungen und Workshops von in- und ausländischen Experten geschult. Die Abteilung bietet aber auch Spielteilnehmern mit problematischem Spielverhalten Beratung und Hilfe. Freiwillige Selbstbeschränkung Kinder und Jugendliche waren und sind nicht Zielgruppe für die Spiele der Österreichischen Lotterien. Internationale Studien zeigen, dass das Alter eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Problemen mit der Spielsucht spielt. Der Erstkontakt mit Glücksspielen sollte daher nicht zu früh stattfinden. Deshalb haben die Österreichischen Lotterien im April 2009 beschlossen, dass der Verkauf von Glücksspielprodukten (Lotto 6 aus 45, Toto und Torwette, Extra Toto und Extra Torwette, Joker, Zahlenlotto 1 90, EuroMillionen, Bingo, Rubbellos, Brieflos, ToiToiToi, Klassenlotterie) erst an Personen ab dem 16. Lebensjahr erfolgen darf. Selbstverständlich hat diese Selbstbeschränkung nichts an der Altersgrenze für den Verkauf des win2day EUROBONs sowie von tipp3-produkten verändert. Diese dürfen erst an Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, verkauft werden. 26 DAS UNTERNEHMEN Responsible Gaming in den Annahmestellen Eine wichtige Rolle in der Prävention kommt den Vertriebspartnern zu, die die freiwillige Selbstbeschränkung mittragen. Alle Annahmestellen und Vertriebsstellen haben im 2. Quartal 2009 neue Verträge erhalten, in denen die Einhaltung der freiwilligen Selbstbeschränkung festgeschrieben wurde. Die Österreichischen Lotterien haben auch geregelt, dass ein Verstoß gegen diese Beschränkungen bis zur Vertragsauflösung führen kann. Die Österreichischen Lotterien haben sich im Vorfeld verpflichtet, die Europäischen Standards für Responsible Gaming vollständig in alle Bereiche des Unternehmens zu implementieren. Für die Zertifizierung war es notwendig, sich von einer unabhängigen Stelle überprüfen zu lassen. Diese ausführliche Prüfung erfolgte durch die BDO Auxilia Treuhand GmbH. Drei Wochen lang waren die Prüfer anwesend, die sämtliche Responsible Gaming -Maßnahmen auditierten und dazu eine Vielzahl an Daten und Belegen sammelten. Responsible Gaming Academy Responsible Gaming -Standards Die beiden Dachorganisationen European Lotteries und World Lottery Association setzen sich engagiert für Responsible Gaming und für die konsequente Bekämpfung illegalen Glücksspiels ein. Sie treffen entsprechende Präventivmaßnahmen und fördern den kontrollierten Ausbau von Informations- und Schulungsmaßnahmen. Die Organisationen haben Standards für Responsible Gaming festgesetzt, die es den Mitgliedern ermöglichen, Responsible Gaming als festen Bestandteil messbar und strukturiert in ihren täglichen Geschäftsaktivitäten zu verankern. Damit wird das Ziel verfolgt, die Gefährdung der Gesellschaft durch den übermäßigen Konsum von Glücksspiel auf ein Minimum zu reduzieren. Diese gehen weit über nationale und internationale Rechtszwänge hinaus und stellen auch für die Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände eine Herausforderung dar. Als eines der ersten Glücksspielunternehmen weltweit haben die Österreichischen Lotterien das Prüfverfahren bestanden und nach der Anerkennung durch die European Lotteries im Juni 2009 auch das Zertifikat der World Lottery Association im Oktober 2009 übermittelt bekommen. Die 6. Responsible Gaming Academy fand im Mai 2009 im Studio 44 der Österreichischen Lotterien statt. Zielgruppe der Veranstaltung waren Mitarbeiter der Österreichischen Lotterien, Casinos Austria, WINWIN und tipp3. 1 Vorstandsvorsitzende von Focal Research, einer unabhängigen Forschungseinrichtung mit Sitz in Halifax, Kanada 2 Ökonomin am Joanneum Research in Graz 3 Abteilungsleiterin Prävention im Bereich Responsible Gaming, Advertising & Sponsoring der Unternehmensgruppe 4 Professor für Soziologie und Kriminologie an der St. Mary s University in Halifax, Kanada 5 Professor am Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen 6 Bereichsleiter Responsible Gaming, Advertising & Sponsoring der Unternehmensgruppe 7 Professor für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften am Institut für Soziologie an der Karl-Franzens-Universität, Graz Die Mitarbeiter hatten im Rahmen von Workshops die Möglichkeit, aktuelle Themen und Problematiken direkt mit Experten zu besprechen. Ausführliche Informationen über unser Responsible Gaming finden Sie in Ein Gewinn für alle Nachhaltigkeitsbericht 2009 der Österreichischen Lotterien auf Seite 16. Die Referenten der 6. Responsible Gaming Academy Tracy Schrans1, über Using Player Tracking to Identify and Manage Risk: Consumer Protection, Customer Care and Gambling Integrity. Mag. Judith Köberl2, über die Studie Ökonomische Aspekte des Glücksspiels Die sozialen Kosten der Glücksspielsucht in der Steiermark. Mag. Doris Malischnig 3, über Glücksspiele: Nachhaltigkeit und Glücksspiel - ein Widerspruch?. Dr. John McMullan4, Ph.D., über Commercial Advertising and Remote Gambling: Messages of Mass Persuasion, Concerns for Responsible Gaming and Directions for Responsible Advertising. Dr. Gerhard Meyer5, über Die Effektivität der Spielsperre als Maßnahme des Spielerschutzes: Ausgewählte Befunde für den Casinobereich und das Internet. Prok. Herbert Beck6, über die von Juni 2008 bis April 2009 durchgeführte Responsible Gaming-Grundschulung aller CasinoMitarbeiter. Dr. Peter Gasser-Steiner 7, über Die Jagd nach dem Glück Soziologische Reflexionen zum Glücksspiel über gesellschaftliche Entwicklungen in der westlichen Welt. DAS UNTERNEHMEN 27

16 Es gibt viele Arten zu gewinnen. Eine ist es, eine Blume zu pflanzen. Gartenarbeit bedeutet für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung eine Herausforderung. Eine Aufgabe ist dazu da, daran zu wachsen. Kleine Tätigkeiten stärken den Selbstwert und das Lebensgefühl jedes Einzelnen. Hier geht es in keinster Weise nur um Beschäftigungstherapie, sondern darum, nützlich zu sein und Sinnvolles für die Gemeinschaft zu leisten, so Johann Ivanschitz, Leiter der Gärtnerei im Karl Ryker Dorf. Als Gärtner aktiv: Ewald Pöchl

17 Responsible Advertising Sponsoring Den Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken und den Spielteilnehmer vor sich selbst zu schützen, ist das Ziel vieler Regierungen Europas. Die Österreichischen Lotterien sehen es als Teil ihrer sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung, Good Causes, also gesellschaftlich anerkannte und erwünschte Anliegen zu unterstützen. Die Gesetzgeber haben erwogen, dass ein gänzliches Verbot von Glücksspiel ein erstrebenswerter Zustand wäre. Da jedoch der dem Menschen immanente Spieltrieb nicht vollkommen unterdrückt werden kann und daher das Risiko des Abgleitens in die Illegalität hoch wäre, wurde ein strenges Verbotssystem mit Ausnahmeregelungen für staatlich lizenzierte unter besonderen Auflagen geschaffen. Die Kontrolle des Glücksspielmarktes durch die Kanalisierung der Konsumentenbedürfnisse auf ein ordnungspolitisch optimiertes Angebot kann nur erfolgreich sein, wenn den Konsumenten das legale Angebot qualitativ überlegen erscheint. Legale Produkte befinden sich in einem marktwirtschaftlichen Wettbewerb mit einer Vielzahl von im Inland nicht lizenzierten Produkten. Da die Spielteilnehmer zwar nicht de jure, aber de facto frei entscheiden können, welches Angebot sie annehmen, ist es wichtig, die Wahrnehmung auf legale Spiele zu fokussieren. Grundsätze Responsible Advertising Die Österreichischen Lotterien folgen seit Jahren den Prinzipien eines Responsible Advertising, nämlich informativ zu werben und Tatsachen keineswegs zu verschleiern im Gegensatz zur verführerischen Werbung. Das Grundbedürfnis zu spielen wird nicht übermäßig stimuliert, sondern in Richtung eines ordnungspolitischen vertretbaren Umfanges kanalisiert. Die Werbung für die Spiele der Österreichischen Lotterien wurde und wird seit jeher nach den Prinzipien des Responsible Advertising entwickelt 2009 wurden in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Peter Vitouch die Richtlinien überarbeitet und die Grundsätze für Responsible Advertising festgeschrieben. Unter dem Motto manches möglich machen wurden 2009 wieder zahlreiche Projekte mit einem hohen Grad an Gemeinnützigkeit in den Bereichen Umwelt und Natur, Gesundheit, Humanitäres, Sport, Kunst und Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gesponsert. Ausführliche Informationen über unser Sponsoring finden Sie in Ein Gewinn für alle Nachhaltigkeitsbericht 2009 der Österreichischen Lotterien auf Seite 28. Insgesamt wurden 2009 rund 2,1 Mio. Euro an Sponsorgeldern zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit der im Glücksspielgesetz verankerten Sportförderung (2009 waren es 71,34 Mio. Euro) sowie der medialen Unterstützung (2009 waren es 22,1 Mio. Euro) war es eine Summe in der Höhe von 95,54 Mio. Euro. Mediale Unterstützung Eine Sonderform des Sponsorings stellt die mediale Unterstützung dar. Bis 1986 haben eine Reihe von Organisationen wie die Österreichische Kinderhilfe, die Österreichische Sporthilfe oder die Österreichische Seniorenhilfe ihre Mittel sowohl durch Spenden als auch aus der Durchführung von Nummernlotterien mit Sachpreisausspielungen erwirtschaftet. Durch die Einführung von Lotto 6 aus 45 im September 1986 entstand eine übermächtige Konkurrenz. Die Österreichischen Lotterien haben daher mit der Österreichischen Kinderhilfe, der Österreichischen Seniorenhilfe und der Österreichischen Sporthilfe Vereinbarungen getroffen, um die finanziellen Bedürfnisse dieser Organisationen mit abzudecken. 30 DAS UNTERNEHMEN DAS UNTERNEHMEN 31

18 Mitarbeiter Risiko- und Chancenmanagement Das Ziel der Personalpolitik der Österreichischen Lotterien ist, auf neue fachliche, marktwirtschaftliche und soziale Herausforderungen zu reagieren und durch leistungsfähige Mitarbeiter einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit, Entwicklung neuer Produkte und Erschließung neuer Märkte zu leisten. Das strategische Risikomanagement gewinnt neben dem Risikomanagement für das operative Geschäft immer mehr an Bedeutung. Durch ein standardisiertes Risiko- und Chancenmanagement können neue Geschäftschancen verstärkt wahrgenommen sowie damit verbundene Risiken bewusster eingegangen und gesteuert werden. Das Unternehmen achtet auf die sorgfältige Auswahl künftiger Mitarbeiter und investiert in Einschulung und Integration neuer Mitarbeiter. Herausfordernde Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche werden durch überdurchschnittliche Aus- und Weiterbildungsangebote ergänzt. So wird die berufliche und persönliche Entwicklung durch gezielte Förderprogramme unterstützt. Führungspositionen werden nach Möglichkeit aus den eigenen Reihen besetzt. Durch eine professionelle Begleitung der Umsetzung der neuen Organisationsstruktur wurden den Führungskräften und den Mitarbeitern Unterstützung im Umgang mit den Veränderungen angeboten, um das Miteinander möglichst rasch und reibungslos zu ermöglichen. An den 15 Workshops haben insgesamt 268 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe davon 172 Mitarbeiter der Österreichischen Lotterien teilgenommen. Um in Zukunft nicht nur die gesetzlichen Anforderungen gemäß URÄG 2008 (Unternehmensrechts-Änderungsgesetz) abdecken zu können, sondern auch für die Unternehmensgruppe einen Mehrwert zu generieren, werden im Zuge des Risikomanagement-Prozesses auch sich ergebende Chancen berücksichtigt. Während das Risikomanagement zur Unterstützung der Sicherung von Unternehmenswerten dient, unterstützt das Chancenmanagement die Steuerung der Schaffung von Unternehmenswerten. Performance Management Die Implementierung des Risiko- und Chancenmanagement-Prozesses und eines dementsprechenden IT-Unterstützungstools konnte 2009 erfolgreich implementiert werden. Um die Bandbreite möglicher finanzieller Abweichungen des Unternehmensergebnisses sichtbar und somit steuerbar zu machen, wurde eine durchgängige Basis für die Definition, Bewertung und Messung umgesetzt. Der Einsatz von vielfältigen Arbeitszeitmodellen, wie variabler Arbeitszeit ohne Kernzeit, Teilzeit, Telearbeit, Alters- und Elternteilzeit sowie Bildungskarenz, fördert die Flexibilität und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2009 beschäftigten die Österreichischen Lotterien 512 Mitarbeiter (Vollzeit- und Teilzeitdienstverhältnis). Das entspricht einer effektiven Vollzeitkapazität von 479,69. Change Management Die neue Struktur innerhalb der Unternehmensgruppe Casinos Austria AG und Österreichische Lotterien, die seit 1. Oktober 2008 gilt, wurde bis April 2009 sukzessive mit der Um- und Übersiedlung der jeweiligen Abteilungen und Mitarbeiter am Standort in Wien am Rennweg 44 und 46 umgesetzt. Unabhängig von ihrer formalen Unternehmenszugehörigkeit sind die Mitarbeiter entsprechend ihren Aufgabengebieten den neuen Organisationseinheiten zugeordnet. Dadurch ergaben sich für zahlreiche Mitarbeiter wesentliche Veränderungen in ihrem Arbeitsumfeld: neuer Arbeitsplatz, neue Vorgesetzte, neue Kollegen, neue Spielregeln, veränderte Aufgabenbereiche und eventuell auch andere Tätigkeiten. 32 DAS UNTERNEHMEN Im Rahmen der strukturierten Zielvereinbarung zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten anlässlich des jährlichen Mitarbeitergesprächs fand im Februar 2009 die erste Beurteilungsrunde statt. Das Ausmaß der unterschiedlichen Zielerreichungen konnte bereits im März 2009 ins variable Remunerationssystem einfließen. Die lückenlose Teilnahme am Prozess zeigt die hohe Akzeptanz aller Beteiligten. Nach einer umfangreichen Evaluierung wurden aufgrund der Erkenntnisse der ersten Runde einige Detailanpassungen vorgenommen. Das System des Performance Management wird auch 2010 fortgesetzt. Ausführliche Informationen über unsere Mitarbeiter finden Sie in Ein Gewinn für alle Nachhaltigkeitsbericht 2009 der Österreichischen Lotterien auf Seite 38. Die Verantwortung für den gesamten Risiko- und Chancenmanagementprozess liegt bei den Risikoverantwortlichen bzw. Riskownern, also den Führungskräften der Business Units bzw. der Corporate Functions. Der gesamte Risikomanagement-Prozess gliedert sich in die Teilschritte Identifikation, Analyse & Bewertung, Steuerung sowie Monitoring & Reporting. Die Funktion des Corporate Risk Managers wirkt unterstützend in diesem Prozess als Know-howTräger für die Methoden und Werkzeuge mit und ist für die Zusammenführung der Daten und das Reporting an den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss zuständig. DAS UNTERNEHMEN 33

19 Sicherheit Die Sicherheit ist im Unternehmensleitbild der Österreichischen Lotterien verankert und gemeinsam mit der Seriosität in der Spielabwicklung ein zentraler Inhalt der Unternehmensphilosophie. Das Spielangebot wird diesen Grundsätzen entsprechend laufend verbessert und modernste Technik eingesetzt. Die Österreichischen Lotterien haben bereits vor vielen Jahren den Weg eingeschlagen, ein umfassendes und integriertes SecurityKonzept zu implementieren, damit Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der Geschäftsprozesse und Systeme gesichert sind. Ein bereichsübergreifendes Security Committee gewährleistet die Einhaltung aller Sicherheitsrichtlinien und sorgt für die ständige Verbesserung der Sicherheitsstandards in der Unternehmensgruppe. Das Bestreben der Sicherheitspolitik der Unternehmensgruppe ist, dass die angebotenen Spiele und die damit verbundenen Geschäftsprozesse hinsichtlich ihrer Ordnungsmäßigkeit und Kontinuität durchgeführt werden, jedem Spielteilnehmer bzw. Gast die gleichen Chancen zur Erzielung von Gewinnen zur Verfügung stehen und Manipulationen jedweder Art an den Spielen verhindert werden, Spielteilnehmer, Gäste oder sonstige Kunden, die sich in den Räumlichkeiten der Unternehmen aufhalten, entsprechende Vorkehrungen zu deren Schutz von Leben und Gesundheit vorfinden, rechtliche und unternehmensweite Anforderungen eingehalten werden, die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von materiellen und immateriellen Vermögenswerten gewährleistet werden und berechtigte Benutzer diese bei Bedarf verwenden können, der Verlust und die Verfälschung von Informationen, Informationssystemen und Datenträgern vermieden bzw. erkannt und behoben werden, 34 DAS UNTERNEHMEN Unberechtigten keine Informationen und Informationssysteme zugänglich gemacht bzw. zu nicht genehmigten Zwecken genutzt werden und Schulungen zum Thema Sicherheit (Safety & Security) jedem Mitarbeiter zur Verfügung stehen und von diesen auch absolviert werden. Informationssicherheit auf höchstem Niveau Die Sicherheitsorganisation und die implementierten Sicherheitsmaßnahmen der Österreichischen Lotterien sind gemäß dem von der World Lottery Association (WLA) veröffentlichten Security and Control Standard durch eine internationale Zertifizierungsstelle zertifiziert. Diese international akzeptierten Normen gelten für die betriebliche Sicherheit bei der Abwicklung von Glücksspielen. Der ISO-Standard 27001:2005 betreffend Informationssicherheit ist dabei im WLA Security und Control Standard integriert. Weiters sind alle Geschäftsprozesse, die sich mit der Abwicklung der Spiele der Österreichischen Lotterien beschäftigen, durch das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) abgedeckt, das eine ständige Verbesserung der Sicherheit gewährleistet. Datenschutz Die individuelle Berücksichtigung der Wünsche von Kunden und Interessenten, auch hinsichtlich ihrer Vorstellungen von Privatsphäre und Datenschutz, stellt ein wichtiges Prinzip der Österreichischen Lotterien im Umgang mit Daten dar. Spezielle datenschutzspezifische Anforderungen wie die grundsätzliche Zulässigkeit aller Datenverarbeitungen, die Zweckbindung von Datensammlungen und Anforderungen nach der Transparenz für die Betroffenen werden in vollem Ausmaß berücksichtigt. Obwohl es für österreichische Unternehmen keine gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten gibt, wird diese Funktion seit Langem hauptverantwortlich durch einen Mitarbeiter wahrgenommen. Er hilft dabei, die berechtigen Wünsche unserer Kunden nach Schutz ihres Persönlichkeitsrechts und die betrieblichen Anforderungen an kundenorientiertem Marketing zu vereinen. Selbstverständlich haben die Prinzipien des Datenschutzes auch für den Umgang mit Mitarbeiterdaten große Relevanz. Hier gelten die gleichen Prinzipien wie für den Umgang mit Kundendaten. wird in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ein hoher Standard garantiert. Da durch die notwendigen Übersiedlungen fast alle Büros der Mitarbeiter neu gestaltet wurden, startete Ende 2009 auch die Arbeitsplatzevaluierung, im Rahmen dieser die Fachkraft für Arbeitssicherheit gemeinsam mit einem Arbeitsmediziner die ergonomische optimale Einrichtung des jeweiligen Arbeitsplatzes aufnimmt und entsprechende Verbesserungen initiiert. Neben dem Vorgesetzten und dem Betriebsrat hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, sich zu arbeitsrelevanten Anliegen an die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Arbeitsmediziner, die Sicherheitsvertrauensperson oder die Behindertenvertrauensperson zu wenden. Sicher am Arbeitsplatz Die gesetzlichen Anforderungen zu den Themen Arbeitnehmerschutz, Brandschutz und Abfallwirtschaft stellen für die Österreichischen Lotterien die Grundlage für alle entsprechenden Maßnahmen dar. Darüber hinausgehende Aktivitäten werden dann gesetzt, wenn es im Sinne der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sinnvoll erscheint wurden durch die Übersiedlung und den Umbau der Büros am Standort Rennweg 44 und 46 notwendig geworden insgesamt 118 Mitarbeiter (inklusive Ferial- und Aushilfskräften) in die Brandschutzordnungen eingewiesen. Unter dem Leitsatz sicher & gesund gesund & sicher wird im Unternehmen der Arbeitnehmerschutz betrieben. Die Österreichischen Lotterien fühlen sich auch in diesem Bereich einem hohen Qualitätsanspruch verpflichtet. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen wie Schulungen und Trainings sowie durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema und mit Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Arbeitsmediziners Arbeitnehmerschutz bei den Österreichischen Lotterien Sicherheitsfachkraft Arbeitgeber Mitarbeiter Sicherheitsvertrauensperson Arbeitsmediziner Betriebsrat DAS UNTERNEHMEN 35

20 Vertrieb Sämtliche Aktivitäten der Österreichischen Lotterien werden mit dem Außendienst abgestimmt und in der Folge die entsprechenden Vertriebsmaßnahmen erarbeitet wurden zwei nationale Tagungen veranstaltet. Bei diesen wurden Strategien und Projekte präsentiert. Ergänzend zu den nationalen Tagungen fanden zahlreiche regionale Tagungen statt, die von den regionalen Außendienstleitern durchgeführt wurden. Bei ToiToiToi wurden neue Einsatzklassen eingeführt. Der Launch wurde durch den Außendienst entsprechend vorbereitet, um einen reibungslosen Ablauf während und nach der Einführung zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt im Jahr 2009 war Responsible Gaming. Alle Vertriebsstellen wurden vor Ort von den Außendienstmitarbeitern geschult Teilnehmer erhielten nach erfolgreicher Absolvierung ein Zertifikat überreicht. Die freiwillige Selbstbeschränkung, Produkte der Österreichischen Lotterien an unter 16-Jährige nicht zu verkaufen bzw. EuroBon erst an Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, zu verkaufen, wurde in die Vertriebspartner-Verträge aufgenommen. Das bedingte einen Austausch aller Verträge mit den Partnern. Die Einhaltung der Selbstbeschränkung wurde auch laufend durch Mystery Shopping -Aktionen überprüft. Um zu gewährleisten, dass Glücksspielprodukte der Österreichischen Lotterien an Personen unter 16 Jahren nicht mehr verkauft werden können, wurde der Verkauf von Brieflosen über die rund 500 Brieflosautomaten eingestellt und die Automaten rückgeholt. 36 DAS UNTERNEHMEN Insgesamt haben an 458 Schulungen im Jahr 2009 (Produkt- und Onlineschulungen, Vertriebsstellenschulungen sowie Verkaufsschulungen) Annahmestellen- und Vertriebsstellenmitarbeiter teilgenommen. Das Vertriebsnetz Zu Jahresende 2009 umfasste das Vertriebsnetz der Österreichischen Lotterien Annahmestellen, in denen die Spiele Lotto 6 aus 45, Toto, Torwette, Extra Toto, Extra Torwette, Bingo, EuroMillionen, Joker, ToiToiToi, Zahlenlotto 1 90, Brieflos, Rubbellos und der EuroBon für win2day angeboten werden. Damit steht im Durchschnitt für Einwohner eine Annahmestelle zur Verfügung. Der durchschnittliche Umsatz pro Annahmestelle betrug 2009 bei den Wettscheinspielen , Euro. Die Provisionen für die Spiele Lotto 6 aus 45, Toto, Torwette, Extra Toto, Extra Torwette, Bingo, EuroMillionen, Joker, Zahlenlotto 1 90, ToiToiToi und den EuroBon für win2day machten im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 77,2 Mio. Euro aus, im Durchschnitt , pro Annahmestelle Vertriebsstellen. Auf Einwohner kommt eine Rubbellos Vertriebsstelle und auf Einwohner eine Brieflos Vertriebsstelle. Der durchschnittliche Umsatz pro Rubbellos Vertriebsstelle betrug , Euro, pro Brieflos Vertriebsstelle 4.281, Euro. An Provisionen wurden für Rubbellos und Brieflos rund 11,6 Mio. Euro ausbezahlt, im Durchschnitt 1.432, Euro pro Rubbellos Vertriebsstelle und 345, Euro pro Brieflos Vertriebsstelle. Die Annahme- und Vertriebsstellen haben durch ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich zum Erfolg der Österreichischen Lotterien beigetragen. Der Vorstand der Österreichischen Lotterien möchte sich aus diesem Grund bei allen Annahmestellen, Vertriebsstellen, deren Mitarbeitern und Standesvertretungen bedanken und hofft, dass diese ausgezeichnete Partnerschaft auch in Zukunft ihre Fortsetzung finden wird. Das Rubbellos Distributionsnetz umfasste zum Jahresende Vertriebsstellen, das Brieflos Distributionsnetz insgesamt DAS UNTERNEHMEN 37

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