ÖSTERREICHISCHER KUNSTSPONSORING-PREIS MAECENAS 2012

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1 WIRTSCHAFT FÜR KUNST AUSTRIAN BUSINESS COMMITTEE FOR THE ARTS Creative Art Sponsoring ÖSTERREICHISCHER KUNSTSPONSORING-PREIS MAECENAS 2012 Das unabhängige Wirtschaftskomitee Initiativen Wirtschaft für Kunst vergibt heuer bereits zum 24. Mal gemeinsam mit dem ORF den Österreichischen Kunstsponsoringpreis MAECENAS 2012 im Rahmen des künstlerisch kulinarischen ImperialKunstSalons im Wiener Hotel Imperial. Es bewarben sich heuer 160 Teilnehmer mit insgesamt 188 Projekten. In der ersten Kategorie I Klein- und Mittelbetriebe wurden von 89 Projekteinreichungen präsentiert. In dieser Kategorie stehen die Klein- und Mittelbetriebe im Vordergrund. Die eingereichten Projekte konnten erstmalig, aber auch als Bestandteil einer Gesamtkonzeption umgesetzt worden sein. 27 Projekteinreichungen wurden in der Kategorie II Konzept/Grossunternehmen von der Jury beurteilt. Diese Kategorie ist vor allem für jene größeren Unternehmen gedacht, die bereits Erfahrung mit Kunstsponsoring haben. Die Projekte werden als Bestandteil einer durchdachten Gesamtkonzeption geplant. Der Preis wird für das beste Projekt im Rahmen der Gesamtkonzeption vergeben. In der Kategorie III Langfristiges Sponsoringengagement wurden der Jury 45 Projekte präsentiert. In dieser Kategorie wurden Aktivitäten von österreichischen Unternehmen ausgezeichnet, die bereits langfristig vom Unternehmen mit Partnern aus Kunst und Kultur umgesetzt worden sind. Sowohl Klein- und Mittelbetriebe als auch Grossbetriebe konnten in dieser Kategorie einreichen. Der Maecenas Ö1-Publikumspreis wurde heuer bereits zum dritten Mal verliehen. In dieser Kategorie wählte das Ö1 - Publikum in Form einer Online-Abstimmung den Ö1- Publikumspreisträger aus den Gewinnern und weiteren nach gereihten Unternehmen der Kategorie Langfristiges Sponsoringengagement MAECENAS Im Vordergrund standen auch hier 7 Unternehmen, die bereits langfristige Projekte im Bereich der Kunst und Kultur gefördert haben. Über die Ö1-Homepage war die Ö1-Publikumswahl möglich. Sonderpreis Maecenatentum In dieser Kategorie wurden Unternehmen, Stiftungen, Vereine und Persönlichkeiten aus Österreich geehrt, die sich durch ihr Handeln in besonderer Weise um Kunst und Kultur im Inund Ausland verdient gemacht haben. Die geförderten Projekte können erstmalig oder auch längerfristig umgesetzt worden sein; hierzu gehören die Förderung in Form finanzieller Hilfestellungen, Förderungen im Sachbereich, Kunstaufträge, Förderung von Kunstinstitutionen und einzelner Künstler, der Aufbau von Sammlungen und Projekte, die die Erhaltung und Weiterentwicklung von österreichischem Kulturgut betreffen. 20 Projekte wurden eingereicht. Goldschmiedgasse 8/Top Wien T 0043/1/ F

2 : Die Jury 2012 Die Beurteilung erfolgte ausschließlich nach den Kriterien der Qualität, der Innovationskraft und der Kreativität. Die Jury 2010 setzte sich aus folgenden Personen zusammen: Die Juroren 2012 waren: Mag. Carl Aigner, Direktor, NÖ Landesmuseum St. Pölten Dr. Dr. Elisa Bortoluzzi Dubach, Stiftungs- & Sponsoringberaterin, Universitätsdozentin, Zug Sylvia Eisenburger-Kunz, Generalsek., Gesellschaft der Freunde der Bildenden Künste, Wien Dr. Ludger Hünnekens, ehem. Leiter Museum Frieder Burda, Baden-Baden Mag. (FH) Michael Ladstätter, Leitung Kommunikation, Radio Ö1, Wien Prof. Mag. Richard Kriesche, Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main Dr. Rudolf Pietsch, Leiter, Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien A.o. Prof. Dr. Werner Schulze, Leiter, Internationales Harmonikinstitut, Universität Musik und darstellende Kunst Martin Traxl, ORF-Hauptabteilungsleiter Kultur, Wien Vorsitz: Mag. Martin Schwarz, Sprecher des Vorstandes, Initiativen Wirtschaft für Kunst. : Die Preise 2012 Die vergebenen Preise haben rein ideellen Charakter und sind mit keiner finanziellen Dotierung verbunden. Die Skulpturen wurden dieses Jahr vom Künstler Prof. Christian Kvasnicka gestaltet. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Begriff des Totems mit meinen Holz-, Stein- und Metallskulpturen. Der Totem ist das Symbol der Ahnenträger einer Familie, einer Sippe oder eines ganzen Stammes seit der Eiszeit. Die geschaffenen Skulpturen sind Friedensbringer und Bewahrer der guten Elemente. Die Messingskulpturen werden von mir zu Reliquien durch das Schleifen, Gravieren und Polieren verwandelt. Meine Messingfiguren sind nun Elemente, die sich aus der Materie lösen und wieder schwere Materie werden. Durch die Veränderung des beschliffenen Materials bildet sich einerseits ein konfuses andererseits ein kompaktes dynamisches Relikt. Um diese Form einer anderen Sehweise zuzuführen wird das Metall durch die Veränderung des Standortes des Betrachters durchsichtig und es ergeben sich permanent neue figurale Formen. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen feinem Messing und seiner Fähigkeit rituelle Werte wiederzugeben. Das Spannungsfeld zwischen uralten Riten und modernster veränderter Materialstruktur wird angestrebt. Totems sind Ahnenträger. Weisen auf die Ernsthaftigkeit und Verantwortung einer Gesellschaft hin und zeigen uns den Weg in die Zukunft. Maecenas - Gewinner sind Menschen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der Kunst bewusst sind und Projekte erfolgreich umgesetzt haben. Sie erhalten dafür ein Symbol von kultureller Bedeutung, das weit in die Zeit hineinwirkt. Ausgezeichnete sind Träger eines geistigen Vermächtnisses. Prof. Christian Kvasnicka : Zahlen & Fakten 2012 Das genannte Gesamtbudget der eingereichten Kunstsponsoring-Projekte zum Maecenas 2012 belief sich auf rund 12,8 Millionen Euro. Bei über 50% der Projekteinreichungen waren keine Budgetangaben vorhanden. Seit dem Jahr 2000 wurden Projekte mit einer Gesamtsumme von ca.92 Millionen Euro eingereicht. Mit der 24. Vergabe des Österreichischen Kunstsponsoringpreises Maecenas haben über Unternehmen - über Projekten eingereicht. 2

3 DIE PREISTRÄGER ÖSTERREICHISCHER KUNSTSPONSORING-PREIS MAECENAS 2012 KATEGORIE I BESTES KUNSTSPONSORING KLEIN UND MITTELBETRIEBE Maecenas-Preis: conlux GmbH: Sommerspiele Melk 2012 Ausstattungssponsoring: Die Päpstin/ Like a Virgin Die Sommerspiele Melk sind der traditionsreichste Theaterspielort im Niederösterreichischen Theaterfest. Seit 1961 wird hier Theater im Sommer geboten, seit 2009 ergänzt durch eine zusätzliche Musikrevue. Ein Markenzeichen der Sommerspiele ist die Gestaltung der Bühne im Stil von Objektkunst oder Landart-Projekten. Dazu gehört auch der Einsatz von Licht als gestalterisches, dramaturgisches und ästhetisches Mittel entwarf Daniel Sommergruber für die Stücke Die Päpstin und Like a Virgin ein aufwändiges Bühnenbild, das u.a. aus 85 LED-Lichtschnüren mit insgesamt Laufmetern bestehen sollte. Für die Päpstin quasi auch eine architektonische Kupel und zugleich die Verbindung von Kunstraum und Natur. Unterstützung für dieses Projekt kam von der Firma conlux. conlux ist ein niederösterreichisches Unternehmen, das sich auf LED Lichttechnik und Photovoltaik spezialisiert hat und maßgeschneiderte Lösungen in Kombination mit neuester Technik international anbietet. Für das Bühnenbild in Melk wurde ein neu entwickeltes Produkt eingesetzt, das zuvor erst wenige Male verwendet und damit zu einer Erprobung direkt vor Ort wurde. In dieser Form wurde das Material erstmals bei einem Freilichttheater eingesetzt. conlux sponserte in der Folge nicht nur das Material, sondern auch den Aufbau, die Wartung und kümmerte sich nicht zuletzt auch um die aufwändige Logistik. Das Ergebnis war ein beeindruckendes Bühnenbild mit einer Aufsehen erregenden Lichtarchitektur. Die Jury lobte die spontane Unterstützungszusage per Handschlag, dessen Dimension über das kostenintensive Materialsponsoring deutliche hinausging. Das gesamte Organisations-, Aufbau-, und Transportmanagement garantierte eine Optimierung bei Wartung und Reparaturen während der gesamten Festspielzeit. Anerkennungspreise: Marillenhof Destillerie Kausl: Ausstellungsreihe STRUKTUR & ORGANISMUS Die Ausstellungsreihe Struktur & Organismus findet im alten Marillengarten der Schnapsbrennerei Kausl in Mühldorf (Wachau) statt. Das Projekt wurde auf vier Jahre angelegt. Jedes Jahr werden vier Künstler eingeladen, im Garten eine Arbeit zu entwickeln, die auf die Umgebung und ihre Besonderheiten reagiert. Für das Jahr 2012 wurden die international renommierten Künstler Steffi Alte, Dan Peterman, Reto Pulfer und Rikrit Tiravanija eingeladen. Der Garten ist von jeher eine Projektionsfläche für Sehnsüchte und verklärter Utopien und zugleich ein lebendiger Organismus, dessen innere Struktur durch äußerliche Veränderungen beeinflusst wird. So reagieren in Mühldorf die Künstler auf den Garten und der Garten auf die Interventionen der Künstler. Das Projekt ist Teil des Regionalkonzepts Wachau 2010plus, das auch die zeitgenössische Kunst in der Region verankern soll und wurde von art:phalanx Kunstund Kommunikationsbüro Wien initiiert und von Stefan Tasch kuratiert. Für das Projekt stellt der Familienbetrieb das Ausstellungsgelände zur Verfügung, das bei freiem Eintritt öffentlich zugänglich ist. Die Jury lobt die kreative Auseinandersetzung international renommierter Kunst mit der bereitgestellten Gartenanlage und die Errichtung der notwendigen Infrastruktur. 3

4 WD-AUSTRIA: Förderung des Europäischen Forschungszentrums für Buch- und Papierrestaurierung Das Europäische Forschungszentrum für Buch- und Papierrestaurierung wurde im März 2010 als Projekt des Vereins Buchstadt Horn gegründet und im Kunsthaus Horn angesiedelt. Es handelt sich dabei um ein einzigartiges Institut in Österreich, das sich der Restaurierung von Büchern, Dokumenten und Globen widmet. Daneben werden auch Kurse und Schulungen angeboten. Die Firma WD-Austria ist als Lieferant, Entwickler und Berater für Luftbe- und - entfeuchter österreichweit und international in Museen, Bibliotheken und Archiven tätig. Seit 2011 unterstützt das Unternehmen das Forschungszentrum durch die Bereitstellung von Geräten, Material, Know-How, Personal und bei grafischen Druckerzeugnissen. Darüber hinaus verhalf WD-Austria dem Forschungszentrum zu einer Zertifizierung und damit der wissenschaftlichen Anerkennung. Die Jury lobte den vorbildlichen Einsatz für die Erhaltung von Kulturgut. KATEGORIE II BESTES KUNSTSPONSORING KONZEPT/GROSSUNTERNEHMEN BAWAG P.S.K.: Hauptsponsoring Diagonale, Kurzfilmfestival Espressofilm Die Diagonale ist das Festival des österreichischen Films, der in den letzten Jahren stark an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Heuer konnten rund BesucherInnen an 6 Tagen zwischen 131 Filmen und Videos, davon 39 Uraufführungen, wählen. Ein zentrales Element des Festivals ist der Dialog als Auseinandersetzung mit Film und Filmschaffenden. Über die Festivalwoche hinaus nimmt es seit 2009 den Diskurs ganzjährig auf und trägt ihn in Form eines Webmagazins mit Beiträgen von Filmschaffenden, ExpertInnen und AutorInnen ins Netz. Seit 2010 ist die BAWAG P.S.K. Hauptsponsor des Festivals und sieht den Schwerpunkt ihres Sponsorings über die klassischen Werbeaktivitäten wie Logopräsenz und Inserate hinausgehend vor allem in den Diagonale-Webnotizen sponserte die BAWAG P.S.K. erstmals auch den Schauspielpreis der Diagonale mit einem Preisgeld von EUR. Seit 2008 hat sich das Kurzfilmfestival Espressofilm zu einer attraktiven Konstante im Wiener Kultursommer entwickelt und als wichtigste Kurzfilmeinrichtung Wiens etabliert. Im parkartigen Garten des Palais Schönborn in der Josefstadt bietet es BesucherInnen die Möglichkeit, bei freiem Eintritt preisgekrönte internationale und heimische Kurzfilmproduktionen zu erleben. Über 2 Sommermonate mit je 2 Spieltagen pro Woche wird ein anspruchsvolles Programm mit thematischen Abenden gestaltet, das jährlich von rund BesucherInnen frequentiert wird. Darüber hinaus bietet das Festival dem Publikum unter dem Label Espressotalk in Filmgesprächen die Möglichkeit, mit den Filmschaffenden und Programmgestaltern in Dialog zu treten. Seit 2010 unterstützt die BAWAG P.S.K. das Kurzfilmfestival, das mit den Filmgesprächen erweitert wurde. Über diese Sponsoringaktivitäten hinaus, fördert das Unternehmen innerhalb der BAWAG Contemporary zusätzlich zum Ausstellungsprogramm eine Filmschiene, bei der Kuratoren ein neues audiovisuelles Format entwickelt haben. Weiters wird ein Filmemacher finanziert, der von den Performances in der Galerie Videos mit künstlerischem Anspruch produziert und diese in einen eigenen Youtube-Channel veröffentlicht. Die Jury lobte die umfassende Filmförderung der BAWAG P.S.K. und die professionelle Sponsoringkonzeption. 4

5 Anerkennungspreise: ERSTE Group Bank AG: Jeunesse Die Jeunesse ist Österreichs größter Konzertveranstalter im Bereich Klassische Musik und bietet darüber hinaus ein umfangreiches Jazz-, World-, Neue Musik- und Kinderprogramm an. Hauptaufgabe der Jeunesse ist die Erhaltung, Förderung und Erweiterung der Konzertkultur in Österreich. Dabei verfolgt die Jeunesse seit Jahrzehnten ein erfolgreiches Konzept, Zugänge zur Musik, vor allem der Jugend, zu ermöglichen. Junge Künstler aktiv zu fördern und ihnen professionelle Auftrittsmöglichkeiten zu geben, sind dabei genauso wichtig wie die Entwicklung neuer Konzepte zur Musikvermittlung. Seit 2011 ist die ERSTE Group Bank AG Hauptsponsor der Jeunesse und präsentiert in jeder Saison ein eigenes Konzert-Abo, den Zyklus Faszination Musik 1. Dazu wird Mitarbeitern und Kunden der Bank der Kauf von Abos und Konzertkarten zu ermäßigten Preisen ermöglicht. Durch das MehrWERT Sponsoringprogramm der Erste Bank ist es der Jeunesse möglich, das umfangreiche Konzertprogramm inhalts- und nicht kommerzorientiert zu gestalten. Die Erste Bank ist damit eine große Unterstützung, dem Bildungs- und Kulturvermittlungsauftrag nachzukommen. Das Sponsoring ermöglicht der Jeunesse weiters Musikvermittlung an Schulen anzubieten, anspruchsvolles und pädagogisch wertvolles Kinderprogramm zu realisieren sowie ein erstklassiges Konzertangebot auch in jene Regionen Österreichs zu bringen, in denen sonst nur wenige Kulturveranstaltungen stattfinden. Darüber hinaus kann die Jeunesse durch die Partnerschaft mit der Erste Bank für regelmäßige Auftritte junger, vielversprechender Künstler sorgen und zukünftigen Musiker-Generationen in den Musik-Camps erste Orchester- Erfahrungen nahebringen. Auf Anregung und mit Unterstützung der Erste Bank kann die Jeunesse nun auch vermehrt musikalische Projekte im sozialen Kontext. Ziel der Kooperation ist es, Musik für sozial benachteiligte Menschen erlebbar zu machen. Gemeinsam werden Ideen und Strategien im Rahmen von Vermittlungsprogrammen entwickelt und die Partnerschaft zwischen der Jeunesse und Sozialeinrichtungen, wie der Caritas, unterstützt und gefördert. Die Jury lobte das vorbildliche Engagement der ERSTE Group Bank AG und den erfolgreichen Brückenschlag zwischen Kunst und sozialem Engagement. Stadtwerke Klagenfurt Gruppe: Kärntner Lyrikpreis Seit 2008 vergibt die Stadtwerke Klagenfurt Gruppe den von ihr ins Leben gerufenen Kärntner Lyrikpreis, der mittlerweile ein Fixpunkt im Kärntner Kulturbetrieb ist und heuer zum 5. Mal vergeben wird. Teilnahmeberechtigt sind im In- und Ausland lebende Kärntnerinnen und Kärntner beider Landessprachen, wobei Mundart-Gedichte ausgeschlossen sind. Es herrscht freie Themenwahl. Jedes Jahr bewerben sich rund 200 Autorinnen und Autoren. Der Lyrikpreis ist mit 3.000,- Euro dotiert, ihm folgen zwei Preise in der Höhe von 1.500,- und 800,- Euro sowie drei weitere Geld- und sechs Anerkennungspreise. Seit 2011 wird zusätzlich ein Preis des Landes in der Höhe von 2.000,- Euro vergeben. Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft eine unabhängige Jury, der unter anderem Büchner-Preisträger Josef Winkler angehört. Die Preisvergabe und Lesung der Siegertexte durch die Autoren findet im feierlichen Rahmen im Festsaal der Stadtwerke statt. Zum Jubiläum planen die Stadtwerke eine schriftliche Dokumentation mit den bisherigen Siegertexten und Beiträgen der Jury. Die STW Klagenfurt Gruppe übernimmt seit Beginn die jährlichen Gesamtkosten für die Ausrichtung des Wettbewerbs, den sie auch in den nächsten Jahren ausschreiben und durchführen wird. Die Jury lobte das professionelle Engagement für zeitgenössische Literatur. 5

6 Ferdinand Berger & Söhne GmbH: Förderung des Europäischen Forschungszentrums für Buch- und Papierrestaurierung Das Europäische Forschungszentrum für Buch- und Papierrestaurierung wurde im März 2010 als Projekt des Vereins Buchstadt Horn gegründet und im Kunsthaus Horn angesiedelt. Es handelt sich dabei um ein einzigartiges Institut in Österreich, das sich der Restaurierung von Büchern, Dokumenten und Globen widmet. Daneben werden auch Kurse und Schulungen angeboten. Die Firma Berger ist seit 5 Generationen in Horn als Druckereibetrieb ansässig und gehört zu den größten Druckereien Österreichs. In der Stadt und Region Horn ist sie ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Berger hat den 2008 gegründeten Verein Buchstadt Horn entscheidend mitgetragen und ein privates Druckereimuseum eingerichtet. Seit 2010 unterstützt die Firma Ferdinand Berger & Söhne GmbH das Forschungszentrum in Horn durch Sponsoring und Hilfestellung beim Druck von Publikationen, von Drucksorten für internationale Konferenzen sowie von Publikationen zur Förderung der Forschung. Die Jury lobte den vorbildlichen Einsatz für die Erhaltung von Kulturgut. Maecenas-Preis: KATEGORIE III BESTES KUNSTSPONSORING LANGFRISTIGES SPONSORINGENGAGEMENT Durst Phototechnik Digital Technology GmbH: Tiroler Fotografie 75 Jahre Durst Phototechnik - Tiroler Archiv und weitere Projekte: Die Firma Durst Phototechnik ist ein Unternehmen mit zukunftsorientierter Struktur, das sich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber dem Lebensraum Tirol verpflichtet fühlt. Durst erfüllt die soziale Rolle, regionale Arbeitsplätze zu schaffen und die Ausbildung Jugendlicher zu fördern. Das Unternehmen unterstützt kulturelle Aktivitäten, soweit sie Bilder, Fotografie oder bildhafte Kunst zum Gegenstand haben und öffentliche und private Institutionen in Tirol. Durst sponsert insbesondere Fotokünstler, die aus der Europaregion Tirol stammen oder internationale Künstler, deren Werke die Europaregion Tirol zum Gegenstand haben. Künstler haben die Möglichkeit ihre Werke im Kunstpark Luis Oberrauch in Lienz oder in Brixen als Großformat-Drucke auszustellen. Das Tirol Archiv für photographische Dokumentation und Kunst wurde als Kultur-Institution für den geschichtsträchtigen Regionalraum Osttirol Südtiroler Pustertal angelegt und wird seit Jahren von der Firma Durst gefördert. Es sieht sich als einmaliger und nachhaltiger Gedächtnisspeicher der Wissenssicherung und Wissensvermittlung durch das Medium der Photographie, darunter auch mit historischen Aufnahmen und künstlerischem Bildmaterial. Es zeigt verbindende Element des Pustertales sowie die Gemeinsamkeiten innerhalb der Europaregion Tirol auf und leistet einen essentieller Beitrag zur grenzüberschreitenden Dokumentation der gesamten Landesentwicklung. Auf lokaler und regionaler Ebene wird es zu einem Identitätsfaktor, der darüber hinaus auch innovative Impulse für die photographische Kunst in Nord-, Ost- und Südtirol geben möchte. Die Schlagworte zur Zugänglich- und Bekanntmachung des kulturhistorischen Schatzes der Photographien aus Osttirol und dem Südtiroler Pustertal lauten: strategisches Sammeln, qualitativ hochwertiges Digitalisieren, langfristiges Archivieren und Vermitteln durch Internetportal, Ausstellungen und Workshops. Neben dem Tiroler Photoarchiv mit permanenten Sonderausstellungen wurden eine Vielzahl von Projekten gefördert: Belichtet Tiroler Fotografie von Fotografen 75 Jahre Durst Phototechnik, Lienzer Adventkalender, Kunstpark Luis Oberrauch, Durst Fotokunst- Wettbewerb oder der Tiroler Feueradler. Die Jury lobte das breite Engagement der Unternehmung im Bereich der Fotografie. 6

7 Anerkennungspreise: CASINOS AUSTRIA AG: Jahre Sponsorpartner der Wiener Festwochen Die 1951 gegründeten Wiener Festwochen haben sich seit ihrer Gründung den Rang eines innovativen Festivals mit internationalen Kooperationen erworben. Sie sind ein Höhepunkt im kulturellen Jahresablauf Wiens, ein Großstadtfestival, das besondere Akzente setzt und die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Schaffen in anderen Städten Europas und der Welt sucht. Während sechs Wochen im Mai und Juni ist es den Wiener Festwochen alljährlich ein besonderes Anliegen, Kulturereignisse selbst zu schaffen oder mitzugestalten, die höchstes künstlerisches Niveau mit gesellschaftsrelevanten Inhalten und Zielen verbinden. Künstlerische Vielfalt ist Trumpf. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Zeitgenossenschaft zeigt das Programm Produktionen in allen Sparten: Opern, Konzerte, Theater, Performances. Im Mittelpunkt stehen Neuinszenierungen geschätzter Klassiker wie Premieren zeitgenössischer Stücke mit internationalen Regisseuren. Darüber hinaus präsentieren Künstler und Ensembles aus der ganzen Welt gefeierte Arbeiten, oft in Originalsprache. Zum Beginn des Festivals findet alljährlich auf dem Rathausplatz die traditionelle Eröffnung der Wiener Festwochen, ein Open- Air-Spektakel bei freiem Eintritt, statt. Am 01. Jänner 1968 nahm die Österreichische Spielbanken AG, die heutige Casinos Austria AG, ihren Betrieb auf. Schon im Mai desselben Jahres begann das Sponsoring der Wiener Festwochen, das mittlerweile auf eine 45jährige Partnerschaft zurückblicken kann. Dabei ist es den Casinos Austria seit Anbeginn ein Anliegen, die Festwochen nicht nur mit namhaften Beträgen zu unterstützen, sondern auch die Öffentlichkeit für die besondere Vielfalt der Produktionen zu gewinnen. Dazu gehören zahlreiche Kooperationen, wie Werbepartnerschaften, Gewinnspiele für Gäste oder die Gestaltung der VIP Tribüne bei der Eröffnung der Festwochen am Wiener Rathausplatz. Heuer las die Preisträgerin des von den Casinos gestifteten Literaturpreis Alpha, Anna-Elisabeth Mayer, im Rahmen der Wiener Festwochen aus ihrem Werk Fliegengewicht. Die Jury lobte die Casinos Austria als langjährigen verlässlichen und nachhaltigen Partner der Wiener Festwochen. Volksbank Marchfeld e.gen.: Musikinstrumentenleasing Wir fördern den guten Ton Die Volksbank Marchfeld bietet seit dem Jahr 2003 in der Region Marchfeld unter dem Motto Wir fördern den guten Ton Kindern im Volksschulalter die Möglichkeit, kostengünstig ein Instrument zu erlernen. Die Volksbank erwirbt die Musikinstrumente, wobei sie aufgrund hoher Stückzahlen beim Einkauf eine Ersparnis von % aushandeln kann. Die Eltern der Kinder können dann ein Instrument zu einem monatlichen Pauschalbetrag von 16,- EUR inkl. Versicherung auf 2 Jahre leasen. Nach Ablauf der Zeit besteht die Möglichkeit das Instrument abzüglich der bezahlten Raten zu erwerben. Ansonsten wird das Instrument maximal einmal an ein anderes Kind und danach zum vorher berechneten Preis an örtliche Musikvereine weitergegeben. Die Eltern können das Instrument jedoch schon vor Ablauf des Vertrags jederzeit zurückgeben und die monatlichen Zahlungen stoppen. Auf diese Weise erhalten Kinder nach einer Probezeit ein neues Instrument zu einem günstigen Preis. Die Bank übernimmt das Risiko des Instrumentkaufs, ohne einen Aufschlag für Administration oder Zinsen. Der Erfolg dieser Aktion zeigt sich an der großen Nachfrage. Bisher wurden 257 Instrumente für insgesamt 350 Schüler angekauft und 37 Bläserklassen in 7 Volksschulen im Marchfeld mit Instrumenten versorgt. Die Jury lobte das nachhaltige Sponsoringengagement der Volksbank Marchfeld für die musikalische Kinder- und Jugendförderung. 7

8 MAECENAS Ö1-PUPLIKUMSPREIS Maecenas-Preis: BIERBRAUEREI SCHREMS GmbH: Kultursponsoring in Litschau Schrammel.Klang-Festival Das Theater Brauhaus wurde 1994 von Zeno Stanek gemeinsam mit Studienkollegen des Max Reinhardt-Seminars gegründet. Das Ziel war von Beginn an ein qualitätvolles Off-Theater aufs Land zu bringen und dem weit verbreiteten Sommer-Theater eine zusätzliche Facette zu geben. Der Name des Theaters bezieht sich auf den Spielort, der früher die Brauerei des Hörmannser Biers beherbergt hatte. Seit über 17 Jahren ist das Theater Brauhaus eine kreative Stätte für professionelles Theater und für viele Theaterschaffende sowie die Bevölkerung eine nicht mehr wegzudenkende Institution wurde in Litschau das Herrenseetheater erbaut, das seither als Aufführungsort für das ambitionierte Ensemble dient, das auch auf Gastspielreisen national und international reüssiert wurde das Schrammel.Klang.Festival gegründet. Es ist Genre übergreifend, verbindet Volkskultur und Literatur, Traditionelles und Unkonventionelles. Auf mehreren Naturbühnen um den Herrensee spielen gleichzeitig die berühmtesten Interpreten des Genres und im Herrenseetheater am idyllischen Strandbad wird bis spät in die Nacht musiziert. So entsteht jährlich ein mehrtägiger fast ununterbrochener, im wahrsten Sinne des Wortes "Klang" von Schrammelmusik in der Stadt Litschau und rund um den Herrensee. Ein sagenhaftes, unglaubliches, traumhaftes Musik.Natur.Theater. Die Brauerei Schrems unterstützt das Theater BRAUHAUS und die Gruppe um das Schrammel.Klang.Festival kontinuierlich und von Beginn an. Schon 1994 wurden Bier und alkoholfreie Getränke zum Wiederverkauf und zur Eigenkonsumation als Sponsoringleistung vergeben. Als Gegenleistung erhält die Brauerei neben Markenexklusivität nicht nur die übliche Logopräsenz und Aufsteller bzw. blow-ups am Veranstaltungsgelände, sondern auch die Einbindung in ungewöhnlichere Auseinandersetzungen mit der Marke. So wurde zum Beispiel ein Schremserophon entwickelt und eine der Schrammelpfad-Bühnen als Schremser Bier Bühne benannt. Anerkennungspreise: RAIFFEISEN CENTROBANK: Tiroler Festspiele Erl Der Ursprung der Tiroler Festspiele Erl liegt in der bewegten Geschichte des kleinen Dorfes im Tiroler Unterland. Seit dem 17. Jahrhundert werden dort von der Bevölkerung alle 6 Jahre Passionsspiele abgehalten erfolgte der Bau eines Passionsspielhauses durch den Architekten Robert Schuller gründete hier der Salzburger Dirigent Gustav Kuhn sein eigenes Festival mit dem Schwerpunkt der Förderung junger Musiker. Schnell entwickelte sich Erl zu einem international renommierten Festival wurde in Erl ein neues Festspielhaus für Orchester und Chorakademie, Bühnenbild, Kostümabteilung, Administration und Technik der Tiroler Festspiele Erl gebaut. Das Festspielhaus wird eine zweite Bühne für die Tiroler Festspiele Erl im Sommer, einzige Spielstätte in den Jahren der Passion und für die Tiroler Festspiele Erl im Winter sein. In der spielfreien Zeit steht das Haus als Ausbildungsstätte für alle zur Verfügung, die mit der Zukunft der Oper zu tun haben. Die Raiffeisen Centrobank ist ein führendes Investmenthaus in Österreich mit starkem Fokus auf Zentral- und Osteuropa sowie die Türkei. Bei ihren ausgewählten Sponsoringaktivitäten im Kunst- und Kulturbereich legt sie ihrer geschäftlichen Ausrichtung und ihrem Selbstverständnis entsprechend großen Wert auf Solidität, Internationalität und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, diese gelebten Werte in symbiotischer Form mit dem Sponsoringpartner umzusetzen bzw. sichtbar zu 8

9 machen. Aus diesem Grund unterstützt die Raiffeisen Centrobank unter dem Motto Immer im Einklang seit 2005 die Tiroler Festspiele Erl. Mittlerweile nimmt das Sponsoring der Festspiele den umfangreichsten Platz im Rahmen der Sponsoringaktivitäten ein. Das Engagement der Bank bezieht sich nicht nur auf die Bereitstellung finanzieller Mittel, sondern umfasst ebenso die Streuung von Informationen über die Festspiele im Umfeld des Sponsors, auch über die österreichischen Landesgrenzen hinaus. Die Tiroler Festspiele Erl bieten eine Präsentationsplattform auf höchstem künstlerischem Niveau in einem ungewöhnlichen Rahmen inmitten der ländlichen Idylle Tirols. Volksbank Gmünd e.gen.: Kunstgalerie und Kindermalwerkstatt, langjährige Unterstützung der Künstlerstadt Gmünd Die österreichischen Volksbanken haben bei ihrer Gründung vor 150 Jahren einen so genannten Förderauftrag als Bestandteil der Unternehmensphilosophie mitbekommen. Volksbanken zeichnen somit mitverantwortlich für die Entwicklung der Regionen, in denen sie arbeiten, vor allem für die Entwicklung der Region sowie die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Genossenschaftsmitglieder. Das Konzept der Stadtentwicklung von Gmünd in Kärnten Entwicklung zur Künstlerstadt soll sowohl die Wirtschaft als auch den Tourismus in einer ansonsten wirtschaftlich eher schwachen Region beleben. Die Lebendigkeit der Stadt Gmünd, die sich in vielen Jahren kontinuierlich entfaltet hat, zieht vor allem in den Sommermonaten sehr viele Gäste an. Seit 1991 unterstützt die Volksbank Gmünd die kulturellen und künstlerischen Aktivitäten der Kulturinitiative Gmünd, die im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts Künstlerstadt Gmünd stattfinden. Neben einem kontinuierlichen Sponsoring der Vereine und Initiativen gibt es von der Bank u.a. auch einen regelmäßigen Ankauf von Kunstwerken. Im Jahr 2000 errichtete die Bank durch den Umbau eines mittelalterlichen Stallgebäudes samt Nebengebäuden eine Kunstgalerie mit Kindermalwerkstatt auf eigene Kosten. Seither übernimmt die Bank auch die Betriebskosten der Galerie, in der junge, österreichische Kunst präsentiert wird. Die Organisation der Galerie sowie die Kindermaltage und die künstlerischen Weiterbildungskurse erfolgen durch die Kulturinitiative Gmünd. Seit dem Jahr 2011 finden als Ergänzung zur Galerie im renovierten mittelalterlichen Bankgebäude jeweils im Frühling und Herbst Kunstausstellungen statt. Das Jahr 2012 wurde von den Vereinten Nationen als Jahr der Genossenschaften ausgerufen die Volksbank Gmünd ist ein Beispiel für die positive Bedeutung von regionalen Genossenschaftsbanken für ihre Region, in diesem Fall für die positive Entwicklung der Künstlerstadt Gmünd. Maecenas-Preis: SONDERPREIS MAECENATENTUM Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Carl Djerassi: Djerassi Resident Artists Program Seit 32 Jahren fördert das Djerassi Resident Artists Program im Californischen Woodside alle Kunstsparten. Etwa 90 Künstler aus der ganzen Welt werden pro Jahr eingeladen, um sich in dieser Zuflucht vor den Ablenkungen der Umwelt auf ihre kreativen Projekte zu konzentrieren. Insgesamt nutzten bislang über Künstler das Angebot, um in dieser friedlichen Isolation zu arbeiten und sich von der schönen Umgebung und der Gemeinschaft mit anderen Künstlern und Programm-Mitarbeitern inspirieren zu lassen. Das Programm wurde 1979 vom emeritierten Stanford-Professor Carl Djerassi gegründet. Als Sitz der Stiftung dient eine Ranch in den Bergen von Santa Cruz, die er in den 1960er Jahren erwarb. Anlass der Stiftung war der tragische Tod seiner Tochter Pamela, einer Malerin und Dichterin, die auf der Ranch ein Haus besaß. Inspiriert von dem Maecenatentum der Florentiner 9

10 Medicis, begann er zunächst ausgewählte Künstlerinnen zu fördern und ihnen das Haus und Atelier seiner Tochter zur Verfügung zu stellen. Das Haus dient heute der Verwaltung des Resident Artists - Programms. In der Folge wurde das ehemalige Verwalterhaus der Ranch in ein Wohnhaus mit Ateliermöglichkeiten für KünstlerInnen unterschiedlicher Disziplinen umgebaut. Seit 1999 ist die ehemals private Familienstiftung eine Non-Profit-Organisation. Diese ist auch nach außen hin geöffnet, da sie in verschiedene Kooperationen eingebunden ist und regelmäßig Führungen und Veranstaltungen stattfinden. Die Jury lobte das vorbildliche Gesamtengagement. Anerkennungspreise: Benediktinerstift ADMONT: Sammlung Jenseits des Sehens Das Benediktinerstift Admont ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die aus vielen verschiedenen Unternehmen besteht, darunter einem Holz verarbeitendem Unternehmen, einem Weingut und einem Pflegeheim. Bekannt ist das Stift auch für sein Museum und seine berühmte Klosterbibliothek. Das Museum umfasst eine naturhistorische und kunsthistorische Sammlung und wurde 2003 neu eröffnet. Bei den vorangegangenen Planungen wurde eine Fortsetzung der Sammlungstradition im Bereich der Gegenwartskunst beschlossen. Diese ist fokussiert auf die hauseigene Reihe Made for Admont. Dabei werden auch für sehbehinderte und blinde Menschen konzipierte multizugängliche Kunstwerke unter dem Motto Jenseits des Sehens präsentiert. Es handelt es sich um Objekte, Bilder, Installationen und multimediale Werke, die berührt werden dürfen und mit allen Sinnen erlebbar sind. Sie lassen sich ertasten, hören, riechen und auch sehen. Für blinde Menschen ergeben sich barrierefreie Zugänge zur Gegenwartskunst und Sehende erleben Kunst einmal ganz anders und neu. Zwischen Blinden und sehenden Menschen findet ein spannender und beiderseits grenzerweiternder Prozess statt. Neben der Beauftragung eines Kurators kauft das Stift nicht nur die Kunstwerke an, sondern übernimmt auch die Kosten für die Betreuung der Künstler vor Ort, den Aufbau und finanziert umfangreiche Marketingaktivitäten von Ausstellung und Sammlung. Zu den bislang beauftragten Künstlern gehören u.a. Johannes Deutsch, Anna Jermolaewa, Constanze Ruhm oder Fabio Zolly. Die Jury lobte das vorbildliche Engagement für die barrierefreien Zugänge zur Gegenwartskunst. START-Stipendium Wien/Crespo Foundation: Kunstprojekte des START-Wien Stipendiums START ist ein Schülerstipendium für engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund. Initiatorin und Trägerin des START-Stipendiums in Österreich ist die Crespo Foundation. Neben Wien, ist das Programm auch in Vorarlberg und Salzburg vertreten. Zu den Hauptzielen des Programms gehören die Verbesserung der Entwicklungschancen von SchülerInnen mit Migrationshintergrund sowie engagierte SchülerInnen zur Wahl eines höheren Bildungsweges zu ermutigen. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus aufgrund von Leistung, Persönlichkeit und Engagement. Das Stipendium ist auf drei Jahre angelegt und bietet vielfältige Unterstützung: monatliche Zuwendung von Bildungsgeld, Laptop mit Internetzugang und Drucker, Bildungsseminare, Exkursionen, Workshops, die Möglichkeit auf zusätzliche Fördermittel sowie eine persönliche Beratung und Begleitung. In Wien gibt es zusätzlich ein jährlich wechselndes Kunstprojekt. Das Kunstprojekt wird im Rahmen des Stipendiums ermöglicht, da der Stiftung die Förderung von Kunst und Kultur als wichtiges Instrument zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung besonders am Herzen liegt. Bislang fanden Projekte in folgenden Kunstrichtungen statt: Performance, Video, Storytelling, Theater und Fotografie. Die Projekte werden mit KünstlerInnen erarbeitet und öffentlich präsentiert. Die Jury lobte das künstlerische Engagement für Jugendliche mit Migrationshintergrund. 10

11 MAECENAS-GALA 2012 ImperialKunstSalon Die Initiativen Wirtschaft für Kunst veranstalten den MAECENAS im Rahmen eines speziell konzipierten ImperialKunstSalon. Der Schlüssel dafür ist das ungewöhnliche Konzept einer Art künstlerischen tour de maison. Der Gast entdeckt auf seinem Gang durch das Haus künstlerische und kulinarische Schmankerln, wobei alle Veranstaltungsräume des Hotel Imperial sowie die Suiten einbezogen werden. Dr. Barbara Rett moderiert den Abend. In Kooperation mit dem Österreichischen Rundfunk, Martin Traxl - Leiter ORF TV-Kultur, Redaktion - Dr. Michaela Lehner und Beiträge Ines Pedoth, MSc., wurden die nominierten Projektbeispiele des MAECENAS 2012 gezeigt. Medial wurde der MAECENAS weiter von Mag. (FH) Michael Ladstätter, Leitung Ö1 Kommunikation ORF/Ö1 unterstützt. Das künstlerische Programm wurde in Kooperation mit der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien, a.o. Univ- Prof. Dr. Werner Schulze, gestaltet. Gesamtorganisation: Mag. Brigitte Kössner-Skoff. Im Rahmen des ImperialKunstSalons 2012 wird erstmalig der Soundtrack zum Smartguide Vienna präsentiert. Der Smartguide, ein multimedialer Führer durch das UNESCO Weltkulturerbe der Wiener Innenstadt, ist eine Privatinitiative der Martin Schwarz GmbH. Wien-Liebhaber können nun einen musikalischen Stadtspaziergang mit seinen Zeitsprüngen in die Vergangenheit genießen. Die musikalische Projektleitung fiel auf Hans Tschiritsch. Wiener Musik wird hier zum Teil als Straßenmusik mit einfachsten und ungewöhnlichen Instrumenten eingespielt. Insgesamt 24 Musiktitel aus 6 Jahrhunderten wurden eigens arrangiert. Von der WKO Wien Tourismus wurde das Projekt Smartguide Vienna für den Österreichischen Innovationspreis Tourismus 2012 nominiert. : Die Künstler OHR:WERK Hans Tschirtsch, Tschiritschophone Jelena Poprzan, Viola & Stimme Otto Lechner, Akkordeon Franz Haselsteiner, Akkordeon Hans Tschiritsch, der Multiinstrumentalist und Obertonsänger. Wer mit so viel Leichtigkeit die Grenzen überspringt, wer sich nicht beschränken möchte auf das, was ist, der braucht neue Ausdrucksformen, dem ist das Gegebene zu wenig. Und so ist Tschiritsch nicht nur Kompositeur und Arrangeur, sondern auch Erfinder diverser Musikinstrumente. Damit nimmt er die Zuhörer mit auf eine Reise zu unerhörten Klängen. Jenseits des Gewohnten: Otto Lechner tritt mit seiner Kunst des erweiterten Akkordeonspiels hinter Hans Tschiritsch zurück. Gemeinsam mit Franz Haselsteiner sind sie die Formation Ohrwerk. Ohrwerk macht eine Musik, die sich in vielen Traditionen bedient, vieles zitiert und neu mischt. Die Stimmvirtuosin Jelena Poprzan färbt das Trio Haselsteiner-Lechner-Tschiritsch zu neuen Klangwelten ein. 11

12 In den Royal Suiten ab Uhr zu hören: Monika Stadler, Harfe Mit ihren Kompositionen, in denen Monika Stadler in einer sehr persönlichen musikalischen Handschrift Elemente des Jazz, der Klassik, World-, Folk- und Improvisationsmusik miteinander kombiniert, bringt diese vielfach international ausgezeichnete Harfenistin frischen Wind und neue Dimensionen in die Harfenmusik. Ihr Ziel ist es immer, die Techniken des Harfenspiels ständig zu erweitern sowie den Tiefen der Seele nachzuspüren. In genialer Weise verbindet Monika Stadler höchste Musikalität mit technischer Brillanz Das Programm des MAECENAS 2012 der Initiativen Wirtschaft für Kunst in Kooperation mit dem ORF im Rahmen des ImperialKunstSalons im Hotel Imperial wurde unterstützt durch Hotel Imperial Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG Kieninger & Lagler Zipfer Das Schreiberhaus Karl Inführ Wein- und Sektkellerei Medienpartnerschaft: Radio Österreich 1 Das Hotel Imperial stellte für den Gewinnspiel-Preisträger der Ö1-Online-Abstimmung eine Übernachtung im Hotel Imperial für 2 Personen zur Verfügung. Gesamtorganisation INITIATIVEN WIRTSCHAFT FÜR KUNST Goldschmiedgasse 8/ Top 16 A-1010 Wien Tel: 01/ Fax: 01/

13 WIRTSCHAFT FÜR KUNST AUSTRIAN BUSINESS COMMITTEE FOR THE ARTS INITIATIVEN WIRTSCHAFT FÜR KUNST Die Initiativen Wirtschaft für Kunst (IWK) ist eine unabhängige Vereinigung von Unternehmen und Wirtschaftstreibenden, die sich zum Ziel gesetzt hat, sinnvolle Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kunst aufzuzeigen und zu beschreiten. Die IWK wurde 1987 nach dem Muster der international verankerten Business Committees for the Arts gegründet und entwickelte sich rasch zu einem aktiven und informierten Forum, dessen Präsenz und Strategie bei Vertretern von Wirtschaft, Kultur, Presse und Politik auf positive Resonanz stieß. Die IWK ist Gründungsmitglied und Teilorganisation von CEREC, dem European Committee for Business, Arts and Culture mit Sitz in Brüssel. Seit der Gründung 1987 haben sich den INITIATIVEN WIRTSCHAFT FÜR KUNST zahlreiche Unternehmen der österreichischen Wirtschaft angeschlossen. Sie alle stehen für ein individuelles Profil ihrer Unternehmenskultur und können zum Teil auf eine langjährige Tradition eines eigenen Sponsoringkonzeptes zurückblicken. Sie alle verbindet die Erkenntnis, im Dialog mit der Kultur unverzichtbare Impulse für kreatives und unkonventionelles Denken und Handeln zu erhalten. Gleichzeitig repräsentieren sie insgesamt die große Vielfalt möglicher Kooperationsformen zwischen Kultur und Wirtschaft, die heute in Österreich besteht. Akademische Druck- und Verlagsanstalt AVL-List GmbH Casinos Austria AG diamond:dogs webconsulting gesmbh ERSTE Bank der oesterreichischen Sparkassen AG ETAS High Tech Hardware Systems GmbH GfK Austria GmbH Flughafen Wien AG Fritz Schömer Ges.m.b.H. Hotel Imperial, Wien Management Club ORF Vereinigung Österreichischer Industrieller Wiener Stadtwerke Holding AG Vienna Insurance Group Wirtschaftskammer Österreich Für weitere Informationen: Mag. Brigitte Kössner-Skoff Initiativen Wirtschaft für Kunst Goldschmiedgasse 8/ Top 16 A-1010 Wien Tel: 01/ Fax: 01/

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