CAREER CALLING 12. Die Karrieremesse der WU, TU Wien und BOKU Do., , Austria Center Vienna Alle Infos zum großen Karriere-Event!

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1 CAREER CALLING 12 Die Karrieremesse der WU, TU Wien und BOKU Do., , Austria Center Vienna Alle Infos zum großen Karriere-Event! Eine Veranstaltung des Hauptsponsoren Mediapartner

2 Inhalt Geleitwort von Wissenschaftsminister Töchterle Bachelor und der Arbeitsmarkt... 4 Rektor/inn/en im Gespräch Persönliche Begeisterung, Engagement und eine solide Ausbildung CEO Corner Österreichs Spitzenmanager/innen: Ihr persönlicher Werdegang Fotos: ZBP Employability von Hochschulabsolvent/inn/en Was ist neu?... 8 Die Sponsoren Was sie Absolvent/inn/en bieten und was sie von ihnen erwarten Aussteller Alle Firmen, alle Ansprechpartner/innen inkl. Messeplan Die Berufung zum Beruf machen Career Calling 2012 Career Center Zwischen Universität und Arbeitsmarkt Task/Headhunting Willkommen in der Welt zwischen Anspruch und Wirklichkeit Trends Arbeitswelt Traumjob Durch die Career Calling zum Traumjob Bewerbungsunterlagen Gut beworben ist halb gewonnen Career Center Gute Leute werden immer gesucht! Career Center WU ZBP Career Center Alumnidachverband der Universität für Bodenkultur TU Career Center Die Karriere ruft wieder! Bereits zum 26. Mal findet heuer am 15. November die Career Calling die Karrieremesse der WU, TU Wien und BOKU statt. Auf Sie als Besucher/in warten 160 Unternehmen, die sich Ihnen, wie auch in den letzten Jahren, im Austria Center Vienna auf zwei Ebenen präsentieren und Sie als zukünftige/n Nachwuchsmitarbeiter/in kennenlernen möchten. Ein bunter Branchenmix voller Karrierechancen Praktika, Jobeinstieg, Young Professionals, Vollzeit, Teilzeit: Alles ist dabei. Gut vorbereitet ist halb gewonnen Schon der Volksmund sagt: Vorbereitung ist die halbe Miete und in puncto Bewerben liegt er damit definitiv richtig. Mit prägnanten Bewerbungsunterlagen, wohl überlegten Fragen an die Unternehmensvertreter/innen am Messestand und einem authentischen und passenden Auftreten können Sie sich abheben und als Bewerber/in positiv in Erinnerung bleiben. Lesen Sie in diesem Messemagazin nach, mit welchen Tipps und Tricks Sie sich optimal auf einen erfolgreichen Messetag vorbereiten können. Bleibt alles anders Neben Gesprächen an den Ständen der ausstellenden Unternehmen, die in jedem Fall im Mittelpunkt des Messegeschehens stehen sollen, erwartet Sie ein vielseitiges Rahmenprogramm. Für jeden Geschmack ist etwas dabei! Wie in den Vorjahren finden auch heuer wieder Firmenpräsentationen ausstellender Unternehmen und ein kostenloses Bewerbungs fotoshooting statt. Aber natürlich hat es auch Neuerungen gegeben: Freuen Sie sich erstmals auf anregende Diskussionsrunden österreichischer Spitzenmanager/innen zu den Themen The world is not enough oder Wie wird man CEO, moderiert von Karin Bauer, DER STANDARD. Als kleinen Vorgeschmack finden Sie Kurzportraits der diskutierenden CEOs auf den folgenden Seiten. Zudem erwartet Sie als besonderes Highlight Wissenschaftsminister Töchterle im Gespräch mit den Rektor/inn/en der WU, TU Wien und BOKU über Chancen am Arbeitsmarkt. Starten Sie Ihre Karriere Wir freuen uns sehr, Sie in diesem Jahr als Besucher/in auf der Career Calling, Österreichs größter Karrieremesse, begrüßen zu dürfen. Treten Sie in Kontakt mit heutigen Top-Unternehmen, die auf der Suche nach den morgigen Right Potentials sind und starten Sie in Ihren Traumjob. Mit unserem Messemagazin können Sie sich optimal auf den Messetag einstimmen und sich auf Ihre Wunschunternehmen vorbereiten. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Ihre Ursula Axmann und Heike Schreiner Geschäftsführerinnen des WU ZBP Career Center Impressum und Offenlegung CAreer CAllInG erscheint als Promotionbeilage zur Tageszeitung der Standard in Kooperation mit dem WU ZBP Career Center; eigentümerin (100 %) / Medien - inhaberin, Verlagsort und Verwaltungsadresse: Standard Verlagsgesellschaft m.b.h., 1010 Wien, Herrengasse 19 21; Offenlegung gem. 25 Abs. 2 und 3 MedienG siehe: Hersteller, Herstellungs- und erscheinungsort: Niederösterreichisches Pressehaus, Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.h., Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten; Koordination, layout, Produktion: Gerda Lasser, Tanja Guttmann; Bildbearbeitung: Otto Beigelbeck, Lukas Friesenbichler; Text: WU ZBP Career Center; Projektverantwortung: Michael Kaiser, Herrengasse 19 21, 1014 Wien, Telefon: +43 (0)

3 4 Geleitwort Persönliche Begeisterung, Engagement und eine solide Ausbildung Foto: BMWFL.Hilzensauer Die Rektor/inn/en der WU, TU Wien und BOKU im Gespräch über die Erfolgs garanten für eine gelungene Karriere, Praktika neben dem Studium und die Bedeutung der Work Life Balance. Bachelor und der Arbeitsmarkt Seit über einem Jahrzehnt wird mit der Harmonisierung des europäischen Hochschulraums ein neues System an Österreichs Universitäten und Fachhochschulen Realität. Die jetzt dreistufige Studienarchitektur mit den akademischen Abschlüssen Bachelor, Master und PhD hat unter anderem zum Ziel, den Studierenden mehr Flexibilität in der Gestaltung des Studiums zu ermöglichen. Das Einende dieses Bologna-Prozesses sind die gemeinsamen Ziele, etwa die verstärkte Mobilität und die erhöhte Durchlässigkeit durch die vergleichbaren Abschlüsse. Nicht zuletzt fördert die neue Studienarchitektur das lebenslange Lernen und eine Orientierung an den Erfordernissen der Berufswelt. Verständlicherweise gab und gibt es bei der Umsetzung dieses ambitionierten Prozesses unterschiedliche Geschwindigkeiten, Anforderungen und Herausforderungen, doch ist Österreich wie der begleitende Monitoring-Prozess des Wissenschaftsministeriums beweist bei der Realisierung der Bologna-Ziele europaweit gut unterwegs. Sowohl die Universitäten als auch die Fachhochschulen haben in den vergangenen Jahren ihre Studien weitestgehend auf die Bachelor/Master-Architektur umgestellt und sehen sich auch in vielen anderen Bereichen, etwa der Mobilität, als Bologna-Vorreiter. Dies wird Österreich regelmäßig durch internationale Studien und Berichte attestiert. Mit dem Bachelor beginnt ein neues Zeitalter maßgeschneiderter Hochschulstudien, wobei vor allem auch die konkreten Bedürfnisse der Wirtschaft Berücksichtigung finden können. Der Bachelor ist der erste akademische Abschluss einer tertiären Ausbildung und somit die hochqualifizierte akademische Basis für eine wissenschaftliche Karriere oder den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung hat daher beim Bachelor ihr Übriges getan: Bachelor- Absolvent/innen stehen im öffentlichen Dienst alle Akademiker/innen- Funktionen bis zur Sektionsleitung offen. Die österreichischen Hochschulen sind bestrebt, die Anforderungen, welche an den Bachelor gestellt werden, bestmöglich umzusetzen und haben hier bereits ausgezeichnete Studienangebote entwickelt. Die breit angelegte Bachelorausbildung während des Studiums kombiniert kürzere Ausbildungszeiten mit internationaler Attraktivität und vermittelt in einer ausgewogenen Mischung wissenschaftliche Grundlagen und Anwendungswissen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass der Bachelor in Wirtschaft und Gesellschaft immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird und die Bachelor-Absolvent/innen aufgrund ihrer praxisnahen (Aus-)Bildung sich immer besser in den Arbeitsmarkt integrieren. o. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Foto: Christian Fischer Christoph Badelt, Rektor WU 1970 hat Christoph Badelt sein Volkswirtschaftsstudium an der Hochschule für Welthandel, der heutigen WU, begonnen, 1974 folgte die Sponsion, 1976 die Promotion. Im Studienjahr 1981/82 war Christoph Badelt das erste Mal als Gastdozent an der University of Wisconsin, USA. Seine Habilitation für Sozialökonomie, Wirtschafts- und Sozialpolitik erhielt er 1984, das Studienjahr verbrachte er als Gastprofessor wieder an der University Wisconsin. Nach Rufen an die Universität Köln und an die Universität der Bundeswehr München wurde Christoph Badelt 1997 als Professor für Wirtschafts- und Sozialpolitik an die WU berufen. Von 1998 bis 2002 war er Vizerektor für Infrastruktur, seit März 2002 ist er Rektor der WU. Als größte Herausforderung im kommenden Studienjahr sieht er den Umgang mit der Problematik der Engpässe in den Masterstudien an der WU. WOrDrAP: Freizeit/Hobbies: Radfahren, Musik Zuletzt gelesen habe ich: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson Auf folgende Frage hätte ich gerne eine Antwort: Wann kommt die österreichische Hochschulpolitik endlich zur Vernunft? UND: Wie viele Ameisen gibt es auf der Welt? Drei Worte, die mich beschreiben: Das sollen lieber andere beurteilen!

4 Rektor/inn/en im Gespräch 5 Schnell Studieren vs. Praxiserfahrung: Wie wichtig sind Praktika für den Berufseinstieg? Sabine Seidler: Als Ergänzung zur Grundausbildung sind sie sehr wichtig. Lernt man auch praktisch, bleibt man down to earth. Martin Gerzabek: Ich sehe keinen Widerspruch zwischen Schnell-Studieren und Praxis erfahrung. Diese kann man sich in den studienfreien Zeiten erwerben. Christoph Badelt: Praktika sind sicher ganz wichtig. Aber sie sind keine Erklärung für ein überlanges Studium. Was zeichnet ein gutes Praktikum aus? Martin Gerzabek: Ein gutes Praktikum ist eines, das im zumindest weiteren Umfeld des angestrebten Berufsfeldes durchgeführt wird, und das sowohl gut fachlich begleitet wird als auch Freiräume für erstes eigenständiges Handeln bietet. Christoph Badelt: Erfahrungen, die man in künftigen Positionen verwenden kann und die einen Zusammenhang zwischen Studieninhalten und Berufstätigkeit herstellen, zeichnen ein gutes Praktikum aus. Sabine Seidler: Ein Praktikum soll Herausforderung, Wissensvermittlung sowie Erfahrungsaustausch und Wertschätzung sein. Was sind die tragenden Elemente einer gelungenen Karriere? Christoph Badelt: Persönliche Begeisterung, Engagement und eine solide Aus - bildung. Sabine Seidler: Ausbildung, Kompetenz, Disziplin und Menschenkenntnis. Martin Gerzabek: Konsequenz, absolute Zuverlässigkeit und das Halten der eigenen Qualitätsansprüche. Von Karriereplanungen halte ich aus eigener Erfahrung wenig. Wichtig ist, Chancen zu ergreifen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Das Spannendste an Ihrer Tätigkeit als Rektor/in in zwei Sätzen? Sabine Seidler: Die Herausforderung und die Chance, mit sehr vielen verschiedenen Persönlichkeiten mit hoher Lösungskompetenz zu diskutieren, und die Ergebnisse ins Management der Universität zu übertragen. Christoph Badelt: Eine Universität gestalten zu können. An der Ausbildung der nächsten Generation mitwirken zu können. Martin Gerzabek: Mit den Kolleg/inn/en inhaltliche Weichen zu stellen und diese strategisch zu unterstützen. Besonders spannend sind auch Berufungsverfahren für Professuren, da diese Auswirkungen auf die Entwicklung der Universität haben. Kopfarbeit braucht auch Müßiggang: Wie klappt Ihre Work Life Balance? Christoph Badelt: Gott sei Dank gut, sonst könnte ich nicht schon seit mehr als zehn Jahren Rektor sein. Martin Gerzabek: Mir ist es z. B. wichtig, an den Wochenenden nur wenige berufliche Termine zuzulassen. Mindestzeiten mit der Familie, aber auch für Hobbies müssen eingeplant werden. Sabine Seidler: Meine Work-Life-Balance klappt gut weil ich große Unterstützung durch meine Familie habe. Das schafft den nötigen Ausgleich. Zu Ihrer Studienzeit: Waren Sie immer ein/e engagierte/r Student/ in oder gab es auch Hänger"? Martin Gerzabek: Das Studieren war mein Beruf und so konnte ich auch das Diplomstudium sehr rasch abschließen. Sabine Seidler: Ich war immer sehr diszipliniert und konzentriert. Allerdings alles zu seiner Zeit, selbstverständlich ist auch bei mir das Vergnügen im Studium nicht zu kurz gekommen. Christoph Badelt: Ich habe in der Mindestzeit zum Magister studiert. Würden Sie jetzt studieren: Wie würden Sie die Angebote der Career Calling nützen? Christoph Badelt: Ich würde die Career Calling auf alle Fälle nützen, weil dort die notwendige Info in einer überaus verdichteten Form geboten wird. Martin Gerzabek: Mit Sicherheit würden mich die Angebote der Career Calling sehr ansprechen. Sie kann insbesondere noch eine Orientierung für erstrebenswerte Zusatzqualifikationen geben. Sabine Seidler: Vernetzung und Kontaktpflege sind bei der Karrieregestaltung immens wichtig. Die Career Calling ist dafür eine geeignete Initiative, mithilfe derer der Berufsweg erfolgreich beschritten werden kann. Hingehen, Informationen abholen und Kontakte knüpfen ich empfehle, solche Angebote zu nutzen. Foto: Christian Fischer Foto: Christian Fischer Sabine Seidler, Rektorin TU Wien Von 1984 bis 1989 war Sabine Seidler wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Werkstoffwissenschaft der Technischen Hochschule Merseburg. Im November 1989 promovierte sie dort. Danach folgten eine mehrjährige wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Werkstoffwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und Gastaufenthalte an der Ruhr- Universität Bochum am Institut für Experimentelle Mechanik. Im September 1996 wurde sie als ordentliche Professorin für Nichtmetallische Werkstoffe an die Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissen schaften der TU Wien berufen, im Mai 1997 folgte die Habilitation im Fachgebiet Werkstofftechnik. Von Februar 2000 bis September 2007 war Sabine Seidler Leiterin des Instituts für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie der TU Wien. Im Oktober 2007 wurde sie zur Vizerektorin für Forschung bestellt, seit Oktober 2011 ist sie Rektorin der TU Wien. Zur größten Herausforderung im kommenden Jahr sagt sie: Wir werden an unseren Hauptaufgaben, der Sicherung der Qualität in Lehre und Forschung, arbeiten, dies ist unter den gegebenen bzw. zu erwartenden Rahmenbedingungen Herausforderung genug. WOrDrAP: Freizeit/Hobbies: Lesen, Radfahren, Kochen, Backen Zuletzt gelesen habe ich: Auf Treu und Glauben von Donna Leon Mein lebensmotto: Es gibt für jedes Problem eine Lösung, man muss sie nur suchen wollen. Drei Worte, die mich beschreiben: zielstrebig, lösungsorientiert, diszipliniert Martin H. Gerzabek, Rektor BOKU Das Studium der Landwirtschaft an der BOKU schloss Martin H. Gerzabek 1985 ab. Zwei Jahre später promovierte er auch dort. Neben seiner wissen - schaftlichen Mitarbeit am Institut für Landwirtschaft des Öster reichischen Forschungszentrums Seibersdorf und Lektoratstätigkeit an der BOKU erhielt er 1993 auch die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Boden kunde und ist seit 2001 Professor für Umwelttoxikologie und Isotopen anwendung am Institut für Bodenforschung an der BOKU. Von 2003 bis 2010 war er Vizerektor für Forschung, von Jänner 2009 bis Jänner 2010 geschäftsführender Rektor. Seit Februar 2010 ist Gerzabek Rektor der BOKU. Die größte Herausforderung im kommenden Studienjahr: Der Abschluss einer Leistungsvereinbarung , die der BOKU eine zumindest gute Entwicklung ermöglicht, wie es ihren exzellenten Kennzahlen im Lehr- und Forschungsbereich und ihrer Bedeutung für die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft zukommt. WOrDrAP: Freizeit/Hobbies: Kochen, Segeln, Natur sowie Gartenarbeit Zuletzt gelesen habe ich: L.E. Weber, J.J. Duderstadt (2012): Global Sustainability and the Responsibilities of Universities, Economica, Glion Colloquium Series No. 7 Mein lebensmotto: Veränderungen aktiv mitgestalten und meinen Grundsätzen dabei immer treu bleiben. Auf folgende Frage hätte ich gerne eine Antwort: Wie wird die Welt in 100 Jahren aussehen? Drei Worte, die mich beschreiben: vertrauensvoll, konziliant, konsequent

5 6 CEO Corner Österreichs Spitzenmanager/innen: CEOs im Talk: Wie wird man CEO?, 11:00 12:00 Uhr Meetingpoint Mag. Bettina Glatz-Kremsner Mag. leopold Kühmayer Chief Financial Officer, Casinos Austria und Österreichische lotterien Partner, TPA Horwath Wirtschaftstreuhand und Steuerberatung GmbH Foto: Rita Newman Mag. Bettina Glatz-Kremsner studierte Handels wissenschaften in Wien startete sie ihre berufliche Laufbahn bei den Österreichischen Lotterien und wurde Geschäftsführerin der ungarischen Tochtergesellschaft Lotto Union (bis 1996). Danach wurde sie Assistentin des Vorstandes von Casinos Austria und war für Synergien zwischen Casinos Austria und den Lotterien zuständig. Seit 2006 ist sie im Vorstand der Lotterien, seit 2010 im Vorstand von Casinos Austria, seit 2011 im Vorstand von Casinos Austria International. Foto: TPA Horwath Mag. Leopold Kühmayer ist gebürtiger Niederösterreicher und bereits seit 20 Jahren bei TPA Horwath tätig. Derzeit ist er Leiter des Umsatzsteuer-Kompetenz-Centers, weitere fachliche Schwerpunkte liegen in der Beratung von Immobilienunternehmen und Unternehmen in Zentral- und Osteuropa startete er seine Karriere nach seinem Betriebswirtschaftsstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien bei TPA Horwath, wo er 2005 Partner wurde und seit 2009 Mitglied im CEE Management Team ist. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? Ich habe die Lotterien von Beginn an als Unternehmen erlebt, das Leistung, ungeachtet des Geschlechts, in den Mittelpunkt stellt und sehr dynamisch und innovativ agiert. Und ich habe bei den Lotterien und später auch bei Casinos Austria ein tolles Team und auch spannende Herausforderungen gefunden, wie sie mir möglicherweise kaum ein anderes Unternehmen hätte bieten können. Welche (Soft) Skills sind für eine erfolgreiche Führungskraft essentiell? Ich halte Fachkompetenz für unerlässlich, verknüpft mit der Bereitschaft, an diesem Know-how immer weiter zu arbeiten, verbunden mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Ziele vorzugeben. Und man sollte Mitarbeiter/innen für Vorhaben begeistern und sie Anteil am Erfolg haben lassen können. Haben Sie die CFO Funktion mit Ehrgeiz angestrebt? Diese Funktion war für mich nie ein erklärtes Ziel. Ich halte die Position als CFO als Ziel zu definieren auch nicht für opportun. Dieser Zugang sollte sich über das Interesse an der Materie und die steigende Kompetenz ergeben. Und wenn man dann Skills wie Verantwortungsbereitschaft mitbringt, entsteht der Führungsanspruch fast von selbst. Was ist die größte Herausforderung beim Führen eines Unternehmens? Als Mitglied des CEE Management Teams ist eine meiner wichtigsten Herausforderungen, zehn Länder, die sich in verschiedenen wirtschaftlichen Situationen befinden, die unterschiedliche Themen beschäftigen und die ihren individuellen kulturellen Hintergrund mitbringen, zum gemeinsamen Erfolg zu führen. Dies erfordert wirtschaftliches Geschick, ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und kulturelles Einfühlungsvermögen. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? Bei TPA Horwath können Mitarbeiter/innen rasch Verantwortung übernehmen und der persönliche Einfluss auf die Arbeit nimmt rasch zu. Man kann also den eigenen Beitrag im Gesamtwerk sehen. Dies, in Kombination mit einem erfolgreichen Team und der Dynamik neuer Leistungen und Märkte, führt zu vielen Karrieremöglichkeiten. Karriere 2020: Welche Veränderungen kommen auf uns zu? Die Arbeitswelt wird weiter an Komplexität zunehmen. Soziale und interkulturelle Kompetenz wird noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Persönlichkeiten, die mit konstanter Veränderung gut umgehen können und mutig neue Wege suchen, werden erfolgreich sein. Tatjana Oppitz Generaldirektorin der IBM für Österreich Mag. evelyn Schödl General Manager, GlaxoSmithKline Foto: IBM Österreich Tatjana Oppitz, 1962 in Indien geboren, ist seit Jänner 2011 Generaldirektorin der IBM für Österreich. Die Handelswissenschafterin war bei ihrem Eintritt in die IBM 1989 eine der ersten Frauen im Vertrieb. Seither ist Tatjana Oppitz für die IBM national wie international in unterschiedlichen Managementfunktionen tätig, unter anderem zeichnete sie bis Ende 2010 für den Vertrieb in Zentral- und Osteuropa verantwortlich. Tatjana Oppitz setzt sich seit vielen Jahren stark für Frauenförderung und Diversity ein. Foto: gsk Nach sieben Jahren im Außendienst bei Grünenthal Pharma bin ich 1998 als Product Manager bei Smith- Kline Beecham eingestiegen. Im Zuge des Mergers Ende 2000 zu GlaxoSmithKline wurde ich Group Product Manager und schließlich Business Unit Director Retail. Nach zwei Jahren als GM in Slowenien wurde ich Ende 2009 zum General Manager und zur Vizepräsidentin in Österreich bestellt. Ich bin im Vorstand der Pharmig und seit Anfang 2011 Präsidentin im FOPI, Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? IBM ist ein globales Unternehmen, das mit Hilfe von Technologie und Know-how Lösun gen für eine smartere Welt entwickelt. Diese gesellschaftliche Relevanz ist der Grund, warum ich mich immer wieder für IBM entscheiden würde. Das Unternehmen erfindet sich seit der Unternehmensgründung vor mehr als hundert Jahren ständig neu, Transformation ist also Teil unserer DNA. IBM stellt aber auch sicher, dass Veränderungen auf einem stabilen Wertegerüst basieren. Das Geheimnis Ihres Erfolges? Harte Arbeit, ganz klar. Aber es ist zu wenig, wenn diese harte Arbeit hinter verschlossener Tür passiert. Meinen Mentees gebe ich daher mit: Sucht euch Baustellen, also Projekte, in denen es nicht rund läuft und stellt eure Problemlösungskompetenz unter Beweis. Es gehört Mut dazu, sich aus seiner eigenen Komfortzone herauszubewegen. Welche (Soft) Skills sind Ihrer Meinung nach für eine erfolgreiche Führungskraft essentiell? Leadership-Kompetenzen sind aus meiner Sicht keine Soft Skills, sondern die harte Basis jeglichen Geschäftserfolges. Dazu kommen fachliche Kompetenz und Branchen-Knowhow. Eine erfolgreiche Führungskraft vereint alle drei Elemente. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? Die Arbeit in der Pharmaindustrie ist sehr spannend: Das Umfeld ändert sich rapide und es gibt immer wieder neue Herausforderungen. GlaxoSmithKline nimmt eine Vorreiterrolle innerhalb der Industrie ein. Wir sind transparent und leben gesellschaftliche Verantwortung. So haben wir z. B. als erstes Pharmaunternehmen alle Studien auf der Website veröffentlicht. Besonders entgegen kommt mir die visionäre Führung, das Empowerment der Mitarbeiter/innen und unser neues Geschäftsmodell. Welche (Soft) Skills sind für eine erfolgreiche Führungskraft essentiell? Entscheidungsfreude, Risikobereitschaft und ein Gefühl für sowie eine Verbindung mit den Mitarbeiter/inne/n. Haben Sie die GM-Funktion mit Ehrgeiz angestrebt? Ich hatte nie einen Karriereplan. Das Wesentliche war für mich immer: Welcher Job interessiert mich und macht es mir Spaß? Durch diesen Fokus ist es mir auch relativ leicht gefallen, ins kalte Wasser zu springen und ein gewisses Risiko zu nehmen. In etwa alle drei Jahre wurden mir neue Herausforderungen angeboten, das hat mich dorthin gebracht, wo ich heute bin.

6 CEO Corner 7 Ihr persönlicher Werdegang CEOs im Talk: The world is not enough, 15:00 16:00 Uhr Meetingpoint Dr. Günther Helm Jürgen leiße Generaldirektor der Hofer KG GF Kraft Foods (Mondele z International) Deutschland, Österreich & Schweiz (DACH) Foto: Hofer KG Als promovierter Jurist hatte ich ursprünglich eine Karriere als Anwalt geplant, mein Interesse für die Privatwirtschaft und die Faszination für das Diskontprinzip haben mich aber zu Hofer geführt. Ich durchlief die typischen Managementpositionen unseres Unternehmens: von der Einstiegsposition Regionalverkaufsleiter über Aufgaben im Verkauf bis hin zur Position des Geschäftsführers in Griechenland und der Schweiz. Seit dem Jahr 2010 bin ich Generaldirektor der Hofer KG. Foto: Kraft Foods (Mondele z International) Jürgen Leiße ist seit August 2010 Geschäftsführer von DACH. Seine Laufbahn bei Kraft Foods begann 1987 in Lörrach. Auf zwei Jahre als Ingenieur (Produktentwicklung & Qualitätssicherung) folgten in Bremen Positionen im PCM, Einkauf, Logistik, Marketing und Vertrieb ( ). Leiße war ein Jahr Projektleiter, Internal Consulting in Bremen & Moskau be vor er Sales Director in Prag wurde. Ab 2005 war er Vice President Sales & Logistics in Singa pur wurde er Managing Director Strategic Projects in Bremen. Wie schaut der typische Tagesablauf von Ihnen aus? Zur Führung eines Unternehmens gehören Strategie, Management, Controlling und Mitarbeiter/innenführung das macht jeden Tag anders und spannend. Die Woche startet meist in der Hofer-Zentrale, wo wir die Sortiments-Strategie abstimmen, Leistungen besprechen und Verkostungen mit unseren Mitarbeiter/inne/n durchführen, denn wir legen höchsten Wert auf die Qualität unserer Produkte. Der Rest meiner Zeit ist geprägt von Arbeitsbesuchen in Österreich und meinem weiteren Verantwortungsgebiet von Genf bis Budapest. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? Hofer bietet jungen, engagierten Menschen die Möglichkeit, vom ersten Arbeitstag an mitgestalten zu dürfen. Diese Verantwortung, die den Mitarbeiter/inne/n anvertraut wird, und die Freude am Umgang mit Menschen faszinieren mich bis heute. Wer Spaß daran hat, et was bewegen zu können, kommunikativ und offen für Neues ist, ist bei Hofer genau richtig! Wie wichtig ist internationale Erfahrung für Bewerber/in - nen, um eine Karriere in Ihrem Unternehmen zu beginnen? Die Erfahrung der Bewerber/innen ist nicht so entscheidend wie die Einstellung, Er fahrungen machen zu wollen. Auslandsaufenthalte sind bei uns kein Muss, aber eine attraktive Chance, da wir Entwicklungsmöglichkeiten von Europa über die USA bis nach Australien bieten. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? Wir haben starke Marken im Portfolio, die traditionsreich und gleichzeitig innovativ sind und uns im Alltag begegnen. Unsere Mitarbeiter/innen setzen sich täglich mit Lei denschaft und Teamwork dafür ein, den Konsumenten einzigartige Genussmomente zu schenken. Mir macht es Spaß, in so einem Umfeld zu arbeiten und mit meinen Teams neue Wege auszuprobieren. Bei uns hat jede/r Mitarbeiter/in die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, egal in welcher Karrierestufe er/sie sich befindet. Wie wichtig ist Auslandserfahrung für die Karriere? Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll ein Perspektivenwechsel in ein anderes kulturelles Umfeld ist. Daher würde ich jedem/jeder Bewerber/in dazu raten, sofern er/ sie die Chance hat, im Rahmen des Studiums eine Zeit im Ausland zu leben. Ich bin davon überzeugt, dass die Erfahrung, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, enorm wichtig ist, um sich weiterzuentwickeln. Daher ist eine internationale Erfahrung wünschenswert, wenn auch nicht zwingend erforderlich. Karriere 2020: Welche Veränderungen kommen auf uns zu? Aus meiner Sicht sind das: Erhöhte Flexibilität, Mobilität aber auch Individualisierung. Zudem wird Diversity weiterhin an Bedeutung gewinnen. Klaus Malle Mag. Markus Pichler Foto: Klaus Malle Country Managing Director, Accenture Österreich Klaus Malle studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität in Wien sowie an der Universitá L. Bocconi in Mailand. Nach seiner Ausbildung war er Manager für Olivetti in London und Mailand und wechselte 1991 in die Beratungsbranche zu Accenture, dem weltweit führenden Partner für Transformationsprozesse. Seit acht Jahren steht Klaus Malle als Country Managing Director an der Spitze von Accenture Österreich. Foto: Unibail-Rodamco Managing Director Austria, Unibail-rodamco Seit Oktober 2008 leitet er die Österreich-Niederlassung des größten europäischen Immobilienkonzerns, Unibail-Rodamco. Damit ist er für die zwei größten österreichischen Einkaufszentren, die Shopping City Süd und das Donauzentrum, verantwortlich. Zusätzlich wird von Pichler und seinem Team auch die Slowakei von Wien aus betreut. Nach seinem Studium an der WU begann Pichler in der Markenartikelindustrie und war dann mehr als 15 Jahre bei internationalen Konzernen (Procter & Gamble, Red Bull, McDonald s) im In- und Ausland im Marketing und Vertrieb tätig. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? In den mehr als 20 Jahren bei Accenture war kein Tag wie der andere. Jedes Projekt, jeder Kunde ist einzigartig. Bei uns arbeiten Managementberater/innen mit Technologie- und Outsourcingspezialisten unter einem Dach zusammen, somit stellen wir sicher, dass wir immer das große Ganze im Blick haben. Darüber hinaus bietet das Unternehmen ein attraktives Karrieremodell mit schnellen Entwicklungsmöglichkeiten. Wie wichtig ist Auslandserfahrung für die Karriere? In der heutigen Arbeitswelt geht es mehr denn je um Internationalität. Wir suchen daher nach Kandidat/inn/en, die eine erfolgreiche akademische Ausbildung und erste berufliche Erfahrungen aufweisen gepaart mit analytischen, konzeptionellen und kommunikativen Fähigkeiten. Ich empfehle daher allen Studierenden, auch Praktika im Ausland zu absolvieren, um bereits frühzeitig entsprechende Erfahrung zu sammeln. Karriere 2020: Welche Veränderungen kommen auf uns zu? Gerade in der Beratung werden Projekte immer globaler, Grenzen verschwinden. Dies erfordert von unseren Mitarbeiter/inne/n ein großes Maß an Mobilität und Flexibilität sowie die Fähigkeit, anderen Kulturen offen gegenüberzutreten. Bei Accenture arbeiten deshalb ganz bewusst interkulturelle Teams interdisziplinär zusammen. Warum würden Sie sich jederzeit wieder für Ihr Unternehmen entscheiden? Unibail-Rodamco bietet spannende lokale Aufgaben und Projekte z. B. die Renovierung der Shopping City Süd eingebettet in ein europäisches Konzernumfeld. Das Unter nehmen bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und ist bereit, Mitarbei - ter/inne/n frühzeitig sehr viel Verantwortung zu übertragen. Wie wichtig ist Auslandserfahrung für die Karriere? Natürlich ist es hilfreich, wenn jemand schon internationale Erfahrung, z. B. Auslandssemester oder Praktika, gemacht hat schließlich würde er/sie auch bei uns in einem internationalen Umfeld arbeiten. Aber schlussendlich muss ein/e Bewerber/in durch seine/ihre Persönlichkeit überzeugen! Karriere 2020: Welche Veränderungen kommen auf uns zu? Manager/innen müssen ein Mehr an Informationen in kürzerer Zeit verarbeiten. Gesamtwirtschaftliche Rahmen bedingungen werden volatiler und damit wird Planung nicht gerade einfacher regelmäßiges kritisches Hinterfragen der selbst getroffenen An - nahmen wird zum Muss. Und Führungskräfte dürfen trotz vielfältiger digitaler Tools die direkte Kommunikation mit Mitarbeiter/inne/n nicht vernachlässigen sondern sollten sie intensivieren, damit sichergestellt ist, dass alle am gleichen Strang ziehen.

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