Barometer Konjunktur- und Zinsperspektiven

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1 Februar Mai 2011 Barometer Konjunktur- und Zinsperspektiven Februar 2011 Autoren/Ansprechpartner: Volkswirtschaft und Research IKB Deutsche Industriebank AG Dr. Kurt Demmer, Chefvolkswirt Dr. Klaus Bauknecht, Ökonometrie/Kapitalmarkt Dr. Carolin Vogt, Konjunktur Lindsay Burger Ralf Heidrich Margit Hogenkamp Dr. Günter Kann Lars Kolbe Robert Gülpers, Corporate Analysis Timo Schlichting, Corporate Analysis Petra Heidrich, Redaktion/ grafische Umsetzung Konjunktur: Stimmungseintrübung im Euroraum, aber Aufschwung bleibt intakt 2 Stimmung im Euroland leicht eingetrübt Deutsche Unternehmen weiter im Stimmungshoch Industriekapazitäten nahezu ausgelastet Investitionsschub wird erwartet Unternehmen werden wieder mehr Kredit benötigen 4 Bisher keine Kreditklemme Erwarteter Investitionsschub wird Nachfrage nach Krediten erhöhen Basel III erhöht Druck auf Banken Zinskonditionen werden sich verteuern Kapitalmärkte: US-Geldpolitik gibt dem Greenback wenig Unterstützung, der US-Schuldenberg trübt das Wachstumsbild 6 Fed bleibt bei Nullzinspolitik US-Dollar erhält keinen Auftrieb Kritische US-Verschuldungsdynamik Nicht überzeugendes US-Wachstumsmodell Negativer Rating-Outlook erhöht Konsolidierungsdruck Griechenlands Schuldenkrise: Ein Haircut wäre keine effiziente Lösung 8 Defizitreduzierung bisher nur begrenzt spürbar Haircut bringt keine signifikante Entlastung für Griechenland Mögliche Folge: Erneute Bankenkrise in Europa Daten auf einen Blick 10

2 Konjunktur: Stimmungseintrübung im Euroraum,... Im gesamten Euroraum zeigten sich im April Rückgänge der Stimmungsindikatoren, die allerdings von sehr unterschiedlichen Niveaus ausgehen. Besonders bedenklich ist die Abschwächung in Griechenland und Portugal. Insbesondere Griechenland ohnehin schon seit Ende 2009 das Schlusslicht im Economic Sentiment bleibt auf einem steinigen Weg. In Portugal zeigt sich, dass der Einbruch im Vormonat kein einmaliger Ausrutscher war. Das Land belegt vor Griechenland den zweitschlechtesten Platz beim Economic Sentiment im Euroraum. Das portugiesische Konsumentenvertrauen wie auch das Unternehmervertrauen im Bausektor haben im April ein Allzeittief erreicht. Für Portugal verfestigt sich damit das Bild einer Doppelrezession. Anders hingegen die Länder Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Österreich und Finnland: Der Aufschwung verliert hier zwar etwas an Geschwindigkeit, bleibt aber in der Spur. Mit diesen Ländern verfügt die Eurozone mittlerweile über einen soliden Wachstumskern. Insbesondere bei den Unternehmen in Deutschland dem EU-weiten Spitzenreiter bleibt die Stimmung trotz des leichten Rückgangs des ifo-geschäftsklima-index hervorragend. Wie bereits im Vormonat resultiert die Abschwächung einzig aus weniger positiven Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich des weiteren Geschäftsverlaufs. Dagegen hat sich die aktuelle Geschäftslage den Firmenangaben zufolge auf ein erneutes Rekordniveau verbessert. Trotz erheblicher Risiken auf der internationalen Ebene geht es den Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet, und der Klimaindex insgesamt befindet sich weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau (s. die obere Grafik auf S. 3). Im Auslandsgeschäft sehen die Firmen wieder größere Chancen. Die Zahl ihrer Beschäftigten wollen die Unternehmen allerdings etwas behutsamer erhöhen als im vergangenen Monat. Die vorhandenen technischen Kapazitäten lasten sie stärker aus als zu Jahresbeginn. Damit liegt der Auslastungsgrad klar über seinem langjährigen Durchschnittswert. 2

3 ... aber Aufschwung bleibt intakt Auch die einzelnen Branchen haben inzwischen alle wieder ihren langfristigen Durchschnittswert des Auslastungsgrads überschritten. Zwar befinden sich einige Industrien noch weit entfernt von ihrem Rekordniveau aus dem Jahr 2008, und sie dürften auch etwas Zeit brauchen, um hier wieder anschließen zu können (s. die untere Grafik). So liegt insbesondere die Automobilindustrie noch 9 Prozentpunkte unter ihrem Höchststand aus 2008, der allerdings damals auch überdurchschnittlich hoch ausfiel. Andere Branchen, wie Chemie, Feinmechanik, Elektronik und Optik sowie Möbelindustrie, sind dagegen nur noch wenige Prozentpunkte von dem Rekordniveau entfernt. Angesichts der aktuell guten Auftragslage und der überdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung ist zu erwarten, dass viele Unternehmen ihre Kapazitäten erweitern werden. Wie groß der Druck bei dem Firmen mittlerweile ist, stärker zu investieren, dokumentiert eine weitere Umfrage des ifo-instituts. Im Verarbeitenden Gewerbe beurteilen bereits 46 % der Unternehmen ihre derzeitige Kapazität mit Blick auf den aktuellen und erwarteten Auftragsbestand als nicht mehr ausreichend. Dabei besteht der größte Bedarf für Erweiterungsinvestitionen in den Branchen Chemie, Kunststoff/Gummi sowie Elekrotechnik, Feinmechanik und Optik. Hier bewerten fast bzw. über die Hälfte der Unternehmen ihre Fertigungskapazitäten als nicht mehr ausreichend. Danach folgen die Industrien Fahrzeugbau, Metallbearbeitung und -erzeugung sowie der Maschinenbau. Hier halten rd. 47 % der Unternehmen ihre Fertigungsmöglichkeiten für unzureichend. Entsprechend ist in Deutschland im aktuellen Jahr mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen zu rechnen, wobei das Motiv der Erweiterung der Kapazitäten zunehmend im Vordergrund stehen dürfte (s. hierzu auch den Artikel Unternehmen werden wieder mehr Kredite benötigen auf S. 4f.). 3

4 Unternehmen werden wieder mehr Kredite benötigen Trotz aller Befürchtungen ist in der Krise keine Kreditklemme eingetreten. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass sich der Bedarf an Bankfinanzierungen sehr viel verhaltener entwickelt hat als zu Beginn der Krise erwartet. Den Unternehmen ist es gelungen, sich aus dem Cashflow noch stärker selbst zu finanzieren. Zwei Effekte haben sich bei der Entwicklung der Kreditnachfrage in den letzten Jahren überlagert. Zum einen bestimmt ein struktureller Trend das Finanzierungsverhalten der Unternehmen. Seit der Diskussion um Basel II versuchen die Unternehmen, sich von Bankfinanzierungen unabhängiger zu machen. Die sogenannte Innenfinanzierungsquote, also das Verhältnis von nicht entnommenen Gewinnen und Abschreibungen zu den Sach- und Finanzinvestitionen, ist in den letzten zehn Jahren im Trend deutlich gestiegen. Wurden vor zehn Jahren rd. 40 % der Investitionen aus der Innenfinanzierung dargestellt, so liegt der Wert zuletzt bei über 80 %. Damit einhergehend hat sich im letzten Jahrzehnt die Eigenkapitalquote der Unternehmen über alle Branchen hinweg von 18 % auf 25 % erhöht. Dies schließt auch die niedrig kapitalisierten Kleinunternehmen aus dem Einzelhandel und aus der Bauwirtschaft mit ein. Im Verarbeitenden Gewerbe reicht der Durchschnittswert fast an die 30 %-Marke heran. Dieser Trend wird sich noch weiter fortsetzen, sich allerdings irgendwann auch wieder auf einem neuen Qualitätsniveau der Eigenkapitalausstattung einpendeln. Die Unternehmen werden ihre Eigenkapitalquote nicht unbegrenzt weiter steigern. Der zweite Effekt, der die geringe Kreditnachfrage in der Krise verursacht hat, liegt in der Optimierung des Working Capital und in der Verschiebung von Investitionsausgaben. Die Unternehmen haben vom Schlussquartal 2007 bis zum Jahresbeginn 2009 ihre Nachfrage nach Neukrediten halbiert. Die Inanspruchnahme von Krediten ist damit noch sehr viel stärker gesunken als die Investitionsausgaben. Aktuell zieht die Investitionstätigkeit der Unternehmen aber wieder deutlich an. Zum einen investieren die Unternehmen, weil sich die Kapazitätsauslastung in vielen Branchen bereits wieder dem Niveau der Jahre 2007/2008 nähert. Zum anderen ist es vielfach technologisch einfach notwendig, Anschluss an neue Entwicklungen zu halten und Fertigungsprozesse durch neue Maschinen, Software und elektronische Steuerungen fortlaufend zu optimieren. Das Vorkrisenniveau wird die Investitionstätigkeit in diesem Jahr zwar noch nicht erreichen, aber im nächsten Jahr werden die Investitionsausgaben auf einen neuen Rekordstand gelangen, und damit wird auch der Bedarf an externen Finanzierungsmitteln wieder zunehmen. Auch wenn durch die neuen Märkte für Anleihen mittelständischer Unternehmen ein neuer Fi- 4

5 nanzierungskanal entsteht, bleibt der Bankkredit nach wie vor die Hauptfinanzierungsquelle für Investitionen und das Wachstum der Unternehmen. Der Bestand an Unternehmenskrediten (ohne Wohnungsbau und Grundstückswesen sowie Versicherungen, Leasinggesellschaften u. Ä.) beläuft sich auf rd. 800 Mrd., der Umlauf inländischer Unternehmensanleihen (von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften) bewegt sich in einer Größenordnung von ca. 90 Mrd.. Die wachsende Nachfrage nach Krediten zeigt sich bereits auch in der Entwicklung des Neugeschäfts für Unternehmenskredite, das sich seit Herbst letzten Jahres wieder belebt. Offen ist die Frage, ob der Bankensektor den steigenden Kreditbedarf angesichts der anstehenden Regulierungsauflagen (Basel III) ebenso problemlos abdecken wird, wie dies in früheren konjunkturellen Aufschwungphasen der Fall gewesen ist. Auf jeden Fall müssen sich die Unternehmen darauf einstellen, dass die höheren Eigenkapitalanforderungen der Banken zu einem Anstieg der Kreditkonditionen führen werden. Außerdem muss man berücksichtigen, dass ein wieder in Gang kommender Kreditschöpfungsprozess die EZB veranlassen könnte, weitere Zinsschritte zügiger umzusetzen als bislang geplant. Auch dies wird dazu führen, dass die Kreditzinsen weiter steigen. Insgesamt werden die Unternehmen die Banken wieder stärker als Finanziers in Anspruch nehmen müssen allerdings zu höheren Konditionen, wie sie dies in den letzten Jahren gewohnt waren. Dr. Kurt Demmer, 5

6 Kapitalmärkte: US-Geldpolitik gibt dem Greenback wenig Unterstützung,... Das letzte Treffen der US-Notenbank und die diesbezüglich erstmals stattfindende Pressekonferenz haben das Bild bestätigt: Die Fed lässt sich auf Sicht nicht von ihrer Nullzins-Politik abbringen trotz eines sich zumindest momentan aufhellenden Arbeitsmarktes, steigender Inflation und einer bereits eingeleiteten Zinswende in der Eurozone. Zwar lässt die Fed ihr Aufkaufprogramm von Staatsanleihen bis Juni 2011 auslaufen, wird aber das Niveau ihrer Anleihenbestände mehr oder weniger konstant halten, was bedeutet, dass Tilgungen durch neue Aufkäufe ersetzt werden. So bleibt die Fed auch weiterhin effektiv ein wichtiger Käufer von US-Staatsanleihen. Auch wenn Bernanke die Wichtigkeit eines starken US-Dollar in der Pressekonferenz betonte, scheint wenig für den Greenback zu sprechen, welcher seitdem deutlich an Boden verloren hat. Die Langfristzinsen sind ein wichtiger Bestimmungsfaktor des Euro/US-$-Wechselkurses, und die Kommentare der Fed haben jegliche Erwartung zunichte gemacht, dass sich das schmale Langfristzinsdifferential zwischen Dollar und Euro ausweiten könnte. Selbst die eskalierende Besorgnis über einen möglichen Ausfall Griechenlands (s. hierzu auch S. 8f.) hat im Gegensatz zu den Entwicklungen 2010 dem US-Dollar keinen Auftrieb gegenüber dem Euro verschafft. Grund hierfür ist sicherlich die veränderte Einschätzung, dass die Griechenland-Problematik das fundamentale Existenzrecht der Einheitswährung nicht mehr infrage stellt. Das IKB-Fundamentalmodell für den US-Dollar deutet jedoch selbst bei der momentanen Zinsentwicklung auf eine deutliche Überreaktion der Märkte hin. Relativ moderate US-Langfristzinsen werden auch weiterhin eine wichtige Säule nicht nur für die US- Erholung darstellen, sondern auch für die US-Schuldenstabilisierung. Die Dynamik der US-Staatsverschuldung hat in den letzten Jahren von fallenden Langfristzinsen profitiert, die oftmals unterhalb des nominalen Wachstums gelegen haben. 6

7 ... und der US-Schuldenberg trübt das Wachstumsbild Sollte das Wachstum jedoch die nächsten Jahre moderater ausfallen und die Langfristzinsen womöglich auch wegen einer Bonitätsherabstufung ansteigen, könnten sich die Zinsen oberhalb der nominalen Wachstumsrate bewegen. Dann müssten die USA aber einen Primärüberschuss (Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben vor Zinszahlungen) generieren, um eine Explosion der Schuldenquote zu verhindern. Momentan liegt das Primärdefizit bei rund 8 % des BIP. Das mögliche Ausmaß der notwendigen Konsolidierung wäre daher gewaltig. Folglich kann die US-Staatsschuldendynamik als kritisch und das Wachstumsbild als nicht überzeugend angesehen werden Aspekte, die bei den Herabstufungen der PIIGS-Länder immer wieder von den Ratingagenturen angeführt wurden. Die USA haben zudem keinen festen Rahmen oder Zeitplan, der eine Konsolidierung ihres Haushalts in einer gewissen Zeitspanne vorschreibt, wie es in der EU durch den Vertrag von Maastricht festgelegt ist. Die USA laufen zudem Gefahr, dass eine mangelnde Bereitschaft zu fundamentalen Reformen die Problematik nur verschlimmert, wie es der Fall Japan seit über 20 Jahren vormacht. Seit der Finanzkrise versuchen die USA, über die Geld- und Fiskalpolitik das Konsummodell wieder anzukurbeln. Die Staatsverschuldung ist dabei von 62,4 % (2007) auf 93 % des BIP 2010 angestiegen (!!!), und das Wachstumsbild bleibt zweifelhaft, wie es auch durch die Zinspolitik weiter signalisiert wird. Ob die USA herabgestuft werden oder nicht, ist eher von akademischem Interesse. Entscheidend ist die Tatsache, dass sich durch diese Diskussion Druck auf die US-Regierung aufbaut, eine effektive Konsolidierung einzuleiten. Gemessen an der Höhe der Schulden, erhöht dies das Wachstumsrisiko für die US- Wirtschaft, vor allem, weil ein Handeln womöglich doch früher notwendig ist als bisher anvisiert. Die Hoffnung auf Wachstum, um die Probleme zu beheben, scheint immer weniger plausibel zu sein. Somit sollte der US-Dollar tendenziell schwach bleiben, auch wenn das jetzige Niveau als kurzfristig überzogen einzuschätzen ist. 7

8 Griechenlands Schuldenkrise: Ein Haircut wäre keine effiziente Lösung Die Gerüchteküche brodelt: Ein Haircut Griechenlands soll bevorstehen. Neueste Zahlen zeigen, dass das Haushaltsdefizit 2010 bei 10,5 % des BIP lag und damit rund 2 Prozentpunkte über der anvisierten Zielvorgabe betrug das Defizit noch 15,4 % der Wirtschaftsleistung. Generell findet die Einschätzung, dass der Schuldenberg Griechenlands ohne einen Schuldenschnitt, einen sogenannten Haircut, nicht mehr abzuarbeiten sei, immer mehr Unterstützung. Dies wird einerseits durch die schlechten Wirtschaftsdaten begründet: Die griechische Wirtschaft ist 2010 um 4,5 % geschrumpft, und Prognosen lassen ein BIP-Wachstum von -2,9 % in diesem Jahr erwarten bzw. um die 1 % für Als ein weiterer Grund werden die hohen Zinsen angeführt, die Griechenland im Markt bezahlen muss. Diese liegen möglicherweise auch auf Sicht deutlich über dem nominalen Wachstum was eine explodierende Schuldenentwicklung nach sich ziehen würde, wenn kein deutlicher Primärüberschuss (Einnahmen abzüglich Ausgaben ohne Zinszahlungen) erreicht wird. Auf Sicht liegen die notwendigen Sparmaßnahmen zur Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit bei Schuldenstabilisierung und -reduzierung durchaus im Rahmen des Machbaren. Das Problem besteht allerdings darin, die nächsten zwei bis drei Jahre zu überbrücken, bevor die Erfolge der jetzt ergriffenen Maßnahmen sichtbar werden. Momentan bleibt das Bild eingetrübt. Dies liegt zum einen an der schlechten wirtschaftlichen Lage Griechenlands, was auch auf Strukturprobleme (Stichwort: Wettbewerbsfähigkeit) zurückzuführen ist. Zum anderen sind die Maßnahmen der Defizitreduzierung nur begrenzt zu spüren (das Defizit hat sich zwar reduziert, doch bleibt es immer noch sehr hoch). Vor dem Hintergrund des Rückgangs der Wirtschaftsleistung 2010 sollte die erreichte Defizitreduzierung dennoch als ein Zeichen der Bereitschaft zu handeln interpretiert werden. Die Märkte werten dies jedoch differenzierter: Das schwache Wachstum erhöht die Zweifel an Bereitschaft und Fähigkeit der griechischen Regierung, das Defizit abzubauen. So mehren sich die Stimmen, dass ein Haircut als eine Art Befreiungsschlag notwendig sei. Der Schuldenberg, so die Argumentation, ist zu hoch und erdrückt jegliche Versuche fiskalischer Reformen. Zudem werde der Schuldenstand in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen was naturgemäß unvermeidbar ist, da sich das Defizit nur über einen gewissen Zeitraum verteilt abbauen lässt. Aber würde ein Haircut der griechischen Regierung tatsächlich die benötigte Luft verschaffen und somit die Erfolgswahrscheinlichkeit der Reformen erhöhen? Bei einem Schuldenstand von 143 % des BIP, einem nominalen BIP-Wachstum von 4 % und einem Zinsniveau von 8 % ist ein Primärüberschuss in Höhe von 5,5 % des BIP notwendig, um die Staatsverschuldung in Relation zum BIP zu stabilisieren. Bei einer Schuldenquote von 100 % des BIP und ansonsten gleichen Parametern beträgt der notwendige Primärüberschuss 3,8 % des BIP. Ein Haircut im Umfang von immerhin 30 % (!!) würde also den notwendigen Primärüberschuss um nur 1,7 Prozentpunkte reduzieren. Bei einem Haircut von 45 % läge der notwendige Primärüberschuss bei 3,1 % und damit 2,4 Prozentpunkte niedriger. Doch was würde solch ein Haircut, der ja das Vertrauen der Märkte nochmals zusätzlich belasten würde, für das mittelfristige Zinsniveau bedeuten? Stiege das Zinsniveau um 1 Prozentpunkt (von 8 auf 9 %), wäre der notwendige Primärüberschuss nach einem Haircut von 30 % nahezu derselbe wie beim derzeitigen Schuldenstand von 143 % des BIP (4,8 % versus 5,5 %). Die Tabelle auf S. 9 veranschaulicht die notwendigen Primärüberschüsse, um die Verschuldung bei verschiedenen nominalen Wachstumsannahmen und Zinsniveaus zu stabilisieren. Es ist zu erkennen, dass eine Zinssenkung deutlich effektiver ist als ein Haircut. Eine mittelfristige effektive Zinssenkung von 8 auf 5 % würde den notwendigen Primärüberschuss bei einem nominalen Wachstum von 4 % auf 1,4 % des BIP reduzieren. Zudem gilt: Die Konsequenzen eines Haircut für andere europäische Länder mit gegenwärtig hohen Defiziten sind nicht zu unterschätzen. Auch die Gefahr einer erneuten Bankenkrise scheint real zu sein: Der EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark vergleicht die möglichen Ausmaße sogar mit den Folgen der Lehman- Pleite. Es gibt aber noch weitere Ansätze eines Vergleichs zur Lehman-Krise. Sie hat deutlich vor Augen geführt, welche negativen Konsequenzen und Auswirkungen ein einzelnes Glied in einem geschwächten 8

9 System haben kann. Vergleicht man die möglichen Konsequenzen mit der Größe Griechenlands im Verhältnis zur Eurozone, kann im jetzigen Umfeld ein Ausfall keine rationale Lösung sein. Tabelle: Benötigter Primärüberschuss zur Stabilisierung der Schuldenquote Stabilisierung bei momentaner Schuldenlast von 143 % des BIP Effektiver Zinssatz 5% 8% 9% 10% Nominales Wachstum 5% 0,0 4,1 5,4 6,8 Nominales Wachstum 4% 1,4 5,5 6,9 8,2 Stabilisierung der Schuldenlast bei 100% des BIP Haircut von 30 % Effektiver Zinssatz 5% 8% 9% 10% Nominales Wachstum 5% 0,0 2,9 3,8 4,8 Nominales Wachstum 4% 1,0 3,8 4,8 5,8 Stabilisierung der Schuldenlast bei 80% des BIP Haircut von 44,5% Effektiver Zinssatz 5% 8% 9% 10% Nominales Wachstum 5% 0,0 2,3 3,0 3,8 Nominales Wachstum 4% 0,8 3,1 3,8 4,6 Quelle: IKB Fazit: Die notwendigen Reformen zur Schuldenstabilisierung sind für Griechenland zwar immens, doch angesichts der bisherigen Steuerlast und staatlichen Ausgabenquote nicht unerreichbar. Erste Erfolge bei der Reduzierung des Haushaltsdefizits sind bereits sichtbar, wenngleich diese nicht ganz den Erwartungen entsprechen. Gemessen am Rückgang der griechischen Wirtschaftsleistung 2010, sind sie dennoch bemerkenswert. Es wird allerdings noch einige Zeit vergehen, bevor die Reformen übergreifend als glaubwürdig und tragbar angesehen werden. Eine Stabilisierung und ein erneut positives Wachstum der griechischen Wirtschaft sind hierfür sicherlich eine wichtige Voraussetzung, was jedoch erst 2012 erreicht werden dürfte. Deutlich effizienter als ein Schuldenschnitt sind eine mittelfristige Reduzierung des Zinsniveaus und die weiterhin rigorose Umsetzung von Reformen, sprich die fiskalische Konsolidierung. Ein Haircut würde das Risiko einer möglichen Transferunion sogar deutlich erhöhen, da auf Sicht durch solch eine Maßnahme weder das Schuldenproblem Griechenlands gelöst noch die Fähigkeit Griechenlands gefördert wird, sich mittelfristig selbstständig am Kapitalmarkt zu finanzieren. Im Gegenteil: Ein Haircut würde die Notwendigkeit einer mittelfristigen Finanzierung Griechenlands durch EU-Mitgliedsländer eher noch weiter verlängern. Dr. Klaus Bauknecht, Die in dieser Studie enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die von der IKB Deutsche Industriebank AG ( die IKB ) für zuverlässig erachtet werden. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der in der Studie enthaltenen Informationen übernimmt die IKB jedoch keine Gewähr. Die von den Autoren geäußerten Meinungen sind nicht notwendigerweise identisch mit Meinungen der IKB. Die Studie ist weder als Angebot noch als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder eines sonstigen Anlagetitels zu verstehen. IKB Deutsche Industriebank AG Wilhelm-Bötzkes-Straße Düsseldorf Telefon: (Stand: ) 9

10 Daten auf einen Blick (3. Mai 2011) Gesamtwirtschaft Mrd. Reale Veränderung in % zum Vorjahr (saison- und kalenderbereinigt) p 2012p 2013p BIP 2498,8 3,5 2,6 2,1 1,7 Privater Verbrauch 1444,7 0,4 1,2 0,8 0,9 Staatsverbrauch 486,7 2,3 0,8 0,8 1,5 Ausrüstungsinvestitionen 170,0 10,4 10,7 4,9 2,1 Bauinvestitionen 249,8 2,6 0,9 1,7 1,9 Exporte 1146,4 13,7 9,6 7,0 5,8 Importe 1016,2 13,0 8,3 6,0 5,9 Verbraucherpreise 1,1 2,3 1,8 2,1 Frühindikatoren Index* 2005 = Veränd. in % zum Vorjahr Feb 11 Mrz 11 Apr 11 ifo-geschäftsklima 103,5 18,0 111,3 111,1 110, Veränd. in % zum Vorjahr Jan 11 Feb 11 Mrz 11 Auftragseingänge** 106,2 21,7 113,6 116,3 - Produktion und Handel** Index* 2005 = Veränd. in % zum Vorjahr Jan 11 Feb 11 Mrz 11 Verarbeitendes Gew erbe 104,3 11,5 110,2 111,7 - Bauhauptgew erbe 108,5 0,2 118,3 122,3 - Einzelhandel (ohne Kfz) 97,3 1,2 98,6 98,2 96,1 Außenhandel nominal*** 2010 Veränd. in % zum Vorjahr Jan 11 Feb 11 Mrz 11 Warenexporte Mrd. 951,9 18,5 78,6 84,0 - Warenimporte Mrd. 797,6 20,0 68,4 71,9 - Arbeitsmarkt** 2010 Veränd. in % zum Vorjahr Feb 11 Mrz 11 Apr 11 Erw erbstätige in Mio. 40,368 40,172 40,751 - Arbeitslose in Mio. 3,238-5,2 3,062 3,007 2,970 Arbeitslosenquote in % 7,7 7,3 7,1 7,1 Wechselkurse in 3 Monaten in 6 Monaten in 9 Monaten in 12 Monaten 1 =... US-$ 1,48 1,43 1,43 1,44 1,46 1 =... SFR 1,28 1,31 1,33 1,36 1,37 Zinsen Basisszenario 3-Monats-Euribor 1,40 1,6 1,9 2,2 2,4 3-Monats-Libor 0,27 0,5 0,9 1,1 1,2 10-jährige US-Staatsanleihen 3,25 3,5 3,7 3,7 3,9 10-jährige Bund 3,27 3,4 3,5 3,6 3,6 Zinsen Inflationsszenario 3-Monats-Euribor 1,40 2,1 2,8 3,6 4,3 3-Monats-Libor 0,27 0,9 2,1 3,1 4,1 10-jährige US-Staatsanleihen 3,25 3,9 4,4 5,2 5,4 10-jährige Bund 3,27 3,7 4,3 4,8 5,0 v. = vorläufig * Durchschnittswerte;** saisonbereinigt; *** Spezialhandelsstatistik; Quellen: Bloomberg; Bundesagentur für Arbeit; Deutsche Bundesbank; Statistisches Bundesamt; IKB-Prognosen 10

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