A585 Mailserver. IKT-Standard. Ausgabedatum: Version: Ersetzt: Genehmigt durch: Informatiksteuerungsorgan Bund, am

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1 Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB A585 Mailserver Klassifizierung: Typ: Nicht klassifiziert IKT-Standard Ausgabedatum: Version: 2.03 Status: Genehmigt Ersetzt: 2.02 Verbindlichkeit: Weisung Genehmigt durch: Informatiksteuerungsorgan Bund, am Beilagen:

2 Inhaltsverzeichnis 1 Anwendungsbereich Geltungsbereich Verbindlichkeit Anwendungsgebiet Einsatzgebiet Funktionalität Abgrenzung Strategische Vorgaben Sicherheitsüberlegungen Standardprodukte... 6 Anhänge... 7 A. Änderungen gegenüber Vorversion... 7 B. Bedeutung der Schlüsselwörter zur Bestimmung des Verbindlichkeitsgrades 7 C. Abkürzungen... 7 D. Referenzen /8

3 Das Informatiksteuerungsorgan Bund erlässt gestützt auf Artikel 17 Absatz 1 der Verordnung über die Informatik und Telekommunikation in der Bundesverwaltung (BinfV) nachfolgende Weisungen. 1 Anwendungsbereich In der Bundesverwaltung sind als Mail-Server Microsoft Exchange für den internen Mailverkehr bzw. Postfix für den externen Mailverkehr einzusetzen. 2 Geltungsbereich Der Geltungsbereich der Weisungen ist identisch mit dem Geltungsbereich der BinfV 1. 3 Verbindlichkeit Der Verbindlichkeitsgrad der einzelnen Vorgaben wird mittels der im Anhang B zusammengestellten, in Grossbuchstaben geschriebenen Schlüsselwörter gekennzeichnet. 4 Anwendungsgebiet Dieser Standard definiert die Produkte welche im Einsatzgebiet «Mailserver» zum Einsatz kom-men sollen. Es wird unterschieden zwischen Mailservern für die externe Kommunikation und solchen für die interne Kommunikation (siehe Kapitel Strategische Vorgaben ). 5 Einsatzgebiet 5.1 Funktionalität Ein Mail-Server nimmt s vom Absender entgegen, speichert sie und leitet sie an die Empfänger weiter. Mailserver für den externen Mailverkehr (siehe Kap. 2) nutzen für den Transport das Protokoll SMTP. Die Mailserver für den internen Mailverkehr können auch proprietäre Protokolle nutzen. Darüber hinaus bietet er folgende Funktionen: Mailinglisten Auf dem Mailserver kann eine Mailingliste erstellt werden, welche aus einer Sammlung von -Adressen besteht. Wird eine Nachricht an eine solche Mailingliste 1 SR /8

4 gesendet, schickt der Mailserver sie an jede einzelne darin aufgeführte -Adresse. Administration Der Mailserver stellt Funktionen zur einfachen Administration bereit, u.a. für die Pflege von Benutzern, Passwörtern, Mailinglisten, etc. Protokollierung Der Mailserver protokolliert den Mailverkehr und dabei beobachtete Fehler. Virenfilter Der Mailserver stellt Funktionen zur Verfügung, um den Mailverkehr auf Viren zu prüfen und verseuchte Mails speziell zu behandeln. Spamfilter Der Mailserver stellt Funktionen zur Verfügung, um unerwünschte Werb s zu löschen. 5.2 Abgrenzung Die Anwender greifen über ihren Mail-Client [A213] auf den Mail-Server zu. 5.3 Strategische Vorgaben Es wird unterschieden zwischen Mailservern für die externe Kommunikation und Mailservern für die interne Kommunikation (in KOMBV). Vgl. dazu Abbildung 1. Für Server für die externe Kommunikation wird eine Mehrproduktestrategie verfolgt. Aus Sicherheitsüberlegungen wird nicht dasselbe Produkt eingesetzt, wie für die interne Mailkommunikation. Zur Vermeidung von Interoperabilitätsproblemen wird für die interne Kommunikation eine Einproduktestrategie verfolgt. 4/8

5 Internet DMZ mail.out mail.in Antispam Antivir Mailserver für externern Verkehr KomBV Mailhub Root Domain Departemente Mailserver für internern Verkehr Abbildung 1: Für die externe Kommunikation und die interne Kommunikation wird nicht dieselbe Software eingesetzt. 6 Sicherheitsüberlegungen Ein Mail-Server hat Filtermöglichkeiten bereitzustellen: Eingehende und ausgehende s müssen durch einen Virenscanner überprüft werden. Spam-Filter können eingesetzt werden, welche die Empfänger vor ungewollten E- Mails schützen. Sollen Mails mit vertraulichem oder geheimem Inhalt übermittelt werden, muss mit geeigneten Massnahmen sichergestellt sein, dass diese verschlüsselt übertragen werden. POP3 und IMAP übertragen Passwörter (für den Zugriff auf Mailboxen) unverschlüsselt. Diese Protokolle für den Zugriff auf Mailboxen dürfen daher nicht mehr eingesetzt werden. Mailserver dürfen nur Messagingdienste anbieten. Es müssen geeignete Massnahmen ergriffen werden, um ein Relaying durch unauthorisierte Personen/Systeme zu verhindern. 5/8

6 7 Standardprodukte Für internen Mailverkehr (vgl. Abbildung 1): Microsoft Exchange und Nachfolgeprodukte Für externen Mailverkehr (vgl. Abbildung 1): Postfix ( 6/8

7 Anhänge A. Änderungen gegenüber Vorversion Migration des Standards in die neue Vorlage gemäss R010, Version 2-0. B. Bedeutung der Schlüsselwörter zur Bestimmung des Verbindlichkeitsgrades Der Verbindlichkeitsgrad der einzelnen Vorgaben wird im Dokument mittels folgender in Grossbuchstaben geschriebenen Schlüsselwörter gekennzeichnet: MUSS DARF NICHT DARF SOLL KANN Vorgabe, die einzuhalten ist (gewährte Ausnahmen ausgenommen) Option, die nicht gewählt werden darf Die Option ist explizit erlaubt. Die Nutzer entscheiden, ob sie die Option nutzen möchten. Betrifft die Vorgabe eine IKT-Lösung, muss der Anbieter der Lösung die Option anbieten. Option, die im Normalfall zu wählen ist. Es kann jedoch ohne Ausnahmegewährung des ISB davon abgewichen werden, insbesondere wenn die Wirtschaftlichkeit oder Sicherheit andernfalls nicht mehr gewährleistet werden können. Die Abweichung von der Vorgabe ist jedoch schriftlich zu begründen. Akzeptierte Option. Betrifft die Vorgabe eine Lösung, entscheidet der Anbieter der Lösung darüber, ob er die Option unterstützen will. C. Abkürzungen Kürzel ISB Mailserver IMAP SMTP POP3 Bedeutung Informatiksteuerungsorgan des Bundes Server, der s vom Absender entgegennimmt, speichert und an die Empfänger weiterleitet. Internet Messaging Access Protokoll Simple Mail Transfer Protokoll Post Office Protocol. POP wurde 1984 definiert und ermöglicht das Empfangen von s auch auf Systemen, die keine dauerhafte Verbindung zum Mailserver haben. D. Referenzen [BinfV] Verordnung über die Informatik und Telekommunikation in der Bundesverwaltung vom 09. Dezember 2011 (Stand am 01. Januar 2012); SR /8

8 [URG] [A651] Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte vom 9. Oktober 1992 (Stand am 01. Januar 2011); SR Standard A651 Virenschutz auf Messaging Servern 8/8

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