Abgeleitet aus den Werken des englischen Philosophen Francis Bacon ( ) 2

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1 Management Summary Dass die IT Abteilungen in heutigen Unternehmen immer mehr unter Kostendruck stehen, ist keine neue Erkenntnis. Die Finanzkrise und die weltweite Rezession der letzten Monate und Jahre haben aber diesen Trend massiv verstärkt. Obwohl die IT bei allen Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist und die genutzten Technologien fest in die Wertschöpfungskette integriert sind, wird sie immer noch als Kostenverursacher und Kostenfaktor gesehen und nicht als wichtiger Bestandteil oder sogar Mehrwert der Unternehmung. Was geschieht nun wenn der Kostendruck steigt? Mehrheitlich starten die Unternehmen interne Projekte um die Prozesse zu optimieren und um die nicht notwendigen Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. In den allermeisten Fällen sind die internen Abteilungen 1 zuerst betroffen. Entsprechend gibt es dann mehr oder weniger kreative Vorschläge wie die internen Dienstleistungen kostengünstiger erbracht oder extern eingekauft werden können. Was geschieht nun aber auf der Seite der IT Anbieter? Das Prinzip ist simpel und heisst Angebot und Nachfrage, kombiniert mit der richtigen Technologie. Die rapid steigende Nachfrage und die immer besser werdende Technologie, lässt den Markt für extern erbrachte IT Dienstleistungen boomen. Durch die technischen Möglichkeiten sind die Anbieter auch nicht mehr begrenzt auf feste Standorte. Sie können ihre Leistungen von fast überall auf der Welt zur Verfügung stellen. Durch diesen Vorteil profitieren sie von den Niedrig-Lohn-Ländern und können ihre Leistungen entsprechend kostengünstig anbieten. Auch die Unternehmen selbst profitieren davon und lagern zunehmend interne Abteilungen und/oder ihre Data Center in diese Länder aus. Gleichzeitig zu dem sich so verändernden Markt werden die Unternehmen, aber auch die Länder immer sensitiver, wenn es um Informationsaustausch geht, mit welchen man Geld verdienen oder verlieren kann. Die jüngsten politischen Vorfälle in Bezug auf Datendiebstahl haben klar aufgezeigt, was dies bedeutet und welchen Einfluss dies auf ein Unternehmen oder auch auf ein Land haben kann. Wissen ist Macht Abgeleitet aus den Werken des englischen Philosophen Francis Bacon ( ) 2 Die zentrale Herausforderung für die Unternehmen bei der Informationsverarbeitung ist der Spagat zwischen dem höchstmöglichen Nutzen und dem maximalen Schutz der Informationen, mit welchen sie arbeiten. Hier beginnt die Herausforderung für die C-Level Management Ebene, aber auch für die IT Mitarbeiter, welche die entsprechenden Ideen und Konzepte umsetzen müssen. Der Inhalt dieser Arbeit ist ein praxisorientierter Ansatz der versucht, diese Herausforderungen besser zu verstehen und Möglichkeiten aufzuzeigen die Entscheidungen zu beschleunigen und zu vereinfachen. 1 Interne Abteilungen = IT, Finanzen, Logistik, HR usw. 2 (Wikipedia - Wissen ist Macht)

2 In einem ersten Teil werden die aktuellen Trends dargestellt, vom Outsourcing zum Off- Shoring über die Zentralisierung im In- und Ausland, bis hin zu den neuen Service Ansätzen wie Cloud Computing. Diese Übersicht liefert genügend Hintergrundinformation um die verschiedenen Möglichkeiten zu verstehen und aufzuzeigen welche Art von Dienstleistungen hinter den einzelnen Ansätzen stecken. Viele C-Level Vertreter sind sich der Wichtigkeit des Datenschutzgesetzes zwar bewusst, was es aber bedeutet und welchen Einfluss es auf das eigene Unternehmen hat, ist meistens nicht so klar. Das Basiskapitel Grundlagen des Datenschutzes zeigt eine vereinfachte Übersicht bezüglich den wichtigsten Aspekte und Gesetzgebungen des Schweizerischen Datenschutzes. Das anschliessende Kapitel widmet sich dann den verschiedenen anderen Ländern und deren Datenschutzgesetzen im Vergleich mit der Schweiz. Dies ist wichtig, weil diese Länder als potentielle Zielstandorte für die Auslagerung von eigenen Daten in Frage kommen. Bei den einzelnen Ländern wird aufgezeigt, welche gesetzlichen Grundlagen vorhanden sind und über welche Schwierigkeiten ein Unternehmen beim Datenaustausch bzw. bei der Auslagerung stolpern könnte. Das im fünften Kapitel beschriebe Vorgehensmodell zeigt in drei Teilen, wie ein Datentransferprojekt angegangen werden kann. Im ersten Teil werden die Ziele nochmals genau hinterfragt, das Unternehmen bezüglich seiner datenschutzwirksamen Aktivitäten untersucht und die vorhandenen Daten und Informationen werden in Kategorien aufgeteilt. Im zweiten Teil werden die Informationen in Bezug auf die drei wichtigsten Punkte (Einhaltung des Datenschutzgesetzes, Datenbekanntgabe an Dritte und die Datenbekanntgabe ins Ausland) geprüft und evtl. vorhandene Missstände aufgezeigt. Die Prüfung der drei Punkte erfolgt an Hand von vorgegebenen Workflows. Dies vereinfacht und beschleunigt das Vorgehen um rasch einen ersten guten Überblick zu erhalten. Im dritten Teil werden die verschiedenen Möglichkeiten zur Situationsbewer-tung in Bezug auf Kosten, Nutzen und Risiko erläutert und praktische Hinweise dazu gegeben. Der letzte Teil der Arbeit analysiert und interpretiert eine, speziell zum Themenkreis Datenaustausch und Datenauslagerung durchgeführte Umfrage, bei der ca. 65 verschiedene Unternehmen, mit und ohne Niederlassungen im Ausland, mitgemacht haben. Die Auswertung dieser Umfrage, die zwar nicht eine systematische Stickprobe beinhaltet, bestätigt aber klar die Tatsache, dass der Datenschutz generell als sehr wichtig betrachtet wird. Sie zeigt aber auch auf, dass bei der Wahrnehmung der Probleme, der Umsetzung und den vorhandenen Möglichkeiten noch massive Diskrepanzen bei den Meinungen und grosse Wissensunterschiede bei den Teilnehmern bestehen. Wir hoffen mit der vorliegenden Arbeit die interessierten Unternehmungen und ihre Verantwortungsträger auf die Problematik des Datenschutzes und Datenaustausches im internationalen Umfeld aufmerksam zu machen und ihnen eine Hilfe zur Identifizierung der Probleme und Lösungen aufzuzeigen.

3 Inhaltsverzeichnis Dank I Management Summary III Inhaltsverzeichnis VI Abbildungsverzeichnis IX Tabellenverzeichnis XI Abkürzungen XII 1 Einleitung 1 2 Ausgangslage und Problemstellung Trends Globalisierung Zentralisierung, Konzentration und Konsolidieren Outsourcing Off-Shoring Service Ansätze - Cloud Computing 12 3 Grundlagen des Datenschutzes Schweiz Eine kurze Einführung Die Gesetzgebung im Bereich Datenschutz Weitere Rechtsgrundlagen mit Einfluss auf den Datenschutz Die Regulierungsbehörde EDÖP EDÖP als Dienstleistungsorganisation Videoüberwachung Datenübermittlung ins Ausland Erlasse der EU Die Gesetzgebung Datenschutzübereinkommen des Europarates (Übereinkommen Nr. 108) Der Europäische Datenschutzbeauftragte 37 4 Datenschutz im internationalen Vergleich (systematische Darstellung) Standard Definitionen aus der EU Richtlinie 95/46/EG für die nachfolgenden Länder 38

4 4.1.1 Standard Definition von personenbezogenen Daten Standard Definition von sensitiven personenbezogenen Daten Allgemeine Sicherheitsvorschriften Standardbedingungen für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten Standardbedingungen für die Verarbeitung von personenbezogenen sensitiven Daten Standard Voraussetzungen für grenzüberschreitender Datenfluss Weisse Liste (Länder mit äquivalenten Datenschutzgesetzen) Modell Verträge Bindende Geschäftsbeziehungen Die Rollenverteilung Einwilligung der betroffenen Person Art. 2 lit. f Schweiz Deutschland Frankreich Italien Holland / Niederlande Vereinigtes Königreich (UK) Polen Russland USA Kanada Japan Singapur Malaysia Hong Kong Volksrepublik China Südafrika Andere Länder 96 5 Das Vorgehensmodell Einleitung Teil 1 - Vorbereitung 99

5 5.2.1 Was soll erreicht werden Wer sind wir Was ist in Bezug auf den Datenschutz bereits implementiert Was wissen wir über unsere Daten Teil 2 - Detailanalyse Prüfungsschritt 1 Prüfung der Datenbearbeitung Prüfungsschritt 2 Datenbekanntgabe an Dritte oder Outsourcing Prüfungsschritt 3 Datenbekanntgabe ins Ausland Teil 3 - Auswertung und Entscheidungshilfen Die Problematik Risiken und deren Auswertung Hinweise zu den Datenklassen Zum Teil 1 - Datenschutzgesetz Zum Teil 2 - Datenbekanntgabe an Dritte oder Outsourcing Allgemeine Möglichkeiten um den Datenschutz zu erhöhen Wie sieht die Realität aus? (Resultate und Erkenntnisse aus der Umfrage) Informationen über die Teilnehmer und deren Unternehmen Auslagerungsgründe aus Sicht der Unternehmen Individuelle Meinungen und Beurteilungen der Teilnehmer Datenschutz Handbuch Schlussfolgerung 159 Bibliographie, Schriftenverzeichnis Anhang 1: Fragenkatalog Entscheidungsbaum Anhang 2: Declaration that the project is the candidate s own work Anhang 3: Arbeitsaufteilung Anhang 4: Formular 2 Datenerfassung CLXI CLXVI CLXVIII CLXIX CLXX

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