Leitfaden Harmonisierte Anforderungen an Bauwerke und sonstige Einrichtungen für größere Menschenansammlungen

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1 Akt: OIB / LEITFADEN HARMONISIERTE ANFORDERUNGEN AN BAUWERKE UND SONSTIGE EINRICHTUNGEN FÜR Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite 1 Leitfaden Harmonisierte Anforderungen an Bauwerke und sonstige Einrichtungen für größere Menschenansammlungen Stand: Vorbemerkungen Begriffe Allgemeine Anforderungen Anlagentechnische Einrichtungen in Versammlungsräumen Erschließung und Fluchtwege Betriebsvorschriften Besondere Anforderungen Versammlungsräume mit einem Fluchtniveau von mehr als 22 m Zitierte Normen und Richtlinien...8

2 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite 2 0 Vorbemerkungen Dieser Leitfaden enthält ergänzende bzw. abweichende Bestimmungen zu den Anforderungen der OIB-Richtlinien 2 bis 4. In diesem Leitfaden werden Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen und an den Feuerwiderstand von Bauteilen nach den europäischen Klassen gestellt. Hierbei handelt es sich um Mindestanforderungen. Von den Anforderungen dieses Leitfadens kann abgewichen werden, wenn nachgewiesen wird, dass das gleiche Schutzniveau wie bei Anwendung dieses Leitfadens erreicht wird. Bei Abweichungen im Brandschutz ist der OIB-Leitfaden Abweichungen im Brandschutz und Brandschutzkonzepte, anzuwenden. Liegen für die maßgebende Personenbelegung keine verbindlichen Angaben (z.b. Bestuhlungspläne) vor, kann für die Bemessung der höchstzulässigen Personenzahl von maximal drei Personen pro m² der für Besucher zur Verfügung stehenden Fläche des Versammlungsraumes ausgegangen werden. 1 Begriffe 1.1 Größere Menschenansammlungen (a) Gleichzeitige Anwesenheit von mehr als 120 Personen für kulturelle, künstlerische, sportliche oder unterhaltende Aktivitäten. (b) Gleichzeitige Anwesenheit von mehr als 60 Personen für kulturelle, künstlerische, sportliche oder unterhaltende Aktivitäten mit jeweils erhöhtem Gefährdungspotential (z.b. Personendichte von 4 Personen/m², besondere pyrotechnische Vorführungen, Lage in unterirdischen Geschoßen). 1.2 Versammlungsraum Raum für größere Menschenansammlungen. 1.3 Versammlungsstätte (a) Bauwerke, Gebäude oder Teile von solchen, die aus einem oder mehreren Versammlungsräumen einschließlich der zugehörenden Nebenräume (z.b. Garderoben, Toiletten, Lagerräume, Werkstätten) sowie Fluchtwegen (Gänge, Treppenhäuser bzw. Außentreppen) bestehen, oder (b) Stadion für größere Menschenansammlungen (Bauwerk mit ansteigenden Steh- oder Sitzplatzreihen), oder (c) Bereich im Freien, der für größere Menschenansammlungen bestimmt ist. 1.4 Versammlungsstätte mit Großbühne Gebäude, bestehend aus einem Zuschauerhaus (Gebäudeteil, der die Versammlungsräume und die mit ihnen in baulichem Zusammenhang stehenden Räume umfasst) und einem Bühnenhaus (Gebäudeteil, der die Bühne und die mit ihr in baulichem Zusammenhang stehenden Räume umfasst), die durch eine Bühnenöffnung verbunden sind, sowie (a) einer Bühne mit einer Fläche für künstlerische und andere Darbietungen hinter der Bühnenöffnung von mehr als 200 m², und (b) einer Oberbühne (Teil des Bühnenraumes über der Bühnenöffnung, der zur Unterbringung einer Obermaschinerie geeignet ist) mit einer lichten Höhe von mehr als 2,5 m über der Oberkante der

3 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite 3 Bühnenöffnung oder mit einer Unterbühne (begehbarer Teil des Bühnenraumes unter dem Bühnenboden, der zur Unterbringung einer Untermaschinerie geeignet ist). 1.5 Dekorationsartikel Zu Dekorationszwecken eingebrachte Gegenstände, wie z.b. Girlanden, Fahnen und künstlicher Pflanzenschmuck. 1.6 Kulissen Bühnenausstattungen, wie z.b. Wand-, Fußboden- und Deckenelemente, Bildwände und sonstige Bühnenbildteile. 2 Allgemeine Anforderungen 2.1 Brandverhalten von Bauprodukten (Baustoffen) in Versammlungsräumen Bekleidungen an Wänden in Versammlungsräumen müssen aus C-s2, d0 bestehen, wobei Dämmschichten bzw. Wärmedämmungen der Klasse B entsprechen müssen. Abweichend davon genügen in Versammlungsräumen mit jeweils nicht mehr als m² Netto-Grundfläche Holz- und Holzwerkstoffe in D mit Dämmschichten bzw. Wärmedämmungen in A Unterdecken und Bekleidungen an Decken in Versammlungsräumen müssen aus C-s2, d0 bestehen. Abweichend davon genügen in Versammlungsräumen mit jeweils nicht mehr als m² Netto-Grundfläche Holz- und Holzwerkstoffe in D Bodenbeläge in Versammlungsräumen müssen C fl -s2 entsprechen. Abweichend davon genügen in Versammlungsräumen mit jeweils nicht mehr als m² Netto-Grundfläche Holz- und Holzwerkstoffe in D fl. 2.2 Brandverhalten von Vorhängen, Sitzen, Dekorationsartikeln und Kulissen Vorhänge und Gardinen in Versammlungsräumen müssen der Klassifizierung 2 gemäß ÖNORM EN entsprechen Dekorationsartikel in Versammlungsräumen müssen schwerbrennbar gemäß ÖNORM B 3822 sein Möbelbezüge müssen unter Berücksichtigung allfälliger Polsterungen schwer brennbar gemäß ÖNORM B 3825 sein Sitzflächen, Sitzschalen, Lehnen u.dgl. müssen schwer brennbar gemäß ÖNORM B 3825 sein, wobei auch Holz- und Holzwerkstoffe in D zulässig sind Kulissen müssen unter Berücksichtigung ihrer Anordnung und ihres szenischen Einsatzes - so beschaffen oder imprägniert sein, dass eine Entzündung wirksam eingeschränkt wird. 2.3 Bestuhlung In Versammlungsräumen gemäß Punkt 1.3 (a) dürfen in einer Sitzplatzreihe, welche von zwei Seiten zugänglich ist, höchstens 28 Sitzplätze angeordnet sein. Ist der Zugang nur von einer Seite her möglich, sind in der Sitzplatzreihe höchstens 14 Sitzplätze zulässig In Stadien und im Freien dürfen in einer Sitzplatzreihe, welche von zwei Seiten zugänglich ist, höchstens 40 Sitzplätze angeordnet sein. Ist der Zugang nur von einer Seite her möglich, sind in der Sitzplatzreihe höchstens 20 Sitzplätze zulässig Bei durchgehenden Sitzplatzreihen (z.b. Sitzbänke, Sitzstufen) ohne Einzelsitzen muss pro Person eine Breite von mindestens 0,45 m vorhanden sein Die lichte Durchgangsbreite zwischen den Sitzplatzreihen darf 0,40 m nicht unterschreiten. Bei

4 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite 4 Klappsitzen gilt dies im hochgeklappten Zustand. Abweichend davon darf bei Stadien und bei Bereichen im Freien die lichte Durchgangsbreite zwischen den Sitzplatzreihen mindestens 0,35 m betragen In Versammlungsstätten müssen Stühle ausgenommen bei Tischbestuhlung - in Reihen aufgestellt werden. Innerhalb einer Reihe sind Stühle fest miteinander zu verbinden Nach jeweils höchstens 30 Sitzplatzreihen muss eine lichte Durchgangsbreite zur nächsten Sitzplatzreihe von mindestens 1,20 m vorhanden sein Von jedem Tischplatz darf die Gehweglänge zu einem Gang höchstens 10 m betragen. 2.4 Erste und erweiterte Löschhilfe In Versammlungsstätten gemäß Punkt 1.3 (a) von insgesamt mehr als m² Netto-Grundfläche müssen Wandhydranten mit formbeständigem D-Schlauch und geeigneter Anschlussmöglichkeit für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vorhanden sein. 2.5 Sanitäreinrichtungen Es müssen getrennte Sanitärbereiche für Damen und Herren eingerichtet werden. In Abhängigkeit von der Gesamtpersonenanzahl gilt hinsichtlich Anzahl und Art von Sanitäreinrichtungen Tabelle A. Tabelle A: Anzahl und Art von Sanitäreinrichtungen in Abhängigkeit von der Gesamtpersonenanzahl Gesamtpersonenzahl Sitzstellen weiblich Sitzstellen männlich Urinalstände bis je 100 2,0 0,8 1,2 über je weitere 100 1,0 0,4 0,6 über je weitere 100 0,9 0,3 0,6 Soweit die Bemessung bzw. Aufteilung der Sanitäreinrichtungen nach der Art der Veranstaltung nicht zweckmäßig ist, kann eine andere Bemessung bzw. Aufteilung erfolgen. Auf dem Gelände der Versammlungsstätte oder in deren Nähe vorhandene Sanitäreinrichtungen können angerechnet werden, wenn sie für die Besucher der Versammlungsstätte zugänglich sind Sanitärbereiche müssen über eine entsprechende Anzahl von Waschbecken verfügen Sind gemäß Punkt 8.3 der OIB-Richtlinie 4 Rollstuhlplätze einzurichten, muss je angefangene zehn Rollstuhlplätze eine barrierefreie Toilette vorhanden sein; dies gilt sinngemäß auch für Versammlungsstätten im Freien. 2.6 Absturzsicherung Abweichend von Punkt der OIB-Richtlinie 4 muss bei Emporen, Galerien, Balkonen u. dgl. mit ansteigenden Steh- oder Sitzplatzreihen die Absturzsicherung mindestens 110 cm betragen. Dies gilt nur, sofern die Treppen zur direkten Erschließung der ansteigenden Steh- und Sitzplatzreihen bis an die Absturzsicherung heranführen. 3 Anlagentechnische Einrichtungen in Versammlungsräumen 3.1 Rauchableitung sowie Rauch- und Wärmeabzug Bei Versammlungsräumen mit einer Netto-Grundfläche von jeweils nicht mehr als 400 m² müssen geeignete Vorkehrungen getroffen werden, die eine Rauchableitung ins Freie ermöglichen Bei Versammlungsräumen mit einer Netto-Grundfläche von jeweils mehr als 400 m² und nicht mehr als m² müssen Wand- und/oder Deckenöffnungen mit einer geometrischen Fläche von 0,5 % der Netto-Grundfläche oder eine mechanische Rauch- und Wärmeabzugseinrichtung ausgelegt für einen 12-fachen stündlichen Luftwechsel - vorhanden sein.

5 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite Bei Versammlungsräumen mit einer Netto-Grundfläche von jeweils mehr als m² muss eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage mit automatischer Auslösung sowie zentraler manueller Auslösungsmöglichkeit durch die Feuerwehr von einer im Brandfall sicheren Stelle vorhanden sein. 3.2 Brandmeldeanlage Bei Brandabschnitten von mehr als m² Netto-Grundfläche sowie bei Versammlungsstätten mit mehreren Brandabschnitten, deren Netto-Grundfläche in Summe mehr als m² beträgt, ist eine automatische Brandmeldeanlage im Schutzumfang Brandabschnittsschutz für die Versammlungsstätte mit automatischer Alarmweiterleitung zu einer Empfangszentrale einer ständig besetzten öffentlichen Alarmannahmestelle zu installieren. 4 Erschließung und Fluchtwege 4.1 Erschließung Für die Erschließung gelten die Bestimmungen der OIB-Richtlinie 4, wobei jede Haupterschließungsebene mit einem Personenaufzug barrierefrei erreichbar sein muss. 4.2 Fluchtwege im Gebäude Aus jedem Raum, der zum Aufenthalt von mehr als 120 Personen bestimmt ist, müssen gemäß OIB-Richtlinie 4 mindestens zwei ausreichend weit voneinander entfernte Ausgänge vorhanden sein. Für die Bemessung der lichten Durchgangsbreiten von Gängen und Treppen im Verlauf von Fluchtwegen gelten sofern im Folgenden nichts anderes bestimmt ist - die Bestimmungen der OIB-Richtlinie In Abhängigkeit der Lage der Versammlungsräume und der höchstmöglich zu erwartenden Anzahl gleichzeitig anwesender Personen in der Versammlungsstätte gelten die Anforderungen gemäß Tabelle B, wobei Punkt 5.2 der OIB-Richtlinie 2 nicht angewendet werden darf. Tabelle B: Anforderungen an Fluchtwege in Abhängigkeit der Lage der Versammlungsräume und der Personenanzahl Lage der Personenanzahl Versammlungsräume bis bis 240 mehr als 240 Fluchtniveau nicht mehr als 7 m 1 TRH Tab 2 oder 1 TRH Tab 2 oder Fluchtniveau mehr als 7 m und nicht mehr als 11 m Fluchtniveau mehr als 11 m und nicht mehr als 22 m im ersten unterirdischen Geschoß 1 TRH Tab 2 oder 1 TRH Tab 2 oder Legende: - ins Freie: direkter Ausgang zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien - TRH Tab 2: Treppenhaus bzw. Außentreppe gemäß Tabelle 2a, 2b der OIB-Richtlinie 2 Brandschutz, Ausgabe TRH Tab 3: Treppenhaus bzw. Außentreppe gemäß Tabelle 3 der OIB-Richtlinie 2 Brandschutz, Ausgabe Von jeder Stelle jedes Versammlungsraumes muss in höchstens 40 m Gehweglänge gemäß Tabelle B erreichbar sein: (a) ein direkter Ausgang zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien, oder

6 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite 6 (b) ein Treppenhaus oder eine Außentreppe mit jeweils einem Ausgang zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien. Sofern gemäß Tabelle B weitere direkte Ausgänge, Treppenhäuser bzw. Außentreppen jeweils zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien erforderlich sind, dürfen diese auch durch einen anderen Brandabschnitt führen. Dieser Brandabschnitt muss über Ausgänge zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien oder über ein Treppenhaus bzw. eine Außentreppe mit jeweils einem Ausgang zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien verfügen Abweichend von Punkt ist bei mehr als 5 m lichter Raumhöhe des Versammlungsraumes je 2,5 m zusätzlicher lichter Höhe über der zu entrauchenden Ebene für diesen Bereich eine Verlängerung der Gehweglänge um 5 m zulässig, sofern eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage gemäß Punkt vorhanden ist. Die Gehweglänge darf innerhalb des Versammlungsraumes bis zum nächsten Ausgang aus dem Versammlungsraum 60 m und insgesamt 80 m nicht überschreiten. 4.3 Fluchtwege bei Stadien und im Freien Abweichend von Punkt der OIB-Richtlinie 4 muss die lichte Breite von Gängen, Treppen und Türen im Verlauf von Fluchtwegen für 300 Personen mindestens 1,2 m betragen. Die lichte Breite muss für jeweils weitere angefangene 300 Personen um jeweils 60 cm erhöht werden Von jedem Besucherplatz eines Stadions muss (a) in höchstens 80 m Gehweglänge ein direkter Ausgang aus der Versammlungsstätte zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien, oder (b) in höchstens 40 m Gehweglänge ein Treppenhaus oder eine Außentreppe mit jeweils einem Ausgang aus der Versammlungsstätte zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien erreichbar sein. 4.4 Evakuierung von Personen mit Behinderung Sofern gemäß Punkt 8.3 der OIB-Richtlinie 4 Rollstuhlplätze einzurichten sind, sind für die Evakuierung von Personen mit Behinderungen entsprechende Maßnahmen (z.b. baulich, organisatorisch, anlagentechnisch) zu treffen. Dies gilt für Versammlungsstätten im Freien sinngemäß. 4.5 Notbeleuchtung Sofern hinsichtlich Starkstromanlagen und Sicherheitsstromversorgung die ÖVE/ÖNORM E nicht zur Anwendung gelangt, genügt eine Fluchtweg-Orientierungsbeleuchtung. 5 Betriebsvorschriften 5.1 Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettung müssen ständig frei gehalten werden. 5.2 Organisatorischer Brandschutz Bei Brandabschnitten von mehr als m² Netto-Grundfläche sowie bei mehreren Brandabschnitten, deren Netto-Grundfläche in Summe mehr als m² beträgt, ist mindestens ein geeigneter und nachweislich ausgebildeter Brandschutzbeauftragter (BSB) zu bestellen. 6 Besondere Anforderungen Dieser Punkt enthält ergänzende bzw. abweichende Bestimmungen zu den Anforderungen gemäß den Punkten 2 bis 5 dieses Leitfadens.

7 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite Versammlungsstätten mit Großbühnen Bühnen- und Zuschauerhaus sind durch brandabschnittsbildende Wände und Decken in REI 90 und A2 bzw. EI 90 und A2 gegeneinander abzugrenzen. Für den Abschluss der Bühnenöffnung ist ein Schutzvorhang in A1, der mit einer automatischen Löschanlage zu beaufschlagen ist, ausreichend Für das Bühnenhaus müssen geeignete Vorkehrungen für einen Rauch- und Wärmeabzug ins Freie getroffen werden. 6.2 Versammlungsstätten mit mehr als Besuchern Es ist ein Sicherheitskonzept auszuarbeiten, das in Abhängigkeit der Besucheranzahl und Veranstaltungsart mindestens zu beinhalten hat: - Gefährdungsszenarien (z.b. unkontrollierter Besucherzustrom, Unwetter wie Gewitter, Sturm oder Hagel, Pyrotechnikeffekte), - auf die Gefährdungsszenarien abgestimmte Maßnahmen (z.b. Zugangskontrolle, Zufahrten und Zugänge für Einsatzkräfte, Absicherung des Geländes, Blockbildung für Stehplätze, Brandsicherheitswache), - Ordnerdienst (Mindestzahl, Aufgaben und Anordnungsstruktur, Verständigungsmöglichkeiten), - Örtlichkeiten für die Lautsprecherzentrale und Einsatzkräfte (Polizei, Feuerwehr, Rettung) Es ist eine Haus- bzw. Platzordnung (z.b. Zutrittskontrollen, verbotene Gegenstände) zu erstellen Es ist eine gesicherte Funkkommunikation für die Einsatzkräfte innerhalb der Versammlungsstätte sicherzustellen. Gegebenenfalls ist eine Objektfunkanlage zu installieren. Außerdem muss die Möglichkeit bestehen, Lautsprecherdurchsagen vornehmen zu können Durch Abschrankungen, die den zu erwartenden Lasten durch Menschengedränge standhalten müssen, ist sicherzustellen, dass zwischen den Flächen für kulturelle, künstlerische, sportliche oder unterhaltende Aktivitäten oder anderen Darbietungen und den Flächen für Stehplätze der Besucher ein mindestens 1,8 m breiter Gang für Ordnungsdienste und Einsatzkräfte vorhanden ist Bei ansteigenden Sitzplatzreihen müssen unverrückbar befestigte Einzelsitze vorhanden sein. 7 Versammlungsräume mit einem Fluchtniveau von mehr als 22 m Sofern das Fluchtniveau des Versammlungsraumes mehr als 22 m beträgt, ist ein Brandschutzkonzept erforderlich, das dem OIB-Leitfaden Abweichungen im Brandschutz und Brandschutzkonzepte zu entsprechen hat.

8 Ersetzt OIB-xxx-xxx/1x Seite 8 8 Zitierte Normen und Richtlinien Für die in diesem Leitfaden zitierten Normen und Richtlinien gelten die folgenden Fassungen: Regelwerk Titel Ausgabe OIB-Richtlinie 2 Brandschutz Oktober 2011 OIB-Richtlinie 3 Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz Oktober 2011 OIB-Richtlinie 4 Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit Oktober 2011 OIB-Leitfaden Abweichungen im Brandschutz und Brandschutzkonzepte Oktober 2011 ÖNORM B 3822 Brandverhalten von Ausstattungsmaterialien Dekorationsartikel, Prüfung und Klassifizierung ÖNORM B 3825 Brandverhalten von Ausstattungsmaterialien - Prüfung und Klassifizierung von Möbelbezügen ÖNORM EN Textilien Vorhänge und Gardinen Brennverhalten Klassifizierungsschema ÖVE/ÖNORM E Starkstromanlagen und Sicherheitsstromversorgung in baulichen Anlagen für Menschenansammlungen, Teil 2: Veranstaltungsstätten

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