Vorbemerkung: Formaler Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

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1 Hinweise zur formalen Gestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit Vorbemerkung: Die folgenden Ausführungen sind als Hilfestellung für allgemeine und formale Fragen, welche die Anfertigung von wissenschaftlichen Arbeiten betreffen, zu verstehen. Aufkommende Fragen, die im Folgenden nicht beantwortet werden, können mit dem jeweiligen Betreuer geklärt werden. Formaler Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit 1. Titelblatt 2. Inhaltsverzeichnis (Gliederung) 3. Verzeichnis der Abbildungen (nach Bedarf) 4. Verzeichnis der Tabellen (nach Bedarf) 5. Verzeichnis der gebrauchten Abkürzungen und Symbole (nach Bedarf) 6. Text der Arbeit 7. Literaturverzeichnis 8. Anhang 9. (Erklärung) ausschließlich bei Examensarbeiten, Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten Zu 1 Titelblatt (auch Deckblatt) Das Titelblatt enthält Informationen über: - Die Institution (Leibniz Universität Hannover / Philosophische Fakultät / Institut für Sonderpädagogik), an dem die Bearbeitung erfolgte - Die Art der Arbeit (Hausarbeit) - Den Titel der Arbeit - Den Namen, die Anschrift und die Matrikel-Nr. des Studierenden - Die Namen der betreuenden Dozenten und des Zweitprüfers - Den Ort der Bearbeitung (Hannover) und das Datum der Abgabe Exemplarischer Aufbau eines Titelblattes

2 Leibniz Universität Hannover Institut für Sonderpädagogik Modul X Name des Dozenten Semesterlage (z.b. Sommersemester 2008) Hausarbeit Titel der Hausarbeit in vollem Wortlaut Name des Studenten + Anschrift Martrikel-Nr.: XXX Hannover, den XXX Zu 2 Inhaltsverzeichnis Empfohlen wird die Dezimalgliederung. Exemplarischer Aufbau eines Inhaltsverzeichnisses: Inhaltsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Seite I II 1 Einleitung 1 2 Begriffliche Grundlagen z. B. Pädagogik Förderung Therapie Fazit/Reflexion und Ausblick 40 Literaturverzeichnis 43 Anhang 46 Es sind jeweils mindestens zwei Unterpunkte in der Gliederung erforderlich. Weiterhin ist das Literaturverzeichnis immer mit entsprechenden Seitenangaben zu versehen, wenn nicht das gesamte Buch gelesen und genutzt wurde.

3 Zu 3-5 Abbildungsverzeichnis / Tabellenverzeichnis / Abkürzungsverzeichnis Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse Alle im Text enthaltenen Abbildungen und Tabellen sind in den Verzeichnissen mit römischer Seitenzählung aufzunehmen. Abkürzungsverzeichnis Hier werden alle fachspezifischen Abkürzungen in alphabetischer Reihenfolge aufgenommen, insbesondere Abkürzungen von Zeitschriften, Organisationen, Verbänden und Gesetzestexten. Zum Beispiel KJHG Kinder- und Jugend Hilfegesetz BSHG Bundes-Sozial-Hilfegesetz WHO Weltgesundheitsorganisation Nicht aufgenommen werden gängige Abkürzungen, wie u. a., Bsp., Abb., etc.. Hinweis: Abkürzungen im Fließtext Alle nichtallgemein üblichen oder unverständlichen Abkürzungen werden bei der Erstnennung im Text ausgeschrieben und die Abkürzung in Klammern dahinter geschrieben. Im Folgenden wird nun immer die Abkürzung verwendet. Zu 6 Text der Arbeit (nur einige Anmerkungen) Formales: Der Text ist mit einem Textverarbeitungsprogramm auf einem Computer (Word für Windows o. ä.) zu schreiben. Format: DINA4 Schriftart: Arial oder Times New Roman Schriftgröße: Für den Text = 12 Überschriften = Die Schriftgröße sowie das kenntlich machen der Überschriften ist dem Verfasser freigestellt. Insgesamt ist darauf zu achten, dass die gewählte Gestaltung in der gesamten Arbeit einheitlich verwendet wird. Im Folgenden ein Beispiel für die Gestaltung: - Überschriften 1. Ordnung. Schriftgröße 14, fett und unterstrichen - Überschriften 2. Ordnung (Untergliederungsüberschrift): Schriftgröße 12, fett und unterstrichen - Tabellenüberschriften: Schriftgröße 12/11 und fett - Zwischenüberschriften: Schriftgröße 12 und unterstrichen - Text: Schriftgröße 12

4 Zeilenabstand: 1,5 Ausrichtung: Empfohlen wird Blocksatz oder Linksbündig (empfohlen wird Silbentrennung (Menü Extras Sprache Silbentrennung automatische Silbentrennung OK) Randabstände: oben und unten: 2,5 cm links und rechts: 3 cm Kopfzeile: Liegt im Ermessen des Verfassers. Wird eine Kopfzeile erstellt, so enthält diese die Kapitelüberschrift Seitennummerierung: Die Verzeichnisse (Inhalts-, Tabellen-, Abbildung- und Abkürzungsverzeichnis) werden mit römischen Ziffern nummeriert. Das Titelblatt wird mitgezählt, trägt aber keine Seitenzahl. Demzufolge beginnt das Inhaltsverzeichnis mit der Seitenzahl II (römisch zwei). Fußnoten: Sollten Fußnoten erforderlich sein, dann wenn möglich in einem geringen Umfang und fortlaufend durch die gesamte Arbeit. Schreibstil: - Zeichensetzung und aktuelle Rechtschreibung sind zu beachten (aktueller DUDEN) - Einheitliche Verwendung von Fachbegriffen - Bei Abkürzungen wie d. h. oder z. B. auf die Leerzeile zwischen den Buchstaben achten ( das heißt und nicht dasheißt ) - Begriffsdopplungen in einem Satz/Absatz sollten vermieden werden, z. B. Zum Einsatz wurden eingesetzt. - Ich-/Wir-/Man-Form ist in wissenschaftlichen Arbeiten zu vermeiden, außer die eigene Position bzw. Stellungnahmen erfolgt und wird als solche im Text kenntlich gemacht. - Verallgemeinerungen und Füllwörter sind möglichst zu vermeiden (z. B. nun, natürlich, selbstverständlich ) Quellenbezüge und Zitate: - Jegliche Übernahme von Ideen oder Aussagen anderer müssen als solche gekennzeichnet werden, auch wenn diese nicht wörtlich sondern sinngemäß wiedergegeben werden. - Der/Die Quellenbeleg(e) verweist/en auf die Textstelle(n) einer/mehrerer im Literaturverzeichnis aufgelisteten Publikation(en) und erfolgt nicht als Fußnote, sondern durch ein Kurzbeleg im Text.

5 - Kurzbeleg besteht aus Autorennachname, Erscheinungsjahr und Seitenangabe und wird in runde Klammern gesetzt (z. B. (vgl. Wagner 2002, 45)). - Erstrecken sich die Textstellen, auf die Bezug genommen wird, auf zwei aufeinanderfolgende Seiten wird hinter der Seitenzahl ein f angefügt (vgl. Wagner 2002, 45f), auf mehrere aufeinanderfolgende ff (vgl. Wagner 2002, 45ff). - Beziehen sich die Textstellen auf unterschiedliche Seitenzahlen, werden diese nacheinander aufgelistet (z. B. (vgl. Wagner 2002, 45, 60, 71) - Ein oder mehrere Kurzbelege erfolgen spätestens nach jedem Absatz, generell nach den wiedergegebenen Ausführungen. - Wörtliche und sinngemäße Zitate müssen im Text belegt werden. - Der genaue Wortlaut muss korrekt wiedergegeben werden. - Wörtliche Zitate sind grundsätzlich durch doppelte Anführungszeichen zu kennzeichnen. Nach den zitierten Textstellen ist in Klammern der Autorennachnahme, das Erscheinungsjahr und die Seitenangabe zu machen (z. B. Präzises Zitieren ist Grundvoraussetzung für die Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Argumentationen (Wagner 2002, 45) ohne vgl. ) - Wörtliche Zitate dienen lediglich als Beleg in den eigenen Ausführungen. - Zitate aus zweiter Hand: - Diese stammen aus Sekundärquellen. Es wird damit ein Zitat eines Autors übernommen, ohne sich in der Primärquelle über den Originalwortlaut zu informieren, übernommen. - Hier ist der Vermerk anzubringen zitiert nach oder zitiert in - Bsp: o (Wager, 2001, 12 zitiert nach Huber 2004, 15) - Ab drei Zeilen Länge werden wörtliche Zitate als Block ca. 0,5 1 Zentimeter eingerückt. Die Anführungszeichen entfallen dann. Außerdem wird die Schrift auf 10 verkleinert und der Zeilenabstand einfach. - Zitieren von Internetquellen: - Sind insgesamt kritisch zu betrachten, da jede private Person seine Gedanken und Ansichten veröffentlichen kann. - Grundsätzlich sind Internetquellen zugelassen, wenn Sie nicht durch andere zitierfähige Quellen ersetzt werden können - Zitation von Internetquellen, die auch in gedruckter Form zur Verfügung stehen: werden wie gedruckte Quellen zitiert, wobei das Stichwort verfügbar, die Internet-Adresse (URL) und das Zugriffsdatum angegeben werden Beispiel: Wagner, I. (1999): Lernprozesse verstehen. Hannover. Verfügbar: http//www.erziehungswis.-lernen/volltexte/1999/16_1.pdf (Zugriff am ) - Zitation von Internetquellen, die ausschließlich im Internet verfügbar sind: - Sind umfangreicher anzugeben, da nicht von einer dauerhaften Verfügbarkeit ausgegangen werden muss und sogar mit möglichen Veränderungen gerechnet werden muss.

6 - Neben dem Zugriffsdatum sind auch der Zeitpunkt der Erstveröffentlichung der Publikation und evtl. erfolgte Änderungen (Datum) anzugeben. - Darüber hinaus sind folgende Angaben zu machen Name des Autors Titel der Internet-Seite bzw. Quellen Entstehungsjahr Bsp: Wagner, I. (1999): Lernprozesse verstehen. Hannover. Verfügbar: http//www.erziehungswis.-lernen/volltexte/1999/16_1.pdf (Zugriff am , Erstellung am , letzte Änderung am ) Ausschließlich die im Text herangezogenen (Literatur-) Quellen werden dann auch (alphabetisch) im Literaturverzeichnis aufgeführt. Inhaltlich Ziele jeder wissenschaftlichen Arbeit umfassen: - Ein abgegrenztes Thema soll systematisch untersucht werden - Die Ergebnisse der Untersuchung(en) sollen (logisch) geordnet dargestellt werden - Die Darstellung der Ergebnisse sollen die Gedankengänge, die Argumentationswege und die Schlussfolgerungen des Autors für Außenstehende nachvollziehbar und verständlich werden lassen. Wissenschaftliche Qualität zeigt sich darin: - Kürze Prägnanz (Wichtige Informationen sind von Unwichtigen zu trennen) - Systematik (Informationen werden sachlogisch, chronologisch oder diskursiv aufgebaut) - Verarbeitungstiefe (interpretieren und reflektieren anstatt nur zu referieren bzw. wiederzugeben; Begründung von getroffenen Aussagen) Begründung von Aussagen: - Inhaltliche Richtigkeit und Eindeutigkeit der Aussagen - Objektivität und Verdeutlichung der Bewertungsmaßstäbe - Hinterfragen der Quellenaussagen - Vollständigkeit des Themas in seinen Aspekten, Eingrenzungen oder Schwerpunktsetzungen sind stets plausibel zu begründen - Transparenz und Übersichtlichkeit in der gesamten Argumentationsstruktur Zu 7 Literatur und Literaturverzeichnis Literaturrecherche (Beispielhaft): - Literaturarten (gedruckt): o Fachbücher / Handbücher (Monographien) o Fachzeitschriften o Dissertationen / Diplom- und Masterarbeiten o Sammelwerke / Festschriften o Datendokumentationen o Printmedien (z.b. Spiegel / FAZ )

7 - Literaturarten (nicht gedruckt): o Internetseiten (online Veröffentlichungen) o Wissenschaftliche Diskussionsforen o Persönliche Gespräche (Kommunikation) Allgemein wird Literatur unterschieden in: Primärliteratur: - Unter Primärliteratur versteht man ein Schrifttum, das sich direkt mit einem Thema oder Problem befasst. Sekundärliteratur: - Unter Sekundärliteratur versteht man ein Schrifttum, in dem auf ein Thema oder Problem (bzw. auf Literatur, die sich damit befasst) verwiesen wird. Eine Originalliteratur wird in diesen Büchern verarbeitet. Literaturverarbeitung / Findung der Themenstellung : - Thema / Fragestellung nach der Literatursichtung überprüfen, ggf. nach Absprache mit dem Betreuer umformulieren (eingrenzen oder erweitern) - Erarbeiten eines Untersuchungskonzeptes bzw. Entwicklung eines theoretischen Erklärungsansatzes (Arbeitshypothesen) - Auswertung / Bearbeitung der wissenschaftlichen Literatur und Quellen mit den gewählten Methoden bzw. hinsichtlich der formulierten Hauptfragestellung der Arbeit (Reflexion/Ausblick) Literaturverzeichnis: - Alle im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel müssen auch im Text angegeben sein und umgekehrt - Alle Angaben erfolgen in alphabetischer Reihenfolge Bücher: - Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. (ggf. Untertitel). Aufl. (wenn nicht Erstauflage). Erscheinungsort(e): Verlag. Seitenzahl (nur relevant wenn ausschließlich Teile eines Buches verwendet wurde). Zeitschriften: - Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. In: Name der Zeitschrift, Jahrgang, (Heftnr.): Seitenzahl(en). Mündliche Mitteilungen; - Name, Vorname (Datum): Mündliche Mitteilung. Internetadressen: - AUTOR(EN) der Seite (Jahr): Titel. Internetadresse (Zugriffsdatum + ggf. Erstellung am + ggf. letzte Änderung am)

8 Zu 8 Anhang Der Anhang enthält Dokumente, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind, wie z.b. Transkripte, Fragebogen, Unterrichtsprotokolle, Materialsammlungen. Der Anhang bildet einen eigenen Abschnitt, der im Literaturverzeichnis ausgewiesen wird. Zu 9 Erklärung Der Arbeit ist eine unterschriebene Erklärung anzufügen, in der der Studierende/die Studierende versichert, dass er/sie die Arbeit selbst angefertigt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet hat. Sie könnte z.b. lauten: Hiermit versichere ich, die vorliegende Arbeit selbständig, ohne fremde Hilfe und ohne Benutzung anderer als der von mir angegebenen Quellen angefertigt zu haben. Alle aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche gekennzeichnet. Die Arbeit wurde noch keiner Prüfungsbehörde in gleicher oder ähnlicher Form vorgelegt. Literaturempfehlung: - Standop, E.; Meyer, M. (2004): Die Form der wissenschaftlichen Arbeit. 17., korr. u. erg. Auflage. Heidelberg: Quelle & Meyer.

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