SCHÖNE NEUE WELT DER DATEN

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1 04/ 2014 KUNDENMAGAZIN BUNDESRECHENZENTRUM ÖSTERREICH Über den Wolken Cloud Computing aus unterschiedlichen Perspektiven SCHÖNE NEUE WELT DER DATEN Daten schützen und Daten nutzen Zentrale Anlaufstelle Das neue Bundesverwaltungsgericht

2 2 Inhalt Editorial 3 Big Data 4 Schöne neue Welt der Daten 8 Big Data Opportunity statt Big Brother 10 Es bedarf einer gemeinsamen Big Data-Strategie 12 Quo Vadis Big Data? 8 14 Die Rolle von Registern in Zeiten von Big Data 10 IT-NEWS 16 Zentrale Anlaufstelle: Das neue Bundesverwaltungsgericht INTERNATIONAL 18 Die ganze Welt wird virtuell 20 Über den Wolken KURZ UND BÜNDIG 22 BRZ im Bild LIEBE LESERINNEN UND LESER! Wenn wir uns in öffentlichen Verkehrsmitteln bewusst umsehen, dann erkennen wir, dass sich fast jeder Fahrgast mit seinem Mobiltelefon beschäftigt. Der Datenstrom des Internets verlagert sich immer mehr auf Smartphones und Tablets. Allein das mobile Datenaufkommen soll sich deshalb in den kommenden vier Jahren mehr als verzehnfachen. Es sind Unmengen an Daten, die heute Tag für Tag anfallen. Es gibt einen Begriff, unter dem die Nutzung all dieser Daten zusammengefasst wird: Big Data. Das BRZ hat sechs konkrete Handlungsfelder identifiziert, in denen die neuen Technologien der Datennutzung und -analyse für eine weitere Modernisierung und Effizienzsteigerung in der Verwaltung eingesetzt werden können. Diese werden in unserem Leitartikel Schöne neue Welt der Daten skizziert. Unter diesem Titel veranstalteten wir Anfang November auch eine Fachtagung, für die wir namhafte Keynote Speaker wie Mag. Ulrike Huemer (Stadt Wien), Mag. Wolfgang Ebner (BMF) und Dr. Marcus Hudec (Universität Wien) zum Thema gewinnen konnten. Sie sind dieses Mal auch unsere Coverstars. Einig war man sich auch darin: Es bedarf in der öffentlichen Verwaltung einer gemeinsam erarbeiteten österreichweiten Datenstrategie, um den sinnvollen Einsatz von Big Data-Technologien weiter voran zu treiben. Bei einer Veranstaltung zum Thema Trust in Cloud im BRZ hatten Vertreter/innen aus unterschiedlichen Bereichen - aus der Wissenschaft, der Industrie und aus der Verwaltung erstmals die Möglichkeit, ihre Sicht zu Cloud Computing darzustellen und zu diskutieren. Wieder war die Erkenntnis, dass kooperativ erarbeitete Strategien alle Beteiligten schneller ans Ziel bringen. Auf Basis der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012 setzen jetzt auch Bundesverwaltungsgericht und Bundesfinanzgericht auf gemeinsam definierte Standards, was den elektronischen Aktenlauf betrifft. So kann mit dem Verwaltungsgerichtshof effizient und ohne Medienbrüche kommuniziert werden. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und besinnliche Feiertage sowie ein erfolgreiches Jahr 2015! 14 DI Roland Jabkowski, MBA Sprecher der Geschäftsführung Mag. Christine Sumper-Billinger Kaufmännische Geschäftsführerin IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Bundesrechenzentrum GmbH, Hintere Zollamtsstraße 4, 1030 Wien Redaktion BRZ: Mag. Alexander Aigner, Mag. Julia Popp; Satz, Layout und Design: André Kienast (BRZ) und gantnerundenzi Fotos Titelstory: Klaus Vyhnalek. Falls nicht anders angegeben: BRZ GmbH, istockphoto.com Druck: Ueberreuter Print GmbH Am Titelbild (v.l.n.r.): Ao.Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec (Universität Wien), Mag. Ulrike Huemer (Stadt Wien), Mag. Wolfgang Ebner (BMF), Mag. Gerhard Köhle (BRZ) Ident-Nr. A PEFC/

3 William Binney, ehemaliger technischer Direktor der NSA, spricht bereits seit 2001 davon, dass es angesichts der to Big Data Schöne neue Welt der Daten Wie Big Data auch abseits von Big Brother -Vorstellungen Nutzen stiftet Und wie sowohl Big als auch Small Data durch smarte Nutzung für höhere Qualität und Effizienz in der öffentlichen Verwaltung sorgen können Big Data und Predictive Analytics in der öffentlichen Verwaltung standen im Mittelpunkt der BRZ-Fachtagung Schöne neue Welt der Daten. Keynote Speaker waren Dr. Marcus Hudec (Universität Wien), Mag. Wolfgang Ebner (Bundesministerium für Finanzen) und Mag. Ulrike Huemer (Stadt Wien) Durch das Programm führte Mag. Gerhard Köhle (BRZ) Big Data, der Hype, der sowohl IT und Medien als auch werden. Seit die Polizei dies in der Einsatzplanung berücksichtigt, sank die Zahl der Raubüberfälle um 27 % und die Daten einschätzen und politisch bewerten können. So gab jeder, der das tut, gehört hinter Gitter. talitären Sammelwut der NSA an Leuten fehlt, die all die einer höheren Wahrscheinlichkeit Terroristen, doch nicht Politik und Gesellschaft gleichzeitig begeistert und besorgt. Big Data, die Herausforderung, die wie kein anderer Anzahl der Festnahmen stieg um mehr als die Hälfte. es natürlich auch Hinweise auf die Bildung eines Terror Trend einen gewissen Antagonismus zwischen innovativen netzwerks in Syrien und im Irak. Doch die politische Bedeutung wurde nicht erkannt. Je mehr Daten sie haben, desto Aus den genannten Beispielen wird eines deutlich: Der Staat Der Staat und seine Verantwortung Lösungen und datenschutzrechtlichen Grenzen aufzeigt. Ähnliche Pilotprojekte gibt es inzwischen in Deutschland, Und Big Data, das Buzzword für die neue Welt der Daten: der Schweiz und in Österreich. Auch bei der Aufklärung von dümmer werden sie, so Binney. Auch US-Präsident Obama hat eine besondere Verantwortung und er muss mit dieser Zwei Wörter, die mit nur acht Byte speicherbar sind. Zwei Wörter, ein Klacks im Vergleich zu all den jemals gespro chenen Wörtern der gesamten Menschheitsgeschichte. Würde man diese in Daten fassen, wären das fünf Exabyte (10 18 Byte), schätzen mehrere Studien. Eine ganze Menge also. Doch selbst das ist nichts gegen die Menge an Daten, die heute produziert werden: Denn allein im Jahr 2013 soll fast das Tausendfache angefallen sein, nämlich vier Zettabyte (10 21 Byte), sei es in Form von Bildern, Videos, Audio oder aus Sensoren sowie aus vielen anderen Datenquellen. Die grosse Chance Es stellt sich demnach nicht die Frage, ob die öffentliche Verwaltung bei Big Data mitmachen soll oder nicht: Big Data ist Realität. Und die Chancen und Möglichkeiten sind so unvorstellbar und scheinbar fantastisch wie die Datenmenge selbst. Das zeigen mehrere erfolgreiche Beispiele, etwa in der Kriminalitätsbekämpfung. In Santa Cruz wurde ein Predictive Policing-System entwickelt, das aus vergangenen Verbrechen Gebiete errechnet, in denen in den nächsten Stunden mit höherer Wahrscheinlichkeit Delikte geschehen Verbrechen konnten einige Erfolge erzielt werden. So wurde nach den Anschlägen beim Boston Marathon 2013 die Bevölkerung aufgerufen, die Bilder und Videos ihrer Smartphones der Polizei zur Verfügung zu stellen. Diese untersuchte die umfangreichen Daten anhand von Big Data-Technologien nach Auffälligkeiten und konnte in kürzester Zeit die Täter identifizieren. Gefahren und Risiken Doch nicht nur die Chancen sind großartig: Die Gefahren, Risiken und Herausforderungen dieser schönen neuen Welt der Daten sind mindestens genauso groß. Dies lässt sich unter anderem an einem weltpolitischen Ereignis veranschaulichen: Nachdem die Terrororganisation Islamischer Staat Mitte des Jahres in kürzester Zeit ein Gebiet von der Größe Großbritanniens erobert hatte, tauchte in Medien immer wieder die Frage auf, warum die Geheimdienste dies trotz all der Überwachungsmaßnahmen und moderner Technologien nicht frühzeitig erkannt hatten, wo doch die Vorbereitungen seit Jahren erfolgt sind - auch in Europa und Amerika. räumte im vergangenen Oktober Fehler der Geheimdienste ein. Die umfangreichsten Daten und besten Technologien nützen also nichts, wenn die falschen Daten betrachtet, die falschen Prioritäten gesetzt oder die falschen Erkenntnisse abgeleitet werden. Das gilt nicht nur bei solch weltpolitischen Problemen, sondern auch im Kleinen. Eine weitere Gefahr ist die falsche Interpretation von Daten - im schlimmsten Fall ein falscher Verdacht, der in die individuelle Freiheit der Menschen eingreifen kann. Der Engländer Rizwaan Sabir hatte im Jahr 2008 das Terrorhandbuch von Al-Qaida aus dem Internet herunter geladen. Am nächsten Tag wurde Herr Sabir wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Terrorakts festgenommen und inhaftiert. Nach einer Woche kam er wieder frei, denn eines hatten die Terrorfahnder nicht beachtet: Dass er an der University of Nottingham an einer Masterarbeit zur Terrorismusforschung arbeitete. Ein eindrucksvoller Beweis für eine besondere Herausforderung beim Einsatz von Big Data-Technologien: Korrela tion darf nicht mit Kausalität verwechselt werden. Menschen, die Al-Qaida-Handbücher herunterladen sind vielleicht mit Verantwortung gewissenhaft umgehen. Er muss darauf achten, dass er den richtigen Fokus legt, die richtigen Prioritäten setzt und die vielen Daten richtig interpretiert. Natürlich muss er ganz besonders auf den Datenschutz achten. Er muss die Datensicherheit garantieren, also die Daten der Bürger/innen vor Datendiebstahl und Manipulation schützen. Und er muss für Transparenz sorgen, also den Bürger/ innen eine einfache Möglichkeit geben, in die persönlichen Daten und deren Verwendung Einsicht zu nehmen. Bei all diesen Einschränkungen: Was darf der Staat mit den vielen Daten der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen überhaupt anfangen? Wie kann er die Daten schützen und sie gleichzeitig für bessere und effizientere Services und Prozesse nutzen? Gibt es in der öffentlichen Verwaltung Anwendungsbereiche für eine Datennutzung auch abseits von Sicherheit und Überwachung? Die Antwort ist: Ja. In vielen Gesprächen mit Kunden und Partnern hat das Bundesrechenzentrum sechs Handlungsfelder identifiziert, die auf der nächsten Seite abgebildet sind. Einige davon sollen anhand von Beispielen näher betrachtet werden.

4 Modernisierung der Gesetzgebung Bereits heute wird für jedes Gesetz und jede Verordnung eine sogenannte wirkungsorientierte Folgenabschätzung durchgeführt. Verschiedene Werkzeuge unterstützen etwa dabei abzuschätzen, um wie viel sich die Anzahl der armutsgefährdeten Menschen verringert, wenn die Lohnsteuer gesenkt wird. In Zukunft lassen sich auf einer breiten Datenbasis und durch den Einsatz von Big Data-Technologien solche und kniffligere Fragen zeitnaher und präziser beantworten. Der Gesetzgeber wird also auch komplexe Szenarien im Voraus analysieren sowie die potenziellen Auswir Big Data Big Data Effizienz und Verwaltungsreform Optimierung der Verwaltungsprozesse durch Aufbereitung Wirksamkeit der gesetzlichen Maßnahmen im Nachhinein marking und ganz traditionelle Prozessoptimierung zu erkungen bewerten können. Und er wird in der Lage sein, die Die versprochene Effizienzsteigerung wäre durch Bench von Informationen und besser zu evaluieren. reichen. Eine datenbasierte Plausibilitätsprüfung würde Automatisierung von die Möglichkeit eröffnen, absichtliche und unabsichtliche Sicherheit und Aufgaben Services für Staatliche Infrastruktur Fehler in Anträgen frühzeitig abzufangen, schon bevor sie Kriminalitätsbekämpfung Unternehmen sich im Bereich der staatlichen Infrastruktur eine Vielzahl könnten Auswertungen automatisiert, Daten und Doku- Bürger/innen und Von der Gesundheit über die Energie bis zum Verkehr bietet bei Bearbeiter/innen Aufwand erzeugen. In der Bearbeitung konkreter Einsatzmöglichkeiten, die teilweise schon Realität sind. In Schweden und Singapur werden schon heute die Ausreißer erkannt sowie Zusammenhänge visualisiert und mente automatisch kategorisiert oder Abweichungen und Einsatzplanung von Feuerwehr, Rettung und Polizei, zur Erhöhung der Qualität vielen Sensoren aus Auto, Handy und Co. genutzt, um Ver- Bearbeitungsschritte automatisiert werden. Nutzung neuer Technologien Betrugsbekämpfung, und Verbreiterung des kehrsleitsysteme in Echtzeit zu steuern. Das hat gute Erfolge bei der Stauvermeidung gebracht. Auch im öffentlichen Gemeinsame Datenstrategie Leistungsangebots der Verwaltung Verkehr lassen sich Big Data-Technologien nutzen, etwa in Auch wenn sie teilweise immer noch etwas abstrakt sind: der Analyse des Fahrgast-Verhaltens oder der Früherkennung von technischen Gebrechen. Besonders vielfältig sind Möglichkeiten für die öffentliche Verwaltung sowie für Bür- Die Chancen der Datennutzung und der neuen technischen die Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitsbereich: Sie reichen von der Prävention (etwa der Erkennung von Epidemi- Doch bestehen meist immer noch Unklarheiten über die gerinnen, Bürger und Unternehmen liegen auf der Hand en) über die Diagnostik bis hin zur Therapie und Medikation. Möglichkeiten und Grenzen in der Handhabung. Oft ist kaum bewusst, dass viele der Chancen selbst unter strenger Einhaltung von Datenschutzbestimmungen nutzbar sind, etwa Effizienzsteigerung und Verwaltungsreform Staatliche Modernisierung Infrastruktur der Gesetzgebung Und Big Data soll nicht nur mehr Qualität, sondern auch indem Daten anonymisiert oder mit Zustimmung der betroffenen Personen genutzt werden mehr Effizienz in die Verwaltung bringen. Eine Studie des Business Application Research Centers (BARC) zeigt, dass Steuerung des öffentlichen Analyse von Szenarien in der und individuellen Verkehrs, Gesetzgebung, wirkungsorientierte Folgen- Analysen bereits Prozesskosten senken konnten. McKinsey im November wurde so auch von mehreren Teilnehmer/ 45 Prozent der befragten Unternehmen durch Big Data- Bei der Fachtagung Schöne neue Welt der Daten des BRZ Smart Metering, spricht von einem Sparpotenzial von bis zu 20 Prozent in der innen festgestellt, dass für eine Ausschöpfung des Datenpotenzials die Ausarbeitung einer Big Data-Strategie not Gesundheitswesen, abschätzung, e-partizipation, öffentlichen Verwaltung. Beispiele dafür gibt es bisher allerdings sowohl national als auch international kaum. wendig sein wird. Oder noch allgemeiner einer gemeinsam Wirtschaft und erarbeiteten österreichweiten Datenstrategie, denn die Arbeit Es ist jedoch festzustellen, dass besonders Verwaltungsprozesse mit hohem Informationsanteil und verschiedensten Grenzen zwischen Small Data und Big Data sind fließend Optimierte Steuerung des Informationsarten (strukturiert und unstrukturiert) für eine Arbeitsmarktes, Erfolgs Optimierung anhand von Big Data-Technologien geeignet scheinen: Prozesse mit umfangreichen Antragsunterlagen, bei denen Überlastung in der manuellen Bearbeitung auftritt oder Prozesse, in denen Entscheidungen auf einer großen Datenmenge beruhen. Beispiele sind etwa die Bearbeitung von Patentanträgen oder die Vergabe von Förderungen. messung der Forschungs förderung, Finanz marktaufsicht, Gemeinsam mit Kunden, Partnern und Lieferanten wurden sechs Handlungsfelder für Big Data in der öffentlichen Verwaltung identifiziert. Services für Bürgerinnen und Bürger Durch die intelligente Nutzung von Daten können Bürger/ innen aber auch Unternehmen zukünftig eine höhere Servicequalität oder neue Services angeboten werden. So ließen sich etwa Bürgeranliegen schneller, in höherer Qualität und mit weniger Aufwand beantworten. Für die oft sehr ähnlichen Anfragen an die Verwaltung ist es durch die Nutzung in der Vergangenheit erteilter Antworten und verschiedenster weiterer Datenquellen teilweise sogar möglich, automatisiert Antwortvorschläge zu erstellen. Und wie Amazon, Google & Co ist auch die öffentliche Verwaltung in der Lage, Prozesse und Services effizienter zu gestalten, teilweise sogar zu automatisieren. Etwa indem wie von Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling kürzlich angekündigt beim Eintrag eines Kindes in das Personenstandsregister automatisch die Familienbeihilfe beantragt wird. Oft reicht also auch Small Data, um großen Nutzen zu erzielen. Das BRZ bietet: Profundes Know-how in der Analyse und Konzeption datenorientierter IT-Lösungen Professionelle Beratung an der Schnittstelle zwischen Fachanforderungen und IT unter Einbeziehung datenschutzrechtlicher Vorgaben Herstellerunabhängige Expertise zu den unterschiedlichen am Markt erhältlichen IT-Lösungen Bewährte Erfahrung in der Integration der IT-Lösungen in Verwaltungsverfahren Sichere Datenhaltung in Österreich Mag. Gerhard Köhle ist Management Consultant des BRZ. Neben Beratungsprojekten zur fachlichen Konzeption von IT-Lösungen wie im Bereich Glücksspiel befasst er sich mit Innovation sowie Big Data in der öffentlichen Verwaltung.

5 8 Big Data Big Data 9 Big Data Opportunity statt Big Brother Data Science und Predictive Analytics in der öffentlichen Verwaltung Technologische Entwicklungen der Informatik und das Vordringen digitaler Lösungen in nahezu alle Lebensbereiche haben unsere Welt in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Das kontinuierliche Wachstum des digitalen Universums führte zu einer rapiden Vermehrung verfügbarer Daten. Die immer intensivere Nutzung des Internets und verschiedener Social Media-Anwendungen, die Omnipräsenz mobiler Devices, die Speicherung von Sensordaten sowie neue Technologien sind ein Garant dafür, dass wir uns immer reichhaltigeren und komplexeren Datenmengen gegenüber sehen. DATENGETRIEBENE PROBLEMLÖSUNG Neue veränderte Realitäten führen naturgemäß zu neuem Verhalten. Im Bereich der Wissenschaft erkannte der Informatiker Jim Gray als einer der ersten, dass die veränderten technologischen Rahmenbedingungen auch zu neuen wissenschaftlichen Herangehensweisen führen. Unter dem Schlagwort The Fourth Paradigm charakterisiert Gray das Prinzip von data-intensive scientific Discovery. Darunter ist zu verstehen, dass neue Erkenntnisse immer stärker aus einer datengetriebenen Problemlösung wissenschaftlicher Fragestellungen resultieren. Natürlich beschränkt sich die Fokussierung auf datengetriebene Problemlösung nicht nur auf wissenschaftliche Fragestellungen. Längst hat auch die Wirtschaft erkannt, dass die Analyse der verfügbaren großen Datenmengen neue lukrative Geschäftsfelder eröffnet. Mehr als ein Jahrzehnt vor dem aktuellen Hype rund um Big Data wurden unter den Fachbezeichnungen Data Mining oder Predictive Analytics Algorithmen und Techniken entwickelt, die es erlauben, Muster, strukturelle Zusammenhänge oder Trends in großen Datenmengen aufzuspüren, welche datengestützt eine zielgerichtete Entscheidungsfindung ermöglichen und so zu einer profitableren Steuerung von Geschäftsprozessen beitragen. Data Science Big Data-Technologien umfassen zwei komplementäre Aufgaben: Automatisationsgestützte Verfahren zum Management und zur Verarbeitung beliebig großer Datenmengen Extraktion von verwertbarem Wissen aus diesen Daten Schlüsseltechnologien für die Aufgaben des Datenmanagements sind dabei skalierbare Infrastrukturen, Cloud Computing, Techniken zur Parallelisierung von Workflows, neue Datenbankkonzepte, Tools zur Bewältigung massiver Real Time-Datenströme und semantische Techniken zur Wissensrepräsentation. Für die Wissensextraktion finden analytische Methoden auf drei Ebenen Anwendung: Deskriptive Analytik Liefert transparente Informationen darüber, was wie häufig, zu welchen Zeitpunkten, wo in welchem Kontext passiert ist. Basistechniken sind Visualisierung, Reporting, Assoziationsanalyse, Segmentierung, Erkennen von Trends und explorative Datenanalyse. Vorhersagende Analytik Durch die Anwendung komplexer statistischer Modelle und Algorithmen werden aus vorhandenen Daten Wahrscheinlichkeitsaussagen über künftiges Verhalten getroffen. Grundlage sind Techniken des Supervised Learnings, der Zeitreihenanalyse und Modelle zur Analyse räumlicher Daten. Optimierende Analytik Ausgehend von den Erkenntnissen des Predictive Analytics erfolgt eine Optimierung von Handlungsweisen zur Maximierung des Erfolges. Neben Optimierungstechniken sind hier what if -Szenarien-Analyse, interaktive Visualisierung und Systeme zur Entscheidungsunterstützung (Decision Support Tools) von Relevanz. Eine wichtige Botschaft ist, dass es keine fertige Lösung für Big Data- Fragestellungen gibt. Für konkrete Aufgaben gilt es, aus dem mittlerweile reichhaltigen Instrumentarium von Werkzeugen, die für eine spezifische Aufgabenstellung bestgeeignete Lösung zu konfigurieren. Big Data in der Verwaltung Auch für die öffentliche Verwaltung stellt sich vermehrt die Frage, wie durch die Nutzung von Big Data-Technologien, im Kontext der Aufgaben moderner öffentlicher Verwaltungen, künftig innovative Lösungsansätze gefunden werden können. Die prinzipiellen Anwendungsmöglichkeiten innerhalb der öffentlichen Verwaltung sind vielfältig und noch lange nicht vollständig erschlossen. Aus heutiger Sicht typische Anwendungsgebiete sind: Entscheidungsunterstützung durch vorhersagende Analytik Effiziente Einsatzplanung bei knappen Ressourcen durch Identifikation von hot spots Betrugserkennung Datengetriebene Erneuerung von Infrastruktureinrichtungen (Predictive Maintenance) Personalisierte Services für Bürgerinnen und Bürger Einsatzmöglichkeiten So ermöglicht etwa die anonymisierte Auswertung von mobilen Bewegungsdaten eine wesentlich genauere analytische Erfassung von Verkehrsströmen, als dies in der Vergangenheit durch stichprobenbasierte Erhebungen ( Pendlerstatistik ) möglich war. Solche Bewegungsdaten sind etwa Providerdaten von Mobilgeräten, Sensordaten aus Mautsystemen oder Daten von Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs. Ausgehend von solchen Datensammlungen können sowohl langfristige strategische Entscheidungen zur Verkehrsplanung als auch kurzfristige Maßnahmen zur Optimierung von Verkehrsströmen (Stauvermeidung) datengestützt getroffen werden. Für die effiziente Einsatzplanung bei knappen Ressourcen gibt es z. B. vielversprechende Ansätze im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung auch bereits in Österreich. Auch zum datengestützten Aufspüren prüfungswürdiger Fälle im Bereich der Steuerprüfung wurden bereits erfolgreiche Big Data-Aktivitäten realisiert. Dennoch befinden wir uns erst am Anfang einer Entwicklung, welche die Informationsverarbeitung und Nutzung innerhalb der öffentlichen Verwaltung nachhaltig ändern wird. Big Data-Strategie Nutzungspotenziale und die damit verbundenen Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung werfen eine Fülle prinzipieller Fragen auf. In diesem Kontext hat die australische Regierung 2013 ein Positionspapier zu einer Big Data -Strategie verfasst, in dem Chancen und Risiken, die sich aus Big Data für die öffentliche Verwaltung ergeben, diskutiert und eine koordinierte Herangehensweise an die Einführung von Big Data-Technologien skizziert werden. Zweifelsfrei erscheint die Formulierung einer solchen Strategie auch für die österreichische Verwaltung sinnvoll. Zentrale Eckpunkte einer solchen Strategie sollten sein: Primäre Prämisse aller Handlungen muss die Wahrung der Prinzipien des persönlichen Datenschutzes und der Datensicherheit sein Entwicklung von Konzepten und Techniken zum Datenaustausch und zur Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen verschiedener Verwaltungsorgane unter strengster Beachtung des legistischen Rahmens Schaffung einer Transparenz und damit eines Klimas des Vertrauens bei den Bürgerinnen und Bürgern Bewältigung der technologischen und analytischen Herausforderungen Entwicklung der erforderlichen Skills zur Problemlösung Ziel muss sein, durch abteilungs- und organisationsübergreifende Kooperationen und die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen zeitnahe, reliable Handlungsempfehlungen zu erhalten, die letztlich zur Effizienzsteigerung und/ oder qualitativen Verbesserung von Verwaltungsprozessen beitragen. Ao.Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec lehrt und forscht an der Fakultät für Informatik der Universität Wien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Predictive Analytics, Data Science und Visualization.

6 10 Big Data Interview Big Data Interview 11 Es bedarf einer gemeinsamen Big Data-Strategie Interview mit Mag. Ulrike Huemer, Chief Information Officer der Stadt Wien Mag. Ulrike Huemer leitet die Gruppe Prozessmanagement und Informations- und Kommunikationstechnologie-Strategie im Bereich Organisation und Sicherheit der Magistratsdirektion Wien. In ihrer Keynote im Rahmen der BRZ-Fachtagung Schöne neue Welt der Daten plädiert sie für eine bürgerfreundliche Verwaltung, die durch den gezielten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie durch eine sinnvolle Vernetzung von Daten und Services ermöglicht wird. Eine verwaltungsübergreifende Kooperation von Stadt, Land und Bund ist dafür unerlässlich. Welche Möglichkeiten bietet die Vernetzung von Daten und Services im Verwaltungsbereich? Durch Big Data haben wir die Chance, das Serviceangebot für die Bürgerinnen und Bürger zentriert auszubauen und im Bereich E-Government einen innovativen Schritt zu setzen. Das geht allerdings nur unter Berücksichtigung der Tatsache, dass wir als öffentliche Verwaltung eine ganz besondere Sorgfalt im Zusammenhang mit der Nutzung beziehungsweise Vernetzung von Daten haben. Darüber hinaus muss das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, was die Themen Datenschutz und Transparenz betrifft, gefestigt werden. Was ist der Mehrwert für die Bürger/ innen bzw. für die Verwaltung? Die Verwaltung hat die Möglichkeit, ihre Services zum Wohl der Bevölkerung moderner zu gestalten. Dadurch kann sie auch effizienter und effektiver werden. Verwaltungswege können so verkürzt werden. Das ist für mich Smart Governance! Welche Rahmenbedingungen müssen für die Nutzung von Daten im Sinne von besseren und effizienteren Verwaltungsservices geschaffen werden? Es bedarf einer gemeinsamen Big Data-Strategie, in der die Regeln der Vernetzung der Daten und der dadurch zu erreichende Nutzen festgelegt werden. Darüber hinaus muss das Vertrauen der Bevölkerung für Datensicherheit geschaffen werden! Dafür müssen wir sowohl technologische wie rechtliche als auch kommunikative Schritte setzen. Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der Kooperation von Ländern, Gemeinden und Bund sowie IT-Dienstleistern wie dem BRZ? Ich denke, gerade bei diesem wesentlichen Thema ist es unerlässlich, dass die Gebietskörperschaften gemeinsame Sache machen. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, hier eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten. Sie sind seit März 2014 CIO der Stadt Wien. Wie sieht Ihre persönliche Bilanz nach den ersten Monaten aus? Was waren die Highlights? Ich bin extrem glücklich, mit dieser Funktion betraut worden zu sein. So habe ich die Chance, mich mit essenziellen Themen der technologischen, wirtschaftlichen aber letztendlich auch gesellschaftlichen Weiterentwicklung der Stadt Wien zu beschäftigen. Meine persönlichen Highlights waren sicher der Aktionstag I like IT am 16. September am Stephansplatz und im Rathaus. Es war die erfolgreiche erste Etappe bei der Erarbeitung der Digitalen Agenda für Wien und die Bestätigung, dass Öffnung und Partizipation ganz wesentliche Schritte einer modernen öffentlichen Verwaltung sind. Sie haben kürzlich unter Digitale Agenda Wien eine sehr erfolgreiche Crowdsourcing-Initiative für eine neue IKT-Strategie der Stadt Wien durchgeführt. Was sind die Erkenntnisse daraus? Es ist besonders wichtig, dass die Öffentliche Verwaltung bei der Erarbeitung von Strategien eine Außensicht einnimmt und die kollektive Intelligenz der Menschen nutzt. Unsere Initiative hat mich bestärkt, dass Partizipation, und in dem Fall Crowdsourcing, einen wesentlichen Beitrag zur Öffnung der Verwaltung darstellt. 172 großartige und vor allem fundierte Ideen und fast 300 Kommentare sind eine beeindruckende Ausgangsbasis für die Vertiefung und Ausrichtung der digitalen Stadt Wien. Mag. Ulrike Huemer Ulrike Huemer, geboren 1977 im Mühlviertel in Oberösterreich, schloss im Jahr 2000 das Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz ab. Sie war in Folge als Assistentin am Institut für Staatsrecht und politische Wissenschaften an der Universität Linz tätig wechselte sie zum Magistrat Villach startete sie ihre Karriere bei der Stadt Wien übernahm sie in der MA 5 ( Finanzwirtschaft, Haushaltswesen und Statistik ) die Steuerungsgruppe Budget und 2009 wurde sie zur Leiterin der MA 6 ( Rechnungs- und Abgabenwesen ) bestellt. Seit März 2014 ist Ulrike Huemer Mitglied der Magistratsdirektion der Stadt Wien, wo sie als CIO die Gruppe Prozessmanagement und IKT-Strategie im Bereich Organisation und Sicherheit leitet.

7 12 Big Data Big Data 13 Quo Vadis Big Data? Für das BRZ ist die Grundlage des Handelns, dass wir technologisch am Puls der Zeit bleiben und Vorschläge bringen, wie die Verwaltungs-IT effizienter und effektiver zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger aufgestellt werden kann. Die Herausforderung für uns liegt dabei vor allem in der Bereitstellung der technologischen und fachlichen Skills. DI Günter Stessl, Information Management, BRZ Ziel ist es, mittels Big Data konkrete Handlungsempfehlungen zu gewinnen, die letztlich zu Effizienzsteigerungen in der Verwaltung führen. Für die Rolle des Koordinators auf dem Weg zu einer erfolgreichen Big Data-Strategie in der österreichischen Verwaltung wäre das BRZ als IT-Dienstleister des Bundes gut geeignet. Ao.Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec, Fakultät für Informatik, Universität Wien Kooperation ist für die optimale Nutzung von Daten in der öffentlichen Verwaltung ein zentraler Erfolgsfaktor. Das bedingt jedoch einen Kulturwandel. Verwaltung muss Dialog lernen, um auch externe Ressourcen, externes Knowhow auf dem Weg zu effizienteren Prozessen integrieren und nutzen zu können. Mag. Dr. Peter Parycek, Leiter Zentrum für E-Governance, Donau-Universität Krems Big Data ist für uns im Bundesministerium für Bildung und Frauen ein sehr wichtiges Thema, beispielsweise wenn es um Schülerstromanalysen geht. Aber uns muss vor allem klar sein, dass Big Data neben allen Vorteilen auch Gefahren in sich birgt. Datensicherheit muss jederzeit gewährleistet sein. Raphaela Psihoda, IT-Projektmanagement, Bundesministerium für Bildung und Frauen Meine Vision ist eine vernetzte Verwaltung mit Echtzeitdatenanalysen, um nach objektiven Gesichtspunkten Entscheidungen zu treffen. Allerdings mangelt es noch an geeigneten organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um diese Potenziale auch zur Gänze zu heben. Mag. Wolfgang Ebner, Stv. Leiter IT-Sektion, Bundesministerium für Finanzen Daten kennen keine Grenzen. Wir müssen bei Big Data in globalen Dimensionen denken. Das auf nationalstaatlicher Ebene zu klären, greift deshalb gerade beim Thema Big Data deutlich zu kurz. Dr. Martin Schneider, CIO des Bundes ministeriums für Justiz Big Data soll zum Wohle der Menschen eingesetzt werden. Ob Kommunen oder der Bund es sollte nicht jeder für sich Lösungen finden. Wir brauchen eine gemeinsame Big Data-Strategie in Österreich, die den Weg in eine positive Datenzukunft ebnet. Mag. Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien

8 14 Big Data Big Data 15 Register und Big Data passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Dr. Peter Parycek, Leiter des Zentrums für E-Governance an der Donau-Universität Krems Die schöne neue Welt der großen Datenmengen, mit dem Schlagwort Big Data bezeichnet, verspricht ungeahnte Möglichkeiten. Potenzial zeigt sich unter anderem dort, wo durch die Verknüpfung von Daten neue Services entstehen können. Bei der komplexen Thematik der Registerdaten müssen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kooperativ zusammenarbeiten, um Informationen mit Mehrwert für die Bevölkerung zu generieren. Die Rolle von Registern in Zeiten von Big Data Gesellschaftlicher Mehrwert und Datenschutz müssen sich bei der Verknüpfung von Datenmengen nicht ausschließen Der gesellschaftliche Mehrwert steht bei Big Data dem individuellen Datenschutz gegenüber. Das ist besonders relevant für den Bereich der Verwaltung und der Registerdatenbanken, in denen unter anderem Meldedaten und Daten zu Personenständen verwaltet werden. Den großen Erwartungen an Big Data steht die Verantwortung der Verwaltung für den Schutz personenbezogener Daten, aber auch ein gewisses Misstrauen der Bevölkerung gegenüber. Big Data-Prinzipien vs. Register Die Begriffe für Datenanalysen haben sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert und Register und Big Data passen auf den ersten Blick nicht zusammen, so Dr. Peter Parycek, Leiter des Zentrums für E-Governance an der Donau-Universität Krems. Das liegt daran, dass viele Prinzipien von Big Data auf Register nicht zutreffen: Die Datenmengen sind gering, liegen nicht in Echtzeit vor und sind hochstrukturiert. In der Verknüpfung liegt das Potenzial: Dann, wenn hochstrukturierte Daten wie die der Register etwa mit unstrukturierten Echtzeitdaten aus externen Datenquellen kombiniert werden. Wo eine Verknüpfung Sinn macht, ist abhängig von der fachpolitischen Fragestellung im Politik- Prozess. Von der Themenfindung bis zur Evaluation sind viele Einsatzbereiche denkbar, so Parycek. Wenn es die Verwaltung also versteht, sich an bestimmten Stellen in ihren Prozessketten zu öffnen, können externe Ressourcen für effektiveres Verwaltungshandeln genutzt werden. Hier stehen wir jedoch erst am Anfang einer Entwicklung, an deren Ende wissenschaftliche Ergebnisse unmittelbar für strategische Planungen herangezogen werden können. Technokratisch orientierte Staaten wie Singapur haben sich dieses Datenpotenzial bereits für die Risikoabschätzung beziehungsweise den Predictive Analytics-Bereich zunutze gemacht. Durch das frühzeitige Erkennen von Risiken können sogar Einbrüche des Wirtschaftswachstums verhindert werden. Schutz personenbezogener Daten Die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Quellen ist allerdings immer kritisch, auch im Bereich der Register. Häufig fehlt noch der rechtliche Rahmen, zudem stellen sich Fragen der Verhältnismäßigkeit sowie des Schutzes personenbezogener Daten. Für bestimmte Verknüpfungen wären rechtliche oder technische Vorkehrungen zu treffen, wie beispielsweise die wirksame Anonymisierung von personenbezogenen Daten. Hier gilt es für die bürgerorientierte Verwaltung, das Vertrauen in bestimmte Technologien zu sichern und gezielt zu informieren. Denn die Verarbeitung personenbezogener Daten kann Grundrechte beeinträchtigen und technisch ausgereifte Lösungen zur Anonymisierung sind gerade in Österreich, wo Datenschutz sehr ernst genommen wird, unumgänglich. In Österreich existiert mit dem bereichsspezifischen Personenkennzeichen (bpk) ein Datenschutz-Instrument für die digitale Identifizierung. Das bedeutet, dass bereits heute personenbezogene Daten anonymisiert zusammengeführt werden können, beispielsweise in der Volks- Registerzählung basierend auf Daten in den Melderegistern. Hier wäre es denkbar, durch Zusammenführung der aktuell bestehenden Register eine tägliche oder monatliche Variante zu erstellen, die die Ausgangsbasis für zeitnahe Prognosen bieten würde. So könnten bereits vorhandene, anonymisierte Daten besser nutzbar gemacht werden. DI Peter Reichstädter von der Plattform Digitales Österreich meint im Hinblick auf die Verknüpfung von Daten und deren rechtliche Möglichkeit: Oftmals ist es nicht notwendig, Daten neu zu erheben, sondern es ergibt sich die Möglichkeit, sie durch Referenzierung in einer besseren Qualität zu gewinnen. Dieser Bereich der Metadatenklassifizierung ist auch bei Open Government Data ein Ansatz: Der Weitergabe und Verwertbarkeit von Daten wird in diesem Bereich große Bedeutung zugeschrieben. In Bezug auf Datenqualität und Optimierung von Verfahren durch Konnektivität kann Big Data ein Ansatz sein, ist auch Ing. Roland Ledinger, Leiter des Bereichs IKT-Strategie des Bundes im Bundeskanzleramt, überzeugt. Umfassende Datenstrategie erarbeiten Gesetzliche Regelungen können aber auch eine Datenweitergabe verhindern: Sie definieren, wann bestimmte sensible Daten vom Netz zu nehmen sind. So werden beispielsweise auch schon bei der Veröffentlichung von Daten in der Insolvenzdatei Sperren für Google und andere Suchmaschinen eingebaut, so Dr. Martin Schneider vom Bundesministerium für Justiz. Und während das Grundbuch grundsätzlich öffentlich ist, ist die Namensabfrage nach momentaner Gesetzeslage auf öffentliches Interesse beschränkt. Die Herausforderung bei der Kombinierung von Daten liegt also darin zu entscheiden, welche Bereiche man ausblenden möchte. Im Falle der Registerdaten des Innenministeriums werden beispielsweise die Daten anonymisiert mit einem Code an die Statistik Austria gesendet, die damit diese Daten trotz Anonymisierung mit Informationen anderer öffentlicher Stellen zusammenführen und auswerten kann, erklärt Mag. Markus Popolari vom Bundesministerium für Inneres. In Österreich existieren also ausgereifte Anonymisierungsverfahren, aus denen sich ein großes Potenzial für die Verknüpfbarkeit anonymisierter Daten ergibt. Weitere Untersuchungen müssen sich allerdings mit der Frage beschäftigen, wann welche Sicherheitselemente beibehalten, reduziert oder neu konzipiert werden müssen. Für Österreich bedeutet dies die Erarbeitung einer umfassenden und aktualisierten Datenstrategie, um die rechtlichen und sicheren Rahmenbedingungen für die Verknüpfbarkeiten von Daten über föderale Ebenen hinweg zu schaffen. Online-Register der Verwaltung Firmenbuch (FB) Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) Grundstücksdatenbank - Grundbuch (GB) Hauptverband der Sozialversicherungsträger Personendaten Stammzahlenregister (SZR) Strafregister (STR) Unternehmensregister (UR) Zentrales Melderegister (ZMR) / Standarddokumentenregister Einen Überblick aller amtlichen Online-Register finden Sie auf Mag. Judith Schossböck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für E-Governance. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen digitale Identitäten, Open Government und E-Democracy.

9 16 IT-NEWS IT-NEWS 17 Die Teilnahme am Projekt Bundesverwaltungsgericht war eine große und spannende Herausforderung. Insbesondere auch die Definition der Schnittstellen zwischen IT- Lösungen und den Arbeitsabläufen im neuen Gericht und deren reibungsloses Funktionieren. Dank der konstruktiven und ambitionierten Zusammenarbeit vieler Beteiligter ist es gelungen, das Bundesverwaltungsgericht bereits mit seinem ersten Arbeitstag am 2. Jänner 2014 IT-mäßig voll funktionstüchtig zu stellen. Mag. Barbara Lenz, Leiterin des Geschäftsbereichs Qualitätsmanagement und EDV/IT, Bundesverwaltungsgericht Zentrale Anlaufstelle: Das neue Bundesverwaltungsgericht Die Umwandlung des Asylgerichtshofs zum Bundesverwaltungsgericht bedingte auch geänderte Anforderungen an die IT Wollen Bürger/innen oder auch Unternehmen Behördenentscheidungen in Angelegenheiten der unmittelbaren Bundesverwaltung anfechten, dann können sie das beim Bundesverwaltungsgericht tun. Dort überprüfen weisungsfreie und unabhängige Richter/innen die etwaige Rechtswidrigkeit eines Bescheides. Beschwerden, mit denen sich das Bundesverwaltungsgericht befasst, betreffen die Bereiche Soziales, Umwelt, Wirtschaft, asyl- und fremdenrechtliche Angelegenheiten, dienst- und disziplinarrechtliche Angelegenheiten der öffent lich Bediensteten oder etwa Fragen des Datenschutzes. Für Finanzangelegenheiten ist ausnahmslos das Bundesfinanzgericht zuständig. GröSSte Reform seit 1920 Mit der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012 trat eine der umfangreichsten Änderungen der österreichischen Bundesverfassung seit ihrem Beschluss im Jahr 1920 in Kraft. Neben der Einrichtung von neun Landesverwaltungsgerichten wurden im Zuge der Neuorganisation auch das Bundesfinanzgericht und das Bundesverwaltungsgericht geschaffen. Die Novelle steigert die Rechtsstaatlichkeit und verringert den administrativen Aufwand. Seither sind verwaltungsbehördliche Verfahren nur noch einstufig. Der verwaltungsgerichtliche Rechtsschutz hingegen ist nun zweistufig organisiert. Auf den administrativen Instanzenzug wird im Wesentlichen verzichtet. Das entlastet die obersten Gerichte. Neu ist hingegen der gerichtliche Instanzenzug, der vom jeweiligen Verwaltungsgericht zum Verwaltungsgerichtshof und/oder Verfassungsgerichtshof läuft. Österreich folgt damit bereits bestehenden europäischen Standards, den Erfordernissen der Menschenrechtskonvention und der Grundrechte-Charta. Basis: Asylgerichtshof Nachdem für das Bundesverwaltungsgericht die Abwicklung von rund Verfahren jährlich prognostiziert wurde, wurde der Asylgerichtshof als Modell für die neue Rechtsschutzeinrichtung ausgewählt. Schließlich hatten sich die dortigen gerichtlichen Strukturen im Hinblick auf die Bewältigung der großen Anzahl von (Asyl-)Beschwerdeverfahren bewährt. Der Sitz des Bundesverwaltungsgerichts befindet sich in Wien. In Linz, Graz und Innsbruck gibt es Außenstellen. Mag. Harald Perl, der ehemalige Präsident des Asylgerichtshofs, ist jetzt Präsident des Bundesverwaltungsgerichts. Vizepräsident Dr. Michael Sachs war zuvor Vorsitzender des Bundesvergabeamts. Mit rund 435 Mitarbeiter/innen zählt das Bundesverwaltungsgericht zu den größten Gerichten Österreichs. Umfangreicher Change-Prozess Der knapp eineinhalb Jahre dauernde Prozess der Umwandlung des Asylgerichtshofs zum Bundesverwaltungsgericht brachte intensive Arbeiten in legistischer, organisatorischer, technischer, personeller sowie infrastruktureller Hinsicht mit sich. Das neu geschaffene Gericht vereint nun Verfassungsgerichtshof Verwaltungsgerichtshof Verwaltungsgerichte der Länder Bezirksverwaltungsbehörde Bundesbehörden Landeshauptmann/ frau Instanzenzug der österreichischen Verwaltungsgerichtsbarkeit (Quelle: Bundeskanzleramt) Verwaltungsgerichte des Bundes Gemeinderat Bürgermeister/in die Aufgaben des ehemaligen Asylgerichtshofs sowie Aufgaben von anderen im Zuge der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle aufgelösten Behörden wie dem Bundesvergabeamt oder der Datenschutzkommission. Damit änderten sich auch die Anforderungen an die IT. Im Asylgerichtshof war die vom BRZ entwickelte und betriebene Fachapplikation elektronische Verfahrensadministration (eva) im Einsatz. Bedingt durch die Aufgabenerweiterung war es notwendig die Anwendung weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit der IT-Abteilung des Bundesverwaltungsgerichts adaptierte das BRZ im Rahmen des Programms AsylGH goes BVwG die Applikation. Effizientere Abläufe Grundlage für die Systemweiterentwicklung war eine spezielle Verordnung des Bundesverwaltungsgerichts, die automatisierte und effizientere Abläufe im Sinne der Verwaltungsreform fördern und forcieren soll. In diesem Erlass wird die elektronische Einbringung von Schriftsätzen und von Beilagen zu Schriftsätzen via elektronischem Rechtsverkehr (ERV), elektronischer Zustelldienste, des elektronischen Aktes (ELAK), standardisierter Schnittstellen oder elektronischer Formblätter definiert. Dafür waren Schnittstellen von und zur Fachapplikation notwendig: Auf der einen Seite wurde die elektronische Kommunikation zwischen der Anwendung und dem ERV-Justiz über die führende Verwaltungsapplikation ELAK light implementiert. Auf der anderen Seite wurde eine standardisierte Schnittstelle für die elektronische Kommunikation mit den Höchstgerichten und zugleich auch mit den Administrativbehörden umgesetzt, die auch eine elektronische Zustellung sicherstellt. Zudem wurde eine geeignete Archivlösung eingerichtet. AsylGH goes BVwG Bei der Schnittstelle zum Verwaltungsgerichtshof einigten sich das Bundesverwaltungsgericht und das Bundesfinanzgericht auf ein gemeinsames Datenaustauschschema. Es beinhaltet sowohl einen definierten Workflow für den elektronischen Versand von Schriftstücken des Bundesverwaltungsgerichts beziehungsweise des Bundesfinanzgerichts an den Verwaltungsgerichtshof als auch deren Empfang. Durch eine gemeinsame Vorgehensweise der beiden Gerichte konnten Synergien genutzt werden, die zu geringeren Konzeptions- und Umsetzungskosten führten. Die erweiterte Fachapplikation eva+ wurde 2014 ohne Unterbrechung in Betrieb genommen. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen wie Datenbank, Netzwerk, Operation System oder Security gewährleisteten einen nahtlosen Übergang des Betriebs vom Asylgerichtshof zum Bundesverwaltungsgericht. Die Integration der neuen Fachbereiche in die bestehende Applikation sowie die Bewältigung der erhöhten Verfahrensund Benutzerzahlen stellten einige Herausforderungen an das Projektteam. Durch ihren generischen Aufbau kann die Applikation auch in Zukunft flexibel an sich ändernde Anforderungen der neuen Geschäftsbereiche angepasst werden, so BRZ-Service Manager DI Jürgen Multerer. Beispiele von Beschwerden an das Bundesverwaltungsgericht Ein Antrag auf Arbeitslosengeld wurde vom AMS abgelehnt. Ein Grundstück wurde nicht korrekt vermessen. Ein Antrag auf Asyl wurde abgelehnt. Die Höhe einer Studienförderung wurde falsch bemessen. Persönliche Daten wurden missbräuchlich verwendet.

10 18 international international 19 Die ganze Welt wird virtuell Eine Studienreise in die USA gibt Einblicke in Innovationslust und neueste Technologien des Silicon Valley Silicon Valley Einst war es von Orchideenbäumen und Äckern gesäumt und die Farmer bezeichneten es als Tal der Herzenslust. Heute dominieren die Tempel der IT das Landschaftsbild. Trotz der kreativen Konkurrenz rund um den Globus sieht sich das Silicon Valley immer noch als das Epizentrum der Innovation und immer noch bestimmt es die IT-Trends. Sicher ist sicher Fortinet ist eines der Unternehmen, zu dem die von LSZ Consulting organisierte Studienreise im vergangenen Frühjahr führt. Die Teilnehmer, großteils CIOs aus dem privaten und öffentlichen Bereich, bekommen von Fortinet unter anderem die modernste Generation an Firewall-Lösungen zu sehen. Sicherheit steht auch bei den Präsentationen von Brocade, Symantec und Juniper im Vordergrund. Juniper legt einen Schwerpunkt auf Hacker-Angriffe. Der Schutz soll künftig nicht mehr nur durch die einfache Abwehr von Angriffen erfolgen, sondern viel früher ansetzen: Schon bei der Suche nach Sicherheitslücken will Juniper den Hackern Fallen stellen. So wird etwa in Webanwendungen fake code eingebaut, der so intelligent ist, bei einem Angriff realitätsnahe Reaktionen vorzutäuschen. Damit soll der Hacker in die Irre geführt und Zeit gewonnen werden, um sich vor einem späteren Angriff zu schützen. Virtualisierung von Netzwerken Das Thema, über das im Silicon Valley derzeit alle sprechen ist aber ein anderes: Software-Defined Networking (SDN). Als Idee an der Stanford University entwickelt soll die Virtualisierung der Netzwerke laut Firmen wie Brocade, VMware und EMC in den nächsten Jahren vor allem Flexibilität und Kostensenkungen in Rechenzentren bringen. CA will mit ihrem neuen Produkt LISA gar ganze IT-Services virtualisieren. So soll in Testumgebungen die Effizienz der Anwendungsentwicklung erhöht und die Time-to-Market von Software verkürzt werden. Nach den Servern sollen nun also auch Netzwerke und IT-Services, oder überhaupt ganze Rechenzentren, virtuell werden, wie der Begriff Software Defined Data Center (SDDC) nahelegt. Gartner sieht Software-defined Anything demnach auch in seinen Top 10 Strategic Technology Trends. Innovation durch Vielfalt Ist das Valley noch der Motor der Innovation in der IT?, fragt Salesforce in seiner Eröffnungspräsentation durchaus selbstkritisch. Doch immer noch gilt: So wie die Orchidee als frühere Bewohnerin des Valleys gemeinhin als Königin der Blumen gilt, so gilt heute noch das Silicon Valley als Königin zukunftsweisender IT-Lösungen. Um die Innovationskraft im Silicon Valley zu verstehen, lohnt es sich, die Menschen hinter den Ideen kennenzulernen. Auch hier liegt der Vergleich mit der Orchidee nahe: Keine andere Pflanzenfamilie hat ein annäherndes Spektrum, was Formen und Farben der Blüten anbelangt. Über ein Viertel der Firmengründer des Valleys sind Einwanderer und über die Hälfte der Einwohner stammen aus Asien (siehe Factbox). Der Ursprung der kreativen Explosivität des Valleys liegt also auch in der Vielfalt der Gesellschaft. Stanford als Impulsgeber Nicht nur kultureller Mindset, vor allem kreativitätsfördernde Strukturen und Organisationen treiben den Motor Silicon Valley an. Die Stanford University thront inmitten des Tals. Wenn auch die kreativsten Studenten gemeinsam mit ihren innovations- und milliardenbringenden Ideen die Uni- versität vor ihrem Studienabschluss verlassen und in Garagen weitertüfteln: Die vermittelten Techniken und insbesondere die freigiebige Investition in Ideen sind eine kräftige Wurzel von Innovation in der IT. Auch Larry Page und Sergey Brin haben ihr Studium nicht beendet und gegen den Rat ihres Professors Google gegründet. Und wo lässt sich Innovation besser beobachten und anfassen als am Google-Campus? Probleme sind hier keine Last, sondern Rätsel, die spielerisch gelöst werden wollen. Wer in die falsche Richtung gedacht hat, der soll diesen Fehler so schnell wie möglich bemerken. Innovation by Google Fail fast ist eine der Innovationsleitlinien von Google. Dabei setzt das Unternehmen auf kleine Teams, regen Austausch, hochqualifizierte Mitarbeiter/ innen, denen auch Zeit für eigene Projekte gegeben wird. Und Google setzt auf Daten. Das Produktdesign baut auf den Daten auf, die aus der testweisen Beta-Nutzung gewonnen werden. Innovationskraft will Google zukünftig auch in ganz neuen Bereichen zeigen. Da der Markt bei Privatkunden durch die Dominanz bei Suchmaschinen, Web-Mail und Smartphones weitgehend gesättigt ist, werden insbesondere zwei Stoßrichtungen verfolgt, um neue Kunden zu erreichen: die Ausbreitung des Internetzugangs für die gesamte Weltbevölkerung (Google Loon) und die Ausbreitung der Google Anwendungen am Business-Markt. So sollen in Zukunft auch Firmen vermehrt auf Google- Produkte setzen, wobei die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Anwendungsentwicklung, moderne Suchtechnologien und das hauseigene Betriebssystem (Chrome) die Pfeiler darstellen sollen. Selbstverständlich befinden sich bei den Google-Lösungen alle Daten in der Cloud. Das weckt unter den Besucherinnen und Besuchern zahlreiche Fragen zu Datenschutz und Sicherheit. Auch Google gesteht, dass die hauseigenen Spezialisten dazu noch innovativere Lösungen entwickeln müssen. Zehnmal besser werden Um die Ziele abseits des Datenschutzes nicht zu tief zu stecken, arbeitet Google an seinen sogenannten Crazy Ideas. Zehn Prozent der Ressourcen werden für Google X eingesetzt, das nach dem Grundsatz arbeitet, dass es einfacher ist, etwas um das Zehnfache zu verbessern als um nur zehn Prozent. Voraussetzung für ein Google X-Projekt ist, dass die Idee die ganze Gesellschaft betrifft und globale Auswirkungen hat. Google Glass und Google Cars sind bereits bekannte Ergebnisse. Doch die Innovationslust im Silicon Valley kennt keine Grenzen. Nicht einmal die üblicherweise natürlichen Grenzen des Lebens. Google forscht jetzt nämlich an der Unsterblichkeit. Fact Box: Silicon Valley Größe: km 2 Einwohner/innen: 3,5 Mio. Herkunft: 29,5 % USA, 59,5 % Asien, 9 % Europa, jeweils 1 % Afrika und Ozeanien 28,6 % der Mitarbeiter/innen im Privatsektor haben Hightech-Jobs Über 40 % der Risikoinvestitionen der USA fließen in das Silicon Valley Höchster Anteil an Millionären und Milliardären in den USA Quellen: TU Darmstadt, AnnaLee Saxenian for the Public Policy Institute of California, Wikipedia, Kurier

11 20 International International 21 Über den Wolken Vernetzung von Cloud-Initiativen und Forschungsprojekten zur erfolgreichen Gestaltung der Cloud-Zukunft cheres Cloud Computing. Im EURITAS-Verbund forciert das BRZ auch die Europäisierung des Themas Government Cloud, womit auch Fragen der rechtlichen Harmonisierung und technischen Interoperabilität von Cloud-Infrastrukturen einhergehen. Cloud Computing ist ein Modell für den bequemen Netzzugang, zu einem geteilten Pool an konfigurierbaren Computer-Ressourcen wie etwa Server, Speicherplatz oder Applikationen. Diese können schnell und mit minimalem Managementaufwand durch den Serviceprovider bereitgestellt werden. Diese vom National Institute of Standards and Technology herausgearbeiteten Charakteristika sind für das Verständnis dieses innovativen IT-Bezugsmodells von Bedeutung. Was ist Cloud Computing? Cloud Computing ist ein Selbstbedienungsdienst, bei dem der Nutzer den Bezug von IT-Ressourcen einseitig und ohne große Intervention des Serviceproviders in Abhängigkeit von seinem jeweiligen individuellen Bedarf festlegen kann. Cloud Computing benötigt breitbandigen Netzzugang für alle heute üblichen heterogenen Kommunikationsgeräte vom PC über Tablets bis zu Mobiltelefonen. Der Cloud-Anbieter wiederum stellt bei der Betreuung seiner Klienten verknüpfte Dienste bereit, um verschiedene Kunden, unterschiedliche physikalische und virtuelle Betriebsmittel dynamisch in Abhängigkeit vom jeweiligen Bedarf zuweisen zu können. Durch die softwaregesteuerte Virtualisierung der Hardware kann er schnelle Skalierbarkeit anbieten. D. h. die benötigten Kundenkapazitäten können nahezu unlimitiert und zu jeder Zeit in der erforderlichen Quantität bereitgestellt werden. Cloud Computing ist zu guter Letzt ein Gemessener Dienst, also ein System, welches automatisch die Nutzung misst und optimiert. Durch diese laufende Beobachtung und Berichtlegung erhalten sowohl Provider als auch Anwender bestmögliche Transparenz über die jeweils genutzten Dienste. Die Vorteile Für den Einsatz von Cloud Computing als Bereitstellungsmodell von Informationstechnologie sprechen viele Gründe. Die erzielbaren Kostenvorteile durch den flexiblen Bezug von Leistungen aus der Cloud werden immer wieder als Hauptanreiz für einen Umstieg genannt. Cloud Computing wartet aber noch mit vielen anderen Vorteilen auf: Die verbesserte Sicherheit der Systemarchitektur insgesamt und Effizienzsteigerungen in Unternehmen durch präzise Abbildung und hohe Automatisierung wichtiger Business- Prozesse sind weitere Vorzüge, die sich auch ökonomisch bemerkbar machen. Die Bedenken Trotzdem gibt es Bedenken gegen den Einsatz von Cloud Computing. An erster Stelle stehen hier Vertrauensvorbehalte in Bezug auf die Datensicherheit in der Cloud. Vielfach nicht ganz zu Unrecht, weil mit dem Paradigmenwechsel zu Cloud Computing viele offene Fragen aufgeworfen werden. Wie ist die Eigentümerschaft an Daten bei Auslagerung auf Verarbeitungskapazitäten von Dritten rechtlich geregelt? Wie sind die einzelnen Komponenten des Cloud-Infrastruktursystems durch aktuelle Technologien geschützt? Wo lagern meine Daten geografisch? Wohl nur die wenigsten Cloud-Anwender können die rechtlichen, organisatorischen und technischen Risiken im Zusammenhang mit Cloud Computing wirklich einschätzen. USA versus EU Insbesondere die Wahl der richtigen Cloud-Location ist angesichts der Enthüllungen über die Praktiken der National Security Agency (NSA) in den Fokus der Sicherheitsdiskussion gerückt. Bei Nutzung von Cloud Diensten der großen Anbieter wie Amazon oder Google unterliegt die Datenhaltung US-Recht. Mit Sondergesetzen wie dem Patriot Act hat die amerikanische Staatssicherheit ein nahezu unbegrenztes Zugriffsrecht auf Kundendaten, welches im diametralen Widerspruch zum europäischen Verständnis von Datenschutz steht. Verschränkung unterschiedlicher Perspektiven Die Veranstaltung Building Trust in Cloud, die vor kurzem im BRZ stattfand, bezog ihren besonderen Reiz aus der Konstellation, dass Akteure mit auf den ersten Blick unterschiedlichen Schwerpunktinteressen als gemeinsame Veranstalter auftraten. Im Laufe der Tagung offenbarte sich jedoch, dass die divergierenden Perspektiven von EuroCloud Austria, BRZ und der Allianz der europäischen Verwaltungs- IT-Dienstleister (EURITAS) sowie des F&E-Konsortiums SECCRIT auf das Thema Cloud Computing letztlich nur verschiedene Ausgangspunkte für die Auseinandersetzung mit dieser IT-Revolution markieren. EuroCloud Austria, der Verband der österreichischen Cloud Computing-Industrie, engagiert sich für die größtmögliche Akzeptanz sowie die bedarfsgerechte Bereitstellung von Cloud Services am österreichischen Markt und repräsentiert Österreich im paneuropäischen EuroCloud-Netzwerk. Als größter IT-Dienstleister des Bundes vertritt das BRZ die Anforderungsperspektive der öffentlichen Hand für si- Die Initiative Cloud for Europe bildet die Schnittstelle zur Wissenschaft. Im Schulterschluss mit der Industrie sollen innovative und zukunftsfähige Cloud-Infrastrukturen, -Applikationen und Services erforscht und entwickelt werden. Das vom Austrian Institute For Technology (AIT) koordinierte F&E-Konsortium SECCRIT untersucht im Rahmen dieses EU-finanzierten Forschungsprojektes die Voraussetzungen für sicheres Cloud Computing von kritischer Infrastrukturen IT. Sicherheit und Transparenz Mit dieser Agenda-Setzung ist es gelungen, industrielle Sichtweisen mit Anforderungsprofilen für zukünftiges E- Government auf Seite der öffentlichen Bedarfsträger sowie mit extensiver Erforschung von relevanten Sicherheitsparametern für die Cloud-Nutzung bei Anwendungen von kritischer Infrastruktur zu koppeln. Von dieser multidisziplinären Verschränkung und dem gemeinsamen Erkenntnisgewinn können alle Stakeholder profitieren. Der Initiative Building Trust in Cloud kommt eine wichtige Funktion zu, wenn es darum geht, Cloud Computing für die Stärkung der heimischen und der europäischen IT-Industrie zu nutzen, so DI Helmut Leopold, Head of Digital Safety & Security Department am AIT. Das Vertrauen unserer Gesellschaft in neue Technologien auf breiter Basis hängt davon ab, wie gut es uns gelingt, höchste Sicherheits- und Datenschutzstandards für den Umgang mit hochsensiblen Bürgerdaten zu implementieren. Auch das Bundesrechenzentrum sieht Sicherheit, Datenschutz und Transparenz als die wichtigsten Voraussetzungen für die Nutzung von Cloud Computing in der öffentlichen Verwaltung. Am Ende der Tagung äußerten alle Akteure den Wunsch, gemeinsam eine österreichweite Cloud-Strategie zu erarbeiten. Dafür brauche es aber auch die Kooperation von Bund, Ländern und Gemeinden.

12 22 Kurz und Bündig Kurz und bündig 23 BRZ IM BILD Schöne neue Welt der Daten Anfang November veranstaltete das BRZ die Fachtagung Schöne neue Welt der Daten. Mag. Gerhard Köhle (BRZ), DI Günter Stessl (BRZ), Mag. Dr. Peter Parycek (Donau-Universität Krems), Mag. Wolfgang Ebner (BMF), Mag. Ulrike Huemer (Stadt Wien) und Dr. Marcus Hudec (Universität Wien) diskutierten über Big Data in der öffentlichen Verwaltung. Die große Herausforderung für die Verwaltungs-IT: Sowohl Sicherheit, Datenschutz als auch Transparenz in der Verwendung der sensiblen Bürgerdaten müssen gewährleistet sein. Klaus Vyhnalek Ein System, viele Lösungen Einmal im Jahr lädt das BRZ zu einem Get-together zum Thema ELAK (Elektronischer Akt im Bund). Beim so genannten BFÜ-Forum (Betriebsführungsforum) treffen sich Verantwortliche aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen. Auf der diesjährigen Agenda standen Vorträge und Diskussionen zu den aktuellen Aufgaben der Betreiber. Ein attraktiver Arbeitgeber Das BRZ schafft für seine Mitarbeiter/innen ein Arbeitsumfeld, das die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht. Dafür erhielt das Unternehmen auch in diesem Jahr das Zertifikat audit berufundfamilie. Überreicht wurde die Auszeichnung von Familienministerin MMag. Dr. Sophie Karmasin (3.v.l.) an Christa Matusich, Dr. Anton Schicho und Mag. Gudrun Klingspiegl, BRZ (v.l.n.r.). BRZ GmbH Harald Schlossko Best of E-Learning und E-Teaching Seit 2003 prämiert das Bundesministerium für Bildung und Frauen elektronisch gestaltete Lehrund Lernplattformen. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek betont, wie wichtig es ist, Lehrenden sowie Schüler/innen einen Anreiz zur kreativen Integration von neuen Medien in den Unterricht zu geben. Bei den siegreichen Projekten ist das jedenfalls gelungen. Das BRZ unterstützte mit einem Sachpreis. Bud te vítán BRZ empfängt tschechische Delegation Auf ihrer Studienreise nach Österreich plante die Delegation aus Prag rund um Vizeminister Lukáš Wagenknecht (5.v.l.) einen Besuch im Bundesrechenzentrum ein. Nach einem Rundgang im Datenzentrum und Service Center präsentierten die BRZ-Expertinnen und -Experten aktuelle Erkenntnisse in den Bereichen Predictive Analytics, egovernment Shared Services und Cyber Security. BKA - Bundespressedienst / Regina Aigner BRZ GmbH

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