Modell zur Förderung der Literatur in der Region Basel

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1 Modell zur Förderung der Literatur in der Region Basel 1 Ziele und Prioritäten Die Kreation und die Verbreitung von literarischen Texten sollen, im Kontext der regionalen Förderpolitik in anderen Kunstbereichen, mit einem eigenständigen Kredit gefördert werden. Das Konzept der gemeinsamen Literaturförderung BS/BL trägt den Tendenzen der regionalen Literaturszene Rechnung und entwickelt sich gemäss deren Bedürfnis. Im Sinne einer möglichst adäquaten Förderung, werden die Kreations- und Vertriebsbedingungen für die einheimische Literaturproduktion auch über die Grenzen der Region Basel hinweg miteinbezogen. Das Literaturfördermodell BS/BL berücksichtigt in seinen Grundsätzen, dass auch nicht deutschsprachige Literaturkreation bzw. -produktion der Region gefördert werden soll/kann. Die qualitätsorientierte Förderung steht mit prioritären Beiträgen an erster Stelle. Der Fachausschuss Literatur BS/BL kann im Bereich der öffentlichen Literaturvermittlung mit den regionalen Schriftsteller- oder Literaturorganisationen/- institutionen zusammenarbeiten. 2 Eckwerte 2.1 Laufzeit Kredit CHF 160' p.a. 2.3 Förderzweck gemäss Förderraster im Anhang 2.4 Förderkriterien - Originarität der Texte und Projekte - sprachliche, stilistische und strukturelle Qualität - inhaltliche Relevanz - Professionalität - künstlerische Glaubwürdigkeit - Öffentlichkeitsrelevanz - bei Produktionsförderungen: Wirtschaftlichkeit 2.5 Fachausschuss Der Fachausschuss Literatur BS/BL besteht aus sieben Mitgliedern. Dem Fachausschuss gehören wenigstens fünf der Sparte Literatur verbundene Fachleute an. 1

2 Wählbar sind auch Personen, die nicht in der Region Basel wohnhaft sind. Der Fachausschuss kann sich - in Zusammenhang mit der Förderung von fremdsprachigen Kreationen und Produktionen - von aussenstehenden sach- und sprachkundigen Experten/Expertinnen beraten lassen. Je ein Vertreter/eine Vertreterin des ED BS und der BKSD BL gehören dem Fachausschuss von Amtes wegen an. Die Geschäftsführung erfolgt durch das Erziehungsdepartement Basel-Stadt; die Gesuche sind dort einzureichen. Der Fachausschuss hat den Status einer beratenden Kommission. 2.6 Entscheide Die Entscheidungsfindung des Fachausschusses erfolgt aufgrund der Beratung der eingereichten Unterlagen und gegebenenfalls aufgrund persönlicher Gespräche. Die Entscheidfindung basiert auf den im Modell zur Förderung vermerkten Entscheidungsgrundlagen. 3 Rahmenbestimmungen 3.1 Die Finanzierung von öffentlichen Lesungen im Rahmen von Programmreihen (Literaturforum, BL-Veranstalter, Gemeindebibliotheken etc.) und Schriftstellerlesungen in den Schulen erfolgen in den beiden Kantonen BS/BL separat bzw. über separat bereitgestellte Kredite (Kulturpauschalen, Kulturelles in Schulen etc.). Wenn immer möglich wird die Finanzierung wie bisher koordiniert. 3.4 Aus dem Fachkredit können keine Subventionen an permanente Einrichtungen/Institutionen oder Infrastrukturbeiträge ausgerichtet werden. 3.5 Es werden keine Nachfinanzierungsgesuche berücksichtigt. 2

3 4 Förderraster I AutorInnenförderung II Produktionsförderung III Literaturvermittlungsprojekte Förderbereich und -ziele Kreations- und Schreibprozess Text Entwürfe/Manuskripte Verlegung, Druck und Produktion von Büchern oder Texten projektorientierte Literaturvermittlung Zweckbestimmungen Kreationsunterstützung Publikations-, Druckkosten- und Promotionsunterstützung (Erst-) Publikationen Übersetzungskosten von Werken bzw. AutorInnen, die in der Region Basel ansässig sind schwerpunktmässige Projektbeiträge an regionale literarische Foren Infrastruktur Ausschreibungen Förderberechtigung KünstlerInnen, ProduzentInnen und ProjektträgerInnen deutschsprachige oder fremdsprachige AutorInnen aus der Region Basel seit mindestens zwei Jahren in der Region domiziliert a) Verlage und HerausgeberInnen, die Werke von in der Region domizilierten AutorInnen publizieren wollen. b) In der Region domizilierte Verlage, die Werke von deutschsprachigen AutorInnen aus der Schweiz publizieren wollen. in der Region Basel domizilierte oder vertretene Schriftstellerorganisationen und -verbände Kulturveranstalter aus dem Bereich Literatur Kontext regional regional / national / international regional / national / international Finanzierungsanteil a) max. 50 % b) max. 30 % Beiträge min. CHF 15' max. CHF 25' a) CHF 5'000.- bis 10' b) max. CHF

4 I AutorInnenförderung II Produktionsförderung III Literaturvermittlungsprojekte Entscheidungsgrundlagen biografische Angaben, Werkverzeichnis Projektabsicht Exposé, Inhaltsangabe Zeitplan Manuskript, max. 20 Seiten à Zeichen Spezielle Bestimmungen Journalistische oder wissenschaftliche Arbeiten sowie Drehbücher für Filme und Videoproduktionen sind nicht förderungsberechtigt. Bei einem positiven Entscheid kann der Fachausschuss Literatur BS/BL einen Verdoppelungsantrag an Pro Helvetia stellen. vollständiges, fertig lektoriertes Manuskript Motivationsschreiben, Begründung des Verlags Publikationsplan (Auflage, Ausstattung, Vertrieb, Promotion, Fristen) Verlagskalkulation und Vertrag zwischen AutorIn und Verlag bezüglich Honorar(vorschüssen), Tantièmen, Abnahmegarantien u.ä. Journalistische oder wissenschaftliche Arbeiten sowie Drehbücher für Filme und Videoproduktionen sind nicht förderungsberechtigt. Beschreibung des Projektes Angaben aller Mitwirkenden und berufliche Hintergründe Ort und Zeit der Projektrealisierung Budget, Finanzierungsplan (inkl. Eigenfinanzierung und angefragte Fremdfinanzierung) Co-Produktionen zwischen Projektträgern/Veranstaltern und dem Fachausschuss Literatur BS/BL sind möglich. Version vom:

5 Merkblatt für Gesuchstellende 1 Gesuchslegitimation Folgende natürliche und juristische Personen sind förderungsberechtigt und können Gesuche einreichen: 1.1 Autorenförderung Deutsch- oder fremdsprachige AutorInnen aus der Region Basel, die seit mindestens zwei Jahren in der Region domiziliert sind. 1.2 Produktionsförderung - Verlage und HerausgeberInnen, die Werke von in der Region wohnhaften AutorInnen publizieren wollen. - In der Region domizilierte Verlage, die Werke von deutschsprachigen AutorInnen aus der Schweiz publizieren wollen. 1.3 Literaturvermittlungsprojekte - Schriftstellerorganisationen und -verbände - Kulturveranstalter aus dem Bereich Literatur 2 Gesuchsadressat Die Gesuche sind vollständig mit allen erforderlichen Unterlagen in achtfacher Ausführung an folgende Adresse schriftlich einzureichen: Erziehungsdepartement Basel-Stadt Ressort Kultur Fachausschuss Literatur BS/BL Leimenstrasse 1 Postfach 4001 Basel 3 Fristen Gesuche müssen an die obenstehende Adresse bis zum 15. Dezember 15. März 15. August eingereicht werden und werden in der Regel bis Ende des nächstfolgenden Monats behandelt und schriftlich beantwortet. 1

6 4 Inhalt der Gesuche Gewünschtes Format der Einsendung: A4, Hochformat Auf die Einsendung von gebundenen oder plastifizierten Unterlagen (Sichtmappen, Klarsichtfolien, Umschläge etc.) ist zu verzichten. Die Gesuche müssen je nach Förderart folgende Angaben und Unterlagen enthalten: 4.1 Autorenförderung - biografische Angaben der Autorin oder des Autors: Name, Adresse, Telefon, Lebenslauf, Werkverzeichnis - Titel - Projektabsicht - Exposé, Inhaltsangabe - Zeitplan - Manuskript, maximal 20 Seiten à 2'000 Zeichen 4.2 Produktionsförderung - vollständiges, fertig lektoriertes Manuskript - Motivationsschreiben, Begründung des Verlags - Publikationsplan (Auflage, Ausstattung, Vertrieb, Promotion, Fristen) - Verlagskalkulation und Vertrag zwischen AutorIn und Verlag bezüglich Honorar(vorschüssen), Tantièmen, Abnahmegarantien u.ä. 4.3 Förderung von Literaturvermittlungsprojekten - Projektbeschrieb - Angaben aller Mitwirkenden und berufliche Hintergründe - Ort und Zeit der Projektrealisierung - Budget und Finanzierungsplan (inkl. Eigenfinanzierung und angefragte Fremdfinanzierung) Version vom:

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