Schlussbericht. Einsatz des Laptops in der Grundbildung der Zeichnerlernenden. Datum: 09. März 2011

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1 Berufsbildungszentrum Olten Gewerblich-Industrielle Berufsfachschule Aarauerstrasse 30 / Postfach Olten Telefon Telefax Schlussbericht Projekttitel: Einsatz des Laptops in der Grundbildung der Zeichnerlernenden Datum: 09. März 2011

2 2 Einsatz des Laptops in der Grundbildung der Zeichnerlernenden

3 Inhalt Einleitung...4 Evaluation...5 Fazit...7 Schlussbericht

4 Einleitung Zur Verbesserung der Arbeitsmarkt- und Gesellschaftsfähigkeit von Lernenden in Zeichnerberufen haben der Solothurner Lehrmeisterverband für Hochbauzeichner und Bauzeichner SLZ und die Gewerblich-Industrielle Berufsfachschule GIBS Olten gemeinsam das Projekt Einsatz des Laptop in der schulischen Grundbildung der Zeichnerlernenden lanciert. Das Pilotprojekt soll Entscheidungsgrundlagen für eine definitive Einführung von Computern in der beruflichen Grundbildung von Zeichnerberufen liefern. Für dieses Projekt verpflichteten sich die Lehrbetriebe bzw. deren Lernende mit Lehrbeginn 2009 und 2010 einen Laptop für den Schulunterricht und die überbetrieblichen Kurse anzuschaffen. Die Berufsfachschule stellte mit dem Umbau des Klassenzimmers die nötige Infrastruktur für einen reibungslosen Betrieb zur Verfügung. Parallel zu diesem Projekt wurde das Freihandzeichnen stärker gefördert. Die Lernenden haben neu, zusätzlich zum ersten auch im zweiten Lehrjahr Zeichenunterricht. In einer Projektwoche am Anfang des zweiten Lehrjahres werden diese Kompetenzen intensiv trainiert. Im dritten Lehrjahr können die Lernenden den Freifachkurs Freihandzeichnen belegen und so ihre Technik weiter verfeinern. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase wird das Projekt ab Sommer 2011 für alle neuen Klassen der Zeichner/ Zeichnerin Fachrichtung Architektur den Normalbetrieb überführt. Die Einführung für Zeichner/Zeichnerin Fachrichtung Ingenieurbau erfolgt ohne Pilotphase ab Schuljahr 12/13. Der vorliegende Schlussbericht soll Stärken und Schwächen des Pilotprojektes aufzeichnen und konkrete Massnahmen für den Normalbetrieb aufzeigen. 4 Einsatz des Laptops in der Grundbildung der Zeichnerlernenden

5 Evaluation Die Evaluation soll Bilanz über das ganze zweijährige Projekt ziehen und als Grundlage für Korrekturen und Änderungen dienen. Die Lernenden beider Pilotklassen und alle Ausbildungsbetriebe des Kantons Solothurn wurden zur Teilnahme an einer Umfrage eingeladen. 46 Lernende und 27 Betriebe haben teilgenommen. Diese Evaluation bezieht sich auf die im Projektbeschrieb formulierten Projektziele. Die mit ">" gekennzeichneten Texte sind als Reaktion der Projektleitung zu verstehen. Integration in den Schulalltag Für eine Mehrheit der Lernenden ist der Laptop gut in den Schulalltag integriert. Für viele wird der Laptop im Schulalltag noch zu wenig engesetzt. Der PC ist ein Werkzeug, welches je nach Bedarf eingesetzt wird. Zur Umsetzung einer bestimmten Arbeit eignen sich, je nach Lernziel, herkömmliche Methoden besser. Sach- und Methodenkompetenz Im Lehrbetrieb wird der PC neben CAD vor allem für Officeanwendungen eingesetzt. Der Umgang mit Hard- und Software wird meist im Lehrbetrieb vermittelt, oder ist bereits aus der Volksschul-Oberstufe bekannt. Seit dem Schuljahr 10/11 ist die neue Bildungsverordnung, und damit auch ein neuer Rahmenlehrplan, in Kraft. Klassischer Informatik-Unterricht ist in diesem Rahmenlehrplan nicht mehr aufgeführt. Dank dem Laptop-Einsatz können vorhandene Lücken durch praktische Anwendungen während des Fachunterrichts geschlossen werden. Freihandzeichnen und CAD Parallel zum Computer-Einsatz wurde auch das Fach Freihandzeichnen umstrukturiert und verstärkt gefördert. Lernende wie Ausbildner finden diese Massnahmen sinnvoll. Lernende wünschen, dass CAD im Unterricht vermehrt eingesetzt werden sollte. Ausbildner hingegen sind der Meinung, dass das Verhältnis CAD / Freihandzeichnen in der Pilotphase ausgewogen war. Schlussbericht

6 Bezüglich CAD-Ausbildung gehen die Meinungen der Ausbildner stark auseinander. Das Spektrum reicht von CAD soll durch die Schule zentral unterrichtet werden, bis zu CAD ist Sache des Lehrbetriebs und soll auf keinen Fall durch die Schule erfolgen. Die CAD-Ausbildung erfolgt grundsätzlich im Lehrbetrieb. "Computer aided design" (Grundfunktionen) wird auch weiterhin in der Schule ab erstem Lehrjahr angewendet. Im Fokus der Schule wird weiterhin Freihandzeichnen sein. Auseinandersetzung mit moderner Infrastruktur Ein grosser Teil der Lernenden betrachtet den uneingeschränkten Internetzugang als sinnvoll und glaubt, gut damit umgehen zu können. Allerdings geben nicht Wenige an, das Internet während des Unterrichts für unterrichtsfremde Zwecke zu nutzen. Auch wenn der freie Internetzugang einzelne Schüler (noch) zu stark ablenkt wird dessen Nutzung prinzipiell nicht eingeschränkt. Damit der Zugriff aufs Internet gezielt gesteuert werden kann, werden entsprechende technische Lösungen geprüft. Austausch über verschiedene Kanäle Der elektronische Informationsaustausch erfolgt hauptsächlich über eine Website und . Die grosse Mehrheit der Lernenden findet diese Art des Informationsaustausches sinnvoll. Den Lernenden werden die benötigten Informationen weiterhin via Internet zur Verfügung gestellt. Finanzierung und Rechtliches Der Laptop wurde etwa m selben Verhältnis entweder durch die Lernenden, als auch durch den Lehrbetrieb, beschafft und finanziert. Der SLZ gibt keine Empfehlungen zur Beschaffung und Finanzierung ab. Er legt aber den Vertragsparteien nahe, eine schriftliche Vereinbarung bezüglich Finanzierung, missbräuchliche Nutzung, Haftung, usw. zu treffen. Die Schule wird kein Angebot zur Beschaffung von Hardund Software machen. Erfahrungen der Berufsfachschule Thun bestätigen, dass bei den kleinen Bestellungen kaum ein finanzieller Vorteil erzielt werden kann. Die Minimalanforderungen der nötigen Hard- und Software wird jedoch jährlich angepasst und mit konkreten Beispielen zur Orientierung ergänzt. 6 Einsatz des Laptops in der Grundbildung der Zeichnerlernenden

7 Fazit Die grosse Mehrheit der Lehrbetriebe und alle Lernenden begrüssen den Einsatz des Laptops im Schulalltag und ük. Die in der Pilotphase gemachten Erfahrungen zeigen, dass damit der Schulalltag abwechslungsreicher, interessanter und praxisnaher gestaltet werden kann. Das Grundkonzept des Projekts hat sich bewährt und kann für den Normalbetrieb übernommen werden. Die Evaluation zeigt auf, dass es vor allem in den Details Verbesserungsmöglichkeiten gibz. Diese gilt es nun differenziert zu analysieren und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Der Solothurner Lehrmeisterverband für Hochbauzeichner und Bauzeichner SLZ und die Gewerblich-Industrielle Berufsfachschule GIBS Olten haben aufgrund der positiven Erfahrungen und Rückmeldungen beschlossen, das Pilotprojekt in den Normalbetrieb zu überführen. Die Umsetzung erfolgt für Zeichner/Zeichnerinnen Fachrichtung Architektur ab Schuljahr 11/12 und für Zeichner/Zeichnerinnen Fachrichtung Ingenieurbau - ohne Pilotphase - ab Schuljahr 12/13. Schlussbericht

8

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