Bachelorarbeit (für die Studiengänge Kindergarten, Kindergarten-Unterstufe, Primarstufe)

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1 PH-Nr Richtlinie zur Bachelorarbeit für Studiengänge Kindergarten, Kindergarten-Unterstufe, Primarstufe sowie Masterarbeit Sekundarstufe I (vom 30. November 2010) 2 Gestützt auf das Reglement über die Prüfungen vom 27. Oktober 2009 beschliesst die Prorektoratsleitung Ausbildung: I. Allgemeines zur Bachelor- und Masterarbeit 1 Grundlagen 1 Gemäss Reglement über die Prüfungen vom 27. Oktober 2009 verfassen die Studierenden eine Bachelor- bzw. Masterarbeit. Mit dieser Arbeit weisen die Studierenden nach, dass sie eine berufsrelevante Fragestellung aus wissenschaftlicher und didaktischer Sicht bearbeiten können. 2 Die Studierenden der Studiengänge Kindergarten, Kindergarten-Unterstufe und Primarstufe verfassen eine Bachelorarbeit, die Studierenden des Studiengangs Sekundarstufe I eine Masterarbeit. II. Bachelorarbeit (für die Studiengänge Kindergarten, Kindergarten-Unterstufe, Primarstufe) 2 Inhalt und Umfang der Bachelorarbeit 1 Die Bachelorarbeit setzt sich aus einer Vertiefungsarbeit zu einem der zwölf Ausbildungsstandards (gemäss Kompetenzstruktur-Modell) der PH Zürich und aus dem Präsentationsportfolio zu fünf Standards zusammen. Sie wird mit 9 ECTS-Punkten kreditiert. 2 Das Präsentationsportfolio ist eine Einzelarbeit. Die Vertiefungsarbeit kann als Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit (max. 4 Personen) verfasst werden. 3 Die Vertiefungsarbeit umfasst bei einer Einzelarbeit Seiten (ohne Anhang, Inhaltsverzeichnis, Abbildungen, Literaturverzeichnis), bei Partnerarbeiten Seiten. Sind mehr als zwei Studierende daran beteiligt (max. 4 Studierende), wird der Umfang der Arbeit vom Betreuer oder von der Betreuerin der Arbeit festgelegt. 4 Weitere Einzelheiten betreffend Inhalt, Umfang, Formen, Verfahren und Beurteilung der Bachelorarbeit werden in der Wegleitung zum Verfassen der Vertiefungsarbeit und in der Wegleitung zur Portfolioarbeit und zur Erstellung des Präsentationsportfolios beschrieben und geregelt. 3 Anmeldung zur Vertiefungsarbeit 1 Die Studierenden melden sich bis zu einem vom Prorektorat Ausbildung festgelegten Termin für die Vertiefungsarbeit an. Das entsprechende Anmeldeformular umfasst den provisorischen Titel der Vertiefungsarbeit, den gewählten Standard und den Namen des Betreuers oder der Betreuerin der Vertiefungsarbeit. 2 Aufgehoben. 1 4 Einreichung von Präsentationsportfolio und Vertiefungsarbeit 1 Die Arbeiten müssen zu dem vom Prorektorat Ausbildung festgelegten Termin bei der Kanzlei eingereicht werden. Für eine Verschiebung der Einreichung muss bis spätestens drei Wochen vor Abgabetermin ein Gesuch an die Abteilungsleitung gestellt werden. Eine Verschiebung des Termins hat immer eine Studienverlängerung um ein Semester zur Folge. Seite 1/5

2 2 Bei nicht fristgerecht eingereichten Arbeiten oder Gesuchen gilt die betreffende Arbeit als nicht bestanden. 5 Beurteilung der Bachelorarbeit 1 Das Präsentationsfolio und die Vertiefungsarbeit werden nach in der Wegleitung definierten Kriterien mit je einer Note beurteilt. Beide Noten werden auf der Grundlage einer schriftlichen Beurteilung in einem Feedbackgespräch erläutert. 2 Das gerundete Mittel dieser beiden Noten gibt die Schlussnote Bachelorarbeit ; diese wird im Diplom eingetragen. 3 Bei einer Partner- oder Gruppenarbeit wird für alle Mitglieder die gleiche Note gesetzt. 4 Im Fall einer ungenügenden Schlussnote ist die Bachelorarbeit nicht bestanden und kann einmal wiederholt werden. Die ungenügenden Arbeiten müssen so überarbeitet werden, dass das gerundete Mittel der beiden Teilnoten genügend ist. Im Fall einer ungenügenden Note entscheidet die betreuende Person, ob die ungenügende Arbeit überarbeitet werden kann oder ob bei der Vertiefungsarbeit ein neues Thema bzw. beim Präsentationsportfolio ein neuer Eintrag erarbeitet werden soll. 1 5 Die Einreichung einer überarbeiteten bzw. neuen Arbeit erfolgt frühestens nach einem Semester und spätestens nach zwei Semestern zu den regulären Abgabeterminen. Eine weitere Überarbeitung ist ausgeschlossen. 6 Diplom Der Titel der Vertiefungsarbeit wird im Diplom eingetragen und darf maximal 80 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen. III. Masterarbeit (für den Studiengang Sekundarstufe I) 7 Voraussetzung für die Masterarbeit Voraussetzung für die Aufnahme der Masterarbeit ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium des Studiengangs Sekundarstufe I. 8 Inhalt und Umfang der Masterarbeit 1 Die Masterarbeit weist einen klaren Bezug zum Praxis- bzw. Berufsfeld auf. Sie behandelt eine erziehungswissenschaftliche oder fachdidaktische Fragestellung. 2 Die Masterarbeit wird mit 25.5 ECTS-Punkten kreditiert. Deren Vergabe fordert neben der bestandenen Masterarbeit die aktive Teilnahme an einer Einführungsveranstaltung, zwei Kolloquien und dem Präsentationskolloquium. 3 Die Masterarbeit ist eine Einzel- oder Partnerarbeit. 4 Die Masterarbeit umfasst 60 max. 80 Seiten (ohne Anhang, Inhaltsverzeichnis, Abbildungen, Literaturverzeichnis), bei einer Partnerarbeit 80 max. 100 Seiten. 5 Weitere Einzelheiten betreffend Inhalt, Umfang, Formen, Verfahren und Beurteilung sind in der Wegleitung zum Verfassen der Masterarbeit Sekundarstufe I beschrieben und geregelt. 9 Anmeldung zur Masterarbeit Die Studierenden melden sich bis zu einem von der Abteilung Sekundarstufe I festgelegten Termin für die Masterarbeit an. Seite 2/5

3 10 Einreichung der Masterarbeit 1 Der Zeitpunkt für die Kolloquien und die Abgabe der Masterarbeit wird von der Abteilung Sekundarstufe I mindestens ein halbes Jahr im Voraus festgelegt. Präsentation und Abgabe finden in der Regel in der gleichen Kalenderwoche statt. 2 Die Arbeit muss zum festgelegten Termin eingereicht werden. Für eine Verschiebung des Präsentationskolloquiums und der Einreichung muss bis spätestens zwei Wochen vor dem Präsentationskolloquium und dem Abgabetermin ein Gesuch an die Abteilungsleitung gestellt werden. Eine Verschiebung des Termins hat immer eine Studienverlängerung um mindestens ein Semester zur Folge. 3 Bei nicht fristgerecht eingereichten Arbeiten oder Gesuchen gilt die betreffende Arbeit als nicht bestanden. 11 Beurteilung der Masterarbeit 1 Die Beurteilung der Masterarbeit bezieht sich auf die Kriterien im Beurteilungsraster sowie auf die Ziele und Kompetenzen, die in der Wegleitung zum Verfassen der Masterarbeit festgelegt sind. 2 Die Masterarbeit wird mit einer Note beurteilt. Bei einer Partnerarbeit wird für beide Mitglieder die gleiche Note gesetzt. 3 Im Fall einer ungenügenden Note entscheiden die Betreuenden, ob die Masterarbeit überarbeitet werden kann oder ob ein neues Thema erarbeitet werden soll. 4 Die Einreichung einer überarbeiteten Arbeit erfolgt frühestens nach einem Semester und spätestens nach zwei Semestern zu einem mit den Betreuenden vereinbarten Zeitpunkt. 5 Wird die Masterarbeit zu einem neuen Thema verfasst, erfolgt die Einreichung nach zwei Semestern zum regulären Termin. 6 Eine weitere Überarbeitung ist ausgeschlossen. 12 Diplom Der Titel der Masterarbeit wird im Diplom eingetragen und darf maximal 80 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen. 13 Übergangsbestimmung Für Studierende, welche die Ausbildung mit 240 Kreditpunkten abgeschlossen hatten, ihr Studium zur Erlangung des Titels Master of Arts in Secondary Education in den Jahren 2008 oder 2009 jedoch für eine Masterarbeit verlängerten oder wieder aufnahmen, gilt folgende Regelung: a) Studierende, die bei Aufnahme des Masterstudiums noch nicht im Besitz des Lehrdiploms sind, erhalten dieses erst mit erfolgreich absolvierter Masterarbeit. Das Lehrdiplom der übrigen Studierenden bleibt davon unberührt. b) Die Masterarbeit wird mit 30 ECTS-Punkten kreditiert, die in der Regel innerhalb von zwei Semestern zu erreichen sind. Für Studierende, die das Masterstudium im HS 2009 aufgenommen haben, gilt hinsichtlich Beurteilung der Masterarbeit 11. Für alle anderen gilt die bisher kommunizierte Regelung. c) Studierende, die ihre Masterarbeit innerhalb von zwei Semestern nicht absolvieren, können um eine Verlängerung der Frist oder einen Studienunterbruch ersuchen. Es kann maximal zweimal eine Verlängerung oder ein Unterbruch von einem Jahr bewilligt werden. Bei Wiederaufnahme des Masterstudiums entscheidet die Abteilungsleitung Sekundarstufe I über die Bearbeitung eines neuen Themas für die Masterarbeit. d) Für Gesuche zur Verlängerung der Absolvierungsfrist sowie der Abgabefrist für die Masterarbeit gilt 10. e) Gesuche um Studienunterbrüche sind im Voraus und bis zum Ende des jeweiligen Semesters (KW 7 oder KW 37) schriftlich an die Abteilungsleitung Sekundarstufe I zu richten. Seite 3/5

4 f) Studierende, die nach sechs Semestern ihre Masterarbeit nicht beendet haben, können sie nach einem Unterbruch von jeweils zwei Jahren wieder aufnehmen, wobei die ursprüngliche Absolvierungsfrist von maximal 6 Semestern neu zu laufen beginnt. g) Die Studierenden haben sich so lange zu immatrikulieren als sie Leistungen beziehen. Während eines bewilligten Studienunterbruchs bleiben die betreffenden Studierenden immatrikuliert; sie haben jedoch keine Semestergebühren zu entrichten und können keine Leistungen beanspruchen. IV. Gemeinsame Bestimmungen für Bachelor- und Masterarbeiten 14 Forschung und Entwicklung im Schulfeld 1 Wegleitend für empirische Untersuchungen sind die Grundsätze zur guten wissenschaftlichen Praxis und zur wissenschaftlichen Integrität der Akademien der Wissenschaft Schweiz, des Schweizerischen Nationalfonds und der COHEP. 2 Kooperationen mit internen und externen Partnern/innen in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Evaluations- und Lehrmittelprojekten werden durch die Betreuenden über eine Vereinbarung geregelt. Diese enthält Ziele des Projektes, Ziel der Arbeit, Vorgehen, Feldkontakt, Kommunikation, Rückmeldung und Zeitplan. 3 Studierende, die eine Bachelor- oder Masterarbeit im Ausland schreiben wollen, müssen dies im Rahmen eines von der Pädagogischen Hochschule Zürich organisierten Projektes tun. Die Betreuenden sind für die Vermittlung des Kontakts vor Ort zuständig. Ein Zeitplan regelt, wie lange die Studierenden im Ausland sind. 4 Vertiefungsarbeiten sind in der Regel Literaturarbeiten. Für die Vertiefungsarbeit werden keine grösseren Befragungen durchgeführt. Masterarbeiten mit Befragungen an grösseren Stichproben finden im Kontext eines Projektes einer Forschungsgruppe statt. 5 Werden für die Bachelor- oder Masterarbeit empirische Untersuchungen durchgeführt, so wird das Vorgehen für die Datenerhebung mit den Betreuenden festgelegt. Der Versand von Informationsschreiben und Fragebogen erfolgt nur nach Rücksprache mit den Betreuenden. 15 Urheberschaftsbestätigung 1 Die Verfasserin oder der Verfasser gibt zusammen mit der Arbeit eine schriftliche Erklärung ab, worin sie oder er bestätigt, die Arbeit selbst und ohne unerlaubte Beihilfe verfasst zu haben. 2 Bei der Aufdeckung unlauteren Vorgehens wird die entsprechende Arbeit als ungültig erklärt, das Diplom kann rückwirkend entzogen werden. Zudem können disziplinarische Massnahmen bis hin zum Ausschluss von der PH Zürich verfügt werden. 16 Urheberrechtlich geschützte Werke Die Master- und Bachelorarbeiten sind als urheberrechtlich geschützte Werke im Rahmen des Studiums der PH Zürich entstanden. Die ausschliesslichen Verwendungsbefugnisse liegen gemäss kantonaler Regelung bei der Hochschule (vgl. 22 Abs. 2 und 16 Abs. 1 lit. b Fachhochschulgesetz vom 2. April 2007). Damit ist die Studentin bzw. der Student nicht selbst zur Werkverwendung befugt. Weiterführende Regelungen finden sich in der Weisung zum Umgang mit geistigem Eigentum vom 21. April 2008, welche auf Studierende analog anwendbar ist (vgl. 1). 17 Inkrafttreten Die Richtlinie tritt auf den 1. Dezember 2010 in Kraft und ersetzt die Richtlinie zur Diplomarbeit vom 16. März 2007 und die Ergänzung zur Richtlinie zur Diplomarbeit für Studierende Sek I ab H06 vom Seite 4/5

5 18 2 Übergangsbestimmung 1 Für Studierende, die das Studium vor HS 2009 aufgenommen haben, ist eine Änderung des für die Vertiefungsarbeit gewählten Standards bis sechs Monate vor dem Abgabetermin möglich. Dazu muss ein schriftliches Gesuch bei der für die Vertiefungsarbeiten verantwortlichen Person eingereicht werden. 2 Für die Überarbeitung der Vertiefungsarbeit infolge einer ungenügenden Note ist ein Standardwechsel ausgeschlossen. 1 Fassung gemäss Beschluss der Prorektoratsleitung vom 17. Januar Fassung gemäss Beschluss der Prorektoratsleitung vom 28. Februar 2012 Seite 5/5

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