Der Retailmarkt von morgen. Workshop: Sommer Paket zum Strommarkt Design Mag. Lorena Škiljan MBA Wien Energie GmbH

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1 Der Retailmarkt von morgen Workshop: Sommer Paket zum Strommarkt Design Mag. Lorena Škiljan MBA Wien Energie GmbH

2 Vision und Kundennutzen Höhere Transparenz & verbesserte Verbrauchsinformation Aktive Kundenpartizipation im Energiesystem Die Kunden im Mittelpunkt Kunde erzielt Kostenersparnis durch effizientere Energienutzung Kunde kann optimale Wahl treffen (in Hinblick auf Eigen- vs. Fremdversorgung und im Anbietervergleich) Kunde kann zusätzliche Vermarktungsoptionen (z.b. Demand Response) nutzen Seite 2 Ganzheitlicher Kundenschutz Kunde ist vor unfairen wirtschaftlichen Praktiken / Datenmissbrauch geschützt Energiearmut wird behandelt und bekämpft

3 Vision und Überblick relevanter Maßnahmen Höhere Transparenz & verbesserte Verbrauchsinformation Aktive Kundenpartizipation im Energiesystem Forcierung von Gebäudesanierungen Einbau von Heizsteuerungen und Thermostaten Effizienzsteigerung von Haushaltsgeräten (z.b. Boiler, TVs, Kühlgeräte, Waschmaschinen) Transparente Rechnungslegung Up-to-Date Verbrauchsinformationen Vereinfachung und Beschleunigung von Wechselvorgängen (Standardisierung von Informationen, Bewertungsplattformen, Informations-Kampagnen) Nutzen von Verbrauchs- bzw. Lastverschiebungspotenzialen auf Kundenseite Förderung von Eigenverbrauchs- bzw. Eigenerzeugungsmodellen (Dezentralisierung) Involvierung in lokale, regionale, gemeinschaftliche Aktionen Seite 3 Ganzheitlicher Kundenschutz Weiterentwicklung energiespezifischer Kundenrechte Mitgliedsstaatenübergreifende Bekämpfung von unlauteren Aktivitäten und Organisationen Intensivierung von Energieeffizienzmaßnahmen gegen Energiearmut (Austausch zu Best-Practice Anwendungen)

4 Herausforderungen für EVUs im Kundenvertrieb Kunden-Engagement muss kontinuierlich hoch gehalten werden Energieeffizienz nur nachhaltig möglich wenn Kundenverhalten kontinuierlich beeinflusst bzw. angepasst wird Interesse an zeitnahen Verbrauchsinformationen wird nur andauern, wenn Effekte für Kunden sichtbar sind bzw. messbare Auswirkungen haben Kunde muss sich gut informiert fühlen, wobei er gleichzeitig nicht das Gefühl haben darf mit Informationen überflutet zu werden Regulatorische Anforderungen auf Informationen steigen Kundenbedürfnis nach Simplifizierung bei gleichzeitiger Anforderung nach vollständiger Transparenz kann widersprüchlich sein Anspruch auf objektive Tarifvergleiche durch Anbieter mit Wechsel- Boni (z.b. Einmal-Gutscheine, Gratis-Mengen ) herausfordernd Geschäftsmodelle müssen in einer Gesamtkostenrechnung günstiger sein als bestehende Modelle Aktuell hohe Kosten und hoher Aufwand für Implementierung von Technologien (Smart Meter, Installationsmaßnahmen, etc.) Niedrige Einsparmöglichkeiten über Effizienzmaßnahmen bei aktuellem Strompreis und dem geringem Energieanteil an Gesamtenergiekosten bieten kaum Anreize Seite 4 Kunde darf nicht das Gefühl haben gläsern zu sein, während gleichzeitig die zur Verfügung stehenden Informationen optimal ausgenützt werden

5 Relevante Maßnahmen im EVU Vertrieb Personalisierung und Individualisierung (Verbesserung des Kundenverständnisses und Digitalisierung der Kundenschnittstellen) EVUs Bedürfnisse stehen im Vordergrund Rasche und kundenorientierte Erarbeitung neuer Geschäftsmodelle für sich öffnende Märkte (z.b. Demand Response, Energieeffizienz) Kunde Seite 5 Wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind (Intensivierter und sich differenzierender Kundenkontakt über unterschiedliche Kanäle) Veranstaltung Wien, TT.MM.JJJJ

6 Beobachtungsfelder für EnEff- und DR-Modelle Wie darf in Zukunft mit welchen Kundendaten umgegangen werden (und wer hat Zugriff auf diese)? Roll-out von Smart Meter eröffnet neue Möglichkeiten zur Interaktion mit den Kunden Viele Geschäftsmodelle setzen aktuell voraus, dass Kundendaten zugänglich sein werden und genutzt werden dürfen Welche technischen Standards werden sich in Zukunft durchsetzen? Lebenszyklen von technischen Lösungen verkürzen sich Technische Standards für Smart Homes und Netzwerke noch nicht etabliert Wie lange dürfen die Kunden in Zukunft gebunden? Geschäftsmodelle mit Investitionsentscheidungen oft erst durch längere Laufzeiten wirtschaftlich sinnvoll abbildbar Kundenbindung reduziert jedoch Möglichkeit auf maximalen Wettbewerb Seite 6 Wie wird in Zukunft der Zwiespalt zwischen lokalen bzw. Kunden- Eigeninteressen (z.b. bei Eigenerzeugung) und Verursachergerechtigkeit bzw. fairem Wettbewerb (z.b. Verteilung der arbeitsabhängigen Netzentgelte) umgegangen?

7 Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Mag. Lorena Škiljan MBA Marktmanagement Leitung Wien Energie GmbH Thomas-Klestil-Platz 4, 1030 Wien Tel +43 (1)

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