Gutachterbericht FOUNDATION FOR INTERNATIONAL BUSINESS ADMINISTRATION ACCREDITATION FIBAA BERLINER FREIHEIT D BONN

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1 FOUNDATION FOR INTERNATIONAL BUSINESS ADMINISTRATION ACCREDITATION FIBAA BERLINER FREIHEIT D BONN Gutachterbericht Anbieter: EBS Executive Education GmbH Zertifikatskurs: Gesundheitsökonom Anforderungsniveau des Europäischen Qualifikationsrahmens für Lebenslanges Lernen: 7 Gutachterbericht FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 1

2 Kurzbeschreibung der Zertifikatskurse: Das Intensivstudium Gesundheitsökonom hat die Zielsetzung, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, komplexe Strukturen im Bereich des Gesundheitswesens mitzugestalten, Chancen und Risiken zu erkennen sowie Trends und Umbrüche zu analysieren. Dazu werden Kenntnisse über die Bedingungen, Beteiligten und Managementmethoden des Gesundheitssystems vermittelt. Datum der Verfahrenseröffnung: 21. Dezember 2010 Datum der Einreichung der Unterlagen: 13. September 2012 Datum der Begutachtung vor Ort (BvO): 6./7. Dezember 2012 Zertifizierungsart: Zertifizierung Studienform: Teilzeit Erstmaliger Start der Zertifikatskurse: 1996 Aufnahmekapazität: 30 (zwei Mal im Jahr) Kursanfängerzahlen: 2008: : : : : 35 Umfang der ECTS-Punkte der Zertikatskurse: 30 Stunden (Workload) pro ECTS-Punkt: 25 Angestrebtes Niveau gemäß Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR): 7 Datum der Sitzung der FIBAA-Zertifizierungskommission: 21. Februar 2013 Beschluss: Der Kurs wird mit drei Auflagen für fünf Jahre zertifiziert. Zertifizierungszeitraum: 21. Februar 2013 bis 21. Februar 2018 Gutachterbericht FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 2

3 Auflagen: 1. Die Zulassungsbedingungen ( 4 der Prüfungsordnung) sind hinsichtlich qualitätssichernder Verfahren und der Kriterien für die Zulassung von Bewerbern ohne ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss zu konkretisieren. Sollte die EBS Executive Education daran festhalten, dem Wortlaut der Prüfungsordnung nach weiterhin auch Bewerber ohne Hochschulzugangsberechtigung zuzulassen, wären entsprechende Verfahren und Kriterien auch für diese Gruppe zu regeln (siehe Kapitel 2). Die Auflage ist. FIBAA-Zertifizierungskommission für Weiterbildungskurse am 29. Juli Auf dem Abschlusszeugnis sind relative ECTS-Noten gemäß dem ECTS-Leitfaden der Europäischen Kommission auszuweisen (siehe Kapitel 3.1). Die Auflage ist. FIBAA-Zertifizierungskommission für Weiterbildungskurse am 29. Juli Systematische Workload-Evaluationen sind auf Veranstaltungsbasis und nicht auf Kursebene vorzunehmen, um ein möglichst präzises Ergebnis zu erhalten, welches eine belastbare Aussage über den tatsächlichen Workload der Teilnehmer zulässt und ggf. eine Nachjustierung ermöglicht (siehe Kapitel 5). Die Auflage ist. FIBAA-Zertifizierungskommission für Weiterbildungskurse am 29. Juli Betreuerin: Dipl. Kffr. Annette Korn Gutachter: Prof. Dr. Andreas Knorr Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften, Speyer Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre Prof. Dr. med. Oliver Rentzsch Fachhochschule Lübeck Dekan und Professor für BWL (Betriebswirtschaft, Management im Gesundheitswesen, Marketing) Axel Feyerabend Pflegewerk Senioren Centrum, Berlin Geschäftsführer (Qualitätsmanagement, Gesundheitsmanagement) Mussa Keaei Universität zu Köln Studierender der Gesundheitsökonomie, B.Sc. FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 3

4 Zusammenfassung 1 Bei der Bewertung wurden die Selbstdokumentation, die Ergebnisse der Begutachtung vor Ort und die Stellungnahme der EBS Executive Education GmbH (im Folgendem EBS EE) vom 8. Februar 2013 berücksichtigt. Der Zertifikatskurs Gesundheitsökonom der EBS mit vier Ausnahmen die FIBAA- en für Zertifikatskurse und kann von der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) unter drei Auflagen zertifiziert werden. Er ist modular gegliedert und mit ECTS-Punkten versehen. Das Kurskonzept orientiert sich an wissenschaftsadäquaten fachlichen und überfachlichen Zielen, so dass das Niveau 7 des Europäischen Qualifikationsrahmens für Lebenslanges Lernen (EQR) erreicht wird. Handlungsbedarf sehen die Gutachter in unterschiedlichen formalen Punkten. Daher empfehlen sie, die Zertifizierung mit folgenden Auflagen zu verbinden: 1. Die Zulassungsbedingungen ( 4 der Prüfungsordnung) sind hinsichtlich qualitätssichernder Verfahren und der Kriterien für die Zulassung von Bewerbern ohne ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss zu konkretisieren. Sollte die EBS daran festhalten, dem Wortlaut der Prüfungsordnung nach weiterhin auch Bewerber ohne Hochschulzugangsberechtigung zuzulassen, wären entsprechende Verfahren und Kriterien auch für diese Gruppe zu regeln (siehe Kapitel 2). 2. Auf dem Abschlusszeugnis sind relative ECTS-Noten gemäß dem ECTS-Leitfaden der Europäischen Kommission auszuweisen (siehe Kapitel 3.1). 3. Systematische Workload-Evaluationen sind auf Veranstaltungsbasis und nicht auf Kursebene vorzunehmen, um ein möglichst präzises Ergebnis zu erhalten, welches eine belastbare Aussage über den tatsächlichen Workload der Teilnehmer zulässt und ggf. eine Nachjustierung ermöglicht (siehe Kapitel). Die Erfüllung der Auflagen ist bis zum 21. November 2013 nachzuweisen. Die weitere nicht e (Certificate Supplement, siehe Kapitel 4.3) ist kein Asterisk-Kriterium, sodass von einer weiteren Auflage abzusehen ist und die ggf. getroffene Maßnahme zur Behebung dieses Mangels im Rahmen einer allfälligen Re- Zertifizierung zu betrachten ist. Die Gutachter sehen darüber hinaus Weiterentwicklungspotenzial für den Zertifikatskurs zu folgendem Aspekt: Systematische Wettbewerbs- und Arbeitsmarktanalyse für das Intensivstudium Gesundheitsökonom (siehe Kapitel 1.2). Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Kriterien, welche die en übertreffen: Kooperationen (Siehe Kapitel 1.4), Integration von Theorie und Praxis (siehe Kapitel 3.2), Netzwerkbildung (siehe Kapitel 3.4), Employability (siehe Kapitel 3.5), Praxiskenntnisse des Lehrpersonals (siehe Kapitel 4.1), Betreuung der Teilnehmer durch die Lehrenden (siehe Kapitel 4.1), Leistung des Kursmanagements (siehe Kapitel 4.2), Verwaltungsunterstützung (siehe Kapitel 4.2) sowie Anzahl und technische Ausstattung der Bibliotheksarbeitsplätze (siehe Kapitel 4.4). Zur Gesamtbewertung siehe das Qualitätsprofil im Anhang. 1 Lediglich zur Vereinfachung der Lesbarkeit des Gutachterberichtes erfolgt im Folgenden keine geschlechtsneutrale Differenzierung, sondern wird ausschließlich die männliche Form verwendet. Selbstverständlich ist seine Ausrichtung in jedem Fall geschlechtsunabhängig. Zusammenfassung FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 4

5 Informationen zur Institution Die EBS Business School wurde 1971 unter dem Namen European Business School nach eigener Aussage als erste private Hochschule für Betriebswirtschaft in Deutschland gegründet wurde sie vom zuständigen Ministerium des Landes Hessen als wissenschaftliche Hochschule im Universitätsrang anerkannt. Sie erhielt 1993 das Promotionsrecht, 1998 folgte das Habilitationsrecht. Heute ist die EBS Business School die betriebswirtschaftliche Fakultät der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Diese Bezeichnung wurde der Hochschule am 1. September 2011 vom zuständigen Landesministerium verliehen, nachdem im September 2011 der erste rechtswissenschaftliche Studiengang der neu gegründeten juristischen Fakultät EBS Law School gestartet ist. Trägerin der Hochschule ist die EBS Universität für Wirtschaft und Recht gemeinnützige GmbH mit Sitz in Wiesbaden, die wiederum allein von der gemeinnützigen Stiftung zur Förderung der EBS Universität für Wirtschaft und Recht getragen wird. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft mit Sitz in Oestrich-Winkel. Das Hochschulnetzwerk besteht aus 227 Hochschulen in 50 Ländern. Das Unternehmenspartnernetzwerk umfasst rund 200, mehrheitlich multinationale Unternehmen. Die EBS Business School hat weltweit über Alumni (Absolventen der Degree Programme sowie der Non-Degree-Programme). Der Verein der Ehemaligen und Förderer der EBS e.v. umfasst rund EBS Business School Alumni. Die EBS EE ist eine 100-prozentige Tochter der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Ihr Angebot umfasst offene Zertifikatsprogramme, firmenspezifische Programme und Corporate Academies (Weiterbildung, Training, Umsetzung und Beratung aus einer Hand). Mit ihren Zertifikats- und Firmenprogrammen hat die EBS EE im Jahr Teilnehmer mit insgesamt Teilnehmertagen erreicht. Strategisches Ziel der Hochschule ist es, die Anzahl der Teilnehmer in Non-Degree-Weiterbildungsprogrammen signifikant zu erhöhen. Absolventen dieser Zertifikatsprogramme sollen zukünftig durch die erfolgreiche Teilnahme an weiteren Modulen und das Anfertigen einer Master-Thesis einen Master of Arts-Abschluss in der jeweiligen Spezialisierung erwerben können. Die Mission der EBS EE besteht darin, durch themenspezifische Weiterbildungsangebote Führungs- und Nachwuchsführungskräfte dazu zu befähigen sich den wandelnden Herausforderungen ihres beruflichen Alltags zu stellen, diesen gerecht zu werden und die Potentiale ihrer Unternehmungen vollständig zu erschließen. Dabei richten sich nach eigenen Angaben sämtliche Aktivitäten der EBS EE danach aus, ihre Zielvorstellungen in Einklang mit dieser Mission zu halten, den Stakeholdern, insbesondere den Studierenden, einen Mehrwert zu schaffen und sich von ihren Wettbewerbern zu unterscheiden, indem sie Weiterbildung auf Universitätsniveau anbietet und wissenschaftliche Forschung mit einer klaren praktischen Verwertbarkeit kombiniert. Die EBS EE hat gegenwärtig folgende Aktivitätsfelder, die sich konsequent an den Kompetenzfeldern der EBS Universität ausrichten, definiert: Private Finance & Wealth Management Controlling, Innovationsmanagement und Security Management Einkauf und Supply Management Immobilienwirtschaftslehre General Management, Sales, Marketing, Stiftungsmanagement Health Care Management Die Zertifikatskurse der EBS EE werden nach der Dauer der Programme unterschieden in Kontaktstudium (> 30 Präsenztage), Intensivstudium (11 bis 30 Präsenztage), Kompaktstudium (< 11 Präsenztage) und Brush-up Seminare (1 bis 3 Tage). Das hier zu beurteilende Programm ist nach Definition der EBS demnach ein Intensivstudium. Informationen zur Institution FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 5

6 1 Ziele und Strategie 1.1 Zielsetzungen des Zertifikatskurses Das Intensivstudium Gesundheitsökonom hat die Zielsetzung, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, komplexe Strukturen im Bereich der Gesundheitswirtschaft mitzugestalten, Chancen und Risiken zu erkennen sowie Trends und Umbrüche zu analysieren. Dazu werden Kenntnisse über die Bedingungen, Beteiligten und Managementmethoden des Gesundheitssystems vermittelt. Vorrangiges Ziel ist es somit, die Teilnehmer zum eigenständigen Erkennen, Strukturieren und Lösen wissenschaftlicher und praktischer Herausforderungen zu befähigen. Die Absolventen sollen nach Angaben der EBS in der Lage sein, ihr Wissen selbstständig zu erweitern, die Wissensbausteine zueinander in Beziehung zu setzen und für die praktische (berufsspezifische) sowie auch theoretische Problemlösung anzuwenden. Die Teilnehmer sollen auch dazu befähigt werden, ihr themenspezifisches Wissen jederzeit auch auf veränderte Rahmenbedingungen zu projizieren, um auf häufige und unvorhersehbare Veränderungen proaktiv reagieren zu können. Dies werde im Zertifikatskurs vor allem durch die Vermittlung von Fach- und Methodenwissen auf der einen Seite und die Förderung persönlicher und sozialer Kompetenzen auf der anderen Seite gewährleistet, so die Hochschule. Der Zertifikatskurs Gesundheitsökonom richtet sich vor allem an Teilnehmer aus folgenden Bereichen des Gesundheitswesens und angrenzender Wirtschaftszweige: Klinikträger und Krankenhausketten, Kur- und Rehabilitationskliniken Gesetzliche und Private Krankenversicherung sowie Sozial-, Lebens- und Unfallversicherungen Lieferanten, Systemanbieter und Dienstleistungsunternehmen Medizinische und medizintechnische Industrie Pharmaindustrie und pharmazeutischer Großhandel Niedergelassene Ärzte Apotheken Pflegedienstleistungen Medizinisches Verlagswesen Kommunale und kirchliche Verbände Ministerien und Aufsichtsbehörden Prüfungs- und Beratungsunternehmen Soziale Einrichtungen und Dienstleister Die Tätigkeitsbereiche der Teilnehmer sind dabei sehr divers und umfassen beispielsweise Management, Betreuung, Pflege, Therapie und Verwaltung. Neben ihrem eigentlichen Beruf, für dessen Ausübung im Regelfall ein Studium der Medizin, Naturwissenschaften, Pharmazie, Jura, Betriebswirtschaft oder ähnliches zu absolvieren war, wollen die Teilnehmer nach Ausführungen der EBS auch die Regeln und Funktionsweisen des Gesundheitswesens beherrschen sowie den ökonomischen und politisch rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend denken und handeln lernen. Bewertung: Die Zielsetzung des Kurskonzeptes wird mit Bezug auf die Weiterentwicklung im angestrebten Berufsfeld stimmig dargelegt. In der Mission der EBS EE ist festgehalten, dass sie in allen Weiterbildungsprogrammen das Ziel verfolgt, weiterentwicklungsfähige, methodisch orientierte, persönlich reflektierte und sozialkompetente Führungs- und Nachwuchsführungskräfte auszubilden. Dies sehen die Gutachter bei dem vorliegenden Kurs umgesetzt, damit FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 6

7 ist die Berücksichtigung der Rahmenanforderungen wissenschaftliche Befähigung, Berufsbefähigung und Persönlichkeitsentwicklung. In der Beschreibung des Zertifikatskurses ist dessen Zielsetzung verständlich dargestellt und entspricht dem Qualifikationsziel. Das Kurskonzept orientiert sich an wissenschaftsadäquaten fachlichen und überfachlichen Zielen, die dem angestrebten Niveau 7 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) für den Hochschulbereich Rechnung tragen. 1. Ziele und Strategie 1.1 Zielsetzungen des Zertifikatskurses 1.1.1* Logik und Nachvollziehbarkeit der Zielsetzung des Kurskonzeptes (Asterisk- Kriterium) 1.1.2* Kurs und angestrebte Qualifikations- und Kompetenzziele (Asterisk-Kriterium) nicht 1.2 Positionierung des Zertifikatskurses Die Hochschule führt aus, dass das Intensivstudium Gesundheitsökonom national einer der ersten universitären postgraduierten Studiengänge im Gesundheitswesen war und entsprechende Maßstäbe für Nachfolger gesetzt hat. Ein wesentliches Alleinstallungsmerkmal bildet nach eigenen Angaben die Tatsache, dass der Zertifikatskurs die Studienstufe 1 des Executive MBA Health Care Management der EBS bildet. Die Absolventen des Kurses haben dadurch die Möglichkeit, direkt im Anschluss oder mit einer Unterbrechung, mit der Studienstufe 2 das Studium fortzusetzen und einen MBA-Abschluss zu erwerben. Die Teilnehmer haben so die Chance, über den Zertifikatskurs Qualität und Güte der Weiterbildungsleistung der EBS zu testen, bevor sie sich für ein MBA-Studium einschreiben. Zudem bestehe, so die Hochschule, ein netzwerkbasierter USP, denn keine andere wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Deutschlands hat ein derart großes Netzwerk an Unternehmenspartnern vorzuweisen wie die EBS Business School mit ihren ca. 200 Firmenkooperationen. Dies ermögliche den Teilnehmern im Rahmen von campuseigenen Karrieremessen und regelmäßig stattfindenden Vortragsveranstaltungen, einen direkten Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern aufzubauen. Darüber hinaus besteht für Absolventen des Programms die Möglichkeit, Mitglied bei HEALTH ebs e.v. zu werden, der Alumni-Vereinigung jener Studierenden, die an den Weiterbildungsprogrammen des Health Care Management Institute (HCMI) teilgenommen haben. Die Tendenzen einer Ökonomisierung der Gesundheit lege eine betriebswirtschaftliche Zusatzqualifikation von insbesondere Fachfremden nicht nur nahe, vielfach werde sie mittlerweile auch gefordert, so die Hochschule. Die Kursteilnehmer sehen sich in ihrem beruflichen Alltag mehr und mehr der Notwendigkeit gegenübergestellt, wirtschaftliche Hintergründe und Zusammenhänge ihres Wirkens innerhalb ihrer Klinik oder ihres Unternehmens wie auch im Gesundheitsmarkt zu verstehen und zu durchschauen. Nach eigenen Angaben muss sich die EBS Universität den Anforderungen der wachsenden und sich diversifizierenden Herausforderungen des (Weiter-)Bildungsmarktes stellen. Hierzu gehört für sie neben der Entwicklung innovativer Programme auch der Ausbau des Weiterbildungsbereiches. Dabei konzentriert sie sich, wie auch im vorliegenden Kurs, auf die Kompetenzfelder der Hochschule ( Private Finance & Wealth Management, Controlling, Innovationsmanagement und Security Management, Einkauf und Supply Management, Immobilienwirtschaftslehre, General Management, Sales, Marketing, Stiftungsmanagement sowie Health Care Management ). FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 7

8 Bewertung: Auch wenn sich die vorgelegten Arbeitsmarkt- und Wettbewerbsanalysen auf den Executive MBA Health Care Management, also die Studienstufe 1 (Zertifikatskurs) und 2 ( Master- Stufe ) beziehen, und nicht gesondert auf den Zertifikatskurs abzielen, können die Gutachter aufgrund des beschriebenen Profils und der angestrebten Qualifikations- und Kompetenzziele die Positionierung im Weiterbildungs- und Arbeitsmarkt nachvollziehen. Um den Zertifikatskurs als eigenständiges Produkt zielgerichtet weiterentwickeln zu können, empfehlen sie jedoch eine eingehende und systematische Wettbewerbs- und Arbeitsmarktanalyse für das Intensivstudium Gesundheitsökonom, losgelöst von dem MBA-Studiengang. Ebenso ist die Einbindung des Zertifikatskurses in das strategische Konzept der Hochschule beschrieben und nachvollziehbar begründet. Auf die Kompetenzfelder der Hochschule wird auch im Weiterbildungsbereich zurückgegriffen. Die Qualifikationsziele entsprechen dem Leitbild und der strategischen Planung der EBS. 1. Ziele und Strategie 1.2 Positionierung des Zertifikatskurses Positionierung im Bildungs- und Arbeitsmarkt Positionierung im strategischen Konzept der Institution nicht 1.3 Internationale Ausrichtung des Zertifikatskurses Der Zertifikatskurs greift insbesondere Tatbestände und Problemstellungen des deutschen Gesundheitssektors im Hinblick auf die Anwendung ökonomischen Wissens auf; hinzu kommen wesentliche wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Eine internationale Ausrichtung ist hierbei von der Hochschule nicht vorgesehen, gleichwohl werden, wo sinnvoll und nötig, internationale Fragestellungen aufgegriffen. Bewertung: Dass der Zertifikatskurs keine explizit internationale Ausrichtung hat, können die Gutachter aufgrund der Zielsetzung des Kurses nachvollziehen und halten das nur nachrangige Einbeziehen internationaler Themen in Hinblick auf das zu betrachtende Berufsfeld für angemessen. Insgesamt bewerten sie dieses Kriterium daher mit nicht relevant. 1. Ziele und Strategie 1.3 Internationale Ausrichtung des Zertifikatskurses nicht FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 8

9 1.4 Kooperationen mit Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen Durch eine enge Angliederung der Deutschen Fachgesellschaft für Market Access DFGMA e.v. an die EBS stehe insbesondere Teilnehmern aus der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie ein hervorragendes Netzwerk zur Verfügung, das Entscheider und Market Access-Verantwortliche aus führenden internationalen Unternehmen verbinde, so die Hochschule. Das HCMI der EBS Business School ist zudem Mitglied der gesundheitswirtschaft rhein-main e.v.. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit können Kursteilnehmer die Institutskontakte zu Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet nutzen. Die gesundheitswirtschaft rhein-main e.v. veranstaltet zudem in regelmäßigen Abständen Vortragsveranstaltungen und Workshops, die einen intensiven Austausch mit Industrie- und Unternehmenspartnern aus der Region ermöglichen. Durch die Mitgliedschaft des HCMI in der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie e.v. (DGGÖ) wird den Teilnehmern darüber hinaus ein intensiver Austausch des Instituts mit weiteren akademischen und wissenschaftlichen Institutionen im deutschen Gesundheitswesen zuteil. Kooperationen mit Unternehmen finden an der EBS Business School nach eigenen Angaben überwiegend auf der Ebene der einzelnen Lehrstühle statt, sei es auf Basis anwendungsorientierter Forschung oder, insbesondere im Fall der Stiftungslehrstühle, im Rahmen der Zusammenarbeit mit Sponsoren. Diese Zusammenarbeit fließt über den Einsatz von Gastdozenten auch in das Lehrprogramm ein. Folgende Unternehmen und Gesellschaften sind an das HCMI angegliedert und engagieren sich in Form von gemeinsamen Projekten und Forschungskooperationen: Abbott GmbH & Co. KG, Wiesbaden Deutsche Fachgesellschaft für Market Access DFGMA e.v. Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.v. EPC HealthCare GmbH, Hamburg EUHCF European Health Care Foundation, Zürich INSIGHT Health GmbH & Co. KG, Waldems-Esch Bewertung: Kooperationen zwischen dem HCMI, bei dem der Zertifikatskurs angesiedelt ist, Wirtschaftsunternehmen und Verbänden mit Auswirkungen auf das Intensivstudium Gesundheitsökonom werden nachweislich aktiv betrieben und haben hinsichtlich der Anwendungsorientierung des Angebotes, der Branchennähe und der Vernetzungsmöglichkeiten der Teilnehmer einen sehr positiven Effekt. Die Kooperationen zu anderen Hochschulen beschränken sich auf den Einsatz von Lehrbeauftragten und sind an dieser Stelle zu vernachlässigen. 1. Ziele und Strategie 1.4 Kooperationen mit Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen nicht FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 9

10 2 Zulassung Der Zertifikatskurs Gesundheitsökonom richtet sich an Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens und angrenzender Wirtschaftszweige. Zulassungsvoraussetzung ist laut Prüfungsordnung ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaften, Verwaltungswissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften etc.). Außerdem steht das Programm Personen offen, welche die für die Teilnahme erforderliche Eignung im Beruf oder auf andere Weise erworben haben, wobei diese über eine allgemeine oder fachgebundene Hoch- oder Fachhochschulreife verfügen sollten. Interessenten, die bisher in einem fachfremden Bereich beruflich tätig waren, können durch eine entsprechende Formulierung ihres Antrags auf Zulassung zum Intensivstudium Gesundheitsökonom (Motivationsschreiben) darlegen, warum eine Teilnahme an dem Zertifikatskurs für sie von vorrangiger Bedeutung ist. Die Zulassungsbedingungen sind nach eigenen Angaben klar definiert und werden für alle Bewerber nachvollziehbar in Broschüren sowie auf der Website der Hochschule kommuniziert. Die EBS führt aus, dass mit der Festlegung auf eine kleine Zielgruppe, die sich jedoch aus Personen, die in unterschiedlichen Berufsfeldern tätig sind, zusammensetzt, gewährleistet werde, dass die Teilnehmer innerhalb eines vergleichsweise eng eingegrenzten, homogenen Themenspektrums eine breit gefächerte, heterogene Aus- und Weiterbildung erfahren. Bewertung: Der Zertifikatskurs Gesundheitsökonom richtet sich prinzipiell an eine bestimmte Zielgruppe, die anhand bestimmter Vorkenntnisse und Bildungsniveaus definiert ist. Die Zulassungsbedingungen sind jedoch relativ offen. Dass keine stärkere Eingrenzung der Fachrichtungen des Studienabschlusses gefordert wird, ist für die Gutachter nachvollziehbar, da sich der Kurs an Personen aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens und angrenzender Wirtschaftszweige richtet. Allerdings ist unklar, nach welchen Kriterien die Eignung von Bewerbern ohne ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss beurteilt wird. Ebenfalls problematisch ist, vor allem vor dem Hintergrund, dass der Kurs auf Niveau 7 des DQR/EQR angesiedelt ist, dass bei dieser Bewerbergruppe die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife nicht vorausgesetzt wird, sondern als Sollte-Bedingung formuliert ist. Die Gutachter empfehlen daher die Auflage, die Zulassungsbedingungen ( 4 der Prüfungsordnung) hinsichtlich qualitätssichernder Verfahren und der Kriterien für die Zulassung von Bewerbern ohne ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss zu konkretisieren. Sollte die EBS EE daran festhalten, dem Wortlaut der Prüfungsordnung nach weiterhin auch Bewerber ohne Hochschulzugangsberechtigung zuzulassen, wären entsprechende Verfahren und Kriterien auch für diese Gruppe zu regeln. 2. Zulassung 2.1* Fokussierung auf Zielgruppe (Asterisk- Kriterium) 2.2* Zulassungsbedingungen (Asterisk- Kriterium) nicht Auflage FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 10

11 3 Umsetzung 3.1 Struktur Der berufsbegleitende Zertifikatskurs hat einen Umfang von 30 ECTS und erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Semestern zu jeweils 15 Präsenztagen, die in eine fünftägige Präsenzphase (Montag bis Freitag) und in fünf Präsenzwochenenden (Freitag und Samstag) aufgeteilt sind. Pro Credit wird eine Arbeitsleistung von 25 Stunden angesetzt. In der Arbeitsleistung sind sämtliche Aufwendungen zur Erbringung der Studienleistung enthalten, so die Hochschule. Gut ein Drittel der Arbeitsleistung wird im Rahmen von Lehrveranstaltungen im Hörsaal erbracht. Die restlichen Stunden verbringen die Teilnehmer mit der Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, der Bearbeitung von Cases sowie der Vorbereitung auf Prüfungen. Der Kurs ist nach eigenen Ausführungen modular gegliedert und besteht aus einem wirtschaftswissenschaftlichen und vier gesundheitsökonomischen Modulen. Jedes Modul umfasst ca. 50 akademische Stunden, was in der Summe einem Zeitkontingent von jeweils fünf bis sechs Präsenztagen entspricht. Mit dem Abschlusszeugnis erhalten die Absolventen laut Selbstdokumentation eine Aufstellung der im Intensivstudium vermittelten Lehrinhalte sowie eine Notenauflistung, aus der die absolvierten Studiendaten (Note der Abschlussklausur, Note der Zertifikatsarbeit, Gesamtnote) hervorgehen. Weiterhin gibt die Hochschule an, die Teilnehmer in regelmäßigen Abständen zu ihrer Arbeitsbelastung im Rahmen des Kurses in einer mündlichen Feedback-Runde zu befragen. Die Workload-Berechnung werde, so die EBS, auch in regelmäßigen Gesprächen mit den Lehrenden überprüft, wodurch stets auf die Studierbarkeit des Programms geachtet werde. Ab dem nächsten Kursdurchlauf (Januar 2013) soll die Arbeitsbelastung nach Ausführungen der Hochschule auch im Rahmen der Veranstaltungsevaluationen abgefragt werden. Die Vergabe von relativen ECTS-Noten hält die Hochschule in diesem, wie auch in allen übrigen Weiterbildungsprogrammen, die vom HCMI angeboten werden, aufgrund der zu geringen Kohortengröße in den einzelnen Kursen nicht für sinnvoll. Aus diesem Grund wird eine absolute ECTS-Note, die sich aus einer deutschen Notenspanne heraus ergibt, vergeben. Die Berechnung erfolgt auf der Basis der folgenden Tabelle: Es gilt die Prüfungsordnung für das Intensivstudium Gesundheitsökonom i.d.f. vom 15. Dezember In dieser sind Studienziele, Verleihung des Titels, Zulassungsvoraussetzungen, Studienaufbau und Prüfungsregularien, Regelungen für Teilnehmer mit Behinderung sowie Bestimmungen zur Berechnung der Gesamtnote geregelt. Bewertung: Die Strukturierung des Zertifikatskurses halten die Gutachter für sinnvoll. Sie dient der Zielsetzung und fördert den an der Zielsetzung orientierten Wissens- bzw. Kompetenzerwerb der Teilnehmer. Wahlmöglichkeiten sind nicht vorgesehen, was aufgrund der Kürze und Kom- FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 11

12 primiertheit des Programms nachvollziehbar ist. Insgesamt ist ein rundes und in sich geschlossenes Konzept zu erkennen. Die ECTS-Elemente sind in Bezug auf das Prinzip der Modularisierung, der Vergabe von Credit-Points und der Workload-Vorgaben realisiert. Die Modulbeschreibungen stellen hinsichtlich des Detaillierungsgrades die Lernziele (Learning Outcomes) und den Kompetenzerwerb dar. Allerdings ist die momentane Art der Workload-Erhebung in Form von mündlichen Feedback-Runden unsystematisch, was vor dem Hintergrund, dass der Kurs bereits seit 1996 existiert und Teil eines Studienganges ist, umso erstaunlicher ist (siehe hierzu auch Kapitel 5). Es existieren Studien- und Prüfungsregularien, welche sich an den Grundsätzen von Hochschulprüfungs- und Studienordnungen orientieren. Die Vergabe relativer ECTS-Noten betreffend weisen die Gutachter darauf hin, dass es eine Diskrepanz zwischen 9 (3) der Prüfungsordnung und der gelebten Praxis gibt. Laut Prüfungsordnung ist die Vergabe relativer ECTS-Noten verbindlich vorgesehen. In der Praxis werden jedoch absolute ECTS-Noten anhand einer Transfertabelle ermittelt. Die Gutachter empfehlen daher die Auflage, zukünftig relative ECTS-Noten gemäß dem ECTS-Leitfaden der Europäischen Kommission auf den Abschlusszeugnissen auszuweisen. 3. Umsetzung 3.1 Struktur nicht Struktureller Aufbau des Zertifikatskurses (Lehrveranstaltungen, Wahlmöglichkeiten, etc.) 3.1.2* Berücksichtigung des European Credit Transfer and Accumulation Systeme (ECTS) und der Modularisierung (Asterisk-Kriterium) 3.1.3* Studien- und Prüfungsregularien (Asterisk-Kriterium) Auflage 3.2 Inhalte In den fünf Modulen des Zertifikatskurses werden Tatbestände und Problemstellungen des Gesundheitssektors im Hinblick auf die Anwendung ökonomischen Wissens beleuchtet; hinzu kommen wesentliche wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Jeder Dozent ist angehalten, so die EBS, den Teilnehmern die Anwendbarkeit der gelehrten Theorie in der Praxis vor Augen zu führen. Folgende Inhalte werden in dem Intensivstudium Gesundheitsökonom vermittelt: Modul 1: Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften Ziele: Das Modul gibt einen Einblick in die ökonomischen Denkstrukturen, wodurch die Teilnehmer dazu befähigt werden sollen, unterschiedlichste Vorgänge im Markt und bei Unternehmungen zu verstehen, zu bewerten und Lösungsideen zu entwerfen. Themen: Strategische Unternehmensführung und Marketing, externes und internes Rechnungswesen sowie Volkswirtschaftslehre mit direktem Bezug zu teilnehmerrelevanten Märkten. FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 12

13 Modul 2: Grundlagen der Gesundheitswirtschaft Ziele: Das Gesundheitswesen entwickelt immer stärker wettbewerbliche Formen, folgt aber dennoch historisch gewachsenen Gesetzmäßigkeiten. Die Teilnehmer erhalten in diesem Modul grundlegende Einsichten in die Strukturen des Gesundheitsmarktes, lernen unterschiedliche Protagonisten kennen und erfassen die Verknüpfungen und Abhängigkeiten der einzelnen Institutionen. Somit erhalten sie einen ersten, fundierten Einblick in die Besonderheiten des Gesundheitswesens. Themen: Gesundheitsmarkt und Gesundheitspolitik, gesetzliche und private Versicherungssysteme sowie Rechtsgrundlagen im Gesundheitswesen. Modul 3: Ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung Ziele: Die verschiedenen Sektoren der Versorgung bilden den thematischen Kern dieses Moduls. Den Kursteilnehmern wird es ermöglicht, die Leistungserbringer abzugrenzen, die Strukturen der gesundheitlichen Versorgung zu entflechten und übergreifende Modellstrukturen eigenständig zu gestalten. Themen: Ambulante ärztliche, stationäre medizinische und integrierte Versorgung. Modul 4: Integrative Managementinstrumente Ziele: Innerhalb dieses Moduls erlernen die Teilnehmer verschiedene organisatorische, konzeptionelle und planerische Instrumente und werden in die Lage versetzt, eine maßgebliche Funktion bei der aktiven Gestaltung unternehmerischer Strukturen zu übernehmen. Themen: Qualitätsmanagement und -zertifizierung im ambulanten und stationären Versorgungsbereich, Organisationsentwicklung im stationären Bereich sowie Projektmanagement und Marketing im Gesundheitswesen. Modul 5: Pharmazeutische und medizinisch-soziale Versorgungssysteme Ziele: Die verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten im Apothekenbereich, die Auswirkungen der Gesundheitspolitik auf den Arzneimittelmarkt und dessen Möglichkeiten der Neuorientierung sollen verstanden werden. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, diese Bereiche in ihren jeweiligen Detailproblemen zu analysieren und adäquate Lösungswege zu entwerfen. Themen: Pharmazeutische Versorgung und deren Neuorientierung, Rehabilitationsmarkt und Aspekte des Fusionsmanagements sowie E-Health-Anwendungen und deren Auswirkungen im Gesundheitswesen. Sämtliche Vorlesungen seien darauf ausgelegt, so die Hochschule, dass sie in einem Miteinander von methodischer und praktischer Wissensvermittlung aktuelle und systemimmanente Problemstellungen adressieren und den Teilnehmern das notwendige Rüstzeug liefern, um sich dieser Problemstellungen anzunehmen. Zudem sorge ein Beirat, der sich aus Vertretern aus Wissenschaft, Praxis sowie Alumni des Programms zusammensetze, dafür, dass die Programminhalte regelmäßig, vor allem hinsichtlich ihres Beitrages zur praktischen Anwendung, beurteilt werden, so die EBS weiter. Auch bei der Abschlussarbeit wird auf den Praxisbezug geachtet. Die Teilnehmer bringen die Themenstellung, die sich aus deren jeweiligen beruflichen Anforderungen abzuleiten hat (Living Case), selbst ein. Außerdem lassen sie ihre beruflichen Erfahrungen in Diskussionen und Vorträge einfließen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, an außercurricularen Abendveranstaltungen mit Gastrednern, die Themen der Gesundheitspolitik, Managementaufgaben in der Gesundheitswirtschaft oder anverwandte Themen aufgreifen, teilzunehmen. Die Vorlesung Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten zielt darauf ab, die Teilnehmer auf die Anfertigung ihrer Zertifikatsarbeit vorzubereiten und sie an die EBS-weit standardisierten Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten (APA-Guidelines) heranzuführen. Durch die Zertifikatsarbeit werden neu erlernte Methoden direkt angewendet und gefestigt. Daneben spiegeln einzelne Module die Forschungsschwerpunkte des HCMI wider, wodurch nach Ausführungen der EBS wissenschaftsbasierte Lehre in den Zertifikatskurs einfließt. Zu FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 13

14 nennen sind in diesem Zusammenhang drei der vier Themenfelder, in denen sich das HCMI gegenwärtig positioniert: Market Access, Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung. Jedes Modul schließt mit einer 90-minütigen Klausur ab. Hinzu kommen eine modulübergreifende, schriftlich anzufertigende Zertifikatsarbeit im Umfang von 25 Seiten sowie eine Präsentation dieser Arbeit. Bewertung: Die Inhalte tragen den Zielen des Zertifikatskurses angemessen Rechnung. Die Lehrveranstaltungen sind inhaltlich ausgewogen angelegt. Sie sind, wie die Gutachter den Modulbeschreibungen und den Gesprächen vor Ort entnehmen konnten, auf Qualifikations- und Kompetenzentwicklung ausgerichtet. Dabei decken die angebotenen Lehrveranstaltungen die zur Erreichung der angestrebten Qualifikations- und Kompetenzziele erforderlichen Inhalte ab. Sehr positiv ist die durchgängige und systematische Verknüpfung von Theorie und Praxis zu bewerten, die im Zertifikatskurs auf unterschiedlichen Ebenen (Vorlesung bis hin zur Abschlussarbeit) sehr gut gelingt. Auch dass die Teilnehmer ihre eigenen beruflichen Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen in die Diskussionen einbringen können, halten die Gutachter für gewinnbringend. Insgesamt ergänzen sich Wissensvermittlung und Praxisbeiträge gegenseitig zur Kompetenzentwicklung der Teilnehmer. Durch die Abschlussarbeit, die das theoretisch Erlernte mit konkreten Fragestellungen aus dem Berufsalltag der Teilnehmer verknüpft, wird sichergestellt, dass das Vermittelte in der beruflichen Praxis angewendet wird. Vermittlung von Methodenkompetenz und die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten sind im Zertifikatskurs den Anforderungen des Kurses entsprechend gewährleistet. Sie sind in den Modulbeschreibungen als Lernziele ausgewiesen. Vor Ort hatten die Gutachter Gelegenheit, Einsicht in Prüfungsleistungen der Teilnehmer zu nehmen. Dabei konnten sie feststellen, dass diese auf die Learning Outcomes abgestimmt sind und dem Anforderungsniveau entsprechen. 3. Umsetzung 3.2 Inhalte nicht 3.2.1* Logik und konzeptionelle Geschlossenheit der Kursinhalte (Asterisk-Kriterium) Inhalte des Zertifikatskurses Integration von Theorie und Praxis Methoden, wissenschaftliches Arbeiten und wissenschaftsbasierte Lehre 3.2.5* Prüfungsleistungen (Asterisk-Kriterium) 3.3 Überfachliche Qualifikationen Nach Ausführung der EBS stellen interaktive Gruppengespräche eine wesentliche Säule des Intensivstudiums Gesundheitsökonom dar. Die Kursteilnehmer werden dazu animiert, jederzeit Fragen zu stellen oder sich mit inhaltsrelevanten Anmerkungen in die Vorlesung einzubringen. Aufgabe der Dozenten ist es, die Teilnehmer durch Aufgabenstellungen und FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 14

15 Denkanstöße aktiv in den Unterricht einzubinden. Kommunikationsfähigkeit und Rhetorik werden, so die Hochschule, nicht zuletzt im Rahmen der Präsentation der Zertifikatsarbeit geprüft und bewertet, wobei insbesondere darauf geachtet werde, wie überzeugend die Sachverhalte vorgetragen werden. Kooperations- und Konfliktfähigkeit werden nach eigenen Angaben beispielsweise durch Gruppenarbeiten gefördert. Die Teilnehmer sind dazu aufgefordert, sich in Teams zusammenzufinden und ggf. konfligierende Ansichten kritisch zu diskutieren, um schlussendlich eine überzeugende Darstellung einer Gruppenarbeit abliefern zu können. Bewertung: Überfachliche Qualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit und Rhetorik sowie Kooperations- und Konfliktfähigkeit werden implizit über Gruppenarbeiten und die Präsentation der Abschlussarbeit den Erfordernissen des Kurses entsprechend thematisiert und geübt. 3. Umsetzung 3.3 Überfachliche Qualifikationen nicht Kommunikationsfähigkeit und Rhetorik Kooperations- und Konfliktfähigkeit 3.4 Didaktik und Methodik Die Hochschule führt aus, dass das didaktische Konzept auf die Erreichung der in Abschnitt 1.1 dargestellten Kursziele ausgerichtet ist. Zum Einsatz kommen Vorlesungen, die teilweise in Form von Lehrgesprächen vollzogen werden, um Wissen, Terminologien oder auch Prinzipien im direkten Austausch zwischen Dozenten und Teilnehmern zu vermitteln. Laut der EBS sind berufsintegrierende Methoden ein integraler Bestandteil des Kurses. Insbesondere haben Fallstudien und Praxisbeispiele einen hohen Stellenwert, da diese die eigenständige Anwendung der Lehrinhalte ermöglichen. Sämtliche relevanten Lehrveranstaltungsmaterialien, wie Handouts und Pre-Readings, werden den Teilnehmern nach eigenen Angaben rechtzeitig zu Beginn einer Lehrveranstaltung zur Verfügung gestellt. Für jede Präsenzphase werden Ordner mit Lehrveranstaltungsmaterialien und allen weiteren wichtigen Informationen zu dem entsprechenden Veranstaltungszeitraum (Evaluationsbögen, Dozenten CVs, Literaturhinweise, Stundenplan, ggf. Anfahrtsund Raumpläne etc.) erstellt und verteilt. Außerdem werden alle relevanten Unterlagen spätestens zwei Wochen vor der Veranstaltung über den passwortgeschützten Download- Bereich des HCMI in PDF-Format zur Verfügung gestellt. Dort ist auch der Gesundheitspolitische Brief (GPB) als Download zu finden. Zwar werde das Lesen des GPB nicht für die Vor- und Nachbereitung der Unterrichtsinhalte vorausgesetzt, gleichwohl liefere das Medium, welches jeweils Anfang der Woche erscheint, einen umfassenden Überblick über sämtliche Neuigkeiten, die sich (überwiegend) im deutschen Gesundheitswesen ergeben haben und von entsprechender Bedeutung sind, so die EBS. Neben dem Alumni-Netzwerk, das allen Studierenden der EBS Universität für Wirtschaft und Recht offensteht, existiert mit HEALTH ebs e.v. zusätzlich ein gesundheitsökonomisches Netzwerk, das ausschließlich für Absolventen der gesundheitsökonomischen Weiterbildungsstudiengänge des HCMI gedacht ist. Der Verein zählt derzeit 240 Mitglieder (Stand Juni 2012). Zu den wesentlichen Aufgaben und Vereinsaktivitäten von HEALTH ebs e.v. zählen: FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 15

16 jährliches Mitgliedertreffen, das bislang immer als ärztliche Fortbildung von der Landesärztekammer Hessen zertifiziert wurde, unregelmäßig stattfindende regionale Treffen bzw. Zusammenkunft themenbezogener Interessensgruppen, Plattform für Stellenangebote aus dem Gesundheitswesen, Präsenz und Ausbau der Gruppe HEALTH EBS im sozialen Netzwerk ING zur Netzwerkpflege und zum Informationsaustausch sowie Herausgabe des Vereinsnewsletters HEALTH ECONOMIST (2x jährlich), der überwiegend mit Beiträgen der Mitglieder gestaltet wird. Bewertung: Das didaktische Konzept des Zertifikatskurses ist beschrieben, logisch nachvollziehbar und auf das Kursziel hin ausgerichtet. Es werden auf die Module ausgerichtete und berufsintegrierende Methoden, wie z.b. Fallstudien und Praxisbeispiele, angewendet. Die begleitenden Lehrveranstaltungsmaterialien entsprechen in quantitativer und qualitativer Hinsicht dem zu fordernden Niveau. Sie sind zeitgemäß und werden den Teilnehmern rechtzeitig zu Beginn einer Lehrveranstaltung sowohl als Hard-Copy als auch als Download zur Verfügung gestellt. Die Maßnahmen zur Bildung und Pflege von Netzwerken beurteilen die Gutachter als sehr gut ausgeprägt. Die Absolventen werden durch konkrete Maßnahmen (z.b. durch die Jahresversammlung der HEALTH ebs e.v, abendliche Diskussionsveranstaltungen, die Einrichtung von virtuellen Diskussions-Foren etc.) bei der Bildung und Pflege von Netzwerken unterstützt. Diese Maßnahmen werden langfristig geplant, regelmäßig durchgeführt und aktiv in den Zertifikatskurs eingebunden. 3. Umsetzung 3.4 Didaktik und Methodik 3.4.1* Logik und Nachvollziehbarkeit des didaktischen Konzeptes (Asterisk- Kriterium) Berufsintegrierte Methoden 3.4.3* Begleitende Lehrveranstaltungsmaterialien (Asterisk-Kriterium) Netzwerkbildung nicht 3.5 Employability Nach Angaben der Hochschule erlaubt das Intensivstudium Gesundheitsökonom den Absolventen, sich in wirtschaftlichen, sozialen, ethischen und methodischen Sachverhalten mit Bezug auf das Gesundheitswesen zu positionieren, Entwicklungstrends an der Schnittstelle von Gesundheit und Ökonomie zu antizipieren, zu bewerten und in entsprechender Weise darauf zu reagieren. Laut EBS bietet der Kurs somit eine Antwort auf die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Durch die enge Verzahnung praktischer Herausforderungen mit den Inhalten des Intensivstudiums sind die Absolventen in der Lage, ihr Wissen praktisch anzuwenden und sich schnell in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten. Durch die häufige Arbeit in Gruppen werden weiterhin die Soft Skills der Kurseilnehmer, wie Teamfähigkeit, Diskussions- und Konfliktverhalten, geschult. FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 16

17 Der Verbleib der bisherigen Absolventen des Kurses zeige, so die Hochschule, dass das Programm die Absolventen befähigt, den o.g. Anforderungen gerecht zu werden. 32,9 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre berufliche Position bereits während des Intensivstudiums Gesundheitsökonom verbessert habe. In dem Zeitraum direkt nach Abschluss des Kurses bis zu zwei Jahre danach hat sich die berufliche Position bei knapp 70 Prozent der Teilnehmer, die die Frage beantwortet haben, verbessert. Ein Großteil der Befragten gab an, im Anschluss an das Intensivstudium die individuelle Arbeitszufriedenheit erhöht haben zu können. 20 Prozent der Teilnehmer werden bei der Finanzierung des Zertifikatskurses vollständig durch den Arbeitgeber gefördert, was vermuten lässt, dass die Akzeptanz des Programms bei vielen Unternehmen vorhanden ist. Bewertung: Die Gutachter haben sich anlässlich der Gespräche mit Teilnehmern und Absolventen des vorliegenden Zertifikatskurses davon überzeugt, dass sich Employability als roter Faden erkennbar durch alle Kursabschnitte zieht. Bei der Mehrzahl der Absolventen zog der erfolgreiche Abschluss des Zertifikatskurses positive Karriereentwicklungen innerhalb ihres Berufsfeldes mit sich. Die Teilnehmer und Absolventen loben insbesondere den hohen Praxisbezug des Programms, durch den sie das Erlernte direkt in der eigenen beruflichen Praxis umsetzen können. Durch enge Verbindungen zu Unternehmen sowie durch den Beirat wird sichergestellt, dass das Programm systematisch auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet ist. 3. Umsetzung 3.5* Employability nicht 4 Ressourcen und Dienstleistungen 4.1 Lehrpersonal des Zertifikatskurses Die wissenschaftliche Kursleitung ist auch für die Gesamtleitung des Kurses verantwortlich. Sie berichtet an die Geschäftsführung der EBS EE und berät mit den Dozenten und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Beirates die Durchführung von (neuen) Lehrveranstaltungen oder den Einsatz neuer Lehrender. Kontinuierlich, zumeist in Form von Telefonkonferenzen, wird mit den Dozenten das Curriculum einschließlich der Lehrmethoden diskutiert und weiterentwickelt. Der Austausch der Lehrenden im Intensivstudium Gesundheitsökonom erfolgt gemäß den Angaben der Hochschule in der Selbstdokumentation in regelmäßigen Abständen. Der Lehrkörper setzt sich aus Hochschulprofessoren der EBS Business School sowie lehrerfahrenen Praktikern zusammen und umfasst gegenwärtig 33 Dozenten. Ein Großteil der Lehrenden rekrutiert sich aus dem praktischen Umfeld der Gesundheitswirtschaft. Über das bereits eingebundene Lehrpersonal hinaus besteht zusätzlich ein Pool an Ersatzreferenten, auf die zurückgegriffen werden kann, womit die kontinuierliche Durchführung des Zertifikatskurses nach Angaben der EBS gewährleistet ist. Die Dozenten müssen, so die Hochschule, ausgewiesene Experten ihres Faches sein, über Praxiserfahrungen und optimaler Weise über einen internationalen Hintergrund verfügen sowie hohe Lehrkompetenz und Interdisziplinarität aufweisen. Die Lehrbeauftragten unterrichten dabei auf Basis eines befristeten Lehrauftrages. Der Prozess der Rekrutierung von neuen Dozenten für das Intensivstudium ist nach eigenen Angaben institutionalisiert und transparent für jeden Bewerber nachvollziehbar FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 17

18 dargelegt. Grundsätzlich gibt es zwei Ausgangsrichtungen; Impulsbewerbung durch einen interessierten Kandidaten oder die Identifizierung eines geeignet erscheinenden Kandidaten aus dem Netzwerk der EBS bzw. der Kursleitung. Wenn das Bewerbungsverfahren positiv abgeschlossen werden konnte, erhält der Kandidat von dem wissenschaftlichen Leiter einen Lehrauftrag, in welchem der Titel, der Umfang und weitere Anforderungen der Veranstaltung präzisiert sind. Vor dem ersten Einsatz erfolgt ein intensives Gespräch mit den Dozenten, in welchem insbesondere auf die Inhalte, die Didaktik und weitere Anforderungen eingegangen wird. Bewerten die Kursleitung und die Teilnehmer die Lehrveranstaltung als Erfolg, erhält der Dozent für den nachfolgenden Jahrgang einen erneuten Lehrauftrag. Es gehört zum Selbstverständnis der EBS als private Universität, die Kursteilnehmer optimal zu betreuen. Die Kursleitung zusammen mit dem Programm-Management ist bei allen Fragen der erste Ansprechpartner. Die Betreuung der Teilnehmer erfolgt auf zweierlei Weise: Zum einen werden sie als Gruppe betreut und beraten. In diesem Zusammenhang finden z.b. Informationsveranstaltungen zum Semesterstart statt, in denen über die Dienstleistungen der Hochschule (z.b. Nutzung der Bibliothek) sowie über programmspezifische Details (z.b. Prüfungsabläufe) informiert wird. Zum anderen stehen die Dozenten während ihrer Lehrveranstaltungen in den Pausenzeiten und auch im Anschluss an die Lehrveranstaltung, ansonsten per oder auch telefonisch, für die Anliegen der Kursteilnehmer zur Verfügung. Der Kontakt wird in der Regel über das Programm-Management hergestellt. Nach Korrektur wissenschaftlicher Arbeiten ist es üblich, den Teilnehmern bei Bedarf ein Feedback- Gespräch anzubieten, wobei die Koordination ebenfalls vom Programm-Management übernommen wird. Bewertung: Durch ihre Erfahrung als Studiengangs- und Kursleitung anderer Programme des HCMI ist die wissenschaftliche Kursleitung sehr gut geeignet, die akademische Qualität des Zertifikatskurses zu sichern und weiterzuentwickeln. Nach Durchsicht der Lebensläufe der Dozenten sowie durch Gespräche mit im Zertifikatskurs eingesetzten Lehrbeauftragten konnten sich die Gutachter davon vergewissern, dass Struktur und Anzahl des Lehrpersonals mit den Anforderungen des Kurses korrespondieren. Dies betrifft auch die wissenschaftliche und didaktische Qualifikation der Dozenten. Besonders hervorzuheben ist die überdurchschnittliche Praxiserfahrung der im Kurs eingesetzten Lehrbeauftragten. Die interne Kooperation und Koordination zur Abstimmung der Lehrveranstaltungen innerhalb eines Moduls und insgesamt sind gewährleistet. Es finden regelmäßig gemeinsame Besprechungen für alle betroffenen Lehrenden statt. Teilnehmer und Absolventen des Kurses bestätigten den Gutachtern, dass die Betreuung ein fester Bestandteil der Dienstleistung der Lehrenden ist und regelmäßig angeboten wird. Bei Problemen, die außerhalb der Präsenzphasen auftreten, sind die Dozenten per gut erreichbar und beantworten Fragen innerhalb von ein bis zwei Tagen. Die Teilnehmer zeigten sich insgesamt ausgesprochen zufrieden. FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 18

19 4. Ressourcen und Dienstleistungen 4.1 Lehrpersonal des Zertifikatskurses 4.1.1* Wissenschaftliche Kursleitung (Asterisk- Kriterium) 4.1.2* Struktur und Anzahl des Lehrpersonals in Bezug auf die curricularen Anforderungen (Asterisk-Kriterium) 4.1.3* Wissenschaftliche Qualifikation des Lehrpersonals (Asterisk-Kriterium) 4.1.4* Pädagogische/didaktische Qualifikation des Lehrpersonals (Asterisk-Kriterium) Praxiskenntnisse des Lehrpersonals Interne Kooperation 4.1.7* Betreuung der Teilnehmer durch die Lehrenden (Asterisk-Kriterium) nicht 4.2 Kursmanagement Die Betreuung der Kursteilnehmer und Dozenten erfolgt im Wesentlichen durch die wissenschaftliche Kursleitung sowie durch das Programm-Management (organisatorischer Teil). Das Kursmanagement ist in Prozessschritte, entsprechend den Bezugspersonen, organisiert. Zu den Aufgaben mit Fokus auf die Teilnehmer gehören: Vorbereitung und Akquise: Pflege der Homepage, Besuch von Messen, Beantwortung von Informationsanfragen, Betreuung von Interessenten, EBS Tag der offenen Tür, Marketing, Erstellen von Präsentationen, Betreuung der Netzwerk-Partner, Broschüren-Erstellung. Bewerbung und Zulassung: Beratung der Interessenten, Durchführung der Studiengespräche, Bewerbungsunterlagen, Koordination verschiedener Schnittstellen, Zulassungen, Informationen zum Studium und individuelle Beratung bzgl. Zulassungsvoraussetzungen, Planung des Rahmenprogramms. Studium: Betreuung der Teilnehmer vor Ort, Verwaltung der Noten und Unterlagen, Gestaltung des Rahmenprogramms, Organisation der Hörsäle, Catering für die Präsenztage, Notenbekanntgaben. Abschluss des Studiums: Zeugniserstellung, Organisation des Prüfungswochenendes, Koordination der Korrektur und Bewertung der Zertifikatsarbeit und Abschlussklausur. Nachbereitung: Organisation und Durchführung von Netzwerktreffen, Information an Alumni. Sonstiges: Organisation von Anfragen an Programmabsolventen, Anfragen der EBS. Zu den Aufgaben mit Fokus auf die Lehrenden gehören: Vorbereitung und Akquise: Marketing für das Intensivstudium Gesundheitsökonom, u.a. mit Unternehmenspartnern, Betreuung von Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Netzwerk etc.); Verfassung von Artikeln und Weiterbildungsbeiträgen zusammen mit Dozenten aus dem praktischen Bereich. Studium: Abstimmung der Termine, Stundenpläne, Honorare mit den Dozenten; Organisation der Veranstaltungsunterlagen (incl. CVs) und Bereitstellung für die Studierenden; Weitergabe des Studienablaufplanes an Dozenten; Auf- und Abbau sowie Referenten-Betreuung vor Ort; Abrechnung (Hotel, Fahrtkosten etc.) der Referenten; Evaluierungen (Auswertung und Dokumentation) incl. Feedback an Referenten; Ko- FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 19

20 ordination und Hilfestellung bei Zertifikatsarbeiten; Erstellung von Präsentationen; Durchführung von Plagiatsprüfungen wissenschaftlicher Arbeiten. Abschluss des Studiums: Organisation des Prüfungswochenendes (Abschlussklausur und Präsentation der Zertifikatsarbeiten). Nachbereitung: Betreuung und Koordination der Referenten. Sonstiges: Sichtung potenzieller neuer Referenten auf Kongressen und in Workshops (insbesondere im Rahmen von Veranstaltungen der DFGMA). Die EBS führt aus, dass das Programm-Management regelmäßig an die Kursleitung berichtet, so dass die Transparenz der laufenden Prozesse jederzeit gewährleistet ist und die Studierenden sowie das Lehrpersonal entsprechend unterstützt werden können. Bewertung: Die Ablauforganisation und Entscheidungsprozesse, -kompetenzen und -verantwortlichkeiten sind festgelegt und werden entsprechend umgesetzt, dabei werden Dozenten und Teilnehmer bei den Entscheidungsprozessen, welche ihre Tätigkeitsbereiche betreffen, einbezogen. Von administrativer Seite aus werden Kursteilnehmer und Lehrende ausgesprochen gut betreut. Durch klare Strukturen und einen gelebten Dienstleistungsgedanken trägt das administrative Programm-Management zu einem reibungslosen Ablauf des Kursbetriebes bei und gewährleistet eine ordnungsgemäße Fortentwicklung des Zertifikatskurses unter Einbezug der dafür relevanten Gruppen. Verwaltungsunterstützung mit Transparenz in der Aufgabenund Personenzuordnung wird sowohl qualitativ als auch quantitativ gewährleistet. Die EBS bietet, wie die Gutachter vor Ort in Erfahrung bringen konnten, Weiterqualifizierungsmaßnahmen für das administrative Personal. Die Möglichkeiten der elektronischen Serviceunterstützung werden genutzt und ergänzen das persönliche Beratungsgespräch. 4. Ressourcen und Dienstleistungen 4.2 Kursmanagement Ablauforganisation für das Kursmanagement und Entscheidungsprozesse Leistung des Kursmanagements 4.2.3* Verwaltungsunterstützung für Teilnehmer und das Lehrpersonal (Asterisk- Kriterium) nicht 4.3 Dokumentation des Zertifikatskurses Alle Details des Zertifikatskurses sind laut EBS sowohl in internen Dokumenten niedergelegt als auch soweit von Interesse für die Teilnehmer öffentlich zugänglich. Die notwendigen Informationen zur Aufnahme des Intensivstudiums Gesundheitsökonom sind als Ausdruck verfügbar und auf der Website des Kurses einsehbar. Bei weiterführenden Fragen können sich die Interessenten an die Kursleitung bzw. an das Programm-Management wenden. Die Kursteilnehmer erhalten alle relevanten Informationen, wie z.b. zeitlicher Studienverlauf, ein aktualisiertes Lehrveranstaltungsverzeichnis, Stundenpläne, Prüfungsterminkalender sowie einen Ablaufplan für die Zertifikatsarbeit, ebenfalls von der Kursleitung bzw. vom Programm- Management. Bei erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Absolventen ein Zertifikat sowie ein Zeugnis. FIBAA-Zertifizierungsbericht Seite 20

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