Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Pflegekindern

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Pflegekindern"

Transkript

1 Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Pflegekindern DIE PERSÖNLICHE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN PFLEGEFAMILIE UND JUGENDAMT: Als Pflegeeltern werden Sie einem fremden Kind Liebe, Schutz und Geborgenheit geben. Aber Sie werden jetzt schon ahnen, dass sich mit der Aufnahme des Kindes alles in Ihrer Familie ändern wird. Sie werden schöne Erlebnisse haben und Sie werden auch vor schwierigen Situationen stehen. Das eine oder andere Mal wird das Pflegekind Sie auch an Ihre Grenzen, vielleicht sogar an den Rand der Verzweiflung bringen. Vor allem dann stehen Ihnen im Pflegekinderdienst des Jugendamtes immer eine Ansprechperson und eine Beratung zur Verfügung. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, mit Ihnen den Lebensweg des uns anvertrauten Kind zu begleiten. Dies ist keine freiwillige Leistung, sondern eine gesetzliche Aufgabe, der wir nachkommen und die von Ihnen auch nachgefragt werden darf. 37 Abs. 2 SGB VIII Die Pflegeperson hat vor der Aufnahme eines Kindes oder des Jugendlichen und während der Dauer der Pflege Anspruch auf Beratung und Unterstützung; dies gilt auch in den Fällen Wir möchten uns dafür einsetzen, dass zwischen Ihnen und den zuständigen Mitarbeitern im Jugendamt ein offenes und vertrautes Verhältnis entsteht. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, indem wir Ihnen als seriöser Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Es ist wichtig, dass auf beiden Seiten Vertrauen entsteht und auch Sie als Pflegeeltern den Mut haben, sich einzugestehen, wann Sie Hilfe brauchen. Natürlich sind Sie gegenüber dem Jugendamt mit der Entscheidung, ein Pflegekind aufnehmen zu wollen, als Familie auch etwas gläserner geworden. Nur in einem Verhältnis, in dem man sich gut kennt, in dem auch Pflegekinder und Jugendamtsmitarbeiter einander vertraut sind, kann man gut beraten und unterstützen, wenn es darauf ankommt. Das müssen nicht immer die ganz großen Probleme sein. Im Zusammenleben mit Kindern hilft auch manchmal schon ein bisschen Zuspruch, Respekt und Anerkennung weiter. Es kann vorkommen, dass der Wohnort der Pflegefamilie weiter vom zuständigen Jugendamt entfernt liegt oder das Jugendamtszuständigkeiten wechseln. In diesem Fällen besteht Anspruch auf eine ortsnahe Beratung und Unterstützung der Pflegefamilie. Von einmal getroffenen Feststellungen im Hilfeplan darf nur abgewichen werden, wenn sich der Hilfebedarf des Kindes geändert hat. Dadurch sollen Pflegeeltern und Pflegekinder davor geschützt werden, dass nur wegen eines Wechsels der Zuständigkeit Rahmenbedingungen geändert werden. 37 Abs. 2 SGB VIII.. lebt das Kind oder der Jugendliche bei einer Pflegeperson außerhalb des Bereiches. so sind ortsnahe Beratung und Unterstützung sicherzustellen. 37 Abs. 2a SGB VIII.. eine Abweichung von den dort (im Hilfeplan) getroffenen Feststellungen ist nur bei einer Änderung des Hilfebedarfes. zulässig.

2 2 Auch wenn in den Jahren, in denen es Jugendhilfe in dieser Form gibt, der Aspekt der Beratung und Unterstützung immer mehr in den Vordergrund gerückt ist, hat das Jugendamt auch Verantwortung für die anvertrauten Kinder zu übernehmen. Das heißt, dass wir die Rahmenbedingungen kontrollieren müssen und wollen, in die wir Kinder geben. Hierzu gehören bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben, die wir ebenso ernst nehmen, wie unsere anderen Tätigkeiten. Diese finden sich in einigen Paragraphen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, unter anderem aber auch im: 37 Abs. 3 SGB VIII Das Jugendamt soll den Erfordernissen des Einzelfalls entsprechend an Ort und Stelle überprüfen, ob die Pflegeperson eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen förderliche Erziehung gewährleistet. Die Pflegeperson hat das Jugendamt über wichtige Ereignisse zu unterrichten, die das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen betreffen. Zum Teil haben Sie diese Überprüfung schon kennen gelernt. Sie haben vielleicht schon ein Gesundheitszeugnis abgegeben, oder ein polizeiliches Führungszeugnis ist beantragt worden. Sie haben Ihre Einkommensverhältnisse und Ihre Wohnverhältnisse gegenüber dem Jugendamt öffentlich gemacht oder werden es noch tun, wir sprechen über Erziehungsvorstellungen, Grenzen der Belastbarkeit und ähnliche Dinge. Überprüfung und Kontrolle einerseits sowie Beratung und Unterstützung andererseits sind zwei Seiten einer Medaille, die das Ziel haben, Ihnen und dem anvertrauten Kind Sicherheit und Geborgenheit zu geben. MIT WEM PFLEGEFAMILIEN IM JUGENDAMT ZU TUN HABEN: Alle Kommunen haben das Recht, ihre Jugendhilfe selber zu organisieren. Die Jugendämter der Städte Erkelenz, Heinsberg und Hückelhoven sind so organisiert, dass Sie im Fall der Aufnahme eines Pflegekindes mit drei oder vier Abteilungen wir nennen sie Sachgebiete zu tun haben. Der Pflegekinderdienst: Im Jugendamt Erkelenz sind Frau Linzbauer-Corigliono oder Herr Müller sind für Sie erster Ansprechpartner für alle Fragen, die Sie rund um das Pflegekind und die Familie bewegen. Wir werden bedarfsabhängig aber kontinuierlich miteinander in Kontakt bleiben. Über uns werden Sie mit Ihrem Pflegekind bekannt. Wir sind beim Kontakt zur Herkunftsfamilie behilflich und Lotsen zu vielen außen stehenden Institutionen. Das können z. B. Therapeuten oder Beratungsstellen sein. Neben der Einzelfallarbeit bieten wir auch noch Fortbildungen und Gruppenangebote an. Diese sind nicht von vornherein festgelegt, sondern richten sich nach dem Bedarf und den zeitlichen Kapazitäten. Es können Wochenendseminare sein, die für die ganze Familie angeboten werden. In diesen besteht die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen, sich fachlich mit einem bestimmten Thema intensiv auseinanderzusetzen, aber auch, Kontakte zu anderen Pflegeeltern und Kindern zu knüpfen. Es gibt gemeinsame Freizeitveranstaltungen, wie z. B. Weihnachtsfeiern, Sommerfest o. ä. Auch bei diesen sind immer wieder auch Kontakte zwischen Pflegeeltern und anderen Pflegekindern untereinander entstanden. Für die Pflegekinder ist es manchmal eine interessante Erfahrung, Kinder in derselben Lage zu erleben. In der Vergangenheit gab es auch immer wieder das Angebot von Vorträgen und Referaten zu bestimmten Themen.

3 3 Die Pflegekinderdienste wünschen, dass Pflegeeltern in der Anfangszeit diese Angebote intensiv nutzen. Der Allgemeine Soziale Dienst: In dieser Abteilung sind Sozialarbeiter beschäftigt, die im Wesentlichen mit der Herkunftsfamilie zu tun haben, wenn die Kinder dort noch leben oder wieder zurückkehren sollen. Sie informieren den Pflegekinderdienst über Kinder, die in eine Pflegefamilie kommen sollen. Hier wird soweit wie möglich alles Notwendige mit den Eltern der Kinder vorbereitet. Im Fall von Kindeswohlgefährdungen führt der Allgemeine Soziale Dienst das Familiengerichtsverfahren, ebenso bei familiengerichtlichen Streitigkeiten um das Umgangsrecht. Außerdem ist der Allgemeine Soziale Dienst in vielen Fällen an dem Hilfeplanverfahren beteiligt. Für die Pflegekinder ist der Sozialarbeiter im Allgemeinen Sozialen Dienst oft die vertraute, manchmal auch Angst auslösende Person, die sie mit dem Jugendamt verbinden. DIE BETREUUNG VON KINDERN IN BEREITSCHAFTSPFLEGE ERFOLGT TEILWEISE DURCH DIE KOLLEGEN DES ALLGEMEINEN SOZIALEN DIENSTES UND TEILWEISE DURCH DEN PFLEGEKINDERDIENST. Die wirtschaftliche Jugendhilfe: Von den hier beschäftigten Verwaltungsangestellten bekommen Sie alle behördlichen Bescheide. Hier wird das Pflegegeld berechnet und ausgezahlt und auch alle anderen finanziellen Leistungen geregelt. Unter anderem gehört hierzu auch, von leiblichen Eltern Unterhalt zu fordern, wenn sie diesen leisten können. In diesem Zusammenhang werden die leiblichen Eltern über die finanziellen Leistungen des Jugendamtes, also auch die Zahlung des Pflegegeldes an sie informiert. Die Amtsvormundschaft: Bei einem Teil der Pflegekinder haben nicht mehr die Eltern das volle Sorgerecht, sondern die Vormundschaft oder ein Teil des Sorgerechtes ist auf das Jugendamt übertragen worden. In diesem Fall ist es Aufgabe des Vormundes oder des Amtspflegers, verantwortlich Entscheidungen für die Kinder zu treffen. Er wird ihnen die Entscheidungsbefugnis für alle alltäglichen Angelegenheiten übertragen. Wichtige Fragen werden Sie aber immer mit ihm besprechen müssen. Damit der jeweilige Amtsvormund die ihm übertragene Verantwortung gut erfüllen kann, wird er zu seinem Mündel eine persönliche Beziehung aufbauen. Das Gesetz sagt, dass Vormund und Kind sich in der Regel einmal monatlich persönlich verabreden sollen. Somit wird er für Sie, in erster Linie aber für das Pflegekind ebenfalls eine wichtige Person werden. DATENSCHUTZ: Alle Informationen, die vom Jugendamt erhoben werden, unterliegen dem besonderen Sozialdatenschutz. In einer ganzen Reihe von Vorschriften im Sozialgesetzbuch ist geregelt, wann Informationen weitergegeben werden dürfen und wann nicht. 35 SGB I, 61 und folgende SGB VIII, 65 SGB VIII: Sozialdaten, die den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe zum Zweck persönlicher und erzieherischer Hilfe anvertraut worden sind, dürfen von diesen nur weitergegeben werden, wenn. 35 SGB I: Jeder hat Anspruch darauf, dass die ihn betreffenden Sozialdaten von den Leistungsträgern nicht unbefugt erhoben, verarbeitet und genutzt werden...

4 4 Für Sie ist in diesem Zusammenhang zunächst bedeutsam, dass die Informationen, die Sie über sich dem Jugendamt preisgeben, auch im Pflegekinderdienst des Jugendamtes verbleiben. Soweit die anderen Abteilungen diese für Ihre Arbeit benötigen, werden sie an diese weitergegeben (z. B. die Kontoverbindung für die wirtschaftliche Jugendhilfe). Sollten auf Grund von Umzügen oder anderen Ereignissen andere Jugendämter zuständig werden, würden wir die Daten an diese weitergeben wenn Sie Ihr Einverständnis erklärt haben. AUCH SIE MÜSSEN ABER MIT DEN DATEN, DIE SIE IM ZUSAMMENHANG MIT IHRER AUFGABE ALS PFLEGEELTERN ERFAHREN, VERTRAULICH UMGEHEN. Sie dürfen mit Schulen, Ärzten und anderen Stellen in aller Regel ganz normal zusammenarbeiten. Sie werden im Laufe der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, wo Sie sich und das Kind vor einer allzu großen Offenheit gegenüber anderen Stellen besser schützen. Ein Verstoß gegen den Datenschutz ist es z.b. auch schon, wenn sie Personen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis Dinge berichten, die sie über das Pflegekind erfahren haben. Auch dem Pflegekind selber gibt es Sicherheit, zu wissen, dass zwischen ihm und seinen Pflegeeltern Vertraulichkeit existiert. Sie sollten dies offen in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis erklären. Bei grundsätzlichen Zweifeln, welche Informationen an welche Stellen weitergegeben werden können, sprechen Sie mit ihrem Pflegekinderdienst. FINANZIELLE LEISTUNGEN DES JUGENDAMTES: Solange ein Pflegekind bei Ihnen lebt, für das vom Jugendamt Hilfe zur Erziehung nach 33 SGB VIII gewährt wird, haben Sie Anspruch auf folgende Leistungen: PFLEGEGELD: Die jeweilige Höhe wird festgelegt durch das Land NRW. Sie berechnet sich aus dem, was man als notwendigen Lebensunterhalt eines Kindes in einer Mittelschichtfamilie ansieht und einem Erziehungsbeitrag, der eine Anerkennung sein soll für die Leistung, die Sie für die Allgemeinheit erbringen. In bestimmten Fällen haben Pflegefamilien Anspruch auf KINDERGELD, dass aber anteilig auf das Pflegegeld angerechnet wird. Darüber hinaus wird eine UNFALLVERSICHERUNG DER PFLEGEELTERN übernommen und ein Beitrag, der zweckgebunden für eine ALTERSSICHERUNG zurückgelegt werden muss. Die jeweilige Höhe kann bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe erfragt werden. Individuell legen die Jugendämter noch eine Reihe von Anlässen fest, in denen darüber hinaus noch EINMALIGE BEIHILFEN ausgezahlt werden können. Dies können z. B. die Erstausstattung mit Möbeln oder Kleidung sein, Kommunion oder Konfirmation, Urlaubsbeihilfe oder Klassenfahrten. Diese Beihilfen müssen vorher beantragt werden. Pflegekinder können und sollten in der Familienhaftpflichtversicherung aufgenommen werden. Diese deckt aber nicht alle Risiken ab. Aus diesem Grunde haben die Jugendämter eine zusätzliche HAFTPFLICHTVERSICHERUNG abgeschlossen. Diese kann bei vielen Schäden in Anspruch genommen werden, welche von einer gewöhnlichen Haftpflichtversicherung nicht übernommen werden, so dass letztlich nur noch ein sehr geringes Restrisiko bleibt. Außerdem besteht eine UNFALLVERSICHERUNG FÜR PFLEGEKINDER.

5 5 Anspruch auf Elterngeld haben Pflegefamilien nicht, wenn Hilfe zur Erziehung nach 33 SGB VIII geleistet wird, da der Lebensunterhalt mit dem Pflegegeld abgedeckt ist. In anderen Fällen kann dieser bei bestimmten verwandtschaftlichen Beziehungen zum Pflegekind bestehen. Erfragt werden kann dies bei der Kreisverwaltung in Heinsberg. Es besteht aber Anspruch auf Elternzeit. 15 BEEG: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Elternzeit, wenn sie. mit einem Kind, dass Sie nach dem SGB VIII aufgenommen haben in einem Haushalt zusammenleben und dieses Kind selbst betreuen und erziehen. Die Elternzeit kann bis zu drei Jahre und bis zum Ende des achten Lebensjahres genommen werden. WAS IST, WENN DAS FAMILIENGERICHT INS SPIEL KOMMT? Es kommt vor, dass Konflikte auch vor dem Familiengericht ausgetragen werden. Diese Auseinandersetzungen sind oft unerfreulich. So werden die Jugendämter alles versuchen, um Streitigkeiten im Vorfeld einvernehmlich zu lösen. In den weitaus überwiegenden Fällen gelingt dies auch durch eine ehrliche und respektvolle Zusammenarbeit mit den Beteiligten. Für den Fall des Falles ist es aber wichtig, die maßgeblichen Regelungen aus dem Familienrecht zu kennen: 1632 Abs. 4 BGB: lebt ein Kind seit längerer Zeit in Familienpflege und wollen die Eltern das Kind von der Pflegeperson wegnehmen, so kann das Familiengericht von Amts wegen oder auf Antrag der Pflegeperson anordnen, dass das Kind bei der Pflegeperson verbleibt, wenn und solange das Kindeswohl durch die Wegnahme gefährdet würde. Pflegefamilien sind also einer Situation, in der Außenstehende versuchen sollten, sie und das aufgenommene Kind wieder zu trennen, nicht schutzlos ausgeliefert. Sie können sich auch selbständig an ein Familiengericht wenden, wenn familiäre Bande zwischen Ihnen und dem Pflegekind so gewachsen sind, dass eine Herausnahme des Kindes nicht mehr zu verantworten wäre. Dem gegenüber steht aber das grundsätzliche und grundgesetzlich geschützte Recht der Eltern auf Erziehung der eigenen Kinder. Im Zweifelsfall müsste also ein Familiengericht feststellen, ob das Wohl des Kindes eine Einschränkung des Elternrechtes notwendig macht. Je nach Alter und Bindungen des Pflegekindes geht man in der Fachwelt davon aus, dass nach ein bis zwei Jahren so ernstzunehmende Bindungen an die neue Familie entstanden sind, dass eine Herausnahme nicht mehr zu rechtfertigen ist. Jeder Einzelfall kann aber auch anders liegen. Unabhängig davon, ob die Eltern das volle Sorgerecht ausüben oder nicht, haben Sie jedoch auch ein Recht auf persönlichen Umgang mit dem Kind, dass ebenfalls auf Antrag vom Familiengericht geregelt werden kann.

6 BGB Das Kind hat ein Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt. In bestimmten Fällen bezieht das Umgangsrecht auch andere für das Kind wichtige Personen (Großeltern, Geschwister, Stiefeltern, frühere Lebenspartner des lbl. Elternteils) mit ein. Wenn ein Kind in einer Pflegefamilie gelebt hat, diesen Lebensmittelpunkt abe wieder verlassen musste, gelten auch Pflegeeltern als solche wichtigen Bezugspersonen. IM VORFELD JEDER FAMILIENGERICHTLICHEN AUSEINANDERSETZUNG HATTEN SIE UND DIE ANDEREN BETEILIGTEN JEDOCH SCHON INTENSIVEN KONTAKT MIT DEM ZUSTÄNDIGEN PFLEGEKINDERDIENST. DAS JUGENDAMT IST AN DIESEN VERFAHREN IMMER BETEILIGT. SOMIT WIRD ES NICHT VORKOMMEN, DASS EIN GERICHTSVERFAHREN SIE UNVORBEREITET TRIFFT. Neben dem Jugendamt haben auch Sie als Pflegeeltern unter Umständen Beteiligungsrechte: 161 FamFG (1) Das Gericht kann in Verfahren, die die Person des Kindes betreffen, die Pflegeperson im Interesse des Kindes als Beteiligte hinzuziehen, wenn das Kind längere Zeit in Familienpflege lebt. (2) Die in Abs. 1. genannten Personen sind anzuhören, wenn das Kind seit längerer Zeit in Familienpflege lebt. Ob es sinnvoll ist, sich als Pflegeeltern an Familiengerichtsverfahren zu beteiligen, sollte sehr genau mit dem Pflegekinderdienst besprochen werden. In einigen Fällen möchten Eltern Teile des Sorgerechtes auf Pflegepersonen übertragen. Auch dies ist möglich: 1630 Abs. 2 BGB Geben die Eltern das Kind für längere Zeit in Familienpflege, so kann das Familiengericht auf Antrag der Eltern oder der Pflegeperson Angelegenheiten der elterlichen Sorge auf die Pflegeperson übertragen. (..) ist die Zustimmung der Eltern erforderlich. Solange Minderjährige in einer Pflegefamilie leben, haben die Pflegeeltern das Recht, in allen alltäglichen Angelegenheiten und bei Gefahr im Verzuge so wie für eigene Kinder zu entscheiden. Dieses Recht ist von vornherein gesetzlich festgelegt und gilt automatisch solange, bis der Sorgeberechtigte etwas anderes entscheidet BGB (1): Lebt ein Kind für längere Zeit in Familienpflege, so ist die Pflegeperson berechtigt, in Angelegenheiten des täglichen Lebens zu entscheiden sowie den Inhaber der elterlichen Sorge in solchen Angelegenheiten zu vertreten. Sie ist befugt, den Arbeitsverdienst des Kindes zu verwalten sowie Unterhalts-, Versicherungs- und sonstige Sozialleistungen für das Kind geltend zu machen und zu verwalten Abs. 1 Satz 4 gilt entsprechend. (2). (3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn der Inhaber der elterlichen Sorge etwas anderes erklärt. Das Familiengericht kann die Befugnisse nach den Absätzen 1 und 2 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. (4) Für eine Person, bei der sich das Kind auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung nach 1632 Abs. 4 oder 1682 aufhält, gelten die Absätze 1 und 3 mit der Maßgabe, dass die genannten Befugnisse nur das Familiengericht einschränken kann.

7 7 Bei Entscheidungen, die für die Kinder mit besonderen Konsequenzen verbunden sind, die Weichenstellungen für ihren späteren Lebensweg sind oder bei Operationen, Impfungen und komplizierten ärztlichen Eingriffen, sollten Sie sich immer vorher mit dem Pflegekinderdienst beraten. In der Regel muss in diesen Fällen eine Einwilligung des Sorgeberechtigten vorliegen. TATSÄCHLICH SIND FAMILIENGERICHTLICHE AUSEINANDERSETZUNGEN IN BESTEHENDEN PFLEGEKINDVERHÄLTNISSEN SEHR SELTEN. DIE AUFLISTUNG SOLL IHNEN IN ERSTER LINIE ZEIGEN, DASS ES NEBEN DEM GRUNDGESETZLICHEN SCHUTZ DES ELTERNRECHTES UND DER LEIBLICHEN FAMILIE AUCH EINEN SCHUTZ DER PFLEGEFAMILIE UND DES PFLEGEKINDES BEI IHNEN GIBT. ALS FAUSTREGEL KÖNNEN SIE SICH MERKEN: JE LÄNGER DAS PFLEGEVERHÄLTNIS ANDAUERT UND JE STÄRKER DAS KIND IN DER PFLEGEFAMILIE INTEGRIERT IST, DESTO HÖHER IST AUCH DER GESETZLICHE SCHUTZ, DEN SIE ALS PFLEGEFAMILIE GENIEßEN. HILFE SOOOO VIELE PARAGRAPHEN, WO BLEIBEN DENN DA DIE KINDER!!!! Mein Tipp: Alles einmal durchlesen und danach solange vergessen, bis Sie es vielleicht einmal brauchen. Die vollständigen Gesetzestexte finden Sie im Internet indem Sie in einer Suchmaschine den Namen des jeweiligen Gesetzes eingeben: Sozialgesetzbuch I Sozialgesetzbuch VIII Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz Bürgerliches Gesetzbuch Familienverfahrensgesetz oder Sie bekommen diese beim Jugendamt.

Ab 01. Juli 2015 erfolgt in Abhängigkeit vom Alter des Pflegekindes eine Anpassung des aktuellen Pflegegeldes wie folgt:

Ab 01. Juli 2015 erfolgt in Abhängigkeit vom Alter des Pflegekindes eine Anpassung des aktuellen Pflegegeldes wie folgt: Informationsblatt für Cottbuser Pflegeeltern zu den finanziellen Leistungen laut Stadtverordnetenbeschluss vom 27.05.2015, Vorlagen-Nr. III-001/15 und gemäß 39 SGB VIII Nebenleistungsrichtlinie vom 01.01.2006

Mehr

Bürgerliches Gesetzbuch -Wichtige Normen aus dem Kindschaftsrecht

Bürgerliches Gesetzbuch -Wichtige Normen aus dem Kindschaftsrecht Bürgerliches Gesetzbuch -Wichtige Normen aus dem Kindschaftsrecht 1591 Mutterschaft Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat. 1592 Vaterschaft Vater eines Kindes ist der Mann, 1. der zum Zeitpunkt

Mehr

Wer kümmert sich um mein Kind? Rechtliche Vorsorge für Minderjährige

Wer kümmert sich um mein Kind? Rechtliche Vorsorge für Minderjährige Wer kümmert sich um mein Kind? Rechtliche Vorsorge für Minderjährige Wer kümmert sich um mein Kind, wenn mir etwas passiert? Diese Frage stellen sich viele Eltern, nicht nur zur Hauptreisezeit. Das Gesetz

Mehr

Elterliche Sorge gem. 1626 1698 b BGB.

Elterliche Sorge gem. 1626 1698 b BGB. Elterliche Sorge gem. 1626 1698 b BGB. Die elterliche Sorge umfasst die Person und die Vermögenssorge gem. 1626 Abs. 1 Satz 2 BGB. Diese gesetzliche Ausgestaltung gründet sich auf das verfassungsrechtlich

Mehr

Pflegekinder. Eine Informationsbroschüre der Jugendämter in Niedersachsen

Pflegekinder. Eine Informationsbroschüre der Jugendämter in Niedersachsen Pflegekinder Eine Informationsbroschüre der Jugendämter in Niedersachsen Vorwort Verschiedene Formen der Familienpflege Wie werden Sie Pflegeeltern? Was ist ein Pflegkind? Vermittlung des Pflegekindes

Mehr

Datenschutz und Kinderschutz - Einheit oder Gegensatz?

Datenschutz und Kinderschutz - Einheit oder Gegensatz? Datenschutz und Kinderschutz - Einheit oder Gegensatz? Dr. Claudia Federrath Berlin, den 11. März 2009 Aufgaben Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit kontrolliert die Einhaltung

Mehr

ERHÖHTES PFLEGEGELD FÜR PFLEGEELTERN. Voraussetzungen und Durchsetzbarkeit. Von Rechtsanwalt Steffen Siefert, Köln

ERHÖHTES PFLEGEGELD FÜR PFLEGEELTERN. Voraussetzungen und Durchsetzbarkeit. Von Rechtsanwalt Steffen Siefert, Köln ERHÖHTES PFLEGEGELD FÜR PFLEGEELTERN Voraussetzungen und Durchsetzbarkeit Von Rechtsanwalt Steffen Siefert, Köln Gesetzlich ist vorgesehen, dass Pflegeeltern für die Betreuung eines Kindes in Vollzeitpflege

Mehr

Bezirksamt von Berlin 1 Abteilung Jugend und

Bezirksamt von Berlin 1 Abteilung Jugend und Bezirksamt von Berlin 1 Abteilung Jugend und Anlage 7 Pflegevertragsmuster (der Begleit-AG zur AV-Pflege Stand 08.02.2007) Vertrag über Leistungen nach 33 Sozialgesetzbuch VIII in stationärer Vollzeitpflege

Mehr

Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (Kinder- und Jugendhilfegesetz - KJHG)

Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (Kinder- und Jugendhilfegesetz - KJHG) Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (Kinder- und Jugendhilfegesetz - KJHG) KJHG Ausfertigungsdatum: 26.06.1990 Vollzitat: "Kinder- und Jugendhilfegesetz vom 26. Juni 1990 (BGBl. I S.

Mehr

Die Wuppertaler. Initiative für Pflegekinder

Die Wuppertaler. Initiative für Pflegekinder Die Wuppertaler Initiative für Wünsche an Sie Warum werden neue Pflegestellen gesucht Pflegeformen Voraussetzungen Rechtliches und Finanzielles Angebot der Fachdienste Bewerberverfahren Fragen?? Wir wünschen

Mehr

BEWERBERBOGEN DER ADOPTIONS- UND PFLEGEKINDERDIENSTE DES KREISES SOEST. überreicht durch

BEWERBERBOGEN DER ADOPTIONS- UND PFLEGEKINDERDIENSTE DES KREISES SOEST. überreicht durch BEWERBERBOGEN DER ADOPTIONS- UND PFLEGEKINDERDIENSTE DES KREISES SOEST überreicht durch Stadt Soest Abt. Jugend und Soziales -Pflegekinderdienst- Vreithof 8 59494 Soest Tel.: 02921/103-2326 BEWERBERBOGEN

Mehr

Thüringer Erziehungsgeldgesetz - ThürErzGG -

Thüringer Erziehungsgeldgesetz - ThürErzGG - Thüringer Erziehungsgeldgesetz - ThürErzGG - vom 3. Februar 2006 (GVBl. S. 46) zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes zur Änderung des Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetzes und anderer Gesetze

Mehr

Erziehungsstellen. Fachpflegefamilien gem. 33,2 SGB VIII

Erziehungsstellen. Fachpflegefamilien gem. 33,2 SGB VIII Erziehungsstellen Fachpflegefamilien gem. 33,2 SGB VIII Pädagogische Konzeption Erziehungsstellen sind eine besondere Form der Pflegefamilie gem. 33, Satz 2 SGB VIII. Sie sind eine lebensfeldersetzende

Mehr

Kinderschutz im Ehrenamt

Kinderschutz im Ehrenamt Kinderschutz im Ehrenamt Die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes im Rems-Murr-Kreis Kreisjugendamt, Referat Jugendarbeit 11.09.2015 Inhalte - Allgemeine Informationen - Schutzbedürfnis - Sensibilisierung

Mehr

Ein Kind in Pflege nehmen

Ein Kind in Pflege nehmen Ein Kind in Pflege nehmen Zur Einführung Früher hießen Pflegekinder Verdingkinder. Nicht wie ein Mensch, sondern wie eine Sache ein Ding eben wurden sie öffentlich feilgeboten und demjenigen zugeschlagen,

Mehr

Die Beistandschaft. Hilfen des Jugendamtes bei der Feststellung der Vaterschaft und der Geltendmachung des Kindesunterhalts

Die Beistandschaft. Hilfen des Jugendamtes bei der Feststellung der Vaterschaft und der Geltendmachung des Kindesunterhalts Die Beistandschaft. Hilfen des Jugendamtes bei der Feststellung der Vaterschaft und der Geltendmachung des Kindesunterhalts 3 Vorwort Die Geburt eines Kindes bringt für die Eltern große Veränderungen

Mehr

ZKJF. Konzept zum Begleiteten Umgang

ZKJF. Konzept zum Begleiteten Umgang ZKJF Konzept zum Begleiteten Umgang Zentrum für Kinder,- Jugend, und Familienhilfe Main-Kinzig e. V., Hanau Dörnigheimer Str. 1 63452 Hanau Tel.: 06181/906860 Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Mehr

www.pflegekinderinfo.de

www.pflegekinderinfo.de www.pflegekinderinfo.de VG Magdeburg vom 17.01.2012 Im Rahmen eines Erstattungsanspruchs nach 89 a SGB VIII steht dem Erstattungsberechtigten auch der Ersatz zusätzlich zur Leistung von Pflegegeld übernommener

Mehr

Informationen und Fragen zur Aufnahme eines Pflegekindes

Informationen und Fragen zur Aufnahme eines Pflegekindes Vermittlungsstelle (Stempel) Name: Datum: Informationen und Fragen zur Aufnahme eines Pflegekindes Sie überlegen sich, ein Pflegekind aufzunehmen. Damit werden spezielle Fragen auf Sie zukommen, z. B.

Mehr

Grundkurs Familienrecht für die Soziale Arbeit

Grundkurs Familienrecht für die Soziale Arbeit Reinhard Joachim Wabnitz Grundkurs Familienrecht für die Soziale Arbeit Mit 8 Tabellen, 67 Übersichten, 14 Fallbeispielen und Musterlösungen Ernst Reinhardt Verlag München Basel Inhalt Abkürzungsverzeichnis

Mehr

Christina Klein. Ihre Rechte als Vater. interna. Ihr persönlicher Experte

Christina Klein. Ihre Rechte als Vater. interna. Ihr persönlicher Experte Christina Klein Ihre Rechte als Vater interna Ihr persönlicher Experte Inhalt 1. Einleitung... 5 2. Die Sorgeerklärung... 7 3. Das gemeinschaftliche Sorgerecht... 9 4. Das alleinige Sorgerecht... 11 5.

Mehr

Als eine Form der Hilfen zur Erziehung gewinnt die Unterbringung von Kindern in anderen Familien immer mehr Bedeutung ( 33 KJHG).

Als eine Form der Hilfen zur Erziehung gewinnt die Unterbringung von Kindern in anderen Familien immer mehr Bedeutung ( 33 KJHG). Richtlinie für die Gewährung wirtschaftlicher Erziehungshilfe bei der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Familienpflege im Zuständigkeitsbereich des Amtes für Jugend und Soziales Frankfurt (Oder)

Mehr

Kinderschutz und Datenschutz

Kinderschutz und Datenschutz Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Kinderschutz und Datenschutz Dr. Claudia Federrath Berlin, den 24. August 2011 Aufgaben Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

Mehr

Was ist eine Beistandschaft?

Was ist eine Beistandschaft? Seite 1 von 4 Fragen und Antworten zum neuen Recht: Was ist eine Beistandschaft? Wer kann einen Beistand erhalten? Wie erhalte ich einen Beistand für mein Kind? Wozu brauche ich einen Beistand? Wann kann

Mehr

die gerne ein Pflegekind aufnehmen möchten Wie wird man Pflegefamilie?

die gerne ein Pflegekind aufnehmen möchten Wie wird man Pflegefamilie? L A N D R A T S A M T F R E Y U N G - G R A F E N A U Informationen Informationen für Menschen, für Personen, die gerne ein Pflegekind aufnehmen möchten die an der Aufnahme eines Pflegekindes interessiert

Mehr

Landkreis Uckermark. - Jugendamt - Richtlinie

Landkreis Uckermark. - Jugendamt - Richtlinie Landkreis Uckermark - Jugendamt - Richtlinie zur Gewährung von Leistungen zum Unterhalt und zur Krankenhilfe gemäß 39 und 40 SGB VIII der Kinder oder Jugendlichen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht

Mehr

Beschluss Nr. 4/JHA/278

Beschluss Nr. 4/JHA/278 Landkreis Oberhavel Jugendhilfeausschuss Beschluss Nr. 4/JHA/278 vom 05.09.2013 Der Jugendhilfeausschuss des Kreistages des Landkreises Oberhavel beschließt die Richtlinie des Landkreises Oberhavel für

Mehr

Familienrechtliche Begutachtung

Familienrechtliche Begutachtung Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter mit Poliklinik Familienrechtliche Begutachtung Prof. Dr. med. Michael Günter Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und

Mehr

Vollzeitpflege. Wer ist ein Pflegekind? Wer sind Pflegefamilien?

Vollzeitpflege. Wer ist ein Pflegekind? Wer sind Pflegefamilien? Vollzeitpflege Wer ist ein Pflegekind? Wer sind Pflegefamilien? Pflegekinder sind Kinder, die dauerhaft oder zeitlich begrenzt nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können und in einer Pflegefamilie zuhause

Mehr

Pflegeeltern gesucht!

Pflegeeltern gesucht! Pflegeeltern gesucht! Inhaltsverzeichnis In welchen Situationen werden Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche benötigt?... 5 Formen der Familienpflege: Bereitschaftspflege... 6 Kurzzeitpflege... 6 Vollzeitpflege...

Mehr

Pflegeeltern. eine Aufgabe für Sie? Informationen für interessierte Eltern und Paare. Landratsamt Karlsruhe Jugendamt. 2. Auflage, Oktober 2008

Pflegeeltern. eine Aufgabe für Sie? Informationen für interessierte Eltern und Paare. Landratsamt Karlsruhe Jugendamt. 2. Auflage, Oktober 2008 Pflegeeltern werden eine Aufgabe für Sie? 2. Auflage, Oktober 2008 Herausgegeben vom Landratsamt Karlsruhe Jugendamt Diese Broschüre erhalten Sie beim Landratsamt Karlsruhe Jugendamt Kriegsstraße 23/25

Mehr

Verbleib eines Pflegekindes in der Bereitschaftspflegefamilie Von Rechtsanwalt Steffen Siefert, Köln

Verbleib eines Pflegekindes in der Bereitschaftspflegefamilie Von Rechtsanwalt Steffen Siefert, Köln 1 Verbleib eines Pflegekindes in der Bereitschaftspflegefamilie Von Rechtsanwalt Steffen Siefert, Köln Häufig werden Pflegekinder nach einer Herausnahme bei den leiblichen Eltern zunächst in einer Bereitschaftspflegefamilie

Mehr

des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zur Finanzierung der Vollzeitpflege sowie Bereitschaftspflege nach 33 SGB VIII

des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zur Finanzierung der Vollzeitpflege sowie Bereitschaftspflege nach 33 SGB VIII des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zur Finanzierung der Vollzeitpflege sowie Bereitschaftspflege 1 Richtlinie 1. Gesetzliche Grundlagen Seite 3 2. Gegenstand Seite 3 3. Geltungsbereich Seite 3

Mehr

Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis Beitzke, Familienrecht (Kurzlehrbuch), 25. Auflage 1988 Brox, Erbrecht, 12. Auflage 1990 Münchener Kommentar zum BGB, Band IV, Familienrecht (1977 - mit Ergänzungslieferungen) Gemhuber,

Mehr

Das Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander

Das Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander 196 FamRB 6/2013 FamRBinformativ. Synopse zum Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern Das Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter

Mehr

Richtlinie über die Gewährung von Nebenleistungen zum Unterhalt des jungen Menschen gemäß 39 SGB VIII sowie von Krankenhilfe nach 40 SGB VIII

Richtlinie über die Gewährung von Nebenleistungen zum Unterhalt des jungen Menschen gemäß 39 SGB VIII sowie von Krankenhilfe nach 40 SGB VIII Richtlinie über die Gewährung von Nebenleistungen zum Unterhalt des jungen Menschen gemäß 39 SGB VIII sowie von Krankenhilfe nach 40 SGB VIII Gemäß 4 der Satzung für das Jugendamt des Landkreis Dahme-Spreewald

Mehr

Häufige Fragen und Antworten zu den gesetzlichen Neuerungen seit 1. Januar 2015: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Häufige Fragen und Antworten zu den gesetzlichen Neuerungen seit 1. Januar 2015: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf Familienpflege Zeit für Pflege und Beruf Häufige Fragen und Antworten zu den gesetzlichen Neuerungen seit 1. Januar 2015: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf 10- tätige Auszeit im Akutfall

Mehr

Anhänge. Musterverträge Übersicht rechtliche Grundlagen. Anhang 1. Handbuch Pflegekinderhilfe

Anhänge. Musterverträge Übersicht rechtliche Grundlagen. Anhang 1. Handbuch Pflegekinderhilfe Anhänge Musterverträge Übersicht rechtliche Grundlagen Handbuch Pflegekinderhilfe 1 Pflegevertrag zwischen Personensorgeberechtigten und Pflegeeltern Anhang 1 Muster Pflegevertrag zwischen Personensorgeberechtigten

Mehr

Richtlinien des Kreises Paderborn. für die Gewährung von Beihilfen und Zuschüssen gem. 39 Abs. 3 Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII)

Richtlinien des Kreises Paderborn. für die Gewährung von Beihilfen und Zuschüssen gem. 39 Abs. 3 Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) Richtlinien des Kreises Paderborn für die Gewährung von Beihilfen und Zuschüssen gem. 39 Abs. 3 Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) Richtlinien des Kreises Paderborn über die Gewährung von Beihilfen und Zuschüssen

Mehr

Sozialdatenschutz in der freien Jugendhilfe in der katholischen Kirche

Sozialdatenschutz in der freien Jugendhilfe in der katholischen Kirche Sozialdatenschutz in der freien Jugendhilfe in der katholischen Kirche (Kirchliches Amtsblatt, Erzbistum Hamburg, Bd. 11, Nr. 3, Art. 36, S. 34 ff., v. 15. März 2005) Vorbemerkung: Der Schutz von Sozialdaten

Mehr

Kinder brauchen eine Familie! Was Pflegeeltern wissen müssen

Kinder brauchen eine Familie! Was Pflegeeltern wissen müssen www.delmenhorst.de Kinder brauchen eine Familie! Was Pflegeeltern wissen müssen Vorwort Die Entscheidung, ein Pflegekind für einen begrenzten Zeitraum oder auf Dauer aufzunehmen und damit einem Kind Geborgenheit,

Mehr

Satzung des Landkreises Harburg über die Förderung der Kindertagespflege. und die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Kindertagespflege beschlossen

Satzung des Landkreises Harburg über die Förderung der Kindertagespflege. und die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Kindertagespflege beschlossen Satzung des Landkreises Harburg über die Förderung der Kindertagespflege und die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Kindertagespflege Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 26.09.2011 die Satzung über

Mehr

Das BGB enthält für das Pflegekind weder eine Definition noch eine Umschreibung. Der Begriff könnte wie folgt definiert werden:

Das BGB enthält für das Pflegekind weder eine Definition noch eine Umschreibung. Der Begriff könnte wie folgt definiert werden: INFORMATION DES SACHGEBIETS JUGEND UND FAMILIE ZUR VOLLZEITPFLEGE STAND: NOVEMBER 2011 I. WAS IST EIN PFLEGEKIND / DER BEGRIFF PFLEGEKIND: Das BGB enthält für das Pflegekind weder eine Definition noch

Mehr

Pflegeeltern gesucht!

Pflegeeltern gesucht! Pflegeeltern gesucht! Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen Pflegekinderdienst Impressum Herausgeber: Stadt Remscheid Die Oberbürgermeisterin Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen Pflegekinderdienst

Mehr

Genehmigung der Taufe eines Pflegekindes Bestimmung des religiösen Bekenntnisses

Genehmigung der Taufe eines Pflegekindes Bestimmung des religiösen Bekenntnisses Genehmigung der Taufe eines Pflegekindes Bestimmung des religiösen Bekenntnisses Viele Pflegeeltern stellen sich die Frage, ob sie die Religion ihres Pflegekindes bestimmen oder eventuell ändern können.

Mehr

Schutz der Sozialdaten

Schutz der Sozialdaten Andreas Pirack Schutz der Sozialdaten Andreas Pirack 1 Interessenkollision Individuum Allgemeinheit Recht auf Privatsphäre Recht auf Privatsphäre Öffentliches Interesse 2 Informationelles Selbstbestimmungsrecht

Mehr

Aufbewahrung von erweiterten Führungszeugnissen. Von Antje Steinbüchel, LVR-Landesjugendamt Rheinland

Aufbewahrung von erweiterten Führungszeugnissen. Von Antje Steinbüchel, LVR-Landesjugendamt Rheinland Aufbewahrung von erweiterten Führungszeugnissen Von Antje Steinbüchel, LVR-Landesjugendamt Rheinland Nach 72a Abs. 1 SGB VIII dürfen Träger der öffentlichen Jugendhilfe keine Personen hauptamtlich beschäftigen

Mehr

Trennung und Scheidung

Trennung und Scheidung Landratsamt Dingolfing-Landau Obere Stadt 1-84130 Dingolfing Trennung und Scheidung Informationen zum Thema: elterliche Sorge und Umgang Einführung: Im Mittelpunkt der Sorgen der Eltern, die in Trennung

Mehr

Merkblatt Das gemeinsame Sorgerecht

Merkblatt Das gemeinsame Sorgerecht Merkblatt Das gemeinsame Sorgerecht Inhalt 1 Was ist meine Ausgangssituation? 2 Haben wir nach Trennung/Scheidung automatisch gemeinsame Sorge für die Kinder? 3 Muss bei Scheidung ein Antrag gestellt werden?

Mehr

Patenprojekt Wolfenbüttel

Patenprojekt Wolfenbüttel PATENSCHAFTEN für Kinder psychisch kranker Eltern 1 Ursula Biermann Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern Zielgruppe und konzeptionelle Überlegungen Anforderungen an die Paten Grundsätze der

Mehr

HOCHSAUERLANDKREIS. Informationen für Eltern die nicht miteinander verheiratet sind

HOCHSAUERLANDKREIS. Informationen für Eltern die nicht miteinander verheiratet sind HOCHSAUERLANDKREIS Informationen für Eltern die nicht miteinander verheiratet sind Vorbemerkung Für Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, ergeben sich oftmals besondere Fragen und rechtliche

Mehr

MARIA KÜHME 04.12.2014 WAS SIND DIE AUFGABEN DES JUGENDAMTES BEI EINER MELDUNG ZUR KINDESWOHLGEFÄHRDUNG (KWG)?

MARIA KÜHME 04.12.2014 WAS SIND DIE AUFGABEN DES JUGENDAMTES BEI EINER MELDUNG ZUR KINDESWOHLGEFÄHRDUNG (KWG)? MARIA KÜHME 04.12.2014 WAS SIND DIE AUFGABEN DES JUGENDAMTES BEI EINER MELDUNG ZUR KINDESWOHLGEFÄHRDUNG (KWG)? Arbeitsbereiche der Jugendhilfe Freiwilligkeit Zwangskontakt Leistungsbereich Unterstützungsmanagement

Mehr

Gleichzeitige Inanspruchnahme durch beide Elternteile

Gleichzeitige Inanspruchnahme durch beide Elternteile Elternzeit Wesentliche Regelungen im Überblick Die Elternzeit - früher Erziehungsurlaub - ist im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geregelt. Folgende wesentlichen Regelungen sind zu beachten:

Mehr

(4) Leistungen zur Kinderbetreuung nach dem Zweiten und dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch gehen Leistungen nach dieser Satzung vor.

(4) Leistungen zur Kinderbetreuung nach dem Zweiten und dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch gehen Leistungen nach dieser Satzung vor. Satzung der StädteRegion Aachen über die Kindertagespflege im Sinne der 23 und 24 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) Kindertagespflegesatzung vom 12.11.2009. Der Städteregionstag der StädteRegion

Mehr

Kinderpflege Krankengeld

Kinderpflege Krankengeld Kinderpflege Krankengeld Bosch BKK Gesetzliche Krankenund Pflegeversicherung Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, im Rahmen unserer Leistungen für die Familie ist auch Krankengeld vorgesehen,

Mehr

Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Entziehung der elterlichen Sorge und ihre Auswirkungen auf die Arbeit der Jugendämter

Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Entziehung der elterlichen Sorge und ihre Auswirkungen auf die Arbeit der Jugendämter LVR-Dezernat Jugend LVR-Landesjugendamt Rheinland LVR-Fachbereich Jugend Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Entziehung der elterlichen Sorge und ihre Auswirkungen auf die Arbeit

Mehr

Hilfe für Kinder und Jugendliche, die ZeugInnen häuslicher Gewalt waren

Hilfe für Kinder und Jugendliche, die ZeugInnen häuslicher Gewalt waren Beratungsstelle Neue Wege, Alexandrinenstr. 9, 44791 Bochum Ärztliche und psychosoziale Beratungsstelle gegen Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellen Missbrauch von Kindern Kinderschutzambulanz Alexandrinen

Mehr

Richtlinien des Landkreises Cochem-Zell über die Förderung in der Kindertagespflege vom 30.09.2009

Richtlinien des Landkreises Cochem-Zell über die Förderung in der Kindertagespflege vom 30.09.2009 Anlage 1 Richtlinien des Landkreises Cochem-Zell über die Förderung in der Kindertagespflege vom 30.09.2009 1 Kindertagespflege Die Förderung in Kindertagespflege gemäß 23 SGB VIII ist eine Leistung der

Mehr

Rechtsverhältnis zwischen Herkunftsfamilie und sorgeberechtigter Pflegefamilie

Rechtsverhältnis zwischen Herkunftsfamilie und sorgeberechtigter Pflegefamilie Rechtsverhältnis zwischen Herkunftsfamilie und sorgeberechtigter Pflegefamilie 1. Grundfragen Bei der Rechtsbeziehung zwischen Herkunftsfamilie und Pflegefamilie sind die unterschiedlichsten Konstellationen

Mehr

Tagespflege. 2 Fördervoraussetzungen

Tagespflege. 2 Fördervoraussetzungen Satzung des Landkreises Alzey-Worms über die Förderung von Kindern in Kindertagespflege und die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Kindertagespflege gem. 23 und 24 des Sozialgesetzbuches VIII (SGB VIII)

Mehr

VORMUNDSCHAFT/ PFLEGSCHAFT FÜR PFLEGEKINDER

VORMUNDSCHAFT/ PFLEGSCHAFT FÜR PFLEGEKINDER VORMUNDSCHAFT/ PFLEGSCHAFT FÜR PFLEGEKINDER Wundertüte e.v. - Martina Scheidweiler 21.2.2013 Realität von Pflegekindern Elternrolle fällt auseinander Biologische Eltern Soziale Eltern Finanzielle Eltern

Mehr

Grundkurs Familienrecht für die Soziale Arbeit

Grundkurs Familienrecht für die Soziale Arbeit Reinhard Joachim Wabnitz Grundkurs Familienrecht für die Soziale Arbeit Mit 7 Tabellen, 67 Übersichten, 14 Fallbeispielen und Musterlösungen 4., überarbeitete Auflage Ernst Reinhardt Verlag München Basel

Mehr

Eingangsstempel. Antrag. auf Erlass des Elternbeitrages bei Kindertagespflege ( 23 Sozialgesetzbuch VIII - SGB VIII)

Eingangsstempel. Antrag. auf Erlass des Elternbeitrages bei Kindertagespflege ( 23 Sozialgesetzbuch VIII - SGB VIII) An das Landratsamt Forchheim Amt für Jugend, Familie und Senioren Am Streckerplatz 3 91301 Forchheim Eingangsstempel Stand: 01.16 Antrag auf Erlass des Elternbeitrages bei Kindertagespflege ( 23 Sozialgesetzbuch

Mehr

Richtlinien über die Gewährung wirtschaftlicher Jugendhilfe

Richtlinien über die Gewährung wirtschaftlicher Jugendhilfe Richtlinien über die Gewährung wirtschaftlicher Jugendhilfe 1. Allgemeines 1.1 Geltungsbereich: Diese Richtlinien gelten für finanzielle Hilfen, die nach den Bestimmungen des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz

Mehr

Teil 3 Mutter werden. Schwangerschaft Info für Jugendliche. Schwangerschaft Info für Jugendliche

Teil 3 Mutter werden. Schwangerschaft Info für Jugendliche. Schwangerschaft Info für Jugendliche Teil 3 Mutter werden pro familia Heidelberg Friedrich-Ebert-Anlage 19 69117 Heidelberg Telefon 06221-184440 Telefax 06221-168013 E-Mail heidelberg@profamilia.de Internet www.profamilia.de pro familia Heidelberg

Mehr

Jahrestagung Schulsozialarbeit Baden-Württemberg

Jahrestagung Schulsozialarbeit Baden-Württemberg Jahrestagung Schulsozialarbeit Baden-Württemberg 14. - Pforzheim-Hohenwart 1Michael Winkler 2Michael Winkler Datenschutz, Rechtsfragen in der Schulsozialarbeit Vertraulichkeit und Schweigepflicht Voraussetzung

Mehr

Das Vormundschaftsgesetz und seine Folgen für die Praxis von Pflegefamilien und Erziehungsstellen

Das Vormundschaftsgesetz und seine Folgen für die Praxis von Pflegefamilien und Erziehungsstellen Vormünder als Ressource nicht als Belastung. Das Vormundschaftsgesetz und seine Folgen für die Praxis von Pflegefamilien und Erziehungsstellen Henriette Katzenstein, Deutsches Institut für Jugendhilfe

Mehr

Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) erhalten Mütter und Väter, die. das Kind selbst erziehen und betreuen

Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) erhalten Mütter und Väter, die. das Kind selbst erziehen und betreuen Elterngeld (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) Eltern haben nach der Geburt ihres Kindes für maximal 14 Monate Anspruch auf Elterngeld (= Basiselterngeld). In dieser Zeit können sie ihre Erwerbstätigkeit

Mehr

Mal mit, mal ohne Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften

Mal mit, mal ohne Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften Mal mit, mal ohne Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften Workshop im Rahmen des Seminars für lesbische und schwule Eltern und Paare mit Kinderwunsch

Mehr

Merkblatt Tagesmütter-Qualifizierung

Merkblatt Tagesmütter-Qualifizierung Merkblatt Tagesmütter-Qualifizierung! Tagespflegepersonen - Anforderungen Jede Tagespflegeperson, die anteilig durch staatliche Zuschüsse finanziert werden will, bedarf zunächst gemäß 15 Abs. 2 KiföG M-V

Mehr

Risikoabschätzung bei Kindeswohlgefährdung anhand des Falls von Kevin K. unter Berücksichtigung von 8a und 42 SGB VIII

Risikoabschätzung bei Kindeswohlgefährdung anhand des Falls von Kevin K. unter Berücksichtigung von 8a und 42 SGB VIII Geisteswissenschaft Tatjana Tomic Risikoabschätzung bei Kindeswohlgefährdung anhand des Falls von Kevin K. unter Berücksichtigung von 8a und 42 SGB VIII Studienarbeit Inhaltsverzeichnis: Einleitung:...3

Mehr

Pflegeeltern. Wir wollen. werden. Anregungen und Informationen. Landeshauptstadt München Sozialreferat Stadtjugendamt

Pflegeeltern. Wir wollen. werden. Anregungen und Informationen. Landeshauptstadt München Sozialreferat Stadtjugendamt Landeshauptstadt München Sozialreferat Stadtjugendamt Wir wollen Pflegeeltern werden Anregungen und Informationen für die Aufnahme eines Pflegekindes in unbefristeter Vollzeitpflege 1 Impressum Herausgegeben

Mehr

Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gem. 8a SGB VIII

Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gem. 8a SGB VIII Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gem. 8a SGB VIII zwischen dem Amt für Soziale Dienste / Jugendamt und der Senatorin

Mehr

Wir gründen eine Jugendhilfeeinrichtung

Wir gründen eine Jugendhilfeeinrichtung Universität Siegen SoSe 2010 Dipl.-Soz.päd. Hans Günther Mischke Wir gründen eine Jugendhilfeeinrichtung - - Sozialrechtlicher SGB I, SGB X, SGB VIII Strafrechtlicher Strafgesetzbuch (StGB) Zivilrechtlicher

Mehr

Mutter werden. Schwangerschaft Info für Jugendliche. pro familia Heidelberg Hauptstr Heidelberg

Mutter werden. Schwangerschaft Info für Jugendliche. pro familia Heidelberg Hauptstr Heidelberg Mutter werden pro familia Heidelberg Hauptstr. 79 69117 Heidelberg Telefon 06221-184440 Telefax 06221-168013 E-Mail heidelberg@profamilia.de Internet www.profamilia.de pro familia Heidelberg Stand: März

Mehr

Konzept zur Führung von Vormundschaften und Pflegschaften im Kreis Paderborn

Konzept zur Führung von Vormundschaften und Pflegschaften im Kreis Paderborn Konzept zur Führung von Vormundschaften und Pflegschaften im Kreis Paderborn 1773 ff BGB und 53 ff SGB VIII Stand: September 2013 1. Ausgangslage 2. Rechtliche Grundlagen 3. Formen von Vormundschaften

Mehr

Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter

Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter Diskussionspapier: Das Persönliche Budget (PB) in der Jugendhilfe beschlossen auf der 106. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter

Mehr

6LQG3IOHJHHOWHUQ8QWHUQHKPHU"

6LQG3IOHJHHOWHUQ8QWHUQHKPHU 6LQG3IOHJHHOWHUQ8QWHUQHKPHU" Eine Stellungnahme zu der Ansicht der BGW, wonach Pflegeeltern beitragspflichtige Unternehmer zur gesetzlichen Unfallversicherung seien. Im Februar 2006 schrieb die Berufsgenossenschaft

Mehr

Dadurch soll die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert werden.

Dadurch soll die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert werden. Pflegezeitgesetz - Arbeits- und Sozialrechtsinfo, Stand 01/2009 Was regelt das Gesetz? Das am 01.07.2008 in Kraft getretene Pflegezeitgesetz ermöglicht es dem Beschäftigten sich von der Arbeit freistellen

Mehr

Wir suchen Pflegeeltern

Wir suchen Pflegeeltern Wir suchen Pflegeeltern Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes Essen Die drei verschiedenen Betreuungsformen: Familiäre Bereitschaftsbetreuung, Vollzeitpflege, Erziehungsstelle Ihre AnsprechpartnerInnen

Mehr

Individualpädagogische Betreuung. Erzieherische Hilfe in besonderen Settings

Individualpädagogische Betreuung. Erzieherische Hilfe in besonderen Settings Individualpädagogische Betreuung Erzieherische Hilfe in besonderen Settings Pädagogische Konzeption Individualpädagogische Maßnahmen sind eine besondere Form der Hilfen zur Erziehung gemäß 27 i.v.m. 34,

Mehr

Häufig gestellte Fragen über Schulpsychologie

Häufig gestellte Fragen über Schulpsychologie Häufig gestellte Fragen über Schulpsychologie (Erstellt auf der Grundlage eines Materials des Verbandes der Schulpsychologen Sachsen-Anhalt e.v.) Wer kann Schulpsychologen in Anspruch nehmen? Schüler,

Mehr

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN DES ONLINESHOPS FÜR UNTERNEHMEN (B2B) für http://www.stratolabs.de

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN DES ONLINESHOPS FÜR UNTERNEHMEN (B2B) für http://www.stratolabs.de 1. Allgemeines Alle Leistungen, die vom Onlineshop für den Kunden erbracht werden, erfolgen ausschließlich auf der Grundlage der nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Abweichende Regelungen haben

Mehr

DIPL.-JUR. (UNIV.) KATHARINA DEKKER

DIPL.-JUR. (UNIV.) KATHARINA DEKKER Die wichtigsten Informationen zum Thema Scheidung Wann ist eine Scheidung möglich? Die wichtigste Voraussetzung für eine Scheidung ist das sog. Trennungsjahr, wenn beide Ehegatten die Scheidung beantragen

Mehr

Kindertagespflege Informationen rund um die Tagesbetreuung von Kindern

Kindertagespflege Informationen rund um die Tagesbetreuung von Kindern Kindertagespflege Informationen rund um die Tagesbetreuung von Kindern Landratsamt Heilbronn Jugendamt Fachdienst Kindertagesbetreuung Lerchenstr. 40 74072 Heilbronn Frau Friedel Tel. 07131 994-7371 Frau

Mehr

Zwischen der Stadt Kempten (Allgäu) - Stadtjugendamt - vertreten durch Herrn Thomas Reuß (Jugendamtsleiter) im folgenden Jugendamt.

Zwischen der Stadt Kempten (Allgäu) - Stadtjugendamt - vertreten durch Herrn Thomas Reuß (Jugendamtsleiter) im folgenden Jugendamt. Zwischen der Stadt Kempten (Allgäu) - Stadtjugendamt - vertreten durch Herrn Thomas Reuß (Jugendamtsleiter) im folgenden Jugendamt und dem - Bezeichnung des Trägers - im folgenden Träger wird zur Sicherstellung

Mehr

Die Instrumente der lebzeitigen Vermögensnachfolge. - Wann ist eine Familiengesellschaft ein relevantes Mittel der vorweggenommenen Erbfolge?

Die Instrumente der lebzeitigen Vermögensnachfolge. - Wann ist eine Familiengesellschaft ein relevantes Mittel der vorweggenommenen Erbfolge? HAUS + GRUND MÜNCHEN INFORMIERT Die Instrumente der lebzeitigen Vermögensnachfolge - Wann ist eine Familiengesellschaft ein relevantes Mittel der vorweggenommenen Erbfolge? - convocat GbR, München www.convocat.de

Mehr

Betreuender Elternteil. Ko-elterliche Interaktion

Betreuender Elternteil. Ko-elterliche Interaktion FAGS-Itemzuordnung (betr) 1/5 Betreuender Elternteil Ko-elterliche Interaktion Elterliche Kommunikation: Es kommt mit meinem Ex-Partner problemlos eine kurze Unterhaltung in entspannter Atmosphäre zustande.

Mehr

Datenschutz versus Kinderschutz (Aus-) Wege aus dem Dilemma

Datenschutz versus Kinderschutz (Aus-) Wege aus dem Dilemma Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Datenschutz versus Kinderschutz (Aus-) Wege aus dem Dilemma Dr. Claudia Federrath Berlin, den 14. März 2015 Aufgaben Der Berliner Beauftragte

Mehr

Datenschutz und Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) der FLUXS GmbH

Datenschutz und Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) der FLUXS GmbH Datenschutz und Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) der FLUXS GmbH Basis der Vereinbarung Folgende Datenschutz & Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) ist gültig für alle mit der FLUXS GmbH (nachfolgend FLUXS

Mehr

Die Rechtsstellung von Pflegeeltern

Die Rechtsstellung von Pflegeeltern Ringvorlesung Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege am 12. November 2014 in Holzminden Die Rechtsstellung von Pflegeeltern, Doktorandin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, München

Mehr

Rechtsentwicklungen im Bereich der Erziehung in Pflegefamilien

Rechtsentwicklungen im Bereich der Erziehung in Pflegefamilien Rechtsentwicklungen im Bereich der Erziehung in Pflegefamilien Kinder in Pflegefamilien: Chancen, Risiken, Nebenwirkungen Marion Küfner/Dr. Thomas Meysen Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht

Mehr

www.pflegekinderinfo.de

www.pflegekinderinfo.de www.pflegekinderinfo.de FG Köln vom 26.06.2008 Allein die Volljährigkeit eines Kindes schließt ein Pflegekindschaftsverhältnis nicht aus. Die an das Bestehen eines familienähnlichen Bandes zu einem volljährigen

Mehr

NATIONAL LEGISLATION: GERMANY

NATIONAL LEGISLATION: GERMANY NATIONAL LEGISLATION: GERMANY Basic Law:... 2 German Civil Code:... 2 Registered Partnership Act:... 15 German Social Security Code (Sozialgesetzbuch) VIII:... 16 1 BASIC LAW: GG Art 2 (1) Jeder hat das

Mehr

PFLEGEKASSE. Antrag zur KKH Pflegeberatung

PFLEGEKASSE. Antrag zur KKH Pflegeberatung Antrag zur KKH Pflegeberatung Sie möchten die KKH Pflegeberatung in Anspruch nehmen. Hierfür senden wir Ihnen das Antragsformular mit der erforderlichen datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung zu.

Mehr

Der Ehename hat im deutschen Recht mit unverändertem Standort 1355 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) eine wechselhafte Geschichte erfahren:

Der Ehename hat im deutschen Recht mit unverändertem Standort 1355 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) eine wechselhafte Geschichte erfahren: Vorwort zur Namensführung in der Ehe Der Ehename hat im deutschen Recht mit unverändertem Standort 1355 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) eine wechselhafte Geschichte erfahren: Vor dem 1.7.1958 erhielt die

Mehr

Seit über. Jahren WIR SIND KARTZFEHN. Leitlinien zur Führung und Zusammenarbeit

Seit über. Jahren WIR SIND KARTZFEHN. Leitlinien zur Führung und Zusammenarbeit WIR SIND KARTZFEHN Leitlinien zur Führung und Zusammenarbeit Liebe Kartzfehner, lässt man die Nachtruhezeit außer Betracht, verbringt ein Berufstätiger mehr Zeit mit seinen Kolleginnen und Kollegen als

Mehr

Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe. Stand: Zuletzt geändert durch Art. 12 G v. 6.7.2009 I 1696

Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe. Stand: Zuletzt geändert durch Art. 12 G v. 6.7.2009 I 1696 Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe Stand: Zuletzt geändert durch Art. 12 G v. 6.7.2009 I 1696 http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbviii/5.html Auszugsweise 5 SGB VIII Wunsch-

Mehr

Verfahrensbeistand ( 158 FamFG)

Verfahrensbeistand ( 158 FamFG) Seite 1 von 5 Stand 01.10.09 Zuordnung des Angebotes Verfahrensbeistandschaften für Minderjährige in familiengerichtlichen Verfahren Allgemeine Beschreibung des Angebotes Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen

Mehr

Kinderschutz: Was Jugendämter leisten. Fragen und Antworten. DAS JUGENDAMT. Unterstützung, die ankommt.

Kinderschutz: Was Jugendämter leisten. Fragen und Antworten. DAS JUGENDAMT. Unterstützung, die ankommt. Kinderschutz: Was Jugendämter leisten Fragen und Antworten DAS JUGENDAMT. Unterstützung, die ankommt. DAS JUGENDAMT. Unterstützung, die ankommt. Impressum Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter;

Mehr