1 Empfohlene Vorgehensweise für das Lohn-Update Reform der Unfallversicherung und Insolvenzgeldumlage 2

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2 Inhalt 1 Empfohlene Vorgehensweise für das Lohn-Update Reform der Unfallversicherung und Insolvenzgeldumlage Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) Gesetzlicher Hintergrund Einstellungen im Programm Berufsgenossenschaft (Parameter) Betriebsstätte (Parameter) 4 Mitarbeiter den Gefahrtarifstellen zuweisen (mittels Assistent) Einstellungen in den Mitarbeiter-Stammdaten Bruttolohnerfassung für Mitarbeiter Gefahrtarifstelle in den Stammdaten der Abteilung hinterlegen Übertragung Insolvenzgeldumlage Gesetzlicher Hintergrund Einstellungen im Programm Übertragung 11 3 Gesundheitsfonds Einheitlicher Beitragssatz Änderungen beim Krankengeldanspruch Wegfall des Beitragsgruppenschlüssels 2 - Anpassung in WISO Kaufmann Meldungen Beitragseinzug Korrektur-Beitragsnachweis 13 4 Sonstige Änderungen im Sozialversicherungsrecht b EStG: Pauschale Lohnsteuer bei Sachzuwendungen 14 6 Sofortmeldungen 14 7 Copyright 15 Stand: 01/2009 ii

3 1 Empfohlene Vorgehensweise für das Lohn-Update 2009 Für das Jahr 2009 sind alle wesentlichen rechtlichen Änderungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht in Lohn 2009 integriert worden (Stand: 1. Januar 2009). Empfohlene Vorgehensweise für das Lohn-Update 2009 Voraussetzung: Die Erfassung für die Lohn- und Gehaltsabrechnung Dezember 2008 ist abgeschlossen und alle Drucke und sonstigen Auswertungen wurden erledigt. 1. Erstellen Sie eine Datensicherung. 2. Führen Sie den Monats-/Jahresabschluss innerhalb der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung durch (Bereich: Abschluss) 3. Erstellen Sie eine Datensicherung. 4. Aktualisieren Sie das Programm mittels bereit gestelltem Update. --- W I C H T I G --- Da die Berufsgenossenschaften und Gefahrtarifstellen ab zwingend hinterlegt sein müssen, erscheinen unmittelbar nach dem Update alle Mitarbeiter und Abrechnungen für Januar fehlerhaft! Nehmen Sie die Einstellungen zur Berufsgenossenschaft wie im Kapitel "Reform der Unfallversicherung und Insolvenzgeldumlage - Unfallversicherung - Einstellungen im Programm" beschrieben vor. Im Zuge dieser Vorgehensweise wird automatisch eine Nettolohnberechnung durchgeführt. Wurden alle Eintragungen und Zuweisungen korrekt vorgenommen, werden die Mitarbeiter-Stammdaten und Abrechnungen für Januar nun wieder fehlerfrei dargestellt. 5. Berufsgenossenschaften anpassen/ergänzen/neu anlegen (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BERUFSGENOSSENSCHAFT) 6. Betriebsstätten mit den Angaben zur Berufsgenossenschaft und zu den veranlagten Gefahrtarifstellen anpassen/ergänzen/neu anlegen (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BETRIEBSSTÄTTEN). 7. Gefahrtarifstellen den Mitarbeitern zuweisen (mittels Assistent) 8. Mitarbeiterstammdaten prüfen 9. Bruttolohndaten erfassen / ergänzen Um die Richtigkeit Ihrer nächsten Abrechnungen zu gewährleisten, müssen Sie nach Durchführung des Updates die Daten unter Menü BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - ABRECHNUNGSVORGABEN prüfen! Der Jahreswechsel / Jahresabschluss für die Lohnbuchhaltung 2008 wird unter Menü BEARBEITEN - ABRECHNUNG/ABSCHLUSS durchgeführt. Überprüfen Sie die Stammdaten Ihrer Mitarbeiter auf die Richtigkeit der neuen Abrechnungsvorgabe ab , sowie den Urlaubsanspruch für das neue Jahr. Die Jahresmeldungen werden automatisch erstellt (siehe dazu Punkt "Erstellung und Übertragung der Sozialversicherungsmeldungen - Jahresmeldungen). --- Probleme mit ElStEr bei Verwendung von Windows VISTA (Stand: ) --- Die aktuelle ElStEr-Version, die von der Oberfinanzdirektion München bereit gestellt wird, verursacht bei Verwendung folgender Betriebssysteme Probleme: Windows Vista, 2008 Server und Windows 7 64 bit Windows Vista, 2008 Server und Windows 7 32 bit in Verbindung mit verschiedenen Programmen (z.b: Virenscanner) Bei Verwendung dieser Betriebssysteme kann der Aufruf der ElStEr-Schnittstelle zu einem Programm-Absturz führen. Den Finanzbehörden ist dieses Problem bekannt. Leider wurde bis dato noch keine Lösung zur Stand: 01/2009 1

4 Verfügung gestellt. 2 Reform der Unfallversicherung und Insolvenzgeldumlage 2.1 Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) Gesetzlicher Hintergrund Zum 01.Januar 2009 wurde die gesetzliche Unfallversicherung reformiert. Diese Reform bringt Änderungen bei der Organisation der Unfallversicherung und für Arbeitgeber Änderungen im Beitrags- und Meldeverfahren. Grundlage bildet das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Unfallversicherung (UVMG), das am 4. November 2008 im Bundesgesetzblatt verkündet wurde. Die wesentlichen Punkte daraus sind: Anpassung und Straffung der Unfallversicherung an veränderte Wirtschaftsstrukturen Neuregelung des Verfahrens für die Insolvenzgeldumlage durch Einbeziehung in den Beitragsnachweis Übertragung der Betriebsprüfung für die Unfallversicherung auf die Deutsche Rentenversicherung ab Erweiterung des maschinellen DEÜV-Meldeverfahrens um Angaben zur gesetzlichen Unfallversicherung Beschäftigungsbezogene Meldungen Einführung einer Jahresmeldung für kurzfristig / geringfügig Beschäftigte (Jahresmeldung 2008) Aufteilung des Meldeentgeltes auf jeweiligen Gefahrentarif UV-Entgelt = Arbeitsentgelt nach 14 SGB IV (ggfs. inkl. SFN-Zuschlägen) Einstellungen im Programm Berufsgenossenschaft (Parameter) Welche Berufsgenossenschaften und Gefahrtarifstellen anzulegen sind, entnehmen Sie bitte dem Veranlagungsbescheid der Berufsgenossenschaft oder erfragen Sie direkt bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft. Die Einstellungen in Bezug auf die Berufsgenossenschaft werden ab unter Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BERUFSGENOSSENSCHAFT vorgenommen. Über die Schaltfläche "NEU" erfolgt die Anlage der Berufsgenossenschaft. Stand: 01/2009 2

5 Nummer: Diese dient der internen Verwaltung und kann frei vergeben werden (Zahlen von 0-9 ; maximal fünf Stellen). Betriebsnummer: Es erfolgt die Eingabe der Betriebsnummer der Berufsgenossenschaft/Unfallkasse. Wahlweise kann auch über die Schaltfläche nach der entsprechenden Betriebsnummer gesucht werden. Durch Bestätigung der Betriebsnummer mittels Eingabetaste werden die Angaben aus der Vorgabedatenbank übernommen. Die Betriebsnummer wird aufgrund einer Vorgabedatenbank angeboten und muss hier korrekt hinterlegt werden. Spätestens nach dem Monatswechsel kann diese Betriebsnummer nicht mehr geändert werden. Register "Adresse" Anschrift und Kommunikationsdaten können ergänzt bzw. bei Bedarf angepasst werden. Register "Weitere Angaben" Nachfolgende Daten werden aus der Vorgabedatenbank übernommen und können NICHT verändert werden: Betriebsnummer und Bezeichnung der Hauptverwaltung Jahresbezogene Angaben: Mindestentgelt Ost und West, Höchst-Jahresarbeitsverdienst Gültigkeit der Daten: von / bis Datum Nachfolgende Hauptverwaltung Register "Gefahrentarife" Die Tabelle für die Gefahrentarife wird ebenfalls aus der Vorgabedatenbank übernommen und kann NICHT verändert werden. Stand: 01/2009 3

6 Nur die hier angelegten Berufsgenossenschaften stehen im Anschluss für die Hinterlegungen in der / den Betriebsstätte(n) zur Verfügung! Betriebsstätte (Parameter) Unter Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BETRIEBSSTÄTTEN können je nach Ausbaustufe eine oder mehrere Betriebsstätten verwaltet werden. Die Betriebsstätte "0 Hauptbetrieb" wird dabei automatisch angelegt. Notwendige Anpassungen werden über die Schaltfläche "ÄNDERN" vorgenommen. Das Einrichten von weiteren Betriebsstätten ist erforderlich, wenn für Ihren Mandanten Arbeitnehmer abgerechnet werden müssen, welche in unterschiedlichen Filialen beschäftigt sind. Die Neuanlage erfolgt über die Schaltfläche "NEU". Bei der Neuanlage wird im Kopfteil die Nummer, Bezeichnung, Betriebsnummer und Branche der Filiale hinterlegt. Register "Adresse" Auf diesem Register werden die Angaben zur Anschrift sowie die Kommunikationsdaten eingetragen. Wichtig ist die korrekte Vorgabe, in welchem Bundesland die Betriebsstätte liegt. Auf Grund dieser Vorgabe wird automatisch Betriebsstätte Ost oder West aktiviert, für welche in bestimmten Bereichen noch unterschiedliche Abrechnungsvorgaben zum Tragen kommen. Register "Abrechnungsvorgaben" Vorgabe für die Umlagepflicht (gültig ab ) Diese Vorgabe kann ab der zweiten angelegten Betriebsstätte eingegeben werden. Für den Hauptbetrieb (erste Betriebsstätte) ist die Umlagepflicht unter Menüpunkt - BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNGSVORGABEN - Register: WEITERE VORGABEN definiert. Vorgabe für Insolvenzgeldumlage (gültig ab ) Ist vom Unternehmen keine Insolvenzgeldumlage abzuführen, muss das entsprechende Kennzeichen aktiviert werden. Register "Berufsgenossenschaft" Bestandsführende Berufsgenossenschaft / Unfallkasse (öffentlicher Dienst) Stand: 01/2009 4

7 Nummer: Wählen Sie aus der Liste die bestandsführende Berufsgenossenschaft/Unfallkasse aus bei der die Betriebsstätte die Meldung einreichen muss. Es können nur jene Berufsgenossenschaften/Unfallkassen ausgewählt werden, die unter Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BERUFSGENOSSENSCHAFT eingegeben wurden. Mitgliedsnummer: Die hier zu hinterlegende Mitgliedsnummer der Betriebsstätte wird von den Berufsgenossenschaften vergeben. Kennzeichen "Ist öffentlicher Dienst und es wird auch eine zweite Berufsgenossenschaft gebraucht...": Dieses Kennzeichen ist von Unternehmen des Öffentlichen Dienstes zu aktivieren, wenn zusätzlich zur Unfallkasse eine bestandsführende Berufsgenossenschaft notwendig ist. Wurde das Kennzeichen aktiviert, kann eine zweite "Bestandsführende Berufsgenossenschaft" ausgewählt werden. Veranlagte Gefahrtarifstellen Welche Gefahrtarifstellen (früher: Unternehmensbereiche) im Unternehmen verwendet werden, geben die Berufsgenossenschaften bekannt. Die Berufsgenossenschaften verwenden hierfür allerdings unterschiedliche Bezeichnungen, z.b. Strukturschlüssel. Über die Schaltfläche "NEU" gelangen Sie zum Fenster "Veranlagte Gefahrtarifstelle neu erfassen". Nummer: Diese kann frei vergeben werden. Bezeichnung: Hier kann eine beliebige Bezeichnung für die Gefahrtarifstelle angegeben werden. Erfolgt kein Eintrag wird nach Auswahl der Tarifstelle (Register DATEN) die Bezeichnung der Tarifstelle aus der Vorgabedatenbank übernommen. Berufsgenossenschaft: wählen Sie die Berufsgenossenschaft, welche die benötigte Gefahrtarifstelle anbietet. Es besteht die Möglichkeit, dass die hier anzugebende Berufsgenossenschaft von der bestandsführenden Berufsgenossenschaft abweichend ist. Register "Daten" Tarifstelle: Wählen Sie die entsprechende Tarifstelle aus. Gefahrenklasse: Tragen Sie hier die entsprechende Gefahrenklasse ein. Da diese Eingabe nicht zwingend erforderlich ist, wird die Korrektheit der Eingabe nicht geprüft. Nach Bestätigung der Eingaben mit "OK" wird die Gefahrtarifstelle in der Übersicht angezeigt. Es können mehrere Gefahrtarifstellen angelegt werden. Stand: 01/2009 5

8 Mit Hilfe der Schaltfläche kann eine Gefahrtarifstelle gekennzeichnet werden. Dadurch wird diese Gefahrtarifstelle bei der Neuanlage eines Mitarbeiters als Vorschlagswert in der ersten Abrechnungsvorgabe des Mitarbeiters eingetragen. Abweichungen müssen explizit eingegeben werden. Wurden alle Eintragungen vorgenommen, bestätigen Sie Ihre Angaben mit "OK" und verlassen den Bereich der Parameter über die Schaltflächen "ÜBERNEHMEN" und "SCHLIESSEN". Allgemein gilt: Es können zwei Betriebsstätten angelegt und verwaltet werden. Werden mehr als zwei Betriebsstätten oder zusätzliche Funktionen benötigt, wenden Sie sich bitte an unseren Entwicklungspartner microtech GmbH (http:/www.microtech.de, Tel.: ). Mitarbeiter den Gefahrtarifstellen zuweisen (mittels Assistent) Sollen mehrere Mitarbeiter der gleichen Gefahrtarifstelle zugeordnet werden, kann ein Assistent verwendet werden. Markieren Sie die entsprechende "veranlagte Gefahrtarifstelle" in der Übersicht der Betriebsstätte (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BETRIEBSSTÄTTEN - Register BERUFSGENOSSENSCHAFT). Der Assistent wird über die Schaltfläche gestartet. Wählen Sie die Gefahrtarifstelle aus, die den Mitarbeitern zugeordnet werden soll. Je nach Anzahl der Gefahrtarifstellen kann der Assistent mehrmals gestartet werden. Stand: 01/2009 6

9 Die Angabe des Zeitraumes ist im Zusammenhang mit dem Lohn-Update 2009 nicht erforderlich. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise eine Umstrukturierung des Betriebes erfolgen, könnte eine Angabe des Zeitraumes erforderlich sein. In diesem Fenster können Sie die Mitarbeiter auswählen, denen die Gefahrtarifstelle in der Abrechnungsvorgabe hinterlegt werden soll. Erfolgt keine Eingrenzung werden alle Mitarbeiter gewählt. Im folgenden Fenster werden alle Mitarbeiter aufgelistet. Die ausgewählten Mitarbeiter sind entsprechend mit einem "Haken" versehen. Es besteht die Möglichkeit die Auswahl zu verändern, wobei einzelne Mitarbeiter durch Aktivierung / Deaktivierung der "Haken" zu- bzw. abgewählt werden können. Im nächsten Schritt erhalten Sie eine Zusammenfassung. Mittels der Schaltfläche "FERTIGSTELLEN" werden die Gefahrtarifstellen in die Abrechnungsvorgaben der Mitarbeiter übernommen. Sie erhalten ein entsprechendes Protokoll. Dieses kann auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eingesehen werden (Menüpunkt OPTIONEN - PROTOKOLLÜBERSICHT). WICHTIG: Verlassen Sie die Betriebsstätte über die Schaltfläche "OK" und verlassen Sie die Parameter über die Schaltfläche "ÜBERNEHMEN" Einstellungen in den Mitarbeiter-Stammdaten Die Einstellungen innerhalb der Stammdaten des Mitarbeiters werden vorgenommen unter: Stand: 01/2009 7

10 STAMMDATEN MITARBEITER - Register: LOHN-ABRECHNUNGSDATEN - Register: ABRECHNUNGSVORGABEN. Die Abrechnungsvorgabe mit Gültigkeitsdatum ab wird zum Ändern geöffnet. Auf dem Register BGS / FiBu kann im Bereich Berufsgenossenschaft die "Veranlagte Gefahrtarifstelle" ausgewählt werden. Wurde im Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BETRIEBSSTÄTTEN - Register: BERUFSGENOSSENSCHAFT eine "Veranlagte Gefahrtarifstelle" als Standard definiert, wird diese automatisch als Vorschlagswert in die Stammdaten der Mitarbeiter übernommen. Ist ein Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen tätig, die eine Zuordnung zu verschiedenen Gefahrtarifstellen erfordert, wird dies innerhalb der "Bruttolohnerfassung" eingegeben. Stunden pro Monat Hier sind die für die Berufsgenossenschaft maßgeblichen, regelmäßig anfallenden Arbeitsstunden pro Monat zu hinterlegen. Die Angabe der Arbeitsstunden pro Monat ist NICHT erforderlich wenn die Anzahl der Arbeitstunden über die Bruttolohnerfassung erfasst wird und/oder der Vollarbeiterrichtwert herangezogen werden soll. Werden die Arbeitsstunden sowohl in der Abrechnungsvorgabe als auch in der Bruttolohnerfassung eingetragen, wird für die Übermittlung an die Berufsgenossenschaft der Wert aus der Bruttolohnerfassung verwendet. Der Vollarbeiterrichtwert ist eine statistische Größe, welche die kalendarischen Arbeitstage, die durchschnittlichen Urlaubs- und Krankheitstage sowie bezahlte Wochenstunden berücksichtigt. Dieser Wert wird jährlich vom Hauptverband der Berufsgenossenschaften festgelegt und ist im Programm bereits fest hinterlegt (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - SYSTEMVORGABEN (zur Nettolohnberechnung) Bruttolohnerfassung für Mitarbeiter In der Bruttolohnerfassung wurden die Tabellenansichten erweitert. Veranlagte GTS (Gefahrtarifstelle) Es erfolgt die Zuordnung der für diese Abrechnungsposition zutreffenden Gefahrtarifstelle. Als Vorschlagswert erscheint automatisch die Gefahrtarifstelle aus der jeweiligen Abrechnungsvorgabe des Mitarbeiters. Stand: 01/2009 8

11 Stundenanteil % Der Stundenanteil in % kann ausschließlich bei den Lohnarten "Gehalt" und "Stücklohn" angegeben werden. Eine Eingabe ist erforderlich, wenn sich die Erfassung des Entgeltes auf unterschiedliche Gefahrtarifstellen und/oder unterschiedliche Kostenstellen bezieht. Bei den verteilten Stunden handelt es sich um die Stundenanzahl des Vollarbeiterrichtwertes oder um die Arbeitsstunden, die in der Abrechnungsvorgabe des Mitarbeiters hinterlegt wurden. Register "VORGABEN" Das Register "VORGABEN" wurde um den Bereich "Berufsgenossenschaft" ergänzt. Eine Angabe ist nur dann erforderlich, wenn für die Verteilung der Stunden in % NICHT die Arbeitsstunden aus der Abrechnungsvorgabe des Mitarbeiters herangezogen werden sollen. Register "LOHNKONTO" Dieses Register wurde um die Bereiche "Berufsgenossenschaft Gefahrtarifstelle x" ergänzt. Es werden maximal zehn Gefahrtarifstellen angezeigt Gefahrtarifstelle in den Stammdaten der Abteilung hinterlegen Unter STAMMDATEN - ABTEILUNG kann auf dem Register: VORGABEN die Betriebsstätte sowie die veranlagte Gefahrtarifstelle ausgewählt werden. Stand: 01/2009 9

12 Bei Neuanlage eines Mitarbeiters und Zuordnung des Mitarbeiters zu einer Abteilung wird die entsprechende Gefahrtarifstelle der Abteilung in die Abrechnungsvorgabe des Mitarbeiters übernommen (Vorschlagswert) Übertragung Sozialversicherungmeldungen Innerhalb der Sozialversicherungsmeldung steht ein zusätzliches Register "UV-MELDUNG" zur Verfügung. Hier werden die zu übermittelnden Daten gespeichert. Um die Sozialversicherungmeldungen einzusehen, stehen folgende Aufrufvarianten zur Verfügung: STAMMDATEN - MITARBEITER - Register: LOHN-ABRECHNUNGSDATEN - Register: SV-MELDUNGEN ABRECHNUNG/ABSCHLUSS - SOZIALVERSICHERUNGSMELDUNGEN VERWALTEN Die Felder werden bei den maßgeblichen SV-Meldungen automatisch durch die Software gefüllt. Grundlage bilden die Daten der Bruttolohnerfassung und der Parameter-Einstellungen. Eine manuelle Anpassung kann nicht vorgenommen werden. Änderungen sind ausschließlich über eine Lohnkorrektur möglich. 2.2 Insolvenzgeldumlage Gesetzlicher Hintergrund Die Mittel für das Insolvenzgeld werden über Umlagen der Unternehmer aufgebracht und wurden bisher von den Unfallversicherungsträgern eingezogen. Ab 1. Januar 2009 wird die Insolvenzgeldumlage zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen durch die Einzugsstellen eingezogen und an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet.. Die Umlagebeträge werden unter der neuen Beitragsgruppe "U" (Beitragsgruppenschlüssel "0050") nachgewiesen. Der Umlagesatz für das Jahr 2009 beträgt 0,1 %. Die Umlagen für das Jahr 2008 müssen nicht an die Einzugsstellen, sondern noch an die Unfallversicherungsträger gezahlt werden. Dies hat zur Folge, dass die Arbeitgeber im Jahr 2009 einerseits monatlich laufend Umlagen an die Einzugsstellen zahlen müssen, andererseits die Unfallversicherungsträger die Umlage für 2008 anfordern werden. Stand: 01/

13 2.2.2 Einstellungen im Programm Die Höhe der Insolvenzgeldumlage muss NICHT manuell eingetragen werden, sondern ist bereits in den Systemvorgaben (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - Eintrag: "Systemvorgaben (zur Nettolohnberechnung)") hinterlegt. Unternehmen, die KEINE Insolvenzgeldumlage abführen müssen, hinterlegen dies unter: Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - BETRIEBSSTÄTTEN - die betroffene(n) Betriebsstätte(n) zum Ändern öffnen - Register: ABRECHNUNGSVORGABEN. Hier ist das Kennzeichen "Von der Insolvenzgeldumlage befreit" zu aktivieren Übertragung Die Beiträge zur Insolvenzgeldumlage werden ab Januar 2009 auf den Beitragsnachweisen ausgewiesen und übertragen. Beitragsabrechnung (-übersicht) In der Beitragsabrechnung ist eine zusätzliche Spalte für die Beiträge zur Insolvenzgeldumlage (Beitragsguppenschlüssel: 0050) enthalten. 3 Gesundheitsfonds Ab 1. Januar 2009 gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen der gleiche Beitragssatz, welcher von der Bundesregierung festgelegt wurde. Die Gesamtsozialversicherungsbeiträge für die Beschäftigten zahlt der Arbeitgeber wie bisher an die Krankenkassen. Diese leiten die Krankenversicherungsbeiträge an den Fonds weiter. Beiträge für geringfügig Beschäftigte zieht weiterhin die Minijob-Zentrale ein und leitet sie ebenfalls an den Gesundheitsfonds weiter. 3.1 Einheitlicher Beitragssatz Den ab 2009 geltenden Beitragssatz hat die Bundesregierung am 1. November 2008 per Rechtsverordnung festgelegt. Es gelten somit folgende Werte: Allgemeiner Beitragssatz: 15,5 % Ermäßigter Beitragssatz: 14,9 % Erhöhter Beitragssatz: entfällt Stand: 01/

14 Sonderbeitrag der Versicherten Der von der Politik festgesetzte Beitragsstatz von 15,5 % bezieht den für Versicherte bereits heute geltenden Sonderbeitrag von 0,9 % mit ein. Gleiches gilt für den ermäßigten Beitragssatz. Die Arbeitnehmer tragen den Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 % aber weiterhin alleine. Diese Werte müssen NICHT manuell eingetragen werden, sondern sind bereits in den Systemvorgaben (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG) hinterlegt. Nehmen Sie daher in den Stammdaten der Einzugsstellen (Register: Beitragssätze) KEINE Änderungen vor! Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung und Prämienzahlungen Krankenkassen können von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge verlangen. Dieser wird entweder prozentual vom Einkommen oder pauschal erhoben. Erzielt eine Krankenkasse dagegen Überschüsse kann sie eine Prämie an ihre Mitglieder auszahlen. Erheben Krankenkassen ab 2009 Zusatzbeiträge, müssen die Versicherten diese selbst an die Krankenkasse zahlen, der Arbeitgeber hat damit nichts zu tun! 3.2 Änderungen beim Krankengeldanspruch Ab dem Jahr 2009 gibt es nur noch den allgemeinen und den ermäßigten Beitragssatz. Der erhöhte Beitragssatz entfällt. Verschiedene Beschäftigungsgruppen haben künftig keinen Anspruch auf Krankengeld mehr. Für diese ist ab 1. Januar 2009 der ermäßigte Beitragssatz zu zahlen. Klären Sie gegebenenfalls mit Ihrem Steuerberater und/oder der zuständigen Krankenkasse, ob Ihre Mitarbeiter von dieser Neuregelung betroffen sind Wegfall des Beitragsgruppenschlüssels 2 - Anpassung in WISO Kaufmann Durch den Wegfall des Beitragsgruppenschlüssels "2 erhöhter Pflichtbeitrag" in der Krankenversicherung zum wird die Anpassung der betroffenen Personalstammdaten erforderlich. Dazu rufen Sie den entsprechenden Mitarbeiter-Stammdatensatz zum Ändern auf. Öffnen Sie die Abrechnungsvorgabe mit Gültigkeit ab (Register Lohn-Abrechnungsdaten - Bereich "Daten zum Beschäftigungsverhältnis ab..." - Register "Abrechnungsvorgaben) zum Ändern. Auf dem Register "SV-Angaben" ist der korrekte Beitragsgruppenschlüssel für die Krankenversicherung zu hinterlegen Meldungen Für alle Mitarbeiter, für die bisher Beitragsgruppenschlüssel 2 in der Krankenversicherung verwendet wurde und sich damit der maßgebliche Beitragssatz ab 1. Januar 2009 ändert, müssen Arbeitgeber Meldungen erstatten. Die Arbeitnehmer werden zum wegen Änderung der Beitragsgruppe mit dem Meldegrund "32" abund zum 1. Januar 2009 mit der neuen Beitragsgruppe wieder angemeldet werden (Meldegrund "12"). Diese Meldungen werden nach Anpassung der Personal-Stammdaten automatisch von der Software erstellt. 3.3 Beitragseinzug Die Organisation des Beitragseinzugs bleibt vorerst (geplant bis ) unverändert bestehen. Das heißt, die Krankenkassen ziehen wie bisher die Beiträge der Arbeitgeber ein und leiten sie an den Gesundheitsfonds weiter. Beiträge für geringfügig Beschäftigte gehen unverändert an die Minijob-Zentrale. Die Vorgehensweise der Übertragung der Beitragsnachweise / SV-Meldungen ändert sich daher nicht. Stand: 01/

15 3.3.1 Korrektur-Beitragsnachweis Da bis die Krankenkassen unterschiedliche Beitragssätze erhoben haben, wird in folgenden Fällen ab Januar 2009 automatisch ein Korrektur-Beitragsnachweis - zusätzlich zum Beitragsnachweis des laufenden Monats - erstellt und übermittelt: "Beitragsreste" aus der Schätzung und der Abrechnung Dezember 2008 Märzklauselfälle 2009 Rückrechnungen (Korrekturen) für Zeiten vor dem Auf dem Beitragsnachweis wird im Bereich "Zeitraum" das Jahr 2008 angegeben. Zusätzlich ist eines der folgenden Kennzeichen aktiviert: Korrektur-Beitragsnachweis für Beiträge vor dem Sonstige Änderungen im Sozialversicherungsrecht Diese Daten müssen NICHT manuell eingetragen werden, sondern sind bereits in den Systemvorgaben (Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - Eintrag: "Systemvorgaben (zur Nettolohnberechnung)") hinterlegt. Ab gelten folgende Beitragsbemessungsgrenzen: Kranken- und Pflegeversicherung alle Bundesländer: ,00 Euro Renten- und Arbeitslosenversicherung: alte Bundesländer: neue Bundesländer (ohne Berlin): ,00 Euro ,00 Euro Ab dem gelten folgende Beitragssätze und Grenzwerte: Krankenversicherung allgemein / ermäßigt (inkl. 0,9 % Zusatzbeitrag-Arbeitnehmer): 15,5 % / 14,9 % Rentenversicherung: 19,9 % Aufstockungsbeitragssatz zur freiwilligen RV: 4,9 % Arbeitslosenversicherung: 2,8 % Pflegeversicherung: 1,95 % zusätzlicher Beitragssatz zur PV für kinderlose Mitglieder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben monatliche Geringfügigkeitsgrenze (AZUBI): 0,25 % 325,00 Euro Stand: 01/

16 monatliche Geringverdienergrenze (AHL): 400,00 Euro monatlicher Bereich zur Gleitzonenregelung: zwischen 400,01 und 800,00 Euro Faktor F 0,7472 Beitragsbemessungsgrundlage zum Aufstockungsbeitrag zur RV ist das erzielte Arbeitsentgelt mind. 155,00 Euro 5 37b EStG: Pauschale Lohnsteuer bei Sachzuwendungen Wird pauschale Lohnsteuer im Sinne des 37b EStG abgeführt, ist diese ab 2009 auf der Lohnsteueranmeldung in einem eigenen Feld auszuweisen. Um dies zu gewährleisten sind folgende Einstellungen notwendig: 1. Menüpunkt BEARBEITEN - PARAMETER - ABRECHNUNG - ABRECHNUNGSVORGABEN - Register: PAUSCHALE SÄTZE. Wählen Sie hier den pauschalen Steuersatz aus, der für 37b verwendet wird und aktivieren Sie das Kennzeichen "pauschale Lohnsteuer 37b EStG (gültig ab 2009)". 2. In der verwendeten Lohnart muss - wie bisher auch - der entsprechende "pauschale Steuersatz" angegeben sein. 6 Sofortmeldungen Ab 1. Januar 2009 sind Arbeitgeber in bestimmten Wirtschaftszweigen verpflichtet, eine Sofortmeldung zu erstatten, wenn ein Arbeitnehmer ein Beschäftigungsverhältnis aufnimmt (geregelt in 28a Abs. 4 SGB IV in Verbindung mit 7 DEÜV). Von der Neuregelung betroffen sind Betriebe aus den Branchen: Baugewerbe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe Stand: 01/

17 Personenbeförderungsgewerbe Speditions-, Transport- und damit verbundene Logistikgewerbe Schaustellergewerbe Unternehmen der Forstwirtschaft Gebäudereinigungsgewerbe Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen Fleischwirtschaft Klären Sie gegebenenfalls mit Ihrem Steuerberater ob Ihre Branche / Wirtschaftszweig dazu verpflichtet ist, Sofortmeldungen abzugeben. Die Sofortmeldung muss direkt an die Datenstelle der Träger der Rentenversicherung (DSRV) übersandt werden. Die Erstellung und Übertragung von Sofortmeldungen wird derzeit von WISO Kaufmann nicht unterstützt. Für die Übertragung via Internet können Sie auf eine der allgemein zugänglichen Ausfüllhilfen wie z.b. "sv.net" zurückgreifen. 7 Copyright Alle Teile der Dokumentation sowie der Software unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Alle Rechte sind geschützt. Jegliche Vervielfältigung oder Verbreitung, ganz oder teilweise, ist verboten. Kein Teil der Dokumentation und Software darf kopiert, fototechnisch übertragen, reproduziert, übersetzt, auf einem anderen elektronischen Medium gespeichert oder in maschinell lesbare Form gebracht werden. Hierzu ist in jedem Fall die ausdrückliche Zustimmung der microtech GmbH einzuholen. Weder die Autoren noch der Vertrieb übernehmen eine Haftung für evtl. vorhandene Programm- oder Dokumentationsfehler und deren Folgen. Für entsprechende Hinweise sind wir jedoch dankbar. Copyright : microtech GmbH, Riegelgrube 5a, D Bad Kreuznach Stand: 01/

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