Lokale Koordinierung von Mentoring und Patenschaften am Übergang Schule-Beruf

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1 Investition in Ihre Zukunft! Vortrag auf der Informationsveranstaltung des Storkower Modellprojekts Netzwerk Türöffner: Zukunft Beruf. Brandenburger Netzwerk für Jugendliche Lokale Koordinierung von Mentoring und Patenschaften am Übergang Schule-Beruf Dana Manthey, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung Storkow 07. Mai 2014 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

2 Gliederung des theoretischen Inputs 1 Allgemeines zum Mentoring Woher kommt Mentoring? Was ist Mentoring? 2 Türöffner: Zukunft Beruf Was ist die Zielsetzung? Was sind die Aufgaben? Wie ist das Verfahren? Welche Anforderungen und Werte liegen dem Mentoringprogramm zugrunde? 3 Erfolgskriterien, Hürden, Gewinn und Chancen durch Türöffner Seite 2 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

3 Woher kommt Mentoring? 8. JH. V. Chr.: epische Dichtungen Homers zu den Kriegsabenteuern des Griechen Odysseus im 12. JH v. Chr. seit Jahrhunderten: informelles Mentoring in den Old-Boys- Networks (Verbünde unter Absolventen von engl. Eliteuniversitäten und amerikanischen Privatunis) 70er Jahre: formelles Mentoring in den USA entwickelte Lehr- /Lernform der Personalentwicklung in Unternehmen 80er Jahre: Zunehmender Einsatz auch in den in Deutschland ansässigen Unternehmen (Führungsbereich) 90er Jahre: verstärkter Einsatz in PE/OE und Frauenförderung in deutschen Unternehmen (Führungsbereich, Universitätsbereich) seit ca. 2000: Jugendmentoring für SchülerInnen und Auszubildende Seite 3 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

4 Was ist Mentoring? Tätigkeit einer erfahrenen Person (Mentor/in), die ihr fachliches Wissen und ihre Erfahrungen an eine unerfahrene Person (Mentee) weitergibt. Ziel ist die Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung. ( ) Inhaltlich geht es darum, informelle Regeln zu vermitteln, in bestehende Netzwerke einzuführen, praktische Tipps zu geben und langfristig die Karriere zu fördern. Quelle: Seite 4 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

5 Was ist die Zielsetzung im Türöffner? Für Brandenburg liegt der Anteil der vorzeitigen Vertragslösungen zwischen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben bei rund 30 Prozent. Vermeiden von Ausbildungsabbrüchen/Vertragsauflösungen Erfolgreiche Integration in das berufliche Bildungssystem Gelungener Start in das berufliche Leben Entwicklung von systematischen Kooperationsformen mit lokalen/regionalen Kooperationspartnern Seite 5 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

6 Was sind die Aufgaben im Türöffner? Aufgabe 1 Lokale Koordinierung (LoK) Anlaufstelle für Jugendliche und Eltern Kontaktstelle für Ausbildungsbetriebe Bündelung, Systematisierung und Koordinierung bestehender Angebote am Übergang (Transparenz) Vernetzung der regionalen Akteure und abgestimmte Kooperationen (Schule, Betrieb, Arbeitsagentur, Jobcenter, Kammer ) Organisation einer individuellen Begleitung: Mentoring (Ansprache, Qualifizierung, Betreuung etc.) Seite 6 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

7 Aufgabe 2 Mentoring Ehrenamtliche MentorInnen ( Türöffner ) begleiten Jugendliche am Übergang Schule - Beruf und binden dabei den lokalen Sozialraum ein (Eltern, Betriebe, Vereine, Ämter ) Individuelle und zielgerichtete Begleitung und Orientierungshilfe für alle Jugendlichen (Mentees) Unterstützung bei beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und bei Persönlichkeitsentwicklung Tandem- aber auch Gruppen- Mentoring möglich Motivation der MentorInnen Eigene Zeit sinnvoll gestalten Kontakt zu jungen Menschen Jugendlichen in ihrem Willen unterstützen, ihren Beruf- und Bildungs-weg und die eigene Perspektive zu finden Interesse für das eigene Arbeitsgebiet wecken langfristige Unterstützung, da Jugendliche oft nach Abschluss das Unternehmen verlassen Gewinnen von Azubis Netzwerke ausbauen und nutzen Jugendliche sollen eine richtige Chance erhalten, sich zu finden, um einer "Bruchlandung" - wie selbst erlebt - vorzubeugen. Seite 7 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

8 Wie ist das Verfahren? Ansprache/Werbung (Öffentlichkeitsarbeit), Vernetzung u. Kooperationen Tools: Flyer, Website, Kooperationsvereinb., persönliche Vorstellung Bewerbung, Auswahl (MentorInnenpool), Schulungen für MentorInnen Tools: Profilbogen, Auswahlkriterien, Seminare Kennenlerntreffen, Tandembildung (Matching) Tools: Einverständnis-/Datenschutzerklärung Absprache, Treffen der Tandems und organisierte Veranstaltungen Tools: Vereinbarung (Ziele, Format), Ausflüge, Stammtische, Ehrungen Monitoring und Supervision (Begleitung und Dokumentation), Austausch LoKs Tools: Leitfragen, Reflexionsgespräche, Fallberatung, Workshops Seite 8 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

9 Welche Anforderungen und Werte liegen dem Mentoringprogramm zugrunde? Anforderungen an MentorInnen persönliches Engagement, Stärken- und Ressourcenorientierung Rollenklarheit, Selbstdistanz und Selbstreflektion Wissens- und Erfahrungsweitergabe und - annahme Konflikttoleranz Werte Chancengleichheit, gesellschaftliche Verantwortung und Teilhabe Aufrichtigkeit, Transparenz und Integrität Vertraulichkeit, Verbindlichkeit Respekt, Empathie, Miteinander Seite 9 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) 9

10 Woran ist der Erfolg erkennbar? Erfolgskriterien im Programm Bündelung lokaler Unterstützungsangebote Informative Beratungen sowie Vermittlung Inanspruchnahme, Akzeptanz, langfristiges Mentoring Vernetzung mit regionalen strategischen Partnern und programmexternen Angeboten Niedrigschwelliger Zugang Steigerung der Attraktivität von lokalen Unternehmen als Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe Bedarfsorientierung Wirtschaftlichkeit und Ausbildungsstabilität Anerkennung des gesellschaftlichen Engagements Erschließen von Transferpotenzialen Seite 10 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) 1 0

11 Welche Hürden gibt es für die LOKs? Von den Modellprojekten formulierte Herausforderungen Zeitaufwand - insbesondere die Begleitung, ÖA, Dokumentation - für Aufbau neuer Kooperationsstrukturen - Zeitknappheit bei berufstätigen Ehrenamtlichen Identifizierung der Bedürfnislagen der Zielgruppe Ansprache und Gewinnen junger Menschen (Mentees), Bildung von Mentoringpaaren (Tandems) Bereitschaft der Unternehmen, längerfristig Zeit zu investieren Hohe Erwartungen an das Projekt seitens der lokalen Akteure Zugang zu Schulen und LehrerInnen (Lehrerkonferenzen u.ä.) Seite 11 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

12 Gewinn und Chancen durch Türöffner Seite 12 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) wenn die Tür verschlossen bleibt Kreislauf des Verhaltens, Handelns, Denkens, Wissens, Urteilens, Entscheidens und Kapitals, zu dem neben Geld u.a. auch formale Bildungsabschlüsse und Netzwerke/ Kontakte etc. zählen.

13 wenn der/die MentorIn und die LoK die Tür öffnen Seite 13 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) Öffnung beruflicher Perspektiven unter Berücksichtigung des sozialen Umfelds Erweiterung der Handlungs- und Entscheidungskompetenz Bewusstwerdung der eigenen Situation/Lage Bewusste Lebensplanung: Bio-Grafie Ich bin die Autorin/der Autor meines Lebens

14 für Jugendliche: Stärken- und Talententwicklung, berufliche Orientierungs- und Motivationsstrategien, bewusste Gestaltung der Biografie, Kontakte zu relevanten Akteuren, Ausbildungsstabilität für ehrenamtliche MentorInnen: Erweiterung der Kompetenzen, Vernetzungs-, Multiplikator- und Vorbildfunktion ( Role-Model ), wertvolles Einbringen in die Gestaltung des Gemeinwesens für Ausbildungsbetriebe und Schulen: Entlastung für das Lehr- und Ausbildungspersonal, BerufsschülerInnen/Auszubildende mit wirklichkeitsgetreuen Berufsvorstellungen, Verringerung der wirtschaftlichen Belastung durch Ausbildungsabbrüche etc., Zugänge zu jungen Nachwuchskräften für die Region: Erhöhung der Attraktivität als Arbeits- und Lebensort für junge Menschen (mit Familien), Verringerung der negativen Folgen aufgrund des demografischen Wandels Seite 14 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

15 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dana Manthey Wissenschaftliche Mitarbeiterin Tel.: Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) Fachliche Begleitung der Modellprojekte im Brandenburger Netzwerk für Jugendliche Türöffner: Zukunft Beruf im Rahmen des Projekts Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements am Übergang Schule-Beruf im europäischen Vergleich Seite 15 Dana Manthey Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

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