63. Jahrgang D Vom BDWS zum BDSW. Sonderheft. Postvertriebsstück DPAG Entgelt bezahlt DSA GmbH, Postfach 1201, Bad Homburg

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1 Sonderheft 63. Jahrgang D Postvertriebsstück DPAG Entgelt bezahlt DSA GmbH, Postfach 1201, Bad Homburg

2 SONDERHeft Inhalt Editorial 1 Wolfgang Waschulewski: 1 Die Chronik Jahre BDWS ( ) 10 Dr. Meik Lange: 100 Jahre BDWS 10 7 Jahre BDWS ( ) 15 Dr. Harald Olschok: 7 Jahre BDWS 15 Präsidium 18 Präsidium von 1948 bis heute 18 n des BDSW 20 Mitgliedsunternehmen nach n 20 Arbeitskreise/Fachausschüsse des BDSW 36 Geschäftsstelle 47 Statistiken 48 Impressum ISSN Herausgeber: bundesverband der sicherheitswirtschaft (BDSW) Postfach Bad Homburg Internet: Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste e. V. (BDGW) Postfach 14 19, Bad Homburg Internet: Verlag: DSA GmbH Norsk-Data-Str Bad Homburg Postfach Bad Homburg Tel.: Fax: Redaktion: Dr. Harald Olschok (Chefredakteur) Oliver Arning (stv. Chefredakteur) Andreas Paulick (Redaktion Wirtschaft) Martin Hildebrandt (Redaktion Politik) Cornelia Okpara (Redaktion Arbeit und Soziales) Andrea Faulstich-Goebel (Redaktion Recht) Tanja Staubach / Nicole Ernst (Redaktionsassistenz) Anzeigenbetreuung: Tanja Staubach Tel.: Grafische Gestaltung & Satz: Schimmelreiter S.C. Hildebrandt Klopstockstraße Wiesbaden Tel.: Mail: Druck: Druckerei Wolf Konrad-Adenauer-Straße Ingelheim Tel.: Fax: Mail: Internet: DSD-Der Sicherheitsdienst erscheint viermal jährlich. Für Mitglieder des BDSW und der BDGW ist der Bezugspreis für je ein Exemplar im Mitgliedsbeitrag enthalten. Bezugspreis je weiterem Mitglieder exemplar: e 22,00 jährlich. Bezugspreis für Nichtmitglieder: e 39,00 jährlich zzgl. ges. MWSt; Einzelpreis: e 7,50. Auslandsbezug: e 49,90 einschl. ges. MWSt frei Haus. Auflage: Exemplare Alle Rechte vorbehalten, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der Reproduktion durch Fotokopie, Mikrofilm und andere Verfahren, der Speicherung und Auswertung für Datenbanken und ähnliche Einrichtungen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge und Leserbriefe zu kürzen. Alle redaktionellen Aussagen werden sorgfältig recherchiert und wiedergegeben, rechtliche Hinweise erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen jedoch ohne Gewähr. z. Z. gültige Anzeigenpreisliste Nr. 14 vom Jahrgang 2011 Der Weltmarkt für Sicherheit und Brandschutz erwartet Sie! September 2012 th 20 edition 2012 Empfohlen von Messe Essen GmbH Postfach , Essen, Germany Tel. +49(0) Fax +49(0) Inhalt

3 SONDERHeft Nach fast 40 Jahren ändert der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) seinen Namen. Die Mitglieder haben auf der 44. Jahresmitgliederversammlung am Donnerstag, den 26. Mai 2011 in Berlin mit großer Mehrheit der Umbenennung in BUNDESVERBAND DER SICHER- HEITSWIRTSCHAFT (BDSW) zugestimmt. Die Eintragung beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Vereinsregister 6511 ist inzwischen erfolgt. Damit ist die Umbenennung rechtskräftig und wir agieren ab sofort unter dem neuen Verbandsnamen. Damit wird in der Verbandsgeschichte nach 107 Jahren ein neues Kapitel aufgeschlagen. Am 24. Oktober 1904 wurde unser Vorläuferverband als Centralstelle der vereinigten Wach- und Schließgesellschaften (Kölner Verband) gegründet. Parallel dazu wurde 1907 ein Konkurrenzverband von kleinen Sicherheitsunternehmen als Verband Deutscher Wachgesellschaften e. V. in Kassel gegründet (Kasseler Verband). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam das Aus für beide Verbände. Beide wurden am 2. Oktober 1933 aufgelöst und in den Reichseinheitsverband des Deutschen Bewachungsgewerbes übernommen. Nach dem 2. Weltkrieg kam es erst am 27. September 1948 in Frankfurt zur Gründung des Zentralverbandes des Deutschen Bewachungsgewerbes. Dieser wurde im Frühjahr 1973 in Wiesbaden in Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) umbenannt. Warum nun diese Namensänderung? Der BDSW trägt mit dieser Namensänderung der gewachsenen Bedeutung seiner Mitgliedsunternehmen für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland Rechnung. Eine moderne Allround-Sicherheitsdienstleistung ist unter den heutigen Marktbedingungen ohne den Einsatz moderner Sicherheitstechnik nicht mehr möglich. Alle großen, aber auch immer mehr mittlere und kleinere Mitgliedsunternehmen haben heute schon eigene, rechtlich selbstständige Sicherheitstechnikfirmen. Diese wollen wir künftig für den BDSW gewinnen und in ihn integrieren. Die Tarifpolitik wird der Schwerpunkt der Verbandsarbeit in und außerhalb der 15 n bleiben. Daneben bestehen 12 bundesweit aufgestellte Fachausschüsse bzw. Arbeitskreise, über die wir in diesem Sonderheit informieren. Unser Verband steht wie kein zweiter Sicherheitsverband im Fokus der öffentlichen Auseinandersetzung, wenn es um den Beitrag der Sicherheitswirtschaft für die Innere Sicherheit geht. Die Anerkennung, die wir inzwischen von Seiten der Innenpolitik und den Polizeibehörden erhalten, haben wir uns hart erarbeitet. Die Aufnahme eines eigenen Abschnitts Private Sicherheitsdienste in das Programm Innere Sicherheit der Innenministerkonferenz und die Aussage, dass private Sicherheitsdienste ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur Deutschlands sind, bedarf keiner Kommentierung. Der Sicherheitsmarkt mit Sicherheitstechnik und Sicherheitsdienstleistung erzielt einen jährlichen Umsatz von rund 10 Mrd. EUR. Davon entfällt auf unsere Branche fast die Hälfte. Unser Ziel wird es sein, zukünftig noch stärker als bisher Unternehmen aus der Sicherheitstechnik, aber auch Sicherheitsberatungsunternehmen für den neuen Verband zu gewinnen. Erste Anfragen liegen schon vor. In einem immer komplexer werdenden Umfeld muss man vielfältige Allianzen eingehen, um die Interessen der Mitgliedsunternehmen wirksam zu vertreten. Nur so lassen sich die Interessen der Branche und letztlich unserer Mitgliedsunternehmen heute wirksam vertreten. Wir sind deshalb Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW). Wir waren im Jahr 1989 Gründungsmitglied des europäischen Dachverbandes (Confederation of European Security Services - CoESS). Wir sind in sieben Bundesländern Mitglied der jeweiligen Arbeitgebervereinigungen. Mit dem Bundesverband der Herstellerund Errichterfirmen von Sicherheitssystemen (BHE) besteht eine gegenseitige Mitgliedschaft. Seit über 20 Jahren sind wir Mitglied im Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) in Berlin. Trotz der föderalen Struktur in der Innen- und Tarifpolitik wird Berlin für uns immer wichtiger. Der BDSW ist deshalb seit kurzem mit einem eigenen Hauptstadtbüro in der Universitätsstraße 2a in Berlin vertreten. Mit der Namensänderung und unserem Hauptstadtbüro in Berlin haben wir die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Verbandsarbeit im Interesse unserer jetzigen und künftigen Mitgliedsunternehmen gestellt. Wir öffnen uns für alle Unternehmen aus der Sicherheitswirtschaft und wollen deren wirtschafts-, arbeitsmarkt- und innenpolitische Bedeutung für die Sicherheit in Deutschland gegenüber Öffentlichkeit, Medien und Politik deutlich machen und deren Interessen wirksam vertreten! Ihr Wolfgang Waschulewski Präsident BUNDESVERBAND DER SICHERHEITSWIRTSCHAFT EDITORIAL 1

4 SONDERheft Die Chronik 1901 Mit dem Hannoverschen Wach- und Schließinstitut und der Kölner Wach- und Schließgesellschaft werden die ersten privaten Bewachungsunternehmen in Deutschland gegründet Nach dem Ende des 2. Weltkrieges sind Neugründungen von Bewachungsunternehmen durch die Besatzungsmächte zu genehmigen Die Anwendung der Allgemeinen Vertragsbedingungen für das Deutsche Bewachungsgewerbe wird empfohlen. Die Wachmänner dürfen wieder Waffen tragen. Der Zentralverband setzt durch, dass die Konzessionspflicht beibehalten wird. Das Bewachungsgewerbe in Deutschland besteht seit 50 Jahren Der Kölner Verband, die Interessenvertretung für das Bewachungsgewerbe, wird gegründet. Der Zentralverband des Deutschen Bewachungsgewerbes e. V. wird als Spitzenorganisation der deutschen Bewachungsunternehmen gegründet. Beteiligt sind unter anderem: der Kölner Verband Bewachungsgewerbe e. V., die Vereinigung des Bewachungsgewerbes in Bayern e. V. und die Vereinigung des Bewachungsgewerbes in Hessen e. V. Erich Flesche übernimmt das Präsidentamt Der Zentralverband empfiehlt Allgemeine Bedingungen für die Fahrzeugbewachung. Betriebs-Haftpflichtfragen und die Zusammenarbeit von Polizei und Bewachungsgewerbe werden eingehend (und seither regelmäßig) diskutiert Die Unfallverhütungsarbeit und die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Bewachungsgewerbe bei der Brandverhütung werden intensiviert Der Zentralverband erreicht, dass Vermögensschäden in die Betriebs-Haftpflichtversicherung einbezogen werden Die Konzessionspflicht für das Bewachungsgewerbe wird eingeführt ( 34 a Gewerbeordnung) Alle Bewachungsunternehmen werden im Reichseinheitsverband des Deutschen Bewachungsgewerbes e. V. zusammengefasst Durch die Verordnung über den Wachdienst wird das private Bewachungsgewerbe der sicherheitspolizeilichen Aufsicht unterstellt. Erich Flesche, Präsident Der Verband der Berliner Bewachungsunternehmen e. V. tritt dem Zentralverband bei Der Zentralverband empfiehlt den Mitgliedsfirmen erstmals die Anwendung einer einheitlichen Dienstanweisung für den Wachmann des Bewachungsgewerbes Die Bemühungen des Zentralverbandes um die Anerkennung der Allgemeinen Vertragsbedingungen für das deutsche Bewachungsgewerbe (AVB) haben Erfolg: Der BGH erklärt die AVB, insbesondere die Vertragsstrafenabrede (Ziffer 11) für rechtlich zulässig Nach jahrelangen Bemühungen des Zentralverbandes wird die Verordnung über das Bewachungsgewerbe erlassen Die Grundlagen für eine Interessengemeinschaft mit dem französischen Bewachungsgewerbe-Verband werden erarbeitet. Der Zentralverband empfiehlt, ein speziell 2 Chronik

5 SONDERHeft für das Bewachungsgewerbe ausgearbeitetes Arbeitsvertrags-Muster anzuwenden Erich Flesche scheidet nach 18-jähriger Präsidentschaft aus dem Präsidentenamt aus und übergibt es Otto Mertens Der Zentralverband wird 25 Jahre, er wird in Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. (BDWS) umbenannt Das Ehrenmitglied des BDWS, Dr. Emil Finnberg, fordert für Deutschland einen Fachkundenachweis nach österreichischem Vorbild VdS und BDWS vereinbaren die Richtlinien für eine Anerkennung von Notrufanlagen der Wach- und Sicherheitsunternehmen. Otto Mertens, Präsident Der Zentralverband initiiert eine Tagung der Interessengemeinschaft des Bewachungsgewerbes auf europäischer Grundlage im Rahmen der EWG Die langjährige Zusammenarbeit mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft auf dem Gebiet der Unfallverhütungsarbeit wird verstärkt Der Kommentar zum Bewachungsgewerberecht von Hoffmann-Janssen-Krautschneider, an dessen Abfassung der Zentralverband seit mehreren Jahren mitgearbeitet hat, erscheint Das Mindestalter für die Beschäftigung von Wachpersonal wird auf Initiative des Zentralverbandes von 21 auf 18 Jahre herabgesetzt Die Bundesanstalt für Arbeit teilt in Abstimmung mit dem Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung mit, dass für Arbeitnehmer, die Bewachungsaufgaben zu verrichten haben, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) nicht anzuwenden ist, wenn das entsendende Unternehmen eine Erlaubnis nach 34a Gewerbeordnung besitzt Der BDWS gibt auf Grund des neuen AGB- Gesetzes neue Allgemeine Geschäftsbedingungen für das deutsche Bewachungsgewerbe heraus Die Mitgliederversammlung am 12. / 13. September 1978 in Berlin verabschiedet die Richtlinie des BDWS zum Betrieb von Notrufzentralen. Erstmalige Teilnahme des BDWS an der SECURITY Messe in Essen. Dr. Emil Finnberg Nach 4-jähriger Vorarbeit legt der Bundesminister des Innern einen Bericht zur privaten Wahrnehmung von Wach- und Sicherheitsaufgaben an den Innenausschuss und den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags vor. Der Bericht sieht keine Beeinträchtigung des staatlichen Gewaltmonopols durch die Tätigkeit der Unternehmen Der Gesamtvorstand des BDWS verleiht der Saarbrücker Werkschutzschule das Prädikat Vom BDWS anerkannte und empfohlene Werkschutzschule Der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft erlässt die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss IHK- Geprüfte Werkschutzfachkraft. Präsident Otto Mertens verunglückt tödlich, sein Nachfolger wird Frank Mauersberger. Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes und die Koordinierung der Tarifpolitik werden intensiviert Der Zentralverband diskutiert Wettbewerbsfragen (Abwerbung von Kunden bzw. Arbeitnehmern) und beobachtet die Zunahme des Wettbewerbs durch ausländische Unternehmen in Deutschland. BDWS Messestand während der SECURITY 1978 in Essen. Er gibt die Loseblatt-Sammlung Vorschriften für das deutsche Wach- und Sicherheitsgewerbe (Bewachungsgewerbe) heraus Herstellung von Ton-Dia-Schauen zur Ausbildung von Wachleuten. Frank Mauersberger, Präsident Chronik 3

6 SONDERheft 1983 Mehr als Wach- und Sicherheitsfirmen sind in der BRD tätig. Mehr als die Hälfte sind Kleinbetriebe mit einem bis zu neun Mitarbeitern In Ludwigshafen und München werden die ersten TEMEX-Netze erprobt Der Hamburger Verfassungsrechtler Professor Dr. Thieme kommt in einem vom BDWS in Auftrag gegebenen Gutachten zu dem Ergebnis, dass das Grundgesetz die Einführung eines Fachkundenachweises erlaubt Auf der Jahresmitgliederversammlung in Aachen wird eine neue Satzung für den BDWS beschlossen. Dadurch erhöht sich die Zahl der Vorstandsmitglieder von 3 auf Der Vizepräsident des BKA, Hans-Ludwig Zachert, begrüßt auf der Jahresmitgliederversammlung in Timmendorfer Strand den Dialog zwischen den polizeilichen Sicherheitskräften und dem privaten Sicherheitsgewerbe. Unter maßgeblicher Beteiligung des BDWS wird am in Rom die Confederation of European Security Services (CoESS) gegründet Am werden alle Interessenten zur Gründung eines Wach- und Sicherheitsunternehmens in der damaligen DDR nach Ostberlin zu einer Informationsveranstaltung des BDWS eingeladen. Die Satzungsänderung im Oktober macht die Aufnahme von Mitgliedern aus den neuen Bundesländern möglich. Vorstand und Geschäftsführung während der 28. JMV in Berlin Gemeinsam mit dem Bayerischen Verband für Sicherheit der Wirtschaft werden die Richtlinien zur Beurteilung von externen Dienstleistungen bei der Vergabe von Bewachungsund Sicherheitsaufträgen erarbeitet. hat auch die Änderung des 34a der Gewerbeordnung zur Folge. Danach müssen nicht nur der künftige Gewerbetreibende, sondern auch neu eingestellte Beschäftigte der Wachund Sicherheitsunternehmen den Unterrichtungsnachweis einer IHK vorlegen. Eine völlig neu bearbeitete Ausgabe der 1972 erstmals erschienenen Loseblatt-Sammlung Vorschriften für das deutsche Wach- und Sicherheitsgewerbe (Bewachungsgewerbe) erscheint Rolf Wackerhagen wird auf der Jahresmitgliederversammlung am 9. Mai in Saarbrücken Nachfolger von Frank Mauersberger als Präsident des BDWS. Mauersberger wird zum Ehrenpräsidenten gewählt. vrnl: Frank Mauersberger, Hans-Ludwig Zachert, Harry Loyo, Rainer von zur Mühlen Mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft werden Verhandlungen aufgenommen. Ziel: ein spezielles Präventionskonzept zur Unfallverhütung für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zu erarbeiten In Berlin kommt in Tarifverhandlungen keine Einigung mit der ÖTV zustande. Erstmals muss ein Schlichtungsverfahren eingeleitet werden Die erste Mitgliederversammlung des BDWS in den neuen Bundesländern findet in Dresden statt. Mit 220 vertretenen Firmen gibt es nicht nur eine Rekordbeteiligung, erstmals wird auch eine öffentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Rolf Wackerhagen, Präsident Das Handbuch des privaten Sicherheitsgewerbes, herausgegeben von Jürgen J. Glavic, erscheint Es finden zahlreiche Veranstaltungen und Kongresse statt, wie es das Wach- und Sicherheitsgewerbe in seiner fast 100-jährigen Geschichte noch nicht erlebt hat: Erste Konferenz über das private Wach- und Sicherheitsgewerbe in Europa in London (September). CoESS-Gründung: rechts außen BDWS- Präsident Frank Mauersberger Jahresmitgliederversammlung Dresden: Erste Mitgliederversammlung in den Neuen Bundesländern Kurz vor der Bundestagswahl wird das Verbrechensbekämpfungsgesetz verabschiedet. Dies BDWS Präsidium, vlnr. Fritz Kötter, Dr. Franz Feuerstein, Rolf Wackerhagen, Uwe-Dirk Uhlig, Peter Schmidt. 4 Chronik

7 SONDERHeft Forum Wach- und Sicherheitsdienste von VBG und BDWS in Berlin (Oktober) Am 4. Bad Homburger Sicherheitsgespräch nehmen rund 200 Gäste aus Gewerbe, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien teil. Auch mit dem Polizeipräsidenten von Wiesbaden, Peter Frerichs, unterzeichnet Herr Bachus einen gleichlautenden Vertrag. 28. September: Der BDWS begeht sein 50-jähriges Verbandsjubiläum. Rolf Wackerhagen im Gespräch mit Prof. Dr. Ernst Haider, Geschäftsführer der VBG. Fachtagung Wach- und Sicherheitsunternehmen von VdS und BDWS in Köln (November); BDWS-Symposium Gesetzliche Neuregelung des privaten Sicherheitsgewerbes in Bonn (November). Der BDWS reagiert damit auf einen Antrag der SPD-Bundestagsfraktion BDWS Präsidium, vlnr. Uwe-Dirk Uhlig, Fritz Kötter, Rolf Wackerhagen, Peter Schmidt, Dr. Franz Feuerstein Mit der 2. Europäischen Sicherheitskonferenz vom Juni in Berlin setzen die Sozialpartner des europäischen Sicherheitsgewerbes, CoESS und Euro-FIET ihren 1996 in London begonnenen Sozialen Dialog fort Jahresmitgliederversammlung Schwerin, vlnr. Walter Tauchmann, Gottfried Timm, Rolf Wackerhagen. Anfang September wird in Düsseldorf die Zusammenarbeit zwischen 4 Sicherheitsunternehmen und der dortigen Polizei der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Geschäftsführung des BDWS gibt ein Unternehmenshandbuch Wach- und Sicherheitsgewerbe heraus. Am Fachbereich Polizei der Verwaltungsfachhochschule in Kiel-Altenholz wird mit Unterstützung des BDWS der Kontaktstudiengang Sicherheitsmanager eingerichtet. BDWS-Vizepräsident Fritz Kötter mit dem Ministerpräsidenten von Niedersachsen Gerhard Schröder. Im Innenausschuss des Deutschen Bundestages findet eine öffentliche Anhörung zum Antrag der SPD-Fraktion Private Sicherheitsdienste - Drucksache 13/ statt. An diesem Hearing nimmt auch der Hauptgeschäftsführer des BDWS teil. Der BDWS gibt eine offizielle Stellungnahme zu diesem Antrag ab. Darin wird eine parteiübergreifende, schrittweise Entwicklung einer zukunftsoffenen Gesamtkonzeption Private Sicherheitsdienste angeregt. Die Dienstanweisung für den Sicherheitsmitarbeiter des Wach- und Sicherheitsgewerbes wird neu herausgegeben. Die Loseblatt-Sammlung Arbeitsrecht von A - Z für Wach- und Sicherheitsunternehmen erscheint. Anlässlich der 2. Europäischen Sicherheitskonferenz in Berlin wurden die Teilnehmer zur Begrüßung in das Rote Rathaus eingeladen. Anlässlich dieser Konferenz wurde auch das Handbuch Recht und Organisation privater Sicherheitsdienste in Europa, herausgegeben von den Herren Ottens, Olschok und Landrock, veröffentlicht. Am 17. Juni wird erstmals in Deutschland ein Kooperationsvertrag zwischen der Polizei und dem BDWS abgeschlossen. Der Polizeipräsident von Frankfurt am Main, Wolfgang Hoffmann, und der Vorsitzende der Hessen des BDWS, Peter Bachus, unterzeichneten diesen Vertrag, der unter dem Motto steht Beobachten Erkennen Melden. An diesem Vertrag nehmen von Seiten des BDWS 8 Unternehmen teil. Es wird eine gemeinsame Informations- und Ansprechstelle errichtet Gespräch des Präsidenten des BDWS, Rolf Wackerhagen, und des Vize-Präsidenten, Fritz Kötter, mit Bundesinnenminister Otto Schily. Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Gottfried Timm, und der Vorsitzende der BDWS- unterzeichnen erstmals auf Landesebene eine Kooperationsvereinbarung zwischen Polizei und Sicherheitsunternehmen. In einer umfassenden Stellungnahme zur Novellierung des 34a der Gewerbeordnung hat der BDWS im Februar seine Position zusammen gefasst. Nach mehrjährigen Verhandlungen zwischen VdS Schadensverhütung GmbH und dem Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. über neue VdS-Richtlinien für die Anerkennung von Notruf- und Serviceleitstellen (VdS 2153) und Interventionsstellen (VdS 2172) wird im Herbst ein für beide Seiten befriedigendes Ergebnis erzielt. Der BDWS beteiligt sich erstmals am Deutschen Präventionstag in Düsseldorf. Chronik 5

8 SONDERheft Überarbeitung des Internet-Auftritts des BDWS. Erstmals führt der BDWS im November einen Parlamentarischen Abend in Berlin durch. Anwesend sind Vertreter von Parlament und Ministerien, der Polizeigewerkschaften und des Vorstandes. Den Festvortrag hält die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Deutsche Wach- und Sicherheitsgewerbe werden neu herausgegeben Mitgliederversammlung in München unter Anwesenheit des bayerischen Innenministers Günther Beckstein. Bei den Wahlen zum Vorstand werden Peter H. Bachus und Wolfgang Waschulewski neu gewählt. Fachkraft für Schutz und Sicherheit, darunter auch 25 Frauen. Die neuen VdS-Richtlinien treten in Kraft. Beteiligung an den geförderten Bildungsprojekten Qualitätsringe und Equal. Novellierung des 34a Gewerbeordnung wird in Bundesrat und Bundestag verabschiedet. Es kommt erstmals zur Einführung einer Sachkundeprüfung für Kontrolltätigkeiten im öffentlichen Raum sowie einer erweiterten Zuverlässigkeitsprüfung. Die DIN Anforderungen an Sicherungsdienstleistungen wird auf einer gemeinsamen Tagung mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der BDWS unterstützt das Forschungsinstitut Sicherheitsgewerbe an der Universität Hamburg (FORSI). Neue Kooperationsvereinbarung wird im Freistaat Sachsen abgeschlossen. des BDWS und der BDGW am 25. März in Berlin. Festvortrag durch die Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast. Der Vorstand des BDWS traf sich am 4. März mit Bundesinnenminister Otto Schily, seinem Parlamentarischen Staatssekretär Körper und Abteilungsleitern des BMI. Treffen des Vorstandes des BDWS mit Bundesinnenminister Otto Schily. Auf Grundlage der DIN wird auf Initiative und unter Moderation des BDWS erstmals ein europäisches Normungsvorhaben für Sicherheitsdienstleistungen auf den Weg gebracht Jahresmitgliederversammlung in München, vrnl. Fritz Kötter, Rolf Wackerhagen, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Cornelius Toussaint. Verleihung des 1. BDWS-Medienpreises. Die Arbeiten an der DIN-Norm Anforderungen an Sicherungsdienstleistungen werden beendet. Der BDWS wird Zustifter beim Deutschen Forum für Kriminalprävention: Der Vizepräsident, Wolfgang Waschulewski, wird Mitglied im Kuratorium Die Mitgliederversammlung der CoESS verabschiedet unter maßgeblicher Beteilung des BDWS eine neue Satzung. Es kommt erstmals zur Ernennung einer hauptamtlichen Generalsekretärin und zur Einrichtung von Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Zwei gemeinsame Sitzungen mit dem Arbeitskreis II der Innenministerkonferenz in Trier und München. Neue Kooperationsverträge in Berlin (AKUS) und Hamburg. Erstes gemeinsames Seminar mit der Polizeiführungsakademie und FORSI in Münster 2004 Auf Initiative des ZVEI Verabschiedung der verbandsübergreifenden PR-Kampagne Nichtbei-mir unter Beteiligung des BDWS. Mitherausgabe des Handbuchs Sicherheitsgewerberecht. Der Arbeitskreis Bildübertragung legt seinen Abschlussbericht vor. 4. Europäische Sicherheitskonferenz in Madrid. Gemeinsam mit den Verbänden für Sicherheit in der Wirtschaft verständigt sich der BDWS auf eine gemeinsame Erarbeitung der Nachfolgeregelung für die IHK-Geprüfte Werkschutzfachkraft unter Moderation des DIHK. Vorbereitungen für die Einführung eines Ausbildungsberufs Fachkraft für Schutz und Sicherheit im August 2002 werden weit - gehend abgeschlossen. 15. Juli: 100 Jahre Wach- und Sicherheitsgewerbe in Deutschland Einführung eines 3-jährigen Ausbildungsberufes für die Sicherheitswirtschaft: 175 junge Menschen starten ihre Berufsausbildung zur vlnr. Uwe-Dirk Uhlig, Christine Scheel, Fritz- Rudolf Körber, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Rolf Wackerhagen. 1. Gemeinsamer Parlamentarischer Abend BDWS-Präsidium 2004: vlnr. Uwe-Dirk Uhlig, Peter H. Bachus, Wolfgang Waschulewski, Manfred Buhl, Dr. Franz Feuerstein. 29. Oktober in Köln Jahresmitgliederversammlung des BDWS und Festveranstaltung zu 6 Chronik

9 SONDERHeft 100 Jahre Interessenvertretung. Neuwahl des Präsidiums. Durch die Änderung von Satzung und Beitragsordnung kam es im Berichtszeitraum zu einer deutlichen Zunahme der Mitgliedsunternehmen des BDWS. Gehörten am 1. Januar 2002 noch 417 Unternehmen dem BDWS an, so waren es im Jahr Jahresmitgliederversammlung in Köln, Wolfgang Waschulewski, Otto Schily, Rolf Wackerhagen. Im Jahr 2004 betrug die Anzahl der Azubis nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages 1.282, in 2005 sogar Die Tarifarbeit im Jahr 2006 wurde von den Auswirkungen des 2005 abgeschlossenen Mantelrahmentarifvertrages (MRTV) geprägt. Die in den einzelnen Bundesländern geltenden Manteltarifverträge mussten daher an den MRTV angepasst werden. Am 21. Februar diskutierte der Präsident des BDWS, Wolfgang Waschulewski anlässlich eines Meinungsaustauschs der AWM (später BDWi) mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte. Wolfgang Waschulewski sprach das Thema Dienstleistungsrichtlinie an und begrüßte, dass das Sicherheitsgewerbe zumindest nach dem Beschluss des Europäischen Parlaments von der Dienstleistungsrichtlinie ausgenommen werden soll. Auf der Jahresmitgliederversammlung am 18. Mai wurde auf Antrag eines Mitgliedsunternehmens die Errichtung eines Arbeitskreises Grundsatzprogramm beschlossen. Am 27. März wurde in Berlin ein Kooperationsvertrag zwischen dem Polizeipräsidenten und der vom Polizei- Vizepräsidenten Gerd Neubeck und dem nvorsitzenden Rainer Ehrhardt unterzeichnet. Am 13. Januar wurde in Kiel eine Kooperation zwischen dem Landespolizeiamt Schleswig- Holstein und der abgeschlossen. Neben dem Sicherheitsgewerberechtstag veranstaltete die FORSI am 9. November in Kooperation mit dem Flughafen München einen Workshop mit dem Titel Der Faktor Sicherheitsgewerbe an Flughäfen sowie am 22. November einen weiteren Workshop zum Waffenrecht im Sicherheitsgewerbe Die 40. Jahresmitgliederversammlung des BDWS findet am 24. Mai in Potsdam statt. Neuwahl des Präsidiums Nach einer fast 20-monatigen Auseinandersetzung wurde zwischen dem BDWS und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 30. August ein bundesweit gültiger Mantelrahmentarifvertrag (MRTV) vereinbart. Im September fand ein Gespräch des BDWS im BMVg abermals zum Thema Diensthundeprüfungen statt. Die ersten Auszubildenden legen ihre Abschlussprüfungen ab. Durch die Neuordnung der sicherheitsrelevanten Berufe und die Einführung des Ausbildungsberufs Fachkraft für Schutz und Sicherheit und der Fortbildungsprüfung Meister für Schutz und Sicherheit wurde die Verordnung über die IHK-Prüfung zur Geprüften Werkschutzfachkraft mit einer Übergangsfrist zum abgeschafft Durchführung einer fantastischen Fußball- Weltmeisterschaft der Schutz der Stadien, Mannschaftsquartiere, Trainingsplätze und der Public-Viewing-Veranstaltungen wären ohne das Sicherheitsgewerbe und seinen eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht möglich gewesen. Dr. Wolfgang Schäuble und Wolfgang Waschulewski. Einführung des BDWS-Bildungspasses zur Dokumentation der gewerberechtlichen Voraussetzungen, der Aus-, Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe wurde der erste Schritt für ein europäisches Normungsvorhaben erfolgreich abgeschlossen. Nachdem es nicht gelungen war, ein Normungsprojekt auf europäischer Ebene durchzuführen, hatten sich die Parteien auf ein sog. Terminologie-Projekt verständigt. Erfreulicherweise war es gelungen, dass sich die 29 europäischen Mitgliedsstaaten des CEN auf einheitliche Grundbegriffe des Sicherheitsgewerbes geeinigt haben. Die Initiative für aktiven Einbruchschutz Nicht-bei-mir, die planmäßig Ende 2006 endete, wurde um zwei weitere Jahre verlängert. BDWS-Präsidium während der 40. Jahresmitgliederversammlung in Potsdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis im Jahr 2007 war die am 19. April in Berlin durchgeführte Bestbietertagung. Dabei wurde vor über 200 Teilnehmern aus dem In- und Ausland (erneut) das von den europäischen Sozialpartnern entwickelte Handbuch zur Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen vorgestellt und thematisiert. Auf Bundesebene war die Tarifpolitik im Jahr 2007 von den Diskussionen über einen Mindestlohn-Tarifvertrag, die einheitliche Tarifierung des Bereichs Sipo und dem Erfüllungsort-Tarifvertrag geprägt. Im zweiten Halbjahr stand die Mindestlohndebatte im Fokus der Tarifpolitik. Es wurde beschlossen, mit ver.di Verhandlungen zum Abschluss eines Mindestlohn-Tarifvertrages aufzunehmen mit dem Ziel, die Aufnahme des Sicherheitsgewerbes in das Arbeitnehmerentsendegesetz zu erreichen. Chronik 7

10 SONDERheft Am 9. Mai kamen Vertreter aus den Mitgliedsverbänden des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) zu einem mehrstündigen Meinungsaustausch mit der FDP-Bundestagsfraktion zusammen. Das Gespräch kam auf Initiative des Abgeordneten Martin Zeil zustande. Für den BDWS nahmen Präsident Waschulewski und Hauptgeschäftsführer Dr. Olschok teil. Sie lehnten in dem Gespräch einen allgemeinen Mindestlohn ab, forderten aber die FDP auf, sich für die Zulässigkeit von branchenbezogenen bzw. regionalen Mindestlöhnen zu engagieren. Seit 1. Juli können Bildungsträger, die Qualifizierungsmaßnahmen im Sicherheitsbereich anbieten, den Titel vom BDWS zertifizierte Sicherheitsfachschule erwerben. Vizepräsident und Vorsitzender der Hessen, Peter H. Bachus, mit dem Polizeipräsidium Mittelhessen am 9. November einen weiteren Kooperationsvertrag unterzeichnet Die Einladung nahmen über 100 Experten aus dem Bereich Luftsicherheit wahr. Im April erschütterte die Geschäftsstelle und die Mitgliedsunternehmen des BDWS und der BDGW die Nachricht vom viel zu frühen Tod der langjährigen Sekretärin Anna Birk. Am 22. Oktober traf sich Wolfgang Waschulewski mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein- Westfalen, Karl-Josef Laumann, zu einem Meinungsaustausch. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge des Sicherheitsgewerbes in dem größten Bundesland. Wolfgang Waschulewski mit Karl-Josef Laumann. BDWS-Vizepräsident und Vorsitzende der Hessen, Herr Peter H. Bachus, fordert im September Ministerpräsidenten Koch auf, die Passagier- und Gepäckkontrollen am Frankfurter Flughafen auszuschreiben. Bachus wies auf die große Leistungsfähigkeit der privaten Sicherheitsunternehmen u. a. an den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Dresden und Leipzig hin. Zum ersten Mal fand in Karlsruhe die Messe SAFEKON statt, die den Fokus auf die Themengebiete Zutrittskontrolle, Gebäudesicherung und Informationsschutz setzte. Auch der BDWS war mit einem Stand auf der Messe vertreten. Verbandsarbeit lebt auch davon, dass es bei den Wahlämtern ab und an zu Veränderungen kommt. In 5 von 15 n im Jahr 2007 wurden fünf neue Vorsitzende gewählt wurden. Walter Tauchmann mit Dr. Angela Merkel. Die Tarifverhandlungen zwischen BDWS und ver.di über einen bundesweiten Mindestlohn- Tarifvertrag für die Beschäftigten im Wachund Sicherheitsgewerbe waren am 18. Februar in Göttingen gescheitert. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) wurde am 27. März der Antrag bei Bundesarbeitsminister Olaf Scholz auf Aufnahme des Wach- und Sicherheitsgewerbes in den Anwendungsbereich des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes gestellt. Nachdem der Antrag auf Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz gestellt war, haben wir im Juli mit der GÖD auch den Tarifvertrag zur Regelung der Mindestlöhne für Sicherheitsdienstleistungen abgeschlossen. Tarifvertrag zur Regelung der Mindestlöhne für Sicherheitsdienstleistungen mit der GÖD DIN Norm Sicherungsdienstleistungen - Anforderungen wurde überarbeitet. DIN EN 15602:2008 Sicherheitsdienstleister/ Sicherungsdienstleister Terminologie. Bereits im Frühjahr nahm der BDWS an der Public Private Security (PPS) der Deutschen Messe AG in Hannover teil Vom 11. bis 12. Februar fanden die ersten Luftsicherheitstage des BDWS in Berlin statt. Anna Birk Der Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung des Mindestlohn-Tarifvertrages für Sicherheitsdienstleistungen mit der Gewerkschaft GÖD wird am 31. August im Tarifausschuss des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales abgelehnt. Die Kriterien für die Vergabe des BDWS-Ausbildungspreises wurde festgelegt und eine Teilnahme am Projekt Optimierung der Qualifizierungsangebote für gering qualifizierte Arbeitslose beschlossen. Fachausschuss Ausbildung entwickelte Bildungspass und brachte diesen auf den Markt. Am 27. November fand zum fünften Mal der gemeinsame und bereits zur Tradition gewordene Parlamentarische Abend von BDWS und BDGW in der Parlamentarischen Gesellschaft zu Berlin statt. Die diesjährige Veranstaltung fand am Abend der Entscheidung über die Aufnahme der Sicherheitsdienstleister in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz statt. Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (Antrag mit der GÖD) Erstmals fanden die Luftsicherheitstage gemeinsam mit der Bundespolizei vom 9. bis 10. Februar in Potsdam statt. Abschluss am 16. April eines neuen Mindestlohn-Tarifvertrages für bundesweit rund Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe 8 Chronik

11 SONDERHeft mit ver.di in Hannover. Auf Grund von Einsprüchen einzelner Unternehmen wurde die Entscheidung bei der Sitzung des Tarifausschusses am 31. Oktober erneut vertagt. Am 20. April führte der Fachausschuss Technik im BDWS seine jährliche Informationstagung zum Sachstand im Normierungsprozess der EN durch. 43. Jahresmitgliederversammlung am 6. Mai in Mainz. Der bisherige Präsident, Wolfgang Waschulewski, wurde einstimmig im Amt bestätigt. Gregor Lehnert, BDWS-nvorsitzender Rheinland-Pfalz / Saarland, wurde neu in das Präsidium gewählt. Der Gemeinschaftsstand von BDWS und BDGW vor Beginn der SECURITY Im Jahr 2010 wurden eine Reihe von Sicherheitsfachschulen vom BDWS zertifiziert. Auf der 44. Jahresmitgliederversammlung des BDWS am 26. Mai in Berlin stimmten die Mehrheit der Mitglieder der Verbandsumbenennung in BUNDESVERBAND DER SICHERHEITSWIRTSCHAFT (BDSW) zu. Nach der Eintragung beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Vereinsregister 6511 am 21. Juli wurde diese Umbenennung rechts kräftig. Die bisherigen Vizepräsidenten Dr. Birgit Kretzschmar, Peter H. Bachus und Manfred Buhl wurden wiedergewählt. BDWS-Präsidium, vlnr. Gregor Lehnert, Dr. Birgit Kretzschmar, Wolfgang Waschulewski, Manfred Buhl, Peter H. Bachus. Vergabe des 1. Ausbildungspreises BDWS an DWSI Dresdner Wach- und Sicherungs-Institut GmbH, Dresden Abschluss und Unterzeichnung am 11. Februar des neuen Mindestlohn-Tarifvertrages mit ver.di. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichte am 11. Mai im Bundesanzeiger die Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für Sicherheitsdienstleistungen. Damit trat der Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen am 1. Juni in Kraft und gilt seitdem für alle in- und ausländischen Unternehmen sowie deren Beschäftigte. Vergabe des 1. Ausbildungspreises des BDWS. Gemeinsame Ausbildungstagung mit ASW im Juni. Auch 2010 war die SECURITY in Essen die Weltleitmesse für Sicherheit. Deutlich über Fachbesucher aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden nahmen die Messe wahr. Präsentation des neuen Gemeinschaftsstandes von BDWS und BDGW. Wolfgang Waschulewski und Petra Gerstenkorn bei der Unterzeichnung des Mindestlohn- Tarifvertrages. Luftsicherheitstage gemeinsam mit Bundespolizei im Februar in Potsdam. Info-Tagung des BDWS-Fachausschuss Technik im Mai in Königstein. Ausbildungstagung des BDWS im April in Berlin. Chronik 9

12 SONDERheft 100 Jahre BDWS Von Dr. Meik Lange Das 100-jährige Verbandsjubiläum ist Anlass für einen kurzen Rückblick auf die erfolg- und ereignisreiche Geschichte des BDWS und seiner Vorgängerverbände. Der Rückblick zeigt insbesondere, dass eine stetige Interessenvertretung und Beratung der privaten Sicherheitsdienstleister durch einen eigenen Verband unerlässlich für das Aufblühen der Branche in Deutschland war und auch in Zukunft unverzichtbar sein wird, um die Rolle der privaten Sicherheitsdienstleister als wichtigen Bestandteil für die Gewährleistung der inneren Sicherheit in Deutschland und Europa weiter zu festigen. I. Der Anfang: Konkurrenz der Verbände Am 24. Oktober 1904 wurde der erste Unternehmerverband des Bewachungs- und Sicherheitsgewerbes in Köln als Centralstelle der vereinigten Wach- und Schließgesellschaften (Kölner Verband), aus dem sich später der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. entwickelte, gegründet. Die Gründung erfolgte durch die Hannoverschen und Kölner Wach- und Schließgesellschaften und durch deren Tochterunternehmen - maßgeblich aufgrund der Tatkraft des Direktors der Kölner Wach- und Schließgesellschaft, Benno Koßmann. Bereits zum Zeitpunkt der Gründung gehörten dem Verband 18 Gesellschaften als Mitglieder an, die ca Mitarbeiter beschäftigten. Im Kölner Verband waren in erster Linie die großen und bedeutenden Unternehmen, des noch jungen erst seit 1901 in Deutschland bestehenden Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe, vereinigt. Der Verband versuchte, seine Mitgliedsunternehmen vor oftmals unseriösen Konkurrenzunternehmen, insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen, zu schützen. Diese monopolistischen Bestrebungen des Kölner Verbandes wurden auch an Hand der Satzung vom 9. März 1931 deutlich. Danach durfte sich ein Inhaber, Gesellschafter, Geschäftsführer, Prokurist eines Verbandsmitglieds ohne schriftliche Genehmigung nicht an einem Bewachungsunternehmen beteiligen, das an gleichem Ort tätig war, wie ein anderes Verbandsmitglied. Bei Verstößen gegen diese Regelung drohte der Ausschluss des Unternehmens aus dem Kölner Verband. Nahezu zeitgleich zur Gründung des Kölner Verbands erfolgte ebenfalls im Jahr 1904 die Gründung des Leipziger Verbandes, einer losen Vereinigung, der acht Gesellschaften aus Leipzig, Chemnitz, Hannover, Magdeburg, Bremen und weiteren sächsischen Städten angehörten. Im Jahr 1910 traten sämtliche Mitglieder des Leipziger Verbandes in den Kölner Verband ein und lösten ihren Verband in Folge dessen auf. Im Jahre 1907 wurde der Verband Deutscher Wachgesellschaften e. V., Kassel (Kasseler Verband) mit Sitz in Göttingen als Gegengewicht zum Kölner Verband gegründet. Der Kasseler Verband, dem viele kleine und mittlere Sicherheitsunternehmen, die keine Aufnahme in den Kölner Verband gefunden hatten, angehörten, verstand sich als Abwehrorganisation zwecks Bekämpfung der fortgesetzten Angriffe auf die nicht dem Kölner Verband angehörende Konkurrenz. Zwischen beiden Verbänden entwickelte sich eine erbitterte Fehde. Der Kasseler Verband gab eine eigene Verbandszeitschrift mit dem Namen Das Bewachungsgewerbe, Internationales Zentralblatt für Bewachungsinstitute und alle verwandten Geschäftszweige heraus. Im Gegensatz zum Leipziger Verband wuchs der Dr. Meik Lange war Geschäftsführer der Forschungsstelle Sicherheitsgewerbe an der Universität Hamburg in den Jahren Anfang 2004 leistete er eine Station seines Referendariats beim BDWS ab. Am 29. Oktober 2004 feierte der BDWS seinen 100. Geburtstag. Das 100-jährige Verbandsjubiläum war Anlass für einen kurzen Rückblick auf die erfolgs- und ereignisreiche Geschichte des BDWS und seiner Vorgängerverbände. Gekürzte Fassung des Beitrags in DSD 3/2004. Kasseler Verband rasch und hatte zeitweilig über 100 Mitglieder. Da es sich bei den Mitgliedern aber - wie bereits erwähnt - nur um kleinere und mittlere Unternehmen handelte, konnte der Kasseler Verband von seiner Bedeutung nie mit dem Kölner Verband, der - wie bereits erwähnt - die größeren privaten Sicherheitsdienste vertrat, mithalten. Im Jahre 1909 wurde ein weiterer Unternehmerverband für das Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe durch Benno Koßmann gegründet, der Internationale Verband der Wach- und Schließgesellschaften, Berlin. Diesem Verband traten neben einigen deutschen Sicherheitsunternehmen auch Unternehmen aus Kopenhagen, Bern, Brüssel und Antwerpen bei. Die Bedeutung des internationalen Verbandes blieb in den folgenden Jahren gering. Er löste sich während des ersten Weltkriegs im Jahre 1915 auf, nachdem alle 19 Mitglieder dieses Verbandes geschlossen in den Kölner Verband eingetreten waren Jahre BDWS ( )

13 SONDERHeft II. Die Entwicklung und Ziele des Kölner Verbandes ( ) Im Laufe der Zeit nahm die Zahl der Mitgliedsunternehmen des Kölner Verbandes rasch zu. Dies lag nicht nur am Beitritt der Mitglieder des Leipziger Verbands und des Internationalen Verbands der Wach- und Schließgesellschaften, sondern auch am Wachstum des Bewachungs- und Sicherheitsgewerbes. Der Verband entwickelte sich zu der wichtigsten Interessenvertretung der Sicherheitsbranche. Um über die Zielsetzung des Verbandes und über die Entwicklung in der Sicherheitsbranche zu informieren, gab der Kölner Verband seit dem regelmäßig eine eigene Verbandszeitung heraus. Das wichtigste und oberste Gesetz des Verbandes zur Festigung und Anerkennung des Wach- und Sicherheitsgewerbes war, nur solche Unternehmen aufzunehmen, die in jeder Beziehung durchaus einwandfrei geführt wurden und die volle Gewähr für das in sie gesetzte Vertrauen boten. Nur die Qualitätskontrolle durch den Verband ermöglichte es, ein Mindestmaß an Seriosität in Teilen des Bewachungs- und Sicherheitsgewerbes zu erreichen; denn die Gesetzgebung gab Anfang des 20. Jahrhunderts keine Handhabe, den bestehenden Missständen entgegenzutreten, da zunächst keinerlei Normen bestanden, die den Zugang zu dieser Branche in irgendeiner Form reglementierten. Als Konsequenz hatte praktisch jedermann, also auch unseriöse und unzuverlässige Elemente, freien Zugang zu diesem Gewerbe. Der Kölner Verband forderte bereits am 26. April 1909 in einem Antrag an den Reichskanzler, dass die Wachgesellschaften wenigstens eine Konzession zur Ausübung des Gewerbes benötigten, um die schlimmsten Auswüchse zu vermeiden. Dieser Antrag wurde von den höchsten Stellen des Deutschen Reichs unterstützt. In einer Novelle der Gewerbeordnung sollte kurz vor dem ersten Weltkrieg eine Konzessionspflicht für das Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe eingeführt werden. Aufgrund des Kriegsausbruchs konnte dieses Vorhaben allerdings nicht umgesetzt werden. Im Jahr 1917 wurde der Name des Kölner Verbandes in Verband der Wach- und Schließgesellschaften (Kölner Verband) e. V. geändert. Der Sitz des Verbandes wurde im Zuge der Namensänderung nach Berlin, die Hauptstadt des Deutschen Reichs, verlegt. Das ständige Drängen des Kölner Verbands, eine Konzessionspflicht für das Bewachungs- Wachmannschaft der ersten Wach- und Schließgesellschaft in Hannover. und Sicherheitsgewerbe einzuführen war schließlich erfolgreich. Im Jahr 1926 legte der Wirtschaftsminister dem Reichstag einen Entwurf für die Einführung eines 34 a GewO vor, der für den Sicherheitsunternehmer eine an dessen Zuverlässigkeit gekoppelte Erlaubnispflicht vorsah. Am 7. Februar 1927 wurde der Gesetzentwurf vom Reichstag verabschiedet. Der neue 34 a GewO trat am 25. Februar 1927 in Kraft und machte den Weg frei für ein qualifiziertes und zuverlässiges Sicherheitsgewerbe frei. Der Kölner Verband hatte mit der Einführung einer Erlaubnispflicht für Sicherheitsgewerbetreibende ein wichtiges Ziel erreicht. Die Sicherheitsunternehmer konnten nunmehr darangehen, das in Folge der Missstände in der Sicherheitsbranche teilweise zerstörte Vertrauen der Kundschaft und der Öffentlichkeit durch eine Verbesserung der Dienstleistungen wieder zurückzugewinnen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Trotz dieser positiven Entwicklung wirkte sich weiterhin nachteilig für die Branche der erbitterte Konkurrenzkampf des Kölner Verbandes und des Kasseler Verbandes, der seinen Sitz 1926 nach Berlin verlegt und sich in Reichsverband des Bewachungsgewerbes e. V. Berlin umbenannt hatte, aus. Durch diesen Konkurrenzkampf war es dem Gewerbe unmöglich, mit einer Stimme zu sprechen und seine Interessen optimal zu vertreten. III. Das Bewachungsgewerbe im Nationalsozialismus Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 kam es zu einer (unfreiwilligen) Neustrukturierung aller Unternehmerverbände in Deutschland. Davon waren auch der Kölner Verband und der aus dem Kasseler Verband hervorgegangene Reichsverband betroffen. Am 12. Mai 1933 fanden die ersten Gleichschaltungsverhandlungen unter Leitung des neu eingesetzten Staatskommissars für das Bewachungsgewerbe statt. Am 2. Oktober 1933 erfolgte die Auflösung des Kölner Verbandes. Alle 77 Mitglieder, mit Ausnahme der 11 ausländische Unternehmen, wurden in den neu gegründeten Reichsverband des Deutschen Bewachungsgewerbes e. V. mit Sitz in Berlin überführt. Auch die 120 Mitglieder des Reichsverbandes und die bislang nichtorganisierten privaten Sicherheitsdienste wurden in den neu gegründeten Verband zwangsweise eingegliedert. Danach war jedes im Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe tätige Unternehmen automatisch und zwangsweise Mitglied des neu geschaffenen Reichsverbands des Deutschen Bewachungsgewerbes e. V. Sogar Personen, die von der Existenz des Verbandes nichts wussten, aber ein Bewachungsgewerbe betrieben, waren Mitglied in diesem Verband. Die gesamte Verbandsarbeit wurde nunmehr nach der nationalsozialistischen Idee ausgerichtet. Das Führerprinzip wurde in der Satzung des Reichsverbandes und der nsatzungen verankert und in den Geschäftsordnungen näher ausgeführt. Aussprachen in Mitgliederversammlungen und Abstimmungen waren in der neuen Satzung nicht mehr vorgesehen. Ab November 1933 gab der Reichsverband des Deutschen Bewachungsgewerbes monatlich die Zeitschrift Der Deutsche Wachdienst heraus, die bis November 1944, also bis kurz 100 Jahre BDWS ( ) 11

14 SONDERheft vor dem Zusammenbruch des Dritten Reichs, erschien. Durch die Verordnung über den Wachdienst vom 14. Dezember 1937 erfolgte die Unterstellung des privaten Sicherheitsgewerbes nicht mehr wie bislang unter gewerberechtliche, sondern unter sicherheitspolizeiliche Aufsicht. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges brachte für das Bewachungsgewerbe eine Vielzahl neuer Herausforderungen mit sich. Zum einen entstand durch die Einberufung von Gewerbetreibenden und deren Mitarbeitern ein Personalmangel in der Branche, zum anderen wurden private Sicherheitsdienste im Ausland, in den besetzten Gebieten, und vermehrt bei der Bewachung kriegswichtiger Anlagen, wie z. B. Rüstungsbetrieben, eingesetzt. Da diese Anlagen auch häufig Ziele feindlicher Angriffe waren, mussten viele Wachmänner ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen. Gewerbeanmeldungsschein aus dem Jahr IV. Der Neubeginn: Die Entwicklung des Bewachungsgewerbes in der Nachkriegszeit bis 1969 Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden in den drei westlichen Besatzungszonen nach und nach wieder Konzessionen für den Betrieb von Sicherheitsunternehmen herausgegeben. Diese Unternehmen schlossen sich innerhalb der Besatzungszonen zu Interessenvertretungen zusammen. Am 31. März 1948 wurde von diesen Gruppierungen die Vorläufige Arbeitsgemeinschaft der Vereinigung des Bewachungsgewerbes konstituiert, aus der dann am 27. September 1948 der Zentralverband des Deutschen Bewachungsgewerbes e. V. als Spitzenorganisation der deutschen Bewachungsunternehmen hervorging. An der Gründung waren die zuvor in den drei westlichen Besatzungszonen gegründeten Landesverbände, wie z. B. der Kölner Verband Bewachungsgewerbe e. V., die Vereinigung des Bewachungsgewerbes in Bayern e. V. und die Vereinigung des Bewachungsgewerbes in Hessen e. V. beteiligt. Im Zentralverband schlossen sich die führenden Bewachungsunternehmen der drei westlichen Besatzungszonen und seit 1949 auch Westberlins zusammen. Erster Präsident des neuen Verbandes wurde Erich Flesche (Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft Flesche & Co., Düsseldorf). In der ersten Nachkriegszeit war der Zentralverband mit Förderung des Wiederaufbaus eines leistungsfähigen Bewachungsgewerbes beschäftigt. Daneben entwickelte er einheitliche Dienstanweisungen für den Wachmann des Bewachungsgewerbes (1950) und Allgemeine Vertragsbedingungen für das Deutsche Bewachungsgewerbe. Der Zentralverband machte auch sein politisches Gewicht geltend und verhinderte, dass im Zuge der Novellierung des Gewerberechts die Konzessionspflicht für das Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe abgeschafft wurde. Es gelang dem Verband allerdings nicht, seine Forderung nach Einführung eines Fachkundenachweises durchzusetzen. Nach jahrelangen Bemühungen des Verbandes wurde am 22. Mai 1963 mit Wirkung zum 22. Mai 1964 die Bewachungsverordnung von der Bundesregierung verabschiedet. Diese Verordnung konkretisierte den 34 a GewO und regelte Einzelheiten im Hinblick auf die von den Gewerbetreibenden abzuschließende Haftpflichtversicherung zur Deckung von Schäden, die dem Auftraggeber oder Dritten bei der Durchführung des Bewachungsauftrages entstehen. Die Verordnung regelte weiterhin insbesondere die Pflicht des Gewerbetreibenden den Wachdienst durch Dienstanweisungen zu regeln, die Behandlung von Schusswaffen und die Anzeigepflicht nach deren Gebrauch. Durch die Bewachungsverordnung wurde das Bewachungsgewerbe zum Schutze der Auftraggeber und unbeteiligter Dritter weiter reglementiert, wodurch das Tätigwerden schwarzer Schafe erschwert wurde. V. Neue Herausforderungen in den 1970er und 1980er Jahren Die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts waren von einem Wachstum der Sicherheitsbranche und der Mitgliedszahlen des Zentralverbandes geprägt. Ein statistisch feststellbarer Wachstumsschub für das Sicherheitsgewerbe wurde in erster Linie durch die beginnenden Aktivitäten der Roten Armee Fraktion (RAF) und anderer terroristischer Gruppen, die in der Bundesrepublik aber auch im Ausland agierten und eine neue Bedrohungslage schufen, ausgelöst. Hinzu kam eine stetig steigende Zahl von Straftaten in der Bundesrepublik, die die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen noch verstärkte. Da vermehrt Firmen in das Visier von Straftätern gerieten, eröffnete sich zunehmend im Bereich Werkschutz ein lukratives Tätigkeitsfeld. Die Bewachung von U- und S- Bahnen sowie von Flughäfen stellte für die privaten Sicherheitsdienste neue Aufgaben im öffentlichen Raum mit unmittelbarem Kontakt zur Bevölkerung dar. Im Jahr 1973 feierte der Zentralverband sein 25-jähriges Bestehen. Während seiner Hauptversammlung in Wiesbaden wurde der Zentralverband des Deutschen Bewachungsgewerbes e. V. in Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. umbenannt. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Sicherheitsgewerbes für die Gewährleistung der inneren Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland war der BDWS auch künftig gehalten, die Professionalisierung der Branche voran zu treiben. So entwickelte er 1976 zusammen mit dem VdS Richtlinien für eine Anerkennung von Notrufanlagen der Wach- und Sicherheitsunternehmen, die 1978 auf der Mitliederversammlung verabschiedet wurden. Außerdem forderte der BDWS seit Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts verstärkt die Einführung eines Fachkundenachweises für das private Sicherheitsgewerbe. Insbesondere Dr. Emil Finnberg trat als Verfechter des Fachkundenachweises innerhalb des BDWS auf kam der Hamburger Verfassungsrechtler Prof. Dr. Thieme in einem vom BDWS in Auftrag gegebenen Gutachten zu dem Ergebnis, dass ein Fachkundenachweis mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Aber nicht nur vom BDWS beauftragte Rechtswissenschaftler begannen, sich mit dem Sicherheitsgewerbe zu beschäftigen. Seit Ende der 1970er Jahre kam allmählich eine wissenschaftliche Diskussion über die Branche in Gange. Allerdings waren die Autoren gegenüber privaten Sicherheitsdienstleistern oftmals sehr kritisch ein Jahre BDWS ( )

15 SONDERHeft gestellt. Ursache war häufig die Unkenntnis der Autoren über die Branche und eine mangelnde Information der Wissenschaft durch die Branche und den Verband selbst. So blieben von der wissenschaftlichen Diskussion die Fortschritte der Branche hinsichtlich der freiwillig durchgeführten Qualitätssteigerung durch interne Zertifizierungen lange Zeit unbeachtet. Auch die Verordnung des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft, mit der 1982 die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte Werkschutzfachkraft als erste bundeseinheitliche Prüfungsverordnung für private Sicherheitskräfte eingeführt wurde, fand in der wissenschaftlichen Diskussion nur wenig Beachtung. Sie wurde jedoch in der Praxis umso wichtiger und ist bis heute ein wichtiger Baustein im Verbund der Qualifizierungsmöglichkeiten im Sicherheitsgewerbe. Neben der Forderung nach Einführung eines Fachkundenachweises setzte sich der Verband in den 80er Jahren verstärkt für eine Zusammenarbeit mit der Polizei ein. Auch auf Seiten der Polizei gab es eine zunehmend größere Bereitschaft für eine Zusammenarbeit, wenngleich es noch eine starke Ablehnung gegenüber der Sicherheitsbranche in breiten Schichten der Polizei gab. In den 80er Jahren wurde das Thema Europa auch für das deutsche Sicherheitsgewerbe immer wichtiger. Dies lag insbesondere daran, dass die EG einen immer größeren Einfluss auf das Wirtschaftsleben ihrer Mitgliedsstaaten bekam. Die Chancen und Risiken eines zusammenwachsenden Europas gerieten nicht nur aufgrund der Zunahme ausländischer Konkurrenz, sondern auch aufgrund der Bedeutung der ausländischen Sicherheitsmärkte für das deutsche Bewachungsgewerbe in das Blickfeld des Verbandes. Hatte es auch schon in früheren Zeiten Kontakte des Verbandes zu ausländischen Verbänden des Sicherheitsgewerbes gegeben, setzte sich der BDWS nunmehr für die Gründung eines europäischen Dachverbandes ein. Am 26. Oktober 1989 wurde in Rom die Confederation of European Security Services (CoESS) unter maßgeblicher Beteiligung des BDWS gegründet. VI. Professionelles Sicherheitsgewerbe und professionelle Interessenvertretung Der BDWS von 1990 bis 2004 In den letzten Jahren hat das Thema Europa für das Sicherheitsgewerbe und damit auch für den BDWS noch an Bedeutung gewonnen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Immer wieder muss sich das Sicherheitsgewerbe vor dem Hintergrund eines Zusammenwachsenden Europas neuen Herausforderungen stellen. Aktuell nimmt sich der Bundesverband zur Zeit u. a. der Probleme, die die EU-Osterweiterung im Mai 2004 gerade für die privaten Sicherheitsunternehmen in Deutschland durch die zunehmende osteuropäische Konkurrenz mit sich bringt, an. Mindestens ebenso große Anforderungen wie die zunehmende Europäisierung des Sicherheitsgewerbes brachte die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 für den BDWS mit sich. Da es in der DDR keine privaten Sicherheitsdienste und folglich auch keinen Verband dieser Unternehmen gab, musste der BDWS selbst die Verbandsstrukturen schaffen, um seine vielfach neuen Mitglieder in den neuen Bundesländern beim Aufbau des dortigen Bewachungs- und Sicherheitsgewerbes betreuen zu können. Der Zuwachs an Unternehmen in den 90er Jahren hatte zur Folge, dass auch unseriöse BRINK S: Eine der ersten Geldtransporte Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA. und unqualifizierte Personen im Bewachungsund Sicherheitsgewerbe tätig wurden. Daher bemühte sich der BDWS verstärkt um eine Erhöhung der Qualifikation in der Branche. Nicht zuletzt die immer stärker werdende Technisierung der Gesellschaft, die auch vor den privaten Sicherheitsdiensten nicht halt macht, erforderte eine immer stärkere Schulung des Wachpersonals. Die Qualifizierung und damit die Erhöhung der Qualität wurden die aktuellen Topthemen des BDWS. Seit 1996 setzte sich der BDWS wieder verstärkt für die Novellierung des 34a GewO und der Einführung eines Fachkundenachweises für das Sicherheitsgewerbe ein. Um dieses Ziel zu erreichen, musste eine Vielzahl von Ministerialbeamten und Politikern von der Notwendigkeit eines solchen Projekts überzeugt werden. Die Überzeugungsarbeit war letztendlich von Erfolg gekrönt. Am 1. Januar 2003 traten die Modifikationen des 34a GewO und am 15. Januar 2003 die Änderungen der Bewachungsverordnung in Kraft. Im Zentrum der Neuregelung stand die Verbesserung der Qualifikation des Sicherheitsgewerbes, in erster Linie durch eine Erhöhung der für den Unterrichtungsnachweis erforderlichen Stundenzahl und die Einführung eines Fachkundenachweises als Tätigkeitsvoraussetzung für bestimmte Aufgabenfelder des Bewachungs- und Sicherheitsgewerbes. Ebenfalls mehrjähriger vorbereitender Tätigkeit des BDWS in den einschlägigen Gremien bedurfte es, bis am 1. August 2002 der Ausbildungsberuf Fachkraft für Schutz und Sicherheit eingeführt wurde. Die Ausbildung zu diesem neuen Beruf dauert drei Jahre. Die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sollen nach dem Ausbildungsprofil des Bundesinstituts für Berufsausbildung aufgrund ihrer Qualifikation in der Lage sein, beim Schutz der öffentlichen Ordnung unterstützend mitzuwirken, Personen zu sichern und Objekte, Werte sowie Anlagen zu schützen. So erhält das Sicherheitsgewerbe künftig hochqualifizierte Sicherheitsmitarbeiter, die in der Lage sein werden, die künftigen Anforderungen an die Sicherheitsdienstleister zu erfüllen. Mit der Einführung der DIN für Sicherheitsdienstleister zum Beginn des Jahres 2002 beim Deutschen Institut für Normung in Berlin unter Mitwirkung des BDWS konnten Qualitätskriterien für die Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen durch öffentliche und private Auftraggeber geschaffen werden. Letztlich ist es Ziel, durch die DIN eine transparente Vergabe von Sicherheitsdienst- 100 Jahre BDWS ( ) 13

16 SONDERheft leistungsaufträgen zu ermöglichen. Der Auftraggeber soll in die Lage versetzt werden, das tatsächlich wirtschaftlichste und nicht nur das billigste Angebot erkennen zu können. Die Steigerung der Qualität der Sicherheitsdienstleistungen als Folge der Qualitätsoffensive des BDWS ist eine Grundvoraussetzung für eine zunehmende Zusammenarbeit mit der Polizei mit dem privaten Sicherheitsgewerbe für die sich der BDWS auch weiterhin einsetzt. Die se Police-Private-Partnerships, für deren Zustandekommen sich das Sicherheitsgewerbe, seit seinem Bestehen einsetzt, haben in der letzten Zeit an Bedeutung gewonnen. Kommunen und Städte haben mittlerweile erkannt, dass angesichts der angespannten Haushaltslage der Öffentlichen Hand ohne die privaten Sicherheitsdienste eine effektive Kriminalitätsbekämpfung nicht mehr möglich ist. Diese Kooperationen sind aber nicht nur für den Staat, der u. a. seine Ressourcen spart und von dem Know-how der Privaten profitiert, sondern auch für das Sicherheitsgewerbe vorteilhaft. Denn auch die privaten Sicherheitsunternehmen können vom Know-how-Transfer von der Polizei zum Unternehmen profitieren. Wie erwähnt, geriet das Sicherheitsgewerbe in den 80er Jahren immer stärker in das Blickfeld wissenschaftlicher Untersuchungen. Viele dieser Arbeiten waren durch ein Informationsdefizit geprägt und waren ideologiebehaftet dem Sicherheitsgewerbe sehr kritisch gegenüber eingestellt. Der BDWS bemüht sich seit einigen Jahren um eine Versachlichung der Debatte. Um eine sorgfältige wissenschaftliche Aufarbeitung aller sicherheitsgewerberechtlichen Fragestellungen zu ermöglichen, fördert der BDWS die Forschungsstelle Sicherheitsgewerbe (FORSI) an der Universität Hamburg. Die FORSI, deren Unabhängigkeit vertraglich garantiert wurde, beschäftigt sich unter der wissenschaftlichen Leitung ihres Direktors Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rolf Stober mit der wissenschaftlichen Analyse, Aufarbeitung und Beobachtung des Rechts der privaten Sicherheitsdienste im Spannungsfeld zwischen privater Sicherheitsvorsorge und der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Mit ihren zahlreichen Veranstaltungen und Veröffentlichungen hat die Forschungsstelle dazu beigetragen, eine offene vorurteilsfreie Diskussion über das Sicherheitsgewerbe anzustoßen. Dadurch hat sich das ehemals negative Bild der Sicherheitsbranche in der Wissenschaft stark verbessert. Neben diesen aktuellen Themen erledigt der BDWS auch noch Aufgaben, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert haben. Die Betreuung der Mitglieder, das Bearbeiten von Anfragen, das Aushandeln von Tarifverträgen und die Vertretung der Interessen des Sicherheitsgewerbes gehören nach wie vor zu den wichtigsten Aufgaben des BDWS. Allerdings hat der Umfang dieser Aufgaben in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Mittlerweile beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zehntausende Anfragen pro Jahr. Auch das Aushandeln der über 60 Tarifverträge für das Sicherheitsgewerbe nimmt immer mehr Zeit in Anspruch. VII. Ausblick Neben den seit Jahrzehnten gleich gebliebenen Aufgaben werden auch die Dauerbrenner Qualifizierung des Sicherheitsgewerbes und Zusammenarbeit mit der Polizei die Tätigkeit des BDWS in den kommenden Jahren bestimmen. Der Verband wird sich voraussichtlich verstärkt mit den Fragen, die sich auf Grund des wachsenden europäischen Einflusses Europas auf das Sicherheitsgewerbe ergeben und die durch die zunehmenden Möglichkeiten der Sicherheitstechnik und deren Auswirkungen auf das Sicherheitsgewerbe entstehen, beschäftigen. Daneben müssen in der Praxis Fragen beantwortet werden, die sich daraus ergeben, dass das Sicherheitsgewerbe neue Aufgabenfelder für sich erschließen wird. In dem Maße, in dem das Aufgabenspektrum der privaten Sicherheitsdienste zunimmt, wird auch der Tätigkeitsumfang des BDWS zunehmen. Nur so kann eine professionelle und umfassende Beratung und Vertretung der Mitglieder des Verbandes erfolgen. Wachmann in München kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Stammbaum des Kölner Verbandes Jahre BDWS ( )

17 SONDERHeft 7 Jahre BDWS ( ) Von Dr. Harald Olschok Der Beitrag von Dr. Lange über die 100-jährige Verbandsgeschichte endet im September Damit konnte die 38. Jahresmitgliederversammlung des BDWS am 29. Oktober 2004 in Köln nicht mehr berücksichtigt werden. Diese stand ganz im Zeichen der Festveranstaltung 100 Jahre Interessenvertretung. Mit dieser wurde an die Gründung des Vorläuferverbands von BDWS und BDSW, des Kölner Verbandes, im Jahr 1904, erinnert. Höhepunkt war der Vortrag des damaligen Bundesinnenministers, Otto Schily. Dieser bezeichnete der Sicherheitsgewerbe als wichtigen Pfeiler des Sicherheitsarchitektur und betonte die wertvolle Ergänzung zur Polizeiarbeit. Er bedankte sich auch ausdrücklich beim BDWS für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Novellierung des 34a der Gewerbeordnung im Jahre 2002 und der dabei erfolgten Sachkundeprüfung für bestimmte Tätigkeiten. Wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur Otto Schily nahm in seinen Ausführungen vorweg, was 5 Jahre später von der Innenministerkonferenz (IMK) öffentlich bestätigt wurde. Die Fortschreibung 2008/2009 des Programms Innere Sicherheit der IMK wurde im Sommer 2009 vorgestellt und enthält erstmals einen eigenständigen Abschnitt zum Verhältnis von Polizei und privaten Sicherheitsdienstleistern. Die Unternehmen aus dem Dienstleitungsspektrum der privaten Sicherheit, so die IMK, sind ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland. Sie bieten neben fachlichem Wissen ein breites Produktportfolio und sind in der Prävention auf vielfältige Weise tätig. Zur Erreichung und Optimierung einheitlicher Standards, so fährt die Innenministerkonferenz fort, sollte eine Zertifizierung von Unternehmen im privaten Sicherheitsgewerbe verbindlich vorgeschrieben werden. Seit 2 Jahren beschäftigt sich der Verband mit den Forderungen der Innenministerkonferenz. In unserer Stellungnahme haben wir im Januar 2010 die Mitarbeit an dieser Zertifizierung ausdrücklich angeboten. Der Arbeitskreis II der Innenministerkonferenz beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema. Wir gehen davon aus, dass ein vorläufiger Abschlussbericht in der Herbstkonferenz der Innenministerkonferenz im Dezember 2011 in Frankfurt vorgestellt wird. Kooperationsverträge mit den Polizeibehörden Die Kooperationsverträge mit der Polizei in zahlreichen Bundesländern sind ein wichtiger Einstieg für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unter dem Motto Beobachten, Erkennen, Melden arbeiten daran auf Grund der Vorgaben der Polizei nur besonders qualifizierte Sicherheitsdienstleister mit, die eine Reihe von Vorgaben erfüllen müssen. Der erste Kooperationsvertrag wurde 1999 in Frankfurt unterzeichnet. Seit 2004 wurden in Berlin, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen weitere Kooperationsvereinbarungen auf Landesebene unterzeichnet. Kerngeschäft Tarifpolitik Die wichtigste Aufgabe des BDWS ist seit Jahrzehnten die Tarifpolitik in den 15 n. Diese sind mit Ausnahme der gemeinsamen Rheinland-Pfalz/ Saarland identisch mit den 16 Bundesländern. Die Tarifpolitik für die über Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe hat eine wichtige Bedeutung für die Lebensbedingungen der Mitarbeiterinnen Dr. Harald Olschok ist Hauptgeschäftsführer des BUNDESVER- BANDES DER SICHERHEITSWIRT- SCHAFT (BDSW). und Mitarbeiter und ist die Grundlage für die Preisgestaltung der Sicherheitsdienst leistung. Die Löhne haben in vielen Fällen nicht die Höhe, die wir uns im Interesse unserer Beschäftigten und auch deren Unternehmen wünschen. Wir haben fast Sicherheitsunternehmen auf dem deutschen Markt, das sind zuviel, aber Ergebnis der geringen Gewerbezugangshürden. Der hohe Wettbewerbsdruck und auch staatliche Transferzahlungen an Geringverdiener (Hartz IV) sorgen zu einer Verzerrung der Lohnstruktur. In den 70 Tarifverträgen haben wir über 350 unterschiedliche Tätigkeiten in den 16 Bundesländern tarifiert. Das ist auf der einen Seite ein erheblicher Aufwand, spiegelt aber die Komplexität der Dienstleistung in unserer Branche, aber auch die unterschiedlichen Lebensbedingungen in Deutschland wider. Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen Im Mittelpunkt der Verbandsarbeit in den vergangenen 4 Jahren stand eindeutig die Auseinandersetzung um Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns auf Basis des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. Im Februar 2007 führten Präsident Wolfgang Waschulewski und der Autor das erste Gespräch dazu mit dem damaligen Bundesarbeitsminister Franz Müntefering in Berlin. Im Mai 2011 wurde die Rechtsverordnung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Mindestlohn gilt seit 1. Juni. 7 Jahre BDWS ( ) 15

18 SONDERheft Die erfolgreiche Einführung des Mindestlohns war nur möglich durch den unermüdlichen Einsatz des Vorstandes, der Tarifkommission, der Geschäftsführung sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Der Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen ist der 10. Mindestlohn auf Basis des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. Es gibt aber keine andere Branche, die derartig mühsam agieren musste, um dieses Ziel zu erreichen. Der erste Versuch mit ver.di ging nach wenigen Monaten schief. Der Versuch mit der Gewerkschaft Öffentliche Dienste und Dienstleistungen (GÖD), mit deren Unterstützung wir in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufgenommen wurden, scheiterte am Veto des DGB im Tarifausschuss des Bundesarbeitsministeriums. Auf Grund der Vorgaben der Politik nach der letzten Bundestagswahl war es notwendig, erneut mit ver.di einen Versuch zu unternehmen. Dieser war letztlich im zweiten Anlauf erfolgreich. Aber auch hier gab es Widerstände im Tarifausschuss des Bundesarbeitsministeriums. Es gibt keine andere Branche, die erst im 3. Anlauf die Zustimmung des Tarifausschusses erzielen konnte. Dieser Mindestlohn ist für die Mindestbedingungen unserer Branche vor dem Hintergrund der europäischen Arbeitnehmerfreizügigkeit ein Meilenstein. Ansonsten hätte eine Erosion unseres mühsam aufgebauten Tarifsystems gedroht. Der Mindestlohn gilt nur für die einfachsten Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus gehende Qualifikationen müssen anders entlohnt werden. Auch hier haben wir in den vergangenen 7 Jahren die bereits vor über 10 Jahren begonnene Qualitätsoffensive konsequent fortgesetzt. Aus-, Fort-, Weiterbildung Nachdem im August 2002 erstmals ein Ausbildungsberuf für die Sicherheitswirtschaft eingeführt werden konnte, konnten im Sommer 2005 die ersten Fachkräfte für Schutz und Sicherheit ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Nur wenig später begannen auf unsere Initiative hin die Vorbereitungen zur Einführung eines 2-jährigen Ausbildungsberufs. Inzwischen haben die ersten Servicekräfte für Schutz und Sicherheit ihre Ausbildung beendet. Die jahrzehntelang einzig anerkannte Fortbildungsregelung der Sicherheitswirtschaft, die IHK-Geprüfte Werkschutzfachkraft, wurde ebenfalls auf unsere Initiative hin entrümpelt und den neuen Bedingungen angepasst. Die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Branche. Innerhalb weniger Jahre haben wir die Aus-, Fort- und Weiterbildung für die Sicherheitswirtschaft neu gestaltet und damit eine wichtige Weichenstellung für die künftige Entwicklung vorgenommen. Normungsarbeit Die DIN Anforderungen, Sicherungsdienstleistungen die im Jahre 2002 umgesetzt wurde, wurde 2008 novelliert und weiterentwickelt wurde die DIN EN Sicherheitsdienstleister/Sicherungsdienstleister-Terminologie als erste europäische Norm für Sicherheitsdienstleistungen fertig gestellt. Die Normung hat eine zunehmende Bedeutung für eine transparente, nachprüfbare und immer besser werdende Sicherheitsdienstleistung. Die DIN EN Bereitstellung für Sicherheitsdienstleistungen in der Luftfahrt ist vor wenigen Tagen fertig gestellt worden. Auch hier hat der BDWS aktiv mitgearbeitet. Der VdS, der für die Anerkennung der Notruf- und Serviceleitstellen seit Jahrzehnten eine überragende Bedeutung hat, musste auch die zunehmende Europäisierung anerkennen. Mit der DIN EN wurde in jahrelanger Kleinarbeit erstmals eine europäische Norm für die Leitstellen entwickelt. Auch hier hat unser Fachausschuss Technik aktiv mitgearbeitet. WM 2006 Ein Höhepunkt in der Arbeit der Sicherheitsdienstleister war sicher die erfolgreiche und phantastische Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2006 in Deutschland. Bis zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen waren zum Schutz der Stadien, der Mannschaftsquartiere, der Trainingsplätze und vor allem auch der Public-Viewing-Veranstaltungen eingesetzt. Die dort praktizierte Zusammenarbeit ist nicht nur unseren Mitgliedsunternehmen, sondern auch vielen verantwortlichen Polizisten heute noch als vorbildliche Zusammenarbeit auf Basis Police-Private-Partnership im Gedächtnis. Sicherheitstagungen Neben den Mitgliederversammlungen auf Bundes- und Landesebene sowie den Sitzungen der Fachausschüsse führen wir seit einigen Jahren zunehmend öffentliche Tagungen durch. Bereits Tradition sind die Luftsicherheitstage, die wir gemeinsam mit der Bundespolizei in Potsdam durchführen. Auch der Fachausschuss Technik führt regelmäßig viel beachtete und gut besuchte Techniktagungen durch. Erstmals haben wir im April 2011 in Berlin eine Ausbildungstagung durchgeführt, an der über 100 Personen teilnahmen. Für die politische Arbeit sind die Parlamentarischen Abende, die wir seit fast 10 Jahren in Berlin in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft durchführen, ein regelmäßiges Highlight. Europa Herausragend im Jahr 2009 war die Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Europäischen Dachverbandes der Sicherheitswirtschaft, der Confederation of European Security Services (CoESS) in Rom. Die CoESS wurde unter maßgeblicher Beteiligung des BDWS und seinem damaligen Präsidenten, Frank Mauersberger, in Rom gegründet. Was mit einer Handvoll europabegeisterter Verbandspolitiker begann, ist mittlerweile zu einem europäischen Erfolgsmodell geworden. Die CoESS unter der Führung des langjährigen Präsidenten, Marc Pissens, sowie der Generalsekretärin, Hilde de Clerck, vertritt inzwischen 30 europäische Dachverbände mit Unternehmen und 1,5 Millionen Beschäftigten. Mit Unterstützung der CoESS aber auch mit eigenen Maßnahmen ist es im Jahre 2009 gelungen, die privaten Sicherheitsdienste und die Geld- und Wertdienste aus dem Geltungsbereich der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie herauszunehmen. Nach wie vor gelten damit die länderspezifischen Regelungen für die private Sicherheitswirtschaft. Präsidium und Vorstand In den letzten 7 Jahren fanden auch Veränderungen im Präsidium statt. Im Jahre 2004 trat der langjährige Präsident, Rolf Wackerhagen, zur Wiederwahl nicht mehr an. Er wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang Waschulewski gewählt. Die damals ebenfalls gewählten Vizepräsidenten, Uwe-Dirk Uhlig und Dr. Franz Feuerstein sind inzwischen aus dem Präsidium ausgeschieden. Mit Frau Dr. Birgit Kretzschmar wurde erstmals eine Frau in das Präsidium gewählt. Mit Gregor Lehnert, Vorsitzender der Rheinland-Pfalz/ 16 7 Jahre BDWS ( )

19 SONDERHeft Saarland, wurde erstmals ein Staatssekretär a. D. in das Präsidium gewählt. BDWS intern Die Verbandsarbeit des BDWS lebt durch das besondere Engagement von fast 200 aktiven Mitstreitern aus unseren über 800 Mitgliedsunternehmen. Ob in den Tarifkommissionen der 15 n, oder in den 11 Fachausschüssen bzw. Arbeitskreisen, die Brancheninteressen können auf breiter Basis nur dann wirksam vorgebracht werden, wenn das Ehrenamt bereit ist, sich aktiv und unermüdlich zu engagieren. Die Koordination und Bündelung der unterschiedlichen Gremien und Interessen ist nur dann möglich, wenn ein Verband auch über die notwendigen personellen Ressourcen verfügt. Mit Martin Hildebrandt ist lediglich ein Geschäftsführungsmitglied Vollzeit für den Verband tätig. Die beiden Geschäftsführerinnen, RA in Andrea Faulstich-Goebel und RA in Cornelia Okpara, sind teilzeitbeschäftigt. Der vor drei Jahren eingestellte Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Oliver Arning, der weitere Geschäftsführer, RA Andreas Paulick, sowie der Autor sind in Personalunion auch für den Schwesternverband, der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) tätig. Dies gilt auch für die Damen aus dem Sekretariat. Ohne die unermüdliche Arbeit der langjährigen Büroleiterin, Antje Plügge, sowie der weiteren Kolleginnen Regina Justus, Sylvia Schaarschmidt, Tanja Staubach und, seit wenigen Wochen Nicole Ernst, könnten wir keine erfolgreiche Verbandsarbeit leisten. Diese spiegelt sich oberflächlich in den 76 BDWS-Rundschreiben, 145 n- Rundschreiben, 100 Rundschreiben der Fachausschüsse, 50 Pressemeldungen sowie viermal jährlich den DSD-Der Sicherheitsdienst wider. Tagtäglich haben wir fast Besucher auf unserer Homepage, die permanent aktualisiert wird. Seit fast 10 Jahren sind wir auch Ausbildungsbetrieb. Tanja Staubach war die erste Auszubildende des Verbandes, die nach Abschluss ihrer Prüfung zur Kauffrau für Bürokommunikation übernommen wurde. Ihr folgte vor zwei Jahren Regina Justus. Nicole Ernst hat erst vor wenigen Wochen ihre Ausbildung abgeschlossen und wurde übernommen. Ergänzt wird die Arbeit der Geschäftsstelle durch die beiden teilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen in der Buchhaltung, Stephanie Schermert und Heidi Jundel, sowie die Personalsachbearbeiterin, Sylvia Wick. Ausblick: Und nun, nach 40 Jahren Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen, die Umbenennung in den BUNDES- VERBAND DER SICHERHEITSWIRTSCHAFT. Auf der 44. Jahresmitgliederversammlung am 26. Mai 2011 in Berlin stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit dieser Namensund Satzungsänderung zu. Natürlich gab es auch hier kontroverse Diskussionen über das Für und Wider. Die Mehrheit der Mitglieder ist jedoch, wie Präsidium, Vorstand und Geschäftsführung, davon überzeugt, dass das der richtige Weg ist. Der gesamte Sicherheitsmarkt in Deutschland beträgt rund 10 Mrd. EUR. Fast die Hälfte davon entfällt auf die Sicherheitsdienstleister. Eine moderne Sicherheitsdienstleistung ist ohne den Einsatz von Sicherheitstechnologien heute nicht mehr effizient darstellbar. Vor dem Hintergrund der Satzungsänderung werden wir natürlich versuchen, weitere Unternehmen aus der Sicherheitswirtschaft für den neuen Verband zu gewinnen. Das Jahr 2011 wird sicher in die Geschichte des Verbandes eingehen. Mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Juni diesen Jahres, der Änderung des Verbandsnamens am 26. Mai und auch der Errichtung eines Hauptstadtbüros in der Universitätsstraße in Berlin haben wir wichtige Weichen gestellt. Die Bedeutung der privaten Sicherheit wird weiter zunehmen. Unsere Qualifizierungsanstrengungen im letzten Jahrzehnt sind eine gute Grundlage für die künftige Zusammenarbeit mit der Polizei aber auch der Entwicklung von neuen Märkten. Der BDSW wird weiterhin eine aktive Verbandspolitik betreiben, im Interesse seiner Mitglieder aber auch der Inneren Sicherheit in Deutschland! Elfi Scho-Antwerpes, Otto Schily, Rolf Wackerhagen und Dr. Stephan Landrock während der 38. Jahresmitgliederversammlung in Köln. Blick in das Plenum während der 38. Jahresmitgliederversammlung anlässlich des 100-jährigen Jubiläums in Köln. 7 Jahre BDWS ( ) 17

20 SONDERheft Präsidium von 1948 bis heute Erich Flesche Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft Flesche & Co., Düsseldorf Otto Mertens Münchner Wach- und Schließgesellschaft mbh, München Kurt Eggeling Hannoversches Wach- und Schließinstitut GmbH, Hannover Erich Flesche Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft Flesche & Co., Düsseldorf Otto Mertens Münchner Wach- und Schließgesellschaft mbh, München Kurt Fräßer Stuttgarter Wach- und Schließgesellschaft mbh, Stuttgart Otto Mertens Münchner Wach- und Schließgesellschaft mbh, München Franz Schorling Niedersächsische Wach- und Schließgesellschaft Eggeling & Schorling KG; Hannover Bernhard Haep Bonner Wach- und Schließgesellschaft mbh, Bonn Otto Mertens Münchner Wach- und Schließgesellschaft mbh, München Franz Schorling Niedersächsische Wach- und Schließgesellschaft Eggeling & Schorling KG; Hannover Helmut Koch Frankfurter Wach- und Schließ-KG. Koch & Co., Frankfurt Otto Mertens Münchner Wach- und Schließgesellschaft mbh, München Helmut Koch Frankfurter Wach- und Schließ-KG. Koch & Co., Frankfurt Frank Mauersberger Wach- und Sicherheits-Gesellschaft mbh, Osnabrück Otto Mertens Münchner Wach- und Schließgesellschaft mbh, München Frank Mauersberger, Wach- und Sicherheits-Gesellschaft mbh, Osnabrück Manfred Vollmer Westdeutscher Wachdienst W. Vollmer & Sohn KG, Mülheim/Ruhr Frank Mauersberger Wach- und Sicherheits-Gesellschaft mbh, Osnabrück Helmut Koch Frankfurter Wach- und Schließ-KG. Koch & Co., Frankfurt Manfred Vollmer Westdeutscher Wachdienst W. Vollmer & Sohn KG, Mülheim/Ruhr Frank Mauersberger Wach- und Sicherheits-Gesellschaft mbh, Osnabrück Rolf Wackerhagen KWS Kieler Wach- und Sicherheitsges. mbh & Co. KG, Kiel Manfred Vollmer Westdeutscher Wachdienst W. Vollmer & Sohn KG, Mülheim/Ruhr Eggert Finnberg Finnberg & Co., Hamburg Peter Neuhardt WUI Werk- und Industrieschutz GmbH, Sulzbach Frank Mauersberger Wach- und Sicherheits-Gesellschaft mbh, Osnabrück Rolf Wackerhagen KWS Kieler Wach- und Sicherheitsges. mbh & Co. KG, Kiel Harry Loyo DSW Security GmbH, Frankfurt Eggert Finnberg Finnberg & Co., Hamburg Peter Neuhardt WUI Werk- und Industrieschutz GmbH, Sulzbach Rolf Wackerhagen KWS Kieler Wach- und Sicherheitsges. mbh & Co. KG, Kiel Eggert Finnberg Finnberg & Co., Hamburg Peter Schmidt Wach- und Kontrolldienst Nord GmbH, Stade Dr. Franz Feuerstein DWSI Dresdner Wach- und Sicherungs-Institut GmbH, Dresden Uwe-Dirk Uhli Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft mbh, Nürnberg Rolf Wackerhagen KWS Kieler Wach- und Sicherheitsges. mbh & Co. KG, Kiel Fritz Kötter Westdeutscher Wach- und Schutzdienst GmbH & Co. KG, Essen Peter Schmidt Wach- und Kontrolldienst Nord GmbH, Stade Dr. Franz Feuerstein DWSI Dresdner Wach- und Sicherungs-Institut GmbH, Dresden Uwe-Dirk Uhlig Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft mbh, Nürnberg 18 Präsidium

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