Röntgentechnik: Knochen und Gelenke. 36 Jahre, Motorradunfall. Lernziele. Projektionsverfahren. Aufnahmeparameter. Aufnahmeparameter.

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1 Röntgentechnik: Knochen und Gelenke 36 Jahre, Motorradunfall Jörg Barkhausen Lernziele Projektionsverfahren Wie funktioniert eigentlich Radiologie? Was wird wie geröntgt? Frakturdiagnostik für Fortgeschrittene wie ein guter Diagnostiker denkt Wann mache ich was und warum diagnostische Strategien Aufnahmeparameter Fokus Dektor Abstand: 115 cm Raster Belichtungsautomatik LWS seitlich 90 kv Becken 75 kv Oberschenkel 70 kv Knie 60 kv Aufnahmeparameter Fokus Dektor Abstand: 115 cm Kein Raster bei kleinen Strukturen Freie Belichtung Knie ap 60 kv / 8 mas Sprunggelenk seitl. 55 kv / 9 mas Großzehe 45 kv / 6 mas 1

2 Bildbetrachtung / Befundung Take Home Points Volldigitale Röntgensysteme Bild und Befundverteilung über RIS Radiology Information System PACS Picture Archive and Communication System Konventionelle Radiologie hohe räumliche Auflösung, preiswert, schnell Projektionsverfahren, geringe Kontrastauflösung Frakturdiagnostik für Fortgeschrittene 24 Jahre, Supinationstrauma 10 % offensichtlich kaputt 15% schwierige Befunde 75% Normalbefunde Aufnahmen in 2 Ebenen! 24 Jahre, Verletzung beim Squash 23 Jahre, Verletzung beim Fußball Aufnahmen in 2 Ebenen! 2

3 23 Jahre, Verletzung beim Fußball Radiologie = Schattendeuten Maisonneuve Fraktur Angrenzende Gelenke abbilden! Luft Fett Wasser Muskeln, Sehnen, Knorpel Knochen Schattendeuten 43 Jahre, Skiunfall Tibiakopf Fraktur Erguss mit Spiegelbildung Auf indirekte Frakturzeichen achten! 5 Jahre, Sturz auf den Ellenbogen Supinationstrauma Tibia Fibula Talus Normalbefund zum Vergleich Fraktur Epikondylus radialis, positives Fettpolsterzeichen Calcaneus Auf indirekte Frakturzeichen achten! 3

4 Supinationstrauma Supinationstrauma & MFK 5 Häufige Verletzungen Außenbandruptur Distale Fibulafraktur MFK 5 Basis Fraktur Peroneussehne MFK 5 Basis Variante MFK 5 Basis Apophyse Fraktur Fraktur??? da eindeutige Klinik Was Sie heute gelernt haben Aufnahmen in 2 Ebenen, benachbarte Gelenke abbilden Auf indirekte Frakturzeichen achten Verletzungsmechanismus beachten An Varianten denken, und in Zweifelsfällen in dicken Büchern nachsehen Bei unklaren Befunden den Patienten befragen und klinisch untersuchen Verletzungen der HWS 3 6% der Skelettverletzungen betreffen die Wirbelsäule HWS Verletzungen haben eine hohe Invaliditätsrate Häufig mehr als nur ein Segment verletzt Obere und untere HWS besonders häufig betroffen Seebrücke & HWS 27. Juli

5 Lernziele Diagnostischer Algorithmus 1. Das man nicht von Seebrücken in die Ostsee springt 2. Diagnostische Strategien bei HWS Verletzungen 3. Wie man Verletzungen erkennt Keine Fraktur Keine neurologische Symptomatik HWS in 2 Ebenen Nachweis einer Fraktur Unklarer Befund CT der HWS 4. Wie man Verletzungen einteilt Keine Fraktur Stabile Fraktur Instabile Fraktur Verdacht auf diskoligamentäre Verletzung, Myelonschädigung oder Diskrepanz zwischen klinischem Befund und Bildgebung MRT Problem 1: Erkennen HWS in 2 Ebene HWS seitlich Alignement erhalten Atlantoaxialdistanz < 3mm Retropharyngealraum in Höhe C 2 bis 7 mm Retrotrachealraum in Höhe C 6 bis 22 mm Diskushöhe zunehmend Differenz WK Vorder / Hinterkantenhöhe max. 3 mm HWS anterior posterior Kontur der Wirbelkörper Bogenwurzeln, Dornfortsätze Atlantodentaldistanz symmetrisch Dens Zielaufnahme Problem 2: Klassifizieren Frakturen der Hinterhauptskondylen (C 0 Fraktur) atlantookzipitale Dislokation Atlasfraktur (C 1 Fraktur) atlantoaxiale Instabilitäten Axisfrakturen (C 2 Fraktur) Densfrakturen: Anderson und D Alonzo Typ 1 bis 3 Bogenfrakturen: Effendi Typ 1 bis 3 5

6 Atlantookzipitale Dislokation C1 Fraktur 4 mm 10 mm Einteilung der C1 Frakturen Atlantoaxiale Instabilitäten Typ 1: vorderer Bogen Typ 2: hinterer Bogen Typ 3: vorderer + hinterer Bogen Jefferson Fraktur Atlantoaxialdistanz größer als 3mm Vergrößerter Abstand der Wirbelbögen C1 / C2 Kein Nachweis einer Fraktur Typ 4: Massa lateralis Typ 5: Processus transversus Dens Fraktur Dens Frakturen (Anderson D Alonzo) Wirbelkörper Alignement aufgehoben Aufhellungslinie an der Densbasis Typ 1 Densspitze Typ 2 Densbasis Typ 3 Wirbelkörper 6

7 Axis Bogen Frakturen (Effendi) Begleitverletzungen Typ 1 nicht disloziert Bandscheibe C2/3 intakt Typ 2 Ventralverschiebung C2 Bandscheibenläsion C2/3 Typ 3 Facettengelenksluxation Bandscheibenläsion C2/3 Ruptur des vorderen Längsbandes, Myelonschädigung Bandscheibenvorfall C4/C5 Traumatische Dissektion der A. vertebralis Was Sie heute gelernt haben Diagnostik: HWS in 2 Ebenen CT MRT Auf direkte und indirekte Frakturzeichen achten Instabile Frakturen erkennen Jefferson Fraktur Densfraktur Typ 2 Axisbogenfraktur Typ 2 & 3 An Begleitverletzungen denken 7

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