DER DRAHT. Gut unterwegs. Die Simulanten. Magazin der Unternehmensgruppe KONTEC. EvoBus und KONTEC verbindet sehr viel

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1 April 2009 Magazin der Unternehmensgruppe KONTEC DER DRAHT Gut unterwegs EvoBus und KONTEC verbindet sehr viel Die Simulanten Wenn Berechnen Geld sparen hilft

2 TITELTHEMA Krisenfestes Miteinander 4-5 AKTUELLES Der Acker-Mann 6 Das Leben danach 7 AKTUELLES Kraftpakete an historischer Stelle 8 Die Simulanten 9 UNTER UNS Sekretariat und Verbrennungsforschung 10 Informationen zum Thema Kurzarbeit 11 Moin, moin Unsere Ferienhäuser liegen zentral im Kurzentrum des Seeheilbades Nordstrand. Die unmittelbare Nähe zur Nordsee, dem Kurmittelhaus und dem Hallenbad garantiert einen erholsamen Urlaub In wenigen Minuten erreichen Sie den Fährhafen Strucklahnungshörn für Ausfl üge nach Pellworm, Amrum, Sylt, Helgoland, den Halligen oder zu den Seehundbänken. Gastronomisch fi nden Sie im Kurzentrum mehrere Restaurants und Imbissbetriebe. Kuren auf Nordstrand werden das ganze Jahr gefördert. Fragen Sie Ihre Krankenkasse. Haus Nordlicht: 4 Schlafzimmer, Wohnzimmer Küche, 2x Dusche&WC Terrasse, Kfz-Stellplatz Familie Wagner Julius-Schmuck Str Weissenburg Haus Feldblick: 3 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, 2x Dusche&WC Terrasse, Kfz-Stellplatz

3 Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter, sehr geehrte Geschäftsfreunde, leider bekommt auch KONTEC die Krise in der Automobilwirtschaft zu spüren. Das war naturgemäß unausweichlich in einem Unternehmen, das 70 Prozent seines Geschäftsvolumens im Automotive-Sektor generiert. Schließlich arbeiten wir nicht auf einer Insel der Glückseligen. Andererseits halten wir auch zuviel Pessimismus für nicht angebracht. Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wie sich die kommenden Monate entwickeln werden. Wir haben uns dazu entschlossen, wie viele andere Unternehmen auch, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern das sehr flexible und hervorragende Instrument der Kurzarbeit in Teilen unseres Unternehmens zu nutzen. Darüber hinaus wollen wir die Krise so gut es geht nutzen, um am Ende gestärkt aus ihr hervorzugehen. Näheres dazu entnehmen Sie dieser Draht-Ausgabe. Das Ihnen vorliegende Heft zeigt jedoch auch, dass Schwarz-Weiß-Malerei nicht angebracht ist. Es gibt nicht nur Krisen. So verbindet uns mit der Firma EvoBus eine langjährige, vertrauenswürdige und bislang sehr krisenresistente Zusammenarbeit. Darüber können wir Ihnen in diesem Draht eine echte Erfolgsgeschichte erzählen, auf die wir sehr stolz sind. Auch in anderen Sektoren, etwa dem Haushaltsgerätebereich, ist die Situation derzeit durchaus zufriedenstellend. Für Konstruktionsarbeiten im Großanlagenbau suchen wir sogar Personal, und zwar sowohl Ingenieure, als auch Techniker und andere Spezialisten. Drei Dinge sind es, die KONTEC auch in diesen schwierigen Zeiten stark machen. Erstens, die Engineering-Kompetenz unserer Mitarbeiter und unseres Unternehmens insgesamt. Zweitens, dass KONTEC langfristig finanziell auf einer gesunden Basis abgesichert ist. Und drittens, dass unser Management in der Vergangenheit bewiesen hat, dass es durchaus in der Lage ist, auch mit besonders schwierigen Situationen sicher umzugehen. Ihre KONTEC-Geschäftsleitung Klaus Bänsch Klaus Wagner Klaus Müller

4 TITELTHEMA Krisenfestes Miteinander Europas führenden Omnibushersteller EvoBus und KONTEC verbindet eine konstruktive Zusammenarbeit im wahrsten Sinne des Begriffes Konstruktiver Beitrag: Bei KONTEC ist man stolz darauf, Europas führenden Omnibushersteller EvoBus bei seinen Entwicklungen zu unterstützen KONTEC und EvoBus das ist eine Erfolgsgeschichte, die schon lange anhält. Seit 16 Jahren arbeiten Europas führender Hersteller von Reise- und Linienbussen und wir als Engineering-Dienstleister eng und vertrauensvoll zusammen. Als die Firma KONTEC 1992 die Arbeit aufnahm, gehörte die heutige EvoBus GmbH zu den ersten Kunden, respektive deren Vorgängerfirma Kässbohrer. Auch zur damaligen Omnibus-Sparte von Mercedes-Benz entstand schon bald eine Geschäftsbeziehung. Gebündelt wurde die Zusammenarbeit im Jahr 1995, als die beiden Bushersteller Mercedes und Kässbohrer ihre Aktivitäten in die neu gegründete EvoBus zusammenführten. Uns verbindet mit diesem Kunden seit 16 Jahren eine im wahrsten Sinne des Begriffes konstruktive Zusammenarbeit, betonen die KONTEC-Geschäftsführer Klaus Bänsch, Klaus Wagner und Thomas Matejetz. Im Laufe der Zeit stieg die Zahl der KONTEC-Experten, die an wesentlichen Entwicklungen von EvoBus mitarbeiten. Aktuell ist KONTEC an den Standorten Mannheim und Neu-Ulm mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten. Die Schwerpunkte im Technischen Büro Neu-Ulm liegen dabei in der Konzeption von Fahrwerk samt Kraftstoff- und Bremsanlage, sowie dem Bereich Federung. Im Innenausbau und der Bestuhlung arbeiten KONTEC-Mitarbeiter in der Projektabwicklung, sowie der konstruktiven Realisierung von Kundensonderwünschen, insbesondere von Halte- und Rückhaltesystemen, Abschrankungen und Notsitzen. Eine weitere Aufgabe sind die Entwicklung von zukunftsweisenden neuen Sitzgenerationen. Die Umstellung auf die neue Motorengeneration EURO 6 ist ein zukunftsweisender Schritt zur Reduzierung von Schadstoffemissionen. Für die KONTEC-Konstrukteure bedeutet sie eine zusätzliche Herausforderung, denn es entstehen völlig neue Einbausituationen für zahlreiche Nebenaggregate, wie Kühlanlage, Lichtmaschine und Lüfterantriebe. Am Standort Mannheim, wo EvoBus modernste Stadtbusse entwickelt und produziert, arbeiten 4

5 KONTEC-Experten vor allem in den Bereichen Kundensonderwünsche und Antrieb. Weitere Themen sind der Versuch und das Interieur. Natürlich sind wir auch an zukunftsorientierten Themen beteiligt, wie z.b. Hybrid-Antrieb und Brennstoffzelle. Aktuell leisten wir Unterstützung im Bereich der FEM-Berechnung. Alle Zeichen standen 2008 klar auf Wachstum, was für KONTEC zahlreiche neue Aufgaben und Projekte bedeutete. Im Gegensatz zu vielen Fahrzeugbau- und Industriebereichen zeigt sich im Omnibusgeschäft (und speziell bei Evo- Bus) kein Abschwung ab, weder in Neu-Ulm, noch in Mannheim. Für KONTEC-Geschäftsführer Wagner steht jedenfalls fest: Alle Beteiligten werden unsererseits auch künftig ihr ganzes Engagement und technisches Wissen einbringen, damit die konstruktive Partnerschaft mit EvoBus auch in den nächsten 16 Jahren ausgebaut werden kann. 5

6 AKTUELLES Der Acker-Mann Mirko Pendelin pflegt ein ungewöhnliches Hobby: Historische Traktoren Die besten Ideen werden nicht selten am Stammtisch geboren. Nicht anders war es bei Mirko Pendelin. Was dazu führte, dass der KONTEC-Ingenieur intensiv einem exotischen Hobby frönt: Historische Traktoren. Mit gleichgesinnten Freunden in seinem Heimatort im Nördlinger Ries hat er sich 2008 zu den Schlepperfreunden Utzmemmingen zusammengeschlossen. Dem Verein gehören etwa 30 Mitglieder an, die fast alle über historische und zum Teil sehr wertvolle Traktoren (Lanz, Eicher, Schlüter, Güldner, Porsche usw.) verfügen. Pendelin selbst besitzt einen John Deere 310 mit 32 PS, Bj.1966 und in sehr gutem, fast Originalzustand, wie er stolz betont. Beruflich arbeitet der 29-jährige Maschinenbauingenieur seit 2007 bei KONTEC. Bislang ist er bei einem Kunden in Schwieberdingen eingesetzt, wo er hauptsächlich mit der Aufbereitung von Messdaten von Generatoren in der Entwicklung befasst ist. Die private Leidenschaft des gebürtigen Nördlingers gehört neben Lebensgefährtin und Familie hauptsächlich der urwüchsigen Kraft und dem technologischen Charme der historischen Ackerfahrzeuge. Entsprechend wird bei den wöchentlichen Stammtischen des Vereins meist bei warmem Leberkäse und frisch gebackenem Bauernbrot aus dem Steinbackofen intensiv gefachsimpelt und nicht selten auch lebhaft diskutiert. Einmal im Jahr richten Pendelin und seine Vereinskameraden ein Schlepperfest aus, bei dem auf einem Acker des kleinen Ortes die historischen Maschinen und motorisierten Zugpferde der Öffentlichkeit vorgestellt und demonstriert werden sollen. Dabei stehen dann vor den Augen hunderter begeisterter Besucher auch mal Pflügen und Baumstammziehen auf dem Programm. Für das Schlepperfest in diesem Jahr haben sich die Schlepperfreunde aus Utzmemmingen besonders viel vorgenommen. Wir wollen erstmals die 100-er Marke bei der Zahl der teilnehmenden Fahrzeuge knacken, sagt Pendelin. Einmal im Jahr laden Mirko Pendelin (Foto oben) und seine Vereinskameraden zur großen Schlepperschau. Dort sind allerhand historische Exemplare der Bulldogs zu sehen. 6

7 Es gibt ein Leben danach Geschäftsführer Klaus Wagner sagt, wie KONTEC die Wirtschaftskrise bestehen will DRAHT: HERR WAGNER, IN DER LETZTEN DRAHT-AUSGABE ZEIGTE SICH DIE GESCHÄFTSLEITUNG TROTZ DER WIRTSCHAFTSKRISE NOCH OPTI- MISTISCH FÜR JETZT MUSSTE KONTEC KURZARBEIT ANMELDEN. WIE KAM ES DAZU? Wagner: Im Dezember gab es erste Anzeichen dafür, dass Kunden Aufträge stornieren oder strecken. Im Januar schlugen dann die Hiobsbotschaften aus der Automobilbranche voll auch auf uns durch. Vor allem Großkunden im Raum Stuttgart haben Aufträge von heute auf morgen auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Unsere vorsichtige Zuversicht lassen wir uns dennoch nicht nehmen. Die Krise betrifft nicht nur KONTEC, sondern die gesamte Automotive- Branche. Wir begegnen ihr aktiv und wir stehen dabei finanziell auf einem soliden Fundament. DRAHT: WIE VIELE MITARBEITER SIND UNMITTELBAR BETROFFEN? Wagner: Wir haben notgedrungen einige Zeit- und Probezeitverträge auslaufen lassen. Ansonsten gilt aber ganz klar, dass wir nicht auf Personalabbau setzen, sondern das Instrument der Kurzarbeit nutzen. So sind voraussichtlich bis Ende März etwa 30 Beschäftigte, hauptsächlich in Stuttgart, zu 100% betroffen. Ansonsten haben wir intern umgeschichtet. DRAHT: WELCHER ART? Wagner: Einige Mitarbeiter beweisen große Flexibilität, was wir ihnen hoch anrechnen. Sie sind bereit, binnen kürzester Zeit auch andernorts als in ihren angestammten Niederlassungen Aufgaben und Projekte zu übernehmen. Sehr flexibel und kooperativ hat sich auch der Betriebsrat verhalten, mit dem wir eine Betriebsvereinbarung über die Kurzarbeit geschlossen haben. Diese sieht auch einen Härtefall- Fonds vor, der finanziell von der Geschäftsleitung gespeist wird. Der Betriebsrat entscheidet dabei eigenverantwortlich darüber, wer und in welchem Umfang eine Ausgleichszahlungen erhält. DRAHT: TRIFFT ES ALLE KONTEC- BEREICHE UND STANDORTE GLEI- CHERMASSEN? Wagner: Nein. In den Niederlassungen Rhein-Main und Heidenheim herrscht nach wie vor weitgehend Vollbeschäftigung. Es gibt dort nur sporadisch freie Kapazitäten und wir registrieren immer wieder neue Kundenanfragen. DRAHT: MAN SAGT, IN JEDER KRISE LIEGEN AUCH CHANCEN. SEHEN SIE DAS GENAUSO? Wagner: Auf jeden Fall. Deswegen haben wir mit dem Betriebsrat vereinbart, dass wir die Zeit nutzen um die Qualifizierung der Mitarbeiter voranzutreiben. Wer kurzarbeitet kann jederzeit KONTEC-Equipment zur persönlichen Weiterbildung frei nutzen. Einen Teil der Belegschaft wollen wir zu Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen schicken. Wir haben auch unseren Vertriebs-Innendienst personell aufgestockt und am 1. April wird ein branchenerfahrener Vertriebs-Außendienstler von Nürnberg aus seine Arbeit aufnehmen. Denn wir wollen aktiver denn je um Aufträge kämpfen. DRAHT: HERRSCHT EIN EINSTEL- LUNGSSTOPP? Wagner: Natürlich passen wir unsere Einstellungspolitik der Auftragslage an. Alles andere wäre fahrlässig. Aber einen generellen Einstellungsstopp gibt es nicht. Wir wollen flexibel reagieren. Denn es wird auch ein Leben nach der Krise geben. 7

8 AKTUELLES Kraftpakete an historischer Stelle Seit gut einem Jahrhundert testet Voith Turbinen in der Brunnenmühle Wo vermutlich schon vor 1000 Jahren Getreide gemahlen wurde, unterhält die Firma Voith in Heidenheim seit 1908 die Versuchsanstalt Brunnenmühle. Hier werden Turbinen unter realen Kraftwerksbedingungen getestet (unser Bild). Nunmehr wurde die Versuchsanstalt der heutigen Voith- Siemens-Hydro zwei Jahre lang umgebaut. Zum Kernteam für den reibungslosen Ablauf dieser Maßnahme gehörte auch eine Gruppe von KONTEC-Mitarbeitern. Beim Projektstart im Januar 2007 stand der Termin der Einweihung bereits unumstößlich fest: Der 14. November Die Zeit war knapp, da für die Modernisierung der Halle und der Vielzahl der gewünschten Einrichtungen, erhebliche bauliche und technische Umbaumaßnahmen nötig waren. Zudem stellten die Forderungen bezüglich der Automatisierung und Verkürzung der Rüstzeiten eine gewaltige Herausforderung dar (z.b. Versteller für Oberwasserkessel). Die Prüfeinheiten und das komplexe Rohrleitungssystem mussten optimal angepasst werden, um auf engstem Bauraum optimale Funktionalität zu gewährleisten. Beauftragt wurde KONTEC von Voith-Dienstleistungen (vih), welche den zuständigen Projektleiter des Umbaus stellte. Dieser entschied sich bei der Zusammenstellung seines Kernteams vor Ort für drei Mitarbeiter von KONTEC. Für Konstruktionsingenieur Eugen Morgunov standen dabei die Realisierung der konstruktiven Umbauten und der innovative Gedanke der Automatisierung im Vordergrund. Einer der Knackpunkte war die Entwicklung und Konstruktion mittels Spindeln verstellbarer Oberwasserkessel. Dipl.-Ing. (FH) Astrid Scherer war zuständig für die Terminverfolgung und die Assistenz der Projektleitung. Detailkonstrukteur Detlef Leps kümmerte sich um die Erstellung der Fertigungsunterlagen und die Absprachen mit den Lieferanten. Wegen der Vielzahl der zu erstellenden Fertigungsunterlagen wurde zudem das interne Team der KONTEC Engineering Heidenheim als verlängerte Werkbank aktiv. Besonders Melanie Sebulke war dabei für die Erstellung der 3D-Modelle der Rohrleitungen und für die Zeichnungsableitungen zuständig. Thomas Matejetz 8

9 Die Simulanten CFD, FEM und Crash: Die Ingenieure von KONTEC liefern alles aus einer Hand Produktentwicklungen in der Industrie sind heute ohne die Technische Simulation kaum noch vorstellbar. Egal ob Festigkeitsanalysen, Strömungsvorgänge, Bewegungsanalyse von komplexen kinematischen Systemen, Akkustiksimulationen oder Motorprozesssimulationen - ohne diese Werkzeuge könnten viele Produkte erst viel später in entsprechender Qualität auf den Markt gebracht werden. Daher ist es nahezu unverzichtbar, die Technische Simulation heute als Entwicklungsbaustein in die Lastenhefte aufzunehmen. Nach der Automotiveund Luftfahrtindustrie, die schon Mitte der 90-er Jahre regelmäßig Simulationstools einsetzten, haben diese Werkzeuge in den letzten Jahren ihren Weg immer mehr auch in andere Industriezweige gefunden. Der Einsatz von Simulationswerkzeugen bietet Firmen viele Vorteile. Gerade bei den immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten und dem damit verbundenen Zeitdruck bieten sie ein signifikantes Plus. Zum Beispiel Erkenntnisse über Vorgänge, die experimentell nicht oder nur schwer zu handhaben sind. Oder schnelle Ergebnisse bei der Produktentwicklung. Entwicklungskosten reduzieren sich durch qualitative Aussagen im Vorfeld ohne Anfertigung teurer Prototypen. Die Versuchstechnik kann durch die Kombination mit der Technischen Simulation weniger aufwändig werden und letztlich kann ein Unternehmen Geld und Zeit sparen, sowie gleichzeitig mehr Sicherheit gewinnen. KONTEC bietet Kunden nun auch die Technische Simulation an. Im Competence Center Mannheim führt seit Januar eine kleine Gruppe von Spezialisten Strömungssimulationen (CFD), Festigkeitsberechnungen (FEM) und Crashuntersuchungen durch. Sie unterstützen die Entwicklungsabteilungen der Kunden bereits in einem sehr frühen Stadium der Produktentwicklung. Sobald die ersten Konstruktionen erstellt sind, werden Bauteil- und Produkteigenschaften mit Hilfe der Technischen Simulation überprüft. Dabei kann ein Soll-Ist-Vergleich am virtuellen Modell erfolgen, ohne dass teure Prototypen gebaut werden müssen. Häufig werden mehrere Schleifen zwischen der Konstruktion und der Simulation durchlaufen, bis das Produkt die gewünschten Eigenschaften aufweist. Dieser Prozess erfordert viel Abstimmungsarbeit. Hier zeigt sich ein zusätzlicher Vorteil für unsere Kunden. KONTEC kann Konstruktionsdienstleistungen und Technische Simulationen aus einer Hand anbieten. Dadurch vereinfachen sich die Abläufe erheblich. Eines der wichtigsten Kriterien bei der Zusammenstellung des Teams Technische Simulation war die Erfahrung der Mitarbeiter. Hier kann KONTEC auf ein sehr breites Wissensspektrum und modernste Software zurückgreifen. Damit ist der problemlose Datenaustausch mit den Kunden gewährleistet. Ziel ist es, das Team Technische Simulation weiter auszubauen. Dazu werden sowohl Mitarbeiter gesucht wie auch die Rechenkapazitäten ausgebaut. Gerade auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Denn die Technische Simulation bietet die Möglichkeit, Entwicklungskosten durch frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen zu senken. Ralf Damrat 9

10 UNTER UNS Die (fast) Neue im Sekretariat Gestatten: Mein Name ist Tina Kremer. Ich wurde in Lutherstadt Wittenberg geboren, bin 27 Jahre jung und seit Juli 2008 bei der KONTEC GmbH als Sekretärin der Geschäftsleitung tätig. Meine beruflichen Anfänge lagen bei einem Nutzfahrzeughersteller im Bereich Landwirtschaft in den neuen Bundesländern. Vor nunmehr vier Jahren verschlug es mich ins schöne Schwabenländle, wo ich im Automobilbereich landete und Erfahrungen in der Dienstleistungsbranche sammelte. Bei der KONTEC schätze ich vor allem das kollegiale Miteinander, die direkte Kommunikation und die freien Entwicklungsmöglichkeiten in der Arbeit sehr. Meine Arbeit im Chefsekretariat der KONTEC ist sehr vielfältig und bereitet mir viel Freude. Als Ansprechpartnerin für jegliche Belange der Chefs, Mitarbeiter und Kunden bemühe ich mich, für jeden ein offenes Ohr zu haben. Das ist manchmal gar nicht so leicht - da klingelt dann das Telefon pausenlos, Besucher möchten versorgt werden, ein Mitarbeiter hat ein Anliegen, aber eigentlich sollte schon längst etwas Wichtiges für den Chef vorbereitet sein. Es kann schnell mal hektisch werden, aber genau diese Vielfalt macht es für mich aus. Und zum privaten Ausgleich von alledem höre ich gerne Heavy Metal, gehe gerne aus oder kümmere mich um Tiere. In diesem Sinne: Auf gute Zusammenarbeit! Doktor in der Verbrennungsforschung Volker Chrysostomou, Leiter der KONTEC Messund Prüftechnik, hat seine Promotion erfolgreich abgeschlossen. Seine Arbeit hat der neue Dr. rer. nat. am Institut für Verbrennungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.v. (DLR) in Stuttgart vorgelegt. Dabei bearbeitete er ein grundlagenorientiertes Thema der Verbrennungsforschung: Planare Zwei- Linien-Temperaturmessungen am OH-Radikal mit laserinduzierter Fluoreszenz im Einzelpuls. Hierbei handelt es sich um eine Lasermesstechnik, mit der zweidimensional Temperaturen im Abgas von Flammen berührungslos bestimmt werden können. Das hierzu nachgewiesene OH-Radikal entsteht bei der Verbrennung als kurzlebiges Zwischenprodukt und tritt an der Flammenfront und an heißen Stellen auf. Durch die Möglichkeit der Momentaufnahme können auch hohe Turbulenzen sichtbar gemacht werden. Diese Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Modellierung von Brennkammern, z.b. bei Gasturbinen, Motoren, um die Bildung von Schadstoffen, wie NOx zu reduzieren. In der Arbeit standen die Bestimmung der Einsatzgrenzen und die Angabe der Genauigkeiten in Abhängigkeit von der Stöchiometrie und der absoluten Temperatur anhand von unterschiedlichen Laborflammen im Vordergrund. Volker Chrysostomou hat die erforderlichen Experimente noch vor seiner Zeit bei KONTEC gemacht. Neben seinen Tätigkeiten bei uns im Hause war es von daher eine umso größere Herausforderung, sich nach einigen Jahren nochmals auf einen Vortrag und eine mündliche Fachprüfung vorzubereiten. Wir, die Geschäftsleitung, gratulieren Dr. Chrysostomou herzlichst zu seinem wirklich beeindruckenden Erfolg. 10

11 Kurzarbeit bei KONTEC Sehr geehrte Mitarbeiterinnen, sehr geehrte Mitarbeiter, wie Sie an anderer Stelle in dieser Ausgabe des Draht bereits nachlesen konnten, kam auch KONTEC nicht umhin, in allen Bereichen Kurzarbeit anzumelden. Damit wollen wir Beschäftigung auch in schwierigen Zeiten sichern. An dieser Stelle möchte ich Ihnen einige Fragen beantworten, die in der Praxis häufig gestellt werden. Was ist Kurzarbeit? Hierbei handelt es sich um eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit. Dabei besteht die Möglichkeit, Arbeitnehmern bei unvermeidbarem, vorübergehendem Arbeitsausfall, der auf wirtschaftlichen Ursachen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, zur Überbrückung Kurzarbeitergeld zu zahlen. Wie hoch ist das KUG? Die Höhe des KUG richtet sich nach dem pauschalierten Nettoentgelt und sieht innerhalb des Regelwerkes zwei verschieden gestaltete Leistungssätze vor: Anteilig 67 % für Arbeitnehmer, die mindestens ein Kind haben (hier verweise ich an weiterführende steuerliche Bestimmungen) Anteilig 60 % für alle anderen Arbeitnehmer Gibt es Zusatzleistungen? In unserer Betriebsvereinbarung haben Betriebsrat und Geschäftsleitung sich auf folgende Punkte geeinigt: Weiterzahlung des tariflichen Weihnachts- und Urlaubsgeldes Weiterzahlung der vermögenswirksamen Leistungen Härtefallfonds Darüber hinaus wird von der Geschäftsleitung ein Härtefallfonds eingerichtet Euro brutto stehen daraus monatlich zur Verfügung, um etwaige Ausgleichszahlungen zu leisten. Jede/r MitarbeiterIn hat in Fällen sozialer Härten das Recht, schriftlich beim Betriebsrat Unterstützung aus diesem Topf zu beantragen. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall direkt an den Betriebsrat, denn der entscheidet über die Vergabe der Mittel. Urlaub? Wer Urlaub nimmt, erhält für die entsprechenden Tage kein Kurzarbeitergeld, sondern reguläres Entgelt. Dieses liegt naturgemäß höher als das Kurzarbeitergeld. Sie sind dazu angehalten, Ihren planbaren Urlaub für den laufenden Abrechnungsmonat bis spätestens zum 15. des Monats zu beantragen. So kann er im laufenden Monat eingepflegt werden und die Gehaltsabrechnung wäre richtig. Achtung: Kurzarbeit ist kein Urlaub. Das heißt, Urlaub ist wie bisher über den Vorgesetzten zu beantragen und genehmigen zu lassen (siehe auch Betriebsvereinbarung Urlaubsnahme). Damit wir Sie z. B. beim Kunden vorstellen oder für interne Projekte einsetzen können, ist es wichtig, dass Sie für uns erreichbar sind. Muss ich weiterhin einen Stunden-, bzw. Wochen- oder Monatsbericht ausfüllen? Ja! Einzutragen ist die Kurzarbeit unter intern und im Feld Bemerkungen ist Kurzarbeit einzutragen. Auch ist einzutragen, wenn Sie zum Beispiel Kundentermine wahrnehmen oder an einer Betriebsversammlung teilnehmen hierfür bekommen Sie kein KUG, sondern Ihr normales Arbeitsentgelt. Wer informiert mich? Sobald uns bekannt ist, dass Sie von Kurzarbeit betroffen werden, informieren wir Sie umgehend. Ihr Vorgesetzter wird dies persönlich tun, die Personalabteilung schriftlich. Wer kann mir bei meinen Fragen weiterhelfen? Wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Vorgesetzten oder an den Betriebsrat. Selbstverständlich stehe auch ich Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung. Ihre Susanne Lüdemann Personalleitung 11

12 IMPRESSUM Der Draht Zeitschrift der KONTEC GmbH Herausgeber: KONTEC GmbH, Siemensstraße 16, Korntal-Münchingen Tel. (07150) , Fax. (07150) , kontec.de, Redaktion: Klaus Bänsch, Klaus Wagner, Klaus Müller, Susanne Lüdemann, Ulrich Heiermeier, Wolfgang Elsing, Uwe Ritzer, Thomas Matejetz 12 Chefredakteur: Klaus Wagner Grafik- und Bildgestaltung: Wolfgang Elsing, Uwe Ritzer Beiträge: Klaus Wagner, Susanne Lüdemann, Uwe Ritzer, Thomas Matejetz, Ralf Damrat, Olaf Albiez Technik: Wolfgang Elsing Druck: KONTEC GmbH, Siemensstrasse 16, Korntal- Münchingen Auflage: 700 Nachdruck bzw. Vervielfältigung nur nach Rücksprache mit der Redaktion gestattet. Redaktionsschluß für Heft 2/09: 01 JULI 2009

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