TOURISMUS UND KULTUR. Rechtzeitig handeln

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1 TOURISMUS UND KULTUR Neue Partnerschaft soll Tourismus in der Fehmarnbeltregion stärken Mit der Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung im Jahr 2021 wird sich auch die regionale Geografie in Norddeutschland und Dänemark ändern. Vor diesem Hintergrund haben die Regionen Seeland und Schonen, das Bundesland Schleswig-Holstein, und die Großstädte Hamburg und Kopenhagen eine strategische Kooperation vereinbart. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Strategie zur Förderung von Tourismus, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie der wirtschaftlichen Entwicklung von Helsingborg im Norden bis Hamburg im Süden. Die kommende Feste Fehmarnbeltquerung ist mehr als nur eine feste Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark. Sie ist - verkehrstechnisch gesehen - das Rückgrat einer vollkommen neuen Region, die Hamburg und Schleswig-Holstein im Süden mit Kopenhagen, Seeland und dem schwedischen Schonen im Norden verbindet. Dies beinhaltet neue Wachstumsmöglichkeiten u. a. für Tourismus, Sport und Kultur sowie natürlich für die wirtschaftliche Entwicklung von Hamburg bis Helsingborg. Die innerhalb des neuen Korridors zwischen Skandinavien und Norddeutschland liegenden Regionen sind in dem politischen Zusammenschluss STRING organisiert -Ihre Vision ist die Schaffung eines nachhaltigen Wachstums entlang der gesamten Achse zwischen der Öresundregion und Hamburg. Dies kann aber nur dann gelingen, wenn gleichzeitig eine soziale und kulturelle Integration von Norddeutschland, Seeland und Schonen erreicht wird. Aus diesem Grund soll der Tourismus entlang des gesamten Wachstumskorridors gefördert werden, denn hier besteht ein nicht unbeträchtliches Potenzial für Erholungs- und Freizeitaktivitäten sowie für die Zusammenarbeit bei Veranstaltungen. Rechtzeitig handeln Wir müssen vorausschauend denken. Und es gilt, jetzt zu handeln, wenn wir die enormen Möglichkeiten des neuen Regionskorridors voll ausschöpfen wollen. Dabei denke ich nicht nur an den Großstadttourismus, obwohl sich hier natürlich die kräftigsten Wachstumsmotoren befinden, erklärt Jacob Vestergaard, Geschäftsführer von STRING, und fährt fort: Die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit in der neuen Großregion kann nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn die Menschen aufeinander zugehen. Hier kommt dem Tourismus als Triebfeder und Inspirator eine wesentliche Rolle zu. Außerdem ist die Stärkung des Tourismus, sowohl intern als auch gegenüber neuen Märkten, für alle Beteiligten mit erheblichen finanziellen Vorteilen verbunden. Ein verstärktes Zusammenspiel der Regionen und Großstädte dient allen zum Vorteil.

2 Die STRING-Partner haben zusammen mit Femern A/S sowie den Städten Kopenhagen und Hamburg das strategische Projekt Building Tourism ( Ausbau des Tourismus ) beschlossen, mit dem nach Durchführung verschiedener Analysen und Untersuchungen das Marktpotenzial für neue Tourismusmaßnahmen am Fehmarnbelt beschrieben werden soll. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projekts eine gemeinsame regionale Strategie für die Entwicklung des Tourismus formuliert werden, die angefangen vom Großstadttourismus über Marktstädte, Erholung in der Natur und Küsten bis hin zu attraktiven Sommerhausgegenden in den Regionen entlang des neuen Verkehrskorridors ein breites Spektrum an Möglichkeiten erfasst. Wenn wir morgen Erfolg haben wollen, müssen wir uns heute schon dafür einsetzen. Die Erfahrungen aus dem Bau der Brücken über den Großen Belt und den Öresund haben gezeigt, dass die Feste Fehmarnbeltquerung ein ganz neues Regionsprofil schaffen wird, das den Anstoß für Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze geben wird, erklärt Ajs Dam, Director Corporate Communications & Regional Development, Femern A/S. Mehr Touristen, größere Veranstaltungen In dieser neuen Strategie werden alle einschlägigen Formen des Tourismus berücksichtigt, wie z. B. Kreuzfahrten, internationale Kongresse, Sport- und Kulturveranstaltungen, Marketingzusammenarbeit auf internationalen Märkten, Entwicklung neuer Flugrouten usw. Die Bände zwischen Kopenhagen und der dänischen Hauptstadtregion sowie Hamburg/Schleswig-Holstein bieten großes Entwicklungspotenzial. Bisher kommem lediglich fünf Prozent aller Touristen in Kopenhagen aus Deutschland. Hamburg verzeichnet seit Jahren zweistellige Wachstumsraten bei Gästen aus Skandinavien, im Vergleich zu Berlin hat Hamburg insbesondere im schwedischen Markt noch Steigerungspotenzial. Nur zwei Prozent der Touristen auf der Ferieninsel Fehmarn, die nur eine Dreiviertelstunde von Dänemark entfernt liegt, kommen aus dem Ausland. Mit der Festen Fehmarnbeltquerung liegt Norddeutschland noch näher. Dies stellt die Weichen dafür, dass mehr Deutsche Kopenhagen besuchen, sowohl als Großstadttouristen als auch als Kongressteilnehmer. Verbessert werden aber auch die Möglichkeiten für eine größere regionale Zusammenarbeit bei internationalen Veranstaltungen und dem gemeinsamen Marketing, meint Lars Bernhard Jørgensen, Geschäftsführer von Wonderful Copenhagen. Hamburg und Kopenhagen sind bekannte internationale Marken und Verkehrsknotenpunkte. Das wiederum ergibt einen kraftvollen Korridor mit markanten Wachstumsmotoren an beiden Enden. Nach Aussage von Dietrich von Albedyll, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Tourismus GmbH HHT, profitiert der gesamte Norden: Durch die neue geografische und inhaltliche Verbindung schaffen wir die

3 Voraussetzung für ein weiterhin dynamisches Gästewachstum aus Dänemark und Schweden. Zudem ist es unsere Aufgabe, den Norden im internationalen Wettbewerb noch sichtbarer zu machen und Gäste sowie Unternehmen für unsere Region zu begeistern. Damit steigern wir die Lebensqualität und Wertschöpfung in der Region. Zentrale Platzierung der Regionen Die neuen räumlichen Strukturen schaffen ganz neue Bewegungsmuster für Skandinavier auf dem Weg nach Süden und für Deutsche auf dem Weg nach Norden. Entlang des neuen Verkehrskorridors werden erhebliche Wachstumsmöglichkeiten für Erholungs- und Freizeitaktivitäten mit den Kernpunkten Kultur und Natur sowie aktive Selbstverwöhnung und gemeinsame Familienerlebnisse geschaffen. Ganz konkret ist in 3-5 Jahren, wenn die ersten Bagger ihre Arbeit an einem der größten Tiefbauvorhaben Europas aufnehmen, bereits die Grundlage für einen hochinteressanten Hoch- und Tiefbautourismus geschaffen. Das durch den Tunnelbau generierte Interesse wird sowohl Touristen als auch Delegationen aus Wirtschaft und Wissenschaft anziehen, deren Interesse an dem Vorhaben beruflicher Natur ist. Hier kann auf das Besucherzentrum während des Baus der Öresundbrücke verwiesen werden, das bis zur Eröffnung der Querung im Jahr 2000 mehr als eine Million Besucher zählte. "Die grenzübergreifende Kooperation mit Partnern aus Dänemark wurde in den letzten Jahren in Ausrichtung und Arbeit der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) fest verankert. Ebenso verhält es sich mit Hamburg: in enger Abstimmung und Zusammenarbeit wird die Destination gestärkt, die in den Köpfen der potentiellen Gästen ja nie an den politischen Grenzen endet sondern oftmals als eins wahrgenommen wird. Auf dieser Basis ist es für uns selbstverständlich, in diesem Projekt gemeinsam mit Hamburg und Kopenhagen die Feste Fehmarnbeltquerung als Verbindung und zur Stärkung der Destination zu nutzen. Die TASH tritt hier Seite an Seite mit dem Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) auf, der bereits mit dem Interreg-Projekt "Destination Fehmarnbelt" in den letzten zwei Jahren die grenzübergreifende Marketingmaßnahmen umgesetzt hat", erklärt Direktor Christian Schmidt TASH Gmbh FAKTEN: STRING-PROJEKT & BUILDING TOURISM Der STRING-Zusammenschluss wurde 1999 zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Politikern und Behörden der Regionen Schonen (Schweden), der dänischen Hauptstadtregion und Seeland (Dänemark) sowie Schleswig-Holstein und Hamburg gegründet. In der von STRING erfassten Region leben rund neun Millionen Menschen. Das Ziel von STRING ist es, innerhalb der Bereiche Biowissenschaften, Cleantech, Transport und Logistik, Nahrungsmittel, IT/Medien und Tourismus die Potenziale der Region weiter auszubauen und ihre Position zu stärken. Building Tourism ist ein Teilprojekt von STRING, mit dem das Wachstumspotenzial für Tourismus, Event-Zusammenarbeit usw. untersucht werden soll. Hamburg Tourismus und Wonderful

4 Copenhagen, die aktiven Partner bei diesem Projekt, stellen u. a. Analyse-und Kommunikationsressourcen zur Verfügung. Auf den Fehmarnbelt Days im September 2012 werden die ersten Analyseergebnisse dieser neuen strategischen Zusammenarbeit veröffentlicht, die das Wissen über die Möglichkeiten der Fehmarnbeltregion zur Stärkung des Tourismus vertiefen soll. Das strategische Projekt Building Tourism wird finanziell von STRING, Femern A/S sowie den Städten Kopenhagen und Hamburg gefördert. Geschäftsführer von STRING ist Jacob Vestergaard Tel.: Die Bauarbeiten für den Tunnel unter dem Fehmarnbelt beginnen Mitte 2015 und sollen 2021 abgeschlossen sein. Weitere Informationen: Wonderful Copenhagen Thomas Meier Lorenzen Leiter, Eventmanagement Telefon: STRING Jacob Vestergaard Managing Director Telefon: Tourismus-agentur schleswig holstein Sandra Hencke International Marketing Telefon: +49 (0) 431/ Ansprechpartner für Medienanfragen: Hamburg Tourismus GmbH Sascha Albertsen Leiter Unternehmenskommunikation Telefon:

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