Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal

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1 Erstellt von 17. Mai 2015 Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal Ausgangslage: Yarsa, Langtang-Region, erste Hilfsgüter treffen ein. Wie geht es weiter? Nachdem unsere Kontaktperson in Nepal telefonisch die Situation von Yarsa geschildert bekommen hatte, wollte er sich selbst vor Ort ein Bild machen. Nur das Dorf nur besuchen, reichte ihm nicht aus. Denn er wusste wie dringend sie Hilfe benötigen. So wurden Zeltplanen, gekochter-getrockneter Reis und Biskuits besorgt. Die chaotische Situation im Land wurde ihm während seiner Vorbereitung bewusst: Ohne Begleitschutz und vorherige Benachrichtigung der Polizeidienststellen, die auf dem Weg liegen, ist das persönliche Risiko hoch wie auch die Gefahr des Raubes der Hilfsgüter unterwegs. Entsprechende Vorkehrungen waren zusätzlich vor der Reise nach Yarsa erforderlich. Er wollte bis Dhunche fahren und sich dort mit 15 Dorfbewohnern treffen, die mit ihm gemeinsam die Hilfsmittel auf dem Rücken nach Yarsa tragen. Auf der Fahrt: Die Straßenschäden in Richtung Dhunche sind groß, er konnte er nur bis Kalikastan fahren. In den Wingerten 9 1

2 Erstellt von Die Träger, die nach Dhunche kamen, wurden benachrichtigt. Am nächsten Tag kamen sie in Kalikastan an. Der längere Weg nach Yarsa mit der Last von 30 kg auf dem Rücken tragend, nahmen sie gern in Kauf. Für sie waren es sehr wertvolle Gegenstände. Yarsa: Yarsa ist nicht mit einem hiesigen Dorf vergleichbar. In Nepal sind Dörfer kleine Bezirke, die in Siedlungen unterteilt sind. Yarsa ist ein sehr armes Dorf, besteht aus 9 Siedlungen mit 180 Häusern. In jedem Haus wohnt eine Familie mit mindestens 7-10 Kindern. Vor dem Erdbeben gab es dort eine Schule und ein Kloster. Mit dem Erdbeben am 25. April 2015 sind alle Häuser zerstört oder so stark beschädigt worden, dass sie abgerissen werden müssen. Auch die Schule und das Kloster sind betroffen. Das Kloster galt bis dahin als Zufluchtsort für Alte und Kranke. In den Wingerten 9 2

3 Erstellt von Die größten Sorgen der Familien sind nicht nur genügend zum Essen und Trinken zu haben, sondern ein Dach über dem Kopf! Sie benötigen Schutz vor dem bald beginnenden Monsun. Natürlich ist ihre Angst bei jedem weiteren Nachbeben groß, aber es nützt nichts. Sie müssen sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Dazu benötigen sie jede Hand in der Familie, auch die der kleinen Kinder. Alle müssen anpacken, um die noch vorhandenen Lebensmittel vor dem Monsun zu ernten oder sicherer zu lagern und auch provisorisch Unterkünfte zu errichten. Dafür wird in den Trümmern der Häuser nach Brauchbarem gesucht. Ihre ehemaligen Häuser hatten Wellblechdächer. Die übrig gebliebenen größeren Wellblechteile werden zum Schutz vor Regen genommen und einzelne, kleine Hütten können mit dem Trümmer-Material aufgestellt werden. Die Wände werden mit Bambusstäben gestützt. Sie sehen zwar aus wie Kuhställe, egal - Hauptsache sie dienen dem Zweck! Doch leider finden nur wenige Familien in den Trümmern brauchbare Gegenstände. Sie stehen vor dem Nichts und benötigen unsere Hilfe! Gute Plastikplanen für 180 Familien mit je einer 10köpfigen Personenzahl stehen an erster Stelle, um sich vor dem Regen und dem über Monate dauernden aufkommenden Monsun zu schützen. Das in Nepal existierende Hilfsprogramm für Porter, konnte den 180 Familien 22 Säcke Reis liefern. Doch wie lange können 180 Familien davon leben? In den Wingerten 9 3

4 Erstellt von Die Freude war groß als unser Kontaktmann in Yarsa eintraf! Zeltplanen, getrockneter Reis und Biskuits war sehr willkommen. Leider ist eine Zeltplane pro Familie zu wenig, weil die Zahl der Familienmitglieder hoch ist. Auch war es im Vorfeld in Kathmandu unmöglich 180 Zeltplanen zu besor-gen. Es fehlen insgesamt noch weitere 200 Zeltplanen, die sobald wie möglich nachgeliefert werden. Hunger und Durst sind momentan für die Bewohner nicht so große Probleme. Sie trinken das Wasser der Bergflüsse oder Chhang bzw. Raksi. Das sind selbsthergestellte, alkoholhaltige Getränke aus den Feldfrüchten (Gerste, etc.). Ihre Felder sind teilweise noch brauchbar. Alle arbeiten emsig auf dem Feld und können in den nächsten Wochen hoffentlich ihre verbliebenen Früchte ernten. Allerdings reichen sie nicht aus. Die mitgebrachten Säcke Reis werden gerne angenommen. In den Wingerten 9 4

5 Erstellt von Zurück in Kathmandu: Am 11. Mai freuten wir uns als wir hörten, alles hat funktioniert. Denn im bestehenden Chaos in Nepal war das nicht als selbstverständlich einzuordnen. Unser Mittelsmann wird sobald in Kathmandu Zeltplanen zur Verfügung stehen, diese nach Yarsa liefern. Bedingt durch die hohen Anfragen an Zeltplanen im Land sind sie immer wieder ausverkauft und müssen von Indien oder China neu angeliefert werden. Die Überlegung, Zeltplanen von hier aus nach Nepal zu senden, scheitert daran, dass die Logistik in Nepal überfordert ist und deshalb keine Gewissheit besteht, ob sie dort wirklich ankommen. Außerdem dauert es viel zu lange. 12. Mai 2015: Ein zweites großes Erdbeben (Stärke 7,3) erschüttert Nepal nordöstlich von Kathmandu. Die Gebiete Kathmandutal, Sindhupalchok und Langtang sind wieder betroffen und zusätzlich die Everest-Region, unserer Heimat. Weil die meisten Häuser Vorschäden hatten und das Epizentrum relativ nah am Everest- Gebiet lag, erlebten die dort lebenden Menschen das Beben intensiver. Wir waren froh als wir hörten, Familie und Verwandte haben überlebt und keine Verletzungen. Jedoch war nicht nur unsere Familie betroffen sondern die gesamte Dorfgemeinschaft von Taksindu. Auch bekannte Orte wie Junbesi und das Kloster Thupten Choling haben große Schäden davon getragen. Yarsa war vorher schon zerstört worden. Weitere Gefahren durch die neu ausgelösten Erdrutsche versetzen die Dorfbewohner in Angst und Schrecken, denn die Erdrutsche in der Nähe von Dhunche waren gravierend. Soweit uns bekannt ist, sind die Menschen in Yarsa unversehrt geblieben. Ob die Zugangswege noch offen sind, wissen wir noch nicht. Die psychische Belastung der Nepalesen ist mit dem zweiten Erdbeben noch deutlicher zu spüren. Sie sind schockiert und man hatte nicht damit gerechnet. Nach dem ersten Beben fragten sie sich, was sie Böses getan hätten, dass sie so getroffen werden. Nach dem sich der Schock von dem zweiten Beben jetzt legt, beginnen sie es als Naturkatastrophe zu begreifen, weil alle betroffen sind und nicht nur einzelne. In den Wingerten 9 5

6 Erstellt von Wie geht es weiter? Wir haben uns über die Möglichkeiten des Wiederaufbaus von Yarsa oder anderen Maßnahmen auch mit den Leuten in Nepal gesprochen. Momentan müssen wir noch eine Weile ausharren, die Nachbeben halten noch an, ebenso die in diesem Zusammenhang stehenden Erdrutsche. Durchnässte Böden an den Berghängen oder ggf. Sturzbäche durch vom Erdbeben veränderte Flussläufe und Seen sind weiter zu erwarten. Der beginnende Monsun wird eine weitere Herausforderung für die Bewohner sein. Es ist davon auszugehen, dass erst Ende September ein guter Wiederaufbau stattfinden kann. Solange gilt: Jeder Tag ist ein neuer Tag! Es muss abgewartet werden, was passiert. Halten die Nachbeben an? Wie lange, wo und was verändert sich durch die vielen Erdrutsche? Werden Flussläufe verändert oder Seen überflutet? Und wird dabei die Not der Menschen noch größer? Sind die Wege passierbar, um die erforderlichen Hilfen vor Ort leisten zu können? Die Nepali selbst müssen in ihrer provisorischen Bleibe leben, täglich aufs Neue schauen, einigermaßen zurechtkommen. wie der Tag verläuft und wie sie ohne weitere Schäden Für uns heißt es: In den nächsten Monaten aufmerksam bleiben, ggf. flexibel reagieren und beim Allernötigsten unterstützen. Je nach Lage möchten wir nach dem Monsun beim Wiederaufbau helfen. Dazu kümmern wir uns weiterhin um finanzielle Unterstützung. Sie dürfen gerne diesen Bericht nutzen, um weitere Unterstützer zu finden. Bei Fragen zur Durchführung können Sie sich gerne an uns direkt wenden. Wir haben auch wichtige Fragen zum Spendenablauf hier zusammengefasst. Wir wollen gezielt Hilfe dort Hilfe einsetzen, wo die Not am größten ist. Die Everest-Region ist durch den Tourismus geprägt. Hier wurde in der Vergangenheit mit viel Engagement von internationaler Seite Aufbauarbeit geleistet. Diese Institutionen sind mit ihren Projekten eng verbunden und werden sich sicherlich für Hilfe einsetzen. Deshalb wollen wir in diesem Gebiet nicht sofort neue Aktivitäten mittels Spenden beginnen. Über die Kontakte aus unserer Heimat werden wir schnell erfahren, wie es dort weitergeht. Den Kontakt nach Yarsa halten wir weiter über unsere Kontaktperson. Eine langfristige Unterstützung des Dorfes haben wir ins Auge gefasst. Konkrete Maßnahmen sind abhängig von der weiteren Lage vor Ort abhängig und in wie weit wir die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung haben. In den Wingerten 9 6

7 Erstellt von Wenn wir für alle Familien aus Yarsa, die ein Dach über den Kopf benötigen, ausreichend Zeltplanen organisieren wollen, müssen wir insgesamt rund 8250 aufbringen. Die Menschen von Yarsa freuen sich über jede, sei es auch noch so kleine Spende! In den Wingerten 9 7

8 Erstellt von Spendenkonto: Verwendungszweck: Erdbeben in Nepal -S. Sherpa Kontoinhaber: Freunde Nepals e. V. Kreditinstitut: Deutsche Apotheker-und Ärztebank (Apobank) München IBAN: DE BIC (SWIFT-Code): DAAEDEDD Als Mitglied der Freunde Nepals e.v. mit Sitz in München/Rottenburg kann ich sagen: Ihre Spenden werden zu 100 % nur dafür verwendet. Die Verwaltungsgebühren des Vereines werden über die Mitgliederbeiträge verrechnet. Ihre Spende wird für unser Projekt nach Rücksprache zwischen mir und dem Verein zu unserem Projektleiter in Nepal weitergeleitet. Nähere Angaben zur Durchführung Ihrer Spende können Sie bei uns anfordern oder finden Sie auf unserer Webseite Wer seine finanzielle Unterstützung persönlich uns überreichen möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Über Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und die positiven Rückmeldungen, die Sie uns gegeben haben, haben wir uns sehr gefreut!. In den Wingerten 9 8

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