Berlin im Licht. Das Festspiel-Magazin

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1 Berlin im Licht Das Festspiel-Magazin

2 Die norddeutsche Art. Ein attraktives Haus. In jeder Hinsicht. Nur wer vor Ort stark ist, kann es auch darüber hinaus sein. Das beweisen wir als Partner eines starken Verbundes. Gemeinsam mit den 13 Sparkassen Sachsen-Anhalts bieten wir unseren Kunden Erfahrung und Kompetenz. Als Landesbank für Sachsen-Anhalt ist die NORD/LB in vielfältiger Weise auch gesellschaftlich engagiert. Und das aus vollster Überzeugung.

3 Herzlich Willkommen Wir begrüßen Sie sehr herzlich zum Kurt Weill Fest 2011 in Dessau! Es erwartet Sie ein weit gefächertes, attraktives Musik-, Opern-, Literatur- und Ausstellungsangebot. Die Kurt-Weill-Gesellschaft präsentiert Dessau und seine Region sowohl als Ort historisch bedeutender kultureller Entwicklungen wie auch als Standort, der im Heute wichtige Impulse zu geben vermag für neue faszinierende Begegnungen mit Kunst und Kultur. Mit BERLIN IM LICHT beginnen wir einen klingenden Städte-Dreisprung, der in den Festspieljahren von 2011 bis 2013 die Lebens-Stationen von Kurt Weill nachzeichnet und nach Berlin auch Paris und New York portraitiert. Auf den Spuren des am 2. März 1900 in Dessau geborenen Kurt Weill bieten wir Begegnungen mit spannenden Protagonisten der für uns immer noch wenig entdeckten Zeit der Weimarer Republik an und lernen durch diese Zeitreisen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der zentralen Epochen der Weltgeschichte besser kennen. Als im September 1928 die Gas- und Elektrizitätswerke der Stadt Berlin in Verbindung mit den Berliner Festwochen eine große Festbeleuchtung unter dem Motto BERLIN IM LICHT organisierten, war das viel mehr als nur eine spektakuläre Werbemaßnahme: Die Organisatoren verfolgten vielmehr die Absicht, Berlin nach dem verlorenen 1. Weltkrieg wieder in eine Reihe mit den bedeutenden Metropolen der Zeit zu stellen. Nach dem Abdanken der Monarchie und der Einführung der parlamentarischen Demokratie, nach den Aufständen von Links und Rechts, trotz der deutlich zu Tage tretenden rechtsradikalen und antisemitischen Entwicklungen, schien die Währungsreform von 1923 unmittelbar in die unvergesslichen Goldenen 20er Jahre zu münden und doch schwankte Deutschland bereits auf die Schreckensdiktatur der Nationalsozialisten zu. Berlin jedenfalls, das sollte durch die große Lichterschau 1928 demonstriert werden, präsentierte sich als ein Hotspot der damaligen Zeit! Kurt Weill erhielt den Auftrag, einen Song für ein nicht militärisches Platzkonzert zu schreiben, das im Rahmen des Licht-Festes eine zentrale Veranstaltung darstellte. U- und E-Musik verbindend sollte dieses Konzert sein, also ganz im Sinn des Dessauer Komponisten, der auf so geniale Art handwerkliche Kunst und kompositorische Leichtigkeit miteinander zu verbinden wusste. Dank einer Reihe herausragender Künstler und unseren Kooperationspartnern können wir mit BERLIN IM LICHT ein musikalisch-kulturelles Stadtportrait Berlins bieten, durch das Dessau erneut zu einem internationalen Festspielort wird. Besonders freuen wir uns auf das wunderbare Ensemble Modern, das als Residenz- Ensemble das Kurt Weill Fest in besonderer Weise prägen und in drei breit angelegten Konzert-Programmen ein faszinierendes Panorama der Musik der Zeit Kurt Weills aufscheinen lassen wird. Viele Musikfreunde werden sich zudem an Sternstunden vergangener Festivals erinnern, wenn mit Salome Kammer, HK Gruber und Nils Landgren drei ehemalige Residenz-Künstler wiederkehren und das zum regelmäßigen Festspiel- Angebot gehörende MDR-Sinfonieorchester erneut gastiert. Viele Künstler und Ensembles geben im Rahmen des 19. Kurt Weill Fest ihre Debüts: Die Staatsoperette Dresden die letzte Institution ihrer Art in Deutschland! bringt mit Leben in dieser Zeit einen Thomas Markworth Präsident der Kurt-Weill-Gesellschaft e.v. der größten Erfolge von Erich Kästner nach Dessau, wir präsentieren mit Michael Wollny einen der international gefeierten Jazz-Pianisten und bieten Ihnen im Rahmen des Podium Junger Künstler großartige Entdeckungen an. Ein kleiner Film-Schwerpunkt, in dessen Mittelpunkt die Wiederentdeckung des Silhouettenfilms Die Abenteuer des Prinzen Achmed von Lotte Reiniger steht und für den wir bei dem französischen Musiker und Komponisten Renaud Garcia-Fons eine neue Filmmusik in Auftrag gegeben haben, darf bei einem Licht-Programm natürlich nicht fehlen. Besondere Bedeutung für das Festival hat die unverzichtbare hervorragende und auch immer wieder neu inspirierende Partnerschaft mit dem Anhaltischen Theater. André Bücker und das Anhaltische Theater präsentieren als Neuproduktion Weills ersten großen Opernerfolg Der Protagonist und bringen das im letzten Jahr umjubelte One Touch of Venus zurück; die Anhaltische Philharmonie unter ihrem Chefdirigenten Antony Hermus gibt ihr Debüt beim Festival ein neuer Höhepunkt unserer Kooperation. Eine Reihe weiterer Programmhöhepunkte, ein Besuch bei der Jüdischen Gemeinde zu Dessau und zwei Ausstellungen runden die Zeitreise zu BERLIN IM LICHT ab. Führt uns Das verdächtige Saxophon die Diskreditierung Entarteter Musik vor Augen, so entführt uns Meine 20er Jahre in den glamourösen Lebensstil der Zeit. Besonders dankbar sind wir unseren großartigen Unterstützern, die das Kurt Weill Fest meist seit vielen Jahren begleiten begrüßen in diesem Jahr aber auch drei neue Sponsoren, die einen entscheidenden Beitrag zur Attraktivität des Festival leisten. Überhaupt sind es die kontinuierliche Förderung durch das Land Sachsen- Anhalt, die Stadt Dessau-Roßlau und die Unterstützung durch unsere Partner und Förderer unter ihnen die uns freundschaftlich verbundene Kurt Weill Foundation for Music New York die es uns ermöglichen, Ihnen auch 2011 ein attraktives Kurt Weill Fest Programm anzubieten. Machen Sie Ihre Klangreisen in die Stadt der Klassischen Moderne wir freuen uns auf Sie! Thomas Markworth Präsident Kurt-Weill-Gesellschaft e.v. Prof. Michael Kaufmann Intendant des Kurt Weill Fest Dessau Prof. Michael Kaufmann Intendant Kurt Weill Fest Dessau 1 Präsidium der Kurt-Weill-Gesellschaft e.v. Thomas Markworth Präsident Hubert Ernst Vizepräsident Joachim Hantusch Vizepräsident Prof. Dr. Walter Londong Vizepräsident Tanja Begemann Schatzmeisterin Wolfgang Brandt Schriftführer Dr. Uwe Ballinger Konrad Dormeier Dr. Joachim Lucchesi Heike Möller Hans Tobler Kultureller Gedächtnisort nationaler Bedeutung Das Kurt Weill Zentrum und damit auch das Kurt Weill Fest Dessau wurde in das Blaubuch der Bundesregierung als ein Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung aufgenommen. Zu den Kulturellen Gedächtnisorten gehören zwanzig Institutionen in den Neuen Bundesländern. Das Kurt Weill Fest 2011 wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, die Stadt Dessau-Roßlau und in Teilen durch die Kurt Weill Foundation for Music, Inc., 7 East 20th Street, New York, NY

4 Inhaltsverzeichnis Herzlich Willkommen Seite 1 Programmübersicht und Preise Seiten 4 7 Grußworte Seiten 8 9 Artist-in-Residence 2011 Ensemble Modern Seite 10 Ensemble Modern Im Gespräch mit Roland Diry Seite 10 Werke von George Antheil, Henri Marteau und Paul Hindemith, alle dargeboten von Filip Michal Saffray, einem jungen polnischen Geiger, der aus der Internationalen Ensemble Modern Akademie hervorgegangen ist. Drei Komponisten, drei Welten und ein Instrument: die Solo-Violine, die zu schmeicheln versteht, aber auch harsche Töne anschlagen kann. Nachtgesänge Seiten Von einem liebeskranken Mondsüchtigen erzählt Schönberg 1912 entstandener Melodramenzyklus Pierrot Lunaire: in drei mal sieben Mini-Geschichten. Aber nicht nur deswegen wusste das Werk immer wieder zu bezaubern, sondern auch, weil es auf eine ganz neue Weise mit der Stimme umging, sie zwischen Gesang und Sprechen schweben ließ ein Verfahren, das markante Spuren hinterließ, allen voran bei Eisler, aber auch bei Hindemith und Strawinsky. Round about Weill Seite 13 Berlin im Licht Seiten Heute eine Selbstverständlichkeit, damals aber ein Faszinosum: das elektrische Licht, das in den 1920er Jahren die Nacht (beinahe) zum Tag werden ließ und in Gestalt von Straßenbeleuchtungen und Lichtreklame zum unverzichtbaren Bestandteil der modernen Metropole wurde. Bei Licht besehen zeigte sich Berlin eher von der dunklen Seite. Und von Licht und Schatten erzählen auch die Lieder von Weill bis Eisler. Der Protagonist / I Pagliacci Seiten Kurt Weills Protagonist ermordet seine Schwester auf der Bühne und Canio aus Ruggiero Leoncavallos Oper I Pagliacci tötet seine Frau Nedda vor den Augen eines entsetzten Theaterpublikums. Beide Bühnenwerke handeln vom Theater im Theater: vom Spiel, das auf der Bühne entgleist und zur bitteren Realität wird. One Touch of Venus Seiten Der Friseur Rodney Hatch trifft auf den blasierten Kunstsammler Whitelaw Savory, der mit seiner Neuerwerbung prahlt, einer antiken Venus-Statue, die schöner als jede Frau sei. Zum Spaß steckt Rodney, der nicht verhehlen kann, dass er seine Verlobte Gloria hübscher findet, der Statue den eigentlich für Gloria gedachten Ring an den Finger. Die Venus- Statue erwacht zum Leben. Diese verliebt sich sogleich in Rodney, der vergebens vor ihr zu fliehen versucht die Verwicklungen beginnen Eine witzige Variante des Pygmalion-Stoffes! Zaubernacht Seiten Eine Fee erweckt die Spielzeuge im Kinderzimmer eines Nachts zum Leben die Kinder können nur staunend den Entwicklungen zusehen. Der junge Kurt Weill vertonte dieses zauberhafte Thema in einer Kinderpantomine für die russische Ballettgruppe Ballet suidois, die sein erstes Werk für Musiktheater darstellen sollte. Es erklingt zusammen mit Milhauds Ballett La Création du monde, in welchem der Komponist Jazzelemente mit barocken Formen kombiniert. Heute Abend: Lola Blau Seiten Leben in dieser Zeit Seiten MDR Sinfonieorchester Seiten Weill, Hindemith, Korngold drei Angehörige einer Komponistengeneration, alle drei immens erfolgreich, aber auch Opfer der Verhältnisse und Leidtragende der Nazi-Diktatur. Und doch sind es Künstlerpersönlichkeiten, wie sie verschiedener nicht sein können. Zu hören sind Werke, mit denen die drei Komponisten große Erfolge feiern konnten. Darunter Korngolds Violinkonzert mit der Gewinnerin des Internationalen ARD-Musikwettbewerbs von Durch die Nacht zum Licht Seiten Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit die Leitthemen dieses Konzertabends mit der Anhaltischen Philharmonie Dessau. Auf dem Programm stehen Kurt Weills Zaubernacht, in der Spielzeuge nachts zum Leben erwachen, Eislers Ernste Gesänge u.a. mit Texten von Hölderlin, Helmut Richter und Stephan Hermlin, sowie Brahms 1. Sinfonie, die sich vom Dunkel ins Licht zu entwickeln scheint. 2

5 Inhaltsverzeichnis Die Abenteuer des Prinzen Achmed Seiten Lotte Reinigers Film Die Abenteuer des Prinzen Achmed gilt als erster Animationsfilm der Ge schichte dar. Mit Hilfe der von ihr perfektionierten Scherenschnitttechnik inszenierte sie in mühevoller Kleinarbeit Motive aus Tausendundeiner Nacht. Renaud Garcia-Fons komponierte eine neue Filmmusik eigens für das Kurt Weill Fest und setzt diese mit orientalischen Klängen neu in Szene. Weill wir jung sind Seite 56 Buntes Berlin Seite 57 Die Sternchenreise Seite 58 Der Meisterdieb und das Geisterquartett Seite 59 Die besten Liebhaber der Welt Seite 37 Little Annie & Baby Dee Seite 38 Gesang zwischen den Stühlen Seite 39 Spring in Berlin Seite 39 Weill Sehenswert Seiten Das Kurt Weill Fest bietet allen Interessierten ein kleines Filmfest an und entführt die Kinobesucher in die Welt des Berlin der 20er und 30er Jahre. Die Aneinanderreihung von Superlativen wäre erforderlich, um Emil und die Detektive, Berlin Alexanderplatz, Kuhle Wampe und Der Blaue Engel zu beschreiben. Alle vier Filme sind unvergessliche, unvergängliche Klassiker deutscher Filmkunst. Kurt goes Tango Seite 41 Berlinisch für Nichtberliner Seite 62 Wollny & Landgren Seite 42 Wenn wieder Frühling ist Seite 62 Ballads of Good Life Seite 43 Hunger ist heilbar Seite 63 DADA Dessau Dessau DADA Seiten Claire und Kurt Seite 64 Heimat Berlin Seite 47 Biografien Seiten Orgelfugen von Feininger & Bach Seiten Lyonel Feininger, 1919 von Gropius ans Bauhaus berufen und Schöpfer berühmter Bilder wie der Kirche von Gelmeroda (1926), be - schäftigte sich intensiv mit Fugen Johann Sebastian Bachs. Ihre strenge Form inspirierte ihn auf der einen Seite in seinen Bildern, auf der anderen Seite beginnt er jedoch auch eigene Fugen zu komponieren. Der Schweizer Organist Wolfgang Sieber widmet sich an diesem Abend ausschließlich Fugen Feiningers und Bachs. Phillip Boa and the Voodooclub Seite 51 Keine Dreigroschenmusik Seite 52 Vor Dir schein ich aufgewacht Seite 53 It Takes Two Seite 55 Willkommen in Dessau Seite 76 Weitere Sehenswürdigkeiten Seite 77 Veranstaltungsorte Seiten Ausstellung Seite 80 Führungen zum Kurt Weill Fest Seite 81 Rund ums Kurt Weill Fest Seite 82 Kurt-Weill-Gesellschaft e.v. / Kurt Weill Foundation Seite 83 Kooperation Universität Siegen / Impressum / Nachweise Seite 84 3

6 Programmübersicht und Preise Freitag, Uhr, Foyer des Anhaltischen Theaters Dessau Festakt zur Eröffnung V Uhr, Eröffnungsveranstaltung im Anhaltischen Theater Dessau Der Protagonist / I Pagliacci Premiere 33,00 (30,50); 26,00 (23,50); 20,00 (17,50); 13,00 (10,00) Mit freundlicher Unterstützung der NORD/LB ca Uhr, Vorplatz Anhaltisches Theater Dessau Festliches Feuerwerk zur Eröffnung V Uhr, Jazz im Foyer des Anhaltischen Theaters Dessau Keine Dreigroschenmusik 15,00 (12,00) Die Veranstaltungsreihe Podium Junger Künstler wird präsentiert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt Samstag, V Uhr, Film im Kiez Emil und die Detektive (1931) 6,00 (4,50) V Uhr, Festivalcafé im Radisson Blu Fürst Leopold Hotel / FIGARO vor Ort Ensemble Modern Artist in residence 7,50 (5,00) Der Artist-in-Residence wird präsentiert von LOTTO Sachsen-Anhalt V Uhr, Musikalische Comedy in der Marienkirche Dessau Die besten Liebhaber der Welt 24,00 (20,00); 20,00 (16,00) Mit freundlicher Unterstützung der Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt V Uhr, Musical im Technikmuseum Hugo Junkers Heute Abend: Lola Blau GeorG Kreisler 22,00 (18,00) V Uhr, Konzert im Alten Theater Dessau Little Annie & Baby Dee 15,00 (12,00) Sonntag, V Uhr, Matinée im Schloss Georgium (Tischbeinsaal) Vor Dir schein ich aufgewacht 18,00 (15,00) Die Veranstaltungsreihe Podium Junger Künstler wird präsentiert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt V Uhr, Jazz-Frühschoppen im Restaurant Kornhaus Berlinisch für Nichtberliner 12,00 (10,00) [inkl. 1 Getränk] V Uhr, Konzert im Anhaltischen Theater Dessau Leben in dieser Zeit staatsoperette dresden 33,00 (30,50); 26,00 (23,50); 20,00 (17,50); 13,00 (10,00) V7a Uhr, Konzert im Alten Theater Dessau Little Annie & Baby Dee 15,00 V Uhr, Musical im Technikmuseum Hugo Junkers Heute Abend: Lola Blau GeorG Kreisler V Uhr, Chansons im Kurt Weill Zentrum / Haus Feininger Gesang zwischen den Stühlen 13,00 (10,00) Dienstag, V Uhr, Film im Kiez Emil und die Detektive (1931) 6,00 (4,50) Mittwoch, V Uhr, Jazz in der Gründerzeitvilla Krötenhof Spring in Berlin 12,00 (10,00) V Uhr, Film im Kiez Berlin Alexanderplatz (1931) 6,00 (4,50) 4

7 Programmübersicht und Preise Donnerstag, V Uhr, Musiktheater im Anhaltischen Theater Dessau One Touch of Venus Kurt Weill 28,00 (21,00); 22,00 (16,50); 17,50 (13,50); 13,50 (11,00) Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Bahn Mobility Networks Logistics V Uhr, Konzert im Brauhaus Zum Alten Dessauer Claire und Kurt 16,00 (13,00) V Uhr, Konzert im Alten Theater Dessau It Takes Two 16,00 (13,00) Die Veranstaltungsreihe Podium Junger Künstler wird präsentiert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt Freitag, V Uhr, Familienkonzert im Johannbau (Museum für Stadtgeschichte Dessau) Die Sternchenreise 6,00 (3,00) V Uhr, Konzert im Anhaltischen Theater Dessau MDR Sinfonieorchester 33,00 (30,50); 26,00 (23,50); 20,00 (17,50); 13,00 (10,00) Mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke Dessau Samstag, V Uhr, Familienkonzert im Bauhaus Dessau Die Abenteuer des Prinzen Achmed 20,00 (16,00); Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 6,oo V Uhr, Familienkonzert in der Marienkirche Dessau Zaubernacht 20,00 (16,00); Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 6,oo V Uhr, Oper im Anhaltischen Theater Dessau Der Protagonist / I Pagliacci 30,00 (27,50); 23,00 (20,50); 17,00 (14,50); 13,00 (10,00) V Uhr, Konzert im AUDI Terminal Otto Grimm in Bitterfeld- Wolfen Kurt goes Tango tango fusión 18,00 (15,00) Mit freundlicher Unterstützung von AUDI Terminal Otto Grimm GmbH & Co. KG Bitterfeld-Wolfen V Uhr, Pantomime in der Marienkirche Dessau Zaubernacht 28,00 (25,00); 20,00 (16,00) V Uhr, Konzert im Bauhaus Dessau Die Abenteuer des Prinzen Achmed 28,00 (25,00) V Uhr, Konzert im Brauhaus Zum Alten Dessauer Claire und Kurt 16,00 (13,00) V Uhr, Konzert im Bauhaus Dessau Die Abenteuer des Prinzen Achmed u r AufführunG 28,00 (25,00) Mit freundlicher Unterstützung des Ingenieurbüro R. A. Patt GmbH Abbildungen v.l.n.r.: Kurt Weill, Erich Kästner, Szenenfoto One Touch of Venus, Szenenfoto Die Abenteuer des Prinzen Achmed 5

8 Programmübersicht und Preise Sonntag, V Uhr, Musiktheater im Anhaltischen Theater Dessau One Touch of Venus 28,00 (21,00); 22,00 (16,50); 17,50 (13,50); 13,50 (11,00) V Uhr, Konzert in der Marienkirche Dessau Nachtgesänge Artist in residence 22,00 (18,00); 16,00 (12,00) Mit freundlicher Unterstützung von LOTTO Sachsen-Anhalt Dienstag, V Uhr, Film im Kiez Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt? (1932) 6,00 (4,50) Mittwoch, V Uhr, Konzert in der Halle des Elbe-Werks Roßlau Wollny & Landgren 33,00 (28,00) V Uhr, Konzert im Zeughaus Lutherstadt Wittenberg Ballads of Good Life 15,00 (12,00) V Uhr, Film im Kiez Der Blaue Engel (1930) 6,00 (4,50) Donnerstag, V Uhr, Familienkonzert im Johannbau (Museum für Stadtgeschichte) Der Meisterdieb und das Geisterquartett 6,00 (3,00) V Uhr, Konzert im Anhaltischen Theater Dessau Durch die Nacht zum Licht 26,50 (20,50); 21,00 (16,00); 17,00 (13,50); 13,00 (10,50) V Uhr, Dinner mit Musik im Restaurant Pächterhaus Hunger ist heilbar 55,00; 50,00 [inkl. Menü, exkl. Getränke] V Uhr, Konzert in der Gründerzeitvilla Krötenhof Ballads of Good Life 15,00 (12,00) Freitag, V Uhr, Familienkonzert im Bugenhagenhaus in der Lutherstadt Wittenberg Der Meisterdieb und das Geisterquartett 6,00 (3,00) V Uhr, Konzert im Anhaltischen Theater Dessau Durch die Nacht zum Licht 26,50 (20,50); 21,00 (16,00); 17,00 (13,50); 13,00 (10,50) V Uhr, Dinner mit Musik im Restaurant Pächterhaus Hunger ist heilbar 55,00; 50,00 [inkl. Menü, exkl. Getränke] V Uhr, Dada im Bauhaus Dessau DADA Dessau Dessau Dada 18,00 (15,00) 6

9 Programmübersicht und Preise Samstag, V Uhr, Chansons im Kurt Weill Zentrum / Haus Feiniger Heimat Berlin 13,00 (10,00) V Uhr, Kammerkonzert im Bauhaus Dessau Round about Weill Artist in residence 20,00 (15,00) Der Artist-in-Residence wird präsentiert von LOTTO Sachsen-Anhalt V Uhr, Konzert in der Halle des Elbe-Werks Roßlau Weill wir jung sind 15,00 (12,00) Die Veranstaltungsreihe Podium Junger Künstler wird präsentiert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt V Uhr, Dinner mit Musik im Restaurant Pächterhaus Hunger ist heilbar 55,00; 50,00 [inkl. Menü, exkl. Getränke] V Uhr, Orgelkonzert in der Johanniskirche Dessau Orgelfugen von Feininger & Bach 13,00 (10,00) V Uhr, Konzert im Beatclub Dessau Phillip Boa And The Voodooclub 19,00 Sonntag, V Uhr, Jazz-Brunch im Restaurant Kornhaus Wenn wieder Frühling ist 20,00; Kinder bis 10 Jahre 10,00 [inkl. Brunchbuffet] V Uhr, Matinée im Schloss Georgium (Tischbeinsaal) Buntes Berlin 18,00 (15,00) Die Veranstaltungsreihe Podium Junger Künstler wird präsentiert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt V Uhr, Konzert im Anhaltischen Theater Dessau Berlin im Licht Artist in residence 33,00 (30,50); 26,00 (23,50); 20,00 (17,50); 13,00 (10,00) Der Artist-in-Residence wird präsentiert von LOTTO Sachsen-Anhalt Mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse Dessau Abbildungen v.l.n.r.: Salome Kammer, Pindakaas Saxophon Quartett, Phillip Boa, HK Gruber 7

10 Grussworte Sachsen-Anhalt ist ein ungewöhnlich reiches Land. Es ist besonders schön, dass dieser Reichtum aus Dingen gebildet wird, die Menschen nur gemeinsam besitzen können. Die Musik ist ein wesentlicher Teil dieses Reichtums. Es muss Menschen geben, die Musik komponieren, andere, die sie aufführen, und es muss Menschen geben, die diese Musik hören und verstehen. Nicht zuletzt muss es Menschen geben, die Ereignisse wie das Kurt Weill Fest organisieren, und aus allen wird dann die große Gemeinschaft der Musikfreunde. Darum gehört auch die Pflege des musikalischen Erbes zum Kern der kulturellen Identität unseres Landes. In diesem Jahr soll das Motto Berlin im Licht an die reiche, durch Vielfalt und Kreativität ausgezeichnete Zeit der 20er und 30er Jahre erinnern. Es ist wichtig, dass wir uns diese Vielfalt wieder erschließen, sie gleichsam wieder in Besitz nehmen. Seit über 20 Jahren ist auch in diesem Bereich in unserem Lande sehr viel geschehen. Es ist aber genauso wichtig, dass wir diese kulturelle Vielfalt auch selbst wieder hervorbringen, indem wir junge Talente entdecken und fördern. Darum finde ich es so schön, dass es beim Kurt Weill Fest Programmteile gibt, die sich speziell an Kinder und Familien richten. Der Komponist ist durch seine einzigartige Verbindung zum Film, dem in seiner Zeit modernsten Medium, vielleicht sogar besonders geeignet, um junge Menschen anzusprechen. Es ist ein großes Verdienst der Kurt-Weill-Gesellschaft e.v., dass dieses Fest ein wesentlicher und eindrucksvoller Bestandteil des kulturellen Lebens in Sachsen- Anhalt geworden ist. Ich will aber besonders darauf aufmerksam machen, wie dankbar wir dafür sein können, dass selbst aus dem Umstand, dass Kurt Weill ein Vertriebener aus seinem eigenen Land geworden war, nun eine Brücke der Verständigung zwischen Menschen und Völkern geworden ist. Die Schirmherrschaft des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika ist dafür ein guter Ausdruck. Darum wünsche ich dem Kurt Weill Fest großen Erfolg, den Besuchern aber auch den Mitwirkenden Freude und bleibende Eindrücke. Ich begrüße Sie alle herzlich in Dessau-Roßlau und hoffe, dass Sie in unseren an Kultur reichen Landschaften und vor allem in der Musik immer wieder Neues entdecken. Sehr gerne übernehme ich auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für das Kurt Weill Fest Dessau. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat sich dieses Fest ständig wachsende Anerkennung in der Welt erwerben können. So ist es heute ganz sicherlich eines der bedeutendsten Foren der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts und eines der wichtigsten Festivals in den neuen Bundesländern. Die traditionelle gemeinsame Schirmherrschaft mit dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt macht aber deutlich, dass dieses Fest in Weills Geburtsstadt auch ein wichtiges Element und Symbol für die engen und freundschaftlichen deutsch-amerikanischen Beziehungen ist. Das diesjährige Kurt Weill Fest steht unter dem Motto Berlin im Licht. Wieder erwarten die Besucher viele spannende Entdeckungen und Begegnungen nicht nur mit Werken Weills. Darüber hinaus wollen die Organisatoren ein Fenster öffnen für einen genauen Blick auf Kunst und Gesellschaft in Berlin und Deutschland in jenen Jahren des frühen 20. Jahrhunderts. Dies ist sicher ganz im Sinne von Kurt Weill, für den Kunst auch stets eine politische und gesellschaftliche Bedeutung hatte. Und für viele Menschen stehen Weill und das Berlin der Zwanzigerjahre auch für den Aufbruch in die Moderne dieses Jahrhunderts und daran hatte Dessau mit dem Bauhaus und Industriellen wie Hugo Junckers ja durchaus einen wichtigen Anteil. Es freut mich ganz besonders, dass auch an diesem Fest wieder so viele amerikanische Künstler und Institutionen beteiligt sind. Die Kooperation des Kurt Weill Fest mit der Kurt Weill Foundation of Music New York hat sich weiterentwickelt; so können die Besucher in diesem Jahr Preisträger des renommierten Lotte-Lenya- Gesangswettbewerbs in einem Konzert erleben. Auch die Präsentation der Stummfilme des genialen Fotografen und Bauhausmeisters Laszlo Moholy-Nagy bei einer Veranstaltung des Festivals im Kino Arsenal in Berlin eine erste Kooperation mit der Eastman School of Music der University of Rochester wird sicherlich auf großes Interesse stoßen. Ich wünsche dem Kurt Weill Fest Dessau 2011 zahlreiche Besucher, ein gutes Gelingen und dem Publikum viele interessante Entdeckungen. Prof. Dr. Wolfgang Böhmer Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Schirmherr des 19. Kurt Weill Fest Dessau Philip D. Murphy Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika Schirmherr des 19. Kurt Weill Fest Dessau 8

11 Grussworte Ich heiße Sie in der Stadt Dessau-Roßlau herzlich willkommen und freue mich sehr, dass Sie sich zu einer Entdeckungsreise durch das musikalische Werk des in unserer Stadt geborenen Komponisten einladen lassen. Initiiert 1992 von so herausragenden Persönlichkeiten wie Guy Stern, Vizepräsident der uns freundschaftlich verbundenen Kurt Weill Foundation for Music in New York, hat aus enthusiastischen Anfängen bescheiden begonnen, was als jährliches Kurt Weill Fest inzwischen zu einem nicht mehr wegzudenkenden kulturellen Höhepunkt für Dessau-Roßlau von zunehmend nationalem Rang geworden ist. Das 19. Kurt Weill Fest steht unter dem Motto Berlin im Licht und ist Auftakt einer Festival-Reihe, die sich mit den wichtigsten Schaffens- und Lebensorten Weills auseinandersetzen wird. An erster Stelle steht somit Berlin. Der aus der ehemaligen anhaltischen Residenz stammende Kurt Weill sollte im Berlin der Goldenen Zwanziger seinen Weg als erfolgreicher Bühnenkomponist finden. Ich bin dankbar, dass das Kurt Weill Fest dabei die Strömungen jener Zeit aufnimmt, sie in den Kontext des Heute stellt und dabei Kurt Weill als Sohn unserer Stadt auch als Zeitzeugen begreift. Dazu gehört die Einbeziehung des großartigen Wirkens der Bauhaus-Meister um Walter Gropius am Bauhaus Dessau und der beispielhaften Industriegeschichte eines Hugo Junkers in Dessau ebenso, wie heute die Reflexion auf die Klassische Moderne insgesamt und das Wagnis von Auftragskompositionen für neue Musik. Die Macher des Kurt Weill Festes um Intendant Michael Kaufmann schaffen eine wundervolle Verbindung zu der großartigen Tradition dieser Stadt und entsprechen damit auch deren Leitbild Zukunft mit Tradition. Ich bin dankbar für die Begründung und dauerhafte Pflege wundervoller Partnerschaften des Kurt Weill Fest, insbesondere natürlich mit unserem Anhaltischen Theater, aber auch etwa mit vielen auswärtigen Bühnenhäusern, Orchestern, dem Bauhaus Dessau und den vielen Sponsoren als ebenso unverzichtbare Partner. Mein besonderer Gruß gilt insbesondere auch dem weltweit gefeierten Ensemble Modern, das seine besondere Verbindung zu dieser Stadt in diesem Jahr als Artist in Residenz krönt, und HK Gruber, Salome Kammer und Nils Landgren, die alle drei bereits Artist in Residence - als international anerkannte Künstler nicht nur das Werk Kurt Weills in die Welt getragen haben, sondern uns in diesem Jahr erneut die Ehre ihres Besuches geben. Den Veranstaltern sowie allen Förderern sage ich ganz herzlichen Dank und wünsche uns spannende, vielseitige Festivaltage mit interessanten Begegnungen und unvergesslichen Eindrücken. Das Kurt Weill Fest wird in diesem Jahr zum Reiseführer, und der musikalische Ausflug geht nach Berlin. Hinein in ein buntes, schillerndes, übermütiges Berlin, wie wir es aus Büchern und Filmen über die Weimarer Zeit kennen. Der junge Komponist Kurt Weill hat die faszinierende Weltmetropole im Licht jener Jahre selbst erlebt. In Berlin wurde 1928 seine Dreigroschenoper mit einem überwältigenden Erfolg aufgeführt, was ihn und Brecht international bekannt machte. Und bestimmt hat Weill auch selbst oft mit Spaß das äußerst facettenreiche Berliner Kulturleben genossen, seine Theater, Konzertsäle und Kabaretts. Bekanntlich lehnte er eine Trennung in ernste und leichte Musik ab. Wir sind voller Erwartungen, wenn uns das diesjährige Kurt Weill Fest in die erste wichtige Schaffensperiode des Komponisten führt. Dass Weills Musik noch nach Generationen bis heute Künstler inspiriert, zeigt sich in der Zahl der Gäste und im umfangreichen Repertoire an Veranstaltungen, die wir in diesem Jahr eine Woche länger genießen dürfen. Mit einem erfreulichen Mut haben die Veranstalter auch neue Seiten aufgeschlagen, ungewohnte Querverbindungen zum Beispiel zu Feininger und Bach hergestellt. Ich bin mir sicher, jeder Besucher des Musikfestes wird auf seine Kosten kommen. LOTTO freut sich, das weltweit gefeierte Ensem ble Modern als diesjährigen Artist-in-Residence präsentieren zu können. Es zeichnet sich durch seinen überzeugenden musikalischen Brückenschlag von der Weillschen Moderne zur Neuen Musik aus. Ein gemeinsames Konzert des Ensembles Modern mit HK Gruber, den wir vor einigen Jahren in Residence vorstellten, wird sicherlich zu den Höhepunkten des Veranstaltungsreigens in Dessau gehören. Das Kurt Weill Fest muss nicht mehr ans Licht geholt werden. Es steht seit Jahren mittendrin und hat sich im Musikleben und auf den Terminkalendern von Künstlern und Musikfreunden fest etabliert. Ich wünsche allen Künstlern und Gästen einen wahren Ohrenschmaus! Wolfgang Angenendt Geschäftsführer LOTTO Sachsen-Anhalt Kuratorium der Kurt-Weill-Gesellschaft e.v. Helen Schneider (Vorsitzende) Sängerin und Musical- Darstellerin Dr. Jürgen Allerkamp Vorstandsmitglied der NORD/LB Wolfgang Angenendt Geschäftsführer LOTTO Sachsen-Anhalt Roland Diry Geschäftsführer Ensemble Modern Hubert Ernst Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Dessau Ulrich Fischer Rechtsanwalt Prof. Georg Frank Staatssekretär Dr. Valentin Gramlich Kultusministerium Sachsen-Anhalt HK Gruber Komponist, Dirigent, Chansonnier Dr. Hinrich Holm Vorstandsmitglied der NORD/LB Klemens Koschig Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau Dr. Friedrich Leffler ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ÖSA Klemens Koschig Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau 9

12 Der Artist in Residence wird präsentiert von LOTTO Sachsen Anhalt Filip Michal Saffray 10 Ensemble Modern Artist-in-Residence 2011 Berlin im Licht so nennt das Ensemble Modern eines seiner Konzerte (13. März). Licht bringt es, um im Bild zu bleiben, aber auch nach Dessau, ins Kurt Weill Fest 2011: Aus klug erwählten Schlüsselwerken, die exemplarisch für ihre Zeit sind; die uns die Bewegungsenergie, die Vielfalt und nicht zuletzt die Widersprüche der 1920er Jahre förmlich auf der Haut spüren lassen. Berlin im Licht ist aber auch deswegen eine Leuchtturm-Veranstaltung, weil das Konzert in einer Art dargeboten wird, die einzigartig ist. HK Gruber, der überaus erfolgreiche Komponist, tritt hier nicht nur als Ensembleleiter auf. Vielmehr erscheint er auch als Sänger, als Wortinterpret, der mit seiner stimmlichen Wirkungsmacht die Lieder von damals, mögen sie von Weill oder Eisler stammen, in die Gegenwart hineinholt. Es spricht für die immense Wandlungsfähigkeit und die geistige Offenheit des Ensemble Modern, dass es ebenso intensiv die Gegenwelt auszuloten vermag getreu dem Motto Wo Licht ist, ist auch Schatten : In den Nachtgesängen, die Salome Kammer anstimmt, wagen sich die Musikerinnen und Musiker ins Dunkel: Sie beschwören skurrile Traumwelten, wie in Schönbergs Pierrot Lunaire, nähern sich aber auch nächtlichen Horrorvisionen, so in Hindemiths Liederzyklus Die junge Magd (5. März). Kammermusik vom Feinsten, so könnte man das dritte Konzert Round about Weill überschreiben, für das sich nun die hochkarätigen Bläser des Ensemble Modern verantwortlich zeigen (12. März). Dank ihrer immer wieder verblüffenden Repertoirekenntnis können sie ein packendes Programm anbieten, das einerseits Komponisten vorstellt, die wie Kurt Weill der Verfolgung ausgesetzt waren, andererseits aber auch erfahrbar macht, zu welchen Verlusten der von den Nazis betriebene Kahlschlag führte. Das Ensemble Modern stellt sich neben seiner weltweiten Konzerttätigkeit auch der Verantwortung, den professionellen Nachwuchs zu fördern. Als Plattform dafür dient die Internationale Ensemble Modern Akademie, von der auch der 1983 in Polen geborene Geiger Filip Michal Saffray profitierte. Sein Solo-Recital weist ihn mithin als charismatischen Botschafter dieser Institution aus, als überzeugenden Anwalt moderner Musik (26. Februar). Samstag, V Uhr, Festivalcafé im Radisson Blu Fürst Leopold Hotel / FIGARO vor Ort Ensemble Modern Im Gespräch mit Roland Diry Moderation: Angela Kaiser (MDR Figaro), Stefan Lang (Deutschlandradio Kultur) Violine: Filip Michal Saffray George Antheil ( ) Printemps für Violine solo (1924) Henri Marteau ( ) Sonata fantastica für Violine solo, op. 35 (1927) Paul Hindemith ( ) Sonate für Violine solo op. 31 Nr. 2 (1924) Eine Kooperation mit MDR Figaro Sonntag, V Uhr, Konzert in der Marienkirche Dessau Nachtgesänge Artist in r esidence Ensemble Modern Violine: Jagdish Mistry Violine: Rafal Zambrzycki-Payne Viola: Megumi Kasakawa Violoncello: Michael M. Kasper Flöte: Dietmar Wiesner Klarinette: Nina Janßen Klavier: Hermann Kretzschmar Gesang: Salome Kammer Dirigent und Sprecher: HK Gruber Arnold Schönberg ( ) Pierrot Lunaire op. 21 Dreimal sieben Melodramen nach Albert Giraud (1912) Hanns Eisler ( ) Palmström op. 5 Studien über Zwölfton-Reihen Paul Hindemith ( ) Die junge Magd op. 23 No. 2 Sechs Gedichte von Georg Trakl (1922) Igor Strawinsky ( ) Suite aus L'Histoire du Soldat (1919) Mit freundlicher Unterstützung von LOTTO Sachsen-Anhalt Willkommener Auftrag Anfang 1912 erhielt Schönberg ein folgenreiches Angebot, wie er am 19. Januar in seinem Berliner Tagebuch vermerkte: Vorschlag zu Frau Dr. Zehmes Vortragsabsichten, einen Zyklus Pierrot Lunaire zu komponieren. Stellt hohes Honorar (1000 Mark) in Aussicht. Habe Vorwort gelesen, Gedichte angeschaut, bin begeistert. Glänzende Idee, ganz in meinem Sinn. Würde das auch ohne Honorar machen wollen. Hinter der Auftraggeberin steckte die Schauspielerin-Sängerin Albertine Zehme, die sich nach ihrer Hochzeit mit einem Leipziger Prominentenanwalt von der Bühne zurückgezogen hatte, um Jahre später das Konzertpodium zu betreten, als anerkannte Interpretin der seinerzeit stark gefragten Melodramen. Und hinter Pierrot Lunaire verbarg sich der gleichnamige Zyklus des belgischen Lyrikers Albert Giraud: von der Décadence geprägte Gedichte, die Otto Erich Hartleben (frei) übersetzt hatte, der dem Friedrichshagener Dichterkreis angehörte. Nachdem er mit Albertine Zehme den Vertrag ausgehandelt hatte, gab sich der Komponist einem lustvollen Schaffensdrang hin. Dieser führte zur Entstehung der drei mal sieben Melodramen des Pierrot: kammermusikalische Pretiosen, in denen Schönberg schlichtweg zauberte, mit denen er das Wunder schaffte, die hohe Schule des Kontrapunkts wie der Variation mit hautnaher Sinnlichkeit zu verbinden. Die Klänge werden hier, vertraute er am 12. März seinem Berliner Tagebuch an, ein geradezu tierisch unmittelbarer Ausdruck sinnlicher und seelischer Bewegungen. [...] ich weiß jetzt, woher es kommt, Frühling!!! Immer meine beste Zeit. Ich fühle bereits wieder die Bewegung in mir. Ich bin darin fast wie eine Pflanze. In der Tat überwucherte Schönbergs Phantasie die formale Strenge der Gedichte, allesamt Sonette, die

13 jeweils aus zwei Vier- und zwei Dreizeilern bestehen. Kraft der Musik indes, die hier rezitativisch ist, dort in Gestalt einer frei interpretierten Passacaglia daherkommt (in der achten, Nacht überschriebenen Nummer), um an dritter Stelle die Struktur eines Kanons aufzunehmen (im achtzehnten Melodram, Mondfleck betitelt), erscheint jedes Stück als individuelle Formung ein Eindruck, zu dem auch die Tatsache beiträgt, dass Schönberg aus der Grundbesetzung immer wieder andere Ensembles zusammenstellt und somit für einen enormen Farbenreichtum sorgt. Generationenkonflikt Als Hanns Eisler kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs zehn öffentlichen Proben von Schönbergs Kammersinfonie op. 9 beigewohnt hatte, stand es für ihn fest: Nur bei ihm wollte er studieren, nur er könnte ihm den Weg weisen. Umgekehrt fand auch Schönberg Gefallen an dem jungen Mann, dessen Schlagfertigkeit und Intelligenz er ebenso bewunderte wie seinen musikalischen Tiefgang. So regte er nicht nur Eislers Auszeichnung mit dem Musikpreis der Stadt Wien an, er vermittelte ihm auch einen finanziell dringend notwendigen Aushilfsjob bei der Universal Edition. Und es war nahezu selbstverständlich, dass Eisler eine Einladung erhielt, als Schönberg 1923 eine Reihe von Freunden und Schülern in sein Mödlinger Heim bat, um sie über eine wichtige Entdeckung zu unterrichten: seine Methode, mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen zu komponieren. Schönbergs Vortrag schrieb bekanntlich Musikgeschichte. Fortan orientierten sich seine Schüler Anton Webern, Alban Berg und eine Heerschar weiterer an eben dieser Methode. Hanns Eisler ergriff die Gelegenheit ebenfalls beim Schopf. Nur wenige Monate später legte er seinen Zyklus Palmström op. 5 vor (nach Gedichten von Christian Morgenstern) seine erste der Zwölftonmethode folgende Komposition, die sich gleichwohl noch an den Pierrot anlehnt (vor allem hinsichtlich der Stimmbehandlung und der Besetzung). Als Huldigung an Schönberg lässt sich auch der Untertitel von Palmström lesen, Studien über Zwölftonreihen in Form von Melodramen, ebenso wie die beiden ersten Töne der zugrunde gelegten Zwölftonreihe A und Es, die auf die Anfangsbuchstaben des Namens Arnold Schönbergs verweisen. Schaut man aber genauer hin, kann man auch kritische Untertöne wahrnehmen, versteckte Botschaften, die Eisler offensichtlich auf seinen Lehrer gemünzt hat. So fügte er der Schlusszeile der dritten Miniatur L art pour l art die Regieanweisung bei, dass die Sprecherin mit nachdenklicher Miene den Kopf schütteln solle. Diese aus dem Rahmen fallende Anmerkung deutet auf Verschiebungen hin, die sich zwischenzeitlich im Lehrer-Schüler-Verhältnis von Schönberg und Eisler ergeben hatten. Letzterer bewunderte seinen Lehrer zwar nach wie vor als Komponisten, aber er lehnte dessen politische, dem Monarchismus zuneigende Haltung ebenso ab wie dessen Auffassung, Kunst sei um der Kunst willen da und habe keine direkte soziale Funktion. Der in Palmström noch verschlüsselte Dissens trat ein Jahr später offen zutage: Eisler, das Ziehkind Schönbergs, nabelte sich von seinem Übervater ab, um nach Berlin zu ziehen und seine Musik dort in den Dienst der Arbeiterbewegung zu stellen. Berlin und Donaueschingen Zwei Orte gab es, an denen sich die hier programmatisch verbündeten Komponisten wiederholt begegneten: die Metropole Berlin und das abseits gelegene Residenzstädtchen Donaueschingen. Paul Hindemith, der während der 1920er Jahre in Frankfurts Kuhhirtenturm wohnte, einem Teil der städtisch-spätgotischen Wehranlage, übersiedelte 1927 nach Berlin, um an der dortigen Musikhochschule eine Kompositionsklasse zu übernehmen. Hindemiths sechsteiliger Liederzyklus Die junge Magd op. 23 kam 1922 in Donaueschingen zur Uraufführung. Im Gefolge von Schönbergs op. 10 stützt er sich auf die Begleitung eines Streichquartetts, das er allerdings noch durch Flöte und Klarinette ergänzt. Die Gedichte stammen von dem expressionistischen, im Ersten Weltkrieg gefallenen Dichter Georg Trakl. Das Leid der jungen Magd, ihre Niedergedrücktheit, aber auch das Niederdrückende, Grauenhafte der Trakl schen Horrorvisionen weiß Hindemith sensibel nachzuzeichnen, indem er den Blick auf die scheinbaren Nebensächlichkeiten lenkt, die von Trakl erlauschte Klangwelt: eine flötende Amsel (Nr. 2), das Krähen eines Hahns (Nr. 3), die durch den Wind gerüttelte Tür (Nr. 2) oder das Dröhnen der Schmiedehämmer (Nr. 4) hatte Igor Strawinsky das Glück, den Proben für die Uraufführung von Schönbergs Pierrot Lunaire beiwohnen zu können ein Ereignis, dessen er noch im hohen Alter gedachte. Es inspirierte ihn nicht nur bei der Komposition seines 1953 entstandenen Septetts, sondern schon Jahrzehnte zuvor bei einem seiner größten Würfe, der Geschichte vom Soldaten, die gleichfalls mit einer reduzierten Besetzung und einem Sprecher/einer Sprecherin arbeitet. Wie bei seiner Pulcinella Suite, die er zu einer Suite italienne eindampfte, gibt es auch von der Histoire du Soldat eine reduzierte, zwei Jahre nach der Uraufführung (1917) entstandene Fassung: für Geige, Klarinette und Klavier. Sie beginnt mit einem Marsch. Die nächste Nummer ist der Violine des Soldaten gewidmet, die er an den Teufel verkauft, um reich zu werden. Ein ausgesprochen heiterer Satz schließt sich an, das Petit Concert, dem die berühmte Folge dekonstruierter Tänze folgt, Tango Valse Ragtime. Sie lässt einen Strawinsky spüren, der wie ein Mikrophon durch die Welt schreitet, um sie in ihrer gesamten Klanglichkeit zu erfassen und dem eigenen Komponieren anzuverwandeln. Der abschließende Danse du diable aber ist eine Chiffre dafür, dass Musik und Tanz eins sind, dass sie seit grauer Vorzeit zwei Ausdrucksformen ein- und desselben Lebensgefühls sind. Georg Trakl, aus (2. Auflage, 1917): Nächtens übern kahlen Anger Gaukelt sie in Fieberträumen. Mürrisch greint der Wind im Anger Und der Mond lauscht aus den Bäumen. Balde rings die Sterne bleichen Und ermattet von Beschwerde Wächsern ihre Wangen bleichen. Fäulnis wittert aus der Erde. Traurig rauscht das Rohr im Tümpel Und sie friert in sich gekauert. Fern ein Hahn kräht. Übern Tümpel Hart und grau der Morgen schauert. 11 Salome Kammer Marienkirche

14 Wir wünschen allen Gästen gute Unterhaltung beim LOTTO fördert Kunst und Kultur in Sachsen-Anhalt. LSA_Anz_KurtWeillFest_181x265.indd :53:54 Uhr

15 Samstag, V Uhr, Kammerkonzert im Bauhaus Dessau Round about Weill Artist in r esidence Ensemble Modern Flöte: Dietmar Wiesner Oboe: Christian Hommel Horn: Saar Berger Klarinette: Nina Janßen Fagott: Johannes Schwarz Alexander Zemlinsky ( ) Humoreske Schulstück für Bläserquintett (1939) Hanns Eisler ( ) Divertimento op. 4 Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (1923) Erwin Schulhoff ( ) Divertissement für Oboe, Klarinette und Fagott (1927) 1. Overtüre 2. Burlesca 3. Romanzero 4. Charleston 5. Tema con Variazioni e fugato 6. Florida 7. Rondino Finale John Cage ( ) Music for Wind Instruments für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (1938) 1. Trio 2. Duett 3. Quintett Pavel Haas ( ) Bläserquintett op. 10 (1929) 1. Preludio 2. Preghiera 3. Ballo Eccentrico 4. Epilogo Die Reihenfolge des Programms stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Der Artist in Residence wird präsentiert von LOTTO Sachsen Anhalt Nimmt man den Titel Humoreske zusammen mit dem Entstehungsjahr des Stückes, dann dürfte sich jedweder Gedanke an Humor oder ähnliches verbieten führte der Führer sein Volk in den Krieg, um sodann Nation um Nation ins Verderben zu reißen bedeutete für Alexander Zemlinsky, den Komponisten der Humoreske, aber auch persönlich ein Fiasko. Immerhin musste er sein geliebtes Prag verlassen, weil sein Leben durch die Nationalsozialisten aufs höchste gefährdet war. Als bereits Achtundsechzigjähriger hieß es nun für ihn, sich in New York eine neue Existenz aufzubauen. Ein schwieriges Vorhaben, wie der Untertitel der Humoreske (Schulstück) ahnen lässt, deutet er doch auf finanzielle Schwierigkeiten hin, in denen Zemlinsky sich nach seiner Flucht befand. Um ihrer Herr zu werden, versuchte er sich erstmal an einer pädagogisch ausgerichteten School music einem Genre, für das man in den USA relativ gut bezahlte. Gleichwohl stellt die Humoreske hohe Anforderungen an die Instrumentaltechnik und das Ensemblespiel. War Zemlinsky bekanntlich der Schwager Arnold Schönbergs, gehörte Hanns Eisler zu dessen bedeutendsten Schülern. Dem verehrten Lehrer, der 1923 selbst an einem derartigen Werk arbeitete, verdankte Eisler auch die Anregung, ein Divertimento für Bläserquintett zu schreiben. Das Ergebnis: Eine intelligente Miniatur, die den Komponisten als Meister der Variation ausweist, beispielhaft in der Coda des zweiten Satzes, in der noch einmal alle entfalteten Momente aufleuchten. Gelang es Eisler wie durch ein Wunder (zunächst eine jahrelange Flucht quer durch Europa, dann die Exilierung in die USA), den braunen Schergen zu entkommen, so konnte sich Schulhoff deren tödlicher Sogkraft nicht entziehen: Der gebürtige Prager starb 1942 nunmehr Bürger der Sowjetunion in einem nationalsozialistischen Internierungslager auf der bayerischen Wülzburg. Das Divertissement zeigt Schulhoff, der sich früh von den Ideen der Dadaisten inspirieren ließ, um später überzeugter Kommunist zu werden, von einer typischen Seite. Es offenbart seine Freude an jazzhaften Rhythmen und Harmonien, aber auch an folkloristisch anmutenden Melodien Elemente, die er perfekt in eine klassische Textur einbindet. Der Name Schönberg könnte nun abermals als Verbindungsstück genannt werden: zwischen Schulhoff, der sich in seiner Heimatstadt für das Werk Schönbergs engagierte, und John Cage, der Mitte der 1930er Jahre kurzfristig bei Schönberg studierte. Von dieser Schülerschaft kündet auch die Music for Wind Instruments, basiert sie doch auf Fragmenten einer Zwölftonreihe, auf Bruchstücken, die auch die Länge der Pausen beeinflussen. In Auschwitz kam 1944 der aus Brünn stammende Pavel Haas ums Leben. Er, der in seiner Heimatstadt bei Leoš Janáče k studiert hatte, synthetisiert in seinen Kompositionen heimatliche Volkslieder, Sakralmusik und Klassisches Qualitäten, die er mit rhythmischen und tonalen Schichtungen verschmilzt. So entstand ein Œuvre, das sich durch Vitalität und optimistische Grundtöne auszeichnet, ohne auch nur partiell ins Seichte abzugleiten. Ensemble Modern, Probenfoto Erwin Schulhoff Die Kunst an sich ist der Ausdruck gesteigerter menschlicher Sehnsucht, das Kunstwerk als solches die Explosion eines gesteigerten Empfindens. Absolute Kunst ist Revolution. 13

16 Hanns Eisler, Interpretationsanweisung zum Lied der Arbeitslosen (1928) Dieses Lied singt man eigentlich am besten so: Zigarette im Mundwinkel, Hände in den Hosentaschen, leicht gröhlend, damit es nicht zu schön klingt und niemand erschüttert wird. Kurt Tucholsky, aus der Ballade der Wohltätigkeit (1928): Die Mark ist tausend- und tausendfach / in fremde Taschen geflossen; / die Dividende hat mit viel Krach / der Aufsichtsrat beschlossen. / Für euch die Brühe. Für sie das Mark. / Für euch der Pfennig. Für sie die Mark. 14 Sonntag, V Uhr, Konzert im Anhaltischen Theater Dessau Berlin im Licht Artist in r esidence Lieder und Songs von Weill und Eisler Ensemble Modern Gesang / Leitung: HK Gruber Klangregie: Norbert Ommer Kurt Weill ( ) Berlin im Licht arr. für Gesang und Jazz-Ensemble von Otto Lindemann (1928) Hanns Eisler ( ) Ballade von der Krüppelgarde (1929/30) Suite für Orchester Nr. 2 op. 24 (1931) Kurt Weill Ölmusik rev. 1975, von David Drew (1928/75) Hanns Eisler Ballade von der Wohltätigkeit (1928) Lied vom SA-Mann (1931) Suite für Orchester Nr. 3 op. 26 (1931/63) Kurt Weill aus: Die Dreigroschenoper (1928) Morgenchoral des Peachum Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens Hanns Eisler Ballade vom Nigger Jim (1929/30) Ballade von den Säckeschmeißern (1930) Kurt Weill Klopslied (1925) aus: Die Dreigroschenoper (1928) Kleine Dreigroschenmusik für Blasorchester, Suite Hanns Eisler Stempellied (1928) Kurt Weill aus: Die Dreigroschenoper (1928) Die Moritat von Mackie Messer Der Artist in Residence wird präsentiert von LOTTO Sachsen Anhalt Mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse Dessau Die Moderne brachte eine Verlagerung der künstlerischen Schauplätze mit sich. Die Maler verließen die Ateliers, um im Freien zu arbeiten. Die Literaten suchten Sujets auf der Straße, oft in sozialen Brennpunkten. Und auch die Musiker bemühten sich um neue Spielräume außerhalb des Konzertsaals, fernab der bürgerlichen Kulturtempel. Man denke nur an Igor Strawinskys Geschichte vom Soldaten, die in einer Art Zirkuszelt aufgeführt werden sollte, oder an Erik Satie, der viele seiner Werke im Montmartre-Kabarett Le Chat noir zum Besten gab. ne ziemliche Stadt Ein faszinierendes Beispiel für diesen Szenenwechsel ist auch Kurt Weills 1928 geschriebenes Foxtrott-Lied Berlin im Licht: eine Auftragskomposition der Berliner Stadtwerke, die mit der gleichnamigen Großveranstaltung ihre Modernität beweisen wollten. Weill, der mit seiner Dreigroschenoper eben zu Weltruhm gekommen war, präsentierte dort gleich zwei Fassungen seines Songs. Die eine hob der Schauspieler-Sänger Paul Graetz aus der Taufe während einer Nachtrevue an der Kroll-Oper. Die andere, für Blasorchester, gelangte auf dem Berliner Wittenbergplatz zur Uraufführung: in einem von Hermann Scherchen dirigierten Konzert mit nichtmilitärischer Musik für Militärorchester. Nichtmilitärisch gab sich aber nicht nur die zündende Musik, sondern auch der von Weill stammende, kunstvoll-flapsige Text: Berlin das ist kein lauschiges Plätzchen, / das ist ne ziemliche Stadt, / damit man alles gut sehen kann, / da braucht man schon einige Watt. Auf den Straßen Den Willen, ein größeres und anderes Publikum als jenes im bürgerlichen Konzertsaal zu erreichen, bekundete immer wieder auch Hanns Eisler, der Mitte der 1920er Jahre von Wien nach Berlin übergesiedelt war, um sich in der Arbeiterbewegung zu engagieren (der Titel seines 1928 auf einen Text von David Weber entstandenen Chorstücks Auf den Straßen zu singen spricht Bände). Symptomatisch für Eislers in der Folge entwickelten Kampfstil ist seine Ende der 1920er Jahre komponierte Ballade von der Krüppelgarde ein marschhaftes Lied, das ganz auf die Kraft des Refrains setzt: Unser Leutnant kommt von den Toten, / Unser Hauptmann hat einen Stumpf, / Unser Feldmarschall kriecht am Boden, / und ist nur noch ein Rumpf. Der aufrüttelnde Text des Songs stammt einmal mehr von David Weber (alias Robert Gilbert), einem der erfolgreichsten Liedtexter der Weimarer Republik und neben Bertolt Brecht wie Kurt Tucholsky der für Eisler wichtigste Autor. Es entsprach ebenfalls Eislers pazifistischen Grundsätzen, die Musik zu dem 1931 produzierten Film Niemandsland zu schreiben, für dessen Drehbuch der russische Regisseur Victor Trivas verantwortlich zeichnete: Der Streifen erzählt davon, wie fünf junge Männer, die alle unterschiedlichen Nationen angehören, sich nolens-volens in einem Schützengraben zusammenraufen, um zuguterletzt die Absurdität des Krieges zu begreifen. Das Schlusslied von Niemandsland (Der heimliche Aufmarsch), dort eindrucksvoll interpretiert von Arbeitersänger Ernst Busch, verwendete Eisler auch im Finale (Marschtempo) seiner Suite für Orchester Nr. 2, die eine Kompilation seiner Filmmusik darstellt. Hinter Weills Öl Musik verbirgt sich eine anspruchsvolle Montage aus Teilen einer nur bruchstückhaft über-

17 lieferten Bühnenmusik: den Intermezzi und Songs für eine Konjunktur betitelte Komödie, die der angesehene Regisseur Erwin Piscator inszeniert hatte. Die Öl Musik, die mit aggressiven, maschinenhaften Klängen beginnt, gipfelt in einem Muschel Song, der noch heute von höchster Aktualität ist. Zeilen wie Petroleum heißt unser Vaterland oder Da wurde aus Blut Benzin müssten auch den Hörer des 21. Jahrhunderts ins Mark treffen: zumal Weills verführerische Musik, ein bewusst gesetzter Kontrapunkt, den Ernst der textlichen Botschaft unterstreicht. Konjunktur Ebenso aktuell wie Weills Öl Musik und deren von Leo Lania stammender Text ist die Ballade von der Wohltätigkeit, zu der Eisler die Musik lieferte, während Tucholsky, genannt Peter Panther, Verse zu Papier brachte, die 1928, ein Jahr vor der Weltwirtschaftskrise, von nahezu visionärer Qualität waren: Die Mark ist tausend- und tausendfach / in fremde Taschen geflossen; / die Dividende hat mit viel Krach / der Aufsichtsrat beschlossen. / Für euch die Brühe. Für sie das Mark. / Für euch der Pfennig. Für sie die Mark. 1931, für eine Rote Revue der jungen Volksbühne, kooperierte Eisler einmal mehr mit Bertolt Brecht. Eine ihrer Hervorbringungen war das Lied vom SA Mann, das den Zusammenhang von sozialen Missständen und Rechtslastigkeit beleuchtet: Als mir der Magen knurrte, schlief ich / Vor Hunger ein. / Da hört ich sie ins Ohr mir / Deutschland erwache! schrein. / Da sah ich viele marschieren. / Sie sagten: ins dritte Reich. / Ich hatte nichts zu verlieren. / Ich lief mit, wohin war mir gleich. Die Zusammenarbeit von Eisler und Brecht gipfelt nach Meinung vieler Kommentatoren in Kuhle Wampe, einem Film, der die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Arbeiterschaft reflektiert. Wie bei Niemandsland fasste Eisler seine Kuhle Wampe-Musik in einer Suite für Orchester (1931) zusammen, der nunmehr dritten ihrer Art. Und wie bei Niemandsland grundiert auch hier die filmische Schlussnummer (das allbekannte Solidaritätslied) ein rhythmisch federndes Finale. Bettler Der Morgenchoral des Peachum und das Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens zählen zu jenen Songs der Dreigroschenoper, mit denen Brecht und Weill Hits kreiert haben, die immer wieder auch außerhalb des Theaters zu hören sind. In seinem Morgenchoral erinnert der bigotte Peachum (er betreibt eine Art Meisterschule für Bettler) die Gläubigen daran, dass sie sich einst vor dem Jüngsten Gericht verantworten müssen ein verlogener Appell, dessen Inhaltslosigkeit die fadenscheinigen Akkorde des Harmoniums nur notdürftig ummänteln. Rhythmisch kecker kommt das dem Ende der Dreigroschenoper entnommene Lied von der Unzulänglichkeit daher, in dem der maximal scheinheilige Peachum die Hinfälligkeit des irdischen Lebens beklagt. Wegwerfgesellschaft Ungeschminkt, mit entwaffnender Direktheit prangern Eislers kämpferische Balladen vom Nigger Jim (1929/30) beziehungsweise von den Säckeschmeißern (1930) soziale Missstände an: diese die Probleme der Überfluss- beziehungsweise Wegwerfgesellschaft (Text von Julian Arendt); jene die Schande der Apartheid (Verse von David Weber). Weills witziges, grotesk instrumentiertes Klopslied ist ein Beleg für den wunderbaren Humor des Komponisten, wie er ja auch in den Briefen mit Lotte Lenya aufscheint. Abgründiger gibt sich indes seine Kleine Dreigroschenmusik, die im Anschluss an den Opernerfolg entstand. In den sieben Sätzen, die insgesamt zehn Nummern des Bühnenwerkes verarbeiten, hat Weill eine Art surrealistischer Collage geschaffen surrealistisch, weil sie nicht der Dramaturgie des Bühnenwerks folgt. Auf eine Ouvertüre à la Händel, die Elemente aus Menuett und Fugato miteinander verknüpft, folgt ein Satz, in der sich die Moritat von Mackie Messer und die refrainartig eingestreute Ballade von der Unzulänglichkeit des menschlichen Strebens verbinden. Eine Bearbeitung des Anstatt dass Songs schließt sich an, dann die Ballade vom angenehmen Leben: ein Foxtrott, dessen verschrägte Harmonik immer wieder vom Netz der Tonalität aufgefangen wird eine musikalische Lüge, die der Verlogenheit des Textes kongenial entspricht. Nun gibt sich Polly, Mackies Braut, die Ehre: Die vorgetäuschte Ländlerseligkeit ihres Liedes, die etwa in den harmonisch nicht abgesicherten Viertaktern zum Ausdruck kommt, reagiert auf die (hier nur als Subtext mitschwingenden) Wörter: Hübsch, als es währte, und nun ist s vorüber. Der Fadenscheinigkeit von Polly s Lied steht die Tango Ballade (Zuhälterballade) mit ihrer verschmierten Chromatik nur wenig nach. Den alsbald erklingenden Kanonen Song kleidet Weill zwar als Foxtrott ein, doch verwandelt er den Modetanz nach und nach in einen Marsch. Im Finale schließlich vereinen sich die Melodien von Mackies Freudens- und Leidenszeit ein letztes Mal zu einer schaurig-komischen Revue. Wie ne Fliege von der Scheibe / wirste wegjewischt heißt es in dem Eisler-Weberschen Stempellied, ohne dass Mackie Messer auch nur den geringsten Skrupel hegt, möchte man sagen, wenn man seine Moritat hört. 15 HK Gruber Die CD Berlin im Licht mit dem Ensemble Modern unter der Leitung von HK Gruber von 1989 wird für das Kurt Weill Fest 2011 wieder veröffentlicht und ist am Tag der Veranstaltung sowie im Kurt Weill Zentrum zum Preis von 15 erhältlich.

18 Anhaltische Philharmonie Freitag, V Uhr, Eröffnungsveranstaltung im Anhaltischen Theater Dessau Der Protagonist / I Pagliacci Premiere Oper in einem Akt von Kurt Weill Text von Georg Kaiser Oper in zwei Akten und einem Prolog von Ruggiero Leoncavallo Der Protagonist / I Pagliacci Musikalische Leitung: Antony Hermus Inszenierung: André Bücker Ausstattung: Oliver Proske Dramaturgie: Sophie Walz Choreinstudierung: Helmut Sonne Choreografie: Gabriella Gilardi Der Protagonist Der Protagonist: Angus Wood Seine Schwester: Iordanka Derilova Der junge Herr: Wiard Witholt Der Hausmeister des Herzogs: David Ameln Der Wirt: Ulf Paulsen I Pagliacci Canio: Sergey Drobyshevskiy Nedda: Iordanka Derilova Tonio: Ulf Paulsen Peppe: David Ameln Silvio: Wiard Witholt In deutscher und italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Eine Koproduktion mit dem Anhaltischen Theater Dessau. Die Aufführung wird gefördert von der Kurt Weill Foundation for Music, Inc., New York, NY. Mit freundlicher Unterstützung der NORD/LB Lust-Spiel und Mord Das Theater im Theater oder die Oper in der Oper oder auch Theater in der Oper diese doppelte Brechung der Wirklichkeit, dieses Spiel mit den Ebenen hat die Autoren immer wieder gereizt. Man denke an Shakespeare und seinen Sommernachtstraum, an Glucks Cinesi, Mozarts Schauspieldirektor, Salieris Prima la musica e poi le parole oder um ein letztes aus einer Milchstraße von Werken zu nennen an Ariadne auf Naxos von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Als der Dramatiker Georg Kaiser ( ) sich kurz nach dem Ersten Weltkrieg anschickte, ein entsprechendes Drama zu schreiben, das später den Titel Der Protagonist erhielt, stellte er sich also einer bedeutenden Tradition. Gleichwohl gelang es ihm, ihr Neues hinzuzufügen. Denn er nutzte die Grundkonzeption des Theaters im Theater, um anknüpfend an Erkenntnisse der Psychoanalyse das Verhältnis von Macht und sexueller Obsession auszuleuchten. Dass er überdies einen beschädigten Mann darstellte, passt zum Klima der Nachkriegsjahre, als Millionen Männer beschädigt nach Hause zurückkehrten. Der Protagonist Der Kern der Handlung ist schnell erzählt: Die Schwester eines Theaterprinzipals (von Kaiser Protagonist genannt) verliebt sich in einen jungen Herrn eigentlich kein spektakulärer Vorgang, doch ist ihr Bruder rasend eifersüchtig. Eines Abends nun soll der Prinzipal mit seiner Truppe eine Pantomime aufführen, um den Herzog und dessen Gäste zu unterhalten. Man entscheidet sich für eine deftige Geschichte von einem geilen Mönch und einem gehörnten Ehemann. Nach der glücklich verlaufenen Probe möchte die Schwester die gelöste Stimmung nutzen. Sie erzählt dem Bruder von ihrem Geliebten. Der Protagonist braust aber nicht auf, wie man es hätte erwarten können, sondern bittet sie, ihm ihren Geliebten sogleich vorzustellen. Als sie sich auf den Weg gemacht hat, erhebt der Haushofmeister Bedenken gegen die Pantomime: Unter den Gästen des Herzogs befinde sich ein Bischof, für den sich die derbe Handlung nicht schicke. Kurz entschlossen verwandelt der Protagonist die Komödie (Pantomime 1) in eine Tragödie (Pantomime 2): Aus der lächerlichen Eifersucht wird nun bitterer, ja tödlicher Ernst. Er kulminiert, als der betrogene Ehemann den Verführer seiner Frau erstechen will. Just in diesem Moment betritt die Schwester des Protagonisten mit ihrem Geliebten die Szenerie. Und auf der Stelle verwandelt sich der seelenwunde Protagonist, der einen Eifersüchtigen spielt, in einen, der wahrhaft eifersüchtig ist. Mit dem bereits gezückten Messer stürzt er sich auf seine Schwester und ermordet sie. Der Ruf nach Oper Den Auftrag, die dramatische Vorlage Kaisers in eine Oper zu überführen, erhielt Weill Ende 1923 von Fritz Busch, dem Generalmusikdirektor der Dresdner Staatsoper. Bereits im Januar 1924 traf er sich mit dem Dramatiker, um das Textbuch an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Und es ist mehr als erstaunlich, wie es der Vierundzwanzigjährige schaffte, die in dem Stoff liegenden Chancen zu erkennen und für seine Musik zu nutzen: die grenzenlose, nach Oper förmlich rufende Leidenschaft des Proganisten, den dramatischen Bruch zwischen Komödie und Tragödie (Panto- 16

19 mime 1 und 2) oder die ambivalente Bruder-Schwester- Beziehung. Der große Erfolg der Oper zog die Anfragen vieler Theaterintendanten nach sich, ob das Autorenduo Kaiser-Weill den Protagonisten durch einen weiteren Einakter ergänzen könne, so dass die beiden Stück zusammen einen Theaterabend füllen könnten. Die Realisierung dieser pragmatischen Idee ließ zwar ein wenig auf sich warten. Aber 1928 konnten der Dramatiker und der Komponist ihre Opera buffa Der Zar lässt sich photographieren zur Uraufführung bringen die künftig meist in Tateinheit mit dem Protagonisten inszeniert wurde. Eine spannende Alternative bildet die Koppelung mit Ruggiero Leoncavallos Zweiakter I Pagliacci (Komödianten), der 1892 erstmals über die Bühne ging. Auch hier handelt es sich um ein Spiel mit den Ebenen, um das Ineinanderfließen von Fiktion und Wirklichkeit. Komödianten Tonio, ein Komödiant, tritt vor das Publikum, um in einem Prolog das Wesen der folgenden Aufführung zu erläutern, die sich der darstellerischen Wahrheit und Echtheit verpflichtet fühle. Sodann beginnt des Spieles erster Akt. Eine Truppe wandernder Komödianten kündigt einen Theaterabend an, in dessen Mittelpunkt Pagliaccio, Colombina und Arlecchino stehen (Figuren der altitalienschen Commedia dell arte). Die Rolle des Pagliaccio verkörpert Canio, der Leiter der Truppe; seine Frau Nedda spielt die Colombina, während die Komödianten Peppe und Tonio die Parts des Arlecchino beziehungsweise des Dieners Taddeo übernehmen. Vor der Aufführung kommt es jedoch zu einem dramatischen Zwischenfall. Tonio, der Nedda verführen wollte, aber eine Abfuhr erhielt, verrät dem krankhaft eifersüchtigen Canio, dass seine Frau sich gerade mit einem Liebhaber (dem Bauer Silvio) verlustiere. Canio überrascht die beiden in flagranti, doch kann Silvio unerkannt entkommen. Außer sich bedroht Canio die von ihm überführte Nedda mit einem Messer. Nur mühsam kann er von Peppe zurückgehalten werden. Sodann beginnt des Spieles zweiter Akt: das Spiel im Spiel. Der Vorhang geht auf, Canio betritt als Pagliaccio die Bühne, um ungeachtet seiner inneren Aufgewühltheit eine lachende Miene aufzusetzen. Mehr noch: Als er Nedda-Colombina mit Peppe-Arlecchino auf der Bühne turteln sieht, steigert sich seine Wut so, dass er nicht mehr den Pagliaccio spielt, sondern sich in Canio zurückverwandelt und Nedda, die verzweifelt ihre Rolle weiterzuspielen sucht, vor den Augen des entsetzten Publikums tötet. Schließlich fällt auch Silvio, der seiner sterbenden Geliebten zur Hilfe eilen will, dem Rasenden zum Opfer. La commedia è finita ( Die Komödie ist beendet ) mit diesen zynischen Worten beendet Tonio das Geschehen. Zwischen Musikdrama und Nummernoper Musikalisch könnte man das Werk, so der Kommentator Egon Voss, als eine Mischung aus Nummernoper und durchkomponiertem Musikdrama bezeichnen. Jene sieht sich durch die Abgeschlossenheit der einzelnen Teile charakterisiert; dieses durch die Verwendung von Leit- oder Erinnerungsmotiven, die der musikalischen Textur insgesamt eine große Einheitlichkeit verleihen. Eine besondere Funktion kommt dem Chor zu, der meist eine gewisse Ruhe ins Spiel bringt, für ein Innehalten sorgt, um zur Dramatik des Geschehens eine Art Kontrapunkt zu bilden. Leoncavallos musiktheatralisches Gespür zeigt sich aber auch im zweiten Akt, wenn er auf barock-stilisierte Tanzformen zurückgreift, etwa auf Menuett oder Gavotte, deren emotionale Distanziertheit die überbordende Leidenschaft von Canio umso deutlicher hervorheben. Auch wenn zwischen der Entstehung des Protagonisten und der von Pagliacci drei Jahrzehnte liegen, so berühren sie doch beide dasselbe gesellschaftliche Problem: das Geschlechterverhältnis, das seinerzeit extrem von Macht und Ohnmacht geprägt war in einer Zeit, als die Universitäten sich erst langsam den Studentinnen öffneten; als die Frauen noch um ihr Wahlrecht kämpfen mussten; als unverheiratete Frauen im Verband ihrer Großfamilien wie preiswerte Haushaltshilfen behandelt wurden; oder als verheiratete Frauen das Einverständnis ihres Ehemanns benötigten, wenn sie einen Beruf ergreifen wollten. La commedia è finita? Im wirklichen Leben wohl eher nein. 17 Antony Hermus Weitere Veranstaltung Samstag, V Uhr, Oper im Anhaltischen Theater Dessau

20 Pressestimmen zu One Touch of Venus (2010) Weiterer umjubelter Höhepunkt im Rahmen des Festivals war die Neuproduktion des Weill- Musicals One Touch of Venus. In der Regie von Klaus Seiffert und unter der musikalischen Leitung von James Holmes präsentierte das Anhaltische Theater in Kooperation mit dem Kurt Weill Fest eine spektakuläre Bühnenshow [...]. (LEO, Anhaltmagazin, ) One Touch of Venus [...] ist aber vor allem ungemein kurzweilig und unterhaltend. Ein tragendes Moment ist Weills Musik in ihrer verblüffenden Vielfalt. Das Publikum war vom ersten Ton des Vorspiels an fasziniert in deren Bann gezogen. (Volksstimme, Helmut Rohm, ) Szenenfoto One Touch of Venus 18 Donnerstag, V Uhr, Musiktheater im Anhaltischen Theater Dessau One Touch of Venus Musikalische Komödie in zwei Akten Musik: Kurt Weill Buch: Sidney Joseph Perelman und Frederic Ogden Nash Musikalische Leitung: Daniel Carlberg Inszenierung: Klaus Seiffert Choreografie: Mario Mariano Bühne und Kostüme: Imme Kachel Dramaturgie: Ronald Müller Venus: Ulrike Mayer Molly: Olivia Vermeulen Rodney Hatch: Angus Wood Whitelaw Savory: Ulf Paulsen Taxi Black u.a.: David Ameln Stanley u.a.: Jan-Pieter Fuhr Komissar u.a.: Kostadin Arguirov Mrs. Kramer: Ulrike Hoffmann Gloria: Kristina Baran Anhaltische Philharmonie Dessau Chor und Tanzcompagney des Anhaltischen Theaters Dessau Studenten des Studiengangs Musical / Show der UdK Berlin 1. Akt Ouverture New Art Is True Art One Touch Of Venus How Much I Love You I'm A Stranger Here Myself Forty Minutes for Lunch West Wind Way Out West In Jersey That's How I Am Sick of Love Foolish Heart The Trouble With Women Speak Low Artist's Ball Doctor Crippen 2. Akt Entr'acte Very, Very, Very Speak Low (Reprise) Catch Hatch That's Him Wooden Wedding Venus in Ozone Heights Speak Low (Reprise) In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Eine Koproduktion mit dem Anhaltischen Theater Dessau. Die Aufführung wird gefördert von der Kurt Weill Foundation for Music, Inc., New York, NY. Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Bahn Mobility Networks Logistics Vom Olymp nach Ozone Heights Kurt Weills One Touch of Venus Oklahoma!, Annie Get Your Gun, Kiss Me, Kate die 1940er Jahre waren unbestritten eine Hoch-Zeit des Musicals, eine Phase voller Glanz, während der sich aus den Revuen der 20er und 30er Jahre die großen Broadway-Produktionen der 50er entwickelten. So entstanden damals mehr als 20 Klassiker des Genres, unter ihnen gleich fünf Werke von Kurt Weill auch One Touch of Venus, seine erfolgreichste Musicalshow: Sie erlebte ihre Uraufführung 1943, in jenem Jahr, als der deutschstämmige Komponist die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hatte. Es war Irene Sharaff, die Kostümbildnerin seines Musical-Vorgängerstücks Lady in the Dark (1941), die Weill auf Thomas A. Guthries Novelle The Tinted Venus (1855) hinwies, die auf dem Pygmalion-Mythos beruht und die erzählerische Grundlage für One Touch of Venus bildet. Der humoristische Dichter Ogden Nash übernahm es, die Songtexte für Weill zu schreiben, während Bella Spewack das Textbuch verfassen sollte. Als sie ihr fertiges Libretto Weill und der Produzentin Cheryl Crawford präsentierte, beurteilten diese es jedoch als absolut unzureichend. Persönliche Spannungen zwischen Spewack und Weill taten ihr übriges. Nash gelang es daraufhin, seinen Freund Sidney J. Perelman, der bislang als Gagschreiber und Drehbuchautor für Marx-Brothers-Filme gearbeitet hatte, als Librettisten zu gewinnen. Liebesirrungen und -wirrungen Die Story von Venus ist schnell erzählt: Als der Friseur Rodney Hatch wegen eines Ortstermins die Kunsthalle des New Yorker Kunstsammlers Whitelaw Savory betritt, sieht er dort eine gerade gelieferte Neuerwerbung die Statue einer anatolischen Venus. Während er sie betrachtet, gelangt er zu dem Schluss, dass seine Verlobte Gloria deutlich attraktiver sei. Ebenso gedankenversunken wie spielerisch steckt er der Statue seinen Verlobungsring an den Finger. Da erwacht die Venus urplötzlich zum Leben, verliebt sich in Hatch und jagt ihn, der ohnehin schon von seiner Verlobten, der künftigen Schwiegermutter und Alltagspflichten geplagt ist, liebestoll durch New York. Obendrein verwandelt sie Rodneys Verlobte Gloria in Luft, so dass der Friseur nun auch noch in Mordverdacht gerät, nachdem man ihm schon das Verschwinden der Statue angelas-

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