Festschrift. Foto: Klaus Seidt. 40 Jahre Schulen am Hasenhegerweg

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1 Festschrift Foto: Klaus Seidt 40 Jahre Schulen am Hasenhegerweg

2 Auf ein Wort Gedanken zum Jubiläum.In diesem Sommer feiern die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, den Erzieherinnen und Erziehern sowie den Eltern den vierzigsten Geburtstag beider Schulen, dem Förderzentrum Hasenhegerweg sowie der Lisa-Tetzner-Schule. Der vierzigste Geburtstag beider Schulen ist ein Grund zum Feiern und sicher auch ein Grund, für einen Moment inne zu halten, und eine kleine Rückschau auf vierzig Jahre Schulstandort Hasenhegerweg zu wagen. Im Jahre 1974 wurden beide Schulen gegründet; konzipiert waren die Schulen als Kooperationsschulen, die in enger Zusammenarbeit den Schülerinnen und Schülern einen guten Start in ihr schulisches Leben ermöglichen sollten. Im Laufe der Jahre haben die beiden Schulen ihre Kooperation neu gestaltet und jeweils eigene Schulkonzepte in die Tat umgesetzt. Die 34. Grundschule hat sich Mitte der 90ziger Jahre einen eigenen Namen gegeben; sie hieß nun Lisa-Tetzner-Schule. Namenspatronin war eine Märchenerzählerin und Kinderbuchautorin, die insbesondere in den 30er und 40ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Höhepunkt ihres Schaffens erlangt hat. Der Geburtstag von Lisa Tetzner jährt sich in diesem Jahr im übrigen zum 120zigsten Mal. Insofern also ein doppelter Geburtstag. Einher mit dieser Namensgebung ging die theaterpädagogische Profilierung der Lisa-Tetzner-Schule; das Theaterspiel sollte zu einem wichtigen Eckpfeiler der Schulentwicklung werden. In Ergänzung zur normalen Stundentafel nehmen die Schülerinnen und Schüler ein theaterpädagogisches Angebot war, das ihnen wichtige Kompetenzen besonders hinsichtlich Körperausdruck und Sprachentwicklung vermittelt. Im Förderzentrum haben sich die Aufgaben in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt, neben dem Unterricht in den eigenen Klassen entstanden neue Aufgabenfelder: Unterstützung der Integrationsschüler in Regelschulen, Beratung der Kolleginnen und Kollegen bei der Realisierung zieldifferenter Unterrichtsplanung und Durchführung, Einrichtung eines sonderpädagogischen Beratungsdienstes in den umliegenden Grundschulen, das Erstellen von Gutachten mit Hinweisen zur adäquaten Förderung. In besonderen Lernarrangements, wird auf die unterschiedliche Entwicklung einzelner erfolgreich eingegangen. Die Einrichtung von verschiedenen Schülerfirmen ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern bereits seit über 15 Jahren durch praktisches und realitätsnahes Arbeiten den Sinn der erlernten schulischen Fertigkeiten zu erkennen. Der Einsatz moderner Medien wie Computer und Smart-Boards ist hilfreich bei der Entwicklung und Stärkung der Medienkompetenz aller Schülerinnen und Schüler. Die Realisierung der Inklusion stellt für die sonderpädagogische Förderung und uns als Schulen eine neue besondere Herausforderung dar. Über die Gestaltung verschiedener Projekte haben die beiden Schulen wieder zu einer engeren Zusammenarbeit gefunden. Zu erwähnen sind hier gemeinsame Klassenprojekte einiger Klassen, eine gemeinsam gestaltete Buddy- Ausbildung, gemeinsame Schulausflüge mit allen Schülerinnen und Schülern, oder auch ein Comeniusprojekt, das mit sieben weiteren europäischen Schulen zu wichtigen Fragestellungen der heutigen Zeit arbeitet. Insofern gibt es auch viele gute Gründe, diese Schulgeburtstage gemeinsam zu planen, gestalten und natürlich zu feiern. Neben dem offiziellen Festakt wird es einen Maskenball geben, der von allen Schülerinnen und Schülern der Schulen vorbereitet wird. In dieser Festschrift finden sich viele Aktivitäten aus den unterschiedlichen Klassen, die zu einem guten Teil die Vorbereitungen dieser Festtage dokumentieren. Wir wünschen Ihnen und Euch beim Lesen viel Vergnügen und würden uns freuen, sie und Euch an einem der beiden Tage bei uns in der Schule begrüßen zu dürfen. Ihre Petra Oumard, kommissarische Schulleiterin des Förderzentrums Hasenhegerweg und Ihr Matthias Goldbeck-Löwe Schulleiter der Lisa-Tetzner-Schule

3 Danke! Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die hervorragende Arbeit bedanken, die sie an unseren Schulen leisten. Ohne dieses außerordentliche Engagement sowohl im unterrichtlichen als auch im außerunterrichtlichen Bereich wäre unsere Schule nicht das, was sie ist: eine tolerante weltoffene und kreative Bildungseinrichtung, die allen Schülerinnen und Schülern die wichtigen und notwendigen Werte vermittelt, die sie auf ihrem künftigen Lebensweg brauchen. Insbesondere möchten wir uns auch bei den Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen und professionellen Einsatz bedanken, die zwar nicht unterrichten oder im erziehrischen Bereich tätig sind, ohne die eine gute Schule aber ebenso wenig denkbar ist. Zuallererst zu nennen sind hier Frau Starogarsky und Frau Klimas, die stets für einen geordneten Arbeitsablauf und für eine freundliche Stimmung im Sekretariat sorgen. Außerdem möchten wir unserem Hausmeister Herrn Möllenkamp unseren Dank aussprechen. Er sorgt mit seinem Engagement dafür, dass Haus und Hof in gutem Zustand bleiben. Auch den engagierten Eltern und Kolleginnen, die sich im Förderverein engagieren, möchten wir unseren ausdrücklichen Dank aussprechen. Der Förderverein ist zu einer wichtigen Säule unseres Schullebens geworden, auf die wir im Sinne der Schülerinnen und Schüler nicht verzichten können. Unser ausdrücklicher Dank geht natürlich auch an alle Eltern und tätige Mithelfer, die unser Jubiläum zum 40. Geburtstag zu einem Erfolg werden lassen. Ihre Petra Oumard, kommissarische Schulleiterin des Förderzentrums Hasenhegerweg und Ihr Matthias Goldbeck-Löwe Schulleiter der Lisa-Tetzner-Schule

4 Klasse 1a Theater, Theater Wir, die Kinder der Klasse 1a, haben gehört, dass kurz vor den Sommerferien ein großer Maskenball stattfinden soll. Leider haben wir keine Verwandten, die wie in Lisa Tetzners Buch einen Maskenverleih besitzen. Deshalb werden wir uns unsere Masken selbst basteln. Dazu mussten wir uns überlegen, wie unsere Masken aussehen sollen. Wir haben uns im Unterricht mit russischen Volksmärchen beschäftigt, weil wir eine Klasse sind, die Märchen ganz toll findet. So haben wir uns auch den Film Das bucklige Pferdchen angesehen. Darin kam ein Paradiesvogel vor, der wunderschön war. Paradiesvögel sind Singvögel, die vor allem in den Regenwäldern Australiens und auf Neuguinea leben, und sogar im Wappen von Papua Neuguinea zu sehen sind. Also beschlossen wir, unsere Masken sollen ganz bunt werden und sollen Paradiesvögel darstellen. Wir haben ein Lied gelernt, bei dem ein indianisches Märchen vertont wurde, das erzählt, wie die Vögel zu ihrer Farbenpracht kamen. Wie das geschah, verraten wir erst bei unserem Auftritt beim Maskenball. Dadurch wurden wir neugierig auf weitere indianische Märchen. Wir suchten Begriffe wie Wigwam, Mammut oder Manitu. Sie hören sich beim Lesen sehr geheimnisvoll und spannend an. Was bedeuten sie? Auf unserer Suche lernten wir auch Namen kennen, die die Indianer sich gaben. Sie klingen ganz anders als unsere Namen. Und jeder Name enthält eine Eigenschaft, die den Namensträger beschreibt. So begannen wir immer mehr über Indianer erfahren zu wollen. Dabei unternahmen wir Fantasiereisen wie z.b. In des Waldes Vogelnestern oder In des Büffelochsen Hufspur. Aber am allerschönsten war die Reise In dem Felsenhorst des Adlers. Wir haben auch in unserer wöchentlichen Theaterstunde viel gelernt. Zuerst mussten wir uns auf die Bühne trauen. Auch wenn keine Zuschauer da sind, ist es doch ungewohnt, erhöht und für alle gut sichtbar etwas zu erzählen oder vorzuführen. Dabei mussten wir auch aufpassen, dass wir immer zum Zuschauer spielen. Und das ist gerade schwer, wenn keiner zuschaut. Indianer haben ganz bestimmte Tänze, bei denen ihre Bewegungen stark von den Tönen abhängen. Da sie oft Trommeln als Instrumente benutzen, klingen die Töne hart. wir Stöcke und Tücher genommen und uns zu verschiedenen Musiken bewegt. Am Anfang war das gar nicht so einfach, sich mit Hilfsmitteln auf der Bühne zu bewegen. Aber als wir dann wussten, wie wir uns bewegen müssen, machte das viel Spaß. Damit wir uns vorstellen können, wie ein Maskenball abläuft, haben wir uns im Musikunterricht mit dem Phantom der Oper beschäftigt. Dort gibt es eine Szene Maskenball. Wir unterhielten uns, woher das Wort Ball stammt und wissen jetzt, dass es sich um eine Tanzveranstaltung handelt. Nun sind wir schon sehr gespannt, was uns auf dem Maskenball erwartet, und was die anderen Klassen sich für ein Thema gewählt haben und sie uns vorführen werden. Dementsprechend sind die Bewegungen kraftvoll und raumgreifend. Wenn weiche Töne ins Spiel kommen, die oft Gottheiten oder Ahnen darstellen, sind auch die Bewegungen weich und fließend. Diesen Tänzen haben wir uns gewidmet. Um die Kontraste von harten und weichen Tönen darzustellen, haben

5 Klasse 1b Eine Reise in die Vergangenheit Als Frau Nestler uns fragte, ob wir wissen, wer Lisa Tetzner war, sagten wir: Das war eine alte Oma!, denn wir kennen nur die Bilder vor dem Lehrerzimmer. Wir staunten nicht schlecht, als wir erfuhren dass unsere Lisa Tetzner eine Schriftstellerin war. Ehrlich gesagt, dachten wir, das ist jemand der die Computerschrift erfunden hat. Jetzt wissen wir, dass Oma Tetzner Computer gar nicht kannte. Naja, und wir leider ihre Bücher auch nicht. In der Zeit, als Lisa Tetzner ihre Geschichten schrieb, war der Alltag der Schulkinder sehr viel anders als heute. Frau Nestler, Frau Friese und Herr Koch erzählten uns, dass die Schulkinder nicht viel zu L a c h e n hatten. Die Lehrer waren damals sehr streng. Frau Nestler las uns dann Lisa Tetzners Märchen Vom dicken, fetten Pfannkuchen vor. Wir sollten dabei so sitzen, wie die Kinder früher, ganz still und gerade. Lange haben wir das nicht durchgehalten, weil wir die lustigen Namen wiederholen wollten. Herr Koch gab uns dann ein Arbeitsblatt mit dem alten Märchen. Viele von uns konnten das Märchen schon allein lesen. Dann haben wir die Unterschiede herausgearbeitet. Danach zeigte uns Herr Koch Bilder aus dieser Zeit. Die Kinder hatten vielleicht komische Kleidung an. Das lag daran, dass die Menschen sehr arm waren. Oft mussten die Kinder viele Jahre die gleichen Sachen tragen, bis aus einer überlangen Hose eine ganz kurze wurde. Trotzdem hatten die Schulkinder auch viel Spaß. Sie spielten viel mehr miteinander. Einige dieser Spiele lernten wir auf unserer Reise in die Vergangenheit kennen. Doch zunächst ging es in den Theaterraum, wo wir im Fundus Kleidungsstücke heraussuchten, die ungefähr dieser Zeit entsprachen. Das war cool! Kaum zu glauben, dass die Menschen früher weder Spielzeug noch Fernseher hatten, nicht mal ein Tablet. Deswegen haben sie solche komische Tanzspiele, wie Die Waschfrauen oder Der Plumpsack geht um gespielt. Auch mit Glasmurmeln haben wir gekullert. Doof,dass alle Kugeln in die gleiche Richtung rollten, weil der Boden so schief war. Das wollen wir unbedingt noch einmal draußen spielen.zum Abschluss schauten wir uns den Film Kai aus der Kiste an. Hier bekamen wir einen richtigen Einblick in die Zeit der Zwanziger Jahre. Es war ein toller Projekttag und wir freuen uns auf eine Fortsetzung der Reise in die Vergangenheit. Bis bald die Schüler der 1b

6 Klasse 1d Sonderpädagogische Kleinklasse Die Sonderpädagogische Kleinklasse (SKK) besteht seit Oktober 2013 an der Lisa-Tetzner-Grundschule. Dieses besondere schulische Angebot ist für Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe gedacht, die Lernschwierigkeiten und Auffälligkeiten im emotionalen und sozialen Verhalten zeigen. Die Kinder werden temporär in einer kleinen Lerngruppe (max. 6 Schüler) von Lehrern mit sonderpädagogischer Qualifikation unterrichtet und von Integrationserzieher/innen und Sozialpädagogen/innen betreut. Ziel ist es die Kinder zu befähigen, zunächst phasenweise und dann langfristig am Unterricht einer Regelklasse teilzunehmen.

7 Klasse 2a Projekt: Piraten Kunst

8 Klasse 2b Vom Zoo zum Zirkus Die Kinder der Klasse 2b, bestehend aus 15 Jungen und 8 Mädchen, arbeiteten begeistert an einer Märcheneinheit mit. Unter anderem wurde ihnen das Märchen Das Töpflein mit dem Hulle- Bulle-Bäuchlein von Lisa Tetzner vorgelesen. Aufgrund des Namens der Autorin erkannten die Kinder, dass ihre Schule nach dieser Frau benannt wurde. Dies erweckte ihr Interesse an Lisa Tetzner. Sie erfuhren, dass sie etliche Bücher für Kinder geschrieben hatte und eine Märchenerzählerin war. In einem ihrer Bücher Die Kinder aus Haus Nr. 67 wird unter anderem ein Maskenball veranstaltet. So wird anlässlich des 40jährigen Bestehens unserer Schule am Ende des Schuljahres auch ein Maskenball stattfinden. Während des Schuljahres befasste sich die Klasse 2b, zeitweise gemeinsam mit den Schultütenkindern der Pro-Dia-Kita und der Klasse 1b, mit einem Zooprojekt. Abschließend entschieden wir uns eine Zirkusvorstellung mit Tieren und Artisten für den bevorstehenden Maskenball zu veranstalten. Im Rahmen des Zooprojektes wurden hierzu Tier-Plakate hergestellt und kleine Vorträge gehalten. Für den bevorstehenden Zoobesuch zogen wir dazu einen Lageplan des Zoos zu Hilfe und wir beschlossen gemeinsam, welche Tiere wir genauer beobachten wollten. Wir einigten uns auf Elefanten, Löwen, Affen, Bären und Pinguine. der Tiere wurde ebenfalls bearbeitet, wobei die Kinder unter anderem versuchten, sich wie diese Tiere zu bewegen. Gemeinsam besprachen wir nun, welche Tiere sich für unsere Zirkusvorstellung eignen könnten. Wir einigten uns auf folgende Tiere: Löwen, Affen und Elefanten. Wir besprachen im Kunstunterricht die Masken für die Zirkusvorstellung und fertigten sie an. Wie bewegen sich eigentlich Löwen, Affen und Elefanten? Im Musikunterricht machten wir aus unserem Klassenzimmer einen Zoo voller authentischer Geräusche und Bewegungen wilder Tiere. In diesem Sinne, Vorhang auf und Manege frei für die Dressurvorstellungen der Klasse 2b. Zur gleichen Zeit schrieben die Kinder eine Geschichte über die spannenden Abenteuer des kleinen Löwen Reißzahn. Bei einem Büchereibesuch suchten wir uns Bücher über Wildtiere und Zoos aus, die wir anschließend in die Schule mitnahmen und genauer betrachteten. In Musik sangen wir Lieder wie z.b.: Die Affen rasen und Der Elefant, der Elefant. Das Musikstück Karneval

9 Klasse 3a Ritter und Drachen In der Klasse 3a lernen 8 Mädchen und 14 Jungen. Durch den Theaterunterricht im 1. und 2.Schuljahr wurde bei 10 Schülerinnen und Schülern ein besonderes Interesse an der Theaterarbeit geweckt. Diese Kinder besuchen in diesem Schuljahr regelmäßig die Theater-AG. Aus Anlass des 40-jährigen Schuljubiläums haben die Kinder den Auszug zum Maskenball aus dem Kinderbuch Die Kinder aus Nr. 67 von Lisa Tetzner, der Namenspatronin der Schule, kennen gelernt. Als sie erfuhren, dass aus diesem festlichen Anlass ein Maskenball veranstaltet werden soll, zeigten sie spontan eine große Begeisterung und erkannten die Möglichkeit, sich ganz individuell durch fantasievoll gestaltete Masken präsentieren zu können. Im Rahmen des Kunstunterrichtes fertigten sie Maskenentwürfe an und überlegten und schrieben genau auf, welche Materialien sie für die einzelnen Teile der Maske verwenden wollen. In diesem kreativen Prozess spornten sich die Schüler im regen Gedankenaustausch gegenseitig an. In mehreren, auch nachmittäglichen Treffen, fertigten sie mit Unterstützung durch die Eltern ihre Masken an. Für diese Arbeit brachten die Kinder viel Ausdauer und Liebe zum Detail auf. In dieser Zeit erreichte uns eine Einladung zum Probenbesuch im Hans Otto Theater Potsdam. Um das Theaterprofil unserer Schule zu unterstützen und auch nach außen zu öffnen, hatte die Schule mit dem Potsdamer Theater einen Kooperationsvertrag geschlossen. Vor dem Besuch der Probe zur Inszenierung Drachen und Ritter haben die Kinder Vermutungen darüber angestellt, welche Handlungen den Kern des Theaterstückes bilden könnten und mit welchen Mitteln die Kostüme und das Bühnenbild gestaltet werden würden. Fußend auf ihre eigenen Erfahrungen gelang es den Kindern im an die Probe anschließenden Gespräch, die unterschiedlichen Figuren und Handlungsorte zu benennen, obwohl die Darsteller ohne Kostüm in einem nur aus Vorhängen bestehenden Bühnenbild gespielt hatten. In einem, dem späteren Aufführungsbesuch vorangegangenen Workshop erfuhren und erlebten die Kinder, dass die wichtigste Voraussetzung für die Arbeit als Schauspieler der Mut zum Zeigen von Gefühlen ist. Durch das Wissen um einzelne Inhalte der Handlung gestaltete sich der Theaterbesuch zur Aufführung zu einem besonders spannenden und genussvollen Erlebnis. Es gelang den Kindern in einer lebhaften Gesprächsrunde am Tage später Einzelheiten der Handlung und alle 14 Rollen zu benennen, obwohl nur 3 Schauspieler auf der Bühne waren und sie nie einen Rollenplan gesehen hatten. Die Besuche im Hans Otto Theater waren in ein Ritterprojekt eingebettet. Während dessen brachten die Kinder lebhaft ihre bisher erworbenen Kenntnisse über die Lebensweise und den täglichen Alltag eines Ritters ein. Dabei stützten sie sich auf ihr Wissen, welches sie aus der Freizeitlektüre und den Sachbüchern erworben hatten. Als sich die Klasse den Vorbereitungen des Schulfestes wieder zuwandte, entwickelten die Kinder darüber Ideen, mit welchen Vorbereitungen und Beiträgen das Fest zu einem gelungenen Erlebnis werden wird. Dabei griffen sie auch die im Kinderbuch von Lisa Tetzner erwähnten Vorschläge auf und stellten fest, dass sowohl Erwachsene wie auch Kinder einen Beitrag zum Gelingen des Festes leisten können.

10 Klasse 3b Wir sind die Klasse 3b Bei uns geht es immer turbulent zu. Wenn wir fröhlich oder traurig sind, dann nicht nur ein bisschen. Es darf von allem etwas mehr sein. Leider ist das bei einigen auch mit der Wut so. Aber wir sind sehr gern und oft fröhlich, schwatzen, lachen und toben umher. Ab und zu reden wir über unsere Stimmungen und versuchen zu verstehen, woher sie kommen. Zum Maskenball, anlässlich des 40jährigen Bestehens unserer Schule, basteln wir Wendemasken. Wir zeigen mit ihnen Stimmungen und bewegen unseren Körper entsprechend. Schließlich lernen wir ja in einer theaterbetonten Schule. Wir haben uns für diesen besonderen Tag zwei besondere Aktionen überlegt: Zum einen können sich die Kinder unserer Schule als Pappmädchen oder - jungen fotografieren lassen. Lisa und Alois, unsere Pappkinder, tragen Kleidung aus der Zeit, in der Lisa Tetzner ein Kind war. Zum anderen bieten wir Spiele an, die man als Kind in dieser Zeit gespielt hat. In unserem Unterricht erfahren wir noch viele andere Dinge über diese Zeit, z. B. etwas über medizinische Möglichkeiten und dass Lisa Tetzner, wäre sie in unserer Zeit geboren, vielleicht keine Probleme mit ihrem Knie gehabt hätte. Wir lernen etwas über Märchenerzähler und Kinderbuchautoren. Wir stellen uns auch die Frage: War es von Lisa Tetzner nicht mutig, auf eine soziale Frauenschule zu gehen, obwohl der Vater das nicht wollte? Wir können doch heute so viele Berufe erlernen. Es war auch mutig, sich für die Rechte von Kindern einzusetzen, in einer Zeit, wo Kinder zum Teil auf dem Feld oder in Fabriken arbeiten mussten, damit die Familie satt wurde. Übrigens, schaut euch doch mal die lustigen Motorräder an, die in Zittau, der Geburtsstadt Lisa Tetzner, um 1900 in der Fahrradfabrik gebaut wurden. Da konnte man mit bestimmt 20 km/h durch Zittau brettern und alle drehen sich um. Nun, wir sind erst in der 3. Klasse und werden noch viel über diese Zeit lernen. Aber wir sind auch schon in der 3. Klasse, um vieles davon zu verstehen.

11 Klasse 4a Plakate zu Lisa Tetzner Wir gestalten gemeinsam Plakate zu Lisa Tetzner Als Vorbereitung auf das Lisa-Tetzner Fest fertigten wir Plakate zu Lisa Tetzner an. Gerne möchten wir euch von unserer Arbeit berichten. Zu Beginn erstellten wir einen Fragenkatalog zum Thema, der uns wie ein Leitfaden bei unserer Arbeit unterstützen sollte. Für unsere Recherche nutzen wir die Computer. Die Kindersuchseiten lieferten uns viele wichtige Informationen. Trotzdessen, dass wir auf Kindersuchseiten recherchierten, war es nicht immer einfach die Texte zu verstehen. Einige Texte lasen wir gemeinsam mit unserer Lehrerin durch und lernten so viele neue Wörter kennen und verstehen. Damit jeder wusste, worauf es bei der Präsentation ankommt, legten wir Bewertungskriterien fest. Für eine bessere Einschätzung der jeweiligen Präsentation teilten wir Bewertungspunkte ein. Doch nicht nur der Inhalt zählt. Auch die Gestaltung ist wichtig. Gemeinsam machten wir uns Gedanken zur Gestaltung des Plakats hier ließen wir unserer Kreativität freien Lauf. Wir gaben uns viel Mühe bei der Überschrift, bei der Schönschrift, bei der Auswahl der Bilder und wir achteten auch auf die Anordnung der einzelnen Elemente, um ein schönes Gesamtbild zu erhalten. Des Weiteren probierten wir eine neue Form der Gruppenarbeit aus. Die Gruppen wurden zufallsweise zusammengesetzt. So kam es diesmal dazu, dass wir auch mit Kindern aus unserer Klasse arbeiten sollten, die nicht unsere besten Freunde waren. Anfangs waren wir verunsichert und besorgt. Im Laufe der Zeit aber, merkten wir die Vorteile: wir bekamen die Möglichkeit unsere Klassenkameraden besser kennen und verstehen zu lernen. Während der gemeinsamen Arbeit lernten wir bei Meinungsverschiedenheiten zu argumentieren und demokratisch abzustimmen. Wichtig war es auch sich gegenseitig zu tolerieren, denn nicht jeder ist in der Lage alles perfekt zu können. Eines wissen wir jetzt: was wirklich zählt ist, dass man sich Mühe gibt. Am Tag der Präsentation der Plakate waren viele von uns sehr aufgeregt. Mit Hilfe der festgelegten Bewertungskriterien konnten wir die einzelnen Präsentationen sehr genau verfolgen und selbständig einschätzen. Insgesamt blicken wir auf zwei schöne Wochen zurück, die uns viel Spaß machten und bei denen wir, ganz nebenbei, nicht nur sehr viel über Lisa- Tetzner erfuhren, sondern auch einander besser kennen und verstehen lernten.

12 Klasse 4b Töpfern und anderes Handwerk Wir, das sind 12 Mädchen und 14 Jungen. Seit Beginn des 4. Schuljahres ist Frau Lindemann-Wölm unsere Klassenlehrerin. Frau Kriemann unterrichtet uns in Mathematik,Herr Freyer in Sport und Frau Wörner in Kunst. Im Fach Musik lernen wir nicht nur singen und die Noten, sondern wir setzen es auch praktisch um, indem wir alle miteinander flöten! Vieles unternehmen wir über den Unterricht in der Schule hinaus: Wir wandern durch den Wald, besuchen oft die Gartenarbeitsschule und üben das Fahrrad fahren in der Jugendverkehrsschule. Bei Wind und Wetter fahren wir aber immer die Verkehrszeichen beachten und das Wichtigste: Nach links, rechts, links schauen und Schulterblick niemals vergessen! In der Gartenarbeitsschule haben wir unter Anderem auch Tonschalen geformt und glasiert: Keramik I Zuerst haben wir einen Klumpen Ton bekommen. Wir mussten den Klumpen Minuten klopfen. Danach klopften wir sanfter um die Ecken und Kanten verschwinden zu lassen. Schließlich rollten wir eine Kugel. Nun formten wir aus der Kugel eine Daumenschale. Ein Betreuer erklärte uns, dass der Rand nicht zu dünn sein durfte. Außerdem mussten wir die Schale immer mit einem feuchten Tuch abdecken, wenn wir nicht daran arbeiteten. Da der Rand Risse bekommen hatte, haben wir unsere Finger feucht gemacht und den Rand glatt gestrichen. Die Schalen müssen zehn Tage trocknen. Dann werden sie bei 900 Grad 24 Stunden gebrannt. Der Brennofen braucht 2-3 Stunden um sich zu erwärmen. Zum Abkühlen braucht er genau so viel Zeit. Nach dem Brennen werden wir die Schalen glasieren. Danach werden sie schön glänzen. (geschrieben von ThuyAnh Dao) Ein ganz neues Projekt haben wir im April begonnen: Vom Leinsamen zum Leinen heißt es und wir werden alle Arbeitsschritte nachvollziehen, die es braucht um von der Vorbereitung des Feldes, über die Aussaat der Leinsamen, der Ernte bis zur Bearbeitung der Fasern und dem Weben des Leinenstoffes zu gelangen. Damit werden wir uns sogar noch bis in das 5. Schuljahr befassen! Wir sehen die Klasse vor dem Schloss Britz, wo das Projekt stattfindet. Und hier sehen wir die fleißigen Landarbeiter beim Absammeln der Steine vom Feld und beim Graben und Rechen!

13 Klasse 5a Lisa Tetzner und Erich Kästner Seit August 2013 sind wir ein neues Team. In diesem Schuljahr haben wir u.a. das Buch Emil und die Detektive von Erich Kästner gelesen. Diese Detektivgeschichte hat uns in vielerlei Weise durch das Schuljahr begleitet. Wir haben im Deutschunterricht ein Erich-Kästner- Heft angelegt, im Kunstunterricht dazu Deckblätter gestaltet mit großer Unterstützung von Herrn Gobulev, einem sehr vielseitigen Künstler! Er hat uns mit seinem großen Können viele Tipps bei der Gestaltung gegeben und wenn es schwierig wurde auch selbst mit Hand angelegt. Mit Herrn Gobulev basteln wir auch Masken, die in ihren Anfängen als Fotos anzusehen sind. Zur Jubiläumsfeier haben wir eine kleine Szene vorbereitet zwischen Emil, dem Jungen aus Neustadt und Gustav, einem Wilmersdorfer Bandenchef mit tatkräftigem Sinn und detektivischem Gespür und einer anschließenden Tanzszene, in der die Kinder den Bösewicht Herrn Grundeis jagen. Erich Kästner ( ) und Lisa- Tetzner ( ) erlebten nahezu zeitgleich Teile der deutschen Geschichte. Die nach strengen verlässlichen Regeln und klar hierarchisch geordnete Kaiserzeit, den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und anschließend die alles verändernde Zeit des Nationalsozialismus. Emil und die Detektive wurde 1929 veröffentlicht, Lisa Tetzners bekanntes Kinderbuch Die Kinder aus Nr.67 spielt Anfang der 30er Jahre in Berlin. Das letztere ist schon ein mehr politisches Buch, Emil Kästner verbleibt bei Emil und die Detektive noch im davon unangetasteten Zeitfenster der 20er Jahre. Am 10.Mai 1933 werden allerdings Erich Kästners Bücher- mit Ausnahme von Emil und die Detektive - als undeutsche Bücher auf dem Opernplatz in Berlin-Mitte verbrannt. Unsere Namenspatronin, Lisa Tetzner ist wie er eine mutige Schriftstellerin, die Phänomene beschreibt und diese so unvergesslich werden lässt.

14 Klasse 5b Ein Mensch vor dem Gericht der Tiere Am Ende des Schuljahres feiern wir die Lisa- Tetzner- Grundschule das 40- jährige Jubiläum der Namensgebung. In einem Buch von Lisa- Tetzner feiern Die Kinder aus Nr. 67 im Berlin der dreißiger Jahre am Ende einen Maskenball. Den wollen wir als Schule sozusagen nachgestalten. Jede Klasse unserer Schule hat dazu überlegt, was sie zu diesem Motto gestalten kann. Auch wir die Klasse 5b haben uns Gedanken gemacht. Es war gar nicht so einfach, denn viele Klassen hatten ähnliche Ideen. Gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Frau Schulze sind wir auf das Theaterstück von Helen Gori Ein Mensch vor dem Gericht der Tiere gekommen. Alle waren sofort begeistert, denn man kann Text und Masken miteinander verbinden. Als wir uns das erste Mal mit dem Text vertraut machten, merkten wir sehr schnell, dass es wohl doch nicht so einfach wird, wie sich das einige von uns vorgestellt hatten. In diesem ironischen Stück wird ein Mensch vor das Gericht der Tiere geführt und angeklagt, stellvertretend für unzählige Wilderer, Tierfänger, Laborkosmetiker und Umweltfrevler. Richter und Zeugen sind Tiere, die ihrem Unmut über die schlechte Behandlung Luft machen, aber auch Fürsprecher für den Menschen. Wir als Spieler merkten selber, dass wir uns zuerst gut informieren mussten. Voraussetzung war aber, dass jeder seine Rolle kannte. Das war ein Knackpunkt. Es gab mehrere Anwärter für die Rollen. Also entschieden wir uns für das Losverfahren. Zum Glück waren alle damit einverstanden. So hatten wir alle die gleichen Bedingungen und jeder musste sich intensiv mit seiner Rolle beschäftigen. Dies schloss das Aussehen, die Mimik und die Geräusche der Tiere ein. Wir erhielten den Auftrag für eine erste Stunde ein Bild des Tieres mitzubringen. Die ersten Proben waren sehr lustig und anstrengend, denn es kam darauf an, die Bewegung des Tieres und die dazugehörigen Laute nachzuahmen. Unsere Lehrerin musste uns am Anfang oft verbessern. Trotzdem haben wir viel gelacht, sind aber schnell wieder zum Ernst der Sache zurückgekehrt. Von Mal zu Mal wurden wir perfekter. Zufrieden sind wir aber noch lange nicht. Die größte Herausforderung steht aber noch vor uns, das Anfertigen der Masken. Unser erster Versuch Gipsmasken herzustellen, um darauf das Tiergesicht aufzubauen, schlug leider fehl. Wir haben wohl doch nicht richtig der Arbeitsanweisung unserer Lehrerin zugehört, sodass unsere Masken zerbrachen. Nun werden wir sie aus Karton anfertigen und bemalen. Gespannt sind wir schon auf das Zusammenspiel von Text und Maske. Dafür benötigen wir aber noch jede Menge Proben. Seid also gespannt auf eine Szene unseres Stückes.

15 Klasse 5c Ein Zirkus für Lisa Tetzner Wir sind die Kinder von der Tetznerschool Lisa Tetzner, die ist ziemlich cool, für den Ball ham wir tolle Masken anoder denkst du anders- dann sag's uns Mann, ey! Wir sind die Kinder aus der Klasse 5c und das finden wir ganz O.K.. Wir sind die Klasse, die auch feiern kannoder denkst du anders- dann sag's uns Mann, ey! Wir sind die Klasse, die 'nen Zirkus hat, wir sind die einz'ge in der ganzen Stadt, Fingerbieger, Pyramiden, da ist alles dran, oder denkst du anders, dann sag's uns Mann, ey! Hier kommt die Lisa-Tetzner-Gang, hier kommt die Klasse mit Bangorang, hier kommt die Klasse, die auch rappen kann, oder denkst du anders, dann sag's uns Mann, ey! Nachdem wir am Anfang des Schuljahres immer wieder verschiedene Theaterübungen vor allem zum Thema Körperspannung und Fokus gemacht haben, proben wir nun seit fast einem halben Jahr in unserer wöchentlichen Theaterstunde eine mehr oder weniger eigene Fassung von H.-J. Schädlichs Sprachabschneider. In diesem Text über einen verträumten Jungen, der aus Bequemlichkeit Teile seiner Sprache gegen gemachte Hausaufgaben tauscht und sich deshalb nicht mehr verständigen kann, kommt ein Zirkusbesuch vor. Als Vorbereitung für unser großes Schulfest im Sommer haben wir aus diesem Ausschnitt eine Zirkusszene mit eigenen Kunststücken gemacht, die wir maskiert aufführen werden...das sind ganz unglaubliche Dinge, wie man oben auch in unserem Rap lesen konnteund es kommt immer noch etwas dazu. Außerdem beschäftigen wir uns mit unserer Namensgeberin. Wir haben uns den Film Die Kinder aus N 67 nach dem gleichnamigen Roman von Lisa Tetzner angesehen. Jetzt interessieren wir uns für die Schriftstellerin- wer war sie...wie ist es dazu gekommen, dass unsere Schule nach ihr benannt wurde...warum musste sie in der Nazizeit aus Deutschland emigrieren...was war das für eine Zeit...wir können viele Wege gehen, um das Thema zu erforschen. Mal sehen, wohin uns das führt. Den Rap haben wir jedenfalls auch eingebaut, lasst euch und lassen Sie sich überraschen!

16 Klasse 6a Maskenball mit Papageno Als wir hörten, dass unsere Schule einen Maskenball veranstalten wird, waren wir sofort begeistert. Zuerst mussten wir bei Lisa Tetzner in ihrem Buch Die Kinder aus Nummer 67 nachlesen, was es mit diesem Maskenball auf sich hatte. Uns gefiel der Gedanke, der hinter dem Maskenball stand, etwas durchzuführen, um anderen zu helfen. Sogleich überlegten wir, welchem guten Zwecke unsere Tombola dienen könnte, aber jeder von uns hatte andere Vorstellungen, was man mit dem Geld tun könnte. Dann hieß es darüber nachzudenken, welches Thema denn unsere Masken darstellen sollten. Uns schwirrten viele Gedanken im Kopf herum, aber schließlich hatten wir die zündende Idee: In der 5. Klasse hatten wir uns mit Wolfgang Amadeus Mozart beschäftigt. Wir wurden von unserer Musiklehrerin Frau Widdrus in den Besuch eines Konzertes eingeführt und dann fuhren wir ins Konzerthaus. Und wer begegnete uns dort auf der Bühne? Der etwas ängstliche Papageno, von Beruf Vogelfänger. Er hatte eine tolle Maske auf und trug ein lustiges Kostüm. Die Musik gefiel uns auf Anhieb und jetzt war klar: Wir würden Vogelmasken anfertigen. Wir beschäftigten uns noch einmal mit der Oper Die Zauberflöte und besonders mit Papageno. Wir erfuhren von dem vermeintlich tapferen Schlangentöter im Federkleid, der als Strafe für seine Lüge ein Schloss vor den Mund gelegt bekommt. Nun kann er nur noch Hm, hm, hm, hm singen. Dann hörten wir uns das Lied Der Vogelfänger bin ich ja an. Wir verglichen die verschiedenen Interpretationen und staunten über die Bühnenbilder und Kostüme. Die Handlung des Musikmärchens wurde immer spannender und wir wollten unbedingt wissen, wie es mit unserem Vogelfänger weitergehen würde. Jetzt tauchten Prüfungen auf, die unser Papgeno gemeinsam mit dem Prinzen Tamino bestehen musste. Wir erinnerten uns an den Deutschunterricht und das Thema Märchen. Nun trafen wir es wieder und schuld war unser 40- jähriges Schuljubiläum. Doch zurück zu Papageno: Dieser sollte schweigen und wir wussten ja, wie schwer ihm das fallen würde. Am Ende ging für Papageno alles gut aus und als er sich entschied, lieber eine Alte als gar keine Frau abzubekommen, verwandelte sich diese in die junge Papagena. Aber sie gehörte noch nicht zu ihm. Erst das Glockenspiel führte die Liebenden zusammen.im Anschluss musste getestet werden, welche Materialien sich für unsere Masken eignen würden. Einige Ideen mussten verworfen werden, übrig blieb als Ausgangsstoff Pappe. Wir verwandelten uns im Kunstunterricht in Papagenos und Papagenas und gestalteten unsere Masken. Auch die Idee des Käfigs, in die Papageno die gefangenen Vögel einsperrte, gefiel uns. Oder sollten wir uns lieber ein Netz knüpfen, wie es Papageno hatte? Aber diese Ideen werden wir erst in der Projektwoche umsetzen. Nun bleibt es noch abzuwarten, ob beim Maskenball jeder Papageno seine Papagena findet. Aber wir freuen uns schon sehr auf das Fest. Apropos: Ob sich heutzutage Mädchen mit Zucker in eine Ehe locken ließen, das konnten wir nicht abschließend erörtern.

17 Klasse 6b Fliesen und Märchen Nun sind wir schon fast 6 Jahre dabei. Wir, das sind momentan 10 Mädchen und 11 Jungen. Von der ersten bis zur dritten Klasse hatten wir Frau Lemke als Klassenlehrerin, von der vierten bis zur fünften Klasse Frau Blum und jetzt, im letzten Jahr, ist Frau Nolte unsere Klassenlehrerin. Durch unsere Schuljahre ziehen sich natürlich regelmäßige Projekte wie die Vorbereitung der Neuköllner Musiktage, die Teilnahme am Zauberflöten-Projekt und das Einstudieren kleinerer Beiträge zu Elternversammlungen oder Weihnachtsfeiern. Zur Zeit arbeiten wir an zwei Projekten. Wir studieren im Rahmen der Theaterstunde witzige Märchen ein. Das macht totalen Spaß, weil die jeweiligen Gruppen nichts von einander wissen und so wird die Überraschung recht groß sein. Das andere Projekt befasst sich mit der Gestaltung von Fliesen, welche am Hochhaus Joachim-Gottschalk-Weg, das ist am U-Bahnhof Wutzky-Allee, angebracht werden sollen. Hier machen sich mehrere Klassen verschiedener Schulen zum Thema Theater bzw. Schauspiel Gedanken. Da unsere Schule ja eine theaterbetonte Grundschule ist, dachten wir, dass das ja gar nicht so schwierig sein könnte, Ideen zu sammeln. Aber weit gefehlt! Allerdings war rasch klar, dass wir unser Schullogo nehmen würden und es als ein Bestandteil einbinden würden. Nach einer gewissen Ideen-Findungs-Phase kamen wir zu dem Ergebnis, dass jeder Schüler und jede Schülerin eine selbst ausgedachte Maske auf jeweils eine Fliese bringt und somit ein Mosaik rund um unser Logo entsteht. Und in dieser Phase befinden wir uns gerade. Es wird einen Projekttag geben, an dem wir das meiste schaffen wollen. Wir freuen uns schon sehr auf diesen Tag, denn solche Tage, die anders sind als normaler Unterricht, lieben wir sehr. Da wir bald unser Schuljubiläum feiern, steht auch schon das nächste Vorhaben an. Unser Beitrag auf dem von uns allen schon mächtig freudig erwarteten Maskenball soll nämlich ein Mix aus Cheerleading und Breakdance sein. Eine unserer Mitschülerinnen, Carlotta, ist Mitglied eines Cheerleading-Vereins und sehr gut darin. Sie wird mit uns ein Stück zu Altberliner Musik einstudieren und die Puschel dazu werden unter ihrer fachkundigen Anleitung auch entstehen. Den zweiten Teil unseres Vortrages, vielleicht vermischen wir das auch, wird mit uns einer unserer Hausmeister, Derril, einstudieren. Er macht Breakdance ziemlich gut in seiner Freizeit und möchte es uns beibringen. Aber auch hier werden wir zu Altberliner Musik tanzen. Momentan können wir uns das noch gar nicht vorstellen, aber trotzdem freuen sich wohl ganz besonders unsere Jungs darauf. Aber es können auch Mädchen mitmachen, genauso, wie Jungs beim Cheerleading dabei sein können. Eine andere Sache beschäftigt uns allerdings auch noch. Wir fahren bald auf Klassenfahrt, unsere dritte hier an dieser Schule. Klassenfahrten sind immer ganz besonders toll. Die allergrößte Frage ist jedes Mal: Wer geht mit wem auf ein Zimmer? Und da es wie in jeder Klasse auch mal Streit gibt, werden die sogenannten Würfel jedes Mal neu gemischt. Zum Glück haben wir so viele schöne, spannende und kreative Dinge bis dahin noch zu erledigen, dass wir gar nicht so viel Zeit haben zum Grübeln und auch zum Streiten. Und das ist auch gut so.

18 Klasse 6c Projekt Maskenball Ein Maskenball für viele Kinder der Klasse 6c war das zunächst ein Begriff, mit dem sie nicht viel anfangen konnten. Wir hatten zwar Lisa Tetzners Werk Die Kinder aus Nr. 67 gelesen, an dessen Ende die Mieter des Hauses gemeinsam einen solchen organisieren, um einer armen Familie unter die Arme zu greifen und Geld in die Mieterkasse zu bekommen, doch so ein richtiger Maskenball, davon hatte eigentlich niemand so recht eine Vorstellung. Die Ankündigung, dass wir unser 40- jähriges Schuljubiläum mit einem solchen Fest begehen wollten stieß daher zunächst auf gemischte Gefühle, zumal sich verkleiden für viele Nicht- Europäer etwas Ungewohntes ist. Wir haben also gemeinsam gegoogelt und uns unterhalten und schließlich, auch mithilfe zweier Eltern der Klasse entschieden, dass es bestimmt lustig und interessant wäre, sich als Tiere des Dschungels zu verkleiden und deren äußere Erscheinung mit Maske und Kostüm sowie deren Eigenheiten und Wesensart durch Bewegung und Schauspiel zu darzustellen. Zunächst hieß es, passende Tiere zu finden. Affen sind oft lustig anzuschauen, können viele Kunststücke, sind geschickte Akrobaten und seien wir doch mal ehrlich es macht Spaß, sich auch einmal affig zu benehmen. Ausnahmslos alle Jungen der Klasse entschieden sich dazu, sich für das Fest als Affe zu verkleiden. Wir hatten uns im Vorfeld darauf geeinigt, nicht zu viele verschiedene Tierarten auszuwählen und so fanden sich neben den Affen schließlich noch drei Vögel und einige Raubkatzen bei den Mädchen der Klasse. Zur Vorbereitung des Themas gingen wir gemeinsam in den Zoo, um diese Tiere zu beobachten, zu filmen und zu fotografieren. Wir suchten im Internet nach Bildern und Videos und verbrachten eine Kunst-Stunde damit, unsere persönlichen Vorstellungen von Maske und Kostüm zu Papier zu bringen: Wie könnte die Maske aussehen? Welche Materialen brauchen wir, um unsere Vorstellungen zu realisieren? Welche Kleidung würde dazu passen und schließlich die Frage, wie wir unser Tier spielerisch darstellen könnten. Nachdem die ersten Fragen hinreichend geklärt waren ging es zum Sportunterricht in die Turnhalle. Dort übten die Jungen Pyramiden bauen und mit Bällen zu jonglieren, während die Mädchen mit Seilen und Reifen ihrer Kreativität freien Lauf ließen. Ein wenig Theater wird auch dabei sein man darf gespannt sein! Vor alle auch auf die Kostüme und Masken, um die wir uns vor allem in der Projektwoche vor dem großen Fest kümmern wollen. Doch bis dahin ist noch etwas Zeit...

19 re:tour Neukölln Sonderpädagogische Kleinklassen 3-6 Wir sind die Sonderpädagogischen Kleinklassen der Lisa-Tetzner-Schule, die in Kooperation mit der DASI Berlin Schüler in den Klassenstufen 3/4 und 5/6 gemeinsam unterrichten und sozialpädagogisch begleiten. Diese Kooperation von Lehrkräften der Lisa Tetzner Schule und von Sozialpädagogischen Fachkräften der Tagesgruppe re:tour Neukölln der DASI Berlin besteht an dieser Schule seit Oktober Alle Kinder haben Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich. Deshalb erhalten sie in unseren Räumen von 8 bis 12 Uhr Unterricht mit individuellen Hilfestellungen und Fördermaßnahmen. Nach dem Mittagessen findet dann bis 15 Uhr eine sozialpädagogische Betreuung statt, die neben der begleiteten Freizeitgestaltung, eine individuelle sozialpädagogische Förderung der Schüler ermöglicht. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Beratungsgespräche mit den Eltern durch und pflegen besondere Feste, wie z.b. ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier. Ein Mal im Jahr reisen wir mit den Kindern in das Berliner Umland. Ziel dieses Kooperationsprojektes, das aufgrund der besonderen Situation der Schüler vom Jugendamt und der Schule gemeinsam finanziert wird, die Schüler im Anschluss dieser Maßnahme wieder in eine Regelschule zu integrieren.

20 Ergänzende Betreuung Das sind wir! Die Ergänzende Betreuung ist ein wichtiger Bestandteil der Lisa-Tetzner Grundschule und des Förderzentrums am Hasenhegerweg. Seit 2005 gibt es die Ergänzende Betreuung an allen Grundschulen in Berlin. Erzieher/innen unterstützen in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften Schüler/Schülerinnen in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung. Um alle Kinder bestmöglich und spezifisch zu fördern sind mittlerweile mehrere Facherzieher für Integration an unserer Schule tätig. Der Hort Siebenstein liegt auf einem großen Gartengrundstück mit altem Baumbestand. Im Außenbereich gibt es zahlreiche Spiel- und Aktionsmöglichkeiten für alle Altersgruppen: - Fußballplatz - Wasserspielplatz - Großer Buddelplatz mit Klettergerüst und Schaukeln - Rutsche und kleines Spielhäuschen - großer Holzpavillon - weitläufiger Wiesenbereich mit Reifenkreis - Minirodelberg und riesiger, uralter Märchentanne - verschiedene Beete zum Anbau von Obst und Gemüse - Kräuterecke Im Haus gibt es folgende Räumlichkeiten: - großer Beschäftigungsraum, ausgestattet mit vielfältigen Spielmöglichkeiten - Kreativraum zum Malen und Basteln - Bauraum - Hausaufgabenraum - gut ausgestattete Küche - getrennte WC-Räumlichkeiten für Jungen und Mädchen/ - behindertengerechte Toilette / Personaltoiletten Wo ist unser Team tätig? -Ergänzende, kostenpflichtige Betreuung von 6:00 7:30 Uhr und 13:30 Uhr 18:00 Uhr im Hort Siebenstein - Kostenlose Verlässliche Halbtagsbetreuung von 7:30 bis 13:30 Uhr (VHG) - Entsprechend ihrem Dienstplan sind unsere Erzieher/innen in festen Klassen tätig. - Ergänzende, kostenpflichtige Betreuung von 13:30 18:00 Uhr im Hort Siebenstein - Unsere 1. Klassen werden von 13:30 Uhr -15:00 Uhr im Schulgebäude betreut. Alle anderen Hortkinder kommen, natürlich mit Einverständnis der Eltern, selbstständig in den Hort Siebenstein. Wir betrachten uns als eine familienergänzende Institution. Auf der Homepage der Schule finden sie noch weitere Informationen über unsere Arbeit! Wir freuen uns auf euch!

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