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1 News der Freien Schule Anne-Sophie Künzelsau tintenklecks 09 1/2014 x > Förderpreis Bildungspartnerschaft Aus den Lernhäusern - x Schülerprojekt Energieeffizienz USA-Austausch FunTasteIt

2 7 Bildungspartnerschaft Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG und Angelika Schmidt, Gesamtleiterin der Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau, unterzeichneten am Montag, dem 17. Februar eine Bildungspartnerschaft. Ziel ist es, den Lernpartnerinnen und Lernpartnern auf anschauliche Art und Weise an fassbaren Beispielen konkrete Zusammenhänge in Wirtschaft und Arbeitswelt näher zu bringen. Dabei erfährt die Prägung sozialer Kompetenzen die gleiche Aufmerksamkeit wie die rein fachliche Qualifizierung. Für unsere Schule ist diese Kooperation eine absolute Bereicherung. Die Möglichkeit, Berufsbilder praxisorientiert, sowie Methoden und Techniken am konkreten Beispiel kennenlernen zu dürfen, unterstreicht den Grundgedanken unserer Schulorientierung, das Kind in den Mittelpunkt zu stellen. In die verschiedenen Bereiche eines Wirtschaftsunternehmens hineinschnuppern zu dürfen, belebt den Vielfaltsgedanken unserer Schulphilosophie, freut sich Angelika Schmidt. Weitere Bildungspartnerschaften Die Freie Schule Anne-Sophie mit ihrem ökonomischen Profil in allen Jahrgangsstufen sieht in der Kooperation mit regionalen Unternehmen besondere Vorteile für die Lernpartnerinnen und Lernpartner, die sich dabei mit realen Gegebenheiten der Arbeits-, Berufswelt sowie mit den aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Nach der Unterzeichnung der Bildungspartnerschaft ist gegenwärtig die Vorbereitung einer weiteren Bildungspartnerschaft in Gange. Die Maßnahmen und Inhalte werden derzeit mit der Firma Arnold-Umformtechnik GmbH & Co. KG in Forchtenberg abgestimmt. Im Rahmen der Begabtenförderung der jüngeren Nachwuchsforscher ist die Firma Ziehl-Abegg in Künzelsau unser Partner. Der Austausch mit Experten wirkt sich besonders positiv auf die Motivation der Lernpartner aus. Siehe Beitrag links: Mit Experten im gleichen Boot. Text: Wolfgang Schiele, Lernbegleiter Sekundarstufe und College

3 13 Krimiwoche auf Madagaskar Montag, : Die Krimiwoche im Lernhaus Madagaskar geht los und wir bekommen unseren ersten Fall zu lösen. Die Pinguine haben eine Süßwarenfabrik ausgeraubt und wir sollen das Diebesgut finden. Am Ende haben wir es auch wirklich gefunden. Leider war es auch ganz schnell weg, wie das mit Süßigkeiten eben ist aber es hat geschmeckt! Am 24. Februar kam Frau Böttinger zu Besuch. Sie ist Autorin und erzählte uns von ihrem neuen Krimi Friedrichsruhe, an dem sie gerade schreibt. Außerdem berichtete sie, worauf es beim Krimischreiben ankommt. Das ist praktisch, denn bald werden auch die Martys einen eigenen Krimi schreiben. Am 25. Februar neigte sich unsere Krimiwoche dem Ende zu und zum glorreichen Abschluss gingen wir nach Künzelsau ins Theater Emil und die Detektive der badischen Landesbühne. Das war sehr lustig! Davor tobten wir uns noch auf dem Spielplatz aus und frühstückten. Nach dem Mittagessen schrieben die Martys eine Zusammenfassung über das Theaterstück. Hier ein Beispiel: Der Junge Emil Tischbein ist auf dem Weg nach Berlin als ihm plötzlich im Zug sein Koffer mit dem Geld geklaut wird. Zusammen mit seinen neuen Freunden und seiner Cousine Pony Hütchen versucht er nun sein Geld wieder zu bekommen und den Täter zu überführen. Wir haben während der Krimiwoche viel Spaß gehabt und sind jetzt auch richtige Detektive! Text: Jana Göller, Primarstufe, Lernhaus Madagaskar, 9 Jahre

4 18 Masken aus Gips Impressionen aus dem Kunstclub Die kleinen Kunstexperten (LH 1/3) In den vergangenen Wochen vor und nach der Faschingszeit haben unsere Lernpartner des Kunstclubs Die kleinen Kunstexperten Masken aus Gipsbinden angefertigt. Zuerst haben wir uns gegenseitig unsere Gesichter mit Vaseline eingecremt, damit sich die Masken wieder gut von unserer Haut lösen lassen. Dann haben wir die Gipsbinden in Streifen geschnitten und in lauwarmem Wasser kurz eingelegt, damit die Gipsbinden nass und formbar werden. In Partnerarbeit wurden unsere Masken erstellt, dabei war die Geduld der Lernpartner gefragt, auf deren Gesicht Gipsbinden-Streifen in zwei bis drei Schichten von einem anderen Lernpartner aufgelegt wurden. Nasenlöcher, Ohren und meist auch die Augenöffnungen blieben frei. Nach etwa 20 Minuten Wartezeit konnten wir unsere Masken vom Gesicht nehmen und vollständig austrocknen lassen. Die fertigen getrockneten Gipsmasken wurden in den nachfolgenden Clubtreffen bemalt, verziert und ausgestaltet. Der nächste Fasching kann also kommen :) Die Bilder sind beim Erstellen der Masken im Kunstclub bei Frau Francz und Frau Walter entstanden. Text und Bilder: Christina Francz (Lernbegleiterin Sekundarstufe), Tanja Walter (Lernhausassistentin)

5 26 Hochschule Esslingen: Schülerprojekt Energieeffizienz Vor ca. zwei Jahren haben wir, die Hochschule Esslingen, zusammen mit der Freien Schule Anne-Sophie, das Schülerprojekt Energieeffizienz ins Leben gerufen. Denn in Zukunft wird es in Deutschland immer wichtiger, gut ausgebildete Frauen und Männer in allen Berufsgruppen zu haben. In meinem Tätigkeitsbereich arbeiten leider noch viel zu wenig Frauen. Dabei ist meine Arbeit gar nicht langweilig. Und man muss auch nicht männlich sein, um in meinem Beruf zu arbeiten. Ich bin Ingenieur und arbeite an der Hochschule Esslingen. Was macht ein Ingenieur? Er versucht verschiedene Probleme mit technischen Hilfsmitteln zu lösen. Ein Beispiel: An der Universität Tübingen möchten Biologen, die Temperatur im Inneren von Schnecken messen. Leider haben sie keine Möglichkeit ein Thermometer in die Schnecke zu bekommen. Aus diesem Grund entwickeln meine Kollegen ein Computermodell einer Schnecke, das die wärmetechnischen Eigenschaften einer echten Schnecke besitzt. Das Computermodell soll dazu dienen, den Einfluss der Sonneneinstrahlung und des Windes auf die Körpertemperatur der Schnecke zu veranschaulichen. Das Computermodell zeigt die Temperatur der Schnecke an jedem beliebigen Punkt auf oder in der Schnecke an. Die Erstellung des Computermodells ist so aufwändig, dass zwei Ingenieure mindestens drei Jahre lang an solch einem Projekt arbeiten. Dies liegt daran, weil sehr viele experimentelle Voruntersuchungen notwendig sind. Die Schnecken wurden sogar in einen Computertomographen gebracht und viele Schnittbilder angefertigt. Die Biologen beschäftigen sich mit der Schnecke so intensiv, da sie mehr über die Geheimnisse dieses Tieres erfahren möchten. Die Schneckenart, an der geforscht wird, ist eine Landschnecke die in Südfrankreich beheimatet ist. Und das Spezielle an dieser Schnecke ist, dass sie Temperaturen von über 50 C über einen langen Zeitraum ertragen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Der Mensch hält solche Temperaturen nur kurzzeitig aus, z.b. in der Sauna. Wie ihr wisst, sterben Menschen im Normalfall bei Körpertemperaturen über 42 C. Deshalb ist extrem hohes Fieber auch so gefährlich. Ingenieure bauen also nicht nur Maschinen und Autos, sondern sie unterstützen mit ihren Messungen auch Biologen und Ärzte. Im Schülerprojekt Energieeffizienz bekommen Lernpartnerinnen und Lernpartner Einblick in die Aufgaben und die Werkzeuge eines Ingenieurs. Außerdem lernen sie den Körperbau der Schnecke kennen. Jeder darf im Projekt selbst praktische Versuche durchführen. Mir hat die Arbeit mit den Lernpartnern sehr viel Spaß gemacht. Auch wurden sehr viele Fragen gestellt und auf manche wusste ich auf die Schnelle keine Antwort. Dann musste ich, genau wie ihr, erst mal im Internet stöbern und mich mit meinen Kollegen austauschen. Drei Gruppen von Lernpartnern aus eurer Schule haben mittlerweile an unserem Projekt teilgenommen. Die Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Frau Tscherpel können euch Fragen über die behandelten Themen beantworten. Ich würde mich freuen, wenn wir uns in ein paar Jahren, in einem Ingenieursstudiengang an der Hochschule Esslingen wiedersehen würden. Text: Ralf Baur, Ingenieur Hochschule Esslingen Was man an der Hochschule Esslingen alles studieren kann, erfahrt im Internet unter:

6 / FSAS Künzelsau 33 Theaterstück Der Geizige Ab in die Kiste - In der Freien Schule Anne-Sophie Künzelsau präsentierten die Lernpartner des Kurses Literatur und Theater am 21. und 22. September ihre Abschlussarbeit mit dem Molière Stück Der Geizige. Die überdimensionale Schatztruhe, die das Bühnenbild dominierte, war der Dreh-und Angelpunkt der Inszenierung. Sie stand als Sinnbild für die Habgier des Geizigen und kam beständig zum Einsatz. Mal umfunktioniert als Kutsche, mal als Versteck für den jungen Liebhaber Valère und andere Gesellen sorgte sie für viele komische Extraeinlagen. Vor der Premiere hatten auch alle Lernpartner der FSAS die Gelegenheit das Stück zu sehen. Warum bist du so geizig? fragte nach der Aufführung ein Fünftklässler, der jeden Schritt des Hauptdarstellers Elias Mennad verfolgt hatte. Wenn Mitschüler so vollständig hinter der gespielten Rolle verschwinden, kann es nur eine gelungene Aufführung gewesen sein, meint Dr. Vito Susca, (Theaterpädagoge BuT) und Leiter der Sekundarstufe I und II. Schminken, Kostümieren, Text lernen und in eine ganz andere Rolle schlüpfen, das fordert ungemein. Ich bin stolz auf unsere Schule, an der die Lernpartner immer wieder über sich hinaus wachsen und bin überzeugt, dass sich diese Erfahrung auch positiv auf das Abi auswirkt. Die Lernpartner der Kursstufe II sind der zweite G8 Jahrgang an der Freien Schule Anne-Sophie. Um Den Geizigen auf die Bühne zu bringen, standen aufgrund des Zeitdrucks insgesamt nur zwölf Tage Probenzeit zur Verfügung. Den jungen Schauspielern gelang dennoch eine sehr professionelle Umsetzung des grotesk-komischen Stücks. Wie könnt ihr euch so viel Text merken? wurden die Darsteller häufig gefragt. Hierfür gibt es Techniken verrät Dr. Vito Susca, der seinerzeit selbst eine Schauspielausbildung in Bologna absolvierte und seine Bühnenerfahrung gerne direkt an die Lernpartner weitergibt. Denn, obwohl die College-Lernpartner ihre Rollen sogar schon selbst gekürzt hatten, war es doch eine beeindruckende Textmenge, die bewältigt werden musste. Eigentlich sollte der Text schon in den Sommerferien einstudiert werden. Bei dieser Mahnung mussten nicht nur Zuschauer, sondern auch Darsteller herzlich lachen. Denn bei aller Theater-Professionalität und Leidenschaft sind die Lernpartner der Freien Schule Anne-Sophie doch vor allem eines: Junge Menschen, die nicht nur vor ihrem Abi stehen, sondern auch mitten im Leben. Text und Bilder: Nicole M. Susca, Redaktion Tintenklecks Mitwirkende Der Geizige : Harpagon: Elias Mennad; Elise: Lea Jäger; Valère: Hülya Sütcü; Cléanthe: Daniel Wagner; Marianne: Fenja Klanten; Anselmé: Julian Siller; Frosine: Lena Weber; Meister Simon: Maurice Michel; Jacques: Richard König; La Fléche: Luis Noschka; Brind avoine: Timur Tekesin; La Merluche: Maurice Michel; Kommissar: Timur Tekesin; Sound: Leon Heyer; Technik: Jonathan Koller; Assistenz: Geraldine Blaschka, Julia Janky, Sina Krumrey; Leitung: Dr. Vito Susca

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