Drei Aspekte zu Leben and Werk Erich Kastners. deur Renate Hertenberger VERHANDELING. Voorgele ter vervulling van die vereistes vir die graad

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1 Drei Aspekte zu Leben and Werk Erich Kastners deur Renate Hertenberger VERHANDELING Voorgele ter vervulling van die vereistes vir die graad MAGISTER ARTIUM in DUITS in die FAKULTEIT LETTERE EN WYSBEGEERTE aan die RANDSE AFRIKAANSE UNIVERSITEIT STUDIELEIER: PROF. H.- J. KNOBLOCH APRIL 1999

2 Mein aufrichtiger Dank gilt Herrn Professor Hans-JOrg Knobloch fur seine unermudliche Unterstutzung wahrend der Entstehung dieser Arbeit. Ich mochte an dieser Stelle auch meinen Freunden danken, die mich in den letzten beiden Jahren immer wieder motiviert haben. Ein ganz besonderes Dankeschiin gilt meinen Eltern und meinem Bruder, ohne deren Liebe und Unterstlitzung diese Arbeit nicht moglich gewesen ware. Renate Hertenberger Johannesburg, April 1999

3 INHALT Kapitel 1 : Die Mutter-Sohn-Beziehung In Leben und Werk Erich Kastners 1.1. Einleitung Als er ein kleiner Junge war Fabian Kastner? Psychische Auswirkungen der Mutter-Sohn-Beziehung Schlull 38 Kapitel 2 : Erich Kastner und die Neue Sachlichkeit Einleitung Erich Kastner: Theorie und Werk Emil & Co Werke for Erwachsene: Fabian SchluB 56 Kapitel 3 : Die Auswirkung der beiden Weltkriege auf das Werk Erich Kastners Einleitung Der Abschied von der Kindheit "Ist Gott oder Hitler grefler?" Der Moralist Der nette Kinderonkel Kennst du das Land, wo die Kanonen bluhen? Schlull 96 Literaturverzeichnis 97

4 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners Kapitel 1 Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners 1.1. Einleitung "Es gibt nichts Gutes, auger: man tut es!" 1 Diese Worte stammen von einem Mann, der nicht nur als Autor, sondern auch als Mensch heute noch als ein Moralist bezeichnet wird. Seine Werke sollen dazu dienen, den Erwachsenen und den Kindern ein Beispiel der Moralitat zu sein. Wie kommt es, daft ein Mann so hohe moralische AnsprOche stellt? Bei Erich Kastner kann man these AnsprOche auf seine Kindheit zuruckfuhren; seine Mutter war for ihn dieser Einflull und sollte es sein Leben lang bleiben. Der Muttertyp taucht in seinen Werken immer wieder auf, und Ida Kastner dient immer als der Magstab, an dem Erich Kastner die Mutter, die in seinen Werken vorkommen, mat AIs er ein kleiner Junge war... In seiner Autobiographie Als ich ein kleiner Junge war erzahlt Kastner seinen Lesern, Erwachsenen wie Kindern, von seiner Kindheit. Das Werk wird von Klaus Doderer als "ein Hymnus auf eine Mutter, und zwar seine eigene" 2, bezeichnet. Auffallig ist, daft in dem Lebenslauf des Autors stets von der Mutter und kaum vom Vater die Rede ist. Kastner gibt selber zu, daft die Ehe seiner Eltern weniger als perfekt war, da sein Vater ein Mann war, dem "das Dorf die falsche Frau bescherte (oder umgekehrt)". 3 Trotzdem darf die Rolle des Vaters nicht unterschatzt werden, denn Emil Kastner ging tagsuber in eine Dresdner Kofferfabrik arbeiten und fertigte abends im Keller der Wohnung Lederwaren an, urn Geld zu verdienen und seinem Sohn eine bessere Zukunft zu ermoglichen, 1 Erich Kastner (im folgenden E.K.): Moral. In: Doktor Erich Kastners Lyrische Hausapotheke. Zurich: Atrium S Klaus Doderer: Erich Kastners "Emil und die Detektive" - Gesellschaftskritik in einem Kinderroman (1969). In: Rudolf Wolff (Hrsg.): Erich Kastner. Werk und Wirkung. Bonn: Bouvier S , hier: S Konrad Heidkamp: Kein Lehrer, ein Lerner. In: Die Zeit Nr. 14 v. 29. Marz

5 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners und doch schreibt Wolfgang Nagel: "Der Vater spielte die Rolle, keine zu spielen."4 Im Jahre 1982 deckte der ehemalige Schiller Kastners Werner Schneyder die Wahrheit Ober die Herkunft des Autors auf: "Tatsachlich ist nicht der ungeliebte Emil Kastner der Vater des Jungen, sondern der Iangjahrige Hausarzt der Familie, Sanitatsrat Dr. Zimmermann." 5 Der Arzt war wie Ida Kastner verheiratet und kam als offizieller Vater nicht in Frage. Dazu hat Erich Kastner "einige Male von einer 'millionenschweren Halbschwester' gesprochen", die aber von seinen Biographen nicht identifiziert werden konnte. 8 Bis an sein Lebensende hat der Autor seiner Mutter zuliebe vor der Offentlichkeit verschwiegen, was sie ihm eines Tages beichtete. Kastners Sohn Thomas erfuhr das grolle Geheimnis von seiner Mutter, Friedel Siebert. Schneyder hat es wiederum von Thomas erfahren: "Es gibt so etwas wie ein Dreizehntes Zimmer im Kastner-Komplex: das ist die Herkunft des Vaters." 7 Die Iangjahrige Lebensgefahrtin Erich Kastners, Luiselotte Enderle, kritisierte seinen Sohn deswegen: "Dieses Familiengeheimnis war bis dahin auf den Wunsch Erich Kastners, der es aus Liebe zu seiner Mutter gewahrt wissen wollte, auch von denen respektiert worden, die bereits eingeweiht waren." 8 Bei den Biographen findet man keine Hinweise, dafl Emil Kastner jemals erfuhr, dall Erich nicht sein Sohn war. Aber er scheint es gewuflt zu haben, denn er hat sich ohne ernsthafte Gegenwehr von der Erziehung des Sohnes ausschlieflen lassen. Trotzdem war er stolz auf den Sohn und liebte ihn, als ware er sein eigenes Kind. Ida Kastner dagegen sollte ihr Leben lang ihrem Sohn gegenilber Schuldgefilhle haben und alles opfern, um ihrem Jungen ein Leben zu bieten, wie es ihm als Sohn des Arztes zugekommen ware. Enderle hat den wirklichen Vater Erich Kastners in ihrer Biographie erst genannt, nachdem Thomas Kastner das Geheimnis gelliftet hatte aber auch nur in der 4 Wolfgang Nagel: Der doppelte Vater. In: Stern Nr. 32 v. 5. August Werner Schneyder: Erich Kastner. Ein brauchbarer. Autor. MOnchen: Kindler S. 18. Ebd., S Ebd., S Luiselotte Enderle: Erich Kastner. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt S

6 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners Zeittafel und nicht im eigentlichen Text, da dieser unter Kastners personlicher Aufsicht geschrieben und bereits vierzehn Jahre vor seinem Tod vertiffentlicht wurde. Bei der Zeittafel handelt es sich jedoch um eine Erganzung, die einer spateren Auflage nach Kastners Tod im Jahre 1981 angefiigt wurde. Ida Kastner war bereits tot, als die Erstausgabe der Biographie erschien; Kastner hatte also keinen Grund mehr, die Wahrheit zu verschweigen, und tat es doch. Daraus mull man schlieren, dar er selbst das Geheimnis bewahren wollte. Die Biographin Helga Bemmann identifiziert den Vater erst als einen gewissen "Sanitatsrat Neumann" und Bann schlierlich doch als Sanitatsrat Zimmermann. Sie beruft sich darauf, dar der Arzt in Kastners Kindheitserinnerungen unter falschem Namen auftrete. 9 Wenn Bemmann damit Als ich ein kleiner Junge war meint, ist ihre Feststellung falsch. Der Arzt kommt darin ausschlierlich unter dem Namen Zimmermann vor. 19 Weitere Beweise fur die Vaterschaft, falls sie noch notig waren, sind die "Scheinchen", die der junge Erich Kastner hin und wieder von seinem Hausarzt abholen dart" Die LOsung der Vaterschaftsfrage erklart vieles im Hinblick auf den Mann und Autor Kastner: Die Mutterfiguren werden als perfekt dargestellt, wahrend die Vater entweder gar keine Rolle spielen oder als Wunschvorstellungen Kastners auftreten. Nach sieben Jahren liebloser Ehe "wird mit Emil Erich Kastners Geburt auch Ida Augustin neu geboren." 12 - "Nie hatte sie daran gezweifelt, dar es ein kleiner Junge sein werde. Und da sie ihr Leben lang liebte recht zu behalten, sollte sie auch diesmal recht haben." 13 Die Mutter hat nur ein Ziel vor Augen: dem Jungen zu bieten, was sie nur kann, und weil das Geld, das Emil verdient, nicht ausreicht, Erichs Wunsch, Lehrer zu werden, zu realisieren, wird die zu dieser Zeit schon funfunddreirigjahrige Ida Kastner Friseuse. Ihr Sohn kommentierte das spater so: "Die GrORe eines Menschen hangt nicht von der Grdfle seines 9 Helga Bemmann: Erich Kastner. Leben und Werk. Berlin: Ullstein S. 37f. u E.K.: Als ich ein kleiner Junge war. Hamburg: Cecilie Dressler 1993 (Erstausgabe: ZOrich: Atrium 1957). S Klaus Kordon: Die Zeit ist kaputt. Die Lebensgeschichte des Erich Kastner. Weinheim: Beltz & Gelberg S Luiselotte Enderle (s. Anm. 8), S E.K.: Als ich ein kleiner Junge war (s. Anm. 10), S

7 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners Wirkungsfeldes ab. Das ist ein Lehrsatz und Grundsatz aus dem Kleinmaleins des Lebens. In den Schulen wird er nur selten erwahnt." 14 Durch den Einflull seiner Mutter kommt der kleine Erich schon fruh in seinem Leben zu der Einsicht, dar es im Leben darum geht, mit dem Intellekt gegen das Unrecht zu kampfen, und nichts emport den Autor sein ganzes Leben lang so sehr wie Unrecht gegen die Schwachen, die UnterdrCickten und Rechtlosen. 15 So wie Ida Kastner fur die Rechte ihres Sohnes gekampft hat, so kampft er fur die Rechte anderer. Seine moralischen Werte lehrt ihm Ida Kastner: "Denn vermittels der Schwache des Vaters setzen sich Ober die Mutter nur urn so starker die Gesetze, Normen und Werturteile der bcirgerlichen (Manner-) Gesellschaft in ihm fest - als Wunsche der Mutter." 16 In dem 1931 entstandenen Roman Fabian mit dem Untertitel Die Geschichte eines Moralisten schildert Kastner das Leben eines Mannes, der an den hohen moralischen Werten, die er bereits als Kind von seiner Mutter eingeimpft bekommen hat, scheitert, well er in der Welt keinen Platz findet, der der Utopie gerecht wird. Er geht unter, well er aus absoluter Hingabe zu ihr seine Handlungsfahigkeit aufgibt. Kastner selbst hat die Fahigkeit, mit anderen Menschen, vor allem Frauen, enge Beziehungen einzugehen, preisgegeben, da er bereits "die beste Frau des Jahrhunderts" 17 kannte und keiner anderen Frau jemals gestattete, in diese Liebe einzubrechen. Da Ida Kastner in ihrer Ehe unglocklich war, wurde der kleine Erich zu dem "Ersatz-Mann". 18 Sie setzte alle ihre Hoffnungen auf ihn: Ida Kastner wollte die vollkommene Mutter ihres Jungen werden. Und well sie das werden wollte, nahm sie auf niemanden RUcksicht, auch auf sich selber nicht, und wurde die vollkommene Mutter. All ihre Liebe und Phantasie, ihren ganzen Fleifl, jede Minute und jeden Gedanken, ihre gesamte Existenz setzte 14 Ebd., S Hans-Albert Walter: Unbehagen und Kritik: Erich Kastner. In: Rudolf Wolff (s. Anm. 2), S , hier: S Erhard Schutz: Muttchen. In: Ders.: Romane der Weimarer Republik. Munchen: Fink S , hier: S E.K.: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. Munchen: Deutscher Taschenbuch Verlag 1997 (Erstausgabe: Berlin: Deutsche Verlags-Anstalt 1931). S Klaus Kordon (s. Anm. 11), S

8 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners sie, fanatisch wie ein besessener Spieler, auf eine einzige Karte, auf mich. Ihr Einsatz hiefl: ihr Leben, mit Haut und Haar! Die Spielkarte war ich. Deshalb mul!te ich gewinnen. Deshalb durfte ich sie nicht enttauschen. Deshalb wurde ich der beste Schiller und der brayste Sohn. Ich hatte es nicht ertragen, wenn sie ihr grolles Spiel verloren hatte. Da sie die vollkommene Mutter sein wollte und war, gab es fill- mich, die Spielkarte, keinen Zweifel: Ich muate der vollkommene Sohn werden. 19 Die Verpflichtung, die der junge Erich Kastner damit einging, murte auf Dauer zu einer schweren Belastung werden. Die Beziehung ging weit Ober die normale Mutter-Sohn-Bindung hinaus; die Mutterfigur wurde zum zentralen Lebenssinn des Sohnes. Aus Liebe zu seiner Mutter wird aus Erich bald ein junger Mann, wenn dieser auch in dem Ktirper eines kleinen Jungen steckt. Die Mutter opfert alles for ihn, aber auch der junge Mann bringt seiner Mutter ein Opfer, namlich seine Kindheit. Marcel Reich-Ranicki nennt das Bem(Then Kastners, seine Kinderjahre durch Literatur zuruckzugewinnen, "die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Es ist nichts anderes als eine ruckwarts gewandte Utopie. Auf diesem Hintergrund sind die Bucher zu sehen, denen er Weltruhm verdankt - seine Romane for Kinder." 20 Das Schreiben von Kinderbuchern ist also nichts anderes als ein Versuch Kastners, die Dinge einzuholen, die er in seiner Jugend nicht erleben durfte, weil seine Mutter ihn zu ihrem "Ersatz-Mann" machte und er diese Rolle auch bray spielte. In seinen Kinderbuchern zeichnet der Autor das Idealbild einer Kindheit, das so nicht zutrifft. Auch in der Autobiographie Als ich ein kleiner Junge war sollte manches eher als eine Kombination von Dichtung und Wahrheit verstanden werden. AuRerdem verschweigt er eine Menge so vor allem, wie bereits erwahnt, wer sein wirklicher Vater war. Eine Bemerkung Ober Was Familiennamen konnte jedoch als Anspielung darauf interpretiert werden: "Denn 19 E.K.: Als ich ein kleiner Junge war (s. Anm. 10), S Marcel Reich-Ranicki: Erich Kastner, der Dichter der kleinen Freiheit. In: Ders.: NachprCifung. Milnchen: Piper S , hier: S

9 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners wenn ich auch von grober Mettwurst und Kalbsnierenbraten etwas mehr verstehe als die durchschnittlichen Nichtfleischermeister und sogar einigen Pferdeverstand besitze, so komme ich mir doch immer wie ein Stief-Augustin vor." 21 Vielleicht mochte Kastner damit andeuten, dail er gewisse Talente besitze, die in seiner Familie nicht vorkommen, nur sind es nicht die Augustin- Talente, die ihm fehlen, sondern die Kastnerschen, denn dall er ein Stief-Kastner ist, weifl er zu diesem Zeitpunkt bereits. Als Kind erlebt der Autor, seiner Mutter zuliebe, bereits den Alltag eines Erwachsenen: Erich hilft der Mutter im Friseurladen, kocht fur sie, wenn sie krank ist, und paflt immer auf sie auf. Er ist sich durchaus bewuflt, dall sie ihn braucht. Einmal verfolgt Erich eine Kundin seiner Mutter auf ihrem Weg in die Stadt. Diese Kundin hat Ida einen groflen Auftrag versprochen, doch zuletzt stellt sich heraus, dafl sie gelogen hat und es gar keinen Auftrag gibt. Der Sohn ist emport. Er entschliellt sich, der Dame hinterherzulaufen und sie zur Rede zu stellen. So gerat er in die Damenabteilung eines groflen Kaufhauses: "Da stand ich nun zwischen Ladentisch, Spiegeln, fahrbaren Garderoben und unbeschaftigten Verkauferinnen und rohrte mich vor Schreck und PflichtgefUhl nicht von der Stelle." 22 Das Abenteuer geht fur ihn gut aus, denn die Dame beichtet der Mutter ihre Schuld und zahit die Kosten, die sie ihr verursacht hat, in Raten ab. Warum ist gerade diese Anekdote hier erwahnt worden? Dieses Erlebnis bildet die stoffliche Grundlage des bekanntesten Kinderromans, den Kastner geschrieben hat. Emil und die Detektive entstand im Jahre 1929 und war der erste Kinderroman Kastners. Emil Tischbein, das einzige Kind einer Friseuse, faut auf dem Weg nach Berlin einem Dieb zum Opfer. Weil er weill, was es fur seine Mutter bedeuten wurde, wenn er eine so grolle und schwerverdiente Summe Geldes einb0f1en wurde, macht er sich auf den Weg, um das Geld von dem Dieb zuruckzuholen. Die Kinder der Stadt Berlin helfen ihm dabei, und am Ende hat 21 E.K.: Als ich ein kleiner Junge war (s. Anm. 10), S Ebd., S

10 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners die Mutter ihr Geld wieder und Emil eine ganze Truppe neuer Freunde. Kastner beschreibt den Jungen, den er zum Heiden seiner Geschichte gemacht hat, so: KOnnt ihr es begreifen, und werdet ihr nicht lachen, wenn ich euch jetzt erzahle, dall Emil ein Musterknabe war? Seht, er hatte seine Mutter sehr lieb. Und er hatte sich zu Tode geschamt, wenn er faul gewesen ware, wahrend sie arbeitete, rechnete und wieder arbeitete. [...] da hatte er sie beschwindeln und ihr Kummer machen sollen? Emil war ein Musterknabe. So ist es. Aber er war keiner von der Sorte, die nicht anders kann, weil sie feig ist und geizig und nicht richtig jung. Er war ein Musterknabe, weil er einer sein wollte! [...] Er hatte sich dazu entschlossen, und oft fiel es ihm recht schwer. 23 Es ist gewill kein Zufall, dail Kastner dem kieinen Heiden den Namen Emil gegeben sein eigener Name ist Emil Erich Kastner - und ihm und Frau Tischbein Attribute verliehen hat, die nur auf ihn selbst und seine Mutter zuruckgefuhrt werden konnen. Seine Sekretarin, Elfriede Meching, soil ihn sogar einmal darauf aufmerksam gemacht haben, dall Ida Kastner nicht der idealisierten Mutter, die in seinen Werken vorkomme, geglichen habe, worauf er geantwortet haben soil: "So war sie nicht, aber so wollte sie sein!" 24 Das stimmt, sogar in einem ganz konkreten Sinn; denn Kastner hat der Mutter stets seine Manuskripte vor der Veroffentlichung zu lesen gegeben und die von ihr vorgeschlagenen Anderungen angebracht. So behielt sie such, als er bereits nicht mehr in Dresden wohnte, immer noch die Kontrolle Ober ihren geliebten Sohn. In Emil und die Detektive mochte der Autor seinen Titelhelden zu einem Vorbild machen; wie immer setzt er alle Hoffnung auf die Kinder. Er legt ihnen eine Botschaft ans Herz: "Achte und liebe deine Mutter! Vielleicht mull sie schwer arbeiten fur das Geld, das du sie kostest." 25 Seinen Emil laat er dem Professor gestehen: "Sie erlaubt mir alles. Aber ich tu's nicht. Verstehst du?" - "Deswegen 23 E.K.: Emil und die Detektive. Hamburg: Cecilie Dressler 1993 (Erstausgabe: Berlin: Williams & Co. 1929). S. 34f. 24 Helga Bemmann (s. Anm. 9), S Klaus Kordon (s. Anm. 11), S

11 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners bin ich noch lange kein MuttersOhnchen." 28 Da sieht der Professor ein, dail der Sohn seine Mutter einfach nur sehr lieb hat. Problematisch wird es jedoch, wenn Kastner die moderne Kriminalitat verniedlicht und den gutglaubigen Leser so gefahrdet. Es gibt zu denken, dail gerade Kastner, der sich vorgenommen hat, den Kindern die Wahrheit zu sagen, hier seinen eigenen AnsprOchen nicht gerecht wird. Ein paar Jahre nach dem Erscheinunen des ersten Emil-Romans schrieb Kastner Punktchen und Anton. Anton ist der gleiche Musterknabe wie Emil; auch Anton liebt die Mutter Ober alles. Kastner erkannte selbst, dafl er hier einen zweiten Emil geschaffen hatte. Im Nachwort bekennt er: Es kennten Kinder, die mein andres Buch, das von Emil und den Detektiven, kennen, sagen: "Lieber Mann. Ihr Anton ist genauso ein Junge wie Ihr Emil. Warum haben Sie denn in dem neuen Buch nicht lieber von einem Jungen geschrieben, der ganz anders ist?" Und da mochte ich, weil die Frage nicht unberechtigt ist, doch darauf antworten, ehe ich einen Schluflpunkt setze. Ich habe von Anton erzahlt, obwohl er dem Emil Tischbein so ahnlich ist, well ich glaube: Von dieser Sorte Jungen kann man gar nicht genug erzahlen, und Emile und Antone kennen wir gar nicht genug kriegen. 27 Anton Gast kocht fur seine kranke Mutter und geht nachts auf die Strafe, wo er Streichholzer und SchnOrsenkel verkauft. Weil er aber jede Nacht arbeitet, schlaft er in der Rechenstunde ein und macht die Schulaufgaben nicht mehr so sorgfaltig wie zuvor. Der Autor entschuldigt den Jungen jedoch, weil er das alles aus Liebe zu seiner Mutter tut. Punktchen erkennt das und geht in Antons Schule, urn seinem Lehrer zu erklaren, "dall sich der arme Junge Tag und Nacht abrackert. Er hat seine Mutter gern, und da schuftet er und kocht und verdient Geld und bezahlt das Essen und bezahlt die Miete, und wenn er sich die Haare schneiden laflt, bezahlt er's ratenweise." E.K.: Emil und die Detektive (s. Anm. 23), S E.K.: PUnktchen und Anton. Hamburg: Cecilie Dressler 1995 (Erstausgabe: Berlin: Williams & Co. 1930). S Ebd., S

12 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners In dem Kinderroman Emil und die Detektive erscheint Kastner selbst als der Journalist, der einen Bericht Ober Emil schreibt. Dabei verrat der Autor dem Leser etwas von seinen eigenen Gefuhlen, wenn er zu Emil sagt: "GrOfle deine Mutter, wenn du nach Hause kommst. Es mull eine sehr liebe Frau sein." 29 In dem zweiten Emil-Roman, Emil und die drei Zwillinge, lernt der Leser einen etwas alteren Emil kennen. Zwei Jahre sind seit dem Grundeis-Abenteuer vergangen, und Emil [...] ist noch immer der freiwillige Musterknabe von damals. Er hat seine Mutter noch genauso lieb wie froher. Und manchmal, wenn sie beisammensitzen, sagt er ungeduldig: "Hoffentlich verdiene ich bald viel Geld. Dann darfst du aber nicht mehr arbeiten." Und sie lacht und sagt: "Fein, dann fange ich Fliegen." 3 Kastners Wunsch war sein Leben lang, seiner Mutter Dinge bieten zu konnen, die sie sich nie hat leisten konnen, weil sie immer nur for ihn gearbeitet und ihm seine WOnsche erf011t hat. Das Bestreben, ihm ein besseres Leben moglich zu machen, ist der Sinn ihres Lebens. Frau Tischbeins und zugleich auch Ida Kastners Ziel ist nicht, den Jungen zu einem Mann heranzuziehen, der sie vielleicht finanziell unterhalten konnte. Sie mochte fur ihn sorgen, und je 'anger sie ihm dieses Opfer bringen kann, desto besser. Hinter der Selbstlosigkeit der Mutter steckt also auch eine gewisse Selbstsucht: Sie will den Sohn von sich abhangig machen, damit sie ihn nie verliert. Der personliche Konflikt Emils entsteht in dem zweiten Emil-Roman aus der Furcht, seine Mutter mit einem anderen Mann teilen zu mussen. Oberwachtmeister Jeschke macht Frau Tischbein einen Heiratsantrag, und Emil ist alles andere als froh darober. Weil er aber meint, die Mutter liebe den Wachtmeister, ist er bereit, ihr zuliebe unglocklich zu sein. Als der Wachtmeister den Jungen fragt, ob er etwas gegen die Heirat habe, antwortet dieser mit einem Nein, obwohl er seine Mutter lieber fur sich behielte. Aber nicht nur Emil macht 29 E.K.: Emil und die Detektive (s. Anm. 23), S E.K.: Emil und die drei Zwillinge. Zurich: Neue Schweizer Bibliothek 1965 (Erstausgabe: Zurich: Atrium 1934). S

13 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners sich Sorgen urn die Auswirkung der Ehe auf das Mutter-Sohn-Verhaltnis, die Mutter hat ebenfalls Bedenken. Sie gesteht ihrer Mutter, dall sie "viel lieber mit Emil allein zusammenbliebe. [...] wirklich lieb habe ich ja doch nur meinen einzigen, guten Jungen." 31 Mit diesem Konflikt wird die Moglichkeit durchgespielt, die Mutter-Sohn-Beziehung urn eine dritte Person zu erweitern. Kastner hatte selbst davon profitiert, wenn er und seine Mutter sich dazu gezwungen hatten, dem Vater einen Platz in ihrem engen Verhaltnis einzuraumen. Die Moglichkeit, beiden Eltern gleich nahe zu sein, ist kir Kastner nie in Frage gekommen. Er hatte aber bestimmt ein besseres Verhaltnis zum Vater haben ktinnen, wenn Ida Kastner zu der gleichen Einsicht gekommen ware wie Frau Tischbein. Denn diese bringt ihrem Sohn das hochste Opfer: Sie gibt den ausschliefilichen Anspruch auf den Sohn auf, indem sie ihn mit dem neuen Ehemann teilt. Dazu ware Ida Kastner niemals bereit gewesen. Kastner zeigt das Problem aus der Sicht beider Personen. Als ihre Beziehung bedroht wird, bringen sich beide gegenseitig ein Opfer und wissen voneinander nicht, dall sie beide lieber allein zusammen waren. Fur Ida und Erich Kastner gab es eine solche Bedrohung ihrer Beziehung nicht, denn Erich Kastner heiratete nie, und Emil Kastner traute sich nicht, in die Mutter-Sohn-Beziehung einzubrechen, weil er wuate, dafl seine Frau es niemals zulassen Was Emil und die drei Zwillinge angeht, so hat Kastner die Moral des Romans in dem Gesprach Emils mit seiner Groflmutter zusammengefallt: Wer ein Opfer bringt, dart nicht wie ein Opferlamm aussehen. [...] Du hast nur sie lieb und sie nur dich. Und jeder hat den anderen aus Liebe getauscht, und jeder hat sich trotz so viel Liebe im anderen geirrt. Das kommt vor im Leben. [...] Wenn sie heiratet, bringt jeder von euch ein Opfer. Doch sie wird nie erfahren, clail du durch mich von ihrem Opfer weiflt. Und sie wird nie erfahren, dafl auch du ein Opfer bringst! So wird die Last, die sie deinetwegen auf sich nimmt, leichter sein als jene, die du ihretwegen tragst. [...] Es ist nicht leicht, [...], ein Opfer dankbar anzunehmen, wahrend man selber frohlich und dem anderen verborgen das grnere Opfer bringt. Es ist eine Tat, die niemand sieht 31 Ebd., S

14 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners und keiner Iobt. Aber eines Tages bringt sie dem anderen Gluck. Das ist ihr einziger Lohn. 32 Emil entscheidet sich daftir, der Mutter das Opfer zu bringen, und die Oma gratuliert ihm mit dem Worten: "Meinen Respekt! Heute bist du ein Mann geworden! Nun, wer fruher als andre ein Mann wird, der bleibt es langer als die andern..." 33 Der kleine Erich hat seiner Mutter auch ein Opfer gebracht, seine Kindheit, und darunter hat er in spateren Jahren sehr gelitten, so wie er in seinem Roman Fabian die Titelfigur unter einer dominanten Mutter leiden In Als ich ein kleiner Junge war schreibt Kastner: "Das Leben ist nicht nur rosafarben und nicht nur schwarz, sondern bunt." 34 Sein eigenes Leben war nicht immer besonders bunt. Vor allem zwei Geschehnisse aus seiner Kindheit werden von Kastner als 'bunt' geschildert: Weihnachten ist fur die meisten Menschen eine Zeit des Zusammenseins in der Familie. Fur das einzige Kind des Kastner-Haushalts wurde dieses Fest zum "Drama mit drei Personen, und der Ietzte Akt fand alljahrlich am Heiligabend statt. Die Hauptrolle spielte ein kleiner Junge. Von seinem Talent aus dem Stegreif hing es ab, ob das Stuck eine Komodie oder ein Trauerspiel wurde. Noch heute klopft mir, wenn ich daran denke, das Herz bis in den Hals." 35 Problematisch waren diese Feste vor allem, weil der kleine Erich zwischen seinen Eltern keinen Unterschied machen durfte, um keinen der beiden zu verletzen: "Ich war ein Diplomat, erwachsener als meine Eltern." 36 Bei jenen "schrecklich-schonen Weihnachtsfesten, auf dem Schlachtfeld der Liebe, zwischen Vater und Mutter hin- und hergerissen", muflte der kleine Kastner seine Liebe also vorsichtig zwischen den Eltern verteilen. 37 Er machte sich sogar Vorwurfe, weil er die Mutter etwas langer an sich drlickte als den Vater. 32 Ebd., S. 162 f. 33 Ebd., S E.K.: Als ich ein kleiner Junge war (s. Anm. 10), S. 149f. 35 Ebd., S Ebd., S

15 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners Das Weihnachtsfest der Familie Thaler in Das fliegende Klassenzimmer steht in totalem Kontrast zu dem, was Kastner selbst erlebte. Wahrscheinlich hat der Autor versucht, einen Heiligen Abend zu konstruieren, der ihm welt lieber gewesen ware, als die von ihm selbst erlebten es waren: "Martin war hell begeistert und verteilte KOsse. Es war, genau genommen, ein Heiliger Abend, wie er sich schoner gar nicht ausdenken lailt." 38 Das beschriebene Weihnachtserlebnis unterscheidet sich vor allem darin von denen des Kastnerschen Haushalts, dail die Eltern einander genauso lieben, wie sie beide den Sohn lieben. Der junge Martin braucht keine Rolle zu spielen; er handelt mit echter Freude, fohlt sich glocklich mit seinen Eltern und freut sich an den kleinen Geschenken, doch das beste Weihnachtsgeschenk for ihn ist, bei ihnen sein zu konnen. Martin Thaler ist der Primus seiner Klasse - also ein alterer Emil: Martin ist ganz ohne Frage der ulkigste Primus in ganz Europa. [...] Er ist widerlich fleiflig und trotzdem kein Streber. Er ist, seit er in der Penne ist, Klassenerster und macht trotzdem jede ernsthafte Keilerei mit. [...] Ob das nun Primaner sind oder Pauker oder die Kt5nige aus dem Morgenlande - wenn er im Recht ist, benimmt er sich wie eine Herde wilder Affen. 39 Daher ist Martin in mancher Hinsicht auch ein junger Erich Kastner. Martin wird von seinen Klassenkameraden als ein zukunftiger Doktor Bah bezeichnet, well ihm Gerechtigkeit genauso wichtig ist wie dem Hauslehrer Bah, worin dieser wiederum dem erwachsenen Kastner gleicht, dem Gerechtigkeit Ober alles geht. In Das fliegende Klassenzimmer hat Kastner einen Musterknaben dargestellt, der beide Eltern gleichermagen Iiebt. Martin ist im Vergleich zu Emil, Anton und Fabian die einzige mannliche Hauptfigur, die sich wonscht, beiden Eltern ein besseres Leben bieten zu konnen. Er ist daher der einzige, der ein normales Familienverhaltnis erlebt. Weiterhin ist es der einzige Roman Kastners, in dem 37 Konrad Heidkamp (s. Anm. 3). 38 E.K.: Das fliegende Klassenzimmer. Hamburg: Cecilie Dressler 1995 (Erstausgabe: Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1933). S Ebd., S

16 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners der Vater und die Mutter des Protagonisten beide die gleiche Prominenz genieflen. Die Beziehung zwischen Martin und seinen Eltern ist die Wunschbeziehung Kastners seinen Eltern gegenither. Was den immer wieder in seinen Werken dargestellten Musterknaben betrifft, sei es Emil Tischbein, Martin Thaler, Anton Gast oder Erich Kastner selber, 'als er noch ein kleiner Junge war', so hat Kastner in seinem Gedicht Kurzgefaater Lebenslauf verraten, wie sehr er darunter gelitten hat, dafl er in seiner Kindheit nicht wirklich Kind sein durfte: Ich war ein patentierter Musterknabe. Wie kam das bloll? Es tut mir jetzt noch leid. ao Dagegen konnte man ein paar Satze aus Panktchen und Anton ins Feld flihren, in denen Kastner die Leser bittet, "so fleiflig, so anstandig, so tapfer und so ehrlich" zu werden wie Emil und Anton: "Das ware der schonste Lohn fur mich. Denn aus dem Emil, dem Anton und alien, die den beiden gleichen, werden spater einmal sehr tuchtige Manner werden. Solche, wie wir sie brauchen." 41 Kastner bekennt also einerseits, dafl er als Musterknabe gelitten hat; andererseits mochte er aus den Kindern auch solche Musterknaben machen. Hans Fallada fallt das, was der Autor Kastner mit seinen Kinderromanen bezwecken will, wie folgt zusammen: "Wozu sind wir Dichter, wenn wir uns nicht einmal die Wiinsche unserer Kindheit auf dem Papier erfullen konnen? Kastner tut es..." 42 Also ist die Literatur der Versuch Kastners, sein Leben so darzustellen, wie er es gerne erlebt hatte. Dadurch, dall er in seinen Werken immer wieder auf den Musterknaben zuruckkommt, der im Gegensatz zu ihm selbst eine glockliche Jugend erlebt, versucht er, die eigenen verlorenen Jahre nachzuholen. In seinen Romanen kann er noch immer der gute Sohn sein, zugleich aber schone Weihnachten erleben, mit Freunden in die Ferien fahren 40 E.K.: Kutzgefagter Lebenslauf. In: Rudolf Walter Leonhardt (Hrsg.): Kastner kir Erwachsene. Frankfurt am Main: Fischer S E.K.: POnktchen und Anton (s. Anm. 27), S

17 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners und sogar einige Male vergessen, der Mutter den taglichen Brief zu schreiben. Die Literatur bietet ihm die Gelegenheit, sich von der Umklammerung durch die Mutter zu befreien. Auf dem Papier kann er endlich ein echtes Kind sein. Seltsam ist, dall die Mutter, die ihren Sohn so an sich gefesselt hat, ihn durch wiederholte Selbstmordversuche angstigte. Es war immer der Sohn, der die Mutter retten mullte. Sie gab vor, nur ihn zu lieben, und wollte trotzdem sterben und ihn allein zurucklassen. Die Moglichkeit besteht, dall Ida in diesen vielleicht nicht ernstgemeinten Selbstmordversuchen eine Gelegenheit gesehen hat, den Sohn noch naher an sich heranzuziehen. Vermutlich wollte Kastner dieses heikle biographische Detail in seinem Iiterarischen Werk nicht unchiffriert aufgreifen, aber immerhin kommen in vier von seinen Romanen Mutterfiguren vor, die an irgendeiner Krankheit leiden. Der Konflikt in Pi nktchen und Anton entsteht aus der Krankheit der Mutter. Frau Gast leidet an Krebs und mull operiert werden. Der Sohn, der sie taglich besucht, vermutet, dal& die Krankenschwestern denken, dall sie sterben wird. Als er ihren Geburtstag vergiflt, weil er Geld verdienen mull, ist sie sehr verletzt: Die Mutter stand noch lange am Fenster und sah durch die Scheiben, als liege dort drauflen ihr armseliges, tithes Leben ausgebreitet. Nichts als Kummer hatte sie gehabt, nichts als Krankheit und Sorgen. Dail ihr Junge den Geburtstag vergessen hatte, schien ihr von heimlicher Bedeutung. Auch er ging ihr allmahlich verioren wie alles vorher, und so verlor ihr Leben den Ietzten Sinn. Als sie operiert worden war, hatte sie gedacht: Ich mull leben bleiben, was soil aus Anton werden, wenn ich jetzt sterbe? Und nun vergall er ihren Geburtstag! 43 Wie fur Ida Kastner gibt es fur Frau Gast nur den Sohn, er ist alles fur sie. Ohne den Sohn verliert das Leben der Mutter jeden Sinn, und der Sohn ist sich dessen bewuflt, mcal also die Verantwortung fcir die Mutter auf sich nehmen. Das heillt, 42 Hans Fallada: Auskunft Ober den Mann Kestner. In: Rudolf Wolff (s. Anm. 2), S , hier S E.K.: PUnktchen und Anton (s. Anm. 27), S. 94f. 14

18 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners immer flir sie dazusein, falls sie ihn brauchen sollte. Der Sohn ubernimmt die Rolle des Mannes, denn einen Vater hat Anton nicht. In dem Kinderroman Das fliegende Klassenzimmer ist die kranke Mutter nicht Frau Thaler, sondern die Mutter des Hauslehrers. Doktor Bokh lauft, als er selbst noch Schuler ist, von der Schule weg, urn seine kranke Mutter zu besuchen. Der Moralist Fabian erinnert sich an seine Kindheit: Und er sah sich selber abends durchs Tor der Anstalt schleichen, durch die dammerigen Straflen, an den Kasernen vorbei, Ober den Exerzierplatz rennen, - die Treppe eines Mietshauses hinaufjagen und auf eine Klingel drucken. Er horte die zitternde Stimme seiner Mutter hinter der TOr: "Wer ist denn drauflen?" Und er horte sich, aufler Atem, rufen: "Ich bin's, Mama! Ich wollte bloll nachsehen, ob dir's heute besser geht." 44 In einem spateren Gesprach, in dem er seine Mutter an seine Krankenbesuche bei ihr erinnert, erwidert sie, dafl er viel mit ihr durchgemacht habe. 45 Auch hier ist die biographische Parallele zu Kastners eigenen Erfahrungen deutlich. Sie ist zwar dem Leben des Autors entnommen, aber Kastner hat die Wahrheit "frisiert" 46, denn das, was er personlich erlebt hat, verrat er dem Leser in Als ich ein kleiner Junge war. Er erkennt hier auch, dafl seine Mutter zur Verzweiflung getrieben wurde, weil sie alles, was sie hatte, ihrem Sohn zukommen lief3, und dann stand sie "vor alien anderen mit leeren Handen da, stolz, aufrecht und doch eine arme Seele". 47 Tatsachlich hat der Junge genauso unter der Mutter gelitten, wie sie seinetwegen leiden muflte. Der kleine Erich war der einzige, der die Mutter vor dem Tode retten konnte, und er nahm diese viel zu grolle Verantwortung auf sich. Jedesmal, wenn er auf dem KOchentisch einen Zettel fand, auf den die Mutter geschrieben hatte: "Ich kann nicht mehr! [...] Sucht mich nicht! [...] Leb wohl, mein lieber Junge!", 48 raste er 44 E.K.: Fabian (s. Anm. 17), S Ebd., S Klaus Doderer (s. Anm. 2), S E.K.: Als ich ein kleiner Junge war (s. Anm. 10), S Ebd. 15

19 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners los, urn sie zu suchen. Er fand sie auch jedesmal, beinahe immer auf einer Brucke stehend und ins Wasser blickend: Mit letzter Kraft schleppte ich mich zu ihr hin. Ich packte sie, zerrte an ihr, umarmte sie, schrie und weinte und schuttelte sie, als sei sie eine grolle bleiche Puppe, - und dann erwachte sie wie aus einem Schlaf mit offenen Augen. Jetzt erst erkannte sie mich. [...] Jetzt erst konnte sie weinen und mich fest an sich drucken und muhsam und heiser sagen: "Komm, mein Junge, bring mich nach Hauser Und nach den ersten zaghaften Schritten flusterte sie: "Es ist schon wieder gut." 4 Insofern er es immer wieder schaffte, seine Mutter zu retten, stimmten deren Worte schon, zumal er mit der Angst leben muflte, daf3 er doch einmal zu spat kommen konnte. Weil aber der stille Emil Kastner ihm nicht den richtigen Trost bieten konnte, wandte sich der kleine Erich an jenen Mann, zu dem er grolles Vertrauen hatte. Der eigentliche Vater war der Mann, dem er sein Herz ausschuttete und von dem bestatigt wurde, was Kastner sein ganzes Leben fang gewuflt hat: Ida Kastner arbeitete zu viel, und darum war sie krank. Das heiflt also, dall er daran nicht unschuldig war, weil sie ja nur fur ihn lebte. Andererseits sagte der Arzt ihm auch, dall er allein die Rettung der Mutter sei: "Auch wenn sie alles urn sich her vergiflt, wird ihr Herz an dich denken. Du bist ihr Schutzengel." 5 Ihr Schutzengel ist er bis an das Ende ihres Lebens geblieben, und doch starb sie im Mai 1951 in geistiger Verwirrung in einem Sanatorium, und als der Sohn sie zum Ietzten Mal besuchte, fragte sie ihn: "Wo ist denn der Erich?" 51 Mit dem Tod der Mutter andert sich fur Kastner nicht viel. Nur das Verhaltnis zum offiziellen Vater, Emil Kastner, verbessert sich, und die "Milliardonen Grufle und KOsse"52, die einst Ida Kastner galten, gelten jetzt ihm. Zum ersten Mal darf der Vater, der nicht sein Vater ist, aktiv an seinem Leben teilnehmen. Emil Kastner besucht ihn in Munchen, obwohl er bereits neunundachtzig Jahre alt 49 Ebd., S. 145f. 50 Ebd., S Klaus Kordon (s. Anm. 11), S Und E.K.: Als ich ein kleiner Junge war (s. Anm. 10), S

20 Kapitel 1: Die Mutter-Sohn-Beziehung in Leben und Werk Erich Kastners ist. 53 Enderle berichtet, wie Emil "vergniigt den Sohn" betrachtet, wahrend dieser schreibt, und "mit seinem vollig ungetrubten Gedachtnis" bei der Vorbereitung der Notizen fur Als ich ein kleiner Junge war mithilft. 54 Da Kastner nun keine Verantwortung mehr seiner Mutter gegenliber hat, kann er seinen Vater endlich kennenlernen. Dail die Vater-Sohn-Beziehung so lange praktisch uberhaupt nicht existierte, spiegelt sich vor allem darin, dall in den Romanen oft gar kein Vater vorkommt. Emil und Anton haben beide keinen Vater. Im zweiten Emil- Roman gibt es nur den potentiellen Stiefvater, der die Beziehung zur Mutter bed roht. Die Wunsch-Vaterfigur Kastners ist Konrads Onkel im 35. Mai, der zwar nicht der Vater ist, aber mit Konrad umgeht, als ware er der Vater. Zwei lnterpretationen dieses Onkel-Neffe-Verhaltnisses sind moglich: Erstens kann Kastner mit dem Onkel sich selber gemeint haben. Als selbsternannter Kinderonkel seiner Leser kann er seine Bindungsangst rechtfertigen, indem er Kinder zum einzigen Ziel einer Ehe erklart. Der Onkel wundert sich, warum das Pferd Negro Kaballo heiraten und in der Phantasiewelt zuruckbleiben mdchte: "Wozu mull dieses Riesenroil heiraten? Ich bin doch auch Junggeselle." Konrad antwortet dem Onkel: "Du hast mich zum Neffen, lieber Oheim." [...] Deswegen brauchst du keine eignen Kinder." 55 Ein Onkel zu sein ist unter solchen Umstanden die einzige MOglichkeit, die Vaterrolle spielen zu konnen, ohne eine Frau heiraten zu mlissen (obwohl Kastner selbst dieses Problem gelost hat wenn auch auf eine fur die damalige Zeit etwas anstdflige Weise -, indem er mit Friedel Siebert ein uneheliches Kind zeugte). Die andere mogliche Interpretation: Kastner mdchte zeigen, daft ein Mann ein Vater sein kann, auch wenn er es biologisch nicht ist. Die Konrad-Ringelhuth-Handlung konnte sich auf das Verhaltnis Erich-Emil beziehen. Zwei Stellen mogen als Beleg dienen. Zu Beginn der Slidseereise zitiert das Pferd die ersten Zeilen aus dem Erlkonig, worauf Konrad sagt: "Wir sind doch nur Onkel und Neffe." Die letzten beiden Zeilen des Romans lauten: 52 Klaus Kordon (s. Anm. 11), S Werner Schneyder (s. Anm. 5), S Luiselotte Enderle (s. Anm. 8), S ss E.K.: Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Stidsee. Hamburg: Cecilie Dressler 1987 (Erstausgabe: Zurich: Atrium 1931). S

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