Legalisierter Raub Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen

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1 Legalisierter Raub Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen Januar bis 7. April 2013 Regionalmuseum Wolfhager Land Ritterstr. 1, Wolfhagen Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks. Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Eröffnung Mittwoch, 16. Januar 2013 Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag: und Uhr Samstag und Sonntag: Uhr Kosten Eintritt: 3, (Erwachsene) Gruppen (ab10 Erwachsene): 1, pro Person Der Besuch des Museums ist eingeschlossen. Für Schulklassen und Jugendgruppen ist der Besuch der Ausstellung kostenfrei. Gruppenführungen: 25, Anmeldung und Information Regionalmuseum Wolfhager Land Mo. bis Fr., und Uhr Tel.:

2 Legalisierter Raub Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen Ausstellungsstation Wolfhagen Die regionale Präsentation in Wolfhagen steht unter der Schirmherrschaft von Uwe Schmidt, Landrat des Landkreises Kassel. Sie wird unterstützt von der Sparkassenstiftung Landkreis Kassel Kultur, der Ernst Ludwig Chambré Stiftung zu Lich, der vhs Region Kassel, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, vom Arbeitskreis Rückblende Gegen das Vergessen e. V., von Gegen Vergessen Für Demokratie (Reg. Arbeitsgruppe Nordhessen), vom Internationalen Suchdienst (ITS) Bad Arolsen, vom Evangelischen Kirchenkreis Wolfhagen, von der Katholischen Kirchengemeinde Wolfhagen, von der Gedenkstätte Breitenau, der Region Kassel-Land e. V. (Ecomuseum), dem Kino Cinema Wolfhagen, der Stadt Wolfhagen und der Wilhelm Filchner Schule Wolfhagen. Die Ausstellung»Legalisierter Raub«beschäftigt sich mit den Gesetzen und Verordnungen, die ab 1933 auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielten. Sie stellt die Beamten der Finanzbehörden vor, die die Gesetze in Kooperation mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und sie erzählt von denen, die Opfer dieser Maßnahmen wurden. Sie zeigt, wie das»deutsche Reich«durch die Reichsfluchtsteuer, zahlreiche Sonderabgaben und schließlich durch den vollständigen Vermögenseinzug sowohl an denen verdiente, die in die Emigration getrieben wurden, wie an jenen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Nach den Deportationen kam es überall zu öffentlich angekündigten Auktionen aus»jüdischem Besitz«: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten die Besitzer. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Zeitzeugengesprächen, Filmvorführungen, Stadtrundgängen und Vorträgen begleitet. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist soweit nicht anders angegeben frei. Weitere Informationen zur Ausstellung: Fritz Bauer Institut Hessischer Rundfunk Manuela Ritzheim Dr. Bettina Leder-Hindemith Tel.: , Fax: -41 Tel.:

3 Legalisierter Raub Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen Begleitprogramm zur Ausstellung Mittwoch, 16. Januar 2013, Uhr Evangelisches Gemeindezentrum, Hans-Staden-Str. 24, Wolfhagen Ausstellungseröffnung Donnerstag, 24. Januar 2013, Uhr Katholisches Gemeindezentrum, Friedenstr. 13, Wolfhagen Die Stiftung»Zurückgeben«präsentiert: Ruth Olshans NICHT GANZ KOSCHER Im Wissen um die Zerstörung der Arbeitsmöglichkeiten und Existenzen von Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus fördert die Stiftung»Zurückgeben«Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens, die in Deutschland leben. Eine der Frauen, die für ihre Arbeit eine Förderung erhielten, ist die Filmemacherin Ruth Olshan, die in ihrem Film NICHT GANZ KOSCHER die alte jüdische Tradition, die Reinheit von Dingen zu prüfen, augenzwinkernd auf ihre eigene Familiengeschichte anwendet: Ihre Vorfahren haben ihre Spuren nicht nur kreuz und quer durch Europa gezogen; auf der Flucht vor Pogromen haben sie auch die Religion gewechselt. Im Anschluss: Möglichkeit zum Gespräch mit der Autorin und Regisseurin Eine Veranstaltung der Katholischen Kirchengemeinde Wolfhagen. Sonntag, 27. Januar 2013, Uhr Evangelische Stadtkirche Zierenberg, Poststr. 17, Zierenberg Elisabeth Schmitz eine Frau der Bekennenden Kirche und Kämpferin gegen den Antisemitismus Vortrag von Gerhard Lüdecke, Hanau Elisabeth Schmitz war zur Zeit der»machtergreifung«der Nationalsozialisten Studienrätin am Luisengymnasium in Berlin. Zwei Jahre später, 1935, entstand ihre Denkschrift Zur Lage der deutschen Nichtarier, in der sie eine Fülle von Beispielen für die Not der Juden und die Mitwirkung von Ämtern, Nachbarn, Kollegen an der Verfolgung zusammentrug. Sie verband ihren Bericht mit einem eindringlichen Appell an die verantwortlichen Männer der Kirche,

4 das ihnen aufgetragene Wächteramt gegenüber Volk und Staat endlich wahrzunehmen. Auch mit der Bekennenden Kirche, der sie angehörte, ging sie hart ins Gericht. Gerhard Lüdecke, Familienrichter im Ruhestand und Ehrenmitglied des Kirchenvorstands der Evangelische Marienkirchengemeinde in Hanau, fand im Oktober 2004 in einem Kellerraum Elisabeth Schmitz' mit Hunderten von Papieren und dem handschriftlichen Entwurf der Denkschrift gefüllte Schulaktenmappe und stellt die ungewöhnliche Frau vor. Eine Veranstaltung des Evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen und der Kirchengemeinde Zierenberg. Sonntag, 27. Januar 2013, Uhr International Tracing Service (ITS), Schlossstr. 10, Bad Arolsen Geboren im KZ. Sieben Mütter, sieben Kinder und das Wunder von Kaufering I Als am 29. April 1945 die Amerikaner das Lager Dachau befreien, stoßen sie zu ihrer größten Überraschung auf sieben Frauen mit Babys. Ein Wunder wird bestaunt inmitten der Zerstörung. Das Buch Geboren im KZ von Eva Gruberová und Helmut Zeller erzählt die unglaubliche Geschichte von Eva Fleischmannová und Miriam Rosenthal, die im KZ ein Kind zur Welt brachten. Die Tochter von Eva Fleischmannová, Marika Nováková, wird bei der Buchvorstellung anwesend sein und über ihre Lebensgeschichte berichten. Gemeinsame Veranstaltung des International Tracing Service (ITS) und des Arbeitskreises Rückblende Gegen das Vergessen e.v. zum internationalen Holocaust-Gedenktag. Dienstag, 29. Januar 2013, Uhr Kino Cinema, Wolfhagen, Schützebergerstr. 37 ABRAHAMS GOLD Spielfilm, 1989 Alois Hunzinger lebt zusammen mit seiner 14-jährigen Enkeltochter Annamirl in der Idylle eines niederbayrischen Dorfes. Er ist ein angesehener Gastwirt, Annamirl liebt ihren Großvater über alles. Eines Tages fährt Hunzinger mit dem Bierfahrer Karl Lechner nach Auschwitz; Hier hat Hunzinger vor 45 Jahren eine Kiste mit Zahngold der im KZ Ermordeten versteckt. Für einen Anteil hilft Lechner ihm, den Goldschatz zu bergen. Was Lechner nicht weiß: Er ist als Sohn jüdischer Eltern vor dem KZ gerettet und von Zieheltern aufgenommen worden. Unter der Regie von Jörg Graser spielen Hanna Schygulla, Günther Maria Halmer, Robert Dietl u.a. Einführung und Moderation: Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau Eintritt: 6, Eine Veranstaltung des Regionalmuseums Wolfhager Land mit dem Kino Cinema Wolfhagen.

5 Donnerstag, 31. Januar 2013, Uhr Gemeinschaftshaus Flachsrose, Naumburger Str. 4, Naumburg-Elbenberg Juden im Wolfhager Land insbesondere Synagogengemeinde Naumburg Vortrag von Dr. V. Knöppel, Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Im Jahr des Novemberpogroms von 1938 gab es im Wolfhager Land jüdische Bevölkerung in Breuna, Heimarshausen, Naumburg, Niederelsungen, Riede, Volkmarsen, Wettesingen, Wolfhagen und Zierenberg. Die jüdischen Gemeinden Synagogengemeinden konzentrierten sich im Wesentlichen um die Städte Naumburg, Volkmarsen, Wolfhagen und Zierenberg und in der Gemeinde Breuna. Naumburg nimmt in mehrfacher Hinsicht im Wolfhager Land eine Sonderstellung ein, wegen der katholischen Bevölkerungsmehrheit als Folge der jahrhundertelangen Zugehörigkeit zum Erzbistum Mainz, wegen der Schwierigkeiten der NSDAP, hier bis 1933 nennenswerte Wahlerfolge zu erreichen und wegen des Datums des Judenpogroms, das hier am stattfand, zwei Tage nach den Ausschreitungen im»reich«. Eine Veranstaltung des Geschichtsvereins Naumburg. Donnerstag, 14. Februar 2013, Uhr Sitzungssaal im Alten Rathaus, Kirchplatz 1, Wolfhagen Was geschah mit dem Eigentum der Juden im Wolfhager Land? Vortrag von Ernst Klein und Hans-Peter Klein Die Geschichte der Stadt Wolfhagen umfasst circa 800 Jahre, und fast genau so lange finden sich auch Spuren jüdischen Lebens in der Stadt. Ab dem beginnenden 16. Jahrhundert lassen sich Juden in Wolfhagen nieder, zunächst nur geduldet, in ihren Rechten eingeschränkt oder auch wieder vertrieben, bis ihnen im frühen 18. Jahrhundert auf der Basis von Schutzbriefen ein dauerhaftes Bleiberecht eingeräumt wird. Die Zahl der jüdischen Einwohner wuchs nun ständig und betrug um 1871 ca. 300 Personen, was einem Bevölkerungsanteil von etwa 10% der Wolfhager Gesamtbevölkerung entsprach. Nach der kurzen Phase der französischen Herrschaft unter König Jerome und der endgültigen rechtlichen Gleichstellung in der kurhessischen Verfassung von 1831 stieg der Anteil an Gebäudeeigentum jüdischer Familien 1850 auf 46 Häuser und betrug damit 11% an dem gesamten Häuserbestand der Stadt Wolfhagen. Neben den bis dahin begrenzten Erwerbsmöglichkeiten im Handel, vor allem mit Vieh und Textilien, konnten Juden nun auch eigene Handwerksbetriebe sowie Manufakturund Handelsgeschäfte eröffnen. Auch in den Nachbarstädten des Altkreises wie Volkmarsen, Naumburg und Zierenberg gab es über lange Zeiträume jüdische Gemeinden. Ab 1933 wurden die Immobilien der jüdischen Einwohner verkauft bzw. in das Eigentum der Gemeinden oder des Staates überführt. Wie das geschah, haben Ernst Klein und Hans-Peter Klein recherchiert. Beispiele für Ihre Forschungsergebnisse aus mehreren Orten stellen sie in einem Vortrag vor. Sie gehen dabei auch auf die Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahren nach 1945 ein und auf die bis heute immer wieder geäußerte Behauptung mancher Hauskäufer, sie hätten

6 ihr gekauftes Haus»nach dem Krieg noch einmal bezahlen müssen«. Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Rückblende Gegen das Vergessen e.v. Sonntag, 24. Februar 2013, Uhr Kulturladen, Triangelstr. 1, Wolfhagen»An allem sind die Juden schuld«renate und Roland Häusler singen Chansons und Schlager jüdischer Komponisten»An allem sind die Juden schuld«, textete der Komponist und Kabarettist Friedrich Holländer 1931 in einem heute weitgehend vergessenen Lied, und trieb antisemitische Klischees, unterlegt von einer bekannten Melodie Bizets, in die komische Kenntlichkeit:»Ob es regnet, ob es hagelt, / Ob es schneit oder ob es blitzt / Ob es dämmert, ob es donnert, / Ob es friert oder ob du schwitzt / An allem sind die Juden schuld!«renate und Roland Häusler erinnern an diesem Abend an den herausragenden Anteil deutscher Juden am Kulturschaffen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Beide leben in Guxhagen, sind Musiklehrer und engagieren sich seit Jahren in vielfältiger Weise ehrenamtlich. So sind sie u.a. aktive Mitglieder des Arbeitskreises Rückblende Gegen das Vergessen e.v. in Volkmarsen. Eine Veranstaltung der Stadt Wolfhagen und des Arbeitskreises Rückblende Gegen das Vergessen e.v. Donnerstag, 28. Februar 2013, Uhr International Tracing Service (ITS), Schlossstr. 10, Bad Arolsen KINDERBLOCK 66 RETURN TO BUCHENWALD Der Film erzählt die Geschichte von vier überlebenden Kindern aus dem Block 66 des Konzentrationslagers Buchenwald. Naftali-Duro Furst, Pavel Kohn, Israel-Laszlo Lazar und Alex Moskovic kehren zurück an den Ort der Verfolgung, geben aber auch Einblick in ihr heutiges Leben. Ihre Schicksale stehen beispielhaft für etwa 1000 jüdische Kinder, die die US Armee im April 1945 in Buchenwald befreit hatte. Im Anschluss an die Filmvorführung spricht Pavel Kohn mit dem Publikum. Einführung und Moderation: Kathrin Flor, Pressesprecherin des IST Eine Veranstaltung des International Tracing Service (ITS) mit dem Arbeitskreis Rückblende Gegen das Vergessen e.v. Donnerstag, 7. März 2013, Uhr Evangelisches Gemeindezentrum, Hans-Staden-Str. 24, Wolfhagen Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung Das Beispiel Wolfhagen Vortrag von Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität Berlin Prof. Dr. Michael Wildt beschreibt in seinem Buch Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung, wie sich die bürgerliche Gesellschaft vor und während der NS-Zeit in eine rassistische»volksgemeinschaft«verwandelte.

7 Gewalt gegen die jüdische Minderheit brauchte nicht befohlen zu werden, sondern war allgegenwärtig. Er bringt dazu viele konkrete Beispiele aus ländlichen Gebieten, u.a. auch aus Wolfhagen. Eine Veranstaltung der vhs Region Kassel und der Stadt Wolfhagen. Donnerstag, 14. März 2013, Uhr Evangelisches Gemeindezentrum, Hans-Staden-Str. 24, Wolfhagen Die Geschichte des Antisemitismus bis auf den heutigen Tag Vortrag von Pfarrer Heinz Daume, Großkrotzenburg, Beauftragter für christlichjüdischen Dialog in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Der Völkermord an den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus war in seinen geplanten und durchgeführten Ausmaßen einzigartig in der Geschichte. Dennoch gibt es eine jahrtausendealte Spur der Diffamierung, Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Menschen. Sie ist schon in der Antike zu entdecken, bekommt aber mit der Entstehung des Christentums und seiner Absetzbewegung vom Judentum eine neue Dimension. Mit den Pogromen der Kreuzzüge, der Vertreibung aus Spanien und anderen Ländern Europas werden jüdische Menschen zu einer ausgegrenzten Minderheit, denen in den Städten vorwiegend ein Leben in Ghettos vorgeschrieben wird. Erst mit der Aufklärung und besonders nach der französischen Revolution wird eine neue Epoche eingeleitet, die auf eine bürgerliche Gleichstellung zuläuft. Doch eine neue Zuspitzung erfährt der Judenhass genau in der Zeit, als die legale Emanzipation als abgeschlossen gilt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird mit der Entstehung des Begriffs»Antisemitismus«die Judenfeindschaft rassistisch begründet. Eine fatale Entwicklung nimmt ihren Lauf. Sie endet für Millionen von Jüdinnen und Juden in Konzentrationslagern und Gaskammern. Heute, mehr als sechs Jahrzehnte nach dem versuchten Völkermord, werden immer wieder Stimmen laut, man möge die Vergangenheit ruhen lassen, denn das deutsche Volk habe aus der Vergangenheit gelernt. Doch Anschläge auf Synagogen, tätliche Angriffe auf Rabbiner, Friedhofsschändungen und eine Fülle von Beleidigungen im Internet sprechen eine andere Sprache. Eine Veranstaltung des Evangelischen Kirchenkreises und der Kirchengemeinde Wolfhagen. Freitag, 15. März 2013, Uhr Museum Hofgeismar, Petriplatz 2, Hofgeismar Abgetaucht. Als U-Boot im Widerstand Der Schriftsteller und Zeitzeuge Eugen Herman-Friede hat die Geschichte seiner Jugend aufgeschrieben: Als 16-jähriger tauchte er unter, um der Deportation zu entgehen. Entfernte Bekannte und hilfsbereite Fremde stellten Verstecke zur Verfügung, in denen er zunächst bleiben konnte. Im Sommer 1943 wurde er nach Luckenwalde vermittelt, wo er Mitglied einer Widerstandsgruppe von Juden und Nicht-Juden wurde: Die»Gemeinschaft für Frieden und Aufbau«versteckte und unterstützte illegal lebende Juden, denen sie u.a. falsche Papiere

8 beschaffte. Darüber hinaus versandte sie Kettenbriefe mit dem Aufruf zu passivem und aktivem Widerstand. Im Herbst 1944 wurden Eugen Herman-Friede und andere Gruppenmitglieder verhaftet. Das Ende der nationalsozialistischen Diktatur überstand er in verschiedenen Gefängnissen. Eine Veranstaltung des Museums Hofgeismar. Mittwoch, 20. März 2013, Uhr Kino Cinema, Schützebergerstr. 37, Wolfhagen EMIL UND DIE DETEKTIVE Ein Film von Billy Wilder Sommer 1929: Emil Tischbein, Mustersohn und Musterschüler, fährt mit dem Zug allein zu Verwandten nach Berlin. Im Abteil begegnet ihm Herr Grundeis, der Emil ausfragt, mit präparierten Bonbons betäubt und ihm die 140 Mark, die für die Großmutter bestimmt waren, stielt. Emil nimmt die Verfolgung auf und findet bald Verbündete Das Drehbuch zur ersten (und schon damals enorm erfolgreichen) Verfilmung von Erich Kästners Kinderkrimiklassiker Emil und die Detektive schrieb Samuel Wilder. Nach dem Reichstagsbrand gehörte er zu den vielen Künstlern, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland flohen. Anders als vielen anderen gelang ihm in den USA eine glänzende Karriere: Unter dem Namen Billy Wilder und mit Filmen wie ZEUGIN DER ANKLAGE und MANCHE MÖGEN S HEIß wurde er weltberühmt. Eintritt: 3, Eine Veranstaltung des Regionalmuseums Wolfhager Land mit dem Cinema Wolfhagen. Sonntag, 7. April 2013, Uhr Regionalmuseum Wolfhager Land, Ritterstr. 1, Wolfhagen»Was ich noch sagen wollte«ein Gespräch zwischen den Veranstaltern und den Besuchern der Ausstellung»Legalisierter Raub«Eine Veranstaltung des Regionalmuseums Wolfhager Land.

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