Jahresbericht. der Hochschule Esslingen

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1 Jahresbericht der Hochschule Esslingen Wintersemester 2010/11 Sommersemester 2011

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3 jahresbericht Wintersemester 2010/11 Sommersemester 2011 Herausgeber Rektor Hochschule Esslingen University of Applied Sciences Kanalstraße Esslingen Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz Dem Senat vorgelegt und erörtert am Dem Hochschulrat am vorgelegt und erörtert. Jahresbericht » 1

4 inhalt 03 Bericht des Rektors 07 Studium und Lehre 13 Qualitätsmanagement 15 Internationales und Marketing 19 Bauten, Forschung und Entwicklung 25 Haushalt und Personal 27 Gleichstellungsbeauftragte 31 Fakultäten 31 Angewandte Naturwissenschaften 35 Betriebswirtschaft 39 Fahrzeugtechnik 43 Grundlagen 47 Graduate School 49 Informationstechnik 53 Maschinenbau 57 Mechatronik und Elektrotechnik 61 Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege 65 Versorgungstechnik und Umwelttechnik 67 Wirtschaftsingenieurwesen 71 Zentrale Einrichtungen 79 Ethik 81 AStA 83 Personalrat 85 Stiftungen/Stipendien 87 Umweltbeauftragter 89 Anlage Tabellen 101 Anlage Publikationen/Projekte/Veranstaltungen/Messebeteiligungen 145 Ehrungen, Preise 149 Chronik 151 Leitbild 152 Umweltleitlinien 2 «Jahresbericht

5 bericht des rektors bericht des rektors Rektor Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz Im Berichtszeitraum konnte die Hochschule Esslingen abermals sehr hohe und weiter wachsende Bewerberzahlen sowie exzellente Rankingergebnissen verzeichnen. Auch ist festzustellen, dass die Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt enorm erfolgreich sind, was in allen Disziplinen die hohe Qualität der Ausbildung sowie die hohe Reputation der Hochschule belegt. Die Arbeit des Kollegiums kann daher zusammenfassend als erfolgreich bewertet werden. Nach der weitestgehenden Umsetzung der im Struktur- und Entwicklungsplan des Jahres 2007 beschriebenen Maßnahmen, stellte die Vorbereitung des im Jahr 2012 zu verabschiedenden Struktur- und Entwicklungsplans einen Arbeitsschwerpunkt der Hochschule dar. Unter Einbindung aller Fakultäten wurden hierzu zu allen zentralen Themen der Hochschule Vorschläge der Weiterentwicklung erarbeitet. Eine gemeinsame Klausurtagung des Hochschulrats und Rektorats mit Dekaninnen und Dekanen, Gleichstellungsbeauftragter und Studierenden, stellte einen der Meilensteine dieser gemeinsamen Entwicklung dar. Parallel zur strategischen Weiterentwicklung der Hochschule und deren Fakultäten galt es, auf von innen und außen kommende Herausforderungen zu reagieren. Für die Fakultäten bedeutete dieses beispielhaft, die durch den erfolgreichen Ausbau der Studiengänge im Rahmen des Landesprogramms Hochschule 2012 um 20 % gewachsene Anzahl an Studienanfängerplätzen zu beherrschen, was einen parallelen Ausbau des Kollegiums bedingte, jedoch zu einer räumlichen Enge an allen Standorten führte. Für die Hochschule als Ganzes bedeutete dies die Reaktion auf geänderte oder in Aussicht stehende gesetzliche Rahmenbedingungen, beispielhaft erweiterte Zugangsberechtigungen, Studieneignungstests, Studiengebühren oder ein bundesweit zentrales Zulassungsverfahren. AUSGANGSSITUATIon Vier Jahre nach der Fusion der Hochschulen für Technik und für Sozialwesen ist festzustellen, dass sich die neue Hochschule Esslingen mit ihrem ingenieur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Profil als Marke etabliert und intern zu einer gemeinsamen Identität gefunden hat. Beleg hierfür ist der im Berichtszeitraum abgeschlossene Leitbildprozess, welcher nach einer sehr lebhaften und engagierten Diskussion in allen Gremien zu einem einstimmig verabschiedeten gemeinsamen Leitbild geführt hat. Hierfür ist allen Beteiligten herzlich zu danken, insbesondere Ehrensenator Klaus Freytag, welcher die Moderation übernommen hatte. Basis der Arbeit des Rektorats war eine durch gegenseitiges Vertrauen geprägte Zusammenarbeit aller Mitglieder des Teams, wofür diesen an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Hierbei ist Prof. Dr. Peter Väterlein als neues Mitglied des Rektorats besonders zu nennen, welcher schon nach kurzer Zeit neue Impulse setzen konnte. Die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Hochschule sind grundsätzlich gut. Die Anzahl an Bewerberinnen und Bewerber steigt beständig und nahm im Berichtszeitraum den höchsten Wert aller Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) des Landes an. Als Folge dieser Attraktivität sind alle grundständigen Studiengänge in starkem Maße überbucht, so dass seit mehreren Jahren keine freien Studienplätze mehr verfügbar sind. Da zudem ein Ausbau an Studienanfängerplätzen ohne Erweiterung des Raumbestandes erfolgte, besteht an allen Standorten ein Fehlbestand an Flächen. Jahresbericht » 3

6 bericht des rektors Das hohe Interesse der Unternehmen und Verbände an den Absolventinnen und Absolventen zeigt, dass die Studienprogramme am Arbeitsmarkt orientiert und von hohem Niveau sind. Dieses darf allerdings nicht dazu verleiten, keinen Abgleich der augenblicklichen Situation mit dem zu erwartenden gesellschaftlichen und technischen Bedarf der Zukunft mehr vorzunehmen. Vielmehr muss die Hochschule Esslingen auch künftig Vorreiter im Aufgreifen von Zukunftsthemen sein, welche hohe gesellschaftliche oder technische Relevanz erwarten lassen. Zudem wird es erforderlich sein, das Profil der Hochschule Esslingen so zu schärfen, dass diese auch künftig im zunehmenden Wettbewerb der Hochschulen eine herausragende Stellung einnimmt. Hier ist die Frage zu klären, welche Kernaufgaben von der Hochschule selbst getragen werden können oder müssen und an welchen Stellen der Aufbau geeigneter Kooperationen sinnvoll oder notwendig ist. ausbau der hochschule Die Hochschule Esslingen ist ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nachgekommen, in Anbetracht der mittelfristig sehr hohen Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern weitere Ausbildungskapazitäten zu schaffen. Dieses erfolgte sehr erfolgreich im Rahmen der ersten und zweiten Tranche des Programms Hochschule 2012 und zwar in den Feldern der Bildung und Erziehung in der Kindheit, der Fahrzeugtechnik, des Maschinenbaus, der Sozialen Arbeit sowie des Wirtschaftsingenieurwesens. Alle geschaffenen Studienanfängerplätze wurden in Bereichen hoher gesellschaftlicher oder technischer Relevanz geschaffen, dem Angebot stand in allen Fällen von Anbeginn ein Vielfaches an Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber. Neben dem Ausbau im Bereich der Umwelttechnik werden im Rahmen der dritten Tranche nun weitere Studienanfängerplätze im Bereich des Pflegemanagements geschaffen. Hierdurch hat sich die Anzahl der Anfängerplätze dann insgesamt um mehr als 20 % erhöht, die Anzahl der Studierenden wird auf mehr als steigen, das Kollegium entsprechend wachsen, die Raumsituation jedoch zunehmend beengt werden. Neben den für die kommenden Jahre gesicherten Landesmitteln ist eine entsprechende Kofinanzierung des Programms aus Bundesmitteln (Hochschule 2020) zu erwarten. Hier ist eine Überführung der Projektmittel in die Grundfinanzierung der Hochschule(n) zu vollziehen. OrganisatioN UND VERWALTUNG Neben dem Wachstum der Hochschule kommen auf diese durch deutliche Veränderung der Rahmenbedingungen wesentlich mehr und geänderte Aufgaben und Prozesse zu. Hier ist hervorzuheben, dass diese Mehrarbeit seitens der Hochschulverwaltung bislang ohne entsprechende personelle Stärkung geschultert wurde, was neben dem persönlichen Engagement der Beteiligten eine ständige Optimierung der Prozesse unabdingbar macht. Ein Beispiel hierfür war das während der Wirtschaftskrise vom Land initiierte MINT-Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Absolventinnen und Absolventen, welches seitens der Hochschule Esslingen landesweit in beispielhafter Weise aufgegriffen und umgesetzt wurde. Der erfreulich schnellen Erholung der Wirtschaft wegen konnte dieses zwischenzeitlich abgeschlossen werden, der Aufwand der Umsetzung war jedoch erheblich. Große Sorgen bereiteten den Hochschulen geänderte gesetzliche Vorgaben. Insbesondere gilt dieses für die Studieneignungstests, die Teilnahme am bundesweiten dialogorientierten Serviceverfahren für die Zulassung der Bewerber, sowie das Deutschlandstipendium. Die Hochschule Esslingen ist mit großem personellen Engagement mehrerer Kolleginnen und Kollegen an der inhaltlichen Entwicklung der geforderten zentralen Studieneignungstests beteiligt, welche durch gesetzliche Vorgaben für alle zulassungsbeschränkten Studiengänge durchzuführen sind. Nach übereinstimmender Meinung aller HAWs ist festzustellen, dass eine rechtssichere, flächendeckende Umsetzung nicht möglich erscheint. Es war daher eine konsequente Entscheidung, die Forderung der verpflichtenden Umsetzung für zunächst zwei Jahre auszusetzen. Die laut Koalitionsvertrag vorgesehene Änderung des zugehörigen Gesetzes lässt erwarten, dass hier eine realisierbare Lösung gefunden und insbesondere der verpflichtende Charakter gestrichen wird. Nicht zuletzt die durch den doppelten Abiturjahrgang besonders hohen Bewerberzahlen mit der daraus resultierenden Verantwortung der Hochschulen, die aktuell erfolgreich implementierten und problemfrei laufenden Prozesse des Zulassungsverfahrens sowie die hohen Kosten haben die HAWs des Landes gesamtheitlich dazu veranlasst, sich gegen eine Teilnahme am Dialogorientierten Serviceverfahren auszusprechen. Dies gilt insbesondere auch deshalb, da hierin kaum ein Mehrwert gegenüber dem heutigen Stand gesehen werden kann. Hier ist zu hoffen, dass die technisch bedingte Verschiebung des Starts des Verfahrens um ein Jahr für eine Kosten-Nutzen-Analyse genutzt werden wird. Sollte sich die Einschätzung der HAWs bestätigen, so sollte hieraus ein Stopp des Verfahrens abgeleitet werden. Ein weiteres, von außen auf die Hochschulen einströmendes Thema stellt die gesetzliche Verpflichtung der Hochschulen zur Einwerbung von Mitteln für das Deutschlandstipendium dar. Die Einführung eines Stipendiensystems ist bundesweit 4 «Jahresbericht

7 bericht des rektors längst überfällig, bei Erhebung von Studiengebühren auch zwingend geboten. Dementsprechend hat die Hochschule Esslingen bereits im Jahr 2008 erfolgreich damit begonnen, gemeinsam mit SüdwestMetall die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Trotz dieser positiven Grundeinstellung zur Erarbeitung eines Stipendiensystems wird das Deutschlandstipendium unter den augenblicklichen Vorgaben als nicht dauerhaft und flächendeckend umsetzbar angesehen. Trotz dieser Kritik hat sie die Hochschule Esslingen der Aufgabe gestellt und nach Verabschiedung einer Stipendiensatzung durch Vergabe der ersten Stipendien im Sommersemester 2011 auch hier eine führende Rolle eingenommen. Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung im Bereich der Lehre ist auch der Bereich der Forschung zu stärken. Hier konnte im Berichtszeitraum eine deutliche Steigerung der Aktivitäten verzeichnet werden. Sichtbares Zeichen der Bedeutung, welche diesem Thema zugemessen wird, ist die Gründung des Kooperativen Promotionskollegs Hybridtechnik welches gemeinsam mit der Universität Stuttgart sowie den Firmen Daimler AG sowie Robert Bosch GmbH getragen werden wird. Die Ausgangssituation für die weitere Positionierung der Hochschule Esslingen ist also gut, was auch die bedeutenden Veranstaltungen und Konferenzen belegen, welche seitens der Fakultäten allesamt mit beeindruckendem Erfolg durchgeführt wurden. PoSITIoNIERUNG DER HocHScHULE In Anbetracht der sehr hohen Bewerberzahlen sowie des Erfolgs der Absolventinnen und Absolventen ist das Angebot der Hochschule Esslingen als marktgerecht einzuschätzen. Dieses darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Bewerberzahl in absehbarer Zukunft demografisch bedingt rückläufig sein wird, weshalb entweder die Attraktivität erhöht und/oder neue Bewerberschichten angesprochen und/ oder neue Angebote am Markt positioniert werden müssen. Im Rahmen der Diskussionen des neuen Struktur- und Entwicklungsplans konnte herausgearbeitet werden, dass neben den Themen der Elektromobilität und der Energieeffizienz das Thema der Alternden Gesellschaft als übergreifendes Thema aller Disziplinen ein Bindeglied innerhalb der Hochschule sowie ein Profilierungselement nach außen sein wird. Neben dem beschlossenen Ausbau der Umwelttechnik durch das Programm Hochschule 2012 hat sich die Hochschule Esslingen durch Verabschiedung einer Umweltrichtlinie sowie die Vorbereitung der EMAS-Zertifizierung in deutlicher Weise im Bereich der Energieeffizienz profiliert, ein Vorgang, welcher unter Einbeziehung aller Fakultäten fortgesetzt werden soll. Ein weiteres Arbeitsfeld der HAW könnte die Lehrerausbildung sein, welche zumindest durch das im gymnasialen Bereich geforderte Staatsexamen universitär verortet ist. Nach langen Diskussionen mit dem Kultusministerium konnte mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums zwischenzeitlich ein gemeinsames Studienprogramm mit der Universität Tübingen aufgebaut werden. Dieses betrifft die Ausbildung von Gymnasiallehrern im Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT), deren technische Aspekte seitens der Hochschulen Esslingen gelehrt werden. Neben der Ausbildung von Berufschullehrern in den Studiengängen der Berufspädagogik sowie der Ausbildung im Bereich der frühkindlichen Erziehung ist dieses ein weiterer wichtiger Schritt zur Erweiterung des Spektrums der HAW. KooPERATIoNEN UND NETZWERKE Die zunehmende Komplexität und Menge an Aufgaben erfordert in spezifischen Themen eine immer stärkere Vernetzung mit starken Partnern. Neben der starken Verbindung zur Universität Stuttgart konnten erste Projekte mit der Universität Tübingen gestartet werden, neben der bundesweiten Hochschulallianz HAWtech konnten Partner für eine landesweite Hochschulföderation gefunden werden. Die sehr enge Zusammenarbeit mit Schulen fand ihren Ausdruck in der Ernennung von Dr. Hartmut Gilg zum Ehrenprofessor der Hochschule. Von besonderer Bedeutung für die Hochschule war und ist der Verein der Freunde (VdF), welcher die Hochschule beispielhaft durch Finanzierung der neu beginnenden Fund- Raising-Aktivitäten unterstützen wird. STRUKTUR- und ENTWIcKLUNGSPLANUNG Nach ersten Gesprächen der Fakultäten mit den internen Mitgliedern des Hochschulrats erfolgte eine weitere Präsentation von deren Ideen der Weiterentwicklung mit Diskussion von Schwerpunktthemen im Rahmen eines zweitägigen Workshops. Hierauf aufbauend erfolgte die Vorbereitung einer gemeinsamen Klausurtagung des Hochschulrats, des Rektorats, der Dekaninnen und Dekane, der Gleichstellungsbeauftragten sowie Studierender. Als Ergebnis dieser Klausurtagung wurden Arbeitsaufträge zur gemeinsamen Erarbeitung alternativer Modelle zu allen wichtigen Themen der Zukunft der Hochschule vergeben, deren Ergebnisse zwischenzeitlich vorliegen und wiederum innerhalb der Hochschule zur Diskussion gestellt werden. Jahresbericht » 5

8 bericht des rektors Ziel ist hierbei eine ergebnisoffene, interne Diskussion, um auf diesem Weg einen möglichst breiten Konsens über die künftige Ausrichtung und Struktur der Hochschule herzustellen. Organe der HocHScHULE Dem Deutschlandstipendium und einer allgemeinen Stipendiensatzung Der Grundordnung der Hochschule Esslingen Den Stellungnahmen zu Funktionsbeschreibungen neu auszuschreibender Professorenstellen sowie Beschlüssen über die Berufungslisten abgeschlossener Berufungsverfahren. HocHScHULRAT Der Hochschulrat der Hochschule Esslingen befasste sich in seinen Sitzungen intensiv mit der Weiterentwicklung der Hochschule Esslingen. Hierzu gehörten insbesondere: Die Diskussion des Jahresberichts des Rektors für das akademische Jahr 2009/2010 mit einstimmiger Entlastung des Vorstands Die Beschlussfassungen zu Funktionsbeschreibungen neu auszuschreibender Berufungsverfahren Der weitere Ausbau im Rahmen der dritten Tranche des Programms Hochschule 2012 Berichte aus den Fakultäten Die Klausurtagung des Hochschulrats mit Rektorat, Dekanen, Gleichstellungsbeauftragter und Studierenden zur Vorbereitung des Struktur- und Entwicklungsplans 2012 Die Diskussion des Controllingberichts Die Gründung einer landesweiten Hochschulföderation Südwest Die Einrichtung von Weiterbildungsstudiengängen Die Evaluation der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen Das Leitbild der Hochschule Die Situation der Fakultät Betriebswirtschaft sowie die öffentliche Darstellung der Hochschule durch einzelne Personen dieser Fakultät Die Einrichtung eines Graduiertenkollegs Hybrid, gemeinsam mit der Universität Stuttgart DANK An dieser Stelle soll all jenen ausdrücklich gedankt werden, die sich wieder in hohem Maße für die Hochschule Esslingen und deren Studierende eingesetzt haben. Neben den in Lehre, Forschung und Selbstverwaltung tätigen ProfessorInnen und MitarbeiterInnen betrifft dieses in besonderem Maße die externen VertreterInnen des Hochschulrats sowie des VdFs, welche sich mit großem Engagement in die Hochschule Esslingen eingebracht haben. Auch allen Unternehmen, Institutionen und Partnern, die die Hochschule Esslingen auf unterschiedlichsten Gebieten unterstützt haben, sei herzlichst gedankt. In diesen Dank eingeschlossen sind auch die VertreterInnen des MWKs, mit welchen zu jeder Zeit eine sehr konstruktive Zusammenarbeit gegeben war. SENAT Der Senat der Hochschule Esslingen befasste sich im Berichtszeitraum in sechs Sitzungen in engagierten Diskussionen unter anderem mit folgenden Themen: Die Erörterung des Jahresberichts des Rektors Der Entwicklung eines Leitbildes der Hochschule Dem Ausbau der Hochschule im Rahmen des Programms Hochschule 2012 Der Weiterentwicklung der Hochschule Esslingen Der Besetzung von Ausschüssen Den Zulassungsverfahren und zahlen Den Hochschulkooperationen, insbesondere die landesweite Hochschulföderation Südwest Weiterbildungsangebote Den Studien- und Prüfungsordnungen Einer Umweltleitlinie der Hochschule Esslingen 6 «Jahresbericht

9 studium und lehre studium und lehre Prorektor für Lehre und IKT Prof. Dr. Peter Väterlein Qualitätsentwicklung in der lehre Die akademische Bildung und Ausbildung junger Menschen auf hohem Niveau ist nach wie vor die vorrangige Aufgabe unserer Hochschule. Der exzellente Ruf der Hochschule Esslingen bei potentiellen Arbeitgebern unserer Absolventinnen und Absolventen wie auch bei Studienbewerberinnen und -bewerbern spricht für die Qualität der hier vermittelten Ausbildung. Wesentlich schwerer ist es aber, die Qualität einzelner Vorlesungen, Labore oder Seminare zu bewerten. Die flächendeckende studentische Evaluation aller Lehrveranstaltungen durch Fragebogen wird inzwischen routinemäßig vom Didaktikzentrum als Service für die Fakultäten durchgeführt. So wertvoll die Ergebnisse dieser Befragungen für die Lehrenden selbst sind, reichen sie allein doch nicht aus, um die Qualität einer Lehrveranstaltung wirklich beurteilen zu können. Die zentrale Studienkommission hat daher im vergangenen Jahr begonnen, weitere Kriterien und Verfahren zu entwickeln, die die Bewertung der Qualität von Lehrveranstaltungen ermöglichen und so zur Sicherung und Verbesserung der Lehrqualität beitragen. STUDIENANGEBOte Im Frühjahr 2012 werden in Baden-Württemberg gleichzeitig der letzte G9 -Jahrgang und der erste G8 -Jahrgang Abitur machen und danach an die Hochschulen drängen. Die Hochschule Esslingen hat deshalb in den vergangenen Jahren insgesamt 316 neue Studienanfängerplätze aus dem Hochschulausbauprogramm 2012 geschaffen. Im Jahr 2012 werden noch einmal 12 zusätzliche Studienanfängerplätze im Bereich Pflegemanagement hinzukommen. Das Spektrum der ingenieurpädagogischen Studiengänge wurde um einen fünften Studiengang Ingenieurpädagogik Versorgungstechnik und Maschinenbau (VMP) erweitert, in den erstmals zum Wintersemester 2011/12 Studierende zugelassen wurden. Wie schon die vier anderen ingenieurpädagogischen Studiengänge wird auch der Studiengang VMP in Kooperation mit der PH Ludwigsburg durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen und der Hochschule Rottenburg wurde ein Modell für die gemeinsame Ausbildung von Gymnasiallehrerinnen und -lehrern für das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) entwickelt. Ab dem Wintersemester 2011/12 sollen die ersten Studierenden Vorlesungen und Labore am Standort Göppingen besuchen. Für zwei Weiterbildungsangebote wurden Externenprüfungsordnungen verabschiedet: für den Masterabschluss Netztechnik und Netzbetrieb, der von der Fakultät Versorgungstechnik und Umwelttechnik gemeinsam mit der EnBW-Akademie und der Hochschule für Technik Stuttgart angeboten wird und für den Masterabschluss Sozialwirtschaft, der von der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege gemeinsam mit der Paritätischen Bundesakademie und der Paritätischen Akademie Süd entwickelt wurde. Während die operative Durchführung beider Programme in den Händen der externen Partner liegt, liegt die Verantwortung für die Studieninhalte und die Durchführung der Prüfungen bei Professorinnen und Professoren der Hochschule Esslingen. SERVice FÜr studierende Zum Ende des Wintersemesters trat der Leiter der studentischen Abteilung der Hochschule Esslingen, Gerhard Wörner, in den Ruhestand. Gerhard Wörner hatte diese Position seit der Fusion der Esslinger Hochschulen im Jahr 2006 inne. Vorher war er viele Jahre Verwaltungsdirektor der Hochschule für Sozialwesen. Seine Aufgaben hat er stets mit enormem Engagement und großer Sachkenntnis erfüllt. Die Hochschule Esslingen dankt Gerhard Wörner an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für seine Dienste. Nachfolgerin ist Manuela Nieß, die schon vorher Stellvertreterin von Gerhard Wörner war. Auf diese Weise konnte die Arbeit der Jahresbericht » 7

10 studium und lehre studentischen Abteilung in gewohnt hoher Qualität kontinuierlich fortgesetzt werden. Das im Herbst 2009 geschaffene Angebot einer zentralen Studienberatung durch eine aus Studiengebühren finanzierte Sozialarbeiterin wurde auch im vergangenen Jahr hervorragend von den Studierenden angenommen. Neben der Beratung in problematischen Studien- und/oder Lebenssituationen wurden zusammen mit dem Didaktikzentrum zahlreiche Kompetenzkurse angeboten, in denen Studierenden Themen wie Lern- und Arbeitstechniken oder Zeitmanagement vermittelt wurden. ermöglichen. Die baden-württembergischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind sich allerdings einig, dass das zentralisierte Zulassungsverfahren in seiner aktuell vorgeschlagenen Form keine wesentlichen Vorteile gegenüber den bisherigen lokalen Zulassungsverfahren bietet. Sollte die Teilnahme am dialogorientierten Serviceverfahren tatsächlich zum Wintersemester 2012/13 für alle Hochschulen verpflichtend werden, würde das nach heutigem Kenntnisstand zu erheblichen Mehrkosten führen, denen aber kein substanzieller Vorteil für die Studienbewerberinnen und -bewerber gegenübersteht. FleXIBles studium Ende 2010 wurden im Senat durch Änderungen der Studien- und Prüfungsordnung die administrativen Voraussetzungen für die Umsetzung des bereits im Vorjahr entwickelten Modells eines flexiblen Studiums in der Fakultät Informationstechnik geschaffen. Grundgedanke des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanzierten Projektes ist es, Studierende, die aufgrund ihrer Lebenssituation oder ihrer Bildungsbiographie in der ersten Phase des Studiums massive Schwierigkeiten haben, vor dem Studienabbruch zu bewahren. Auf Antrag und nach einer eingehenden Beratung können diese Studierenden das zweite und eventuell auch das dritte Semester in jeweils zwei Teilsemester aufteilen. Dadurch gewinnen die Studierenden Zeit, um beispielsweise vorhandene Lücken in ihrem Vorwissen zu schließen. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden, an geeigneten Fördermaßnahmen teilzunehmen und ihre Lernfortschritte zu dokumentieren. Begleitet werden sie von einem Sozialpädagogen mit beruflichem Hintergrund in der IT-Branche, der im Rahmen des Projektes eingestellt werden konnte. Die ersten Studierenden nehmen seit dem Sommersemester 2011 an dem Projekt teil. ENTWICKLUNG DER STUDIERENDENZahlen Die Zahl der Studierenden hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr durch die im Rahmen des Hochschulausbauprogramms 2012 neu eingerichteten Studienanfängerplätze erneut leicht zugenommen. Die Zahl der Bewerbungen für das Wintersemester 2010/11 lag nur knapp über der des Vorjahres. Die Annahmequote der Zulassungen ging leicht zurück. Im Sommersemester 2011 lag die Zahl der Bewerbungen allerdings um fast 18% höher als im Vorjahr. Die Annahmequote der Zulassungen war mit 47% bemerkenswert hoch. In fast allen Studiengängen wurden mehr Studienanfänger/innen zugelassen als Anfängerplätze vorhanden waren. Im Durchschnitt lag die Überlast bei 8%. (siehe Anlage Seite 89, Tabelle 1) HOchschulPOlitische themen Ab dem Wintersemester 2011/12 sollte für alle zulassungsbeschränkten Studiengänge in Baden-Württemberg das Ergebnis eines Studierfähigkeitstests oder eines Auswahlgesprächs als zusätzliches Kriterium in die Zulassungsentscheidung einfließen. Die Hochschule Esslingen hat sich in den letzten Jahren aktiv an der Entwicklung eines landesweiten Studierfähigkeitstests beteiligt, dessen Aussagekraft in Bezug auf einen möglichen Studienerfolg allerdings noch empirisch bestätigt werden muss. Die verpflichtende Einführung der Studierfähigkeitstests wurde inzwischen fallen gelassen. Gleichzeitig wurden die Hochschulen verpflichtet, die Studierfähigkeitstests weiter zu entwickeln. Aktuell wird untersucht, wie man die ursprünglich als Selektionsinstrument entwickelten Tests zu einem diagnostischen Instrument weiterentwickeln kann, auf dessen Grundlage Studienanfängerinnen und -anfänger in der Studieneingangsphase optimal gefördert werden können. Ende 2010 wurden die Hochschulen aufgefordert, sich dem Dialogorientierten Serviceverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung (früher: ZVS) anzuschließen. Dieses Verfahren sollte erstmals zum Sommersemester 2011 eine effizientere Vergabe der Plätze in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen 8 «Jahresbericht

11 studium und lehre didaktikzentrum PrOF. dr.-ing. Bernhard Beetz, leiter didaktikzentrum Das Didaktikzentrum wurde im Sommersemester 2007 gegründet und wird mit Studiengebühren finanziert. Es unterstützt Professoren, Lehrbeauftragte, Mitarbeiter sowie Studierende der Hochschule Esslingen in allen Angelegenheiten des Lehrens und Lernens, um den Lernerfolg bei den Studierenden nachhaltig zu verbessern. Dafür stehen dem Didaktikzentrum drei Stellen zur Verfügung, die auf vier Personen aufgeteilt sind. Diese sind auf folgenden Arbeitsgebieten tätig: Didaktik, Evaluation, E-Learning und Mediendidaktik sowie audiovisuelle und interaktive Medien. Im Berichtszeitraum wurden folgende wesentlichen Aktivitäten und Neuerungen im neugegründeten Didaktikzentrum durchgeführt: Förderprogramm für E-Learning erfolgreich beendet Zukunftswerkstatt Lehre mit 130 internen und externen Teilnehmern Kooperation mit Hochschule Nürtingen-Geislingen für Didaktikfortbildungen der Professoren und Lehrbeauftragten ausgebaut Didaktik Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten auf diesem Arbeitsgebiet sind Didaktikseminare für Professoren und Lehrbeauftragte, die in Kooperation mit der Hochschule Nürtingen-Geislingen durchgeführt werden. Dabei werden mehrere der monatlich stattfindenden Seminare von den MitarbeiterInnen des Didaktikzentrums selbst durchgeführt. Zusätzlich werden weiterhin in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle für Hochschuldidaktik in Karlsruhe (GHD) Didaktikschulungen für Lehrbeauftragte angeboten. evaluation VOn lehrveranstaltungen Das Didaktikzentrum organisiert zentral die Durchführung und Auswertung der Evaluation der Lehrveranstaltungen für alle Studiengänge. Die zentrale Organisation der Evaluation wird mittlerweile von allen Fakultäten akzeptiert und unterstützt. Die Durchführung verläuft reibungslos und professionell. Die weiteren Ziele sind die Einbindung in LSF und online Evaluationen. E-Learning und Mediendidaktik Die Lernplattform Moodle erfährt große Akzeptanz. Die Anzahl der Nutzer steigt stetig. Die Lernplattform wird ständig auf den neuesten technischen Stand gehalten. Mehrere Schulungen für Studierende und Lehrende wurden durchgeführt. Die im Sommersemester 2010 gestartete E-Learning-Förderung in der Hochschule Esslingen wurde im Sommersemester 2011 erfolgreich abgeschlossen. Mit einem hochschuldidaktischen Nachmittag Zukunftswerkstatt Lehre wurden nicht nur die geförderten Projekte, sondern auch in Eigenregie durchgeführte Vorhaben einem breiten Publikum von 130 internen und externen Teilnehmern vorgestellt. Zwei Impulsvorträge von Prof. Ulrich Müller (PH Ludwigsburg) und Prof. Andreas König (ZHAW Winterthur, Schweiz), betonten die Notwendigkeit von neuen Lehr-Lernformen der Lehre. Prof. Müller setzte den Fokus dabei auf aktivierende Modelle der Präsenzlehre. Er hob neben dem Erwerb fachlicher Kompetenzen vor allem die Persönlichkeitsentwicklung hervor, die an Hochschulen entsprechend gefördert werden muss. Prof. König sensibilisierte für die Chancen, Möglichkeiten und Stolpersteine von E-Learning-Maßnahmen. Er wagte Prognosen, wohin sich E-Learning entwickeln wird und welches Medien-Nutzungsverhalten die Studierenden von morgen innehaben. Hochschullehrende sollten sich mit dieser Zielgruppe sowie zukünftigen Entwicklungen auseinandersetzen. AudiOVisuelle und interaktive Medien Im Berichtzeitraum wurden mehrere Lehrende bei ihren audiovisuellen Projekten durch das Didaktikzentrum beraten und unterstützt. Webseite didaktik Im Berichtszeitraum wurden die Webseiten des Didaktikzentrums erheblich ausgeweitet und verbessert. StudienkOMMission FÜr hochschuldidaktik Prof. Dr. Bernhard Beetz ist Mitglied der Studienkommission für Hochschuldidaktik in Karlsruhe und ist Mitglied des Lenkungsgremiums. Jahresbericht » 9

12 studium und lehre bibliotheken Dipl.-Bibl. elke jennert, leiterin Bibliotheken Neues Bibliothekssystem Seit Ende Oktober 2010 arbeitet die Hochschulbibliothek mit dem integrierten Bibliothekssystem adis/bms (adaptierbares Bibliotheksmanagementsystem). Nach einer EU-weiten Ausschreibung haben sich die Universitätsbibliotheken Hohenheim, Stuttgart, Tübingen und Ulm, die Landesbibliotheken Karlsruhe und Stuttgart, sowie die Hochschulen des Landes Baden-Württemberg für das System adis/bms der Firma astec angewandte Systemtechnik GmbH als neues Bibliothekssystem entschieden. Die Hochschulbibliothek gehörte mit zu den Ersten, die das Bibliothekssystem adis/bms eingeführt haben. Die Umstellung wurde trotz laufendem Semesterbetrieb erfolgreich im Oktober 2010 umgesetzt. Das ehrgeizige Ziel, die Bibliothek nicht länger als zwei Tage schließen zu müssen, konnte dank der umfangreichen Vorarbeiten des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg und des engagierten Einsatzes der Bibliotheksmitarbeiterinnen und Bibliotheksmitarbeiter im Hause erreicht werden. adis/bms ist ein integriertes System für alle bibliotheksspezifischen Arbeitsabläufe. Es lässt flexible Workflows für die Ausleihe, Katalogisierung und Erwerbung von Medien zu. Das wichtigste Modul für die Endnutzer (Studierende, Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, externe Nutzer) ist der barrierefreie WebPAC mit seinen flexiblen Funktionen, wie zum Beispiel die Medienbestellung zwischen den Standorten oder die Online-Bestellungen des Magazinbestandes. Webauftritt Bibliothek Im Zuge des neuen Webauftritts der Hochschule strukturierte auch die Bibliothek ihre Webseiten neu. Besonders gelungen erscheinen die Bilder, die unter Beteiligung der von der Bibliothek engagierten Studierenden und Auszubildenden in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Fotografie entstanden sind. 10 «Jahresbericht

13 studium und lehre Rechenzentrum PrOF. dipl.-ing. herbert wiese, Leiter rechenzentrum Bereitstellung Zentraler ressourcen Seit Ende 2006 benutzt das Rechenzentrum virtuelle Server auf Basis von VMware sowohl für sehr viele zentrale RZ-Dienste als auch als Anwendungsserver für die Fakultäten. Die Hardware für die virtuellen Server musste Mitte 2010 ersetzt werden. Statt der bisherigen Einzelgeräte kommen nun leistungs- und ausbaufähige Blade-Server zum Einsatz, wodurch ein verbessertes Management der Hardware sowie eine äußerst flexible und leistungsfähige Netzanbindung und der vollständige Ersatz der veralteten Server möglich war. Diese Server haben noch Leistungsreserven (z.b. für Virtual Desktop-Szenarien) und können noch mit weitere Modulen ausgebaut werden. Beispielsweise läuft auf diesen Servern auch die mittlerweile auf Exchange 2010 umgestellte Groupware für alle Hochschulbediensteten. Da eine Verlängerung des Wartungsvertrages für den zentralen File-Server, der in 2010 auslief, nur zu relativ hohen Kosten möglich gewesen wäre, haben wir zentrale Komponenten des zentralen File-Servers durch allerneueste Hardware ersetzt. Ein großer Teil der im RZ vorhandenen Platten des File-Servers wurden in das neue System übernommen und gleichzeitig durch weitere Platten in neuester Technologie ergänzt. Dadurch konnten Gesamtkosten gegenüber dem Weiterbetrieb des alten Systems bei erweiterter Kapazität gesenkt und erhebliche Performance-Gewinne erzielt werden. Die Benutzer haben dies über die Ausweitung des eigenen Speicherlimits direkt erfahren. Aus dem gleichen Grunde (zu hohe Wartungskosten für alte Hardware) wurde in 2011 auch das Backup-System des zentralen Speichers ersetzt, wobei wir sinnvoll weiter zu verwendende Teile (wie z.b. Platten) auch in das neue System übernommen haben. Änderungen Bei rz-diensten Für eindeutige Verwaltung von Identitäten (vor allem eindeutige Identität von Personen in verschiedenen Softwaresystemen) wurde bisher ein Identity-Management-System der Firma SUN verwendet. Mit der Übernahme von SUN durch Oracle wäre der Weiterbetrieb nur zu sehr hohen Kosten möglich gewesen. Daher mussten wir diesen Dienst auf ein anderes Produkt (MS- Forefront) umstellen. Im Bereich WLAN (lokales Funknetz in der Hochschule) haben wir ein zentrales Management-System eingeführt, welches die zentrale Verwaltung von WLAN s erheblich vereinfacht und relativ einfach flexible Einsätze eines WLAN s (z.b. ein flächendeckendes Gäste-WLAN für eine Tagung) erlaubt. Für die Bearbeitung von verschiedensten Problemfällen im Zusammenhang mit Betrieb und Nutzung von DV-Diensten wurde ein Trouble-Ticket-System zunächst im Testbetrieb eingeführt. Das System geht in Kürze nach Abschluss entsprechender Regelungen zwischen Hochschulleitung und Personalrat in Produktionsbetrieb. Damit ist eine Verbesserung der Behandlung von Fehlern und Problemfällen möglich, u. a. kann der Benutzer den Bearbeitungszustand eines gemeldeten Fehlers (Trouble Tickets) jederzeit verfolgen, die Bearbeiter von Trouble Tickets können sich über das System sehr gut untereinander in der Bearbeitung eines Falls abstimmen. Das System ist prinzipiell auch für andere Einsätze wie z.b. Haustechnik, Studierenden-Sekretariat etc. geeignet. web-basierende dienste Viele Dienstleistungen der Hochschule werden mittlerweile über WEB-Applikationen unterstützt. Derzeit arbeiten wir an der Einführung eines personalisierten Portals (Pilotbetrieb ab Ende 2011). Ein Benutzer meldet sich dann unter seiner Hochschul- Benutzerkennung beim WEB-Portal an und bekommt rollenabhängig die für ihn sinnvollen Dienste angeboten. Dazu müssen die verschiedenen vorhandenen Systeme in das WEB-Portal integriert werden, was jeweils Aufwand für ein Einzelsystem ist. Es gibt auch Teilsysteme, die leider nicht oder nur mit übermäßigem Aufwand integrierbar sind. Daher wird die Einführung schrittweise für einzelne Systeme vorgenommen, wobei wir mit dem nun für alle Studiengänge eingeführten integrierten System zur Verwaltung der Studierendendaten, Lehrveranstaltungen und Prüfungen (HIS-LSF) als erste Anwendung beginnen. Wo möglich, werden wir auch Single-Sign-On für die jeweiligen Subsysteme umsetzen, d.h. es wird die jeweilige Passworteingabe für die Subsysteme entfallen (Passworteingabe nur bei Betreten des Portals). LSF geht ab WS 2011 für die gesamte Hochschule in Betrieb und löst damit das bisherige hochschuleigene Programm zur Verwaltung der Lehrveranstaltungen ab. LSF wird als erste Anwendung unter das Portal gestellt. Zunächst stehen bei allen Fakultäten die Lehrveranstaltungen (Stundenpläne) in LSF, weitere Funktionen wie Kommunikationsforen, Kopplung zu Elearn-System, ggf. Online-Evaluierung etc. kommen nach und nach hinzu. win7 als client-betriebssystem An allen 3 Standorten steht ab Beginn des Wintersemesters 2011/2012 ein PC-Pool mit Windows 7 als Client-Betriebssystem zur Verfügung. Mit der Umstellung auf WIN7 führt das RZ auch ein neues Software-Auslieferungssystem ein, welches später die Software-Versorgung von Laptops mit Windows-Betriebssystem erheblich vereinfachen wird. Für die Freigabe von WIN7 waren umfangreiche Vorarbeiten und Verträglichkeitstests bezüglich der bei uns eingesetzten Anwendungen notwendig. Nach einem erfolgreichen Probebetrieb in diesem Semester ist ein flächendeckendes Rollout von WIN7 geplant. Office 2010 wird nach der WIN7-Einführung bereit gestellt. tk-anlage Das RZ arbeitet intensiv mit bei der Einführung einer neuen Telefonanlage und bei der Integration von Diensten dieser Anlage in die vorhandene Exchange/Outlook-Groupware. Ausführliche Informationen und Details über Neuerungen sowie Standard-Dienste im Rechenzentrum werden jeweils aktuell über die WEB-Seiten des Rechenzentrums publiziert. Jahresbericht » 11

14 studium und lehre 12 «Jahresbericht

15 qualitätsmanagement qualitätsmanagement Beauftragter für Qualitätssicherung Prof. Dr.-Ing. Hans Martin Gündner Die Sicherung der Qualität der Hochschulentwicklung, der Lehre, der Forschung und der unterstützenden Aktivitäten sind in unserer Hochschule nur schwach gekoppelt. Die Hochschulentwicklung ist im Fokus des Rektorats, des Hochschulrates und des Senats. Die Qualität der Lehre wird vom Prorektor Lehre im Verbund mit den Studiendekanen und dem Didaktikzentrum gesteuert. Das Steuerungsinstrument für die Forschung ist der Forschungsausschuss unter Leitung des Prorektors für Forschung und Bau. Der Qualitätsbeauftragte kümmert sich primär um die Dienstleistungen. Einem künftigen Qualitätssicherungssystem, das möglicherweise im Verbund mit anderen Fachhochschulen des Landes erarbeitet und zertifiziert werden soll, müsste die Integration dieser vier Bereiche gelingen. Die Entscheidung zu einer solchen gemeinsamen Anstrengung steht noch aus; genaue Ziele und Chancen bedürfen der Klärung. QuALItät DER DIEnstLEIStungen Das Bild der Aktivitäten zur Qualität der Dienstleistungen und Unterstützungsprozesse in der Hochschule Esslingen ist zu Ende des Sommersemesters 2011 zwiespältig. Auf der einen Seite gibt es einige Ernüchterung, weil die kontinuierliche Prozesskontrolle und -verbesserung (KVP) deutlich weniger stark vorangekommen ist, als man sich nach der Arbeitsphase mit Festool Engineering im Frühsommer 2010 erhofft hatte. Auf der anderen Seite sind die Rückmeldungen über die Qualität, besonders der Unterstützungsprozesse, deutlich positiv. Im Sommersemester 2010 zeigte sich folgende Ausgangssituation: Aus den Analysen, die die Berater von Festool Engineering zusammen mit der Hochschule erstellt hatten, waren zwei große, nicht deckungsgleiche Prozesslisten mit mehreren hundert Einzelpositionen entstanden für ein KVP-System ein eigentlich nicht handhabbarer Umfang. Etwa ein Dutzend der Prozesse war in Workshops weitgehend geklärt; Maßnahmenpakete zur Verbesserung waren erstellt worden. Diese Maßnahmen wurden größtenteils mit Erfolg umgesetzt, die angestrebten Controlling-Mechanismen und die Etablierung von Kennzahlen wurden aber nicht wirksam. Weitere geplante Prozessklärungen haben seither kaum stattgefunden. Die Gründe sind heute offensichtlich: Die Auflistung von Prozessen enthielt eine große Anzahl von Aufgaben, die als abteilungs- oder bereichsintern einzustufen sind; deren Qualität liegt in der Verantwortung der Abteilungs- oder Bereichsleiterinnen und -leiter und kann von diesen beobachtet und gepflegt werden; die Mitwirkung zentraler QM-Stellen ist nicht erforderlich. Selbstverständlich stehen ausgebildete Jahresbericht » 13

16 qualitätsmanagement Moderatorinnen und Moderatoren zur Verfügung, wenn ihre Hilfe bei Klärungen gewünscht wird. In der Auflistung von 2010 ist weiterhin eine Reihe von einmaligen, teilweise komplexen, Projekten enthalten, deren Planung und Verfolgung getrennt von den Prozessen zu sehen ist. Ein wesentlicher Grund für das Stocken des KVP-Ansatzes war, dass zwar bei allen Prozessen, internen Aufgaben und Projekten genannt war, welcher Organisationseinheit diese zuzuordnen sind, eine persönliche Verantwortung für die Pflege und Weiterentwicklung ist aber nicht bewusst gemacht und verankert worden. Im Sommersemester 2011 führte der Qualitätsbeauftragte der Hochschule mit fast allen Dekaninnen und Dekanen, Abteilungs- und Bereichsleiterinnen und -leitern und dem Rektorat strukturierte Interviews, um den genannten Mängeln abzuhelfen. Gegenstand der Besprechungen waren die Konsolidierung der Liste, die klare Zuordnung der Verantwortung, die persönliche Einschätzung der jeweils aktuellen Qualität aller Positionen. Alle wesentlichen Daten zu abteilungsübergreifenden Prozessen, zu wichtigen internen Aufgaben und zu Projekten sind jetzt in einem einzigen Excel- Dokument zusammengeführt. Prof. Dr. Uta Mathis und der Qualitätsbeauftragte Prof. Dr. Hans Martin Gündner haben monatliche Abstimmungsgespräche mit dem Rektor und von Fall zu Fall weiteren Rektoratsmitgliedern geführt. Im Lauf des Sommersemesters 2011 musste Prof. Dr. Mathis ihre Mitwirkung im Qualitätswesen aus Belastungsgründen leider einstellen. Der Senatsausschuss Lenkungskreis Qualität hat im Berichtszeitraum drei Sitzungen durchgeführt. FAZIt Die Methoden und Mechanismen der Qualitätssicherung in Wirtschaft und Industrie sind auf Hochschulen kaum übertragbar. Einzelne Elemente sind hilfreich, soweit es Dienstleistungen und Unterstützungsprozesse betrifft; hier ist die Hochschule ein gutes Stück vorangekommen. Ein umfassendes Qualitätssicherungssystem muss vor allem die Bildungs- und Ausbildungsziele in den Fokus rücken und Fragen nach den notwendigen Randbedingungen beantworten. Nach einer im Moment laufenden Überprüfungsrunde soll diese Tabelle der Grundstock eines hochschulöffentlich zugänglichen Qualitäts-Handbuchs werden. Ein Kerngedanke dabei ist, dass die einzelnen Positionen von den jeweiligen Verantwortlichen selbst gepflegt werden; anders wird die Aktualität nicht erreichbar sein. Aus den Interviews mit den Fakultäten ergibt sich in der Summe eine hohe Zufriedenheit mit den Leistungen der Verwaltung, der Bibliothek, des Akademischen Auslandsamtes, des Rechenzentrums und der sonstigen zentralen Einrichtungen. Die Leiterinnen und Leiter dieser Dienststellen schätzen die Qualität ihrer Aufgaben und Prozesse zurzeit ebenfalls deutlich besser ein, als in den Umfragen von den Wintersemestern 2009/10 und 2010/11. Das ist sicherlich eine positive Nachwirkung des großen Beratungsprojektes mit Festool Engineering. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die bis heute aktiven Qualitätszirkel. AnDERE AktIVItäten Für die Moderatorinnen und Moderatoren der Hochschule hat Prof. Dr. Uta Mathis als stellvertretende Qualitätsbeauftragte zwei Austausch- und Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Das Akademische Auslandsamt und die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (SAGP) haben vom Moderationsangebot intensiv Gebrauch gemacht. 14 «Jahresbericht

17 Internationales und KommunIKation Internationales und KommunIKation Prorektorin für Internationales und Kommunikation Prof. Dr. Stefani Maier Kommunikation nach innen und aussen Internationalisierung Sprachkompetenzen: wichtige Bestandteile der hochschule Im Zeitraum von August 2010 bis September 2011 lag die Wiederwahl der Prorektoren. Dadurch kam es zu einer Umverteilung der Aufgaben und Umbenennung der Ressorts. Das hier vorgestellte Prorektorat heißt seit September 2010 Prorektorat für Internationales und Kommunikation. Durch den Begriff Kommunikation soll verdeutlicht werden, dass die Informationsverteilung nicht nur nach außen (Öffentlichkeitsarbeit) sondern auch stark nach innen orientiert sein soll. Neben vielen Aktivitäten spielt dabei der hochschulexpress eine wichtige Rolle. Um dessen Akzeptanz und den möglichen Verbesserungsbedarf abzufragen, wurde im Sommersemester 2011 eine Online- Umfrage gestartet, die gezeigt hat, dass der hochschulexpress in Form und Inhalt gut angenommen wird. Zu den internen Informationen zählen auch die Zusammenfassungen der Hochschulratsitzungen, die seit 201o im Intranet zur Verfügung stehen. Fakultäten und Einrichtungen werden in Zukunft den neu berufenen ProfessorInnen und MitarbeiterInnen bei einem Rundgang vorgestellt. Im Sommersemester begann diese Vorstellungsrunde am Standort Göppingen beim Tag der offenen Tür. Ein großes Ereignis mit hoher Außenwirkung war das Alumni- Fest im Mai, ebenso wichtig das sehr gute Abschneiden der Hochschule Esslingen im MINT-Programm zur Unterstützung von Berufsanfängern sowie im Deutschlandstipendium. Die beiden letzten Aktivitäten haben die sehr gute Zusammenarbeit der HE mit dem baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und den Partnern in der Industrie und den Verbänden noch weiter vertieft. Die Hochschule Esslingen wird seit vielen Jahren sehr intensiv und verlässlich durch den Verein der Freunde unterstützt. Die Kommunikation nach innen über die Aktivitäten des Vereins der Freunde der Hochschule (VDF) wurde systematisiert. Von großer Bedeutung sind die Ergebnisse der Rankings. Die zentrale Organisation und Unterstützung der Ranking-Abfragen durch das Referat für Öffentlichkeitsarbeit garantiert einen geregelten Ablauf und hat damit auch zu den sehr guten Ergebnissen beigetragen. Im Bereich der Internationalisierung ist weiterhin das wichtigste Ziel, die Zahl der Outgoing-Studierenden zu erhöhen. Einen großen Schritt stellen die Aktivitäten einzelner Fakultäten dar, die für ihre spezifischen Belange Anträge, zum Beispiel beim DAAD, gestellt haben. Dadurch konnte die Einwerbung von Drittmitteln deutlich erhöht werden. Das verlässliche Angebot englischsprachiger Vorlesungen gekoppelt mit der stetig fortgeführten Englisch-Ausbildung für ProfessorInnen ist ein großer Fortschritt zur Anwerbung ausländischer Studierender. Die Möglichkeit der interkulturellen Fortbildung (inklusive Auslandserfahrung) auf alle MitarbeiterInnen der Hochschule Esslingen zu erweitern stellt einen weiteren Meilenstein zur Internationalen Hochschule dar. Das Akademische Auslandsamt und die Fakultäten haben eine hohe Anzahl von Delegationen empfangen und ebenfalls Reisen geplant und durchgeführt. Dadurch konnten zentrale Partnerschaften gefestigt und auf weitere Bereiche wie Forschung und Promotion ausgedehnt werden. Voraussetzung für jeden studentischen Auslandsaufenthalt sind profunde Sprachkenntnisse. Das Institut für Fremdsprachen hat neben einem sehr breiten kundenorientierten Angebot eine Qualitätssicherung eingeführt, durch die die Sprachenausbildung an der Hochschule Esslingen beispielhaft wird. Jahresbericht » 15

18 Internationales und Marketing Referat für Öffentlichkeitsarbeit und marketing (RÖM) dipl.-übersetzerin (fh) cornelia mack, referentin für Öffentlichkeitsarbeit und marketing Just do it im Spannungsfeld zwischen Konsolidierten projekten, neuen ideen und externen anforderungen Der Wettbewerb der Hochschulen untereinander verlangt immer bessere Marketingstrategien und -ideen. Das Ziel des RÖMs ist es, das Profil der Hochschule Esslingen durch gezielte Maßnahmen zu verbessern und zu stärken. Seit der Etablierung des Referats für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing wurden immer höhere Standards gesetzt, so dass die Hochschule Esslingen inzwischen die gesamte Klaviatur beherrscht. Darüber hinaus werden neue Ideen umgesetzt. Die klassische Pressearbeit hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Das Schreiben von Pressemitteilungen zu aktuellen Themen und die Koordination aktueller Anfragen von Redaktionen gehören zur täglichen Arbeit. Die Pressemitteilungen werden zielgruppengerecht an die Redaktionen per verteilt. Ein Clipping-Service sorgt dafür, dass alle erschienen Artikel an die jeweils betroffenen Personen geschickt und archiviert werden. Das CHE-Ranking 2011 wurde während der Zeit der Befragung durch das RÖM betreut. Die Rankingergebnisse wurden im Studienführer/Die ZEIT im Mai 2011 veröffentlicht. Im Internet sind alle Rankingergebnisse unter Hochschule Profil Ranking zu finden. Zu den Standards gehören die Publikationen: das Hochschulmagazin spektrum, der Forschungsbericht, der Jahresbericht, das interne Hochschulmagazin hochschulexpress sowie der Studienführer. Zahlreiche Materialien zur Imagewerbung sind vorhanden: ausführliche Imagebroschüre in Deutsch und Englisch, Kurzversion (Pocketcard) in Deutsch und Englisch, alle Studiengänge als Einzelflyer, Flyer für besondere Zielgruppen, Plakate und Postkarten, Roll-ups bis hin zur Weihnachtskarte alles im Corporate Design der Hochschule. Zum Standard gehören aber auch die alljährlich stattfindenden Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür, Girls Day und Studieninfotage, die vom RÖM zentral koordiniert werden. Für die neuen Studierenden gibt es seit Oktober 2010 eine Begrüßungstasche. Mit der IHK und HfWU Nürtingen-Geislingen wurde im März die Veranstaltung Ideenzirkel organisiert. Die Lego League, eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Festo, brachte 500 Schülerinnen und Schüler im November 2010 an die Hochschule Esslingen. Im Berichtsjahr wurden vor allem die Veranstaltungen unter die Lupe genommen bei denen ein großer Zulauf zu erwarten war. Für jede Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Abteilung Sicherheitskonzepte erstellt. Somit wird gewährleistet, dass alle Sicherheitsmaßnahmen bedacht werden. Bei der Vortragsreihe zum Studium Generale mit Pater Anselm Grün wurde das Sicherheitskonzept im Januar 2011 zum ersten Mal getestet. Der Ansturm auf die Veranstaltung war so überwältigend, dass die Aula und der Übertragungshörsaal bei Personen geschlossen werden und deshalb rund 200 Gäste abgewiesen werden mussten. Standard ist inzwischen auch der Internetauftritt, der im Berichtsjahr auch in die englische Sprache übersetzt wurde. So sind die Hauptseiten und die wichtigen Seiten der Fakultäten ins Englische übersetzt worden. Das Rechenzentrum lieferte für die reibungslose Umsetzung und Eingabe ins Internet die technischen Voraussetzungen und unterstützte die Webredakteure. Zur Struktur und den Inhalten wurden Einzelgespräche mit den Webredakteuren geführt. Die Netzwerke des RÖMs stehen auf einem stabilen Fundament. Dazu zählen der Arbeitskreis Marketing der Stadt Esslingen und die Jour Fixe mit der Esslinger Stadtmarketing GmbH. Eine Bildungspartnerschaft mit der IHK Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen und den Esslinger Gymnasien wurde unterzeichnet. Weitere neue Netzwerke: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, das Netzwerk Geschichte Esslingen sowie ein Jour Fixe der Pressesprecher der Hochschulen der Region Stuttgart. Diese Runde bildete sich durch die gemeinsame Organisation der alljährlichen Bundestagung des Verbandes Hochschulkommunikation, die vom 20. bis 23. September 2010 an der Hochschule für Technik in Stuttgart stattfand. Die Initiative Qualität der Hochschulkommunikation IQ_Hcom traf sich am 24. September an der Hochschule Esslingen. Im Jahr des Alumni-Festes hat das RÖM die Alumni der Hochschule Esslingen im Fokus. Die Alumni-Datenbank enthält inzwischen fast Adressen. Am 28. Mai 2011 fand das Alumni-Festes mit einem Abendprogramm im Festzelt auf dem Campus statt. Zum Alumni-Fest kamen 600 Gäste. Das Programm fand sehr große Zustimmung. Den Hauptvortrag hielt Sebastian Schreiber, IT-Sicherheitsexperte, der live in verschiedene Computersysteme eindrang. Die Praktikantendatenbank für das Ausland ist ein neuer Service der Hochschule, um Studierenden ein Praktikum im Ausland schmackhaft zu machen. Die Studierenden erhalten auf Anfrage Adressen von ausländischen Unternehmen, die ein Praktikum anbieten. Ein Fotowettbewerb mit Preisen gesponsert vom Verein der Freunde der Hochschule Esslingen zeigte die vielen Gesichter der Hochschule Esslingen. Diese Aktion fand großen Beifall. 16 «Jahresbericht

19 Internationales und Marketing Institut für fremdsprachen (ifs) Eve warendorf, MBA, Leiterin des instituts für fremdsprachen Das Institut für Fremdsprachen unterstützt die Studierenden der Hochschule Esslingen, in Fremdsprachen fit zu werden. Sprachkenntnisse sind nicht nur für das Studium notwendig, sondern viel wichtiger im späteren Beruf und bei Auslandseinsätzen. Studierende werden bei englischsprachigen Vorlesungen unterstützt, indem sie Zusatz- und Stützkurse absolvieren und frühzeitig ihr sprachliche Kompetenz durch einen Einstufungskurs erkennen können. LEHRE Das IFS bietet Kurse in zehn Sprachen an und verschiedene Kursformen, um auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen. Im Berichtszeitraum nahmen 946 Studierende an den Sprachkursen teil, davon 383 bei Spanischkursen, 293 bei Englischkursen und 270 in sechs weiteren Fremdsprachen (Chinesisch, Französisch, Gebärdensprache, Japanisch, Russisch und Schwedisch). Am Ende des Semesters werden Intensivkurse angeboten, damit sich die Studierenden direkt auf ihren vor ihnen liegenden Auslandsaufenthalt vorbereiten können. INTERNATIONALISierung englischsprachige VorleSungen Einstufungstests zu Beginn des Studiums sind wichtig, um die sprachlichen Defizite der Studierenden rechtzeitig festzustellen. Somit haben sie genügend Zeit, ihre Englischkenntnisse zu verbessern, bevor sie Lehrveranstaltungen auf Englisch entweder im Ausland oder an der Hochschule besuchen. Im Berichtszeitraum forderten drei Fakultäten, Angewandte Naturwissenschaften, Fahrzeugtechnik und Maschinenbau, den englischen Einstufungstest für ihre Studierenden. Um ein lückenloses Angebot in Englisch für Bildungsausländerinnen und -ausländer zu sichern, übernimmt die Hochschule in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Esslingen die Hälfte der Kursgebühren für bestimmte Englisch- und Deutschkurse. Seit dem Wintersemester bietet die Volkshochschule Göppingen diesen Service auch an. SpaniSche Vorlesungen Im Oktober 2009 wurde Dr. Maria Suárez Lasierra als Lektorin für Spanisch angestellt. Im September 2010 wurde im Rahmen der 21. Lektorentagung in Wittemberg (Halle) die Arbeit des IFS mit Moodle von Maria Suárez präsentiert. Dabei ist auch eine interessante Kooperation mit dem Sprachenzentrum des Auswärtigen Amt zum Thema blended-learning entstanden. In Zusammenarbeit mit den Spanischlektoren der Universitäten Hohenheim, Stuttgart und Tübingen werden verschiedene Seminare zum Thema Bewertung der Fertigkeiten im Wintersemester 2010/11 und Sommersemester 2011 angeboten. Auch in Kooperation mit den Universitäten von Baden-Württemberg und dem Klett- Verlag wurden didaktische Seminare im Rahmen des neuen Lehrmaterials für Studierende vorgeführt. Das Tandem- Programm Spanisch-Deutsch wurde von Studierenden des Akademischen Auslandsamtes und der Graduate School mit Erfolg angenommen. Ein E-Tandem-Programm, bei dem sich Studierende aus einem anderen Land über das Internet kennen lernen und dadurch ihre Sprachkompetenz verbessern, läuft zwischen der Universität Singapur und Esslingen für Studierende, die Chinesisch lernen wollen. PERSonal Insgesamt waren im Berichtszeitraum 27 Lehrbeauftragte am Institut für Fremdsprachen tätig. Das IFS ist den Fakultäten bei der Suche von Lehrbeauftragten für englischsprachige Lehrveranstaltungen behilflich. Erfolgreich wurden vom IFS Lehrbeauftragte für Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau vermittelt. UNIcert Das Hochschul-Fremdsprachenzertifikat UNIcert wird von über 50 deutschen Hochschulen und Universitäten ausgeteilt. Maria Suárez hat die Beantragung des Akkreditierungsverfahrens begleitet, die Prüfungsordnung erstellt, so dass auch die Einstufungstests an der Hochschule nun fest verankert sind. Seit Ende März ist das Institut für Fremdsprachen akkreditiert, um Zertifikate in den Sprachen Englisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch, und Russisch zu erteilen. AUSBlicK Die UNIcert-Akkreditierung ist der Beginn der Qualitätssicherung im Unterricht nach vorgegebenen Zielen und die Weiterentwicklung des Kursinhalts, bei dem vor allem die speziellen Anforderungen des globalen Arbeitsmarktes an Hochschulabsolventen berücksichtigt werden. Jahresbericht » 17

20 Internationales und Marketing internationale Beziehungen dipl.-päd. beate maleska, leiterin des akademischen auslandsamts (aaa) Die hochschule esslingen verfolgt eine breitgefächerte internationalisierungspolitik und unterhält weltweit derzeit 60 hochschulkooperationen. neue horizonte für international mobile Studierende: im Berichtszeitraum kamen vier hochschulen hinzu (siehe anlage Seite 90, 91 tab. 2,3). Im Fokus der Arbeit steht weiterhin die Steigerung der Studierendenmobilität um, internationale Berufsfähigkeit und interkulturelle Kompetenzen der Studierenden zu fördern. Es wurden: Werbemaßnahmen systematisiert, zum Beispiel ein Werbefilm produziert und Infoveranstaltungen ausgebaut; Informationsflüsse durch die Einführung zielgruppenorientierter Newsletter und den Ausbau der Software MoveOnline verbessert; Fakultätsgespräche zur Mobilitätssteigerung durchgeführt, Kooperationen mit bestehenden Partnerhochschulen auf weitere Fakultäten ausgeweitet; Maßnahmen zur Kontaktpflege mit Partnerhochschulen durchgeführt; erstmalig fand an der Hochschule Esslingen eine International Week (ERASMUS Staff Training) statt; Outgoing -Studierende als Botschafter an der Gasthochschule in das Incoming - Marketing eingebunden; verstärkt Drittmittel für Internationalisierung eingeworben. Die Hochschule Esslingen hat im Berichtszeitraum eine neue Internationalisierungsstrategie formuliert und sich auch als attraktive Gasthochschule profilieren können. Eines der Ziele ist die Schaffung eines noch gastfreundlicheren Klimas an der Hochschule. Ein Beitrag dazu waren zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des International Friends-Programms sowie erstmalig auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführte interkulturelle Trainingsangebote, die von 30 Personen genutzt wurden. Service für austauschstudierende Der erste Schritt zum erfolgreichen Auslandssemester beginnt mit rechtzeitiger Information: Mit 17 Veranstaltungen und regelmäßigen Info-Tischen an allen Standorten bot das AAA Informationen über Programme, Hochschulkooperationen der HE und Stipendienmöglichkeiten. Gute Betreuung ist ebenso ein wichtiges Qualitätsmerkmal um den Studienerfolg der Incoming-Studierenden zu sichern: Das verzahnte Betreuungsangebot der Fakultäten und des AAAs will optimale Rahmenbedingungen schaffen. Der weitere Ausbau englischsprachiger Kursangebote wird als wichtiger Baustein zur Schaffung attraktiver Aufnahmestrukturen verstanden und dient auch der Vorbereitung der eigenen Studierenden auf den globalisierten Arbeitsmarkt. MobilitätszuschüSSe und Stipendien 218 Studierende konnten durch verschiedene Stipendien gefördert werden, 28 % mehr als im Vorjahr (siehe Anlage Seite 93,Tab. 7, 8, 9). Fünf ausländische Studierende erhielten eine DAAD-Studienabschlussbeihilfe. Die Höhe der vom AAA eingeworbenen und bewirtschafteten Drittmittel betrug Euro. Anstieg der Studierendenmobilität Flexible Studienmöglichkeiten, anrechenbare Kurse und ein gutes Feedback ehemaliger Exchange Students fördern das Interesse, besonders an englischen Studienprogrammen. Die Mobilität der Incomings stieg erfreulich an, nahezu gleichbleibend zeigte sich jedoch die Zahl der Outgoings; allerdings nahmen Praxissemester im Ausland deutlich zu. Die Hochschule Esslingen empfängt mehr Studierende von Partnern als sie dorthin entsendet: 144 : 100 (siehe Anlage Seite 92, Tabelle 4, 5, 6). Für ein verstärktes Incoming-Marketing bei amerikanischen, britischen und skandinavischen Partnern sind weiterhin gemeinsame Anstrengungen für die benötigten Outgoing-Plätze nötig. Kurzzeitdozenturen und reisen Die ERASMUS-Dozentenmobilität Esslinger ProfessorInnen ist mit zehn (10/11) stabil geblieben. Eine erfreuliche Zunahme ist durch 14 ERASMUS-Gastdozenturen unserer europäischen Partnerhochschulen und drei von Übersee zu verzeichnen. Die sog. Teaching-Mobility hat sich auch als Marketingfaktor für Incomings von Partnerhochschulen bewährt. Insgesamt 114 Auslandsreisen von Hochschulangehörigen fanden statt, davon 34,2 % zu Partnerhochschulen, rund 18 % weniger als im Vorjahr (siehe Anlage Seite 94, 95, Tab. 10, 11, 12). AuSBlick Die Verdopplung der auslandsmobilen Studierenden ist strategisches Ziel der Hochschule. Mobilität gelingt dort am besten, wo sie als Bestandteil des Curriculums vorgesehen ist: im Fokus steht daher die Etablierung von integrierten Auslandssemestern und die Entwicklung von Doppelabschlüssen. 18 «Jahresbericht

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