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1 1. Prozesseinheit Christoph Thöny Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication

2 1. EINLEITUNG BEDEUTUNG UND ERKLÄRUNG VON SWIFT AUFBAU DER SWIFT-ADRESSE ERKLÄRUNG NOSTRO- UND VOSTROKONTO IBAN PROZESS PROZESSBESCHREIBUNG SCHLUSSWORT MUSTERBEISPIELE MUSTERBEISPIEL VERGÜTUNGSAUFTRAG MUSTERBEISPIEL EINGABE EINES AUFTRAGES LERNJOURNAL Christoph Thöny Seite 2 von 10

3 1. Einleitung 1.1. Bedeutung und Erklärung von SWIFT SWIFT ist die Abkürzung für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Über das SWIFT-System wird kein Geld transferiert, es werden lediglich Daten ausgetauscht. Die Verrechnung findet unter den Banken statt. Der SWIFT-BIC (Bank Identifier Code) wird auch SWIFT-Code, SWIFT-Adresse oder BIC genannt. Der Hauptsitz von SWIFT befindet sich in Belgien (La Hulpe). Es gibt zwei SWIFT Operation Center, eines in Cukoeoer USA, und eines in Zoeterwoude NL., welche die Daten an die SWIFT Access Points (Mexiko, Korea, Deutschland, etc.) weiterleiten. Diese wiederum leiten die Daten direkt an die Korrespondenz oder, wenn eine direkte Verbindung besteht, an die Zielbank weiter Aufbau der SWIFT-Adresse Die SWIFT-Adresse ist 8 oder 11-stellig. Hier erläutere ich den Aufbau: Deutsche Bank Frankfurt (head office):...deut DE FF LGT Bank Vaduz (head office):...blfl LI 2X Citibank New York (head office):...citi US 33 Banca Intesa SPA (head office, Milano):...BCIT IT MM Banca Intesa SPA (Filiale, Roma):...BCIT IT MM stelliger Bankcode, frei wählbar von der Bank (nur A-Z) stelliger Ländercode (nur A-Z) 3. 2-stellige Ortserkennung (A-Z, 1-9) 4. 3-stellig (optional), meist verwendet für Filialen (A-Z, 1-9) 1.3. Erklärung Nostro- und Vostrokonto Nostrokonto: Ein Nostrokonto ist ein Konto, welches bei einer anderen Bank geführt wird, und über welches Vergütungen in ausländischen Währungen stattfinden. Beispiel: Die LGT hat ein USD-Nostro-Konto bei der JP Morgan Chase Bank um Zahlungen in US-Dollar abzuwickeln. Vostrokonto: Ein Vostrokonto ist genau das Gegenteil. Die JP Morgan Chase Bank hat ein CHF-Konto bei der LGT, um Zahlungen in CHF über die LGT ausführen zu können IBAN IBAN steht für International Bank Account Number. Sie bestimmt eindeutig die Bankkontoverbindung im inländischen wie sowohl auch bei ausländischen Zahlungsverkehr. Die Länge der IBAN ist je nach Land unterschiedlich, im Maximum 34 alphanumerische Zeichen. Beispiel einer Liechtensteinischen IBAN, die immer 21 Stellen hat: LI A A Ländercode (2-stellig); Prüfziffer (2-stellig); BC-Nummer (5-stellig); Kontonummer (12-stellig) Christoph Thöny Seite 3 von 10

4 2. Prozess LGT Bank in Liechtenstein AG SWIFT 1. Prozesseinheit Start 1. Kunde gibt der Bank den Vergütungsauftrag 2. Alle Angaben vollständig erfolgt Nein Fehlende Angaben hinzufügen. Ev. von Kunde einfordern Ja 3. Überprüfen ob Auftrag über SWIFT erfolgt Nein Ausführen über SIC oder EURO-SIC Ja 4. Auftrag im BOSS (Banken- Anwender-System) erfassen Fehler vorhanden 5. Auftrag wird von Mitarbeiter kontrolliert 6. Weiterleitung an SWIFT Access Point Christoph Thöny Seite 4 von 10

5 7. Standort der Bank im selben Land Ja Weiterleitung direkt an angeschriebene Bank (receiving institution) Nein 8. Übersee Auftrag Nein Weiterleitung an das SWIFT Operation Center Niederlande Ja 9. Weiterleitung an das SWIFT Operation Center USA Weiterleitung an Zielbank 10. Weiterleitung an Zielbank Ja 11. Direkte Verbindung vorhanden Nein Zahlung über Korrespondenzbank 12. Gutschrift/Belastung über Nostro- und Vostrokonto 13. Gutschrift- oder Belastungserstellung ENDE Christoph Thöny Seite 5 von 10

6 3. Prozessbeschreibung 1. Der Kunde übergibt den Vergütungsauftrag der Bank. Er hat 3 Möglichkeiten. Er könnte den Auftrag an einem Bankschalter abgeben, per Post senden, oder wenn eine Faxvereinbarung vorhanden ist, per Fax. Auf dem Auftrag müssen folgende Angaben vorhanden sein: Adresse, KontoNr., Währung/Betrag, Name und Kontonummer des Begünstigten und eine gültige Unterschrift. (Siehe Musterbeispiel Vergütungsauftrag ) 2. Per interner Post wird der Vergütungsauftrag an ZV-AVOR weitergeleitet. Nun werden fehlende Angaben ergänzt, ev. vom Kunden eingefordert (siehe Musterbeispiel Vergütungsauftrag ) um den Auftrag eingeben zu können. 3. Es wird überprüft, ob der Auftrag über SWIFT oder über ein anderes Zahlungssystem abgewickelt wird. 4. Der vollständige Auftrag wird im BOSS (ZV-Verarbeitungsprogramm) über den Befehl MT103 (siehe Musterbeispiel Eingabe eines Auftrages ) erfasst. 5. Ein autorisierter Mitarbeiter verifiziert den Auftrag. Durch die nochmalige Eingabe von wichtigen Daten kontrolliert das System automatisch, ob die Daten übereinstimmen. Falls das nicht der Fall ist, wird der SWIFT-Auftrag an die Person zurückgegeben, welche ihn erfasst hat. 6. Anschliessend wird der Auftrag via Übermittlungssoftware (bei LGT MINT ) an den SWIFT Access Point weitergeleitet. Es wird kein Geld, sondern nur Daten werden transferiert. Die Verrechnung erfolgt unter den Banken (Belastung/Gutschrift) via Nostro- und Vostrokonto. 7. Wenn die Zielbank den Standort im selben Land hat, wird der Auftrag direkt an die Zielbank weitergeleitet. 8. Ist die Zielbank jedoch in einem anderen Land in Europa, wird der Auftrag zuerst an das SWIFT Operation Center in Niederlande und anschliessend an den SWIFT Access Point in das Land, in welchem sich die Zielbank befindet, weitergeleitet. 9. Sofern die angeschriebene Bank ihren Standort in Übersee hat, gelangt der Auftrag zuerst an das SWIFT Operation Center in den USA und anschliessend an den SWIFT Access Point im entsprechenden Land. 10. Dieser SWIFT Access Point leitet den Auftrag direkt an die Zielbank weiter. 11. Da nicht alle Banken direkt an SWIFT angeschlossen sind, müssen manche Zahlungen über Korrespondenzbanken abgewickelt werden. Christoph Thöny Seite 6 von 10

7 12. Da über SWIFT nur Daten ausgetauscht werden, findet die Buchung unter den Banken selber statt. Dies geschieht über die so genannten Nostro- und Vostro Konten. Nun belastet die Bank des Auftraggebers das Konto des Auftraggebers und schreibt der Begünstigten-Bank den Betrag auf ihrem Vostrokonto gut. Die Begünstigte-Bank schreibt dem Begünstigten den Betrag gut und belastet der Auftraggeber-Bank den Betrag auf deren Nostrokonto. 13. Die Begünstigte-Bank erstellt eine Gutschriftsanzeige für den Begünstigten, und die Auftraggeber-Bank erstellt dem Auftraggeber eine Belastungsanzeige. 4. Schlusswort Durch das Erstellen der Prozesseinheit (SWIFT) habe ich sehr viel gelernt. Ich habe die einzelnen Teilschritte, vom Eingang des Zahlungsauftrages bis hin zur Ausführung, im Detail kennengelernt. Es war sehr interessant und aufschlussreich. Mir hat es im Zahlungsverkehr sehr gut gefallen, denn die Arbeit hat Spass gemacht, und ich habe von allen MitarbeiterInnen immer die volle Unterstützung bekommen. Christoph Thöny Seite 7 von 10

8 5. Musterbeispiele 5.1. Musterbeispiel Vergütungsauftrag Auftrag von Kunde Nach Bearbeitung durch ZV-AVOR Name und Kontonummer des Auftraggebers Währung und Betrag 7. Kontoergänzung ZV- Stempel mit Kurzzeichen und Auftragsnummer 3. Name und Kontonummer des Begünstigten 8. Ergänzung MT103 und Feld Begünstigtenbank 9. Eingangsstempel 5. Zahlungsgrund (optional) und Unterschrift 10. Unterschriftskontrolle Christoph Thöny Seite 8 von 10

9 5.2. Musterbeispiel Eingabe eines Auftrages 50: KontoNr. des Auftraggebers, Währung SWIFT-Adresse Empfänger des MT103 32: 2x Währung Betrag Valuta 20: Nummer des Auftrages (TRN-Number) 59: Begünstigter Kunde 57: Bank des Begünstigten (Adresse) 57: Begünstigtenbank (SWIFT-Adresse) 59: KontoNr. / IBAN des Empfängers Feld Englischer Name Deutscher Name 52 Ordering Institution Bank des Auftraggebers 53 Sender s Correspondent Korrespondenzbank der Auftraggeberbank 54 Receiver s Correspondent Korrespondenzbank der Begünstigtenbank 70 Remittance Information Zahlungsgrund 72 Sender to Receiver Information Bank zu Bank Information Christoph Thöny Seite 9 von 10

10 6. Lernjournal Datum Dauer Arbeitsschritt 13. Februar Minuten Informationen sammeln (www.swift.com ; Banking Today; Wikipedia) 20. Februar Minuten Einleitung 21. Februar Minuten Flussdiagramm 1. März Minuten Prozessbeschreibung 6. März Minuten Prozessbeschreibung 7. März Minuten 13. März Minuten Titelblatt / Inhaltsverzeichnis Musterbeispiele erstellen und beschriften 14. März Minuten Schlusswort 15. März Minuten Auswertungsbogen 15. März Minuten Formatierung Zeit Total 475 Minuten 7 Stunden 45 Minuten Christoph Thöny Seite 10 von 10

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