Hypnosystemische Kommunikation und Lösungsfokussierung - nach SySt

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1 Petersberg 23. und 24. April 2010 Hypnosystemische Kommunikation und Lösungsfokussierung - nach SySt Elisabeth Ferrari

2 Die nachfolgenden Ausführungen basieren wesentlich auf den Systemischen Strukturaufstellungen SySt, die am SySt-Institut (www.syst.info) in München von Insa Sparrer und Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd entwickelt wurden. Weiter fließen die Arbeiten von Gunther Schmidt zu hypnosystemsicher Therapie ein. Mit SySt lässt sich in gewissem Sinne über jedes Thema sprechen. Die Inhalte werden von den Klienten / den Kunden vorgegeben. Die Grammatik der Sprache wurde von SySt entwickelt. SySt ist ein Verfahren, das mit Tranceprozessen bei Gruppen arbeitet. Es nutzt das Wissen der lösungsfokussierten Arbeit der Schule von Milwaukee und verbindet es mit den Aufstellungsarbeit.

3 Kommunikation... setzt (verständliche) Sprache voraus: Grammatik, Worte, die etwas bezeichnen, ggf. Gestik, die etwas bezeichnet. Mit Sprache bilden wir Landkarten der Realität. Sprache unterscheidet sich von Laute von sich geben.

4 Alfred S. H. Korzybski hat die Wesen dieser Welt eingeteilt in Mineralien Längen- und Breitenwachstum Raumbinding Timebinding

5 Sprache Sprache nutzen zu können, ist nach Alfred S. H. Korzybski die besondere Fähigkeit von uns Menschen und somit auch unsere Achillesferse. Was tun wir, um diese Fähigkeit zu pflegen und zu entwickeln? Oft nutzen wir Wörter, die unterschiedliches bezeichnen: ist Ist warum Ist Gefühl Ist

6 Folie mit Hochhäusern

7 Grammatik des Wortes Gefühl Gefühl i.s.v. Emotion, wie Freude und Ärger; Gefühl i.s.v. Empfindung, wie Wärme oder der Spezialfall der Wahrnehmung eigener Bewegung (Kinästhetik); Gefühl i.s.v. Ahnung, Vermutung über Zusammenhänge; Gefühl i.s.v. Vermutungen, Hypothesen über Absichten Dritter; Gefühl i.s.v. tieferem Erfassen, wie ein Gefühl für den Umgang mit einer Workshoperöffnung bekommen haben ; Gefühl i.s.v. Empathie; Gefühl i.s.v. Instinkten (z.b. auch bei Regen zu wissen, wo in einer unbekannten Gegend Westen liegt).

8 Hypnose - Trance Aufmerksamkeit wird/ist fokussiert. Anderes wird/ist ausgeblendet. Unterschied zu verteilter Alltagsaufmerksamkeit. Ein oder das wesentliche Mittel: Sprache. Denn: Worte werden zu Fakten. Wie hören wir Sprache? Wie reagieren wir auf Sprache?

9 Semantische Reaktion Alle Reaktionen, die Sprache hervorruft: Kognitiv Emotional Physiologisch Bei den Zuhörenden ebenso wie beim Sprechenden! Semantische Reaktion ist nicht beliebig also in Grenzen bei vielen Menschen in einem Sprachraum gleich oder ähnlich.

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20 Hypnosystemische Kommunikation Probleme werden autohypnotisch erzeugt, indem sie die Wahrnehmung einengen (Problemtrance). Lösungstrance durch Fokussierung auf eigene Ressourcen. Nutzung und Verstärkung natürlich auftretender Tranceprozesse in Einzelgesprächen UND in Gruppenprozessen

21 Hypnosystemische Kommunikation - Worte wählen Worte auf die Goldwaage der semantischen Reaktion legen Vielleicht Mehr Entscheidungen fällen Entspannung War es das? Darf es noch etwas sein? Waren dies Ihre Wünsche?

22 Folie mit Hochhäusern

23 Systemische Verneinung nach SySt NEIN Ja, -... und darüber hinaus Ja, -... und stattdessen Wann in welchen Situationen - lohnt sich ein NEIN? Wann in welchen Situationen - führt ein JA weiter?

24 Hypnosystemische Kommunikation - Beispiele Seeding insbesondere zu Beginn des Workshops Entwicklungsprozesse mit Sätzen begleiten, die auf die Schritte fokussieren Ressourcen stärken Unterschiedsbasierte Sprache Workshop-Abschluss Ausblick nach vorn unterstützen

25 Folie mit Hochhäusern

26 Lösungsfokussierung - Grundannahme Bei Menschen und in sozialen Systemen ist die Analyse des Problems nicht nötig, um zu Lösungen zu kommen. Wir können uns direkt in den Lösungszustand versetzen. Wir können die Puzzleteile des Lösungszustandes erkunden. Lösungsfokussierung führt nicht immer zu dem gewünschten Ziel aber immer ist eine Verbesserung möglich. Wesentliches Hilfsmittel bei Lösungsfokussierung: Die Skalenfrage.

27 Skalenfrage I 1. Skala normieren Beispiel 1 0 = schwierigste Situation, an die Sie sich in den letzten Monate erinnern können. 10 = alles gelöst, Problem ist verschwunden. Beispiel 2: 0 = es gibt einen gewissen Handlungsbedarf. 10 = riesengroßes Problem, kann so keine Minute weiter gehen. 2. Jede/r nennt seinen Skalenwert Angenommen, es ist der Wert 7 auf der Skala (normiert nach Beispiel 2) Frage: Was macht den Unterschied zwischen 10 und 7 aus? Und was noch? Die Antworten zeigen, was bisher schon gut läuft, was es zu erhalten gilt. Frage: Und was wäre ein guter Schritt nach vorne? Wo wären Sie dann auf der Skala? 7

28 Skalenfrage II 4. Lösungen finden Frage: Und was wäre ein guter Schritt nach vorne? Wo wären Sie dann auf der Skala? Jeder nennt seinen Skalenwert Angenommen, es ist der Wert 3 auf der Skala (weiterhin normiert nach Beispiel 2) Frage: Was ist bei 3 anders? Woran konkret merken Sie, dass Sie bei 3 sind? Welche ersten Anzeichen würden Sie wahrnehmen und vermuten, dass Sie jetzt auf der 3 sind? Und was noch? Die Antworten zeigen, was anders ist, wenn das Problem gelöst ist.

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30 Folie mit Hochhäusern

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