Präsentieren mit dem Computer. Eine Präsentation mit dem Computer erstellen

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1 Eine Präsentation mit dem Computer erstellen Es gibt unterschiedliche Präsentationssoftware für unterschiedliche Betriebssysteme. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du das Programmpaket OpenOffice verwendest. Es ist kostenlos im Internet erhältlich und erfüllt alle Anforderungen, die du in der Schule benötigst. OpenOffice ist auch als Portable-Version erhältlich und kann auf einem USB-Stick installiert werden. Du benötigst dann nur einen PC mit dem entsprechenden Betriebssystem, Beamer, Leinwand und deinen USB-Stick, um die Präsentation durchzuführen. Anleitung: Die Erstellung einer Präsentation läuft in verschiedenen Phasen ab, in denen die einzelnen Überlegungen von der Idee bis zur fertigen Präsentation schrittweise einfließen. Vorüberlegungen Ziele der Präsentation Was willst du mit der Präsentation erreichen? Was sollen die Zuhörer am Ende wissen oder tun? Je genauer du die Ziele festlegst, desto sicherer kannst du die Inhalte auswählen! Formuliere das Ziel der Präsentation und schreibe es auf, damit es während der Bearbeitung immer wieder kontrolliert werden kann und als roter Faden dient. Adressaten Wer soll mit der Präsentation angesprochen werden? Zahl der TeilnehmerInnen Vorwissen Inhalte der Präsentation Nachdem du das Thema formuliert hast und die Zielsetzung klar ist, stellst du die Inhalte in folgenden Phasen zusammen: Sammeln, sichten, sortieren, synthetisieren (4-S-Methode). Sammeln: Sammle so viele Informationen (Texte, Bilder, Grafiken, Diagramme) zum Thema der Präsentation wie möglich/nötig. Finde eigene Fragen zum Thema. Nutze verschiedene Informationsquellen (Lexika, Internet, Interviews, Filme, Beobachtungen, Brainstorming...) 1

2 Sichten: Sichte das gesammelte Material und wähle aus, was davon deine Zielsetzung am besten unterstützt. Sortieren: Sortiere das Material nach Inhalten mit Kernaussagen (MindMap, Ober-, Unterthemen) und Inhalten mit Hintergrundinformationen. Für das Verständnis ist eine klar erkennbare Struktur erforderlich, der rote Faden. Gliedere die Präsentation in drei Teile: Einleitung: Begrüßung, Selbstvorstellung, Thema nennen, Hintergründe für die Themenwahl, Ziel der Präsentation, Menü,... Hauptteil: sinnvoll gliedern, strukturieren, Schluss: Fazit, Zusammenfassung, eigene Stellungnahme, evtl. aufgetretene Probleme, Fragen des Publikums,... Synthetisieren: Gestalte die Präsentation mit den Kernaussagen und Hintergrundinformationen so, dass die Zuhörer das Thema gut verstehen können. Die Kernaussagen sollten durch Visualisierung mit verschiedenen Folientypen verstärkt und unterstützt werden. Es gibt fünf verschiedene Arten von Folien: Aufzählungen/Textblöcke Bilder/Diagramme Statistiken, Graphen Tabellen Diagramme, Workflow, Roadmaps, Mindmaps Diese Folien sind unterschiedlich geeignet für: Information vermitteln, Verständnis unterstützen, Entscheidung unterstützen, Struktur geben, Komplexe Dinge erklären, Vergleiche unterstützen. Information Verständnis Entscheidung Strukturieren Erklären Vergleichen Aufzählung x x x x Bilder x x x Grafik x x x x Tabelle x x x Workflow x x x x x 2

3 Mithilfe der Exportfunktion von OpenOffice kannst du deine Präsentation als PDF-Datei speichern und ausdrucken, um sie den Zuhörern auszuhändigen (Handout). Präsentieren/Vortragen mit dem Computer Präsentieren heißt "Verkaufen" von Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt. Direkt und unmittelbar auf die Zuhörer wirkt zuerst die Art, wie etwas gesagt wird: Die äußere Form: Medieneinsatz, Formulierung, Sprechweise und Körpersprache. Gut präsentieren zu können ist dennoch mehr als das sichere Auftreten oder der wirkungsvolle Medieneinsatz. Es geht immer auch um das Was, also den Inhalt. Eine Präsentation ist nur dann erfolgreich, wenn sowohl Inhalt und Struktur als auch die äußere Form gut sind! Präsentationsmanuskript Verwende ein Stichwortmanuskript. Du fühlst dich sicherer Du hast einen roten Faden Du wirst gezwungen frei zu sprechen. Du kannst die Zuhörer anschauen. Die Präsentation wird lebendig und natürlich. Zweckmäßig sind Karteikarten der Größe DIN A5. Sie sind handlich, verdecken nur wenig von deiner Person, lenken das Publikum nicht ab, zwingen zu stichwortartigen Notizen und stabilisieren deine Hände. Beachte: Auch Showmaster wie Stefan Raab oder Thomas Gottschalk verwenden kleine Zettel. Visuelle Umsetzung Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: Die visuelle Informationsaufnahme erfolgt schneller als die auditive! Visuelle Hilfsmittel verkürzen die durchschnittliche Länge eines Vortrages. 3

4 Die Überzeugungskraft einer Präsentation erhöht sich beim Einsatz visueller Mittel. Persönlicher Auftritt Sprache Sprich sachorientiert, zielgerichtet, argumentativ Sprich verständlich, vereinfache Kompliziertes, mache Sprechpausen Sprich möglichst frei, halte Blickkontakt Sprich Zuhörer direkt an, wecke Interesse Körpersprache Sei glaubwürdig in Ausdruck und Auftreten Achte auf Körperhaltung, Blickkontakt, Mimik, Stimme, Sprechtempo, Pausen Häufige Fehler bei Präsentationen Vortrag und Präsentationsvorlage Text ist zu klein. Das Publikum hat Probleme beim Lesen und wird unruhig. Folien wechseln zu schnell. Unruhe beim Leser, da zu wenig Zeit zum Lesen und für die eigenen Notizen Du zeigst dem Publikum den Rücken Folieninhalte werden komplett vorgelesen. Damit machst du dich unnötig, da das Publikum selber lesen kann und mehr als Textwiedergabe erwartet. Du stehst im Bild. Das Publikum will sowohl die Präsentation als auch dich ansehen können. Stehe 4

5 am Besten als Rechtshänder links von der Präsentationsfläche, dann kannst du immer bequem per Hand auf Inhalte zeigen. Das Wasserfallsyndrom. Gib dem Zuschauer die notwendige Zeit zum Verstehen Farbenwahl mit zu wenig Kontrast oder schlechtem Geschmack. Verwende möglichst wenig Farben. Gelber Hintergrund wird bei vielen Beamern oft unschön bräunlich. Bei Aufzählungen ganze Sätze statt Stichwörter. Das Reduzieren auf das passende Stichwort erhöht das Verständnis. Fliegende Texte und sich bewegende Grafiken. Wenn keine Funktion dahinter steckt, nervt es nach kurzer Zeit und lenkt vom Inhalt ab. Nervtötender Sound. Immer nach Sinn und Zweck fragen. Zu komplexe Diagramme und Charts. Vereinfachung ist das Prinzip Technik Präsentationssoftware nicht auf dem Stick. Deinen Vortrag solltest du unabhängig von der Software des PCs vom Stick ausführen können. Evtl. eigenes Notebook verwenden. Es fehlen Geräte. Kläre, ob Beamer und Leinwand vorhanden sind, der Raum verdunkelt werden muss und ein Stromanschluss zur Verfügung steht. Zur Sicherheit ein eigenes Verlängerungskabel einpacken. Keinen Test durchführen. Vorher testen gibt Sicherheit und vermeidet Stress. Probiere am Vortragsort aus, ob alles funktioniert. Quellen: 5

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