Holzschnitzer und Kirchenmaler auf der ecclesia 2008"

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1 Holzschnitzer und Kirchenmaler auf der ecclesia 2008" Köln, /APD Auf der internationalen Fachmesse für Kirchenausstattung und Organisation ecclesia, die noch bis 1. März in Köln stattfindet, können die Besucher Holzschnitzern, Steinmetze und Kirchenmalern bei der Arbeit zusehen. Die Angebotspallette der 177 Aussteller in Halle 3 der Koelnmesse umfasst alles, was Kirchengemeinden benötigen könnten: unter anderem Altargeräte, Antiquitäten, Bildhauerei, Bürotechnik, christliche Literatur und Reisen, Devotionalien, Druckereien, Verlage, Geschenkartikel, Glaskunst, Glocken, Großbildprojektoren, Hostien, Ikonen, Kerzen, Kirchenbankpolsterung, Kirchenbeleuchtung und -beschallung, Krippenfiguren, Liedanzeigesysteme, liturgische Kleidung, Orgeln, Turmuhren sowie Weihrauch. Doch auch Finanzdienstleister, Beratungsfirmen, kirchliche Rechenzentren, Software-Entwickler und Bauhandwerker sind vertreten. Da es bei einer Kirche aber nicht nur um Gebäude und Einrichtungsgegenstände, sondern vor allem um Menschen geht, beteiligen sich auch wieder der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland (KOKID) und weitere kirchliche Institutionen an der Branchenmesse. Der 97. Deutsche Katholikentag weist auf seine Großveranstaltung vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück hin und beim Deutschen Evangelischen Posaunentag vom 30. Mai bis 1. Juni werden in Leipzig Musikerinnen und Musiker erwartet. Zur ecclesia rechnen die Veranstalter, wie im letzten Jahr, wieder mit rund Besuchern in Köln.

2 Sanitäranlagen für Flüchtlinge Kousseri/Kamerun, /APD Aufgrund der zeitweisen Eroberung großer Teile ihrer Hauptstadt N Djamena durch Rebellen sind über Tschader in den Norden Kameruns geflohen. Für von ihnen hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe im Maltam- Flüchtlingslager, etwa 25 Kilometer von der Grenzstadt Kousseri entfernt, 100 Latrinen, 25 Duschen und vier Gruben zur Abfallbeseitigung eingerichtet. Papst verurteilt direkte Sterbehilfe Rom/Italien, /APD Papst Benedikt XVI. hat eine entschiedene ethische Verurteilung jeder Form von direkter Sterbehilfe ausgesprochen. Dies entspreche der beständigen Lehre der römisch-katholischen Kirche, sagte das Oberhaupt der

3 römisch-katholischen Kirche bei einer Begegnung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines internationalen Kongresses der Päpstlichen Akademie für das Leben. Die am 25. Februar eröffnete Tagung im Vatikan hat den ethischen Umgang mit Kranken und Sterbenden zum Thema. Nach Kathpress-Angaben warnte Benedikt XVI. ausdrücklich vor einem utilitaristischen Menschenbild. Eine solche Sicht setze besonders Alte und sozial Schwache unter einen Euthanasie- Druck. Schon jetzt drohten labile Personen und arme Familien in einer Gesellschaft, die von der Dynamik der Produktivität und von wirtschaftlichen Zwängen bestimmt sei, überrannt zu werden. Jeder Mensch habe Anspruch auf angemessene medizinische Leistungen zur Erhaltung des Lebens, betonte der Papst. Daneben gebe es im Bereich des medizinisch Machbaren außerordentliche Therapien, die moralisch erlaubt, aber für keine Seite verpflichtend seien. Besonders bei schweren und langen Erkrankungen müsse es auch Hilfen für die Familienangehörigen des Patienten geben, verlangte Benedikt XVI. Das katholische Kirchenoberhaupt forderte ferner eine sozialpolitische Anerkennung der familiären Pflege von Alten und Sterbenden. Analog zu arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie Mutterschutz und Elternzeit sollte es Vorsorge für Arbeitnehmer geben, die einen Familienangehörigen in der letzten Lebensphase begleiten. Eine solidarische und humane Gesellschaft muss den schwierigen Bedingungen jener Familien Rechnung tragen, die manchmal für lange Zeit die Last der Haushaltsführung für Schwerkranke tragen, die sich nicht selbst versorgen können, sagte der Papst. Wie Kranke ein Recht auf notwendige und angemessene Therapien hätten, gebe es auch einen Anspruch auf Hilfe für die Familien von Patienten.

4 Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, begründete die Themenwahl der internationalen Tagung mit einem wachsenden kulturellen Druck in Richtung direkter Sterbehilfe. Nach dem legislativen Dammbruch in den Niederlanden, in Belgien und im US-Bundesstaat Oregon drohe auch in anderen Ländern eine Legalisierung der Euthanasie, sagte Sgreccia zur Eröffnung. Der Bischof kritisierte eine zunehmende Tendenz, die Sterbenden allein zu lassen und ihre Würde unterzubewerten. Zugleich warnte er vor zweideutigen Pseudo-Rechtfertigungen in Fragen des Todes. Die römisch-katholische Kirche müsse ihre Einwände gegen eine aktive Sterbehilfe deutlicher machen. An der Konferenz nehmen 520 Mediziner, Philosophen, Juristen und Theologen aus mehr als 30 Ländern teil, darunter auch der Philosoph Robert Spaemann sowie der Arzt und Bestseller-Autor Manfred Lütz. Milliardär spendet für adventistische Universität Kingston/Jamaika, /APD Michael Lee-Chin, nach dem Forbes-Magazin einer der 500 reichsten Menschen der Welt, spendete im Januar knapp 1,5 Millionen US-Dollar (1 Million Euro) für den Ausbau der adventistischen Northern Caribbean University (NCU) auf Jamaika. Schon vor zwei Jahren spendete Lee-Chin, der unter anderem Vorsitzender der National

5 Commercial Bank von Jamaika ist, zwei Millionen US-Dollar (1,37 Millionen Euro) für den Bau einer Krankenpflegeschule auf dem Gelände der NCU, in der 800 Krankenschwestern und - pfleger ausgebildet werden können. An der 1919 gegründeten Universität sind Studenten in den Fachbereichen Betriebswirtschaft, Informatik, Mathematik, Kommunikation, Englisch, Pädagogik, Geisteswissenschaften, Geschichte, Musik, Krankenpflege und Theologie eingeschrieben sind. Fast Kirchengebäude in Deutschland stehen vor dem Aus Weimar, /APD Fast Kirchengebäude in Deutschland können nach Schätzung der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland (EAiD) aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gehalten werden. Das entspreche etwa 15 Prozent des Bestandes an evangelischen und römischkatholischen Kirchen, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Manfred Keller in Weimar. Als Gründe nannte er Kirchenaustritte und rückläufige Kirchensteuereinnahmen. Für Keller sind Kirchen gebauter Glaube und sie zeugen von einem unvergleichlichen kulturellen Erbe. Der Umgang mit Kirchgebäuden sei eine der größten Herausforderungen, vor der die Kirchen in der Bundesrepublik stünden.

6 Die EAiD votierte deshalb nach Abschluss einer Fachtagung an der Bauhaus-Universität in einem Weimarer Votum für eine stärkere Umnutzung von Kirchen. So könnte der Altarraum zum verkleinerten Gottesdienstraum werden und in das Kirchenschiff ein Konzertsaal, eine Bibliothek oder ein Restaurant einziehen. Ziel müsse es sein, die Gebäude für Gottesdienste zu erhalten und die Räume gleichzeitig auch anderweitig zu nutzen, betonte Keller. Nach Einschätzung des Architekturpsychologen Manfred Schönberg seien die Kirchengemeinden beim Umgang mit ihren Gebäuden sehr unsicher. Es gibt große Konflikte, wenn über eine erweiterte Nutzung debattiert wird. Als gängigen Weg beschrieb er, das Gemeindehaus aufzugeben und die Kirche entsprechend umzubauen. Solche Schritte können aber nur mit der gesamten Gemeinde entschieden werden. Das erfordert viel Geduld. Die Evangelische Akademikerschaft in Deutschland (EAiD) ist laut Satzung eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, die sich in ihrem Denken und Handeln am christlichen Glauben orientieren. Ihre Mitglieder stellen sich den geistigen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der Zeit auf der Grundlage der befreienden Botschaft der Bibel. Sie helfen einander den christlichen Glauben in Familie, Beruf und Gesellschaft auszuleben und sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Die EAiD wendet sich nicht nur an akademisch Vorgebildete und Angehörige der evangelischen Kirche, sondern ist offen für alle, die sich ihre Ziele zu eigen machen.

7 Katholikentags-Programm jetzt im Internet Osnabrück, /APD Das komplette Programm des 97. Deutschen Katholikentags vom 21. bis 25. Mai 2008 in Osnabrück gibt es ab sofort im Internet. Unter findet der Nutzer alle Veranstaltungen, es sind über 1.000, als pdf-dokument zum Ansehen oder als Download. Viele Prominente aus Politik, Kirche, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft haben ihre Mitwirkung am Katholikentag bereits zugesagt: etwa Dieter Althaus, José Manuel Barroso, Kurt Beck, Ben Becker, Margot Käßmann, Ayyub Axel Köhler, Heinz Rudolf Kunze, Ursula von der Leyen, Reinhard Marx, Angela Merkel, John Olorunfemi Onaiyekan, Hans-Gert Pöttering, Oscar Kardinal Rodriguez Maradiaga, SAID, Wolfgang Schäuble, Annette Schavan, Olaf Scholz, Klaus Töpfer, Ruth Weiss, Heidemarie Wieczorek- Zeul, Christian Wulff und Robert Zollitsch. Das Programm ist in mehrere Abschnitte unterteilt: Zentrale Veranstaltungen, Gottesdienste, Biblische Impulse, Zukunft gestalten, Programmbereiche und Zentren, Kulturelles Angebot, Bühnenprogramm in der Stadt, Kirchenmeile, Bistumsmeile, Medienmeile, Präsentationsstände, Chronologische Programmübersicht sowie Informationen und Service. Ab Anfang April liegt dann das Programm in gedruckter Form vor.

8 Siebenten-Tags- Adventisten in Deutschland Ostfildern bei Stuttgart, /APD erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten gab es am 31. Dezember 2007 in Deutschland. Das sind 97 weniger als im Jahr zuvor. Dazu kommen rund Kinder und Jugendliche, die in Gruppen betreut werden. 666 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche standen im letzten Jahr 525 Todesfälle, 231 Austritte und Ausschlüsse sowie vier Abwanderungen ins Ausland gegenüber. Die Zahl der Adventgemeinden erhöhte sich um sechs auf 578. Seit dem Tiefstand von 1989 mit nahm die Mitgliederzahl bis 2005 wieder kontinuierlich zu. Der Rückgang im letzten Jahr ist laut Pastor Günther Machel (Ostfildern), dem Vorsitzenden der evangelischen Freikirche in Deutschland, hauptsächlich auf den nachlassenden Zuzug von Adventisten aus der ehemaligen Sowjetunion zurückzuführen. Die Freikirche, die in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, hat acht regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zum Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse gehören. Sie unterhält das Berliner Krankenhaus Waldfriede, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Kolleg und Realschule, sowie sechs Grundschulen. Auch das Medienzentrum Stimme der Hoffnung, Alsbach-Hähnlein, mit Blindenhörbücherei und Internationalem Bibelstudien-Institut, sowie der Advent- und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, stehen unter adventistischer Leitung. Das Advent- Wohlfahrtswerk (AWW) betreut rund bedürftige Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören fünf Altenpflegeheime, zwei Einrichtungen Betreutes Wohnen, ein Seniorenwohnhaus, ein Behindertenwohnheim, vier Kindergärten, eine Fachklinik für

9 Abhängigkeitskranke, ein Wohnheim für Suchtkranke, vier Suchtberatungsstellen, neun Suppenküchen, eine Kleiderkammer, zwei Lager für Spendengüter, ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen, ein Integrationsnetz für Aussiedler, ein Helferkreis für Flüchtlinge und elf psychosoziale Beratungsstellen. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) verfügt über 57 Regionalgruppen, die Seminare zur Gesunderhaltung (Prävention) sowie Raucherentwöhnungskurse anbieten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Maßnahmen in aller Welt durch. Wirtschaftliche Interessen nicht über Schutz von Menschen stellen Ostfildern bei Stuttgart, /APD Bernd Wöhner (Ostfildern), Bundesgeschäftsführer des Deutschen Vereins für Gesundheitspflege (DVG), einer Einrichtung der Siebenten-Tags- Adventisten, hat die einstweilige Anordnung des Verfassungsgerichtshofs von Rheinland-Pfalz, dass für inhabergeführte Einraumgaststätten ohne Beschäftigte das gesetzliche Rauchverbot nicht gilt, bedauert. Eine endgültige Entscheidung des Gerichts über die Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz stehe allerdings noch aus. Wöhner könne ja verstehen, dass Raucher ihre Eckkneipe

10 behalten wollten und Kneipenwirte ihre Kunden. Andererseits müsse die einstweilige Anordnung des Gerichts aber auch hinterfragt werden. Da Passivrauchen schädlich sei, würden Nichtraucher in solch einer Gaststätte weiterhin geschädigt. Wenn Gerichte Ausnahmen vom Rauchverbot zulassen, kommen demnächst aufgrund des Gleichbehandlungsanspruchs weitere Ausnahmen, befürchtet Wöhner. Er finde es bedauerlich, dass wirtschaftliche Interessen über dem Schutz von Menschen stünden. Rauchen verursache in der Bundesrepublik jährlich etwa unmittelbare Todesfälle, und weitere Todesfälle seien auf das Passivrauchen zurückzuführen. Nikotin ist ein Suchtmittel, das abhängig macht, gab Wöhner zu bedenken. Deshalb wendet sich der DVG nicht nur gegen das Rauchen und lässt den Menschen allein, sondern bietet ihm auch Hilfe an, damit aufzuhören. Der 1899 gegründete Deutsche Verein für Gesundheitspflege übernahm den 1959 von Adventisten in den USA entwickelten Raucherentwöhnungskurs Fünf-Tage-Plan, der in Deutschland erstmals 1968 in Frankfurt/Main durchgeführt wurde. Damit hätte, so Wöhner, zum ersten Mal ein wissenschaftlich fundiertes Programm zur Raucherentwöhnung zur Verfügung gestanden. Seit 1994 gebe es die neue Version Endlich frei! als Erweiterung des 5-Tage- Planes und dessen Anpassung an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.

11 Nacktetatsachen - Ausweg aus Pornografieabhängigkeit Altena/Westfalen, /APD Pornosucht macht auch vor Christen nicht Halt, betonte Phil Pöschl (Wien), Vorsitzender des Vereins Nacktetatsachen, beim 13. Online-Forum und Webmastertreffen von staonline e.v. im adventistischen Bergheim Mühlenrahmede in Altena/Westfalen. Der Zugang zur Pornografie sei durch die Verbreitung breitbandiger Internetanschlüsse und die im Web mögliche Anonymität enorm gestiegen. Selbst härteste Pornos wären nur einen Mausklick weit entfernt. Vielen Eltern ist nicht bewusst, wo ihre Kinder im Internet überall unterwegs sind. Pöschl habe selbst unter der Porno-Sucht gelitten, auch während er in christlichen Gemeinden mitarbeitete. Um die Betroffenen direkt vor Ort zu erreichen, arbeiten Pöschl und sein Team hauptsächlich über das Internet. Mittlerweile betreibt der Österreicher die Website mit monatlich über Besuchern. Dass der Bedarf nach Hilfe riesig sei, erlebe das Team immer wieder bei anonymen Umfragen: Etwa 50 Prozent der Männer, Familienväter wie Jugendliche, würden zugeben, in den letzten sechs Monaten aktiv Pornos angesehen zu haben. Auch zehn bis 20 Prozent der Frauen hätten mit Pornografie Probleme. Der erhobene Zeigefinger helfe laut Pöschl Betroffenen gar nicht. Er treibe sie im Gegenteil tiefer in die Heimlichtuerei und damit in die Sucht. Wichtig ist, dass wir Raum schaffen, damit die Menschen ihre Probleme ansprechen können, Verständnis finden und eine liebevolle Begleitung aus der Sucht bekommen. Auch Kirchen sollten ein sicherer Hafen werden, um das Thema anzusprechen, seien es aber leider nicht, beklagte er. Phil Pöschl sieht die Schwerpunkte des Vereins in der

12 Aufklärung über das Problem und in der ersten Hilfestellung für Betroffene. Dabei arbeite Nacktetatsachen mit bestehenden Organisationen zusammen, die in der Seelsorge und im therapeutischen Bereich kompetent seien. Seine Arbeit sieht Pöschl als Weiche, die Betroffenen helfe, in den richtigen Weg aus der Sucht einzubiegen. Das Forum des Vereins staonline stand unter dem Motto HotBlogMission Online schreiben für Gott. Mit relativ geringem Aufwand lernten Webmaster aus adventistischen Gemeinden ein Blog einzurichten und als Plattform für christliche Inhalte und interaktive Kommunikation zu betreiben. Außerdem gab es Workshops, wie Einführung in die kirchliche Pressearbeit und Arbeiten als Online-Redakteur. Bundesregierung bescheinigt Advent-Wohlfahrtswerk Seriosität Berlin/Hannover, /APD Der Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck (Köln), hat im Januar zusammen mit weiteren Abgeordneten seiner Fraktion an die Bundesregierung eine Kleine Anfrage wegen antihomosexueller Seminare und pseudowissenschaftlicher Therapieangebote religiöser Fundamentalisten gerichtet. In diesem Zusammenhang wollten die Parlamentarier auch wissen, welche Erkenntnisse die Bundesregierung über die Durchführung oder Empfehlung von

13 antihomosexuellen Veränderungsmaßnahmen durch bestimmte Organisationen, unter anderem vom Advent-Wohlfahrtswerk (AWW), habe und wie sie zu beurteilen seien. Außerdem wollten die Abgeordneten in Erfahrung bringen, welche materiellen Unterstützungen diese Einrichtungen von staatlicher Seite erhielten. In der Antwort des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt der Parlamentarische Staatssekretär, Dr. Hermann Kues, am 11. Februar klar, dass es sich beim AWW um eine seriöse Organisation handele. Wörtlich heißt es: Das Advent-Wohlfahrtswerk ist das Sozialwerk der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, einer evangelischen Freikirche, die in Deutschland ebenso wie weltweit tätig ist. Sie hat in Deutschland den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Abs. 5 WRV) und ist Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen. Außerdem bestätigte der Staatssekretär, dass das Suchtberatungszentrum Chemnitz des AWW seit Januar 2008 im Rahmen des Bundesmodellprojekts Frühe Intervention bei pathologischem Glücksspiel anteilig mit Bundesmitteln gefördert werde. Der Bundesgeschäftsführer des Advent-Wohlfahrtswerkes, Rainer Winkelhoch (Hannover), teilte dem Adventistischen Pressedienst (APD) mit, dass das AWW in den letzten Jahren zum Thema Homosexualität keine Veranstaltungen und Seminare durchgeführt oder Veröffentlichungen herausgegeben habe. Er wies darauf hin, dass das Wohlfahrtswerk laut Satzung ( 2 Abs. 3) sich um hilfsbedürftige Menschen ohne Unterschied von Konfession, Rasse und Weltanschauung kümmere. Deshalb sei das AWW in seiner gesamten Arbeit auch nicht als manipulativ und extremistisch einzustufen. Antihomosexuelle Seminare und pseudowissenschaftliche Therapieangebote gebe es nicht. Im Gegensatz dazu habe laut Winkelhoch die Abteilung Behindertenhilfe des AWW während einer Fachtagung im Jahr 2006

14 Ergebnisse zum Thema Behinderung und Sexualität erarbeitet, die einem religiösen Fundamentalismus entgegenstünden. Das Advent-Wohlfahrtswerk könne aufgrund seiner Geschichte, Satzung, Arbeitsauffassung und Einbindung in den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) nicht als religiös fundamentalistisch oder manipulativ extremistisch eingestuft werden. Dr. Andreas Bochmann, Dozent für Ehe- und Lebensberatung im Fachbereich Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, bezeichnete die Kleine Anfrage der Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen als fragwürdig, diffamierend, unredlich und einer etablierten, sich für Frieden, Toleranz und Pluralismus einsetzenden Partei unwürdig. Ohne Quellen oder auch nur Anhaltspunkte zu dokumentieren, würden Mutmaßungen und Fragen formuliert, die geeignet seien, den Ruf und den rechtlichen Status von christlichen Werken nachhaltig zu schädigen. Der Schwerpunkt der Arbeit des Advent- Wohlfahrtswerkes liege nicht bei der Beratung Homosexueller, sondern in Altenheimen, Kindergärten und anderen Sozialeinrichtungen sowie in der Suchtkrankenhilfe. Zum Thema Homosexualität gebe es keine Verlautbarung des AWW, die zu den Mutmaßungen in der Kleinen Anfrage hätten Anlass geben können. Das 1897 entstandene Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) betreut in Deutschland rund bedürftige Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören fünf Altenpflegeheime, zwei Einrichtungen Betreutes Wohnen, ein Seniorenwohnhaus, ein Behindertenwohnheim, vier Kindergärten, eine Fachklinik für Abhängigkeitskranke, ein Wohnheim für Suchtkranke, vier Suchtberatungsstellen, neun Suppenküchen, eine Kleiderkammer, zwei Lager für Spendengüter, ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen, ein Integrationsnetz für Aussiedler, ein Helferkreis für Flüchtlinge und elf psychosoziale Beratungsstellen.

15 Radiolizenz für Stimme der Hoffnung Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, /APD Das Medienzentrum Stimme der Hoffnung der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein erhielt von der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) die offizielle Zulassung zur Veranstaltung und Vertreibung ihres Hope Channel -Hörfunkprogramms per Satellit und Internet. Hope Channel Radio sendet seit 2006 rund um die Uhr. Das Programm ist im Internet unter oder über den Satelliten Eutelsat-Hotbird im TV-Kanal von Hope Channel 2 zu empfangen. Mit den Radiosendungen möchte Die Stimme der Hoffnung ihren Zuschauern Lebenshilfe leisten und Menschen auf verständliche und zeitgemäße Weise zur persönlichen Beschäftigung mit der Bibel und dem christlichen Glauben anregen, erläuterte der Leiter des Medienzentrums, Pastor Matthias Müller. Die Programminhalte seien ganzheitlich werteorientiert und befassten sich mit unterschiedlichen Sachgebieten, wie beispielsweise Gesundheit, Familie, Erziehung, Spiritualität und Bildung. Die Stimme der Hoffnung wurde 1948 in Berlin- Zehlendorf gegründet und ist damit das älteste Privatradio in Deutschland.

16 Ökumenischer Rat der Kirchen mit Neugestaltung des Christentums konfrontiert Genf/Schweiz, /APD Auf die Rolle des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in einem sich schnell verändernden kirchlichen Kontext machte der ÖRK-Generalsekretär, Pfarrer Samuel Kobia, in seinem Bericht an den Zentralausschuss aufmerksam. Gleichzeitig mahnte er eine Ausweitung der ökumenischen Zusammenarbeit an. Neue Brücken zu Evangelikalen und Pfingstkirchen Kobia wies darauf hin, dass es heute neue Wege zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedskirchen und Kirchen außerhalb des ÖRK gebe. So seien etwa mit Blick auf das Eintreten der Kirchen für Gerechtigkeit neue Brücken über alte Gräben zwischen den Pfingstkirchen auf der einen Seite und der traditionellen ökumenischen Bewegung auf der anderen Seite entstanden. Tempo und Ausmaß des Wachstums evangelikaler, pfingstlich orientierter und charismatischer Gemeinschaften wie auch von Gemeinden und Megakirchen, die an keine konfessionellen Strukturen gebunden sind, bezeichnete Kobia als eine der großen Herausforderungen der ökumenischen Bewegung. Dieses Wachstum gehe allerdings oft auf Kosten der traditionellen Kirchen einschließlich der ÖRK-Mitgliedskirchen.

17 Neben der Hauptaufgabe des Rates, die Gemeinschaft unter den Mitgliedskirchen zu vertiefen, trage der ÖRK auch die Verantwortung für die Ausweitung der Mitarbeit in der ökumenischen Bewegung und für die Gewährleistung ihres Zusammenhalts. Allerdings dürften Anstrengungen in diese Richtung nicht die Erfolge der Vergangenheit gefährden, so Kobia. Der Ökumenische Rat müsse den Auftrag Gottes, wahrhaft alle Kirchen zusammenzuführen, ernst nehmen: Wir können diese Gemeinschaft nie auf uns selbst begrenzen. Neue Wege, neue Risiken Der zukünftige Weg könne jedoch schwerwiegende Risiken für den Ökumenischen Rat in sich bergen. Den Medien gegenüber präzisierte Kobia ein solches Risiko: In Lateinamerika seien heute zum ÖRK gehörende traditionelle Kirchen vom Proselytismus einiger Pfingstkirchen betroffen. Bei der Abwerbung handele es sich vor allem um Jugendliche, die von der Spiritualität pfingstlerisch-charismatischer Gemeinschaften angezogen würden. Die traditionellen Kirchen könnten durch den Verlust der Jugendlichen auf längere Sicht ihrer kirchlichen Existenz beraubt werden. Jugend und Familie sei nun einmal die Zukunft der Kirche. Die zunehmende kirchliche Vielfalt rufe aber auch die Angst hervor, dass Erfolge der vergangenen 60 Jahre aufs Spiel gesetzt würden und könnte dazu führen, dass Wahrheit und Einheit stärker in Gegensatz zueinander gestellt würden. Der ÖRK habe in der Vergangenheit dafür gekämpft, dass die beiden Aspekte des Evangeliums, Wahrheit und Einheit, nicht voneinander getrennt würden und die kreative Spannung zwischen Ekklesiologie und Ethik, Einheit und Wahrheit bestehen bleibe. Eine der interessantesten Aufgaben des Rates sei, so Kobia, die Schaffung von Räumen der Begegnung für eine erweiterte Gemeinschaft unter den Christen gewesen, in denen wir ein Stück des Weges gemeinsam mit anderen gehen konnten. Dies, obwohl das Ziel der gemeinsamen Reise noch nicht klar

18 abzusehen und noch nicht festgelegt sei. Er verwies auf die bisherige Zusammenarbeit mit regionalen ökumenischen Organisationen und nationalen Kirchenräten, mit der römischkatholischen Kirche und den Weltweiten Christlichen Gemeinschaften (Christian World Communions/CWC). Das Programm Der ÖRK und die ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert stelle dabei sicher, dass die normalen institutionellen Anforderungen erfüllt und der Aufgabenbereich ausgebaut werde, damit die Neupositionierung des Ökumenischen Rates als privilegiertes Instrument der umfassenden ökumenischen Bewegung erleichtert werde. Neue wichtige Arbeitsbereiche der Zukunft Kobia nannte in seinem Bericht drei Bereiche von besonderer Bedeutung: das Globale Christliche Forum (GCF), das Bündnis Aktion Kirchen helfen gemeinsam ACT (Action by Churches Together) und die nächste Vollversammlung des Rates, die den Weltweiten Christlichen Gemeinschaften und Konfessionsfamilien mehr Raum für Begegnung und Beratung bieten soll. Die Tagung des Globalen Christlichen Forums im November 2007 in Limuru bei Naorobi (Kenia) habe Gelegenheit geboten, das Gefühl der Feindschaft in der Vergangenheit zu überwinden und tief sitzende Vorurteile zwischen Ökumenikern und Evangelikalen sowie Pfingstlern und traditionellen Kirchen zu korrigieren. Das GCF sei Ausdruck einer Verlagerung der ökumenischen Weltsicht von einer vorwiegend nordatlantisch geprägten zu einer globaleren Sichtweise, die den Impuls der evangelikalen und pfingstlichen Erweckungsbewegungen auf die weltweite Kirche Christi umfassender berücksichtige, schreibt der Generalsekretär in seinem Bericht. Als Beispiel der Anstrengungen der ökumenischen Partner in den Bereichen Nothilfe, Fürsprache und Entwicklung nannte Kobia das im Februar 2007 in Nairobi gegründete neue globale Bündnis für Entwicklung (ACT). Das Engagement für Gerechtigkeit, das

19 in diakonischer Arbeit und Fürsprachearbeit Ausdruck finde, sei integraler Bestandteil des Auftrags der Kirchen und des Ökumenischen Rates. Der Auftrag zur Umstrukturierung der diakonischen Arbeit des ÖRK gehe auf die letzte Vollversammlung 2006 in Porto Alegre zurück. Im Bericht an den Zentralausschuss streifte Kobia auch die Frage nach einem neuen Stil der für 2013 geplanten 10. Vollversammlung des Rates. Mit verschiedenen Szenarien für eine erweiterte Vollversammlung (VV) beschäftigten sich bereits der Weisungsausschuss für Grundsatzfragen der VV und der Exekutivausschuss des Rates. Dem in Genf tagenden Zentralausschuss wurden verschiedene Modelle und ein Veranstaltungsrahmen für den Planungsprozess zur Beschlussfassung vorgelegt. Neuer Generalsekretär wird gesucht Der Kenianer Samuel Kobia (60) hat während des vom Februar in Genf tagenden ÖRK-Zentralausschusses überraschend seinen Verzicht für eine zweite Amtszeit erklärt. Laut dem Vorsitzenden des Zentralausschusses, Pfarrer Dr. Walter Altmann, sei Kobia bis zum Herbst 2008 gewählt und werde dann von einem geschäftsführenden Generalsekretär abgelöst. Der Zentralausschuss habe die Berufung eines Findungsausschusses für die Suche nach einem neuen Generalsekretär beschlossen. Dieser könne erst bei der nächsten Tagung des Zentralausschusses im September 2009 gewählt werden, so Altmann. Kobia war wegen seiner Amtsführung in die Kritik geraten. Die Programmarbeit des ÖRK ufere aus und der Generalsekretär verbringe zu viel Zeit mit Reisen. Auch Kobias Doktortitel an einer staatlich nicht anerkannten Einrichtung in den USA irritierte. Neue Kritik an der Arbeitsweise des ÖRK Der kurhessen-waldeckische Bischof Martin Hein (Kassel), das

20 ranghöchste deutsche Mitglied im ÖRK-Zentralausschuss, bemängelte in einem Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) die Effizienz und Führung in der Genfer Ökumene-Zentrale. Der Ökumenische Rat habe es nicht verstanden, Visionen und Zukunftsperspektiven zu vermitteln. Ihm fehle ein gemeinsames Ziel. In vielen Bereichen sei kritisches Nachfragen nötig, so Hein in seiner Kritik an der Führung und dem Arbeitsstil am Sitz des ÖRK. Vieles laufe intern ab und werde wenig nach außen kommuniziert. Um die Tätigkeit effizienter zu gestalten, sollte die Zahl der Programme nach dem Prinzip Mache weniger, aber mache es richtig verringert werden. Dem Generalsekretär Samuel Kobia warf Hein vor, zu wenig in Genf präsent zu sein: Ich wundere mich manchmal, wie häufig der Generalsekretär unterwegs ist. Der ÖRK nimmt eigentlich zu allem Stellung. Eine kleine UNO muss der Weltkirchenrat aber nicht sein, mahnte der Bischof mit Blick auf das vielfältige Engagement. Er bezeichnete neben dem politischen Einsatz die Zusammenarbeit im Rat als wichtige Aufgabe. Zwar hob Hein die bedeutsame Rolle des Ökumenischen Rates zur Zeit des Ost-West-Konflikts und im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika hervor. Die aktuelle Schwierigkeit besteht darin, dass diese beiden Herausforderungen politischer Art nun weg sind, sagte der evangelische Bischof. Diese Situation führe dazu, dass der ÖRK öffentlich kaum noch wahrgenommen werde. Die Evangelische Kirche in Deutschland wolle ihre finanziellen Beiträge zum ÖRK weiter zurückfahren. Auf Dauer könne es nicht angehen, dass rund ein Drittel der Kosten des Ökumenischen Rates ausschließlich aus Deutschland bestritten werde, sagte Hein. Andere Kirchen des Nordens etwa in Amerika oder orthodoxe Kirchen seien in der Lage, mehr zu geben. Zurückziehen wollten sich die deutschen Kirchen aber nicht:

21 Es gibt eine ökumenische Verpflichtung auf deutscher Seite. Die Kompromisslinie, welche die reformatorischen und orthodoxen Kirchen im ÖRK gefunden hätten, habe nach Heins Auffassung zu einem Ende der großen Aufgeregtheiten zwischen beiden kirchlichen Lagern geführt. Die orthodoxe Kirche müsse aber lernen, auch in ihren Ländern mit konfessioneller Vielfalt zu leben und keinen Alleinvertretungsanspruch für ihr Land zu erheben. Mit Blick auf die Pfingstkirchen und charismatischen Gemeinschaften, die vor allem in Ländern des Südens stark wachsen, sprach sich Hein für eine Integration in den Ökumenischen Rat aus. Die Frage ist aber, ob sie sich selbst überhaupt auf die Bewegung des Weltkirchenrats einlassen, die auch immer eine politische Bewegung gewesen ist, sagte der Bischof von Kurhessen-Waldeck. Der evangelische Theologieprofessor erwartet nicht, dass es zu einem Beitritt der römisch-katholischen Kirche zum Ökumenischen Rat der Kirchen kommen könne, obwohl ich mir das wünschen würde. Dies scheitere an ihrem Selbstanspruch als Weltkirche. Aber die Weltkirche ist größer als die römisch-katholische Kirche, sagte Hein. Im ÖRK sind 349 Kirchen mit rund 560 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen, was etwa 25 Prozent der Weltchristenheit entspricht.

22 Ökumenischer Rat der Kirchen feiert 60-jähriges Jubiläum mit Dankgottesdienst Genf, /APD Gebet und Lobpreis in vielen Sprachen prägten die schlichte Gottesdienstfeier zum 60-jährigen Bestehen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Genf. Christen aus allen Teilen der Erde und vielen christlichen Traditionen dankten in der reformierten Kathedrale Saint- Pierre Gott für die Gründung des Rates 1948 in Amsterdam. Der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., brachte in seiner Festpredigt die Sehnsucht der Christen nach der gemeinsamen Teilhabe am Abendmahl zum Ausdruck. Dabei bekräftigte er die Vision der Kirchen, die im Rat mitwirken, um in der Gnade Gottes zur Einheit im Glauben und zur gemeinsamen Teilhabe an der Eucharistie zu gelangen. Zugleich betonte er die Aufgabe des ÖRK als Katalysator bei den Bemühungen um den Weltfrieden, der Förderung des interreligiösen Dialogs, dem Schutz der Menschenwürde, dem Abbau von Gewalt, dem Umweltschutz und der Solidarität mit notleidenden Menschen. Denn die Ökumene stehe im Dienst sowohl der Kirchen als auch der Welt, ohne Trennung zwischen Sakralem und Säkularem, zwischen Ewigem und Zeitlichen. Der Patriarch zeigte sich hoffnungsvoll, dass Meinungsunterschiede, die auf unterschiedlichen Antworten auf ethisch-moralische Fragen beruhen, nicht unüberwindbar sein müssen. Die Kirchen dürften sich nicht mit einer Einigkeit über ihre Uneinigkeit zufrieden geben. Bartholomaios I. verwies auch auf den Beitrag seiner Kirche zum ÖRK, der eine Brücke über die skandalösen Spaltungen der Christenheit darstelle. 1920, zur gleichen Zeit als auch in anderen Konfessionen erste Stimmen nach christlicher Einheit

23 verlangt hätten, seien durch eine Enzyklika der Kirche von Konstantinopel die Kirchen allenthalben aufgerufen worden, eine Gemeinschaft zu gründen, so dass einer den anderen nicht mehr als Feind und Fremdling, sondern als Miterben und Hausgenossen in Christus ansieht. Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie erwarte durch eine neue Generation von Arbeitern im ökumenischen Weinberg neue Dynamik. Für eine bunte Festgemeinde und ein vielsprachiges Vaterunser sorgten 24 junge Christen dieser Generation aus 22 Ländern, die als Stewards den ÖRK-Zentralausschuss unterstützen, der vom 13. bis 20. Februar in Genf tagte. Die Jugendlichen lasen die Bibeltexte, hielten die Fürbitten, sprachen den Segen und bereicherten die Liturgie durch die Bandbreite ihrer Muttersprachen von Suaheli bis Indonesisch. Am ÖRK- Zentralausschuss nahmen Delegierte aus 87 Ländern und sechzehn Kirchenfamilien teil. Im 60. Jahr der Gründung spricht der Weltkirchenrat für 349 Mitgliedskirchen aus 110 Ländern. Die ÖRK-Mitgliedskirchen repräsentieren heute rund 25 Prozent der Weltchristenheit, das sind etwas mehr als 560 Millionen Menschen. Die römischkatholische Kirche, die dem ÖRK nicht angehört, hat nach eigenen Angaben weltweit etwa 1,1 Milliarden Mitglieder. Neben der Delegation des Ökumenischen Patriarchats mit Patriarch Bartholomaios I., Metropolit Emmanuel (Adamakis) von Frankreich und Archimandrit Elpidophoros Lambriniadis, Sekretär des Heiligen Synods, nahmen an der Feier auch die Generalsekretäre des Christlichen Weltstudentenbundes, Michael Wallace, des Reformierten Weltbundes (RWB), Dr. Setri Nyomi, des Lutherischen Weltbundes (LWB), Dr. Ishmael Noko, und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Archdiakonus Colin Williams, die Vize-Präsidentin des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK), Irène Reday, sowie Hélène Mokry, Vorsitzende der Versammlung Genfer christlicher Gemeinschaften und Kirchen teil.

24 Die römisch-katholische Kirche, die nicht Mitglied im ÖRK ist, aber in vielen Bereichen mit dem Rat zusammenarbeitet, war nach Angaben von Kathpress an der ÖRK-Jubiläumsfeier durch Bischof Brian Farrell, Sekretär des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Erzbischof Silvano Tomasi, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls am Sitz der Vereinten Nationen (UNO) in Genf, und Bischof Pierre Farine, Weihbischof der Diözese Lausanne-Genf-Fribourg, vertreten. Die Genfer Kathedrale St. Pierre, in der im 16. Jahrhundert Calvin seine reformatorischen Lehren predigte und die im Februar 1946 Schauplatz des ersten ökumenischen Gottesdienstes nach dem Zweiten Weltkrieg war, erlebte mit dem ÖRK- Dankgottesdienst die vielleicht vielfältigste Besucherschar aller christlichen Feiern ihrer Geschichte. ÖRK-Generalsekretär Kobia verzichtet auf Wiederwahl Kritik an Amtsführung aus den Reihen der Delegierten Genf/Schweiz, /APD Auf der noch bis zum 20. Februar in Genf tagenden Zentralausschuss-Sitzung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) stand auch die Wahl des ÖRK- Generalsekretärs auf dem Programm. Einziger Kandidat war der seit Januar 2004 amtierende Methodistenpfarrer Samuel Kobia

25 aus Kenia. Wie der ÖRK überraschend mitteilte, hat Kobia nach neunstündigen Beratungen den Mitgliedern des Zentralausschusses während einer nichtöffentlichen Sitzung mitgeteilt, dass er keine zweite Amtszeit mehr anstrebe. Für seine unerwartete Entscheidung nannte der Generalsekretär persönliche Gründe. Der ÖRK-Zentralausschuss berief daraufhin einen Findungsausschuss um die Suche nach einem neuen Generalsekretär einzuleiten. Die Namen der Mitglieder dieses Findungsausschusses sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Die Wahl eines neuen Generalsekretärs oder einer Generalsekretärin des Weltkirchenrates ist erst während der nächsten Tagung des Zentralausschusses im September 2009 zu erwarten. Der Zentralausschuss hat diese Nachricht mit Bedauern entgegengenommen, aber er akzeptiert die Entscheidung des Generalsekretärs. Wir wollen seine Entscheidung und seine Privatsphäre respektieren, sagte der Vorsitzende des ÖRK- Zentralausschusses, Pfarrer Dr. Walter Altmann. Wir möchten unsere tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck bringen für die aufopferungsvollen Dienste, die er dem Rat als Generalsekretär seit Januar 2004 geleistet hat. Kobia ist der erste Afrikaner, der zum ÖRK-Generalsekretär gewählt wurde. Er ist auch ein ehemaliger Generalsekretär des Nationalen Kirchenrats von Kenia. Vor seiner Ernennung zum Generalsekretär in Genf diente er dem ÖRK bereits als Direktor der Programmeinheit Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung und als Direktor des Arbeitsbereiches Themen und Problembereiche. Zu Beginn des Zentralausschusses kam aus den Reihen der Delegierten Kritik an der Amtsführung von Kobia. Die

26 Programmarbeit des Weltkirchenrates ufere aus und der Generalsekretär verbringe zu viel Zeit mit Reisen. Weiterhin Hilfe für von Unruhen betroffene Kenianer Nairobi/Kenia, /APD Die Adventistische Entwicklungsund Katastrophenhilfe ADRA betreut zur Zeit in der kenianischen Provinz Rift Valley in Flüchtlingslagern der Distrikte Navaisha, Kipkelion und Nakuru über von Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen betroffene Menschen. Sie erhalten Kochtöpfe, Kleidung, Decken, Moskitonetze und Seife. Etwa eintausend von ihnen bereiten sich mit Hilfe von ADRA auf ihre Heimkehr vor. Rund zweitausend werden medizinisch betreut. Außerdem sind von ADRA International Container mit Kleidung und Krankenhausbedarf im Wert von 15 Millionen US-Dollar (10,25 Millionen Euro) per Schiff nach Kenia unterwegs. Auf dem Luftweg trafen Medikamente im Wert von fast US-Dollar ( Euro) zur Verteilung an Kliniken in der Provinz Rift Valley ein. ADRA- Schwesterorganisationen aus Deutschland, Finnland, Norwegen, Schweden, Großbritannien, Australien und Kanada unterstützen die Hilfsmaßnahmen. ADRA Kenia hat in Zusammenarbeit mit dem Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen (UN-Habitat) in den Distrikten Kisili und Homa Bay der Nyanza Provinz 30

27 Waisenhäuser an die Trinkwasserversorgung angeschlossen und für sie Latrinen gebaut. Von ADRA ausgesandte mobile medizinische Einsatzkräfte betreuen Kranke in den Distrikten Naivasha und Nakuru in der Rift Valley Provinz sowie im für Flüchtlinge hergerichteten Moi-Stadion in Kisumu (Nyanza Provinz). In Eldoret erhielten Flüchtlinge Kochtöpfe, Hygieneartikel, Kleidung, Decken, Moskitonetze und Wasserreinigungstabletten. Im Naivasha Distrikt haben Hunderte Schutz in Polizeistationen gefunden. Sie werden mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgt und Traumatisierte psychologisch betreut. ADRA Kenia arbeitet bei den Hilfsmaßnahmen unter anderem mit dem Gesundheitsministerium, dem Kenianischen Roten Kreuz, der National Alliance of Churches und den adventistischen Kirchengemeinden vor Ort zusammen. Im Januar verteilte das Hilfswerk 320 Tonnen Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs an etwa Flüchtlinge. In Kenia sollen rund Menschen aus Angst vor Übergriffen ihre Häuser verlassen haben und getötet worden sein. Orthodoxe Kirche: Unabhängigkeitserklärung Kosovos ist Akt der Gewalt

28 über Recht und Gerechtigkeit Belgrad/Serbien, /APD Der Heilige Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche hat die einseitige Unabhängigkeitserklärung Kosovos verurteilt und als Akt der Gewalt über Recht und Gerechtigkeit bezeichnet. Der Synod beruft sich auf internationale Abkommen von 1913, 1918 und 1945 sowie die Resolution des UNO-Sicherheitsrates Nr aus dem Jahr Nach diesen noch immer gültigen Dokumenten sei das Kosovo-Metohija ein Teil Serbiens, so dass das Entnehmen Kosovos aus Serbien einen Gewaltakt darstelle. Die Abtrennung Kosovos von Serbien sei die Legitimierung der osmanischen, Jahrhunderte langen Gewaltherrschaft in der Region und seiner Folgen sowie eine neue Anwendung der faschistischen Lösung der Kosovo-Frage aus dem Zweiten Weltkrieg. Damals habe man Kosovo-Metohija an das so genannte Großalbanien angegliedert und Hunderttausende orthodoxer Serben aus ihren Häusern vertrieben; so wie es auch im Jahr 1999 geschehen sei, mit dem Ziel, dass sie nie wieder zurückkommen. Die Serbische Orthodoxe Kirche halte den einseitigen Akt Kosovos für null und nichtig. Sie rufe daher den Diözesanbischof Artemije von Raszien-Prizren, seine Priester, Mönche und die ganze serbische orthodoxe Bevölkerung im Kosovo-Metohija auf, in ihren Häusern und bei ihren heiligen Stätten zu bleiben in der Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit. Von den Vereinten Nationen und dem Sicherheitsrat erwarte der Heilige Synod, umgehend die Menschenrechte, die religiösen Rechte und die staatlichen Rechte Serbiens im Einklang mit der Resolution Nr des UNO-Sicherheitsrates zu verteidigen.

29 Liberales Christentum wird nicht lange überleben Genf/Schweiz, /APD Der Russisch-Orthodoxe Bischof Hilarion Alfeyev (42) von Wien und Österreich sowie Vertreter des Moskauer Patriarchats bei den Europäischen Organisationen sagte dem liberalen Christentum den Untergang voraus. Das liberale Christentum wird nicht lange überleben, und die Politische Korrektheit im christlichen Umfeld ist zum Sterben bestimmt, erklärte Hilarion vor den Delegierten der Zentralausschuss-Sitzung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Genf. Ich möchte ausdrücklich vor den Gefahren des liberalen Christentums warnen, so der Bischof, denn dieser theologische Trend spalte seit Jahrzehnten die Christenheit. Man kann heute nicht mehr von einer christlichen Moral sprechen, weil die Grundsätze traditioneller und liberaler Christen gänzlich verschieden sind und sich der Abgrund zwischen den beiden Flügeln der heutigen Christenheit rapide vergrößert. Wir hören von einigen christlichen Führern, kritisierte Hilarion, dass eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau nicht mehr die einzige Option zur Gründung einer christlichen Familie sei, dass es andere Arten von Lebenspaaren geben könne, und dass die Kirche diese alternativen Lebensformen anerkennen und ihnen ihren Segen geben müsse. Der orthodoxe Bischof ging in seiner Rede auch auf den Lebensschutz ein. Wir haben gehört, dass das menschliche Leben ein verhandelbarer Wert ist, so dass es im Mutterleib abgetrieben werden kann. Angesichts solcher Positionen frage er sich: Wo bleibt das Christentum? Wo bleibt die

30 prophetische Stimme der Christen in einer konfusen und desorientierten Welt? Im Namen des Moskauer Patriarchen bekräftigte Hilarion: Unsere Mission ist es, zu verkünden, was Christus verkündigt hat, zu lehren, was uns die Apostel gelehrt haben, und weiterzugeben, was unsere Kirchenväter uns weitergegeben haben. Das ist das Zeugnis, welches die Menschen von uns erwarten. Der orthodoxe Bischof kritisierte auch die jüngste Wortmeldung des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, Rowan D. Williams, der meinte, man könnte Teile der Scharia in das britische Rechtssystem aufnehmen. Nach Hilarion sei es zu einer paradoxen Situation gekommen, denn es ist nicht unsere Aufgabe, die Scharia zu verteidigen, alternative Lebensstile und säkulare Werte zu fördern. Unsere Aufgabe ist es, zu verkünden, was Christus verkündigt hat. ÖRK-Zentralausschuss- Vorsitzender fordert Beharrlichkeit und Leidenschaft im Streben nach

31 Einheit der Kirchen Genf/Schweiz, /APD Der brasilianische Pfarrer und der lutherische Theologe, Walter Altman, erinnerte als Vorsitzender des noch bis zum 20. Februar in Genf tagenden Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) an das Hauptziel, das sich der ÖRK in seiner Verfassung gesetzt habe: einander zur sichtbaren Einheit in dem einen Glauben und der einen eucharistischen Gemeinschaft aufzurufen sowie die Einheit gemeinsam durch Zeugnis und Dienst an der Welt zum Ausdruck zu bringen. Nach Altmann stehe der ÖRK, sechzig Jahr nach seiner Gründung, am Anfang eines Weges, den wir gemeinsam in Dankbarkeit für Gottes wunderbare Gabe der Einheit gehen werden. Während dieser Tagung feiern wir das 60-jährige Bestehen des ÖRK. Aber wir feiern gewiss nicht, um die Existenz des ÖRK zu beklatschen, sondern um uns an das Erbe zu erinnern, das uns unsere Vorgänger hinterlassen haben, so der Vorsitzende des Zentralausschusses. Bereits während der ersten ÖRK-Vollversammlung 1948 in Amsterdam sei die missionarische Perspektive klar formuliert worden: Wir bitten Gott, er möchte seine ganze Kirche dazu aufwecken, dass sie seine frohe Botschaft der ganzen Welt bekanntmacht und alle Menschen aufruft, an Christus zu glauben, in seiner Liebe zu leben und auf sein Kommen zu hoffen. Bei aller Bereitschaft zur Reue über verpasste Gelegenheiten oder Umwege auf der ökumenischen Reise sei nun vor allen Dingen Ausdauer gefragt. Altmann wörtlich: Der Heilige Geist möge uns die Gabe der Beharrlichkeit und den festen Willen schenken, unseren Weg weiterzugehen. Als Erfolg für das tiefe Verlangen nach Einheit, das die ökumenische Bewegung seit ihrer Gründungszeit antreibe, verbucht Altmann, dass die Notwendigkeit der Einheit heute nicht nur von unseren Kirchen, sondern auch von evangelikalen

32 und Pfingstkirchen anerkannt wird. Ein weiterer wichtiger Erfolg der ökumenischen Bewegung sei, so der brasilianische Theologe, dass alle Kirchen heute die Überzeugung teilten, dass theologischer Dialog, Mission und Diakonie integraler Bestandteil des Kircheseins sind. Der lutherische Theologe erinnerte in seinem Bericht auch daran, dass das Verständnis des ÖRK von der Kirche, den Kirchen und ihren Beziehungen zum Weltkirchenrat in der Toronto-Erklärung des Zentralausschuss von 1950 klar festgehalten werde: Der ÖRK sei keine Über-Kirche; kein Instrument, um Unionsverhandlungen zwischen den Kirchen in die Wege zu leiten und auch keine Organisation, die eine besondere Auffassung von der Kirche vertrete. Mitglied des ÖRK zu sein bedeute auch nicht, dass eine Kirche ihre eigene Auffassung von der Kirche relativiere oder dass sie eine bestimmte Lehre über das Wesen der kirchlichen Einheit annehme. Grundsätzliche, kritische Fragen etwa ob die ökumenische Bewegung ihre Leidenschaft durch zu routinierte Professionalität gefährde müsse man als Herausforderung annehmen, betonte der Vorsitzende. Auf der gemeinsamen Pilgerreise, so Altmann, seien im ÖRK selbst, aber auch außerhalb, viele Fragen gestellt und Zweifel zum Ausdruck gebracht worden: Wie gemeinsam ist unsere Pilgerreise denn in Wirklichkeit? Inwieweit haben wir uns in unseren konfessionellen oder institutionellen Grenzen verschanzt? Ist es nicht so, dass wir Erklärungen über Erklärungen abgeben, zugleich aber nicht oder nur kaum bereit sind, diese Erklärungen mit Leben zu füllen? Zügeln wir nicht das heilige Drängen der Laien weiterzugehen? Ist unsere prophetische Stimme nicht schwächer geworden? Der Vorsitzende stellte in den Schlussbemerkungen seines Berichts auch die Frage: Hören wir wirklich, was uns der Heilige Geist bezeugt und offenbart, oder wiederholen wir nur das, was wir schon immer gesagt haben? Ferner weist er darauf hin, dass sich die religiöse Landschaft überall in der Welt

33 ständig und tiefgreifend verändere. Länder, die man früher christliche Länder nannte, säkularisierten sich zunehmend. Andere, nicht ökumenisch ausgerichtete Kirchen und Bewegungen wüchsen und breiteten sich aus. Auch hier gelte es Fragen zu stellen: Besitzen sie eine Vitalität, die uns verloren gegangen ist? Ist ihr missionarischer Eifer größer als unserer? Haben sie die Zeichen der Zeit erkannt und gehen auf sie ein, während wir blind sind? Dies sind Fragen, die an die Substanz gehen, so Altmann. Wir können die Frage nicht einfach mit der Begründung ignorieren, es handele sich lediglich um Vorurteile anderer. Sie alle enthalten ein Körnchen Wahrheit. Und wir sollten sie aufmerksam anhören und als Herausforderung begreifen. Pfarrer Dr. Walter Altmann ist seit 2002 Präsident der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) sowie Mitglied des Lateinamerikanischen Kirchenrates (CLAI) und des Exekutivekomitees des Lutherischen Weltbundes (LWB). Seine wissenschaftlichen Werke beschäftigten sich mit dem Reformator Martin Luther, der lateinamerikanischen Befreiungstheologie und ökumenischen Studien. Internationale ökumenische Friedenskonvokation 2011 auf

34 Jamaika Genf/Schweiz, /APD Die jamaikanische Hauptstadt Kingston wird im Mai 2011 Schauplatz der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation, beschloss der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Genf. Die Konvokation stelle eine Art Erntefeier der Dekade zur Überwindung von Gewalt dar, erklärte Pfarrer Dr. Geiko Müller-Fahrenholz, der die Vorbereitungen für 2011 im ÖRK koordiniert. Pfarrer Dr. Fernando Enns, Vorsitzender der Steuerungsgruppe für die Dekade zur Überwindung von Gewalt, sieht in der Friedenskonvokation eine Gelegenheit, Erfolgsbeispiele für Friedensarbeit ins Rampenlicht zu rücken und so zu beweisen, dass ein besserer Weg möglich sei, als Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten. Während der Plenarsitzung zur Friedenskonvokation erfuhren die Mitglieder des Zentralausschusses von verschiedenen Initiativen der Mitgliedskirchen: unter anderem von den Schritten gegen Tritte, mit denen sich die evangelische Landeskirche Hannovers für Gewaltlosigkeit an den Schulen stark mache. Pfarrer Dr. Moiseraele Prince Dibeela berichtete, wie die Vereinigte Kongregationalistische Kirche des südlichen Afrika sich gegen Gewalt im Geschlechterverhältnis engagiere. Dazu gehöre für ihn auch, Jungen und Männern ein positives männliches Rollenbild zu vermitteln, das Eigenschaften, wie Verletzlichkeit, Kreativität und Fürsorglichkeit, einschließe. Gegenüber Pressevertretern erwähnte er zudem die Rolle der Kirchen in seinem Heimatland Botswana an der erfolgreichen Lobby-Arbeit für ein Gesetz gegen häusliche Gewalt. Pater Gosbert Byamungu, der als Beobachter für den Vatikan an der Tagung des Zentralausschusses teilnimmt, bekräftigte das Bekenntnis der römisch-katholischen Kirche zu der Dekade zur Überwindung von Gewalt, an der sie von Anfang an mit

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