Die Klimaänderung. Grundlagen und Massnahmen am Beispiel Trockenheit im Kanton Graubünden

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1 Die Klimaänderung Grundlagen und Massnahmen am Beispiel Trockenheit im Kanton Graubünden Remo Fehr,

2 Inhaltsverzeichnis Grundlagen Beobachtungen Folgen für Niederschlag und Temperaturen Klimaänderung betrifft Mensch und Natur Klimastrategie Graubünden Die Trockenheit und ihre Folgen

3 Temperatur Beobachtete CO 2 - und Temperaturzunahme Seit Beginn der Industrialisierung haben sowohl der CO 2 - Gehalt in der Atmosphäre, als auch die Temperaturen weltweit zugenommen. Eine besonders starke Temperaturzunahme wird in den Bergregionen wie den Alpen beobachtet.

4 Temperatur Auswirkungen auf die Temperaturen in der Zukunft Temperaturzunahme 1-6 C bis ins Jahr 2100 Achtung: Durch mehr Treibhausgase bleibt grundsätzlich mehr Energie in der Atmosphäre, was das Klima durch Änderung von vielen Prozessen ändert. Ein Temperaturanstieg ist nur eine unter mehreren Folgen! Zunahme von Hitzeperioden Jahreszeiten wie Sommer 2003 oder Herbst 2006 treten künftig 5-7 Mal/10 Jahreszeiten auf.

5 Niederschlag Auswirkungen auf den Niederschlag Die gesamte Niederschlagsmenge wird sich nicht bedeutend verändern. Aber es sind grosse saisonale Änderungen im Niederschlag zu erwarten: Winter + 10%; Sommer 20% Starkniederschlagsereignisse sind künftig eher im Winter zu erwarten.

6 Klimawandel Hydrologie Cryospäre Ökologie Katastrophen Natur Energie Tourismus Landwirtschaft Infrastrukturen Mensch

7 Klimastrategie Driver Abwärme nutzen (AEV) Energieeffizienz (AEV) (Wasserkraft, Biomasse, Sonne) Erneuerbare Energien fördern (AEV) Förderung Holzenergie (AfW, AEV) Motorfahrzeugsteuern (DJSG) Impact State (ANU) Bewilligung Beschneiung Response Erneuerbare Nutzung ermöglichen ANU) Abgasverluste Öl/Gas reduzieren (ANU) Feinstaub reduzieren (ANU) CO 2 Szenarien (IPCC) Kantonale Treibhausgas Bilanz (ANU) Pressure (IPCC) Klimamodelle (KFS) Schadensbewältigung (KaPo, GVG) Intervention (AMZ/Gem.) Unwetterwarnungen (ANU) Wassermanagement (AfW) Naturgefahrenmanagement (AfW) Frühwarn- u. Interventionssysteme (AfW) Schutzwaldpflege (ARE) Schutzzonen, Nutzungsplan (AfW,TBA) Schutzbauten Strasse, Siedlungen, Bahn (IPCC) Atmosphär. CO2 Messung (AfW / ANU) Arten (Neophyten,...) (ANU) Immissionsmessungen (AfW) Artenportfolio im Schutzwald (AfW) Monitoring Naturereignisse StorMe (AfW) Monitoring, Waldentwicklung-Phytosanität

8 Klimastrategie Klimastrategie Kanton Graubünden Treibhausgasreduktion: Massnahmen für Energieeffizienz Erneuerbare Energien Förderung öffentlicher Verkehr Reduktion von Emissionen Sicherung der Lebensgrundlage Wasser: Massnahmen bei Trockenheit: Reduktion von Wasserverlust, Ausbau der Wasserversorgung Optimale Verteilung auf Landwirtschaft und Wasserkraft

9 Klimastrategie Klimastrategie Kanton Graubünden Prävention: Renaturierung von Bächen und Flüssen zum Schutz vor Starkniederschlägen, Verbesserung der Schutzwirkung des Waldes gegen Murgänge und Steinschlag Förderung von Einsatzkräften: Förderung von gut ausgerüsteten Einsatzkräften zur Bewältigung von Extremereignissen

10 CO 2 - Reduktion Öl-/Gasfeuerungskontrolle Unnötige Abgasverluste verhindern Beitrag zur Reduktion der CO 2 Emissionen (NO x, Russ, CO) Beanstandung bei Feuerungskontrolle wegen Abgasverlust 50 Folgen [%] Öl Gas / / / /07

11 CO 2 - Reduktion Begleitmassnahmen zu Holzenergieförderung Steigerung der Holzenergienutzung Notwendigkeit zur Minimierung der Nachteile bei Lufthygiene Rasch tiefere Abgasgrenzwerte bei neuen Grossanlagen Neue Kleinanlagen nur nach Stand der Technik (Pellets) Betriebsempfehlungen (Anfeuern) Kontrolle kleiner Holzfeuerungen

12 Trockenheit Trockenheit: Grundwasser und Quellen Weniger Niederschlag Trockenheit Tiefere Grundwasserstände Geringere Schüttung der Quellen Kote [m ü.m.] Grundwasserspiegel Misox Jan Mrz Mai Jul Sep Nov Mittel Mittel Realisierte Massnahmen Abtiefung von Grundwasserbrunnen Erfassung aller Quellen und Schutzzonen Bewilligung Wasserentnahmen Merkblatt Wasserknappheit Messung Wasserstände monatliches Trockenheitsbulletin

13 Trockenheit Trockenheit: Oberflächengewässer Weniger Niederschlag Trockenheit Weniger Wasser in Bächen (bei Bächen mit Speicher bei Sunk) Umweltprobleme Schlechtere Vorfluterleistung für ARA Schlechtere Bedingungen für Fische Nutzungskonflikte Landwirtschaft (Bewässerung) Wasserkraft Trinkwasseraufbereitung aus Hauptfluss

14 Trockenheit Mögliche Massnahmen Oberflächengewässer Weniger Niederschlag Trockenheit Weniger Wasser in Bächen Einfluss auf Flüsse mit Speicher und Stauanlagen Bäuerliche Bewässerung nur noch aus Hauptfluss (Schutz vor Nebenbächen) Zwischenspeicherung von turbiniertem Wasser in Becken im Schwallzustand Gewinnung von Trinkwasser aus Hauptfluss Anreicherung von Grundwasser aus Hauptfluss

15 Beteiligte Fachstellen AEV Amt für Energie und Verkehr ANU Amt für Natur und Umwelt AfW Amt für Wald ALG Amt für Landwirtschaft und Geoinformation AJF Amt für Jagd und Fischerei ARE Amt für Raumentwicklung BAFU Bundesamt für Umwelt Kraftwerke Graubünden FPA Feuerpolizeiamt GRF Graubünden Ferien GVG Gebäudeversicherung des Kantons Graubünden TBA Tiefbauamt Graubünden WSL/SLF Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos

16 Ich danke Ihnen Quellenangaben: BUWAL OFEFP UFAFP UFAGC SLF ENA SNV PNL

17

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