Selbstentscheider-Kunden (Self-directed Investors) im Wertpapiergeschäft

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1 RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN Selbstentscheider-Kunden (Self-directed Investors) im Wertpapiergeschäft Studie im Auftrag des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) Autoren: Jens Kleine Tim Weller München, im Dezember 1 Steinbeis Research Center for Financial Services Rossmarkt 6 81 München Steinbeis (Germany) Research Fon: +9 Center ()89 for Financial Services Fax: +9 () Possartstraße 9 Direktoren: München Prof. Dr. (Germany) Jens Kleine Fon: + Prof. +9 Dr. ()89 Markus Venzin Fax: +9 () Direktoren: Prof. Steinbeis-Hochschule Dr. Jens Kleine + Prof. Berlin Dr. Markus Venzin Steinbeis-Haus Gürtelstr. 9A/ Steinbeis-Hochschule 17 Berlin (Germany) Berlin Fon: +9 () 9 9- Steinbeis-Haus Gürtelstr. 9A/ 17 Berlin (Germany) Fon: +9 () 9 9-

2 Executive Summary Selbstentscheider-Kunden Im Rahmen der Studie wurden.111 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt Einführung Die Studie Selbstentscheider-Kunden (Self-directed Investors) ist eine Untersuchung des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag des Deutschen Derivate Verbandes (DDV). Ziel des Forschungsprojekts ist die Analyse der Kundengruppe der Selbstentscheider bezüglich Anlageverhalten, Wertpapierhandel und sozio-ökonomsichen Merkmalen. Die Studie basiert auf einer für den deutschen Markt repräsentativen Umfrage 1 bei.111 Bundesbürgern über 18 Jahren. Neben der Untersuchung der Unterschiede zwischen Selbstentscheider- und Beratungskunden erfolgte zudem eine Unterscheidung nach Handelshäufigkeitsclustern sowie eine spezielle Betrachtung von Zertifikatenutzern. 9% der Wertpapierbesitzer bezeichnen sich als Selbstentscheider Anlegertypen in der Bevölkerung Werden nur die Wertpapierbesitzer betrachtet (Personen die angaben, dass sie über ein Wertpapierdepot verfügen), bezeichnen sich 9% der Studienteilnehmer als Selbstentscheider, % als gelegentliche Beratungskunden, 1% als überwiegende Beratungskunden und % als reine Beratungskunden (Abb. 1). Der hohe Anteil von Selbstentscheidern mag auf den ersten Blick überraschen, bei genauerer Analyse kann dieser hohe Anteil jedoch relativiert werden, wenn betrachtet wird, dass beispielsweise 9% lediglich eine Wertpapiertransaktion pro Quartal durchführen.,% Beratungskunden 1,% Reine Beratungskunden Überwiegende Beratungskunden Gelegentliche Beratungskunden,9% 8,8% Selbstentscheider Abbildung 1: Wertpapierbesitzer nach Anlegertyp 1) Die Zusammensetzung des Panels erfolgte national repräsentativ (Offline-Repräsentativität, Bevölkerungs- und Stichprobenstruktur hinsichtlich Geschlecht, Alter etc. unter Verwendung der Daten von Eurostat sowie des Statistischen Bundesamts auf Basis der Zahlen des Census Bureau; Population estimate of 1); die Größe des Gesamtpanels beträgt 87.6 Personen. Panellisten mit inkonsistentem und unvollständigem Antwortverhalten wurden nicht berücksichtigt. RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN 1

3 Executive Summary Selbstentscheider-Kunden Hohes Interesse am Thema Kapitalanlagen als wichtigster Punkt, Anlageentscheidungen selbständig zu treffen Selbstentscheider verbinden den Wertpapierhandel oftmals mit Spaß und der Chance auf schnelle Gewinne Charakterisierung der Anlegertypen Um die vier Anlegertypen zu charakterisieren wurden Fragen zu den Themenblöcken Anlageverhalten und Wertpapierhandel gestellt sowie sozio-ökonomische Merkmale abgefragt. Gefragt nach den Gründen für die Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen, antworteten 6% mit dem hohen Interesse am Thema Kapitalanlagen. % führten aber auch das fehlende Vertrauen in ihren Berater als Grund für die Selbständigkeit ihrer Entscheidungen auf sowie % das bessere Wissen im Vergleich zu ihrem Berater. Selbstentscheider nutzen Wertpapiere im Unterschied zu Beratungskunden deutlich seltener als langfristige Kapitalanlage, sie verbinden den Wertpapierhandel vielmehr mit Spaß oder als Möglichkeit, schnelle Gewinne zu erzielen. Auch agieren Selbstentscheider spontaner als Beratungskunden, sind dabei aber meist dennoch gut informiert. Dazu passt, dass der kapitalanlagenbezogene Kenntnisstand von Selbstentscheidern deutlich besser eingestuft wird als von Beratungskunden. Zudem sind die Risikobereitschaft aber auch das Risikobewusstsein bei Selbstentscheidern stärker ausgeprägt (Abb. ). Risikobewusstsein Kenne alle Risiken 8,% 6,1% 1,6%,% Kenne die meisten Risiken 6,% 7,7%,% 61,9% Kenne Risiken in Teilen 1,8% 6,% 7,9%,1% Kenne Risiken nur wenig Kenne Risiken nicht,1%,8% 6,1% 1,%,6%,% 7,1% 11,8% Selbstentscheider Gelegentliche Beratungskunden Überwiegende Beratungskunden Reine Beratungskunden Abbildung : Risikobewusstsein nach Anlegertyp RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN

4 Executive Summary Selbstentscheider-Kunden Dass Selbstentscheider bei den Zielen ihrer Kapitalanlage ehrgeiziger als Beratungskunden sind, kann anhand der avisierten Renditen erkannt werden (Abb. ). Hierfür nehmen Selbstentscheider auch einen höheren Aufwand zur Information rund um die Kapitalanlage in Kauf, was sich aber auch auszahlt, wenn der deutlich höhere Zielerreichungsgrad von Selbstentscheidern betrachtet wird. Zielrendite () 1% 7% 6% 6% % % % 6% 8% 1% 1% Selbstentscheider Überwiegende Beratungskunden Gelegentliche Beratungskunden Reine Beratungskunden Abbildung : Zielrendite und Zielerreichungsgrad nach Anlegertyp Beim Wertpapierhandel sind Selbstentscheider aktiver Mit höherem Einkommen nimmt auch der Anteil der Selbstentscheider zu Beim Wertpapierhandel sind Selbstentscheider aktiver und breiter aufgestellt als Beratungskunden, was sich zum einen in der höheren Handelshäufigkeit äußert, zum anderen bei der Betrachtung der verwendeten Wertpapiere auffällt. Mit Ausnahme von Investmentfonds, steigt sowohl die Nutzungsquote von Aktien, Anleihen, Zertifikaten als auch Hebelprodukten mit zunehmender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen. Werden sozio-ökonomische Merkmale zur Unterscheidung von Selbstentscheidern und Beratungskunden herangezogen, kann festgestellt werden, dass mit zunehmender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen die Männerquote steigt und das Alter sinkt. Zudem sind Selbstentscheider häufiger in den höheren Einkommensklassen zu finden. Darüberhinaus sind fast die Hälfte (7%) der Selbstentscheider in kaufmännischen Berufen tätig, was sie deutlich von den Beratungskunden unterscheidet. Aufgrund der bereits dargelegten Punkte wundert es daher auch nicht, dass Selbstentscheider wesentlich häufiger ihre Hauptbankverbindung bei einer Direktbank besitzen sowie ihr Depot bei einem Online Broker. RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN

5 Executive Summary Selbstentscheider-Kunden 6% der Wertpapierbesitzer führen nicht mehr als 8 Transaktionen pro Jahr durch Mit zunehmender Handelshäufigkeit steigt der Anteil der Selbstenentscheider Unterschiede in der Handelshäufigkeit In einem weiteren Schritt wurden die Wertpapierbesitzer in die Gruppen Investoren und Trader eingeteilt, die anhand der Handelshäufigkeit konstruiert wurden. In die Gruppe der Investoren fallen die Smart Investors (-8 Transaktionen p.a.) sowie die Active Investors (9-9 Transaktionen p.a.). Easy Trader (- Transaktionen p.a.) und Heavy Trader (> Transaktionen p.a.) bilden die Gruppe der Trader. Der Großteil der Wertpapierbesitzer fällt bei dieser Einteilung in das Cluster der Smart Investors (6%) und Active Investors (1%), Easy Trader und Heavy Trader machen demnach nur etwa 9% an den gesamten Wertpapierbesitzern aus. Mit steigender Handelshäufigkeit nimmt dabei auch der Anteil der Selbstentscheider zu. Während bei den Smart Investors der Anteil der Selbstentscheider lediglich bei 1% und bei den Active Investors bei 69% liegt, sind es bei den Easy Tradern bereits 77% und bei den Heavy Tradern sogar 79% (Abb. ). Entsprechend der Zusammensetzung der Handelshäufigkeitscluster mit Selbstentscheidern und Beratungskunden unterscheiden sich diese Gruppen auch hinsichtlich der bereits erwähnten Motive und Merkmale. Beispielsweise sind den Tradern vermehrt die jüngeren Kapitalanleger mit hohem Einkommen und Anlagevermögen zuzuordnen. Auch hier besteht ein positiver Zusammenhang mit der Zielrendite sowie der Erreichung dieser Ziele. Trader haben einen höheren Kenntnisstand bezüglich Kapitalanlagen, wenden mehr Zeit zur Kapitalanlageinformation auf, gehen höhere Risiken ein und sind sich diesen überdurchschnittlich bewusst. Smart Investor Active Investor Easy Trader Trader 1,6% 7,7% 1,1% Reine Beratungskunden Überwiegende Beratungskunden Gelegentliche Beratungskunden Selbstentscheider,1%,% 7,9%,% 1,8% 1,9% 17,% 1,% 8,1%,6% 9,7%,9% 68,% 77,% 79,% Abbildung : Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeitscluster und Anlegertyp Smart Investor Active Investor Easy Trader Heavy Trader RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN

6 Executive Summary Selbstentscheider-Kunden Zertifikatenutzer sind häufiger Selbstentscheider Spezielle Betrachtung der Zertifikatenutzer Eine weitere Unterscheidung erfolgte zwischen Zertifikatenutzern und der Gesamtheit der Wertpapierbesitzer. Nahezu zwei Drittel (66%) der Zertifkatenutzer bezeichnen sich als Selbstentscheider, ein Plus von 11% gegenüber der Verteilung bei den gesamten Wertpapierbesitzern (Abb. ),% 1,% -% -16%,8% 1,%,9% -1% 1,% +11% 8,8% Wertpapierbesitzer Reine Beratungskunden Überwiegende Beratungskunden Gelegentliche Beratungskunden Selbstentscheider 6,% Zertifikatenutzer Abbildung : Vergleich von Wertpapierbesitzern und Zertifikatenutzern nach Anlegertyp Kenntnisstand und Aufwand zur Kapitalanlageinformation sind bei Zertifikatenutzern höher Werden Zertifikatenutzer ebenfalls in die bereits dargestellten Handelshäufigkeitscluster eingeteilt, fällt sofort die deutlich unterschiedliche Verteilung auf. Während bei der Betrachtung aller Wertpapierbesitzer noch 6% in das Segment der Smart Investors fielen, sind es Zertifikatenutzern nur 7%. Der Anteil der Easy Trader und Heavy ist gar doppelt so hoch. Im Vergleich zu allen Wertpapierbesitzern unterscheiden sich Zertifikatenutzer in ihren Anlagemotiven dadurch, dass sie häufiger Wertpapiere nutzen, um schnelle Gewinne zu generieren oder eine übergangsweise bessere Rendite bis zur nächsten Anschaffung zu erwirtschaften. Dabei sind sowohl die Risikobereitschaft sowie das Risikobewusstsein als auch der Kenntnisstand und der Aufwand, der zur Kapitalanlageinformation betrieben wird im Vergleich zum Durchschnittswertpapierbesitzer höher. RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN

7 Executive Summary Selbstentscheider-Kunden Selbstentscheider sind bei der Kapitalanlage professioneller Knapp 8% der Trader sind Selbstentscheider Zertifikatenutzer entscheiden häufiger selbständig Fazit Selbst wenn viele Selbstentscheider nicht als aktive Kapitalanleger betrachtet werden können, ist ihr Anteil an den Kapitalanlegern in Deutschland beachtlich groß. Obwohl ein Großteil der Selbstentscheider aus eigenem Interesse am Thema Kapitalanlagen keine Beratung in Anspruch nimmt, spielt auch das fehlende Vertrauen in die Berater eine gewichtige Rolle. Selbstentscheider sind bei der Kapitalanlage professioneller als Beratungskunden, erzielen nach Eigenauskunft bessere Ergebnisse und sind dafür bereit höhere Risiken einzugehen, denen sie sich aber auch bewusst sind. In Abbildung 6 sind die wichtigsten Erkenntnisse abschließend zusammengefasst. Unter den aktiven Kapitalanlegern sind Selbstentscheider häufiger vertreten. Dabei steigt mit höherer Handelshäufigkeit auch der Anteil der Selbstentscheider. Bei den Tradern sind sie sogar mit einem Anteil von knapp 8% vertreten. Zertifikatenutzer entscheiden im Vergleich zur Gesamtheit der Wertpapierbesitzer häufiger selbständig über ihre Kapitalanlagen. Auch sie sind dem Durchschnittswertpapierbesitzer u.a. hinsichtlich Zielrendite, Zielerreichungsgrad sowie Kenntnisstand überlegen und zudem deutlich aktiver am Kapitalmarkt. Abbildung 6: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse zu Selbstentscheidern RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN 6

8 Inhalt Selbstentscheider-Kunden Key Learnings Anlegertypen und Cluster Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Investoren versus Trader Der Zertifikatenutzer Anhang: Ziele und Methodik RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN 7

9 Key Learnings Key Learnings Wichtigste Ergebnisse der Studie 1 Ein hoher Anteil der Wertpapierbesitzer stuft sich als Selbstentscheider ein, dabei müssen viele davon aber nur selten tatsächlich Anlageentscheidungen treffen Selbstentscheider, die regelmäßig Anlageentscheidungen treffen, sind interessierte und aktive Kapitalanleger, die ihre Anlageentscheidungen gut informiert treffen Diese Selbstentscheider haben höhere Erwartungen an das Ergebnis ihrer Kapitalanlageentscheidungen, erreichen diese Ziele überwiegend und sind dafür auch bereit Risiken einzugehen, denen sie sich auch bewusst sind Ca. zwei Drittel der Zertifikatenutzer sind Selbstentscheider, hinzukommen 1% gelegentliche Beratungskunden, die ihre Anlageentscheidungen ebenfalls überwiegend selbständig treffen 8

10 Inhalt Key Learnings Anlegertypen und Cluster Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Investoren versus Trader Der Zertifikatenutzer Anhang: Ziele und Methodik 9

11 Anlegertypen und Cluster In Deutschland gibt es ca. 17 Mio. Personen, die Wertpapiere besitzen und ihre Anlageentscheidungen ausschließlich eigenständig tätigen Anteile unterschiedlicher Kundentypen an der Bevölkerung Gesamtbevölkerung über 18 Jahren 68, Mio. Wertpapierbesitzer Nicht-Wertpapierbesitzer,% 8,7 Mio. 8,% 9,6 Mio. Beratungskunden Selbstentscheider Selbstentscheider Beratungskunden S B B B1 S B B B1 8,8% 16,9 Mio.,9% 7,1 Mio. 1,%, Mio.,% 1,1 Mio.,% 1, Mio. 19,7% 7,8 Mio. 1,8%,9 Mio. 11,%, Mio. Smart Investor Active Investor Easy Trader Heavy Trader 9,7% 17,1 Mio. 1,1% 8,9 Mio. 7,7%, Mio. 1,6%,6 Mio. 1

12 Anlegertypen und Cluster 6% des gesamten Panels sind reine Selbstentscheider Zusammensetzung des Panels B1: Ich lasse mich bei allen Anlageentscheidungen beraten. B: Ich lasse mich bei Anlageentscheidungen beraten, ab und zu treffe ich eine Entscheidung selbständig. B: Ich treffe meine Anlageentscheidungen überwiegend selbständig, in seltenen Fällen lasse ich mich beraten. S: Ich treffe alle meine Anlageentscheidungen selbständig. 8,1% 1,7%,% 1,% -18% -,% 11,% 1,8% 1,9%,9% +6,% 19,7% 6,% 8,8% +8,1%,% Gesamt Wertpapierbesitzer Nicht-Wertpapierbesitzer 11

13 Anlegertypen und Cluster Der hohe Anteil der Selbstentscheider unter den Wertpapierbesitzern relativiert sich bei genauerer Betrachtung Ca. 6% Selbstentscheider unter den Wertpapierbesitzern das erscheint viel, jedoch geben 1% an, keine Wertpapiertransaktion im Jahr durchzuführen... führen 9% maximal eine Wertpapiertransaktion pro Quartal durch... besitzen % ein Anlagevermögen von unter. Euro... verfügen 6% über ein Nettoeinkommen bis. Euro Selbstentscheider und... Anlagevermögen >. Euro 66,% Nettoeinkommen >. Euro 6,%,1%,1% Handelshäufigkeit > Transaktionen pro Jahr 6,8% Risikobereitschaft mind. mittel 68,%,% Kenntnisstand mind. gut 6,% Risikokenntnis mind. kenne die meisten Risiken 8,8% 7,6%,% 1

14 Inhalt Key Learnings Anlegertypen und Cluster Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Investoren versus Trader Der Zertifikatenutzer Anhang: Ziele und Methodik 1

15 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Zusammenfassung Selbstentscheider und Beratungskunden im Vergleich Bereich Kategorie Vergleich zu Beratungskunden Bank - Online Broker + Bank und Online Broker + Aktien + Anleihen + Investmentfonds - Zertifikate + Hebelprodukte + Handel Handelshäufigkeit + Handelsvolumina - Anlagehorizont Zielrendite + Zielerreichungsgrad + Motive Spaß + Schnelle Gewinne + Wertpapierdepot Wertpapierbesitz Informationsstand/ Risiko Übergangsweise bessere Rendite - Langfristige Kapitalanlage/ Altersvorsorge - Lebensunterhalt Kenntnisstand bei Kapitalanlagen + Informationsaufwand + Risikokenntnis + Risikobereitschaft + Bereich Kategorie Vergleich zu Beratungskunden Gut informiert + Häufig spontan + Kompetenz statt Glück + Big Five Gewissenhaftigkeit (vernünftig, zielstrebig fleißig) Neurotizismus (nervös, gestresst, frustriert) Anlageentscheidungen Sozioökonomische Merkmale Hauptbankverbindung Berufsgruppe Legende: Extraversion (dominant, fröhlich, optimistisch) Offenheit für Erfahrungen (kreativ, intellektuell) + Verträglichkeit (offenherzig, hilfsbereit, nachgiebig) - Geschlecht männlich + Alter - Bildung Einkommen + Anlagevermögen + Sparkasse Genossenschaftsbank - Privatbank - Direktbank + Kaufmännisch + Technisch/ naturwissenschaftlich Soziales - Heilberufe häufiger/ höher/ höherer Anteil/ besser seltener/ geringer/ geringer Anteil/ schlechter kein ausgeprägter Unterschied 1

16 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Selbstentscheider treffen vor allem aufgrund ihres hohen Interesses am Thema Kapitalanlagen selbständige Anlageentscheidungen Gründe für selbständige Anlageentscheidungen und Kriterien bei der Entscheidung sich beraten zu lassen Aus welchen Gründen treffen Sie Ihre Anlageentscheidungen selbständig? (S und B) Wovon ist Ihre Entscheidung, ob Sie sich bei der Kapitalanlage beraten lassen abhängig? (B) S: Selbstentscheider n= 1.6 B: Gelegentliche Beratungskunden n= stimme voll zu stimme zu stimme teilweise zu stimme weniger zu stimme nicht zu Hohes Interesse am Thema Kapitalanlagen Kein Vertrauen in den Berater,%,%,% 6,%,% 1,% 1,9%,%,%,1%,%,9%,6% 6,9% 1,% 8,% 17,% 19,%,% 6,% 7,7%,% Ausreichende Information durch Austausch mit Freunden/ Bekannten Einsparung der Vertriebsprovision/ günstigere Abwicklung,%,%,6% 7,%,%,% 6,% 1,% 7,% 8,% Besseres Wissen als Berater Sonstige,%,6% 1,%,% 7,1% 8,8% Art des Produkts Eigener Informationsstand,% 1,1%,6% Komplexität des Produkts Höhe der Investition Laufzeit der Investitionen 1,% Marktumfeld Während Selbstentscheider (S) ihre Anlageentscheidungen insbesondere aufgrund ihres hohen Interesses am Thema Kapitalanlagen selbständig treffen, ist für gelegentliche Beratungskunden (B) vor allem das fehlende Vertrauen in den Berater ausschlaggebend Gelegentliche Beratungskunden machen ihre Entscheidung sich beraten zu lassen vor allem von der Art und Komplexität des Produkts sowie vom eigenen Informationsstand abhängig 1

17 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Knapp ein Viertel der Selbstentscheider handeln aus Spaß mit Wertpapieren Anlegerbeschreibung und Anlageverhalten Welche der folgenden Anlegerbeschreibungen trifft am ehesten auf Sie zu? S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Welchen der folgenden Aussagen zu Ihren Anlageentscheidungen stimmen Sie zu? S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Ich handele mit Wertpapieren aus Spaß, Gewinne sind für mich nicht so wichtig Beim Handel mit Wertpapieren geht es mir vor allem um schnelle Gewinne,% 8,% 6,1% 8,%,% 1,7% 9,%,% Vor meinen Anlageentscheidungen informiere ich mich gut und setze mich intensiv mit dem Marktgeschehen auseinander 7,1% 8,% 79,% 88,8% Ich investiere in Wertpapiere, um eine bessere Rendite bis zur nächsten Anschaffung zu erzielen Durch den Handel mit Wertpapieren erwirtschafte ich meinen Lebensunterhalt 1,7% 1,% 1,9%,% 8,% 6,1% 1,8% 17,6% Ich treffe Anlageentscheidungen häufig spontan, ohne lange zu überlegen,%,1% 17,%,% Ich nutze Wertpapiere zur langfristigen Kapitalanlage Andere 1,% 1,% 1,1%,%,% 7,% 9,6% 6,% Für mich ist der Erfolg an der Börse mehr von der Kompetenz und weniger von Glück abhängig 6,7% 6,8% 9,% 6,% Mit steigender Eigenständigkeit werden Wertpapiere weniger häufig zur langfristigen Kapitalanlage genutzt Selbstentscheider (S) treffen im Vergleich der Anlegertypen zwar am häufigsten spontane Anlageentscheidungen, sind aber dennoch gut vor ihren Anlageentscheidungen informiert 16

18 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Selbstentscheider handeln häufiger als Beratungskunden S Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) 17 6 Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Handelshäufigkeit pro Jahr (Anzahl Trades) B B B1

19 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Die durchschnittlichen Handelsvolumina sind bei Beratungskunden jedoch tendenziell höher Durchschnittliche Handelsvolumina (in Euro) S B B B Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) 18

20 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Beim durchschnittlichen Anlagehorizont unterscheiden sich Selbstentscheider und Beratungskunden nur wenig Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Durchschnittlicher Anlagehorizont (in Monaten) S B B B1

21 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Mit steigender Eigenständigkeit der Anlageentscheidungen nimmt die Zielrendite zu aber auch der Zielerreichungsgrad Zielrendite und -erreichungsgrad S B B B1 1 Zielrendite 17 16,9 1 Zielrendite 1 Zielrendite 1 Zielrendite 1, , , Zielerreichung Zielerreichung Zielerreichung Zielerreichung sehr häufig 1,1% sehr häufig 7,9% sehr häufig,% sehr häufig,9% häufig 8,1% häufig,% häufig,7% häufig 11,8% ab und zu 7,% ab und zu,% ab und zu 8,% ab und zu,% selten 7,7% selten 9,9% selten 1,% selten 17,6% nie,9% nie,% nie,% nie 9,%

22 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Zwei Drittel der Selbstentscheider sind Männer Vergleich der Anlegertypen Geschlecht und Alter Geschlecht Alter S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Frau,%,9%,7%,1% 18 - Jahre - 9 Jahre 1,6% 1,9% 1,7% 17,% 18,8% 8,6% 8,% 7,1% Mann 7,%,1% 66,% - Jahre - 6 Jahre 17,1% 17,9% 1,%,%,% 6,% 1,8% 9,%,9% 6+ Jahre,7% 7,% 7,% 9,% Insgesamt sinkt mit steigender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen die Frauenquote Tendenziell besteht ein negativer Zusammenhang zwischen Eigenständigkeitsgrad bei Anlageentscheidungen und Alter 1

23 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Im Vergleich der Anlegertypen nimmt das Einkommen mit steigender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen zu Vergleich der Anlegertypen Einkommen und Anlagevermögen Einkommen Anlagevermögen S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden < >. 9,% 17,6%,7%,% 6,1% 7,%,% 6,% 7,%,% 8,% 16,7% 1,6% 9,8% 9,%,6%,%,%,%,% < >.,% 19,1%,1% 1,1%,7%,% 17,% 1,6% 1,% 1,7% 9,8% 7,1%,9%,%,%,7% 1,7% 1,7% 1,1%,%,% 9,8% 9,% 6,% Insgesamt besteht ein positiver Zusammenhang zwischen dem Grad der Eigenständigkeit bei Anlageentscheidungen und Einkommensklasse Zwischen dem Grad der Eigenständigkeit bei Anlageentscheidungen und Anlagevermögensklasse besteht ein tendenziell positiver Zusammenhang

24 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Selbstentscheider sind im Vergleich der Anlegertypen am häufigsten in kaufmännischen Berufen tätig Vergleich der Anlegertypen Bildungsabschluss und Berufsgruppe Bildungsabschluss Berufsgruppe S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Ohne Abschluss Hauptschulabschluss Qualifizierter Hauptschulabschluss Mittlere Reife Abitur, Fachabitur Hochschulabschluss,%,%,8%,%,8%,6%,% 1,6%,%,6%,% 9,%,%,%,%,%,1% 1,% 6,9% 9,9% 8,1% 1,% 7,7%,9% kaufmännisch technisch, naturwissenschaftlich Soziales Heilberufe sonstiges 8,9% 6,%,9%,8% 6,9% 1,% 17,6% 7,8% 1,1% 1,9% 11,8%,7%,% 7,6% 7,1%,% 19,1%,%,6% 6,6% Während sich Selbstentscheider, gelegentliche und überwiegende Beratungskunden (S, B und B) in ihrem Bildungsgrad nicht wesentlich unterscheiden, verfügen reine Beratungskunden (B1) deutlich seltener über ein Abitur oder einen Hochschulabschluss Mit steigender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen nimmt auch der Anteil der Personen zu, die in einem kaufmännischem Beruf tätig sind

25 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Selbstentscheider sind sich den Risiken bei Anlageentscheidungen, im Vergleich der Anlegertypen, am meisten bewusst Vergleich der Anlegertypen Kenntnisstand, Risikobereitschaft und Risikokenntnis Kenntnisstand S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden Risikobereitschaft B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Risikokenntnis sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend 1,%,9% 1,1%,7%,1%,% 17,% 11,8% 7,% 7,9% 7,%,7% 8,9% 1,6%,% 1,8%,7%,9% 8,7% 17,6% 1,%,6% 1,9% 9,% sehr gering gering mittel hoch sehr hoch 9,8% 7,9% 9,8%,6% 1,9%,9% 7,1%,% 9,% 9,% 6,6%,% 1,6% 8,6% 6,1%,%,% 1,7%,% 1,% Kenne alle Risiken Kenne die meisten Risiken Kenne Risiken in Teilen Kenne Risiken nur wenig Kenne Risiken nicht,% 8,% 6,1% 1,6%,% 61,9% 7,7% 6,% 1,8% 6,% 7,9%,1%,1%,8% 6,1% 11,8% 1,%,6%,% 7,1% Mit steigender Selbständigkeit nimmt auch der Kenntnisstand bei Kapitalanlagen zu Der Anteil der Personen im mittleren bis sehr hohen Risikobereich nimmt mit steigender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen zu Insgesamt nimmt das Risikobewusstsein mit steigender Eigenständigkeit zu

26 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Mit steigender Selbständigkeit bei Anlageentscheidungen nimmt auch der Aufwand zur Kapitalanlageinformation zu Vergleich der Anlegertypen Kapitalanlageinformation, Internetnutzung, Nutzung der Produktinformationsblätter S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Wochenstunden zur Kapitalanlageninformation Tägliche Nutzung des Internets in Stunden Nutzung der Produktinformationsblätter ,7,,9,8,9 9,,1, 1, 1, ,11 1 1,8 S B B B1 S B B B1 Selbstentscheider nutzen das Internet häufiger als Beratungskunden Mit Ausnahme von reinen Beratungskunden (B1), nutzen mehr als die Hälfte der anderen Anlegertypen die Produktinformationsblätter

27 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Selbstentscheider haben ihr Wertpapierdepot, im Vergleich der Anlegertypen, am häufigsten bei einem Online Broker Vergleich der Anlegertypen Hauptbankverbindung und Depotbesitz Hauptbankverbindung Depotbesitz S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden Sparkasse B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden,% 9,6%,1%,% Gesamt S Bank Online Broker Beides Bank Online Broker Beides 9, 8,,6 8, 87, 9,7 Genossenschaftsbank 1,8%,% 18,% 7,1% B Bank Online Broker Beides,, 9, Privatbank 19,6%,%,8%,% B Bank Online Broker Beides 1,1 1, 98,1 Direktbank 1,1% 11,% 9,%,% B1 Bank Online Broker Beides,7 11,8 9,9 Fast jeder vierte Selbstentscheider (S) hat seine Hauptbankverbindung bei einer Direktbank Über ein Drittel der Selbstentscheider (S) besitzen sowohl ein Depot bei einer Bank als auch bei einem Online Broker 6

28 Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Im Cluster Offenheit für Erfahrungen sind Selbstentscheider am meisten vertreten Verteilung der Big Five (starke Ausprägungen) S: Selbstentscheider B: Gelegentliche Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden Ableitungen 66,% 67,% 68,6% 68,% 18,8% 1,9% 1,% 1,%,6%,8% 1,%,%,% 6,%,9%,% 71,8% 6,% 8,% 1,% Während 7% der Beratungskunden in das Cluster Verträglichkeit eingestuft werden können, sind dies bei den reinen Selbstentscheidern nur 1% Im Cluster Neurotizismus sind die wenigsten Wertpapierbesitzer vertreten Gewissenhaftigkeit Neurotizismus Extraversion Offenheit für Erfahrungen Verträglichkeit Typische Persönlichkeitsmerkmale vernünftig, zielstrebig fleißig, umsichtig nervös, gestresst, frustriert, verbittert, einsam, unterlegen warmherzig, dominant, hektisch, fröhlich, optimistisch kreativ, intellektuell, kulturell interessiert, probierfreudig offenherzig, hilfsbereit, nachgiebig, bescheiden 7

29 Inhalt Key Learnings Anlegertypen und Cluster Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Investoren versus Trader Der Zertifikatenutzer Anhang: Ziele und Methodik 8

30 Investoren versus Trader Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Zusammenfassung Bereich Kategorie Vergleich zu Investoren Bank Online Broker + Bank und Online Broker + Aktien + Anleihen + Investmentfonds Zertifikate + Hebelprodukte + Handel Handelshäufigkeit + Handelsvolumina Anlagehorizont Zielrendite + Zielerreichungsgrad + Motive Spaß Schnelle Gewinne + Wertpapierdepot Wertpapierbesitz Informationsstand/ Risiko Übergangsweise bessere Rendite - Langfristige Kapitalanlage/ Altersvorsorge - Lebensunterhalt + Kenntnisstand bei Kapitalanlagen + Informationsaufwand + Risikokenntnis + Risikobereitschaft + Bereich Kategorie Vergleich zu Investoren Gut informiert + Häufig spontan + Kompetenz statt Glück + Big Five Gewissenhaftigkeit (vernünftig, zielstrebig fleißig) - Neurotizismus (nervös, gestresst, frustriert) Anlageentscheidungen Sozioökonomische Merkmale Hauptbankverbindung Berufsgruppe Legende: Extraversion (dominant, fröhlich, optimistisch) Offenheit für Erfahrungen (kreativ, intellektuell) + Verträglichkeit (offenherzig, hilfsbereit, nachgiebig) Geschlecht männlich + Alter - Bildung Einkommen + Anlagevermögen + Sparkasse + Genossenschaftsbank - Privatbank - Direktbank Kaufmännisch Technisch/ naturwissenschaftlich Soziales Heilberufe + - häufiger/ höher/ höherer Anteil/ besser seltener/ geringer/ geringer Anteil/ schlechter kein ausgeprägter Unterschied 9

31 Investoren versus Trader 6% der Wertpapierbesitzer führen durchschnittlich lediglich,7 Wertpapiertransaktionen pro Jahr durch Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Zusammensetzung Smart Investor Active Investor Easy Trader Trader 1,1% 7,7% 1,6% Investoren Smart Investor Active Investor Cluster zwischen 8 Transaktionen pro Jahr (durchschnittlich,7) 1% Selbstentscheider Cluster zwischen 9 9 Transaktionen pro Jahr (durchschnittlich 18,) 69% Selbstentscheider 9,7% Easy Trader Cluster zwischen Transaktionen pro Jahr (durchschnittlich 8,7) 77% Selbstentscheider,1%,% 7,9% 1,8%,% 1,9% 17,% 1,%,6% Trader Heavy Trader Cluster über Transaktionen pro Jahr (durchschnittlich 61,) 79% Selbstentscheider 8,1%,9% 68,% 77,% 79,% B1: Reine Beratungskunden B: Überwiegende Beratungskunden B: Gelegentliche Beratungskunden S: Selbstentscheider Smart Investor Active Investor Easy Trader Heavy Trader

32 Investoren versus Trader Mit steigender Transaktionsanzahl nimmt auch der Anteil der Personen zu, die ihre Anlageentscheidungen spontan treffen Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Anlegerbeschreibung und Anlageverhalten Welche der folgenden Anlegerbeschreibungen trifft am ehesten auf Sie zu? Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Welchen der folgenden Aussagen zu Ihren Anlageentscheidungen stimmen Sie zu? Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Ich handele mit Wertpapieren aus Spaß, Gewinne sind für mich nicht so wichtig Beim Handel mit Wertpapieren geht es mir vor allem um schnelle Gewinne 1,7% 1,8% 19,6% 1,1% 18,9% 1,% 1,% 9,% Vor meinen Anlageentscheidungen informiere ich mich gut und setze mich intensiv mit dem Marktgeschehen auseinander 91,% 9,9% 89,1% 79,7% Ich investiere in Wertpapiere, um eine bessere Rendite bis zur nächsten Anschaffung zu erzielen Durch den Handel mit Wertpapieren erwirtschafte ich meinen Lebensunterhalt,9%,8% 1,9% 1,% 1,7% 7,% 7,6% 7,% Ich treffe Anlageentscheidungen häufig spontan, ohne lange zu überlegen 7,1%,%,%,8% Ich nutze Wertpapiere zur langfristigen Kapitalanlage Andere,9%,%,%,%,6% 1,7%,% 8,% Für mich ist der Erfolg an der Börse mehr von der Kompetenz und weniger von Glück abhängig 91,% 7,% 7,% 7,% Mit steigender Transaktionsanzahl wird das Hauptanlagemotiv kurzfristiger Der Anteil der Personen, für die der Erfolg an der Börse von der Kompetenz abhängt, nimmt mit steigender Transaktionsanzahl zu 1

33 Investoren versus Trader Mit Ausnahme von Investmentfonds ist die Wertpapierbesitzquote von Tradern deutlich höher als die der Investoren Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Genutzte Wertpapiere 9,1% 97,% 8,% Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor 7,8% 77,% 7,% Ableitungen Zertifikate werden von mehr als der Hälfte der Trader genutzt 61,% 6,1% 8,8%,7% 8,% 61,8%,8%,9%,9% 6,1% Insbesondere bei Hebelprodukten ist ein Zusammenhang zwischen Handelshäufigkeit und Besitzquote zu erkennen 19,% 17,6%,%,9% Aktien Investmentfonds Anleihen Zertifikate Hebelprodukte

34 Investoren versus Trader Aktien und Hebelprodukte werden von den Heavy Tradern am häufigsten gehandelt Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Handelshäufigkeit pro Jahr (Anzahl Trades) Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor , Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte)

35 Investoren versus Trader Das durchschnittliche Handelsvolumen bei Aktien ist bei Heavy Tradern deutlich höher als in den anderen Handelshäufigkeitsclustern Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Durchschnittliche Handelsvolumina (in Euro) Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte)

36 Investoren versus Trader Der durchschnittliche Anlagehorizont ist bei Investmentfonds über alle Handelshäufigkeitscluster hinweg am längsten Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Durchschnittlicher Anlagehorizont (in Monaten) Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor , , , Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte) Aktien (Direktanlage) Anleihen (Direktanlage) Investmentfonds Zertifikate Hebelprodukte (Optionen, Knock-Out-Produkte)

37 Investoren versus Trader Mit steigender Handelshäufigkeit nehmen sowohl Zielrendite aber auch Zielerreichungsgrad zu Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Zielrendite und -erreichungsgrad Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Zielrendite Zielrendite Zielrendite Zielrendite 6,6, , , 1 7 Zielerreichung Zielerreichung Zielerreichung Zielerreichung sehr häufig 6,% sehr häufig 18,% sehr häufig 1,1% sehr häufig 6,9% häufig 8,8% häufig,% häufig 6,% häufig 6,8% ab und zu 8,8% ab und zu,% ab und zu,% ab und zu 7,% selten,9% selten,% selten,7% selten 1,% nie,% nie,6% nie,7% nie 6,6% 6

38 Investoren versus Trader Knapp 8% der Trader sind Männer Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Geschlecht und Alter Geschlecht Alter Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Frau,6% 1,%,6%,% 18 - Jahre - 9 Jahre,6% 1,1% 1,% 6,% 9,%,% 7,8% 7,% - Jahre,% 18,% 7,% 7,9% Mann,6% 6,% 79,% 78,8% - 6 Jahre 6+ Jahre 11,8% 1,9% 1,1%,9%,%,% 8,% 1,1% Insgesamt steigt mit wachsender Transaktionsanzahl die Männerquote Tendenziell besteht ein negativer Zusammenhang zwischen Handelshäufigkeit und Alter 7

39 Investoren versus Trader Personen der höheren Handelshäufigkeitscluster verfügen auch tendenziell über ein höheres Einkommen Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Einkommen und Anlagevermögen Einkommen Anlagevermögen Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor < >.,9%,%,8% 19,%,6% 9,7% 1,7% 16,% 11,% 8,8% 8,% 6,1%,9%,% 8,%,% 9,% 1,%,8% 9,9% < >. 17,6% 1,9%,% 17,6%,%,% 1,7%,%,% 7,% 17,6% 9,% 6,7% 17,8% 8,% 11,8% 8,%,% 1,9%,%,6% 1,9% 1,1% 9,% Insgesamt besteht ein leicht positiver Zusammenhang zwischen der Handelshäufigkeit und der Einkommensklasse Ebenso wie beim Einkommen verfügen Personen der höheren Handelshäufigkeitscluster auch tendenziell über ein höheres Anlagevermögen 8

40 Investoren versus Trader Über ein Drittel der Easy Trader verfügen über einen Hochschulabschluss Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Bildungsabschluss und Berufsgruppe Bildungsabschluss Berufsgruppe Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Ohne Abschluss Hauptschulabschluss Qualifizierter Hauptschulabschluss Mittlere Reife Abitur, Fachabitur Hochschulabschluss,%,%,%,%,9%,%,8% 6,7% 8,8% 1,8%,1%,8% 9,%,% 8,%,% 8,% 8,8%,% 6,1%,6%,% 9,% 7,8% kaufmännisch technisch, naturwissenschaftlich Soziales Heilberufe sonstiges,% 1,%,%,%,9% 9,1% 7,9% 1,%,9%,%,%,1% 6,% 9,1% 16,9%,%,1% 7,6% 8,9% 7,9% Der Anteil der Heavy Trader mit Hochschulabschluss ist im Vergleich der Handelshäufigkeitscluster am geringsten, bei den Personen mit Abitur, zusammen mit den Easy Tradern, wiederum am größten, was an der Alterszusammensetzung dieses Clusters liegen kann Während 8% der Easy Trader in einem kaufmännischen Beruf tätig sind, sind es bei den Smart Investors lediglich 8% 9

41 Investoren versus Trader 1% der Heavy Trader und % der Easy Trader besitzen eine hohe oder sehr hohe Risikobereitschaft Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Kenntnisstand, Risikobereitschaft und Risikokenntnis Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Kenntnisstand Risikobereitschaft Risikokenntnis sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend,% 19,% 16,%,8% 61,8% 6,6% 8,%,8% 1,7% 17,6%,% 7,9%,% 1,8% 9,% 16,7%,%,% 1,% 6,7%,%,6%,%,1% sehr gering gering mittel hoch sehr hoch,9%,6%,7% 1,9% 1,7% 9,1%,%,% 1,% 6,% 1,1% 6,6%,6% 7,% 19,%,%,6% 6,7%,1% 1,1% kenne alle Risiken kenne die meisten Risiken kenne Risiken in Teilen kenne Risiken nur wenig kenne Risiken nicht 1,%,% 7,% 1,8% 8,8% 6,% 8,%,%,%,8% 1,7% 7,%,% 1,% 1,%,%,%,6%,1%,% Die Einstufung des eigenen Kenntnisstandes bei Kapitalanlagen wird mit steigender Handelshäufigkeit besser Das Risikobewusstsein nimmt mit steigender Handelshäufigkeit zu Bei den Personen mit einer sehr hohen Risikobereitschaft sind Heavy Trader deutlich häufiger anzufinden als die anderen Handelshäufigkeitscluster

42 Investoren versus Trader Mit steigender Handelshäufigkeit nimmt der wöchentliche Aufwand zur Kapitalanlageinformation sowie die tägliche Nutzung des Internets zu Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Kapitalanlageinformation, Internetnutzung, Nutzung der Produktinformationsblätter Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Wochenstunden zur Kapitalanlageninformation Tägliche Nutzung des Internets in Stunden Nutzung der Produktinformationsblätter , 1 8, 6,, ,6,7 6,8, 6,8 61, 7,6 69,7 Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Die tägliche Nutzung des Internets nimmt mit steigender Handelshäufigkeit zu Easy und Heavy Trader nutzen die Produktinformationsblätter häufiger als Smart und Active Investors 1

43 Investoren versus Trader Erstaunlicherweise unterhalten Heavy Trader deutlich häufiger als die anderen Handelshäufigkeitscluster ihre Hauptbankverbindung bei einer Sparkasse Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Hauptbankverbindung und Depotbesitz Hauptbankverbindung Depotbesitz (in Prozent) Sparkasse Heavy Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor 6,1% 8,%,6% 6,7% Bank Bank Online Broker Heavy Trader Online Broker Beides Beides Bank Bank 67,6 79, 88, 87, Genossenschaftsbank 8,8% 8,% 1,%,% Easy Trader Online Broker Beides 6, 77, Privatbank,9% 18,8%,1%,1% Active Investor Bank Online Broker Beides, 8, 86, Direktbank,6% 6,7%,% 1,1% Smart Investor Bank Online Broker Beides 1, 1,9 9,6 Unabhängig vom Handelshäufigkeitscluster haben die meisten Personen ihre Hauptbankverbindung bei einer Sparkasse. An zweiter Stelle steht mit Ausnahme der Smart Investors die Direktbank Die Besitzquote eines Wertpapierdepots bei einem Online Broker nimmt mit steigender Handelshäufigkeit zu

44 Investoren versus Trader Im Cluster Offenheit für Erfahrungen sind Heavy Trader deutlich häufiger vertreten als die anderen Investoren-/ Tradertypen Vergleich der Wertpapierbesitzer nach Handelshäufigkeit Verteilung der Big Five (starke Ausprägungen) Trader Easy Trader Active Investor Smart Investor Ableitungen 69,% 66,8% 8,8% 6,% 79,% 6,%,9%,9% 7,8%,% Im Cluster Gewissenhaftigkeit sind die Investorentypen häufiger vetreten als die anderen Tradertypen,% 6,6%,% 9,%,%,6%,% Im Cluster Extraversion ist der Anteil der Personen mit einer starken Ausprägung bei den Heavy Tradern am höchsten 16,6% 1,% 1,1% Gewissenhaftigkeit Neurotizismus Extraversion Offenheit für Erfahrungen Verträglichkeit Typische Persönlichkeitsmerkmale vernünftig, zielstrebig fleißig, umsichtig nervös, gestresst, frustriert, verbittert, einsam, unterlegen warmherzig, dominant, hektisch, fröhlich, optimistisch kreativ, intellektuell, kulturell interessiert, probierfreudig offenherzig, hilfsbereit, nachgiebig, bescheiden

45 Inhalt Key Learnings Anlegertypen und Cluster Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Investoren versus Trader Der Zertifikatenutzer Anhang: Ziele und Methodik

46 Der Zertifikatenutzer Zertifikatenutzer und Wertpapierbesitzer im Vergleich Zusammenfassung Bereich Kategorie Bank Online Broker + Bank und Online Broker + Handel Zielrendite + Zielerreichungsgrad + Motive Spaß Schnelle Gewinne + Vergleich zu Wertpapierbesitzern Wertpapierdepot Informationsstand/ Risiko Legende: + Übergangsweise bessere Rendite + Langfristige Kapitalanlage/ Altersvorsorge - Lebensunterhalt Kenntnisstand bei Kapitalanlagen + Informationsaufwand + Risikokenntnis + Risikobereitschaft + - häufiger/ höher/ höherer Anteil/ besser seltener/ geringer/ geringer Anteil/ schlechter kein ausgeprägter Unterschied Bereich Kategorie Gut informiert + Häufig spontan + Kompetenz statt Glück + Big Five Gewissenhaftigkeit (vernünftig, zielstrebig fleißig) Neurotizismus (nervös, gestresst, frustriert) Vergleich zu Wertpapierbesitzern Anlageentscheidungen Sozioökonomische Merkmale Hauptbankverbindung Berufsgruppe Extraversion (dominant, fröhlich, optimistisch) Offenheit für Erfahrungen (kreativ, intellektuell) + Verträglichkeit (offenherzig, hilfsbereit, nachgiebig) - Geschlecht männlich Alter - Bildung + Einkommen + Anlagevermögen + Sparkasse Genossenschaftsbank Privatbank Direktbank + Kaufmännisch + Technisch/ naturwissenschaftlich Soziales Heilberufe

47 Der Zertifikatenutzer Zertifikatenutzer sind im Vergleich zu allen Wertpapierbesitzern häufiger Selbstentscheider Zertifikatenutzer Zusammensetzung Zusammensetzung nach Anlegertyp Zusammensetzung nach Handelshäufigkeit S: Selbstentscheider B: Überwiegende Beratungskunden B1 B B S B: Gelegentliche Beratungskunden B1: Reine Beratungskunden,8% Smart Investor Active Investor Easy Trader Trader,% 1,% 1,% 6,9% 1,% 6,%,6% Unter den Zertifikatenutzern ist der Anteil der Selbstentscheider im Vergleich mit allen Wertpapierbesitzern nochmals höher (66% vs 9%) Deutliche Unterschiede gibt es bei der Zusammensetzung nach Handelshäufigkeit, während 6% aller Wertpapierbesitzer in das Cluster der Smart Investors fallen, sind es bei den Zertifikatenutzern nur %, auch fallen doppelt so viele Zertifikatenutzer in das Cluster der Easy Trader 6

48 Der Zertifikatenutzer Vor Anlageentscheidungen informieren sich Zertifikatenutzer überdurchschnittlich gut Zertifikatenutzer Anlegerbeschreibung und Anlageentscheidungen Welche der folgenden Anlegerbeschreibungen trifft am ehesten auf Sie zu? Zertifikatenutzer Wertpapierbesitzer Welchen der folgenden Aussagen zu Ihren Anlageentscheidungen stimmen Sie zu? Zertifikatenutzer Wertpapierbesitzer Ich handele mit Wertpapieren aus Spaß, Gewinne sind für mich nicht so wichtig Beim Handel mit Wertpapieren geht es mir vor allem um schnelle Gewinne 17,% 16,6% 18,7%,% Vor meinen Anlageentscheidungen informiere ich mich gut und setze mich intensiv mit dem Marktgeschehen auseinander 91,8% 8,9% Ich investiere in Wertpapiere, um eine bessere Rendite bis zur nächsten Anschaffung zu erzielen Durch den Handel mit Wertpapieren erwirtschafte ich meinen Lebensunterhalt 1,6% 1,8%,8%,% Ich treffe Anlageentscheidungen häufig spontan, ohne lange zu überlegen 8,% 8,% Ich nutze Wertpapiere zur langfristigen Kapitalanlage Andere,% 1,%,% 1,1% Für mich ist der Erfolg an der Börse mehr von der Kompetenz und weniger von Glück abhängig 6,% 77,8% Im Vergleich zu allen Wertpapierbsitzern handeln Zertifikatenutzer häufiger mit Wertpapieren um schnelle Gewinne oder eine bessere Rendite bis zur nächsten Anschaffung zu erzielen und weniger häufig zur langfristigen Kapitalanlage Zertifikatenutzer informieren sich noch besser vor Anlageentscheidungen, treffen diese häufiger spontan und sind noch häufiger davon überzeugt, dass der Erfolg an der Börse von der Kompetenz abhängt 7

49 Der Zertifikatenutzer Vor Anlageentscheidungen informieren sich Zertifikatenutzer überdurchschnittlich gut Zertifikatenutzer Kenntnisstand, Risikobereitschaft und Risikobewusstsein Zertifikatenutzer Wertpapierbesitzer Kenntnisstand Risikobereitschaft Risikokenntnis sehr gut 1,9% 1,% sehr gering,% 1,% kenne alle Risiken 6,% 1,% gut 9,% 9,% gering 19,8% 6,% kenne die meisten Risiken 7,8%,% befriedigend ausreichend mangelhaft,%,1% 8,% 1,9%,%,% mittel hoch 17,6% 11,6%,1% 8,7% kenne Risiken in Teilen kenne Risiken nur wenig 1,%,7%,1%,% ungenügend,% 1,% sehr hoch,%,1% kenne Risiken nicht,% 1,% Zertifikatenutzer stufen ihren Kenntnisstand im Vergleich zu allen Wertpapierbesitzern höher ein Im Vergleich zu allen Wertpapierbesitzern haben Zertifikatenutzer eine höhere Risikobereitschaft Bei Zertifikatenutzern ist zudem das Risikobewusstsein höher 8

50 Der Zertifikatenutzer Im Vergleich zu allen Wertpapierbesitzern informieren sich Zertifikatenutzer deutlich intensiver zu Kapitalanlagethemen Zertifikatenutzer Kapitalanlageinformation, Internetnutzung, Nutzung der Produktinformationsblätter Zertifikatenutzer Wertpapierbesitzer Wochenstunden zur Kapitalanlageninformation Tägliche Nutzung des Internets in Stunden Nutzung der Produktinformationsblätter , ,8,9,, , Zertifikatenutzer Wertpapierbesitzer Zertifikatenutzer Wertpapierbesitzer Zertifikatenutzer sind etwas internetaffiner im Vergleich mit allen Wertpapierbesitzern Über zwei Drittel der Zertifikatenutzer nutzen die Produktinformationsblätter, werden alle Wertpapierbesitzer betrachtet, sind es nur etwas mehr als die Hälfte 9

51 Inhalt Key Learnings Anlegertypen und Cluster Der Selbstentscheider im Vergleich zum Beratungskunden Investoren versus Trader Der Zertifikatenutzer Anhang: Ziele und Methodik

52 Anhang Ziele und Methodik Ziele/ Voraussetzungen: Das Forschungsprojekt Selbstentscheider-Kunden (Self-directed Investors) im Wertpapiergeschäft ist eine Untersuchung des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) und des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin Ziel des Forschungsprojekts ist die Analyse der Kundengruppe der Selbstentscheider bezüglich Anlageverhalten, Wertpapierhandel und sozio-ökonomsichen Merkmalen Die in der Studie dargestellten Ergebnisse und Prognosen basieren auf den Angaben und Einstellungen der Studienteilnehmer und entsprechen deren aktuellen Meinungsbild Vorgehen: Für die Studie wurden.111 Bundesbürger über 18 Jahren online befragt. Die Stichprobe der Teilnehmer kann für den deutschen Markt als repräsentativ angesehen werden Die Zusammensetzung des Panels erfolgte national repräsentativ (Offline-Repräsentativität, Bevölkerungs- und Stichprobenstruktur hinsichtlich Geschlecht, Alter etc. unter Verwendung der Daten von Eurostat sowie des Statistischen Bundesamts auf Basis der Zahlen des Census Bureau; Population estimate of 1); die Größe des Gesamtpanels beträgt 87.6 Personen Panellisten mit inkonsistentem und unvollständigem Antwortverhalten wurden nicht berücksichtigt Weiterhin stützt sich die Studie auf Veröffentlichungen sowie eigene Berechnungen Autoren: Prof. Dr. Jens Kleine ist Inhaber des Lehrstuhls für Finanzdienstleistungen an der Steinbeis-Hochschule Berlin Tim Weller sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin 1

53 Anhang Ansprechpartner RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN Prof. Dr. Jens Kleine Tim Weller STEINBEIS RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES Possartstraße München (Germany) Fon: +9 () Fax: +9 () STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN Gürtelstr. 9A/ 17 Berlin (Germany) Fon: +9 () 9 9-

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