Prof. Dr. Diana Lengersdorf. Universität zu Köln

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1 Normale Männer brauchen normale Arbeit? Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Normalarbeitsverhältnis und industriegesellschaftlichem Männlichkeitskonstrukt WSI Gleichstellungskonferenz , Berlin Prof. Dr. Diana Lengersdorf

2 zusammen mit Michael Meuser, Cornelia Behnke, Nicole Kirchhoff Ethnographisches Projekt Arbeitsalltag in einer Internetagentur DFG-Projekt Involvierte Vaterschaft DFG-Projekt Wandel von Männlichkeiten und Wandel von Erwerbsarbeit zusammen mit Michael Meuser Ausgewählte Literatur zu den Projekten: Lengersdorf, Diana (2011): Arbeitsalltag ordnen. Soziale Praktiken in einer Internetagentur, Wiesbaden: VS-Verlag Lengersdorf, Diana (2014): Stabilizing Masculinities, in: Culture, Society & Masculinities, Vol. 6 (2), 2014, S Behnke, Cornelia/Lengersdorf, Diana/Meuser, Michael (2013): Egalitätsansprüche vs. Selbstverständlichkeiten. Unterschiedliche Rahmungen väterlichen Engagements bei Paaren aus den westlichen und den östlichen Universität Bundesländern, zu Kölnin: Sonderband 2 der Zeitschrift GENDER. Opladen Lengersdorf, Diana/Meuser, Michael (2010): Wandel von Arbeit - Wandel von Männlichkeiten, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 35, Heft 2,

3 Zentrale Fragestellung Projekt zum Wandel von Männlichkeiten und Wandel von Erwerbsarbeit, Michael Meuser (TU Dortmund) und Diana Lengersdorf ()

4 Wandel von Erwerbsarbeit = Wandel von Männlichkeiten? Welche Folgen hat der Wandel von Erwerbsarbeit und Geschlecht für Relationen unter Männern Verhältnisse von Männern zu Frauen Wie wirken sich diese Entwicklungen auf männliche Lebenslagen und dominante Männlichkeitskonstruktionen aus?

5 Männlichkeitsforschung Zentrale Theorien

6 Theorien der Männlichkeitsforschung Multiple Masculinities Hegemoniale Männlichkeit (Raewyn Connell) Ernste Spiele des Wettbewerbs (Pierre Bourdieu) Ausgewählte Literatur : Connell, Raewyn (2013): Gender, Wiesbaden: Springer-VS Bourdiue, Pierre (2005): Die männliche Herrschaft, Frankfurt/Main: Suhrkamp Meuser, Michael (2010): Geschlecht & Männlichkeit: Soziologische Theorie und kulturelle Deutungsmuster, Wiesbaden: Springer-VS Scholz, Sylka (2012): Männlichkeitssoziologie, Münster: Wetsfälisches Dampfboot

7 Vielfältige Männlichkeiten

8 Hegemoniale Männlichkeit Männlichkeiten sind hierarchisch zueinander geordnet, Ein Orientierungsmuster, dass die anerkannteste Art und Weise des Mannseins bestimmt, Andere Männlichkeiten sind dieser untergeordnet, Hegemonial bedeutet hier auch: Männer können nicht umhin, sich in Relation dazu zu positionieren.

9 Ernste Spiele des Wettbewerbs Wechselseitige Anerkennung: nur unter ehrbaren Mitspielern, Soziale Ort: Homosoziale Räume Partner-Gegner: in Gegnerschaft vereint, man muss ständig spielen, um die Regeln des Spiels weiter zu beherrschen, man lernt das Spiel zu lieben: das Risiko, das Aushalten und -durchhalten

10 Der normale Mann Herausforderungen dominanter Männlichkeitskonstruktionen

11 Normalbiographie Kontinuität

12 Normalbiographie Sicherheit: Vorstellung über die Position auf der eigenen Lebensspanne ( was steht aktuell an? ) Männer normal : ungebrochener, kontinuierlicher Lebenslauf Herausgefordert: immer mehr Männer erleben Diskontinuitäten

13 Normalarbeitsverhältnis

14 Normalarbeitsverhältnis Herausgefordert, u.a.: weniger NAV für Männer, Prekarisierungsprozesse treffen nun auch vermehrt Männer, Entgrenzung Arbeit/Beruf Freizeit/Familie

15 Haupternährer

16 Und wie weiter? Zentrale Thesen über Entwicklungslinien im Wechselverhältnis zw. Männlichkeit & Erwerbsarbeit

17 Thesen zunehmende Ausdifferenzierung von Männlichkeitsmustern, vor allem entlang von Milieuzugehörigkeit und Alter mit zwei Extremen/Polen: industriegesell. Männlichkeitsmuster in prekären Lebenslagen transnationale Business-Männlichkeit in privilegierten Lebenslagen

18 Kontakt Prof. Dr. Diana Lengersdorf, Humanwissenschaftliche Fakultät & GeStiK, Herbert- Lewin-Str. 10, Köln, (0221) ,

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