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1 *Siehe Seite 22 unabhängig, überparteilich, legal hanfjournal.de / Ausgabe #114 / news 14 anderswo 5 clubmed 8 wirtschaft 10 cooltour Repression funktioniert nicht * Selbst führende Fachleute der Europäischen Union haben mittlerweile verstanden, dass repressive Drogenpoltik ihr Ziel komplett verfehlt. Ende Februar fand in Brüssel eine öffentliche Anhörung der EU statt. ENCOD (European Coalition for Just and Effective Drug Policies ) hatte dieses Treffen zusammen mit dem Griechischen MEP Michael Tremopolous (Grüne) organisiert. Anwesend waren 40 Repräsentanten der europäischen Bürgergesellschaft aus 15 verschiedenen EU-Staaten. Nach dem Treffen haben sie ihre Empfehlungen den Mitgliedern des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und dem Europäische Rat, zu zukünftigen Ansätzen, die die Europäische Union drogenpolitisch verfolgen soll, zusammengefasst. Dieser Katalog wird beim Treffen mit der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen in Wien, März 2010, präsentiert. Zweck der Anhörung im Europäischen Parlament war es, den sogenannten Reuter-Trautmann-Bericht zu diskutieren. Dieser kommt zu dem Schluss, dass die Anti-Drogen Strategie der EU- Länder in vielerlei Hinsicht fehlgeschlagen ist. Der Reuter-Trautmann-Bericht ist die Zusammenfassung der Erforschung von Auswirkungen der Drogenpolitik im globalen Kontext der letzten 10 Jahre. Er wurde vom US Think-Tank RAND Corporation und dem Niederländischen Trimbos Institut auf Wunsch der Europäischen Kommission ausgearbeitet. Laut dem Bericht gab es keine signifikante Änderung betreffend Angebot und Nachfrage nach illegalen Drogen zwischen 1998 und Auf der anderen Seite ist der Preis für die repressive Politik ein unkontrollierter illegaler Markt, drogenbezogene Verbrechen und die Verbreitung von Krankheiten wie HIV/AIDS. Die öffentlichen Ausgaben für Drogenpolitik in der EU wird auf 40 Milliarden Euro im Jahr geschätzt, oder auch 80 Euro pro EU Bürger. Die Bürgergesellschaft hat die EU Behörden seit Jahren gewarnt, dass die Drogenpolitik ineffektiv und kontraproduktiv ist, aber Nationalregierungen und EU Behörden ignorieren diese Botschaften sagte Joep Oomen von ENCOD. Lokale Behörden und betroffene Bürger haben einen pragmatischen und vorausschauenden Ansatz zur Drogenproblematik. Europa sollte von diesen Erfahrungen profitieren. 35 von 40 teilnehmenden EU-Parlamentariern haben die abschließende Erklärung, dass restriktive Drogenpolitik mehr Schaden anrichte als sie gutes bewirke, angenommen. Diese Politik weiterzuverfolgen wäre eine Art von krimineller Fahrlässigkeit. Die Europäische Union weiß, dass Prohibition nicht funktioniert. Jetzt sollte sie auf der Basis dieses Wissens agieren, sagte Joep Oomen zum Abschluss der Veranstaltung. 13 fun&action In dieser Ausgabe: KREBSHEMMER THC und CBD IM INTERVIEW 11 Richard Dorfmeister LESEPROBE Der Törn... Die Europäische Union auf dem Weg zur Legalisierung? Deswegen ruft die öffentliche Anhörung die Institutionen der Europäische Union auf, die folgenden Initiativen in Angriff zu nehmen: Sobald wie möglich sollte ein Europäischer Gipfel über die Zukunft der Drogenpolitik ins Leben gerufen werden, an dem Nationalregierungen und lokale Behörden, Parlamentarier und Repräsentanten der Bürgergesellschaft aller 27 Mitgliedsstaaten teilnehmen. Ziel des Gipfels sollte sein, die Rahmenbedingungen für eine innovative Drogenpolitik zu diskutieren und vorzustellen, die nicht auf Prohibition, sondern den Erkenntnissen des Reuter-Trautmann-Berichts sowie den Erfahrungen der lokalen Behörden und der bürgergesellschaftlichen Organisationen basiert. Weiter sollte eine generelle Empfehlung an die Mitgliedsstaaten, der Überprüfung ihrer Drogenpolitik eine politische Priorität zu geben, ausgesprochen werden. Die EU sollte jedem Staat die Drogenpolitik wählen lassen, die für adäquat befunden wird. Hierbei ist der Fokus auf möglichst geringe Kollateralschäden durch gesetzliche Bestimmungen sowie den Respekt vor den Menschenrechten, die individuellen Freiheiten und die soziale Verträglichkeit zu richten. Bleibt zu hoffen, dass die Suchtstoffkommission CND die Forschungsergebnisse, die im Auftrag der Europäischen Kommission entstanden sind, endlich ernst nimmt und Taten folgen lässt. Mehr zum Thema: *Carel Edwards, Vorsitzender der Drogenkontrolleinheit der Europäischen Kommission 21 5 Text & Foto: M.Steldinger/M.Knodt Der singende Bush O Text: mze bama der (Schein)Heilige Die DEA geht weiterhin gegen Cannabisbauern vor, aber Colorado wehrt sich. Am 18.Februar 2010 besuchte Präsident Obama in Denver ein Spendenevent. Da kürzlich erst wieder eine Medizinal Farm, die im Fernsehen interviewt wurde, anschließend von der DEA Besuch bekam und sogar ein Arzt von Undercover Agenten belästigt wurde, wobei die Verhältnisse zu den Patienten schwer gestört wurden, war der Protest auf der öffentlichen Veranstaltung nicht zu unterdrücken. Nicht nur Obamas Bestrebungen, einen weniger beliebten Kandiaten bei dem Versuch das Senatorenamt zu ergattern zu unterstützen, sondern vor allem auch die kostenverschlingende Kampagne selbst bot genügend Angriffsfläche neben der Marihuana-Misere. Das hat sich der Nobelpreisträger selbst zuzuschreiben, da er erst im Januar ein Überbleibsel der Bush-Regierung, Michele Leonhart, den Platz einräumte, die Anti-Drogen-Behörde DEA anzuführen. Diese ist für ihre Schliessungswut medizinischer Plantagen und Verkaufstellen bekannt und untersagte sogar der Universität von Massachusetts die Forschung mit Cannabiskonsumenten. Dass nun wieder Bundesgesetze, die ebenso legal wie die Landesverfassungen sind, durch die Prohibitionsmaschinerie gebrochen werden, ist somit weniger verwunderlich. Begründung für diese Macht findet man ein weiteres Mal in der Scheinheiligkeit der aktuellen US-Regierung. Die finanziellen Ressourcen für den War on Drugs im Rechtssystem der USA sind doppelt so hoch eingeplant wie die Ausgaben für die Behandlung und Prävention. Und dies, obwohl Obama selbst gesagt hatte, dass man Drogenkonsum allgemein als ein Gesundheitsthema besprechen müsse. In Kalifornien, wo man ein ärztliches Rezept verschrieben bekommen kann, wurde auch erst kürzlich behauptet, dass der Verkauf trotz Verschreibungspflicht untersagt sei, worauf ein Hanfapotheker sich mit 24 Anklagepunkten auf der Richterbank wiederfand. Das Rechtssystem der USA und die Regierung zeigen also gerade im Umgang mit Cannabis ihr schizoides Gesicht, das - trotz mehrheitlicher Entscheidungen in den Landesverfassungen für den medizinischen Gebrauch von Hanf und obwohl vom Weissen Haus verbal unterstützt - die Ausreißer der absichtlich prohibitionistisch gelenkten DEA weitestgehend billigt.

2 2 #114 / #114 / news news Wat läuft? Exzessiv Ganjaman Wooow. Hoher Besuch im exzessiven Studio, Ganjaman, seines Zeichens Reggae-Allrounder schaut bei uns vorbei und erzählt ein bisschen was von sich, der Reaggae philosophie und den anderen Themen rund um Reggae. Natürlich fehlt da auch die große G-Frage nicht. Lasst euch überraschen und reflektiert mal schön. Die Printversion gibt s auch im Hanf Journal, Ausgabe und auf als PDF oder html. Exzessiv Hanf, Medizin & junge Erwachsene Ja, es ist wieder mal Zeit für ernsthafte Themen. Michael und Maze zeigen euch eine kurze Reportage über junge Erwachsene, Hanf und die medizinischen Aspekte. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, hört also genau zu. Diskutieren? Verreisen? Lesen? Polen? Tschechien? Ukraine? Legalize It?! Einen eigenen Film? impressum Herausgeber: Agentur Sowjet GmbH Dunckerstraße Berlin Tel.: 030/ Fax.: 030/ Geschäftsführer: Emanuel Kotzian (V.i.s.d.P.) Sitz der Gesellschaft: Berlin AG Charlottenburg, HRB Nr Steuer-Nr Redaktion: Michael Knodt (CvD), Roland Grieshammer, Matthias Meyer, Mark Meritan. Mitarbeiter dieser Ausgabe: H. Cousto, Werner Graf, Martin Schwarzbeck, Dr. Franjo Grotenhermen, mze, Kerstin Koch, KIMO, Doktor Hanf, Waldmeista, Henk, Piet. Layout: mark marker, (Lukas Tkotz). Illustrationen: mark marker, Lukas Tkotz. Fotos: mark marker, Piet, Henk, oder im Auftrag des Hanf Journals. Anzeigen: Emanuel Kotzian 030/ Vertrieb: Das Hanf Journal wird im gesamten deutschsprachigen Raum verteilt. Gegen einen Betrag von 50 Euro (Inland) oder 100 Euro (Ausland) jährlich, kann das Hanf Journal beim Herausgeber als Prämium-Abo bezogen werden. (Abonnement unter Druck: Union Druckerei Weimar GmbH Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers. Manuskripte, Bilder und Beiträge sind willkommen, es wird aber keine Haftung übernommen. Im Sinne des Urteils des LG Hamburg vom 12. Mai /98 distanziert sich der Herausgeber ausdrücklich von allen Inhalten der angegebenen Internetadressen und Links. Achtung! Jeder Missbrauch von Drogen ist gefährlich! Wir wollen niemanden dazu auffordern oder animieren, Drogen zu konsumieren oder zu verbreiten. Besucht auch die Homepage In Wien wird Wandern groß geschrieben HANFWANDERTAG 2010 Der Global Marijuana March findet am in Österreichs Hauptstadt statt. Der Beginn der Wiener Hanf Wanderschaft ist mit einer Auftaktkundgebung um 13 Uhr vor dem Vienna International Center geplant. Vor dem Kongresszentrum wird dann auf die Dringlichkeit und die breite Unterstützung der Re-Legalisierung, die der Hanfpflanze gerade in Wien zu Teil kommt, durch die große Zahl der Teilnehmer manifestiert, um im Anschluss inmitten der Stadt fröhlich schwingend friedliche Proteste erschallen zu lassen. Der Hanfwandertag in Wien steht unter dem diesjährigen Mo o Wir lassen uns nicht länger Pflanzen. Begleitet von bunt geschmückten Paradewagen und mit Musik untermalt, wird sich der Protestmarsch am Gesundheitsministerium vorbei durch die Wiener Innenstadt bewegen und seinen Abschluss am Parlament finden. Dort wird mit Live- Musik, weiteren Attraktionen und einem Weltrekordversuch, über den noch strikte Geheimhaltung herrscht, allen Besuchern und anwesenden Wien Gästen ein ganz besonderes Event geboten, um die Hinterfragung der Cannabisprohibition voranzutreiben. Da der Wiener Hanfwandertag Menschen aus ganz Österreich anzieht, organisieren die Veranstalter auf ihrer Internetseite sogar Sammelfahrten zu ihrem Event. Alle Österreicher und Austria Besucher sollten sich die Internetpräsenz der Veranstalter einmal näher anschauen, um sich über die genaue Route und den Ablauf des Wiener Hanfwandertages zu informieren. Auch alle anderen Interessierten und regelmäßigen Demonstrationsbesucher können sich auf schlau machen, damit man weiß, was man auf solchen Veranstaltungen praktischerweise beachten sollte oder wie man zum Beispiel seinen Lkw zu dieser Demonstration anmelden kann. Interessierte melden sich am besten bei den österreichischen Kollegen selbst einmal unter an GMM Frankfurt/M Prohibition tötet Der Global Marijuana March am in Frankfurt am Main Wie auch schon im letzten Jahr werden sich die Frankfurter Aktivisten nicht verschrecken lassen und halten am 9. Mai eine Kundgebung mit Kurzdemonstration in der Frankfurter Innenstadt ab. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Neben der weiterhin bestehenden Forderung nach fünf Pflanzen schallt auch hier der Tenor gegen die stark gesundheitsschädlichen Verunreinigungen im Schwarzmarkt-Hanf und für ein Ende der gnadenlos gescheiterten und menschenverachtenden Prohibition. Aus diesem Grund ist das diesjährige Motto der Frankfurter Prohibition tötet auch eine ganz klare Ansage gegen das herrschende und fleißig weiter voran getriebene Elend. Um 15 Uhr versammeln sich alle Demonstranten und die, die es werden wollen, vor der Frankfurter Hauptwache am Plantanenwäldchen, um den Reden von Ulrich Wilken (Die Linke Hessen), Jo Biermanski (Grüne Hilfe und Lag Dropo der Linken Hessen), Jochen Löblein (AG Drogen der Piratenpartei) zuzuhören, während Michael Ohlenschläger der Hanf-Ini FFM die Veranstaltung moderiert. Im Anschluss an die Kundgebung wird eine kifferfreundliche Kurzdemonstration zum Ufer des Mains führen, um dort den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Neben der Forderung nach einem sauberen Eigenanbau und der Entkriminalisierung von Konsumenten stehen die Frankfurter ebenso für die Gründung von Cannabis Social Clubs, die unter strengsten Jugendschutzgesetzen den Erwerb von garantiert ökologischen Pflanzenblüten für Erwachsene erlauben würden. Für dieses Anliegen sucht die Frankfurter Hanfszene Aktivisten, die sich auch nachhaltig für diese Projekte einsetzen. Alle Interessierten aus dem Raum Frankfurt am Main sollten sich bei der Hanfinitiative Ha-i am Main einmal vorstellen. Schreibt dazu am besten eine an Jürgen Hahnel wieder im Hungerstreik: Gnadengesuch wurde eingereicht JVA Rottenburg. Wegen Besitzes von Cannabis ist Hanf-Aktivist Jürgen Hahnel seit dem 6.Juli 2009 in der JVA Rottenburg inhaftiert, um seine 15-monatige Haftstrafe zu verbüßen (Hanf Journal berichtete). Um sich Vollzugsproblemen und der Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Fall widmen zu können, hatte er seinen zu Beginn der Inhaftierung begonnenen drogenpolitischen Hungerstreik vorübergehend unterbrochen. Nun hat er den Hungerstreik wieder aufgenommen. Da sich im Vollzug diverse Probleme ergaben, unter anderem mit dem Krankenrevier im Zusammenhang mit seiner Krankenakte und die verweigerte Aushändigung der Zeitschriften Hanf Journal und grow! sowie des Fachbuchs Rauschzeichen, hat der Hanf- Aktivist seinen drogenpolitischen Hungerstreik inhaltlich auf vielfältige Widrigkeiten des Strafvollzugssystems ausgeweitet: Seit 30.Januar befinde ich mich im konsequenten Hungerstreik bis zur Entlassung und muss mit baldiger Zwangsernährung und Verlegung rechnen. Derzeit geht es mir den Umständen der Inhaftierung entsprechend gut bis ausreichend, schrieb er am 6.Februar. Zu Beginn seiner Inhaftierung wog Jürgen Hahnel 57,5 kg bei 163 cm Körpergröße. Da er aufgrund schlechter Erfahrungen und Misstrauen das Krankenrevier nicht aufsucht, kann er sich nicht wiegen (lassen) und kennt sein derzeitiges Gewicht nicht. Am 18.Februar hatten Jürgen Hahnel und sein Anwalt Halbstrafen-Anhörung bei der Strafvollstreckungskammer. Die richterliche Entscheidung lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor (das Hanf Journal wird weiterhin berichten). Worum es geht Beim Strafurteil gegen Jürgen Hahnel errechneten sich mehr als ein Drittel des THC-Gehalts, der für die Einstufung des Vergehens/ Verbrechens (?) von vorrangiger Bedeutung ist, aus Hanfabfällen (ohne Blüten) mit dem sehr geringen THC-Gehalt von 0,318 %. Nach dem im Prozess gehörten Sachverständigen sei es möglich, dieses Material zu konsumieren oder zu Öl zu verarbeiten. Der Grenzwert für Faserhanf ist mit 0,2% aber relativ willkürlich gesetzt und orientiert sich nicht an der berauschenden Wirkung. Bei einem Wirkstoffgehalt von 0,318% THC wären für einen Joint mit einer durchschnittlichen Konsumeinheit von 15mg THC 5g Hanfblätter einzuarbeiten. Es ergäbe sich hiermit ein Joint von 1cm Durchmesser und 15cm Länge (ohne Mundstück/ Filter). Der Konsum einer solchen Menge Cannabis-Reste würde aber Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Tatsache ist, dass sich der berauschende Wirkstoff THC in den Blüten der Hanfpflanze befindet und sich im Restmaterial, wie bei Jürgen Hahnel, allenfalls noch anhaftende THC-Reste an Blättern oder Stengeln finden lassen. In der Praxis wird daher Cannabis mit deutlich höherem THC-Gehalt konsumiert: Hanfabfälle, wie im Fall von Jürgen Hahnel, sind weder als Pflanzenteile noch in umgewandelter Öl-Form in Umlauf. Im Urteil gegen Jürgen Hahnel wurde durch die Einbeziehung dieses nicht rauchbaren Hanfmaterials aber die 7,5g THC-Grenze überschritten, die zur Einstufung als Verbrechen und nicht als Vergehen führte. Solches Material aber wird in der Praxis nicht konsumiert. Daher ist die Einstufung des Vergehens von Jürgen Hahnel als Verbrechen als praxisfern, lebensfremd und unverhältnismäßig einzustufen. Jo Biermanski, Grüne Hilfe Im Februar hat die Tübinger Unterstützerin Anne Fröhlich ein Gnadengesuch für Jürgen Hahnel mit 329 Unterschriften beim baden-württembergischen Justizminister Prof.Dr. Ulrich Goll eingereicht, das an die zuständige Staatsanwaltschaft Tübingen weitergeleitet wurde. Im 14- tägigen Rhythmus organisiert Anne Fröhlich samstags Mahnwachen auf dem Holzmarkt in Tübingen, bei denen weiterhin Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, die dann nachgereicht werden. Vielfältige Informationen zum Fall Jürgen Hahnel (u.a. Flugblatt und Unterschriftenliste), zu Mahnwachen und Gnadengesuch sind auf der Homepage de veröffentlicht. Aktuell findet sich dort das Rundschreiben Informationen für Medienschaffende, PolitikerInnen und Öffentlichkeit von Anne Fröhlich, das die Kapitel Vorgeschichte und Strafverfahren, Die aktuelle Situation, Gnadengesuch, Dokumente, Berichte aus der JVA, Petitionen zur Justizpraxis, Infos, und Appell an Medienschaffende und PolitikerInnen umfasst. Getreu dem Motto Keine Legalisierung ohne Öffentlichkeit! ist hier weitere Unterstützung erwünscht: Dies ist, durch weitere Unterschriften, durch Beteiligung / Organisation von Mahnwachen, Verteilen und Auslegen von Unterschriften-Listen (zum Beispiel in Hanfläden oder Kneipen), durch konkretes Ansprechen von PolitikerInnen und Medienschaffenden auf Jürgen s Fall und mit Leserbriefen auf Presseberichte zum Thema Drogen möglich.

3 4 #114 / #114 / anderswo club med Dr. med. Franjo Grotenhermen Mitarbeiter des nova Institutes in Hürth bei Köln und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM). Konoplyana Pravda Die Wahrheit über Hanf Die Hanf Journal Famile hat Zuwachs bekommen. In der Ukraine hat sich eine Crew formiert, die ihr Land seit Dezember 2009 alle zwei Monate mit den neusten Hanfinformationen versorgt. Der Chefredakteur der Konoplyana Pravda, Taras, hat uns ein paar Fragen beantwortet, um uns und unseren Lesern die Hintergründe der ukrainischen Variante des Hanf Journals sowie die aktuelle Situation in der Ukraine ein wenig genauer zu erläutern. Aus diesem Grunde trafen sich die beiden Hanfaktivisten in der Küche des Hanf Journals zu einer Tasse Kaffee (und möglicherweise einer dieser begehrten Sportzigaretten). Hier ein Auszug des Gespräches: Ha Jo: High Taras, wie illegal ist Gras in der Ukraine? Taras / Konoplyana Pravda: High HaJo! Cannabis ist illegal durch das Strafmaß, das die Ukraine aus den alten Sowjet Zeiten übenommen hat. Es bedeutet, dass man mit einer Menge von fünf Gramm als Krimineller dasteht. Dies kann eine Haftstrafung von bis zu drei Jahren mit sich bringen (2009 wurde die Strafe auf bis zu zwei Jahre gekürzt). Bei geringen Mengen ist eine Bewährungsstafe das übliche Strafmaß oder man outet sich bei erster Auffälligkeit mit dem Strafgesetz als drogensüchtig und nimmt an einer klinischen Behandlung der Sucht teil. Mit Sicherheit sind aber die meisten Cannabisverhaftungen eher auf das korrupte System zurückzuführen als auf die herrschende Gesetzeslage. Selbst kleinste Mengen bedeuten ein mögliches Bestechungsgeld für die Polizisten und das ist es, worauf das Polizei-System basiert. Geringe Mengen unter fünf Gramm bedeuten eine Strafzahlung von ungefähr 100 US$, von denen der Staat natürlich nichts sieht. Polizisten nutzen die Möglichkeit einen verdächtigen Dealer drei Tage im Knast schmoren zu lassen, um Resultate abzuwarten, herauszufinden woher das Material kommt und um die private Zahlung des Verdächtigen herauszukitzeln. Der Anbau von Cannabis ist ebenso strafbar und durch das Gesetz verboten und auch mit dreijähriger Haftstrafe oder einer Zahlung von 200 US$ verbunden. Im Jahre 2009 wurde der Anbau zwar entkriminalisiert und führt nicht mehr zur Strafverfolgung, verlangt wird aber die Bußgeldzahlung von 200 US$. Ha Jo: Wie war die Reaktion in der Öffentlichkeit auf die erste Ausgabe? Taras / Konoplyana Pravda: Was für einen Fetisch hast du uns da offenbart? Positive Zeitung, aber zu viel Werbung! Es ist eine untypische Ausgabe, einzigartig! HAHAHA, endlich hat jemand eine wirklich nützliche Zeitung gemacht! Wenn es auf Hanfpapier gedruckt ist, kann man es dann rauchen? Es ist zu politisch! Könnte mehr kulturelle und ökologische Themen vertragen. Ich mag es, bis auf den Titel! - Er ist kindisch! Die Zeitung versucht die Menschheit zu befreien und beschäftigt sich mit weltverbessernden Themen, aber der Name klingt nach einem Scherz. Es ist eine vielversprechende Idee von etwas, was nicht nur ein Durchbruch in der Gemeinschaftskommunikation und weiterer Erziehung einer traditionellen Gesellschaft werden kann, sondern ebenso eine fazinierende Erfolgsstory sozialer Geschäftsführung in der Ukraine. Konoplyana Pravda ist die erste Ukrainische Zeitung, die eine unverfälschte Berichterstattung über Cannabis, dessen Rolle in der Gesellschaft und drogenpolitische Themen im Allgemeinen behandeln kann. Konoplyana Pravda ist eine wertvolle Quelle für jeden, der sich mit der globalen Marihuana Szene sowie typisch ukrainischen Themen beschäftigen möchte. Im Allgemeinen reagierten Menschen auf die erste Ausgabe als etwas Unwirkliches, Fantastisches und viele glaubten wohl, es sei bloß eine einmalige Angelegenheit. Unsere Auflage betrug 5000 Exemplare und es gab viele Leser, die sich eine Zeitung teilten oder sie nach dem Lesen von Hand zu Hand weitergaben. Ha Jo: Wie gebräuchlich ist der Cannabiskonsum in der Ukraine? Taras / Konoplyana Pravda: Als Ergebnis der NGO Forschung Für eine gesunde Ukraine aus dem Jahr 2004 probierten 11 Millionen Ukrainer Cannabis, mehr als dreieinhalb Millionen rauchen ab und zu, circa zwei Millionen konsumieren regelmässig. Es gibt keine offizielle Statistik in unserem Land und selbst die NGO Daten scheinen ein bisschen zu verharmlosen. Der gewöhnliche Hanfkonsument in der Ukraine ist zwischen Jahre alt. Doch durch die Prohibition und den illegalen Status von Cannabis ist es schwierig, ernsthafte Forschung zu betreiben und echte Zahlen zu bekommen. Vom illegalen Handel bei Teenagern ganz zu schweigen. Ha Jo: Gibt es derzeit eine größere Legalisierungsbewegung? Taras / Konoplyana Pravda: Legalize it in der Ukraine hat als erstes versucht, einfach die Strategien der Aktivisten aus der EU zu kopieren, ohne eine verständliche Erklärung bieten zu können, was Legalisierung eigentlich ist. Der Grund ist das Defizit an frei zugänglicher Information. Jeder versteht unter Legalisierung etwas anderes. Für Konsumenten bedeutet es vielleicht vernünftige Verhältnisse wie in Holland zu haben, andere befürchten vielleicht Drogenumschlagplätze an jeder Ecke, die ihre Kinder in Gefahr bringen könnten. Also ist Desinformation das Problem, was positive Veränderung sowie den Dialog mit dem Staat derzeit verhindert. Darum ist die Propaganda der Polizei stärker und bringt viele Ukrainer dazu, das Kräuterverbot für sinnvoll zu halten. Falls man das Gerüst zum Einsturz bringen möchte, muss man sich die alten Parolen sparen und zu weiteren, verständlicheren Ausbauen. A la: Legalize yourself! Fighting for the positive changes in State Drug Policy! Taras Ratushniy - Chefredakteur Konoplyana Pravda Ha Jo: Wie schauts mit industriellem Hanf aus? Taras / Konoplyana Pravda: Obwohl das Klima hier sehr passend für Hanfanbau wäre, ist die Hanfindustrie sehr unterentwickelt. Anstatt die Möglichkeit zu nutzen, auf vier Millionen Hektar Hanf anbauen zu können und damit auch die Böden zu verbessern, trauen sich die Bauern das nicht. Es ist sehr umständlich und teuer industriellen Hanf anzubauen sowie die gesetzlichen Voraussetzungen zu erfüllen. Neben den bürokratischen Schwierigkeiten, Faserhanf anzubauen, ist eine 24-stündige Aufsichtspflicht der Hanfplantage sowie eine Entfernung von fünf Kilometern zur nächsten Straße nötig. Es ist also eine Menge privater, kostenaufwendiger Sicherheitsstandards zu leisten, was dazu führte, dass 2009 nur 500 von 1100 Hektar möglicher Nutzfläche mit Hanf bebaut wurde. Ukrainische Bauern kämpfen gegen die strengen Reglements und erhoffen sich derzeit EU Verhältnisse. Ha Jo: Gibt es lokale Unterschiede in der Handhabung des Themas? Taras / Konoplyana Pravda: Wir haben überall die gleichen Gesetze und überall die gleichen Strafen, und überall dealen die Cops mit dem konfeszierten Gras. Ha Jo: Gibt es einen Schwarzmarkt und wie hoch sind die Preise? Was sind die gängigsten Sorten? Taras / Konoplyana Pravda: Der Schwarzmarktpreis variiert von Region und Saison, aber beträgt durchschnittlich neun bis dreizehen Euro für ein Päckchen, das circa fünf Gramm unvorhersehbarer Qualität beinhaltet. Von stark bis mild, meist aber nur Blätter ohne Knospen, werden von der Allgemeinheit so erworben und anschliessend konsumiert. Manchmal bekommt man auch Knospen, diese schlagen dann aber gleich mit Euro pro Gramm zu Buche. Haschisch ist selten und kostet ungefähr das gleiche. Die Leute rauchen meist das untere Blattwerk in Pfeifen, Bubblelators und Joints werden aus Zigaretten gebaut, denen man den Filter entfernt. Bongs werden immer beliebter, Vaporizer sind rar. Im Sommer sprießt eine Menge wilder Hanf aus den Böden und meist wissen die Leute, wo man welchen findet. Im Juli kann man sich einfach welchen pflücken, um dann eine Hanfmilch oder etwas Backwerk zuzubereiten. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden erstmals in einem Tierversuch krebshemmende Eigenschaften von THC beschrieben. Lange Zeit blieben diese Ergebnisse unbeachtet. Erst Mitte der 90er Jahre erlangte das Thema durch eine amerikanische Langzeitstudie mit Nagetieren eine gewisse Aufmerksamkeit, die zu weiteren systematischen Untersuchungen in Zell- und Tierexperimenten und schließlich zu einer ersten kleinen klinischen Studie auf Teneriffa (Spanien) führten. Bei der amerikanischen Langzeitstudie handelte es sich um eine routinemäßige Untersuchung, wie sie auch mit anderen Substanzen durchgeführt wird, um mögliche krebserregende Wirkungen chemischer Substanzen zu entdecken. Zwei Jahre lang erhielten mehrere Gruppen von Mäusen und Ratten fünfmal wöchentlich unterschiedliche THC-Dosen, die Ratten 5-50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, die Mäuse mg/kg Körpergewicht. Am Ende der zweijährigen Studie lebten noch 46 Prozent der THC-freien Ratten, während in der Gruppe, die 5 Milligramm THC pro Kilogramm Körpergewicht bekommen hatte, 74 Prozent überlebten. In der 15-Milligramm-Gruppe waren es 68 Prozent und in der 50-Milligramm-Gruppe 66 Prozent. Die geringere Todesrate bei mit THC behandelten Tieren lag überwiegend an der im Vergleich mit der Kontrollgruppe geringeren Krebshäufigkeit. Die krebshemmenden Wirkungen des THC betrafen mehrere Krebsarten, die bei Mäusen und Ratten häufig auftreten, darunter Leberkrebs, Brustkrebs, Hodenkrebs und Krebs der Bauchspeicheldrüse. Sicherlich ist es euch nicht entgangen, dass sich Produkte aus Nutzhanf immer größerer Beliebtheit erfreuen. Den natürlichen und gesunden Bestandteilen wird nachgesagt, dass sie sich auf Grund der Zusammensetzung hervorragend dazu eignen, als natürliche Antioxidantien prophylaktisch vor schweren Erkrankungen zu schützen und bereits bestehende Beschwerden zu lindern wenn nicht gar zum Abklingen zu bringen. Darum darf man nicht außer acht lassen, dass wir von unserer Seite diese zunehmende Popularität unterstützen möchten und euch anhand meiner eigenen und der Erfahrungen anderer nahe bringen möchten, wie sich diese positiven Aspekte insgesamt auswirken. Wie Ihr wisst, ist es mir und auch einigen anderen Patienten glücklicherweise erlaubt worden, Cannabis zu medizinischen Zwecken mit Genehmigung der Bundesopiumstelle zu nutzen. Eine Gegebenheit, die uns und hoffentlich auch noch vielen anderen Patienten helfen wird, erfolgreich zum Einsatz als Therapieform den in Frage kommenden ein Leben zu schenken, das durch eine wesentlich verbesserte Lebensqualität gekennzeichnet ist. Da ich mich aufgrund meiner eigenen Geschichte vor einigen Jahren dazu entschied, das Thema Hanf in allen Facetten seiner Erscheinungsformen fortan zu meinem Thema zu machen, verging kein einziger Tag, an dem ich mich nicht mit diesem so wichtigen Thema auseinandersetzte. Da lag es nahe, auch meine Ernährung umzustellen, indem ich einen großen Teil an gesunden Omega 3, 6 und 9 Fettsäuren über die Nahrung aus Nutzhanf sicherstellte. Bereits seit Monaten nehme ich täglich einen Esslöffel Hanföl zu mir. Natürliches Hanföl hergestellt aus natürlichem zugelassenen Samengut der Nutzhanfpflanze und praktisch THC frei! Bereits nach kurzer Zeit (circa zwei Wochen) bemerkte ich, dass ich plötzlich weniger Cannabis zu mir nehmen musste. Ich fühle eine innerliche Ausgeglichenheit, die ein Tourette Patient wie ich, der zusätzlich noch an einem starken ADHS erkrankt ist, nur in äußersten Ausnahmefällen mal erleben darf. Die meiste Zeit stehen wir eigentlich ständig unter Strom und schaffen es kaum, mal kurze Zeit zu entspannen. Nach mehreren Recherchen und der Rücksprache mit meiner behandelnden Neurologin stellten wir fest, dass die natürlichen und in Hanföl reichlich enthaltenden Omega Fettsäuren tatsächlich dazu in der Lage sind, den Hirnstoffwechsel eines an ADHS erkrankten Patienten positiv zu beeinflussen. Einige Literaturhinweise und Studien aus dem Ausland haben mittlerweile schon die Beweise dazu geliefert, dass ein Mangel an Omega 3 Fettsäuren bei vielen Erkrankungen eine große Rolle spielt. Krebshemmer THC und CBD Eine spanische Arbeitsgruppe um Professor Manuel Guzman von der Complutense-Universität in Madrid untersuchte wenige Jahre später die Frage, ob THC und ein synthetisches Cannabinoid auch bereits bestehende Tumore bekämpfen kann. Bei 45 Ratten wurden bösartige Gliome (Glioblastome) ausgelöst, ein auch beim Menschen schnell zum Tode führender Hirnkrebs, für den es gegenwärtig keine wirksame Behandlung gibt. Ein Drittel der Tiere wurde mit THC behandelt, ein weiteres mit dem synthetischen Cannabinoid und das restliche Drittel blieb unbehandelt. Die unbehandelten Ratten starben alle innerhalb von spätestens 18 Tagen. Die beiden Cannabinoide zeigten allerdings eine deutliche Wirkung. Innerhalb von sieben Tagen zerstörten sie die Tumore bei etwa einem Drittel der behandelten Ratten vollständig und verlängerten das Leben eines weiteren Drittels bis zu sechs Wochen. Bei dem letzten Drittel schlug die Behandlung nicht an. Krebstherapien, die bei Tieren funktionieren, können beim Menschen zu giftig bzw. unverträglich oder auch nicht wirksam sein, so dass man mit einer Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen vorsichtig ist. Das lehrt die Erfahrung mit anderen Substanzen. Das Ergebnis der Tierexperimente ermutigte die spanischen Forscher jedoch, THC in einer klinischen Studie erstmals zur Krebsbekämpfung bei 9 Menschen einzusetzen. Die Patienten litten an einem Glioblastom und waren erfolglos mit einer Standardtherapie (Operation und Strahlentherapie) behandelt worden. Sie überlebten mit THC im Durchschnitt etwa ein halbes Jahr, zwei nahezu ein Jahr. Wie bei dem oben beschriebenen Tierversuch, war THC über einen kleinen Katheter, dessen Spitze bei einer Operation in den Tumor gelegt worden war, ma-linolensäure, sind zum größten Teil enthalten in dem Hanföl, das zuvor aus dem Samen der Hanfnüsse gepresst wurde. Das Öl eignet sich hervorragend zur Zubereitung von Salaten. Eine optimale Versorgung erreicht ihr allerdings über die orale Zufuhr von einem Esslöffel täglich. Das Öl ist zum Braten nicht geeignet. Der Handel bietet mittlerweile etliche Omega 3 Präparate, in Form von Kapseln, zum Teil hergestellt aus Fischöl, an. Diese sind jedoch zum Teil völlig überteuert und mit Hanföl, das wesentlich günstiger zu erhalten ist, erreicht man denselben, wenn nicht sogar besseren Effekt. Das Öl hat einen leicht nussigen Geschmack und lässt sich daher gut einnehmen. Einen ebenso guten Erfolg zur ausreichenden Versorgung mit den wertvollen, wichtigen, essentiellen Fettsäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann, erreicht man jedoch auch durch den Verzehr der Hanfsamen (Hanfnüsse). Die sind mittlerweile ebenso populär wie das aus ihnen gewonnene Öl. Als zusätzlicher Ballaststoff- und Eiweißlieferant sind sie bei Sportlern sehr beliebt. Hanfsamen gibt es naturbelassen, mit Schokoladenüberzug oder auch als herzhafte Alternative. Wie auch das Öl bieten sie einen präventiven Schutz, wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus, stärken das Immunsystem, wirken Herz-Kreislauf stärkend, schützen vor entzündlichen Veränderungen an den Gelenken direkt in den Tumor verabreicht worden. Die Teilnehmer wurden 10 bis 64 Tage behandelt. Wegen des Studiendesigns war es nicht möglich, die Wirkung von THC auf das Überleben zu bestimmen. Dies hätte eine Kontrollgruppe verlangt, die nicht oder mit einer anderen Therapie behandelt worden wäre. Ein Vergleich mit der Überlebenszeit in Pilotstudien mit anderen Medikamenten legt nahe, dass THC in dieser Studie für die Patienten von Nutzen war. Eine Vielzahl weiterer Studien an Zellen und Tieren haben in den vergangenen Jahrgen gezeigt, dass verschiedene Cannabinoide das Wachstum mehrerer Krebsarten hemmen, darunter Brustkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Lymphome, Gebärmutterkrebs und Prostatakarzinom. Interessanterweise hemmten auch Cannabinoide, die keine psychischen Wirkungen hervorrufen, das Wachstum von Tumoren. Dazu zählt auch das natürliche Cannabidiol (CBD), das im Faserhanf vorherrscht. Eine aktuelle Studie mit zwei Glioblastom-Zelllinien, die im Januar dieses Jahres veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass eine Kombination aus THC und CBD zu spezifischen tumorhemmenden Effekten führte, die bei einer Gabe der Einzelsubstanzen nicht beobachtet wurden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Kombination aus CBD und THC die Gesamtwirksamkeit von THC bei der Behandlung des Glioblastoms beim Menschen verbessern könnte. Ob Cannabinoide zukünftig einen Platz in der Krebstherapie erhalten werden, lässt sich heute noch nicht absehen. Es ist noch zu wenig bekannt, bei welchen Krebsarten Aussicht auf Erfolg besteht oder welche Dosierungen verwendet werden sollten. Weitere klinische Studien sind dazu erforderlich. Doktor-Hanfs Patienten Ecke 9 Die Kraft des Nutzhanfes und helfen gegen Schuppenflechte und Neurodermitis. Einer unserer Kunden, der an einer Neurodermitis leidet, kam freudestrahlend vorbei und berichtete, wie gut es ihm geht. Keinen quälenden Juckreiz mehr, die zuvor gereizte und zum Teil defekte Haut war wieder intakt. Kleine Dinge des Alltags, für die es sich lohnt weiter zu machen. Auch sehr interessant und unbedingt erwähnenswert ist die Tatsache, dass es eine Studie darüber gibt, in der 16 ADHS Kinder über 3 Monate Omega 3 Fettsäuren erhielten. 7 dieser Kinder waren nach der dreimonatigen Behandlung als nicht mehr verhaltensauffällig eingestuft worden! Auch der Hanftee, gewonnen aus deutschem, zertifiziertem und kontrolliertem Anbau wird immer beliebter. Nicht zuletzt einfach aus dem Grund, weil er weder Gerbstoffe noch Koffein enthält. Der Hanftee wirkt entschlackend, beruhigend und ausgleichend. Es bleibt zu sagen, dass der Hanf auch als Lebensmittel eine wertvolle Ergänzung in unserem Leben darstellt, die man nicht außer Acht lassen sollte. Wenn auch ihr Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt habt, würden wir uns über eure Berichte darüber sehr freuen. Bis dahin verbleibe ich mit hanfigen Grüßen., Wege entstehen, indem man sie geht. euer Doktor Hanf, Einige Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer gestörten Omega 3 / Omega 6 Balance gesehen werden: koronare Herzkrankheit Multiple Sklerose Lupus erythematodes atopische Erkrankungen (Asthma, Neurodermitis, Psoriasis, chronische Bronchitis) Herzrythmusstörungen psychische Störungen (depressive Episoden, Schizophrenie, ADHS, HAS) Typ 1 Diabetes Diesen Erkrankungen lässt sich bewiesenermaßen präventiv mit der ausreichenden Versorgung an Omega Fettsäuren, Linolensäuren und anderen wertvollen Antioxidantien, die der Hanf enthält, hervorragend vorbeugen. Die Bestandteile, Omega 3, 6 und 9 Fettsäuren, Alpha-Linolensäure und Gam-

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