Eine Frage der Etikette

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1 IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk I98E ISSN B Ausgabe , CHF 25, Jacobh, istockphoto.com Barcode versus RFID Eine Frage der Etikette Visualisierte Chargenführung Hier spricht die Charge Sicher im Web unterwegs Die Kontrolle behalten Bezahlbare Hochverfügbarkeit Die HA-Alternative Daten aus DB2-Tabellen mit PHP in XML umsetzen PHP-Scripte Funktionen aus Libraries aufrufen EGL-Services

2 Düsseldorf, August 2010 SQL Summer Camp SQL ist eines der wichtigsten Basiswerkzeuge für alle Programmierer. Zugriffe in SQL sind schneller als native Datenbankzugriffe und vor allem datenbank- und system-übergreifend einsetzbar. Eingebautes SQL bringt ungeahnte Perfomance in Programmierung und Abfragen und für reine Abfragen und Datenbankmanipulationen ist SQL allererste Wahl. Damit wendet sich das SQL Summer Camp im Track 1 an Kollegen, die die Anwendung von SQL perfektionieren möchten und im Track 2 erleben erfahrene Programmierer, wie SQL innerhalb der Softwareentwicklung zu schnelleren und besseren Ergebnissen führt. Sie sollten das SQL Summer Camp besuchen, falls Sie Ihre SQL-Fähigkeiten vervollkommnen möchten durch die bordeigenen SQL Tools ihre Arbeit beschleunigen wollen schneller zu Ergebnissen kommen möchten SQL in der Programmierung einsetzen wirklich konzentriert die Theorie lernen und sofort praktisch umsetzen möchten von erfahrenen Referenten aus der Praxis lernen möchten Aus dem Inhalt für alle DB2 UDB für System i und SQL k Implementation DB2 UDB für System i (SQL Begriffswelt, Kataloge und Journale) k Datenbankdesign/Datenbankmodellierung (Entity Relationship Model, Normalisierung, Tools) k System i Navigator für Datenbankentwicklung nutzen (Database Navigator, Diagnosezentrale, etc.) In den Labs steht für jeden Teilnehmer ein Arbeitsplatz-Rechner mit WDSC zur Verfügung, mit dem auf einem System i unter IBM i V6.1 gearbeitet werden kann. Ablauf Dienstag: bis Uhr Eintreffen; bis Uhr DB2 UDB für System i und SQL; Abend zur freien Verfügung Mittwoch: 9.30 bis Uhr Workshops/Labs (inkl. Pausen/Mittagessen); Uhr gemeinsames Abendessen mit Erfahrungsaustausch Donnerstag: 9.30 bis Uhr Workshops/Labs (inkl. Pausen/Mittagessen); Uhr Ende und Verabschiedung Track 1: Mit SQL arbeiten Einfache Abfragen k Datenselektionen; Built-In Functions Komplexe Abfragen k Joins und Unions; Insert, Delete und Update; Subselects Datenbanken erstellen k Create-, Alter- und Drop-Befehle; Daten in DB2 importieren Track 2: SQL fortgeschrittene Techniken Mit Stored Procedures arbeiten k Syntax, Parameterübergaben, Resultsets; SQL Procedures; External Procedures Mit User Defined Functions arbeiten k Scalare Funktionen; Tabellenfunktionen; Abgeleitete Funktionen; Externe Funktionen SQL Trigger k Externe Trigger (System-Trigger); SQL Trigger; Instead of Trigger Referenten: Klaus-Peter Luttkus, Ronald Böhmer per Fax Anmeldung Firma Name Straße PLZ, Ort Telefon Datum Unterschrift -Adresse Fax 1. Teilnehmer Name Track-Nr. -Adresse 2. Teilnehmer Name Track-Nr. -Adresse 3. Teilnehmer Name Track-Nr. -Adresse im Web ITP VERLAG ı Kolpingstraße 26 ı Kaufering ı Telefon ı Fax ı Teilnahmegebühr pro Person / Workshop Personen bzw. Grundpreis Frühbucher + Abonnent Workshops (1 Monat vorher) , 1.649, 1.566, , 1.599, 1.513, , 1.549, 1.471,55 Den Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzuzurechnen. Die Teilnahmegebühr enthält 2 Übernachtung/Frühstück im EZ sowie die Verpflegung tagsüber inkl. zwei Mittag-, einem Abendessen und Pausenerfrischungen. Sie erhalten nach Eingang Ihrer Buchung die Anmeldebestätigung/Rechnung mit Angaben über Termine und Veranstaltungsort. Änderungen vorbehalten.

3 EDITORIAL Thomas Seibold Redaktion MIDRANGE MAGAZIN midrange.de Foto: Beth Hommel, FOTOLIA Verdrängt Wir schreiben das Jahr Abenteuerlich war die Reise unseres Enterprise, das mit 400 Mann starker Besatzung seit fünf Jahren nach einer neuen Herberge sucht. Alle 372 Büroräume hatten sich nach und nach mit Backup-Tapes gefüllt, die Such-Anfrage nach dem Twitter-Account des Maklers dauert noch an So oder ähnlich könnte es kommen, wenn die jährlich erzeugte Datenmenge bis 2020 um Faktor 44 steigt, wie IDC vorhersagt. Für 2010 haben die Auguren eine Datenmenge von 1,2 Zettabyte (1,2 Billionen Gigabyte) prognostiziert. Speicherte man sie auf Apple ipads mit je 16 GB, könnte man mit den Geräten das Wembley-Stadion füllen 41-mal, jeweils bis zum Rand. Bis zum Hals dürfte so manchem bald Û Abgehoben: Lawson zieht mit Amazon gen Wolke (Seite 14 ff.) Û Geschenk(t): Vorher geht die Verpackung den Datenfunk-Weg (Seite 20) Û Valenzi: Mit GUS stimmt die Charge (Seite 26) Û Detailliert: PHP-Scripte und EGL-Services (Seite 30 ff.) die Arbeit stehen: Die Menge an Dateien, Bildern und anderer digitaler Datensätze soll um Faktor 67, die Zahl der IT-Verantwortlichen, die sich um diese Daten kümmern, nur um Faktor 1,4 steigen. Viele Unternehmen beklagen, dass ihre Backup-Prozesse zu lange dauern; jedes zweite hat Probleme mit der Dauer von Restores. Bei einem Online-Bestand von 10 TB werden rund 100 TB Backup-Kapazität benötigt; in einer Library sind das bei durchschnittlichem Füllgrad und Tape-Kompression rund 100 LTO4 Stellplätze. Der Wechsel auf Backup to Disk liegt nahe, das Kostenverhältnis (Tape : Disk = 1 : 5) kann durch Deduplizierung relativiert werden, wie FuM jetzt bei einer Workshop- Reihe erläuterte. Identische Datenblöcke werden dabei nur einmal gesichert, der Platzbedarf sinkt deutlich, der Zeitaufwand auch. Aus welchen Bausteinen sich Ihre IT-Strategie künftig zusammensetzen könnte, stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten vor. Mit oxaion können wir besser auf den steigenden Liefertermindruck der Kunden reagieren. ///// Bob McIntosh IT-Leiter, Bernstein AG, Porta Westfalica Branche: Elektro-/Elektronikbranche Herzlichst, Ihr Thomas Seibold I 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 3

4 inhalt MIDRANGE AKTUELL News & Ticker 6 Sensible Daten bewachen 7 Attachmate geht Insiderbetrug mit Luminet an XML, EDI, RFID, Barcode Bei der Wahl einer Identifikations- und Datenerfassungslösung stehen Logistik- und IT-Manager vor der Herausforderung, die unterschiedlichen Technologien am Markt richtig zu bewerten und das für sie am besten geeignete System zu finden. Û Seite 16 Köpfe 8 Prozess trifft EDI 10 Kommentar zur Frage des Monats Das passende Angebot 12 IBS fokussiert sich weiter auf Großhandel und Distribution Ab in die Wolke 14 Lawson setzt bei Cloud Computing auf Amazon Web Services XML, EDI, RFID, Barcode Eine Frage der Etikette 16 Scanning- und Datenerfassungstechnologien: Barcode vs. RFID RFID Mittelstandsaward Auszeichnung innovativer RFID-Lösungen des Mittelstands Einfach und effizient 20 Datenfunklösung für Geschenkverpackungen Wertschöpfungskette im Blick 24 Chancen für die Konsumgüterindustrie Lifecyclemanagement, Chargenverfolgung Die lückenlose Rückverfolgung von Produkten und Zutaten ist ein Muss für alle in der Industrie genauso wie im Handwerk. Das schreibt nicht nur die EU-Verordnung 178/2002 vor, sondern ist in der Regel auch vertraglich zwischen Lieferant und Abnehmer geregelt. Û Seite 26 Lifecyclemanagement, Chargenverfolgung Effektiv und regelkonform 26 GUS-OS ERP lässt Valenzi nicht im Wald stehen Hier spricht die Charge 28 Foodsprint visualisiert Chargenführung in einem Bildschirm Auf einen Mausklick 29 IT-Commerce mit Schwerpunkt Lifecycle Management TECHNIK & INTEGRATION Frage des Monats Dr. Björn Georg, Head of Business Process Automation bei retarus, kommentiert die Frage des Monats zum Thema EDI. Û Seite 10 PHP-Scripte 30 Daten aus DB2-Tabellen mit PHP in XML umsetzen EGL-Services 32 MARKTÜBERSICHT Wer nicht vorbeugt, hat das Nachsehen 34 Anbieterübersicht 35 4 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

5 August 2010 Hochverfügbare Virtualisierung 37 Stratus Avance beim Stader Tageblatt Die Kontrolle behalten 38 Sicher im Web unterwegs Bezahlbare Hochverfügbarkeit 40 Centurio i2i: Die HA-Alternative Stillstand vermeiden 41 itera verhindert Produktionsausfall SERVICE Autoren, Inserenten und Firmen dieser Ausgabe 49 Glosse, Vorschau, Impressum 50 Lösungen für Hochverfüg barkeit und IT-Sicherheit Vor einem Speicher-Crash, einem technischen Hardwaredefekt oder auch einem Bedienfehler, durch den Teile einer Datenbank gelöscht oder geändert werden, ist niemand sicher: All dies sind gute Gründe für eine regelmäßige Datensicherung. Û Seite 34 MIDRANGE ONLINE Midrange Jobbörse ist die Stellenbörse für Unternehmen und IT-Professionals, die personelle Verstärkung suchen. Û MidrangeEvent Auf MidrangeEvent finden Sie Schulungsangebote, Firmenveranstaltungen, Messen u. v. m. Û Frage des Monats In der Frage des Monats erfassen wir aktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktes. Û Strategische Sicherheit auf Objektebene. Die Datensicherheit von Unternehmen wird immer häufiger von innen bedroht. Und auch die Bedrohungen von außen werden immer raffinierter. Wie schön wäre es, wenn es eine Möglichkeit gäbe, sich gegen beides zu schützen Es gibt diese Möglichkeit. StandGuard ist eine Sicherheitslösung für die iseries in Echtzeit. Sie ermöglicht Ihnen, schnell und einfach eine fein skalierte Sicherheitspolitik in einem Netzwerk multipler Systeme einzurichten. Schützt intern und extern Dienste sicherstellen Störungsfreier Übergang Sicherheit über alles Testen Sie StandGuard Network Security 30 Tage kostenlos. Unverbindlicher Download unter Kontakt: Bytware Europe Telefon Bytware. All Rights Reserved. SGNS Hand Midrange Magazin Half German.indd 1 6/22/10 9:58:49 AM 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 5

6 MIDRANGE AKTUELL TICKER Multiline-Fax-Power für IBM Power System i Û Zuwachs bei der Unified-Communication-Lösung ecomplus: Ab sofort ist die neue Hardware-Generation ecomplus gateway für IBM i mit der Software Version 8.41 verfügbar. Neben dem bisherigen Hardware-Modell ecomplus-fax ISDN/LAN als 1-Leitungsgerät stehen nun mit den neuen Modellvarianten ecomplus gateway Mehrleitungsgeräte zum gleichzeitigen Anschluss von bis zu vier Fax-Leitungen zur Verfügung. Fax-Leitungserweiterungen können bei ecomplus gateway Geräten ganz nach dem tatsächlichen Bedarf vorübergehend oder dauerhaft über entsprechende Lizenzcodes erfolgen. Temporär z. B. zum Auffangen von saisonalen Belastungsspitzen (oder auch im Wartungsfall an anderen Geräten) sowie permanent für dauerhafte Kapazitätserweiterungen. Die aktuellen IBM Power Systeme für IBM i sind standardmäßig mit LAN-Anschlüssen ausgestattet. Für einen Umstieg von alten Fax-Boxen mit Twinax-Anschlüssen (von Gräbert oder auch von anderen Herstellern) auf moderne ecomplus gateway ISDN LAN Anschlusseinheiten, bietet Gräbert attraktive Austauschkonditionen für Altgeräte. SAP-Ticker +++ SAP-Ticker +++ SAP-Ticker +++ SAP-Ticker +++ Û apps4erp.de knackt die 200-er Marke. Nur wenige Wochen nach dem Start hat das Online-Portal apps4erp. de einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mittlerweile können bereits mehr als 200 SAP-Zusatzlösungen ausgewählt werden, die von über 75 SAP-Partnerunternehmen äußerst preisgünstig angeboten werden. Täglich werden bis zu 500 Zugriffe registriert. 4erp.de Û Pitney Bowes und WMD kooperieren bei DMS und SAP. Pitney Bowes Management Services und WMD arbeiten im Bereich der SAP Business Workflow-Kompetenz zusammen. Mit der WMD xflow Suite, die ganzheitlich Geschäftsvorgänge in SAP abbildet, werden Unternehmen adressiert, die zum Kundenumfeld der WMD zählen und eine digitale Poststelle realisieren möchten oder bereits Teile ihres Dokumentenmanagements an Pitney Bowes vergeben haben. Û CoreMedia präsentiert CMS-Lösung für SAP NetWeaver Portal. CoreMedia, Anbieter von Web Content Management-Lösungen, hat das CoreMedia CMS for SAP NetWeaver Portal vorgestellt. Die Lösung wurde gezielt für Unternehmen entwickelt, die einerseits mehr Nutzen aus ihren Investitionen in SAP NetWeaver-Portale ziehen wollen und andererseits ihren Anwendern eine effizientere Erstellung und Aktualisierung ihrer Portalinhalte ermöglichen möchten, ohne dass sie dabei auf die Unterstützung der IT-Abteilung angewiesen sind. de Û Steeb und untersee führen SAP bei KACO new energy ein. Die KACO new energy GmbH führt SAP Business All-in-One ein. Das Projekt realisieren die beiden SAP-Spezialisten untersee GmbH und Steeb Anwendungssysteme GmbH. Kaco will damit sein internationales Wachstum sicherstellen sowie die Servicequalität erhöhen. Û H&S etabliert neue Business Unit. Parallel zur Einführung von Professional Archive Manager (PAM) for Notes ist die Entscheidung von H&S Software AG für ihren neuen Geschäftsbereich gefallen. Darunter werden ab sofort weltweit alle Aktivitäten des Unternehmens um Lotus Domino/Notes. Û IBM Mitarbeiter leisten 10 Millionen Stunden Ehrenamt IBMer investierten in den letzten fünf Jahren über 10 Millionen Stunden in über 70 Ländern. Damit leisten IBM Mitarbeiter mehr Zeit im Ehrenamt als die jedes anderen Unternehmens. Allein in Deutschland leisteten IBMer und Pensionäre über freiwillige Stunden für gemeinnützige Projekte. Û Kostenloses ebook von IBS. Nach der sehr erfreulichen Resonanz auf das erste ebook 6 Margenkiller in Großhandel und Distribution, stellt International Business Systems (IBS) nun das nächste kostenlose ebook Die sieben Todsünden der Distributionskosten-Kontrolle zur Verfügung. bit.ly/90nnlu Û VEDA Software erfolgreich mit Power7. Die VEDA GmbH hat ihre Anwendungen in den Bereichen HR sowie Finance & Accounting auf dem neuen Betriebssystem IBM i V7R1 getestet und offiziell seit Verfügbarkeit der neuen Power7 Prozessoren freigegeben. Û Haworth Gruppe setzt auf VLEXgroup. Die Haworth-Gruppe hat den europaweiten Launch des ERP-Systems des Varianten-Spezialisten VLEXsoftware (ehemals SWING GmbH) erfolgreich abgeschlossen. Das neue System wurde als Multisite-Umgebung sukzessive in allen elf europäischen Ländergesellschaften für mehr als 600 User eingeführt. 6 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

7 Attachmate geht Insiderbetrug mit Luminet an Sensible Daten bewachen Attachmate gibt die Verfügbarkeit von Attachmate Luminet bekannt. Dabei handelt es sich um eine Fraud-Management-Softwarelösung, die Benutzeraktivitäten syste matisch erfasst, analysiert und daraus juristisch verwertbare Informationen erstellt. sationen bereits seit Langem in umfassende und robuste IT-Sicherheitslösungen und -strategien investiert haben, um ihre unternehmenskritischen Daten vor externen Angriffen zu schützen, gibt es oftmals keinen effektiven Weg, kriminelles Verhalten von Mitarbeitern zu erkennen und zu unterbinden. Je komplexer sich das Aufspüren von Insiderbetrug gestaltet umso sorgfältiger müssen Unternehmen ihre sensiblen Daten schützen. Attachmate Luminet setzt Daten aus der Applikationsüberwachung in rechtswirksame Informationen um. Mit Attachmate Luminet sind Compliance-Auditoren und Betrugsspezialisten in der Lage, innerhalb eines funktionsstarken Fallbearbeitungssystems Benutzeraktivitäten in Echtzeit zu analysieren, Anwendungs-Screens aufzuzeichnen und wiederzugeben sowie verdächtige Verhaltensmuster zu analysieren. ó Attachmate Germany GmbH, Unterföhring Unternehmen und Organisationen sind so in der Lage, die Vertraulichkeit ihrer sensiblen Daten zu schützen, Insiderdelikte zu bekämpfen und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben sicherzustellen. Die Bedrohungen und Risiken aufgrund von Insiderbetrug und durch nicht bestandene Audits wachsen stetig. Dreh- und Angelpunkt sind oftmals Mitarbeiter, die ihre Zugriffsrechte auf vertrauliche Informationen missbrauchen. Während die meisten IT-Organiwww.attachmate.de Für POWER-Könner Holen Sie sich aktuelles Wissen! Carmen Rasche SQL-Abfragen tunen Für Datenbankadministratoren und Programmierer ca. 350 Seiten 198, * Theo Bär IBM WebQuery für System i Das neue Tool für Abfragen, Auswertungen, Analysen und Präsentationen ca. 350 Seiten 198, * Richard Dolewski System i Disaster Recovery Planung So erstellen Sie einen wirkungs vollen, vollständigen und zuverlässigen Plan ca. 650 Seiten 248, * Klaus-Peter Luttkus Rational Developer für IBM i (RDi) Klassische IBM-i-Programmierung mit RPG, Cobol, CL und DDS ca. 500 Seiten 248, * per Fax Bestellung Ted Holt, Kevin Forsythe, Doug Pence, Ron Hawkins System i Konzepte und Technik für Administratoren, Programmierer und Systemoperating ca. 840 Seiten 248, * im Web * zuzüglich Versand kosten anteil. Abonnenten von MIDRANGE MAGAZIN oder TechKnowLetter erhalten 10 % Treuebonus. ITP VERLAG ı Kolpingstraße 26 ı Kaufering ı Telefon ı Fax ı 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 7

8 MIDRANGE AKTUELL Köpfe Die Anforderungen an Beschäftigte sind heute hoch: Sie sollen viele Dinge gleichzeitig erledigen und immer auf dem neusten Stand sein. Doch kein Trend ohne Gegentrend. Werner Tiki Küstenmacher, bekannt durch den Bestseller Simplify your life, gibt auf der Zukunft Personal in Köln Tipps weiter, wie sich das Arbeitsleben vereinfachen lässt. Frank Fischer Leitung Mobile Communications Valeria Münch Key Account Managerin Frank Fischer übernimmt zum 1. Juli die Leitung des Bereichs Mobile Communications bei Microsoft Deutschland. Er wird sich auf die Markteinführung von Windows Phone 7 sowie den Aufbau neuer Vertriebs-Partnerschaften in Deutschland konzentrieren. Frank Fischer kann auf acht Jahre Erfahrung bei Microsoft zurückblicken und war zuletzt Senior Manager Marketing und Technologieberatung. Unter anderem war er auch entscheidend an der Markteinführung von Windows Vista und Windows 7 beteiligt. Frank Fischer berichtet in seiner neuen Funktion an Moritz Roth, der als Marketing Officer den Bereich Consumer & Online verantwortet. Thomas Wettstaedt Country Manager Österreich Valeria Münch ist ab sofort als Key Account Managerin für die Betreuung und den Ausbau von strategischen Bestandskunden bei Projectplace verantwortlich. Vor ihrem Einstieg bei Projectplace war Münch bei der Netviewer AG in Karlsruhe tätig und engagierte sich beim Aufbau des internationalen Vertriebs sowie im Bestandskundengeschäft. Valeria Münch absolvierte ihr erfolgreiches Studium der Betriebswirtschaft an der European School of Business (ESB) in Reutlingen. Christoph Müller Director SMB Thomas Baur Director Alliance Thomas Baur, 45, zeichnet ab sofort bei QlikTech als Director Alliance für das Partnerprogramm in DACH verantwortlich. Baur bringt umfangreiche Channelund Management-Erfahrung mit: Von 2007 bis 2009 war er für das Partner- Management EMIA (Europe, Middle East, India, Africa) bei Autodesk zuständig. Christof Majer, 37, der die Position des Director Alliance bei QlikTech seit 2007 innehatte, ist ins Corporate Team des BI-Anbieters gewechselt. Majer, der weiterhin in Düsseldorf dienstansässig bleibt, ist nun als Director Global Qonnect Program für das weltweite Partnerprogramm verantwortlich. Christof Majer Director Global Qonnect Program Jens Puhle Sales Manager Lawson Software gibt die Ernennung von Thomas Wettstaedt zum neuen Country Manager in Österreich bekannt. In dieser Rolle verantwortet der 45-jährige ab 1. Juni 2010 die Geschäfte von Lawson Software am österreichischen Markt. Wettstaedt verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Industrie und in der Beratung. Zum 1. Juli 2010 übernimmt Christoph Müller bei Tech Data Deutschland als Director SMB die Vertriebsleitung für den gesamten SMB-Bereich. Während der letzten vier Jahre leitete er sehr erfolgreich den Retail Vertrieb des Münchner IT-Distributors. Christoph Müller ist bereits seit zehn Jahren bei Tech Data Deutschland und aufgrund seines Werdegangs bestens für seine neue Aufgabe gerüstet. Micro Focus baut sein Engagement in der Schweiz aus: Jens Puhle (38) leitet ab sofort als Sales Manager die Vertriebsaktivitäten in dieser Region. Puhle ist seit fünf Jahren als Key-Account-Manager für Micro Focus tätig und verfügt über langjährige Auslandserfahrung. 8 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

9 workshops kalender Was machen Sie im August? Sie könnten zum Beispiel Ihr SQL-Wissen fortentwickeln. Vom 17. bis 19. August 2010, also in einer Zeit, in der erfahrungsgemäß eher wenig los ist, findet im Rahmen der MID- RANGE ACADEMY in Düsseldorf das SQL- Summer-Camp statt. Dabei handelt es sich um einen Powerworkshop in zwei Tracks. Im Track 1 lernen die Teilnehmer einfache und komplexe Abfragen sowie die Erstellung von Datenbanken. Der Track 2 widmet sich den fortgeschrittenen Techniken wie Stored Procedures, User Defined Functions oder SQL Triggern. Beiden Tracks voran steht der etwa halbtägige Start mit DB2 UDB für System i mit den Themen Implementierung, Datenbankdesign und -Modellierung sowie System i Navigator für Datenbankentwicklung. Event Termin, Ort Veranstalter SQL-Tuning der Abfragen Bremen Einführung in die Arbeit mit RPG Bremen Vegesack SQL Summercamp Track Düsseldorf SQL Summercamp Track Düsseldorf Expertentag Finanzbuchhaltung/ Liquiditätsplanung Tech Forum Verkabelung/Netzwerkund RZ-Infrastruktur Ilsfeld Hannover Expertentag Controlling Ilsfeld Mehr Termine und Veranstaltungen unter EPOS GmbH DV-Consult & Training EPOS GmbH DV-Consult & Training MIDRANGE ACADEMY MIDRANGE ACADEMY PORTOLAN Commerce Solutions GmbH ITP VERLAG PORTOLAN Commerce Solutions GmbH WebSphere Summer Academy Diese regional-orientierte Veranstaltungsreihe bietet Interessierten die Chance, sich über aktuelle technische Neuerungen im IBM WebSphere Portfolio zu informieren. Experten der IBM Software Group stellen aktuelle Ankündigungen aus einer technischen Perspektive dar und es bietet sich die Möglichkeit, sich mit den Experten und anderen Anwendern aus der Region in einer zwanglosen Runde über Anwendungsbeispiele und Architekturen auszutauschen. Agenda: WebSphere aktuell Technische Neuheiten im Schnelldurchlauf Foundation: ó WebSphere Application Server und Fea- ture Packs ó WebSphere Cloudburst ó WebSphere extreme Scale und Virtual Enterprise Connectivity: ó WebSphere MQSeries ó WebSphere Message Broker ó WebSphere Datapower ó WebSphere Enterprise Service Bus BPM: ó WebSphere Process Server ó WebSphere Lombardi ó WebSphere Business Monitor 17. August, Hamburg 25. August, Frankfurt am Main workshops seminare Juli - Grundlagen DB2 for System i - Tuning der SQL Abfragen - System i Daten in der Microsoft Office Welt - IBM Web Query für Power i Weitere Themen und Lernvideos auf unserer Homepage! 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 9

10 MIDRANGE AKTUELL FRAGE DES MONATS In vielen Branchen ist ein gesicherter und zuverlässig funktionierender Datenaustausch mit Partnern und Lieferanten unabdingbar.? DIE frage Setzen Sie in Sachen EDI auf einen entsprechend darauf spezialisierten Anbieter? DAS ergebnis 46 % nein 931 Teilnehmer haben abgestimmt 54 % ja Prozess trifft EDI Der Aussage aus der Fragestellung, dass in vielen Branchen ein gesicherter und zuverlässig funktionierender Datenaustausch mit Partnern und Lieferanten unabdingbar ist, kann uneingeschränkt zugestimmt werden. Die Branchen mit dem höchsten EDI-Durchdringungsgrad sind die Automobil- und Konsumgüterindustrie, Handel, Logistik sowie Chemie- und Hightechindustrie. Weiterhin werden in der Verpackungs- und papierverarbeitenden Industrie, im Energiesektor sowie im seriennahen Anlagen- und Maschinenbau in einer relevanten Größe EDI-basiert Daten ausgetauscht. Fortschrittliche Unternehmen realisieren Effizienz- und Produktivitätssteigerungen durch die Implementierung moderner Vertriebs, Logistik- und Bevorratungskonzepte. Die gezielte, schnelle, transaktionssichere und transparente Verteilung von Datenund Informationsströmen zwischen interagierenden Unternehmen ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Konzeptumsetzung. EDI stellt hierfür das Werkzeug für den unternehmensübergreifenden Transport und die Integration der Dateninhalte zur Verfügung. Aktuell gibt es die Tendenz, immer weniger EDI-Prozesse mit komplett vorgefertigten Lösungen zu realisieren. Zunehmend wird versucht, die konkreten unternehmensspezifischen Prozesse per EDI abzubilden. Hier bedarf es eines hohen Maßes an Prozess- und Branchen Know-how sowie an Erfahrung in EDI-Projekten, um die Wettbewerbsfähigkeit durch die Abbildung der individuellen Prozesse tatsächlich auf Dauer steigern zu können. Das Abstimmungsergebnis ist aus meiner Sicht durchaus überraschend, da ein höherer Anteil an Ja-Stimmen zu erwarten war. Grundsätzlich kann EDI durch eine Vor-Ort-Installation, als SaaS oder als Mischform aus diesen beiden Varianten realisiert werden. In der Praxis geht die Tendenz heute eindeutig in die Richtung, EDI als SaaS- Lösung zu realisieren bzw. von einer existierenden Vor-Ort-Installation auf eine EDI SaaS-Lösung zu migrieren. Ein weiterer Trend ist, dass die Kommunikation via EDI nicht mehr konkurrierend zu Fax, SMS, Mail oder Papier gesehen wird, sondern ein Verschmelzen dieser Technologien für die prozessbasierte Kommunikation zu sehen ist. Je nach Abhängigkeitsverhältnis der EDI-Partner entscheidet der Prozess über die eingesetzte Technologie. Eine Erkenntnis hat bei der Etablierung einer EDI-Kommunikation immer Gültigkeit: Zur erfolgreichen Durchsetzung einer effizienten, auf individuellen Prozessen basierenden und maßgeschneiderten EDI-Kommunikation bedarf es hochspezialisierter EDI-Anbieter. ó 10 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

11 kommentar kommentator zum unternehmen ihre meinung, bitte! Dr. Björn Georg Head of Business Process Automation retarus GmbH Seit 1992 entwickelt und betreibt Retarus Managed Services für die elektronische Kommunikation von Unternehmen und zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Das Portfolio zielt auf Großunternehmen und den Mittelstand und sorgt für optimierte Geschäftsprozess-Kommunikation mit maximaler Sicherheit und höchster Performance. Retarus betreibt seine Lösungen als Managed Service in seinen Hochleistungs-Rechenzentren. Die Retarus-Dienste befinden sich bei über internationalen Kunden aller Branchen im Einsatz, darunter die Allianz, Adidas, Bayer, Continental, Dätwyler, Edeka, Honda, Linde, O ², Puma, Revlon, Santander, Sony und Zeiss. 20 der DAX 30 Unternehmen nutzen Messaging-Services von Retarus. Rund 200 Mitarbeiter am Hauptsitz in München und in den Niederlassungen in Dubai, Lyon, Madrid, Mailand, New York, Singapur, Sydney, Wien und Zürich sorgen Tag für Tag für hohe Kundenzufriedenheit durch reibungslos funktionierende Kommunikationsprozesse. Unsere aktuelle Frage des Monats: Know-how ist keine konstante Größe, die Fortund Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter ein Muss. Betreiben Sie eine softwaregestützte Personalentwicklung? In der jeweiligen Frage des Monats erfassen wir aktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktes und fragen zum einen die Leser des +++ Monday Morning Tickers +++ und zum anderen auf unserer Homepage nach Ihrer Meinung: Û Beteiligen Sie sich und stimmen Sie ab. Die Abstimmung geschieht anonym und ohne jede weitere Befragung o. ä. Wir freuen uns ebenfalls über Kommentare zur aktuellen Frage des Monats, die Sie direkt nach Ihrem Voting eingeben können. Für Ideen für kommende Fragen kontaktieren Sie uns einfach per Û Sponsoren Tech Forum Hannover, 24. August 2010 Verkabelung /Netzwerkund RZ-Infrastruktur Leontura, istockphoto.com Effizienter und kostenoptimierter Einsatz moderner Netztechnik Der Einsatz von Verkabelungs- und RZ-Infrastruktur steht heute stark unter dem Einfl uss von Kostenoptimierung und Ressourceneinsparung. Das Tech Forum bringt Sie diesbezüglich auf den neuesten Stand in puncto Technik, Normierung und Praxisnutzen. Weitere Themen: neue Highspeed-Verkabelung, neue Glasfasertechnik, bessere Planung und Infrastruktur- Management im Rechenzentrum, Optimierung von Kühlung und Klimatisierung. Die Teilnahme am Tech Forum Verkabelung/Netzwerk- und RZ-Infrastruktur kostet regulär 190, Euro zzgl. MwSt. bzw. 140, Euro zzgl. MwSt. für Abonnenten der LANline. Im Preis enthalten sind: Kaffeepausen, Lunchbuffet, Veranstaltungsunterlagen sowie der Download der Seminarunterlagen aus dem Internet. Ihre Ansprechpartnerin: Kati Landauer, Telefon: , Eine Veranstaltung von LANline//Events 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 11

12 MIDRANGE AKTUELL IBS fokussiert sich weiter auf Großhandel und Distribution Das passende Angebot Seit rund dreißig Jahren hat sich der schwedische Software konzern International Business Systems (IBS) auf Branchenlösungen für Großhandel und Distribution spezialisiert. Anfang 2010 wurde Thomas Brandt zum IBS Regional Director GSE (German Speaking Europe) berufen und verantwortet seither das strategische und operative Geschäft in DACH. Midrange Magazin: Herr Brandt, Sie haben Anfang 2010 bei International Business Systems die Verantwortung für den deutschsprachigen Raum übernommen. Was hat Sie an dieser Aufgabe gereizt? Thomas Brandt: Da kommen gleich mehrere Aspekte zusammen, die mir recht schnell das sichere Gefühl verschafft haben, dass das Angebot von IBS einfach passt: Zum einen komme ich ja aus dem Bereich Business-Software Neben unserer klassischen IBM-Midrange- Positionierung, die auch weiterhin strategisch bedeutend bleibt, etabliert sich in der IBS-Welt schrittweise die SQL-Schiene. die zieht sich wie ein roter Faden durch meine bisherige berufliche Karriere und den ERP-Vertrieb schätze ich als die wahre Königsdisziplin ein. Denn hier findet man die hohen Potenziale, wie sie integrierte Softwarepakete wie IBS Enterprise im Vergleich zu Einzellösungen und Modulen nun mal bieten, von Einkauf über Warenwirtschaft, Verkauf bis hin zu Rechnungswesen, Distribution und Logistik. Zum anderen hat mich der Gestaltungsspielraum gereizt, den man mir als IBS Regional Director gibt. Sehen Sie, meine Berufung schließt sich direkt an die Repositionierung des IBS-Konzerns an. Und diesen Umbruch lokal nicht nur in der Denkweise zu verankern, sondern auch im täglichen Geschäft zu konkretisieren, ist eine spannende Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Midrange Magazin: Auf welche Situation sind Sie denn beim Einstieg ins Unternehmen gestoßen? Thomas Brandt: IBS hatte angesichts der weltweit gesamtwirtschaftlichen Talfahrt schon früh alle notwendigen und sicherlich harten Entscheidungen getroffen und umgesetzt, um gestärkt durch die Rezession zu kommen. Deswegen stehen wir heute auch finanziell abgerundet da und können den sich abzeichnenden ökonomischen Aufschwung gut aufgestellt mitnehmen. Mich hat man übrigens verpflichtet, um genau diese Mitnahme zu realisieren, zumal mir der Ruf vorauseilt, ein positiver Veränderer zu sein, und ich auch die notwendige vertriebliche Erfahrung mitbringe. Neben dem beschriebenen organischen Wandel, der zu mehr Effizienz, Flexibilität und Zukunftssicherheit geführt hat, hat es auch einen inhaltlichen gegeben: die weitere Fokussierung auf Großhandel und Distribution ein äußerst spannendes Umfeld, dessen Bedeutung im Zeitalter des Global Business wirtschaftlich gesehen immer mehr wächst. Insofern befand sich IBS in einer auf organisatorische Stärkung ausgerichteten Umbruchsituation. Midrange Magazin: Welche Ziele möchten Sie erreichen? Thomas Brandt Thomas Brandt: Meine Ziele liegen absolut auf einer Linie mit denen des Unternehmens. Insofern ist es wichtig, den angesprochenen Wandel des weltweit tätigen Konzerns auch vor Ort zu implementieren und tagtäglich zu leben. Das Leben ist kein Schachbrett und wer sich als ganzheit licher Partner seiner Kunden definiert, muss das nachhaltig unter Beweis stellen, indem er die dazugehörigen Hausaufgaben erledigt und entsprechend am Markt handelt. Ein schönes Beispiel für die noch deutlichere Fokussierung auf die Kundeninteressen ist unsere aktuelle ebook-aktion, über die IBS die Quintessenz der jahrzehntelangen Projekterfahrungen in Großhandel und Distribution übersichtlich darstellt. Die Leser erhalten hierüber wichtige Tipps, wo im täglichen Geschäft im Hinblick auf Margen, Umsätze, Bestände, Liquidität und Ausgaben sowohl Fallstricke als auch Ansätze zur Optimierung liegen. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist, die synergetische Nutzung der internationalen Strukturen von IBS voranzutreiben. Als internationales Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 21 Ländern bietet es sich schließlich an, über den nationalen Tellerrand zu schauen und grenzüberschreitend voneinander zu profitieren. IBS möchte hier verstärkt als Matrixorganisation auftreten, die mit straffen Strukturen die Kompetenzen für ihre Kunden genau dort nutzt, wo sie vorhanden sind. Dem Kunden muss es dabei egal bleiben können, von wem und aus welchem Land er betreut wird 12 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

13 solange die Services kompetent, schnell und zuverlässig erfolgen. Dieser Ansatz hat seinen besonderen Reiz darin, dass viele unserer Kunden ebenfalls multinational aufgestellt sind. Eine kompetenzgetriebene Betreuung ohne nationale Beschränkungen bedeutet für sie, dass jeweils ein und dasselbe IBS-Team für sie verantwortlich ist und bleibt egal, in welchem Land ihrer grenzüberschreitenden Organisation sie gerade unsere Unterstützung benötigen. Midrange Magazin: Welche Neuigkeiten oder Veränderungen können Ihre Kunden inhaltlich erwarten? Thomas Brandt: Im Mittelpunkt der Produktstrategie steht unser Flaggschiff IBS Enterprise, die modulare Distribution-Resource-Management-Suite mit ihren ausgewählten Branchenausprägungen für beispielsweise Pharmazie, Chemie, Elektronik und Food. Erklärtes Ziel ist es, wiederholbare Modelle weiterzuentwickeln, über die wesentliche Errungenschaften aus nationalen Projekten standardisiert und weltweit angeboten werden können; ganz aktuell spielt hier die Lebensmittelbranche eine besondere Rolle. Mit stark fokussierten Produkten wie IBS Distribution Intelligence als Best-of-Breed-Angebot für die Business-Intelligence in der Distribution unterstreichen wir zudem, wo unsere Thomas Brandt IBS Regional Director GSE und Polen Kernkompetenzen liegen. Vergleichbare Speziallösungen dieser Art werden noch im laufenden Jahr auf den Markt kommen. Darüber hinaus bieten wir künftig unser ausgereiftes Funktionalitätsportfolio nicht nur im Rahmen von IBS Enterprise, sondern durchaus auch angedockt an andere ERP-Welten an. Ein aktuelles Beispiel dafür ist unser leistungsstarkes Advanced-Warehouse-Management- System IBS Dynaman, das wir seit Kurzem auch im deutschsprachigen Umfeld vermarkten. Für die Anwenderschaft und IBS gleichermaßen wichtig ist außerdem der weitere Ausbau von IBS Enterprise for Windows: Neben unserer klassischen IBM-Midrange-Positionierung, die auch weiterhin strategisch bedeutend bleibt, etabliert sich hierüber in der IBS-Welt schrittweise die SQL-Schiene für uns öffnen sich damit natürlich auch neue Zielgruppen in den unteren Einstiegssegmenten. Midrange Magazin: Apropos Neukundengeschäft: Wenn man auf die Branche schaut, scheint das eher ins Stocken geraten zu sein. Was unternimmt denn IBS konkret, um hier am Ball zu bleiben? Thomas Brandt: Entscheidend ist sicherlich, dass wir zu den ersten Adressen in den engen und hoch spezialisierten Kernsegmenten von Distribution und Großhandel gehören. Denn mit ERP-Ansätzen von der Stange kommt man hier nicht allzu weit. Während beispielsweise andere Häuser eine bloße Chargenrückverfolgung anbieten, hat IBS den kompletten Chargenrückruf im System automatisiert. Stellen Sie sich nur vor, welchen Unterschied das für pharmazeutische Großhändler oder Unternehmen aus der Lebensmittelbranche macht, die schnellstens kontaminierte oder auch nur verunreinigte Produkte zurückrufen müssen, die bereits an Hunderte oder Tausende von Adressaten ausgeliefert wurden. Insofern ist alleine schon die durchdachte Positionierung am Markt eine gute vertriebliche Ausgangssituation. Wie Sie jedoch nicht nur an der Ausweitung der Plattformschiene oder unserem Hosting-Angebot erkennen können, orientiert sich IBS konsequent an den Gegebenheiten und Anforderungen des Markts. Dazu gehört beispielsweise auch, dass wir mit IBS FasTrax eine richtungsweisende Implementierungsmethode etabliert haben, die auf der Grundlage vordefinierter Prozesse und entsprechendem Business Content einen wirklich schnellen Einstieg zum Festpreis ermöglicht. Dieser Steilpass richtet sich im Übrigen nicht nur an die mittelständischen Zielgruppen, sondern kommt erfahrungsgemäß auch sehr gut im Konzernumfeld an. Für unsere Organisation im deutschsprachigen Europa zeichnet sich ferner die Ausweitung auf die osteuropäischen Märkte mit entsprechenden Wachstumsmöglichkeiten ab. Im ersten Schritt wurde unser Verantwortungsbereich bereits auf Polen erweitert und darin liegt nur der Anfang einer sukzessiven Expansion unserer vertrieblichen Potenziale. ó International Business Systems (IBS) GmbH, Hamburg 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 13

14 MIDRANGE AKTUELL Lawson setzt bei Cloud Computing auf Amazon Web Services Ab in die Wolke Während Cloud Computing für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln ist, ist Lawson bereits einen Schritt weiter: Nach einer Kooperation mit Amazon Web Services bietet Lawson seinen Kunden die Nutzung ihrer ERP-Lösung als External Cloud Service an. Dieter Roskoni, Director Product Marketing Lawson M3, erläutert die Hintergründe. Thomas Seibold: Lawson hat vor kurzem eine Kooperation mit Amazon im Bereich Cloud Computing bekannt gegeben. Was waren die Gründe dafür? Dieter Roskoni: Amazon gilt in diesem Bereich einfach als eines der führenden Unternehmen und entsprach letztlich am besten unseren Ansprüchen. Denn Amazon Web Services und hier speziell Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) bietet für unsere Lawson External Cloud Services eine sichere und verlässliche Infrastruktur mit wirklich großer IT-Kapazität, die sich v. a. auch bereits im weltweiten Einsatz bewährt hat. Amazon.com ist das Unternehmen mit der größten E Commerce-Präsenz weltweit und hat auf der Grundlage seiner Anforderungen an die Infrastruktur als Rückgrat für sein eigenes Unternehmen das Cloud- Infrastruktur-Angebot über Amazon Web Services entwickelt. Seit 2006 steht diese Infrastrukturplattform Unternehmen jeglicher Größe in der Cloud zur Verfügung und bietet Skalierbarkeit in Bezug auf jedweden Bedarf. Durch die Kooperation mit Amazon können wir unseren Kunden eine weitgehend automatisierte Verwaltung ihrer Infrastruktur und ihrer IT-Aufgaben bieten, und das unabhängig vom jeweiligen Standort. Der besondere Vorteil von Amazon EC2 für den Kunden besteht darin, dass er sich nicht mehr mit den entsprechenden Hardwareanforderungen seiner Plattform auseinandersetzen und Bedarfsabschätzungen zu Kosten und Effizienz unternehmenseigener Rechenzentren abgeben muss, son- dern die Rechen- und Speicherleistung an seinen aktuellen Bedarf innerhalb kürzester Zeit anpassen, d. h. konkret sowohl erhöhen als auch verringern kann. Die IT-Infrastruktur wird also nicht nach der Höchstbelastung ausgelegt und wie im Normalfall nur zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet, sondern nach der Normbelastung, um dann beispielsweise im Weihnachtsgeschäft für November/Dezember Zusatzkapazitäten dynamisch zu nutzen. Diese Flexibilität für die Kunden, gepaart mit der großen Erfahrung von Amazon bei vergleichsweise geringen Kosten waren ausschlaggebend für unsere Entscheidung. Thomas Seibold: Welche Lawson-Produkte sind bereits Cloud-ready? Dieter Roskoni: Lawson-Kunden stehen seit Mai 2010 die ERP-Versionen des Lawson M3 und des S3 Enterprise Management Systems sowie die Lawson Talent Management Suite als Bundles zur Verfügung. Es handelt sich dabei um keine Light-Versionen, sondern um Dieter Roskoni Director Product Marketing Lawson M3 die ERP-Lösungen, die auch bisher Onpremise eingesetzt wurden. Des Weiteren stehen bereits ausgewählte Produkte als Virtual Appliances zur Verfügung. Virtual Appliances (VA) sind vorkonfigurierte Lösungen, die bereits die Software, eventuelle Fremdprodukte sowie ein Betriebssystem beinhalten und einfach in virtualisierte Umgebungen interner oder externer Clouds eingebunden werden können. Sie sind 14 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

15 im Prinzip sofort startklar und müssen nicht langwierig installiert werden. Zur Zeit sind S3-basiert folgende Anwendungen verfügbar: Lawson Smart Office, die innovative Benutzeroberfläche für Lawson-Anwendungen, Lawson Enterprise Search, das Google-ähnliche Suchfunktionen sowohl zu Daten aus Lawson-Anwendungen wie auch zu Daten aus anderen Anwendungen bietet und damit eine vereinfachte Suche nach strukturierten und unstrukturierten Daten über vielfältige Systeme hinweg. Lawson beabsichtigt mehr dieser VAs zur Verfügung zu stellen und damit die Installationszeiten und Kosten für solche Add-on-Produkte dramatisch zu reduzieren. Bestandteil von Lawson Cloud Services ist auch die Lawson Cloud Console, mit der IT-Administratoren unkompliziert die Lawson Virtual Appliances nutzen und verwalten können. Über einen einfachen Klick auf der Lawson Cloud Console kann die virtuelle Anwendung per Drag & Drop in einer Test, Entwicklungs, Schulungsoder Produktivumgebung sofort eingesetzt werden. Damit werden komplexe manuelle IT-Aufgaben, die zuvor Wochen oder Monate in Anspruch genommen haben, deutlich vereinfacht und automatisiert. Thomas Seibold: Warum sollte sich auch ein Mittelständler für Cloud Computing interessieren? Dieter Roskoni: Lawson bietet über Lawson External Cloud Services eine umfassende und voll funktionsfähige ERP-Lösung an, die sich ideal für ca. 50 bis 100 Anwender eignet. Speziell für mittelständische Unternehmen bedeutet das sozusagen ERP leicht gemacht schneller, einfacher, besser, da sie somit ihre gesamte Unternehmenssoftware kostengünstig und flexibel nutzen können, und zwar ohne die Last von On- Premise-Anwendungen. Konkret heißt das: Mit diesem Angebot sind schnellere Implementierungen möglich, aber auch die Wartung der Softwareapplikationen und Upgrade-Projekte wird damit einfacher. Gleichzeitig entfallen für den Kunden On-Premise-Hardware-Kosten, nicht zu vergessen auch die Aufwendungen im Bereich Energie und Ressourcen aus dem IT-Verwaltungsbereich. Der Kunde kann auf virtuell unbegrenzte IT-Kapazitäten zurückgreifen. Das Sizing wird einfacher, weil sich die Skalierung am konkreten Bedarf ausrichtet und Einzelinstanzen schnell hinzugefügt oder entfernt werden können. Die sichere und flexible Infrastruktur von Amazon Elastic Compute Cloud bietet dem Kunden vielfältige Auswahlmöglichkeiten und er bezahlt stets nur für das, was er auch wirklich nutzt. Temporäre Bereiche wie Test- oder Simulations um ge bungen sowie die Off-Premise-Nutzung von Kernprozessen in ihrer kompletten Funktionalität bieten weitere Vorteile. Gerade für mittelständische Unternehmen, die auf der Suche nach einer Alternative zu traditionellen Nutzungsmodellen sind, kann Cloud Computing ein einfacher Weg vom On-Premise zum Off-Premise- Modell sein: Amazon Elastic Compute Cloud bietet Flexibilität, Erschwinglichkeit und Kapazität nach Bedarf, insbesondere wenn es z. B. gilt, hohe Transaktionsvolumina zu bewältigen oder im Falle von Fusionen und Firmenzukäufen neue Anwender in bestehende Implementierungen einzubinden. Thomas Seibold: Welche Möglichkeiten bieten Sie Ihren Bestandskunden in Hinsicht auf die neuen Angebote? Dieter Roskoni: Die Lawson-Anwendungen laufen auf virtuellen Servern, die Teil der Amazon-Rechenzentren sind. Teil des Cloud-Angebots von Lawson ist auch eine Application Managed Services (AMS)-Komponente. Lawson AMS stellt die Software bereit und übernimmt auch die Pflege von Anpassungen und das Handling von Drittanbieter-Komponenten als Teil der Lösung. Lawson AMS wickelt des Weiteren die Fehlerbehebung, Wartung und Administration der Applikationen ab, der Kunde erhält Zugang zu den Anwendungsumgebungen für die Die sichere und flexible Infrastruktur von Amazon Elastic Compute Cloud bietet dem Kunden vielfältige Auswahlmöglichkeiten und er bezahlt stets nur für das, was er auch wirklich nutzt. Konfiguration und für die Administration auf Anwendungsebene. Der Kunde nutzt die Anwendung so, wie er heute den Strom aus der Steckdose bezieht, nur mit dem Unterschied, dass dieser Strom wirklich grün oder blau oder gelb ist, denn die Anwendung kann wie im On- Premise auf den spezifischen Kunden konfiguriert und angepasst werden. Außerdem bieten wir unseren Kunden ein großes Maß an Flexibilität durch verschiedene Preismodelle an, so z. B. durch das Lawson Flexible Subscription Pricing, welches dem Kunden die Möglichkeit der Subskription für seine Softwareanwendungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg mit der Option ermöglicht, nach Ende der Vertragslaufzeit die Software als Perpetual-Lizenz weiterhin zu nutzen. Dadurch unterscheidet sich Lawson External Cloud Services auch von gängigen SaaS-Angeboten der Wettbewerber, bei denen der Kunde lebenslang Miete für eine Software zahlt, obschon sie meist nach vier bis fünf Jahren für ihn unattraktiv ist. ó Lawson GmbH, Hilden Dieter Roskoni 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 15

16 SCHWERPUNKT XML, EDI, RFID, Barcode SUMMARY Jacobh, istockphoto.com Die Inhalte dieses Schwerpunktes sind vor allem aus der Logistikkette nicht mehr wegzudenken. Für jede Anforderung bzw. jedes Einsatzgebiet existieren am Markt maßgeschneiderte Lösungen. Scanning- und Datenerfassungstechnologien: Barcode vs. RFID Eine Frage der Etikette Bei der Wahl einer Identifikations- und Datenerfassungslösung stehen Logistik- und IT-Manager vor der Herausforderung, die unterschiedlichen Technologien am Markt richtig zu bewerten und das für sie am besten geeignete System zu finden. Ziel einer solchen Investition ist es, Unternehmen einen deutlichen und langfristigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Zukunftsweisende Möglichkeiten verspricht die RFID-Technologie: ein kleines Etikett voller Elektronik, an das große Erwartungen geknüpft werden. Doch auch der Barcode hat in den vergangenen Jahren immer wieder Fürsprecher gewonnen. Wer vor einer Umrüstungsentscheidung steht, sollte die Vor- und Nachteile der Technologien sorgfältig abwägen. Seinen Fortbestand verdankt der traditionelle Barcode vor allem den Innovationen in der Lesetechnik. Dabei gibt es für das Auslesen zwei grundsätzlich verschiedene Verfahren: Laser und Imaging. Laserscanner beschießen den Barcode mit ihrem Strahl. Je nachdem, ob das Licht reflektiert wird oder nicht, lässt sich eine Information auslesen. Der wichtigste Vorteil der Lasertechnologie besteht darin, dass Barcodes auch über sehr große Distanzen gemessen werden können. Der Nachteil ist allerdings die beschränkte Lebensdauer: Im Inneren des Scanners arbeitet ein empfindlicher, mechanisch bewegter Spiegel, der die Reflektionen des Laserstrahls einfängt, aber leicht zerbrechlich ist. Lineare Imaging-Systeme basieren auf der CCD-Technologie. Sie nutzen das von einem Objekt ausgestrahlte Licht und wandeln es in ein decodierbares elektronisches Signal um. Dabei erfassen sie nur einen schmalen Teil des Barcodes in Form einer ein Pixel 16 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

17 breiten Linie. So genannte 2D Imager oder Area Imager verwenden dagegen dasselbe Verfahren, wie man es von digitalen Kameras kennt. Die Imager erfassen den zu scannenden Code flächig durch das Abtasten einer Matrix. Ähnlich wie bei einem Sudoku-Puzzle werden dabei fehlende oder lückenhafte Informationen ergänzt. Ein integrierter Computer interpretiert das Bild des Barcodes und wandelt die Informationen um. Area Imager können alle Arten von 1D- und 2D-Barcodes lesen, Unterschriften erkennen oder Fotos aufnehmen. Zweidimensionale Barcodes wie der Data Matrix Code erlauben hierbei, bis zu Zeichen zu erfassen, was viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Ein klarer Vorteil der Imager ist ihre Geschwindigkeit: Sie erfassen Daten um ein Vielfaches schneller als Lesegeräte, die mit Laser arbeiten. Imager sind darüber hinaus fehlertolerant. Lineare Imager erzielen auch bei schlecht lesbaren oder beschädigten Barcodes gute Ergebnisse, da sie in der Lage sind, den am besten lesbaren Teil eines Barcodes zu erkennen. Area Imager können auch verdrehte Barcodes aus unterschiedlichen Winkeln heraus (also omnidirektional) lesen. Zudem enthalten Imager keine zerbrechlichen oder beweglichen Teile und eignen sich gut für den Einsatz in industriellen Umgebungen, beispielsweise in der Automobilindustrie. RFID als Alternative? Als Zukunftstechnologie in der Etikettierung werden RFID-Tags gehandelt, die in der Tat bestimmte Bereiche der Logistik revolutioniert haben. Ein RFID-Tag ist ein kleines Etikett, das einen Transponder enthält und auf einem Produkt oder Transportbehälter angebracht wird. RFID-Lesegeräte können diese Tags mittels Radiowellen anpeilen. Dabei wird unterschieden zwischen passiven Tags, die keine eingebaute Stromversorgung benötigen und aktiven Tags, die mit einer Batterie als Energiequelle ausgestattet sind. Der Hauptvorteil von RFID liegt darin, dass der Scanner sich nicht in unmittelbarer Nähe zum Tag befinden muss, um diesen zu lesen. So lassen sich auch mehrere Produkte gleichzeitig scannen. Fortschrittliche Tags verfügen zudem über einen wiederverwendbaren Speicher, der Funktionen ermöglicht, die einfache Barcodes nicht erbringen können. So lässt sich ein Produkt über die gesamte Wertschöpfungskette verfolgen, wobei bei jeder Station und schließlich beim Kunden entsprechende Informationen über die Einzelschritte gespeichert werden können. Weitere Beispiele sind die Integration in elektronische Produktsicherungen oder die Überwachung verderblicher Produkte. Was kostet RFID? Ein Hindernis für die Marktdurchdringung der RFID-Technologie sind die Kosten für die Tags, die sich für preiswerte Exemplare auf rund 30 Cent pro Stück belaufen. RFID-Tags, die mit Batterien ausgestattet sind, oder bei denen der Speicher gelöscht und wieder neu beschrieben werden kann, kosten um die zehn Euro pro Stück. Große, wenn auch einmalige Kostenfaktoren stellen zudem die Umrüstungskosten für neue Lesegeräte und die Investitionen in eine angepasste Logistikinfrastruktur dar. Trotz aller Vorteile ist die RFID- Technologie noch mit einigen Tücken behaftet. So bereiten mitunter Produkte, die Metall oder Wasser enthalten, Leseschwierigkeiten. Ein Beispiel sind in Dosen abgefüllte Lebensmittel. Auch die Vertraulichkeit und Sicherheit von Daten bleibt ein Problem. Nicht in allen Fällen ist es aus Kapazitätsgründen möglich, die per RFID-Tag gespeicherten Daten sicher zu verschlüsseln. Folglich könnten auch Hacker auf die Daten zugreifen oder diese gar manipulieren. Friedliche Koexistenz Auch wenn RFID sich beständig weiterentwickelt, beide Technologien besitzen Vorteile in bestimmten Anwendungsszenarien. In der Fertigungsindustrie beispielsweise lässt sich Barcode mittels permanenter Verfahren wie Laser oder Ätzen direkt auf Bauteile aufbringen. Dieses so genannte Direct- Part-Marking wird u. a. in der Automobil, Luftfahrt- und Elektronikindustrie eingesetzt, wo die Teile im Fertigungsprozess besonders rauen Bedingungen unterliegen. So können diese über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg verfolgt und mittels spezieller Scanner erfasst werden. Dies erleichtert es, Sicherheits- und Garantiebestimmungen sowie weitere gesetzliche Anforderungen einzuhalten. Durch den langjährigen Einsatz von Barcodes haben sich zudem Standards entwickelt, die einen zuverlässigen und systemübergreifenden Einsatz garantieren. Barcodes überzeugen durch ihre Speicherkapazität, Flexibilität und die Möglichkeit, frühere Investitionen in die IT-Infrastruktur optimal auszuschöpfen. Mit der sicheren Anbindung an Host-Systeme sorgen Barcodes für einen reibungslosen Datenaustausch mit geringer Fehlerquote. RFID stellt insbesondere dann seine Vorzüge unser Beweis, wenn größere Ladungen als Ganzes verfolgt werden müssen. Ebenso lohnt sich die Verwendung von RFID-Tags bei wiederverwertbaren Gütern wie Gasbehältern. Auch die Kennzeichnung großer Paletten und Boxen mit Zusatzinformationen wie dem Haltbarkeitsdatum hat durchaus Vorteile für die Lagerung und den Transport. Bei kurzlebigen, kleinteiligen Transportelementen wie Joghurtbechern wird sich RFID angesichts der Kosten dagegen wohl nicht durchsetzen können. Der Wettlauf um das beste System bleibt spannend und wird noch viele Innovationen auf dem Gebiet der Etikettierung hervorbringen. Philippe Buidin ó Honeywell GmbH, Puchheim 08/2010 MIDRANGE MAGAZIN 17

18 SCHWERPUNKT XML, EDI, RFID, Barcode Auszeichnung innovativer RFID-Lösungen des Mittelstands RFID Mittelstandsaward 2010 Der Bundesverband IT-Mittelstand e.v. (vormals VDEB) schreibt in diesem Jahr zum dritten Mal den RFID Mittelstandsaward aus. Der Preis wurde mit dem Award des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) und dem Projekt RFID für kleine und mittlere Unternehmen zusammengelegt. Gesucht sind innovative und wirtschaftliche RFID-Lösungen. Ziel im Rahmen des Awards ist es, innovative Unternehmen aus dem Mittelstand auszuzeichnen. Bewerben können sich Unternehmen, die erfolgreich eine RFID-Anwendung implementiert bzw. integriert haben, deren Anwendung anderen Mittelständlern den Nutzen von RFID verdeutlicht, deren implementierte Lösung nicht älter als drei Jahre ist, die nicht mehr als 500 Mitarbeiter und 50 Mio. Euro Jahresumsatz haben, es sei denn, die Lösung ist eindeutig auf kleine und mittlere Unternehmen übertragbar und deren Unternehmenssitz sich in Deutschland befindet. zum verband Der Bundesverband IT-Mittelstand ist ein IT- Fachverband, der mittelständische Interessen profiliert vertritt. Die Mitglieder sind in allen Bereichen der IT-Wirtschaft aktiv. Es ist das Ziel des Verbands, durch intensive Netzwerkbildung das Unternehmenswachstum und die Produktivität der IT-KMUs zu beschleunigen und die Marktentwicklung voranzutreiben. Stellvertretend für seine Mitglieder ist der BITMi Kontaktstelle für Endkunden, die sich auf den neuesten Stand der Informationstechnologie bringen wollen oder nach Lösungen für ihre Probleme suchen. Der Verband organisiert Veranstaltungen, kultiviert ein weitreichendes Partnernetzwerk, realisiert erfolgreiche Public-Relations-Kampagnen und organisiert den Wissenstransfer mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Besonders Letzteres ist wichtig für die Fachgruppen des BITMI, die neuen Technologien wie Radio Frequency Identification (RFID) diskutieren und die Ergebnisse publizieren. Etliche Zertifizierungen des BITMI, wie das BITMI-Gütesiegel oder das ISO 9001-QM-System, basieren auf Arbeiten der Fachgruppen. Bewertungskriterien In die Bewertung fließen Faktoren wie Innovationsgrad, und Kreativität ein. Berücksichtigt wird auch, wie die Umsetzung realisiert wurde und welchen Nutzen das Unternehmen dadurch generieren konnte. Weiterhin ausschlaggebend ist die Übertragbarkeit der Lösung auf andere Anwendungen bzw. Anwender. Die Preisträger werden von einer namhaften Jury gekürt, bestehend aus: ó Ralf Franke, Bun- desministerium für Wirtschaft und Technologie, Referat VI B2, IT-Anwendungen, Digitale Integration ó Harald Dittmar, Geschäftsführer der sys-pro GmbH ó Dr. Oliver Grün, Vorstandsvor- sitzender des Bundesverband IT-Mittelstand e.v. ó Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen, Geschäfts- führender Vorstand des VVL e.v. ó Prof. Dr.-Ing. Uwe Meinberg, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme ó Jörg Pretzel, Geschäftsführer GS1 Germany GmbH ó Frank Schmid, Senior Managing Consultant, RFID-Mittelstandslösungen IBM Deutschland GmbH ó Frithjof Walk, Vorstandsvorsitzender AIM-D e.v. ó Herbert Wegmann, General Manager Industrial Communication Siemens AG ó Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart Der Gewinner des RFID Mittelstandsaward 2010 erhält ein Preisgeld von Euro. Zusätzlich wird ein Film erstellt, indem dessen RFID-Lösung vorgestellt wird. Die Preisträger des zweiten und dritten Preises werden veröffentlicht und erhalten eine Urkunde. Alle Gewinner erhalten die Möglichkeit, mit der Auszeichnung zu werben. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember 2010 in Stuttgart im Rahmen des RFID Anwendersymposium 2010 unter dem Motto RFID im Mittelstand statt. Bewerbungen können online bis zum 17. Oktober 2010 unter oder unter ness.iao.fraunhofer.de/rfid_award eingereicht werden. ó Bundesverband IT-Mittelstand e.v. (BITMi), Aachen 18 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

19 PROMOTION Kubota Baumaschinen GmbH setzt beim Datenaustausch mit SAP auf i4xml von GOERING iseries Solutions Modern aufgestellte Unternehmen mit entsprechend integrierten IT-Systemen achten bewusst auf Standards im Datenaustausch. XML ist hier das ideale Format, da es auf sehr vielen Plattformen und vielen Systemen unterstützt wird. Aktuelle Releases von i5/os unterstützen immer mehr eine direkte Verarbeitung dieses Formats z. B. aus RPG heraus. Um aber eine wirklich praxistaugliche Kommunikation zu gewährleisten ist die Verwendung spezialisierter Tools angesagt. Bereits seit 2003 bietet die GOERING iseries Solutions ihr Tool i4xml an und unterstützt seitdem Anwender, die auch ohne XML-Studium anspruchsvolle Aufgabenstellungen erledigen müssen. Die Kubota Baumaschinen GmbH in Zweibrücken setzt seit Ende 2005 mit großen Erfolg das GOERING-Tool ein. Die Kubota Baumaschinen GmbH ist Marktführer für Kompakt- und Kurzheckbagger in Deutschland. Die zum größten Teil in Zweibrücken produzierten Maschinen stehen für Qualität auf höchstem Niveau. Innovative Technik, Leistungsstärke, Wirtschaftlichkeit und Wartungsfreundlichkeit sind die herausragenden Merkmale dieser Produktgruppe. Kubotas Wurzeln reichen zurück in die Zeit der industriellen Revolution, als viele technische Entwicklungen stattfanden, die heute noch Einfluss auf unser Leben haben. Während Rudolf Diesel in Deutschland den Dieselmotor im Jahre 1892 patentieren liess, gründete Gonshiro Kubota im Jahre 1890 in Japan die Firma Kubota. Das Produktportfolio der Kubota Baumaschinen GmbH umfasst die folgenden Produkte: Kompaktbagger Kurzheckbagger Radlader Kettendumper Die Einsatzgebiete von i4xml bei Kubota sind hauptsächlich der Datenaustausch mit verschiedenen Systemen, stets im Zuammenhang mit SAP R/3. So werden zwischen dem iseries ERP-System Infor XA und SAP R/3 vollautomatisch Kundenaufträge, Reservierungen, Lagerbestände, Stammdaten, etc. ausgetauscht. Der Datenaustausch erfolgt zum Teil mit dem in i4xml integrierten FTP-Versand incl. Übertragungsfehlerprotokollierung und Wiederanlauf. Bei eingehenden XML-Strömen wird die i4xml-validierung angestoßen und automatisch entsprechende Fehlermeldungen an das abgebende System gesendet. Ein anderes Haupteinsatzgebiet ist der Datenaustausch zwischen SAP R/3 und dem Logistikzentrum in Rotterdam. Hier werden alle Versandvorgänge vom Logistikzentrum Broekman ausgeführt. Sämtliche Versandanweisungen, Lieferbestätigungen, Terminänderungen, etc. werden im XML-Format ausgetauscht. Die Automatismen verarbeiten mehrere Hundert XML-Ströme pro Tag. Alle Daten werden als XML-Strom und als DB2/400-Datei vollautomatisch archiviert. Wiederanlauf und Wiederholungsübertragungen sind problemlos möglich. Die durchweg positive Erfahrungen lassen das Unternehmen entspannt in die Zukunft sehen. Grund dafür sind hauptsächlich der ausgezeichnete Support von Fa. Goering ise- ries Solutions, die native iseries Anwendung, die leichte Erlernbarkeit und Parametrisierung sowie die absolut stabile Anwendung. Zusammenfassung: Mit i4xml lassen sich alle Vorteile der variablen XML-Datenstruktur nutzen ohne auf die gewohnte Stabilität und Zuverlässigkeit der iseries verzichten zu müssen. Die unter Umständen sehr komplexen XML- Hierarchien werden von i4xml in leicht verständliche DB2/400-Dateien extrahiert und stehen für alle Arten von Weiterverarbeitung und Auswertung zur Verfügung. GOERING iseries Solutions Die Modernisierungs-Experten Alter Unteröwisheimer Weg Bruchsal Deutschland Tel Fax Willie Lippl

20 SCHWERPUNKT XML, EDI, RFID, Barcode Datenfunklösung für Geschenkverpackungen Einfach und effizient Die Famulus Verpackungen Horst GmbH ist einer der führenden deutschen Hersteller für hochwertige Geschenkverpackungen. Flexibler Service sowie eine zuverlässige und schnelle Lieferbereitschaft sind ein Muss für das Unternehmen. Die dafür notwendigen logistischen Prozesse gewährleistet Famulus im Zentrallager in Hasselroth u. a. mit einer Datenfunklösung für die Ein- und Auslagerung. Zum Einsatz kommen WLAN-Terminals vom Typ CipherLab Die Auswahl der Geräte sowie die Implementierung der entsprechenden Client- und Serversoftware verantwortete die aisci Ident GmbH aus Bad Salzuflen gegründet, gehört das in der fünften Generation geführte Familienunternehmen Famulus Verpackungen Horst GmbH heute zu den führenden Herstellern von hochwertigen Geschenkverpackungen. Über Geschenkverpackungen, Tragetaschen, Versandkartons, Präsentkörbe und Holzkisten sowie Zubehör und Acces- zum unternehmen Die 1995 gegründete aisci Ident GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen hat sich auf automatische Identifikationssysteme spezialisiert. Neben dem Vertrieb von Systemen zur Erzeugung und Erfassung von Barcodes bietet das Systemhaus umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen rund um Barcode-Hardund -Software. Dazu zählen u. a. Individual- Programmierung, Teststellung, Unterstützung bei der Datenfunk-Integration sowie ein Barcode-Prüfservice und der umfangreiche Reparatur-Service. aisci vertreibt Produkte im Bereich mobile Datenerfassung, Barcode- Scanner, Etikettendrucker sowie Barcode- Prüfgeräte für den Einsatz in Produktion, Handel, Logistik und weiteren Bereichen. Zu den Kunden zählen u. a. Hermes Logistik, IKEA Trading, Meyer Werft, Nolte Küchen, REWE, Schenker Deutschland sowie Siemens und Südzucker. soires umfasst das Produktportfolio von Famulus. Am Hauptsitz in Hasselroth verfügt der Verpackungshersteller über ein m 2 großes Hochregallager mit Palettenstellplätzen. Nach der Fertigstellung unseres Hochregallagers waren wir auf der Suche nach einer einfachen und effizienten Lösung für unser Lagermanagement, erklärt Geschäftsführer Alexander Horst. Es galt, eine Datenfunklösung für die im Lager eingesetzten Gabelstapler zu finden, mit der Ein- und Umlagerungen von sortenreinen Paletten verbucht werden können. Darüber hinaus sollte auf den Terminals jederzeit eine Auskunft über den aktuellen Regalstellplatz eines gesuchten Artikels abrufbar sein. Mit diesen Anforderungen wandte sich Famulus an die aisci Ident GmbH. Der Auto-ID-Experte schlug Famulus den Einsatz von CipherLab 8370 WLAN- Terminals vor. Für das Projekt lieferten wir die komplette Hardware und implementierten auch die Client- und Serversoftware, fasst Peter Ciolkowski, Geschäftsführer der aisci Ident GmbH, die Aufgabenstellung bei Famulus zusammen. Datenfunkanbindung Anfangs haben wir mit dem Kunden über die verschiedenen Möglichkeiten der Datenfunkanbindung diskutiert und uns dann gemeinsam gegen eine Terminalemulation und für eine Client/ Server-Anwendung entschieden, erläutert Peter Ciolkowski. Der wesentliche Vorteil dieser Lösung ist, dass Verbindungsabbrüche keine offenen Sessions 20 MIDRANGE MAGAZIN 08/2010

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