Dr. Uwe Perlitz Dezember Perspektiven Healthcare

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1 Dr. Uwe Perlitz Dezember 2004 Perspektiven Healthcare

2 Gliederung Weltwirtschaftliches Umfeld Konjunkturelle Entwicklung in Deutschland Tendenzen in der Medizintechnik und deren Abnehmer Trendaussagen Fazit

3 Weltwirtschaftliches Umfeld Weitgehend synchrone Aufwärtsbewegung in allen wirtschaftlich bedeutenden Regionen der Welt USA fungieren erneut als Konjunkturlokomotive (BIP real 2004: +4,4%; 2005: + gut 3%) Asien (ohne Japan) erlebt Boom Japan profitiert 2004 von stark steigenden Exporten Westeuropäisches BIP steigt unterdurchschnittlich (2004/2005: real + rd. 2% p.a.) Osteuropa von EU-Erweiterung begünstigt

4 Industrieproduktion in Deutschland Wirtschaftszw eige Automobilindustrie 2,2 % gg. Vj. 4,5 3,5 Maschinenbau -1,6 4 3,5 Elektrotechnik 3,0 6 5 Chemieindustrie 0,3 2 2,5 Stahlindustrie -4,5 3 2 Kunststoffwaren 1,8 5 4 Textilindustrie -3, Ernährungsgew. 0,5 1 1 Verarb. Gewerbe 0,2 3, : deutliche Produktionszunahme Aufschwung bei Investitionsgütern Auslandsnachfrage dominiert 2005: wieder merkliches Wachstum erwartet Prämissen: sinkender Ölpreis; niedrige Zinsen Konsumgüterbranchen weiterhin schwach Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research

5 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland *) 10*) *) eigene Schätzung Quelle: Statistisches Bundesamt 1990/00: +2,4 Mio. 2000/10: +1 Mio. Mio Im laufenden Jahrzehnt steigt Bevölkerungszahl nicht mehr so schnell wie in vergangener Dekade Im Verlauf stagniert sie bereits gegen Ende des Jahrzehnts Gravierende Verschiebung in der Altersstruktur positiv für Gesundheitsmarkt

6 Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland Anteile an Gesamtbevölkerung < >65 % Geburtenstarke Nachkriegsjahrgänge erreichen Rentenalter Demgegenüber sinkt Zahl der unter 15-Jährigen 2050 etwa 30% der Menschen in Deutschland älter als 65 Jahre Impulse für Gesundheitssektor Quelle: Statistisches Bundesamt

7 Medizintechnik*) in Deutschland Auftragseing. Produktion 2000= : Produktionswachstum mit 5% wie langjähriger Durchschnitt (2003/1995) 2004 (Jan./Sept.): +3% gg. Vj. Gesundheitsreform wirkt negativ Prognose 2005: +4% dynamische Auslandsnachfrage setzt sich fort *) Elektromedizintechnik u. medizinmechanische Erzeugnisse Quelle: Statistisches Bundesamt

8 Medizintechnik*) in Deutschland Auftragseingang 2000=100 Ausland Inland Auslandsnachfrage expandiert 2003: real +5% 2004: Jan./Sept. +22% gg. Vj. Niveau der Inlandsaufträge deutlich unter Auslandsorders 2003: +3% Jan./Sept. 2004: +2% gg. Vj. *) Elektromedizintechnik u. medizinmechanische Erzeugnisse Quelle: Statistisches Bundesamt

9 Regionale Absatzstruktur für Medizintechnik Japan 11% Sonstige 16% Europa 30% USA 43% Weltmarkt insgesamt knapp EUR 190 Mrd. USA größter Einzelmarkt Deutschland mit knapp EUR 20 Mrd. an dritter Stelle nach Japan Zu den Wachstumsregionen zählen China, Brasilien und Osteuropa Quelle: BVMed

10 Medizintechnik Entwicklung der Exportquote*) *) Anteil Auslandsumsatz am Gesamtumsatz Quelle: Statistisches Bundesamt % Expansiver Anstieg der Exportquote um 14%-Punkte gegenüber : mit 54% merklich über ges. Industrie (39%) Hauptabnehmer: EU-Länder > 40% USA etwa ein Fünftel MOEL knapp ein Zehntel

11 Geschäftserwartungen Medizintechnik 60 Medizintechnik Verarb. Gew erbe Wichtiger Frühindikator auf der Basis von Unternehmensbefragungen Geschäftserwartungen 2004 besser als Industrie insg. und zuletzt wieder nach oben gerichtet Quelle: ifo Institut

12 Erzeugerpreise Medizintechnik % gg. Vj ,6 1,2 0,8 0,4 0,0-0,4-0,8 Trotz reger Nachfrage 2003/2004 kaum Spielräume für Preisanhebungen Gründe: harter Wettbewerb und verschärfter Druck marktstarker Abnehmer durch Verkaufsbündelung *) Elektromedizintechnik u. medizinmechanische Erzeugnisse Quelle: Statistisches Bundesamt

13 Struktur der Krankenhäuser in Deutschland Anteil der Krankenhäuser in % Private Öffentliche 24% Zahl öffentlicher und 37% gemeinnütziger Krankenhäuser seit 1990 rückläufig (-2% p.a.) Gemeinnützige 39% Zahl priv. Krankenhäuser nahm zu (+4% p.a.), aber noch Minderheit Quelle: Dt. Krankenhausgesellschaft

14 Krankenhäuser in Deutschland *) *) Neuere Daten nicht verfügbar Quelle: Dt. Krankenhausgesellschaft : weniger Krankenhäuser als im Jahr zuvor Einrichtungen kommun. Gebietskörpersch. von Schließungen besonders betroffen teilweise von priv. Betreibern übernommen noch immer bessere Versorgung als in westeurop. Nachbarstaaten

15 Arztpraxen in Deutschland ' Zahl der Arztpraxen 2003/1991: +30% Aber Zunahme im langjährigen Durchschnitt verlangsamt dadurch nicht mehr so hoher Bedarf nach Medizintechnik wie in Vergangenheit Quelle: Statistisches Bundesamt

16 Zahnarztpraxen in Deutschland ' Zahl der Zahnarztpraxen 2003/1991: +15% Zunahme bei Zahnarztpraxen niedriger als bei Arztpraxen 2003: +0,3% Von den Zahnarztpraxen etwa 85% Einzelund 15% Gemeinschaftspraxen Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung

17 Trendaussagen (1) Hohes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung hält an Keine Impulse von Bevölkerungszahl - aber starker Rückenwind durch Überalterung Weiterhin Einsparungen wegen Finanzierungsproblemen im Gesundheitswesen unausweichlich Auch in Zukunft Rückenwind von Auslandsmärkten Produktionswachstum in Medizintechnik mittelfristig weiterhin hoch: real +4% p.a., aber weniger als im langjährigen Durchschnitt

18 Trendaussagen (2) Investitionsstau in Krankenhäusern und Arztpraxen löst sich allmählich auf (etwa EUR 10 Mrd.) Teure Apparate werden zunehmend geleast Wettbewerb gewinnt durch starke Anbieter aus USA u. Japan an Intensität Dank Fallpauschalen in Krankenhäusern mehr Transparenz und Effizienz Zahl nimmt weiter ab Notwendigkeit zur Kostenreduzierung führt zu Zusammenschlüssen dadurch: Synergieeffekte bei Einkauf, Verwaltung

19 Fazit Weltwirtschaft erlebt Boom Zunahme des BIP in Deutschland erwartet Medizintechnik: mittelfristig hohes Fertigungsplus (Gründe: Gesundheitsbewusstsein, Alterung der Bevölkerung), aber weniger als in der Vergangenheit Chancen auf expandierenden Auslandsmärkten Im Inland weniger Möglichkeiten durch Zusammenschlüsse von Krankenhäusern Leasing von Apparaten weiter auf Erfolgsstraße

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