5. November 2015 WOCHENBAROMETER MARKTBERICHT VOLKSWIRTSCHAFT

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1 MARKTBERICHT VOLKSWIRTSCHAFT WOCHENBAROMETER 5. November 2015 Verlässt Renzi den Reformkurs? Italien droht nach einer eineinhalbjährigen Reformrallye in alte Muster zurückzufallen. Mit Steuergeschenken will Ministerpräsident Matteo Renzi seine politische Macht erhalten. Allerdings geht das nur mit neuen Schulden. Damit verlässt Italien den Sparkurs, bevor es diesen richtig eingeschlagen hat. Vor dem Amtsantritt von Renzi galt Italien als hoffnungsloser Fall. Zwar zählt Norditalien mit der Region Turin, Mailand und Genua zu den wirtschaftlichen Top- Regionen in Europa, aber berücksichtigt man das gesamte Land, tritt die Wirtschaft seit 15 Jahren auf der Stelle. Besonders problematisch sind die hohen Schulden, die mittlerweile 133% des BIP ausmachen. Hier ist Italien Tabellenvorletzter in der Eurozone. Letzter ist Griechenland mit einer Quote von 182%. Jetzt zeigt sich ein Silberstreif am italienischen Konjunkturhimmel. Nach dreieinhalb Jahren Rezession ist Italien 2015 langsam wieder auf Wachstumskurs und die Perspektiven sind besser denn je. Das ist vor allem der Verdienst von Renzi. Seit seinem Regierungsantritt im Frühjahr 2014 ist Italien in puncto Reformen zum Vorreiter der Eurozone geworden. In hohem Tempo hat Renzi wie versprochen eine Reform nach der anderen angestoßen. Betroffen sind der Arbeitsmarkt, Justiz, Verwaltung und Schulen und selbst vor dem Wahlrecht und dem Parlament macht Renzi nicht halt. Ausgerechnet jetzt, wo sich die positiven Signale aus der Wirtschaft häufen, gerät der Reformmotor ins Stottern. Wie bei allen Politikern geht es auch bei Renzi um das politische Überleben. Mit seinen zum Teil recht radikalen Veränderungen hat er viele seiner politischen Weggefährten aus dem linken Lager überfordert. Die Bevölkerung zeigt sich ebenfalls skeptisch, was sich in den Zustimmungswerten widerspiegelt. Ein wichtiger Grund dafür dürfte sein, dass trotz erster Erfolge am Arbeitsmarkt die Arbeitslosigkeit, insbesondere bei Jugendlichen, immer noch bedrückend hoch ist. Für das Referendum über die Parlamentsreform braucht Renzi jedoch eine breite Zustimmung. So greift er auf das Allheilmittel aller Regierungen zurück, auf Steuersenkungen ganz im Stile seines Vorgängers Berlusconi. Entlastet werden sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer. Zudem soll die Immobiliensteuer auf Ersthäuser- und wohnungen abgeschafft werden. Haushaltslöcher lassen sich auf diesem Weg nicht stopfen, gar nicht zu denken an den Abbau des Schuldenberges. Langfristige Wachstumsförderung sieht anders aus. Damit rückt das Ziel, das strukturelle Haushaltsdefizit schnellstmöglich auf null zu senken, in weite Ferne. Stattdessen kritisiert Renzi bei jeder Gelegenheit die aus seiner Sicht unangemessene Brüsseler Sparpolitik. Diese Art von Rhetorik verheißt nichts Gutes. Wenn Renzi jetzt ohne erkennbare Not wieder auf Schulden setzt, verspielt Italien Vertrauen. Außerdem verliert Europa ein so dringend benötigtes Vorbild für mutige Reformen. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 1

2 Rentenmärkte Janet Yellen macht den Zinsen Beine. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone liegen die Renditen der Staatsanleihen deutlich über dem Niveau der Vorwoche. Zunehmende Spekulationen auf eine nahende Zinswende in den USA hat den Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks Auftrieb verliehen. Die Rendite der zweijährigen US-Treasuries stieg auf 0,82%, den höchsten Wert seit April Im zehnjährigen Laufzeitsegment gab es in der Berichtswoche ebenfalls einen kräftigen Rendite-Sprung von 2,08 auf 2,22%. Noch deutlicher fiel die Reaktion bei den zehnjährigen Bundesanleihen aus. Ihre Rendite zog um 16 bp auf 0,60% an, obwohl die EZB Vorbereitungen für QE2 trifft. Unterstützung für die Märkte kam zudem aus China. Staatspräsident Xi Jinping erläuterte den neuen Fünfjahresplan und zeigte sich zuversichtlich, dass das Reich der Mitte bis 2020 ein (unerwartet hohes) jährliches Wachstum von mindestens 6,5% erreichen wird. Der entscheidende Impuls für den Zinsanstieg der letzten Tage kam von der US- Notenbankchefin Janet Yellen. Nach ihrer Ansicht läuft die US-Konjunktur rund. Yellen sieht einen Zinsschritt im Dezember als reelle Möglichkeit an, wenn die Datenlage dem entsprechen würde. Dabei lieferten die jüngsten Konjunkturnachrichten ein gemischtes Bild. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes enttäuschten mit Rückgängen. Allerdings überraschte der ISM-Index des Dienstleistungssektors mit einem kräftigen Zuwachs auf 59,1 Punkte. Auch der ADP-Arbeitsmarktbericht für Oktober lag mit einem relativ starken Zuwachs von Arbeitsplätzen über den Erwartungen. Ob sich der Beschäftigungsaufbau tatsächlich wieder nennenswert beschleunigt, werden am die Arbeitsmarktdaten (payrolls) vom Oktober zeigen. Erwartet wird zwar mit rund ein höherer Stellenzuwachs als im September ( ), allerdings dürfte die Fed erst mit von einem Wert von über zufrieden sein. Anderes als in den Vereinigten Staaten geht es in der Eurozone momentan um eine Lockerung der Geldzügel. So bekräftigte EZB-Chef Mario Draghi nochmals, dass die Notenbank bereit und fähig sei, alle Instrumente einzusetzen. Damit soll die niedrige Inflation dem EZB-Ziel von 2,0% näher gebracht werden. Im Oktober stieg die Preissteigerungsrate von -0,1% auf 0,0%. Die Kernrate kletterte von 0,9 auf 1,0%. Aus konjunktureller Sicht enttäuschten erneut die deutschen Auftragseingänge. Anstelle des erwarteten Anstiegs gingen sie im September zum dritten Mal in Folge zurück. Besser sah es dagegen bei den Einkaufsmanagerindizes aus. Auf breiter Front gab es viele erfreulich stabile bzw. bessere Werte, selbst in Frankreich. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Fed die Zinswende erst im März einleitet und halten den jüngsten Zinsanstieg für übertrieben. Nächste Woche sollten deshalb die Bund- und US-Treasury-Renditen wieder ein wenig zurückfallen. Zinsstrukturkurven (oben: aktuelle Renditekurven von Bundesanleihen und US-Treasuries unten: jeweilige Renditeveränderung der Laufzeiten seit 29. Oktober) USA: Staatsanleiherendite 10J. Laufzeit (in Prozent, p.a.) Deutschland: Staatsanleiherendite 10J. Laufzeit (in Prozent, p.a.) Wochenveränderung der Peripheriespreads gegenüber Bundesanleihen* (aktuelle Spreads in Klammern) Belgien (30 bp) Frankreich (35 bp) Irland (57 bp) Italien (107 bp) Spanien (116 bp) Portugal (196 bp) *Differenz generischer 10-J.-Renditen in Basispunkten Eine längerfristige Betrachtung der Rentenmärkte finden Sie in unserer monatlich erscheinenden Publikation Rententrends in % Aus Sicht eines Euro-Investors können die Renditen ausländischer Anleihen wie US-Staatsanleihen infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Berichtswoche Beginn: , 08:00 Uhr Ende: , 10:00 Uhr in bp Deutschland USA HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 2

3 Devisenmärkte Die Fed schürt Erwartungen auf Zinsschritt im Dezember. Der Dollar gewinnt an allen Fronten. EUR/USD hat in der Berichtsperiode per Saldo nachgegeben. Nach einem Wert von 1,094 in der Vorwoche sank der Kurs noch einmal um einen Cent auf nun 1,086. Die weiterhin auseinander driftenden Erwartungen bezüglich der Geldpolitik setzen den Euro damit weiter unter Druck. In der vergangenen Woche wurden darüber hinaus Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht, die noch immer auf ein robustes Umfeld schließen lassen. So überraschte der Chicago Einkaufsmanagerindex mit einem Sprung um knapp 7 Punkte von 48,7 auf 56, der ISM-Index im Dienstleistungssektor zeigte sich mit einem Anstieg von 56,9 auf 59,1 Punkten ebenfalls stark. Am Mittwoch sorgte Fed-Chefin Yellen mit Äußerungen zur Geldpolitik für einen Anstieg der impliziten Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung aus den Fed-Funds-Futures im Dezember auf nun 58%. Ob die Zinswende im Dezember tatsächlich näher rückt, hängt von der Inflationsprognose der Fed ab, für die die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt entscheidend ist. Die Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen am Freitag wird damit maßgeblich für die Entwicklung an den Devisenmärkten. Wir erwarten daher in der nächsten Woche eine Bewegung des EUR/USD in Richtung 1,10. EUR/GBP notiert im Vorwochenvergleich ebenfalls deutlich im Minus und sank von 0,717 auf einen Wert von 0,706. Damit setzt der Pfund seinen Aufwertungstrend gegenüber dem Euro fort. Ähnlich wie die Fed wenn auch weniger fortgeschritten arbeitet die Bank of England an einer Exit-Strategie aus der Niedrigzinspolitik, während in der Eurozone weitere expansive Maßnahmen auf der Agenda stehen. Unterstützt wurde der Pfund auch von einem überraschend starken Wert des Industrie- PMI, der durch einen Sprung von 4 Punkten nun mit über 55 Punkten auf einem Jahreshöchstwert liegt. Ein Zinsschritt ist von der Bank of England in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten, zumal sie ihr Inflationsziel weiterhin klar verfehlt. Dennoch werden auch die kommenden Veröffentlichungen der ILO Arbeitslosenquote und der Industrieproduktion mit Blick auf den geldpolitischen Kurs bewertet werden. Wir sehen EUR/GBP in der nächsten Woche in einer Spanne zwischen 0,705 und 0,715. USD/JPY legte im Vergleich zur Vorwoche zu und stieg von 120,8 leicht auf 121,5. Die Bank of Japan hatte in der letzten Woche getagt. Obwohl sie ihre Prognosen bezüglich Inflation und Wachstum leicht nach unten korrigierte, folgten keine weiteren unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen, welche von 44% der befragten Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg erwartet wurden. Der Dollar wertete daraufhin für kurze Zeit ab, um dann wieder seinem derzeitigen Aufwärtstrend zu folgen. Die Veröffentlichung der Inflationsrate in der letzten Woche sorgte für keine Überraschung und so wird auch in Japan weiterhin darüber spekuliert, ob und wann weitere geldpolitische Maßnahmen folgen. Wir sehen USD/JPY in der kommenden Woche bei Werten zwischen 121 und 122. Wechselkursbewegungen gegenüber dem EUR (Veränderungen seit dem Handelsbeginn 29. Oktober) HUF ZAR NZD NOK DKK CNY GBP CAD TRY RUB -1,0% 0,0% 1,0% 2,0% 3,0% 4,0% EUR/USD EUR/GBP USD/JPY EUR/CHF Eine längerfristige Betrachtung der Devisenmärkte finden Sie in unserer monatlich erscheinenden Publikation Rententrends. Berichtswoche Beginn: Ende: , 08:00 Uhr , 10:00 Uhr HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 3

4 Kalender für die kommende Woche letzter Konsens- Zeit Land Veröffentlichung Zeitraum schätzung Wert Freitag, 06. Novem ber Konjunkturdaten USA 14:30 USA Change in Nonfarm Payrolls (M/M, in Tsd.) Okt :30 USA Change in Manufact. Payrolls (M/M, in Tsd.) Okt :30 USA Arbeitslosenquote (in %) Okt 15 5,1 5,1 21:00 USA Konsumentenkredite (in Mrd.USD) Sep 15 17,7 5 16,018 Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Sep 15 0,5 / 1,3-1,2 / 2,3 08:45 FR Handelsbilanz (in Mrd. EUR) Sep :45 FR staatl. Budgetdefizit (in Mrd. EUR) Sep 15 k.a. -89,651 Konjunkturdaten UK 10:30 UK Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Sep 15-0,1 / 1,3 1 / 1,9 10:30 UK Handelsbilanz (in Mio. GBP) Sep Redetermine 09:45 EC EZB-Redner: Praet 11:00 EC EZB-Redner: Mersch 12:00 EC EZB-Redner: Hansson 15:00 USA Fed-Redner: Bullard Supranationale Treffen 22:15 US Fed's Brainard Takes Part in IMF Panel on Monetary Policy Montag, 09. Novem ber Konjunkturdaten USA 00:00 USA Mortgage Delinquencies (in %) Sep 15 k.a. 5,3 Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE Handelsbilanz (in Mrd. EUR) Sep 15 k.a. 15,4 08:00 GE Leistungsbilanz (in Mrd. EUR) Sep 15 k.a. 12,3 08:00 GE Exporte (M/M / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. -5,2 / 4,4 08:00 GE Importe (M/M / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. -3,2 / 3,5 Supranationale Treffen 15:00 EC Euro-Area Finance Ministers Meet in Brussels Redetermine 18:00 USA Fed-Redner: Rosengren Staatsanleihenauktionen 19:00 USA 3-Y ear Notes Dienstag, 10. Novem ber Konjunkturdaten USA 14:30 USA Importpreisindex (M/M / J/J, in %) Okt 15-0,3 / k.a. -0,1 / -10,7 16:00 USA Großhandelslagerbestände (M/M, in %) Sep 15 0,1 0,1 Konjunkturdaten Eurozone 08:45 FR Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. 1,6 / 1,6 10:00 IT Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. -0,5 / 4,1 Konjunkturdaten Schweiz 07 :45 CH Arbeitslosenrate (saisonber., in%) Okt 15 k.a. 3,4 Konjunkturdaten Japan 00:00 JP Exporte (in Mrd. JPY / J/J in %) Sep 15 k.a. / k.a / 3,6 00:00 JP Importe (in Mrd. JPY / J/J in %) Sep 15 k.a. / k.a / -4,9 00:50 JP Leistungsbilanz (in Mrd. JPY ) Sep 15 k.a. 1653,1 00:50 JP Handelsbilanz (in Mrd. JPY ) Sep 15 k.a. -326,1 06:00 JP Economy Watchers Index (Lage / Erwartungen) Okt 15 k.a. / k.a. 47,5 / 49,1 Redetermine 09:15 EC EZB-Redner: Nouy 11:00 EC EZB-Redner: Liikanen 12:15 EC EZB-Redner: Coeure Staatsanleihenauktionen 19:00 USA 10-Y ear Notes 11:00 NE Niederlande begibt Staatsanleihe Mittwoch, 11. Novem ber Konjunkturdaten UK 10:30 UK ILO Arbeitslosenquote (in %) Sep 15 k.a. 5,4 Redetermine 14:15 EC EZB-Redner: Draghi EC EZB-Redner: Constancio Staatsanleihenauktionen 11:30 GE Deutschland begibt Staatsanleihe Feiertage USA Veterans' Day Donnerstag, 12. Novem ber Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE Verbraucherpreisindex (M/M / J/J, in %) Okt 15 k.a. / k.a. 0 / 0,3 08:45 FR Verbraucherpreisindex (M/M / J/J, in %) Okt 15 k.a. / k.a. -0,4 / 0 11:00 EC Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. -0,5 / 0,9 Konjunkturdaten UK 01:01 UK RICS Häuserpreisumfrage Okt 15 k.a. 44 Konjunkturdaten Japan 00:50 JP Auftrageseingänge Maschinen (M/M / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. -5,7 / -3,5 00:50 JP Großhandelspreisindex (M/M / J/J, in %) Okt 15 k.a. / k.a. -0,5 / -3,9 Redetermine 15:05 USA Fed-Redner: Bullard 15:45 USA Fed-Redner: Lacker 16:15 USA Fed-Redner: Evans 18:15 USA Fed-Redner: Dudley Staatsanleihenauktionen 11:00 IT Italien begibt Staatsanleihe 19:00 USA 30-Y ear Bonds Freitag, 13. Novem ber Konjunkturdaten USA 14:30 USA Einzelhandelsumsätze (M/M, in %) Okt 15 0,2 0,1 14:30 USA Einzelhandelsumsätze ex Autos (M/M, in %) Okt 15 0,4-0,3 16:00 USA Lagerbestände (M/M, in %) Sep :00 USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan Nov 15 k.a. 90 Konjunkturdaten Eurozone 07 :30 FR BIP (Q/Q / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. 0 / 1,1 08:00 GE BIP-Schätzung (Q/Q / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. 0,4 / 1,6 10:00 IT BIP (Q/Q / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. 0,32 / 0, :00 EC Handelsbilanz (in Mio. EUR) Sep 15 k.a ,2 11:00 EC BIP (Q/Q / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. 0,4 / 1,5 Konjunkturdaten Schweiz 09:15 CH Erzeugerpreisindex (M/M / J/J, in %) Okt 15 k.a. / k.a. -0,1 / -6,8 HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 4

5 Übersicht Staatsanleiherenditen (Renditen in Prozent, Spreads ggü. Bunds in bp, Veränderungen jeweils in bp seit dem 29. Oktober 2015 in Klammern) Benchmark Renditeaufschläge anderer Staatsanleihen der Eurozone ggü. Bunds Renditen weiterer Staatsanleihen Bundesanleihen Frankreich Italien Spanien Irland Portugal Griechenland Schweiz UK USA Japan Rendite Spread Spread Spread Spread Spread Spread Rendite Rendite Rendite Rendite 1J -0,34 (0) 9 (+1 ) 32 (+1 ) 16 (-2) -0,82 (-1 ) 0,54 (+5) 0,37 (+6) 0,01 (0) 2J -0,32 (+3) 6 (+1 ) 37 (+1 ) 36 (+1 ) 14 (0) 58 (-3) 852 (-1 5) -0,86 (+1 ) 0,71 (+1 7 ) 0,82 (+1 2) 0,01 (0) 3J -0,27 (+4) 11 (0) 44 (+1 ) 46 (0) 20 (-1 ) 77 (0) -0,91 (-1 ) 0,90 (+20) 1,13 (+1 4) 0,01 (0) 4J -0,19 (+6) 15 (0) 50 (0) 60 (0) 28 (-2) 111 (+2) 777 (-21 ) -0,92 (+1 ) 1,12 (+21 ) 0,03 (+1 ) 5J -0,06 (+8) 17 (0) 61 (+2) 72 (-1 ) 34 (-1 ) 134 (+5) -0,84 (+3) 1,36 (+21 ) 1,62 (+1 6) 0,05 (+1 ) 6J 0,02 (+9) 22 (+1 ) 78 (+1 ) 99 (+1 ) 52 (+1 ) 158 (+6) -0,74 (+3) 1,49 (+21 ) 0,07 (+2) 7J 0,15 (+1 1 ) 25 (+1 ) 99 (+1 ) 113 (+3) 63 (-1 ) 191 (+4) -0,61 (+4) 1,67 (+22) 1,98 (+1 6) 0,11 (+2) 8J 0,29 (+1 4) 26 (+1 ) 98 (-1 ) 116 (+2) 71 (-3) 193 (+2) -0,52 (+4) 1,79 (+21 ) 0,16 (+3) 9J 0,45 (+1 6) 31 (+1 ) 107 (+1 ) 120 (+3) 68 (-1 6) 182 (-1 6) -0,39 (+5) 1,79 (+21 ) 0,16 (+3) 10J 0,60 (+1 6) 35 (+1 ) 107 (+1 1 ) 116 (+3) 57 (-2) 196 (+2) 725 (-1 3) -0,27 (+6) 1,99 (+20) 2,22 (+1 4) 0,32 (+2) 30J 1,39 (+20) 50 (0) 129 (-1 ) 147 (+1 ) 80 (-2) 220 (+4) 0,61 (+4) 2,70 (+1 4) 2,99 (+1 3) 1,37 (+2) Quellen: Bloomberg und HSH Nordbank, Renditen vom , 10:00 Uhr Übersicht Covered Bonds Spread ggü. Midswap in Basispunkten am , Veränderung ggü in Klammern Kern Peripherie Nordics UK/Schweiz/Übersee Deutschland Öpfe -10 (1,9) Spanien single name Cédulas 30 (2,4) Schweden 3 (1,7) UK 7 (1,5) Deutschland Hypfe -11 (2,1) Spanien joint Cédulas 57 (1,9) Dänemark 3 (1,7) Schweiz 8 (1,8) Frankreich OF -3 (1,6) Italien 27 (2,6) Finnland -2 (1,5) Kanada 10 (1,8) Frankreich Strukt. CB -7 (1,6) Portugal 34 (1,7) Norwegen 6 (1,5) USA 18 (0) Niederla nde -6 (1,9) Irla nd 21 (1,5) Öst erreich 9 (1,8) Quellen: Bloomberg, iboxx, HSH Nordbank, Basis: täglich von iboxx ermittelte Kursdaten Übersicht Wechselkurse (Veränderungen seit dem 29. Oktober 2015 in Klammern) Hauptwährungspaare EUR-Wechselkurse USD-Wechselkurse EUR/USD 1,085 9 (-0.7 %) EUR/DKK 7,45 90 (0%) EUR/CA D 1,42 95 (-1.1 %) USD/CA D 1, (-0.3 %) EUR/GBP 0,7 060 (-1.5 %) EUR/SEK 9, (+0.3 %) EUR/A UD 1, (-1 %) USD/A UD 1,401 3 (-0.3 %) EUR/JPY 1 3 1,94 (-0.2 %) EUR/NOK 9,3 964 (+0.3 %) EUR/NZD 1,6467 (+0.5 %) USD/NZD 1, (+1.3 %) EUR/CHF 1,0801 (-0.6 %) EUR/PLN 4, (-0.9 %) EUR/ZA R 1 5,1 481 (+1 %) USD/ZA R 1 3,9497 (+1.7 %) GBP/USD 1, (+0.8 %) EUR/HUF 3 1 4,2 7 (+0.9 %) EUR/RUB 68, (-1.4 %) USD/CNY 6, (-0.2 %) USD/JPY 1 2 1,4 9 (+0.6 %) EUR/T RY 3, (-2.6 %) EUR/KRW ,6 0 (-0.9 %) USD/RUB 6 3, (-0.6 %) USD/CHF 0,9946 (+0.1 %) EUR/CZK 2 7,06 (-0.2 %) EUR/CNY 6,8890 (-0.9 %) USD/SGD 1,405 4 (+0.2 %) Quellen: Bloomberg und HSH Nordbank, Wechselkurse vom , 10:00 Uhr Prognosen der HSH Nordbank Zinssä t ze USA :00 Uh r fed fu nds (Zielzone) (%) 0,25 0-0,2 5 0,1 5-0,4 5 0,3 5-0,6 5 0,5 5-0,8 5 0,8 5-1,1 5 3-Monat s-libor-usd (%) 0,33 0,3 5 0,5 0 0,7 5 1,00 1,2 5 2-jä h rige St a a t sa n leih en (%) 0,83 0,6 5 0,9 0 1,2 0 1,4 0 1,6 0 5-jä h rige St a a t sa n leih en (%) 1,63 1,4 5 1,6 5 1,9 5 2,1 0 2, jä h rige St a a t sa n leih en (%) 2,23 2,05 2,2 0 2,4 5 2,7 0 2,9 0 2-jä h rige Swa psa t z (%) 0,91 0,7 5 1,05 1,4 0 1,6 0 1,8 0 5-jä h rige Swa psa t z (%) 1,57 1,5 0 1,7 5 2,1 0 2,3 0 2, jä h rige Swa psa t z (%) 2,11 2,05 2,2 5 2,5 5 2,8 5 3,05 Eu rozone Tendersat z (%) 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05 3-Monat s-eu ribor (%) -0,07-0,07-0,1 0-0,1 2-0,1 2-0,1 0 2-jäh rige Bu ndesanleih en (%) -0,32-0,2 5-0,2 5-0,1 5 0,00 0,1 5 5-jäh rige Bu ndesanleih en (%) -0,06-0,1 0-0,1 0 0,05 0,2 0 0, jä h rige Bu n desa n leih en (%) 0,61 0,4 0 0,4 0 0,6 0 0,8 0 1,1 0 2-jäh rige Swapsat z (%) -0,02 0,05 0,05 0,1 5 0,3 0 0,4 5 5-jä h rige Swa psa t z (%) 0,29 0,2 5 0,2 0 0,3 5 0,5 0 0, jä h rige Swa psa t z (%) 0,97 0,7 5 0,7 0 0,9 0 1,00 1,3 0 Wech selku rse Eu ro/us-dolla r 1,09 1,1 2 1,1 0 1,08 1,08 1,1 0 Eu ro/chf 1,08 1,06 1,06 1,08 1,08 1,09 Eu ro/gbp 0,71 0,7 3 0,7 2 0,7 2 0,7 3 0,7 4 US-Dolla r/yen Die Prognosen der HSH Nordbank werden monatlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eine ausführliche Darstellung der Prognosen und der Prognoseveränderung ist in der monatlich erscheinenden Publikation Rententrends enthalten. Aus Sicht eines Euro-Investors können die Renditen ausländischer Anleihen wie US-Staatsanleihen infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Hinweis: Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 5

6 Glossar ABS Annualisierte Rate Basispunkt Beigebook Benchmarkanleihe BIP Brexit Covered Bond Spread / Midswap Covered Bonds CPI Credit Default Swap (CDS) Denominierte Wertpapiere Dovisch ELA-Kredite Euribor EONIA Exportquote EZB FED FOMC Forward Guidance Futures GfK- Konsumklimaindex Greenback Grexit Hard Bullet-Struktur Hawkisch ifo Geschäftsklimaindex Importquote Index der Universität of Michigan Investment-Grade ISIN ISM-Index IWF Jumbo-Anleihe Kerninflationsrate KOF-Konjunkturbarometer Langfristtender (LTRO/TLTRO) Leitzins Leveraged Loans Asset Backed Securities (ABS) sind forderungsbesicherte Wertpapiere. Annualisierte Rate bezieht sich auf die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In Europa wird das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorquartal gemessen, indem das BIP eines Quartals mit dem BIP des Vorquartals verglichen wird. In den USA geschieht dies ebenfalls, die Rate wird dann aber annualisiert, d.h. es wird so getan, als ob das Wirtschaftswachstum vier Quartale hintereinander mit dieser Rate wächst. Rechnerisch geschieht dies mit der folgenden Formel: (1+Wachstumsrate) 4. Zinssatz-Einheit, 100 Basispunkte entsprechen einem Prozentpunkt, d.h. 25 Basispunkte sind 0,25 %. Basispunkt wird mit bp abgekürzt. Ein Konjunkturbericht der 12 Zentralbankbezirke der USA. Benchmarkanleihen sind Anleihen, deren Emissionsvolumen größer als 500 Millionen Euro sind. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP; engl. gross domestic product (GDP)) ist eine wichtige Kennzahl der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie gibt den Gesamtwert der innerhalb einer Periode in einem Land hergestellten Güter und Dienstleistungen zu aktuellen Preisen nach Abzug aller Vorleistungen an. Brexit ist ein Wortspiel (engl. für Britain und Exit), das das mögliche Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union beschreibt (in Anlehnung an den Grexit). Spread ist der Zinsaufschlag auf einen Referenzzinssatz (Midswap). Covered Bonds sind gedeckte Schuldverschreibungen. Besondere Eigenschaft ist der zweifache Schutz der Anleger durch einerseits Haftung des ausgebenden Finanzinstituts (meist einer Bank) und andererseits Deckung durch einen speziellen Sicherheitenpool, häufig bestehend aus erstklassigen Hypotheken oder Anleihen des öffentlichen Sektors, auf die die Anleger bevorrechtigt zugreifen können. Deutsche Pfandbriefe (siehe Pfandbriefe) sind in diesem Sinne Covered Bonds. Jedoch sind Covered Bonds, die nicht aus Deutschland stammen und daher nicht unter das Pfandbriefgesetz fallen, keine Pfandbriefe. Der Begriff Covered Bond ist kein geschützter Begriff. Siehe Verbraucherpreisindex. Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Finanzkontrakt, den zwei Vertragspartner miteinander abschließen und mit dem Ausfallrisiken gehandelt werden. Der eine Vertragspartner, der sogenannte Sicherungsgeber, sichert die Auszahlung einer Versicherungssumme zu, wenn der dem Kontrakt zugrundeliegende Anleiheschuldner ausfällt. Für diese Absicherung zahlt der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber eine Prämie. Emissionswährung in der ein Wertpapier begeben wird. Eine dovische (dove engl. für Taube) Geldpolitik ist eine, im Hinblick auf Leitzinserhöhungen, sehr vorsichtige Geldpolitik. Notfallkredite der nationalen Notenbanken an den heimischen Bankensektor, die von der EZB genehmigt werden müssen. Die Euro Interbank Offered Rate ist der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft. Der EURIBOR ist für kurzfristige Kredite Verhandlungsbasis (Banken verlangen den jeweiligen EURIBOR + x Basispunkte) und gibt wichtige Informationen für die Anlage von Festgeldern, da er als Referenz für die Festsetzung des Festgeldzinses benutzt wird. Der Euro Overnight Index Average ist der Zinssatz, für den sich Banken auf dem Interbankenmarkt im Euroraum über Nacht gegenseitig Geld leihen können (kurzfristige unbesicherte Geldmarktkredite). Exporte im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Notenbank der Europäischen Währungsunion. Das Federal Reserve System (FED) ist die Notenbank der USA. Das "Federal Open Market Commitee" (dt. Offenmarktausschuss) ist das Gremium der US-Notenbank, das die geld- und währungspolitischen Entscheidungen trifft. Forward Guidance ist die Bezeichnung der US-Notenbank FED, um ihre zukünftige Geldpolitik zu kommunizieren. Futures sind börslich handelbare Terminkontrakte zwischen zwei Parteien. Im Gegensatz zu Optionen sind sie nicht nur halbseitig sondern sowohl für den Verkäufer (Verpflichtung zur Lieferung) als auch den Käufer (Verpflichtung zur Abnahme) verbindlich. Durch den Kontrakt wird das Underlying, die Menge, der Termin (fixer Zeitpunkt in der Zukunft) und der konkrete, bei Vertragsabschluss festgelegte, Preis geregelt. Index, der die Konsumneigung der privaten Haushalte widerspiegelt. Greenback ist eine alternative Bezeichnung für die US-Währung Dollar. Grexit ist ein Wortspiel (engl. für Greece und Exit), das das mögliche Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum behandelt. Anleihe mit festem Rückzahlungstermin (Standard). Eine hawkische (hawk engl. für Falke) Geldpolitik ist eine in Hinblick auf Leitzinserhöhungen eher aggressive Geldpolitik. Der ifo Geschäftsklimaindex (kurz: ifo Index) ist ein Konjunkturindikator für Deutschland, der auf der Basis von Befragungen von rund 7000 Unternehmen vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung monatlich ermittelt wird und ein Frühindikator für die wirtschaftliche Ermittlung darstellt. Es gibt zahlreiche Unterindizes für einzelne Branchen. Importe im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Der Index der Universität of Michigan ist ein Indikator für das Konsumklima der privaten Haushalte. Die Bewertung Investment-Grade wird von Rating-Agenturen für Unternehmen, Wertpapiere oder Kredite mit hoher Bonität vergeben (Rating mindestens BBB-). Jedes am Markt gehandelte Wertpapier hat eine ISIN (International Securities Identification Number oder Wertpapierkennnummer). Der ISM-Index ist ein Konjunkturindikator bzw. Geschäftsklimaindex für die USA, der auf der Basis einer Umfrage unter US-Unternehmen monatlich ermittelt wird. Er wird als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung angesehen. Es gibt den ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe und den ISM-Index für den Dienstleistungssektor. Der ISM wird vom Institute for Supply Management erstellt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist eine Organisation zur Sicherstellung des internationalen Zahlungsverkehrs und zur Bereitstellung von internationalen Reserven zur Liquiditätssicherung. Eine Jumboanleihe hat ein Emissionsvolumen von mindestens einer Milliarde Euro. Bei der Kerninflationsrate werden die Preisentwicklungen des Lebensmittel- und Energiesektors nicht mit berücksichtigt. Ein Indikator, der angibt, wie sich die Schweizer Konjunktur in der nahen Zukunft entwickeln dürfte. Der Langfristtender ist ein geldpolitisches Instrument der EZB, bei dem die Notenbank den Geschäftsbanken Zentralbankgeld mit einer Laufzeit von drei oder mehr Monaten zur Verfügung stellt. Targeted-LTRO sind einem bestimmten Zweck zugeschrieben. Der Leitzins ist der Zinssatz, der von einer Zentralbank festgelegt und gesteuert wird. Je nach Zentralbank werden Zinssätze mit unterschiedlichen Laufzeiten gesteuert. Die US-Notenbank zielt beispielsweise auf den Übernachtzinssatz (Laufzeit: 1 Tag), die Europäische Zentralbank auf einen Geldmarktsatz mit einer Laufzeit von einer Woche und die Schweizer Notenbank auf den Libor für Schweizer Franken mit einer Laufzeit von drei Monaten. Besonders riskante Kredite, die beispielsweise im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen vergeben werden. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 6

7 Libor Makroprudenzielle Maßnahmen Midswap Minutes mom Mortgage REITs Non Farm Payrolls Non-Investment Grade Partizipationsrate Peripheriespreads Pfandbrief PMI-Index QE-Programm qoq Rendite Renditekurve (Zinsstrukturkurve) Rezession Staatsanleiherendite Staatsanleiheauktionen Soft Bullet-Struktur Sovereign-Bonität Sterling Swap Tapering Troika US-Treasuries (Notes) Verbraucherpreisindex yoy ytd ZEW-Index Zinsstrukturkurve Quelle: HSH Nordbank Die London Interbank Offered Rate (Libor) ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Der 3-Monats-Libor ist z.b. der Zinssatz heute für ein über drei Monate laufendes Geldmarktgeschäft. Der Libor gilt bei vielen Finanzmarktgeschäften als Referenzgröße für die Zielrendite. Man spricht dann z.b. von dem 3-Monats-LIBOR Basispunkten. Sollen die Finanzmarktstabilität erhöhen, in dem verbindliche Regeln eingeführt werden (z.b. Eigenkapitalanforderungen für Banken). Mittelwert zwischen Anbieter- und Käuferpreis auf Swap-Märkten (Siehe Swap) Sitzungsprotokoll von Notenbanken, z.b. der Bank of England oder des Federal Reserve System. Veränderung von Finanz- und Konjunkturdaten gegenüber dem Vormonat (mom = month-on-month). Mortgage REITs (Real Estate Investment Trust) sind ein handelbares Finanzierungsvehikel aus den USA, das anders als klassische Immobilien-REITs nicht in Immobilien-Aktien, sondern in Hypothekenverbriefungen investiert. Zeigen die Veränderung der saisonbereinigten Anzahl von neuen Stellen außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors innerhalb eines Monats in den USA. Die Bewertung Non-Investment Grade wird von Rating-Agenturen für Unternehmen, Wertpapiere oder Kredite mit niedriger Bonität vergeben (Rating maximal BB+). Die Partizipationsrate ist ein Arbeitsmarktindikator. Sie ergibt sich aus dem Anteil der Erwerbstätigen aus der Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter zur Gesamtbevölkerung. Peripheriespreads sind die Risikoaufschläge der Peripheriestaatsanleiherenditen gegenüber den Renditen deutscher Staatsanleihen mit der gleichen Laufzeit. Im Rahmen der Finanzmarktkrise innerhalb der Eurozone wird unterschieden zwischen der Peripherie (das sind die Länder, die von der Staatsschuldenkrise erfasst waren, wozu in der Regel Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien gezählt werden) und den Kernländern (das sind in der Regel Deutschland, Finnland, Niederlande und Österreich). Von einer Bank begebene Anleihe, die durch eine Realsicherheit besichert ist. Dem Investor bietet neben der Bonität der emittierenden Bank im Fall einer Insolvenz eine sogenannte Deckungsmasse größere Sicherheit. Gemäß dem deutschen Pfandbriefgesetz kann man unterscheiden in Hypothekenpfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Immobilienkredite), Öffentlicher Pfandbrief (Deckung durch Kredite und Anleihen an die öffentliche Hand), Schiffspfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Schiffskredite) und Flugzeugpfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Flugzeugkredite). Das deutsche Pfandbriefgesetz legt bestimmte Bedingungen fest, durch die die Qualität der Deckungs-Vermögenswerte sichergestellt werden sollen. Pfandbriefähnliche Anleihen aus anderen Ländern werden im Allgemeinen Covered Bonds genannt. Siehe dazu auch Covered Bonds. Der PMI-Index ist ein Konjunkturindikator bzw. ein Geschäftsklimaindex. PMI steht für Purchasing Manager Index und wird von dem Unternehmen Markit für zahlreiche Länder und Regionen insbesondere für die beiden Sektoren Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor auf der Basis einer Umfrage unter Einkaufsmanagern erstellt. Die PMI-Indizes werden als wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes oder einer Region angesehen. Quantitative Easing (QE) ist eine extreme Form der expansiven Geldpolitik. Die Zentralbank kauft dabei direkt Wertpapiere wie Staatsanleihen an, um Zentralbankgeld zur Verfügung zu stellen und Zinsen niedrig zu halten. Veränderung von Finanz- und Konjunkturdaten gegenüber dem Vorquartal (qoq = quarter-on-quarter). Ganz allgemein gibt die Rendite das Verhältnis von Auszahlungen zu den Einzahlungen einer Kapitalanlage an und wird meist in Prozent und pro Jahr angegeben. In der Regel beziehen sich unsere Research-Publikationen auf Anleiherenditen, die sich laufend ändern können und vom Kupon und vom Wertpapierkurs abhängen. Die Rendite und der Kurs einer Anleihe bewegen sich bei einer Anleihe mit einem festen Kupon umgekehrt zueinander. Die Renditekurve (auch: Zinsstrukturkurve) zeigt an, welche Renditen für Anleihen verschiedener (Rest-)Laufzeiten eines Emittenten (z.b. der Bundesrepublik Deutschland) gezahlt werden. Eine Renditekurve wird steiler, wenn ein Anstieg der Zinssätze erwartet wird. Investoren werden sich für kürzere Laufzeiten entscheiden und nicht Wertpapiere mit einer längeren Laufzeit kaufen, die daraufhin eher unattraktive Renditen aufweisen. Eine Rezession ist ein wirtschaftlicher Abschwung. Ein Land befindet sich technisch gesehen in einer Rezession, wenn dessen Bruttoinlandsprodukt in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gesunken ist. Rendite einer Staatsanleihe (siehe Rendite). Staaten wie die USA und Deutschland versteigern Staatsanleihen im Rahmen von Staatsanleiheauktionen. Die Termine für diese Auktionen stehen im Regelfall bereits mehrere Monate vorher fest. Anleihe mit Option des Emittenten auf Verschiebung des Rückzahlungstermins. Bonität eines Staates, also die Kreditwürdigkeit eines Staates. Sterling ist eine verkürzte Schreibweise der britischen Währung Pfund Sterling. Ein Austausch zukünftiger Zahlungsströme, bei der jede Partei die Zahlungsverbindlichkeiten der anderen übernimmt. Zielsetzung ist die Ausnutzung von komparativen Vorteilen (Arbitrage). Häufige Formen sind Zins- und Währungsswaps. Ein Zins-Swapsatz ist ein Zinssatz, der sich im Rahmen eines derartigen Tauschgeschäftes ergibt. Der fünfjährige Euro-Swapsatz ergibt sich aus dem Tausch des zukünftigen variablen Zahlungsstroms, der in der Regel auf der Basis des Drei-Monats-Euribors festgestellt wird, gegen einen festen Zinssatz. Letzterer ist der Euro Zins-Swapsatz. Tapering bezeichnet die Reduktion von Anleiheankäufen durch die Notenbank über einen längeren Zeitraum. Institution aus Europäischer Kommission, EZB und IWF zur Überwachung der Hilfsprogramme für Krisenländer. Staatsanleihen, die von der US-Zentralregierung emittiert werden und eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu zehn Jahren Laufzeit haben. Bei US-Securities wird zwischen US-Bills, US-Notes und US-Bonds unterscheiden. US- Bills haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr, US-Notes haben eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren und US-Bonds eine Laufzeit von zehn bis dreißig Jahren. Der Verbraucherpreisindex ("Consumer Price Index", CPI) entspricht der Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen. Die offizielle Inflationsgröße der EZB ist ein harmonisierter Verbraucherpreisindex. Veränderung gegenüber dem gleichen Tag/Monat/Zeitraum des Vorjahres (yoy = year-on-year). Veränderung vom Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt. Der ZEW-Index ist ein Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Der Indikator gibt die Differenz zwischen positiven und negativen Konjunkturerwartungen auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder. Siehe Renditestrukturkurve. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 7

8 IMPRESSUM HSH NORDBANK AG HAMBURG: Gerhart-Hauptmann-Platz 50, Hamburg, Telefon , Fax KIEL: Martensdamm 6, Kiel, Telefon , Fax REDAKTION UND VERSAND Volkswirtschaft Dr. Cyrus de la Rubia Sintje Boie Stefan Gäde Chefvolkswirt Analystin Analyst Tel.: Tel.: Tel.: Redaktionsschuss dieser Ausgabe: 5. November 2015 WEITERE ANSPRECHPARTNER DER HSH NORDBANK Sparkassen, Banken und öffentliche Kunden Nord Florian Böge Tel.: Jörg Fangmeier Tel.: Nico Hamm Tel.: Ingo Kiesler Tel.: Brigitte Kiesling Tel.: Philipp Morszeck Tel.: Thomas Schmidt Tel.: Helge Strack Tel.: Jan Vassel Tel.: Christian Wiedner Tel.: Sparkassen, Banken und öffentliche Kunden Süd Thorsten Aberle Tel.: Thomas Benthien Tel.: Nicole Chatenay Tel.: Sebastian Evers Tel.: Frank Jesse Tel.: Sebastian Lang Tel.: Thorsten Rieper Tel.: Bodo Stadler Tel.: Steffen Wildner Tel.: Versicherungen, Versorgungswerke und Fonds Philipp Andrews Tel.: Dr. Julka Deimling Tel.: Dr. Bernd Kemmler Tel.: Anja Kunze Tel.: Tobias Linde Tel.: Dr. Bernd Nolte Tel.: Holger Pudimat Tel.: Corporate Sales Kristin Ehrhorn Tel.: Stefan Masannek Tel.: Debt Solutions Maik Laske Tel.: Klaus-Timm Voss Tel.: Jan Eibich Tel.: Christian Schanze Tel.: Claas Behrens Tel.: Disclaimer Die in dieser Publikation enthaltenen Marktinformationen sind zu allgemeinen Informationszwecken erstellt worden und ausschließlich zur Information bestimmt. Sie ersetzen weder eigene Marktrecherchen noch sonstige rechtliche, steuerliche oder finanzielle Information oder Beratung. Es handelt sich hierbei nicht um eine Kauf- oder Verkaufsaufforderung. Die HSH Nordbank AG weist darauf hin, dass die dargestellten Marktinformationen nur für Anleger mit eigener wirtschaftlicher Erfahrung, die die Risiken und Chancen des/der hier dargestellten Marktes/Märkte abschätzen können und sich umfassend aus verschiedenen Quellen informieren, bestimmt sind. Die in dieser Publikation enthaltenen Aussagen und Angaben basieren auf Informationen, die die HSH Nordbank AG gründlich recherchiert bzw. aus allgemein zugänglichen, von der HSH Nordbank AG nicht überprüfbaren Quellen, die sie für verlässlich erachtet, bezogen hat: Die HSH Nordbank AG hält die verwendeten Quellen zwar für verlässlich, kann deren Zuverlässigkeit jedoch nicht mit letzter Gewissheit überprüfen. Die einzelnen Informationen aus diesen Quellen konnten nur auf Plausibilität überprüft werden, eine Kontrolle der sachlichen Richtigkeit fand nicht statt. Zudem enthält diese Publikation Schätzungen und Prognosen, die auf zahlreichen Annahmen und subjektiven Bewertungen sowohl der HSH Nordbank AG als auch anderer Quellen beruhen und lediglich unverbindliche Auffassungen über Märkte und Produkte zum Zeitpunkt der Herausgabe darstellen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung übernehmen die HSH Nordbank AG und ihre Mitarbeiter und Organe keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen und Prognosen. Dieses Dokument kann nur gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in den jeweiligen Ländern verteilt werden, und Personen, die im Besitz dieses Dokuments sind, sollten sich über die anwendbaren lokalen Bestimmungen informieren. Diese Unterlagen enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentliche Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Weder die HSH Nordbank AG noch ihre Organe oder Mitarbeiter können für Verluste haftbar gemacht werden, die durch die Nutzung dieser Publikation oder ihrer Inhalte oder sonst im Zusammenhang mit dieser Publikation entstanden sind. Die HSH Nordbank AG weist darauf hin, dass eine Weitergabe der vorliegenden Materialien an Dritte nicht zulässig ist. Schäden, die der HSH Nordbank AG aus der unerlaubten Weitergabe dieser Materialien an Dritte entstehen, hat der Weitergebende in voller Höhe zu ersetzen. Von Ansprüchen Dritter, die auf der unerlaubten Weitergabe dieser Materialien beruhen, und damit im Zusammenhang stehenden Rechtsverteidigungskosten hat er die HSH Nordbank AG freizuhalten. Dies gilt insbesondere auch für eine Weitergabe dieser Publikation oder von Informationen daraus an U.S. Personen oder Personen in Großbritannien. Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung. Diese Werbemitteilung genügt nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegt nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen Die HSH Nordbank unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Marie-Curie-Str , Frankfurt am Main. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. November 2015 SEITE 8

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