BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel"

Transkript

1 Presseinformation Nr August 2011 BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel BERLIN. Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer BRÜDERLE gab dem Tagesspiegel (heutige Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellte Antje Sirleschtov: Frage: Herr Brüderle, seit mehr als einem Jahr versuchen Europas Regierungen den Euro mit Hilfsprogrammen zu stützen. Wann ist endlich Ruhe an den Märkten? BRÜDERLE: Wenn das Vertrauen in den Euro und in das Handeln der Regierungen wiederhergestellt ist. Daran müssen wir nun alle mit vereinten Kräften arbeiten. Hektik und Aktionismus helfen uns und den Märkten nicht weiter. Ein verantwortungsvolles und überlegtes Vorgehen ist gefragt. Frage: In der letzten Woche haben die Börsenkurse verrückt gespielt. Warum vertrauen die Investoren den Politikern nicht? BRÜDERLE: Wir haben diese Woche eine Überreaktion der Märkte gesehen. Die Anleger haben aber erkannt, dass zu hohe Staatsdefizite und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer nicht mehr tragbar sind. Das in den USA wie auch in der Eurozone notwendige Sparen sorgt einerseits für stabilere Verhältnisse, birgt aber aus Sicht der Investoren auch Wachstumsrisiken. Es ist jetzt an der Politik, vernünftige Antworten für gesunde Staatsfinanzen und für wettbewerbsorientierte Rahmenbedingungen zu finden. Nur damit schaffen wir wieder Vertrauen für Investoren, ganz besonders bei den hilfebedürftigen Ländern der Eurozone. Frage: Nach Griechenland und Portugal sind jetzt auch Italien und sogar Frankreich ins Visier der Finanzmärkte geraten. Muss Deutschland am Ende die Zeche für den Euro alleine zahlen? BRÜDERLE: Beide Länder haben robuste Volkswirtschaften und eine gute industrielle Basis. Sie werden ihre Kredite auch langfristig bedienen können. Klar ist aber auch, dass sie Reformen brauchen, um sich besser

2 für die Zukunft aufzustellen und die Schuldenspirale der vergangenen Jahre zu stoppen. Und auch in Deutschland müssen wir täglich daran arbeiten, auf der Erfolgsspur zu bleiben. Frage: EU-Kommissionspräsident Manuel Jose Barroso hat eine Ausweitung des Rettungsschirmes gefordert, damit auch größere Länder unterstützt werden können. Ist das notwendig? BRÜDERLE: Nein. Mehr Geld löst nicht die Probleme. Jedes Eurozonen- Mitglied muss jetzt seine Hausaufgaben machen, den Abbau der Defizite glaubwürdig vorantreiben und seine Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Grundregeln der Marktwirtschaft müssen beachtet werden, das heißt: Chancen, Risiken und Haftung gehören zusammen. Wir müssen aber noch weiter gehen. Die getroffenen Beschlüsse müssen nicht nur verbindlich umgesetzt werden. Darüber hinaus ist es dringend notwendig, ein EU-weites Modell für die Restrukturierung und Abwicklung von Banken zu erarbeiten, um Ansteckungsgefahren begegnen zu können. Es darf nicht noch einmal zu einer unkontrollierten Bankenkrise kommen, wie wir es im Jahr 2008 erlebt haben. Frage: Die Europäische Zentralbank EZB hat jetzt begonnen italienische und spanische Staatsanleihen zu kaufen. Ab Herbst soll das auch der Rettungsschirm EFSF tun können. Ist das der Einstieg in die Vergesellschaftung der Schulden in Europa? BRÜDERLE: Die Sorge, dass es mit Anleiheaufkäufen zur Haftungsunion kommt, ist zwar nachvollziehbar. Mit den Gipfelbeschlüssen haben wir dem aber einen Riegel vorgeschoben. Hier geht es nicht um eine gemeinsame Staatsverschuldung, wie wir sie mit den von Rot-Grün geforderten Eurobonds bekommen würden. Es geht um die Überbrückung akuter Notlagen mit erheblichen Gefahren für den Euro insgesamt. Der Grundsatz der Einstimmigkeit ist wichtig, um sicher zu stellen, dass die deutschen Vorstellungen gewahrt werden können. Die EZB darf nicht auf Dauer Staatsanleihen aufkaufen, sondern muss sich auf ihre ureigenste Aufgabe, der Wahrung der Geldwertstabilität konzentrieren. Frage: Was bedeutet das konkret? BRÜDERLE: Hilfen werden an strikte Bedingungen und Reformen geknüpft. So soll vermieden werden, dass Staaten insolvent gehen können. Mit der Vorsorge müssen wir aber unbedingt noch ein paar Schritte weiter gehen. Wenn Hilfen aus dem Rettungsschirm in Anspruch

3 genommen werden muss zuvor klar sein, welche Anpassungsmaßnahmen automatisch zu erfolgen haben. Bei der Schaffung eines neuen Stabilitätsund Wachstumspaktes II sollte schon eingegriffen werden können, wenn die Defizitzahlen eine gewisse Grenze überschreiten. Die Maßnahmen müssen Haushaltsanpassungen ebenso wie die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit umfassen. Die Initiative des Wirtschaftsministers für einen Stabilitätsrat zeigt einen Weg auf, dem besser entsprechen zu können. Hilfen für Länder der Euro-Zone können nicht einseitig sein, sondern müssen immer auch mit der Auflage verbunden sein, dass die betroffenen Länder alles ihnen mögliche tun, die Ursachen ihrer Misere zu beseitigen. Frage: Wird die FDP dem Rettungspaket im September zustimmen? BRÜDERLE: Das werden wir bei unserer Klausurtagung der FDP- Bundestagsfraktion Ende August entscheiden. Für uns ist die Beteiligung der privaten Gläubiger ein wichtiges Anliegen. Damit erhalten die Märkte endlich das Signal, dass höhere Renditen auch höhere Risiken bergen. Fehlanreize für die Zukunft werden minimiert. Wir müssen aber gleichzeitig eine Ansteckungsgefahr für andere Länder verhindern. Einen Freibrief zum Aufkauf von Anleihen anderer Länder oder eine umfassende Haftung für die Defizite anderer Eurozonenstaaten gibt es mit uns nicht. Frage: Warum nicht? BRÜDERLE: Wenn durch den Kauf von Anleihen Einfluss auf das Zinsniveau der Nationalstaaten genommen werden könnte, dann wäre das so etwas wie die Einführung von Euro-Bonds durch die Hintertür. Solche Bonds stehen für einen Einheitszinssatz aller Euro-Länder. Sie sind deshalb so gefährlich, weil sie die einzelnen Länder nicht motivieren, sich anzustrengen und verantwortungsvoll zu wirtschaften. Das wäre in etwa so, wie wenn eine Bank einem Handwerker, der kurz vor der Insolvenz steht, Geld zum gleichen Zinssatz leihen würde, wie einem gesunden, mit Eigenkapital voll ausgestattetem Betrieb. Das unterschiedliche Zinsniveau sorgt dafür, dass Länder belohnt werden, die gut wirtschaften und ihre Schulden begrenzen. Solche, die das nicht tun, dürfen nicht auch noch zusätzlich profitieren. Dieser Mechanismus darf nicht außer Kraft gesetzt werden. Frage: Nachdem die Märkte nun auch Frankreich ins Visier genommen haben, wird bald nur noch Deutschland niedrige Zinsen zahlen. Befinden

4 wir uns nicht längst auf dem Weg in die europäische Transferunion mit gleichen Zinsen? BRÜDERLE: Die Zinsen werden an den Märkten bestimmt. Angemessene Zinsdifferenzen bleiben das effektivste Mittel für gesundes Haushalten und gesunde politische Entscheidungen. Gerade die aktuelle Entwicklung zeigt, dass hohe Zinsen ernster genommen werden als das bisher zahnlose Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission. Frage: Die FDP fordert seit längerem die Einführung der Schuldenbremse nach deutschem Vorbild in allen Euroländern. Weshalb? BRÜDERLE: Solide Haushalte sind die Basis für das Marktvertrauen, welches dringend wieder erarbeitet werden muss. Deutschland hat mit seiner Schuldenbremse vorgemacht, dass sie der richtige Weg ist und die Märkte stabilisiert. Die gute Entwicklung unseres Landes belegt dies. Deshalb müssen wir eine Schuldenbremse endlich auch in der gesamten Eurozone einführen. Für mich steht das in unmittelbarem Zusammenhang mit den Beschlüssen zu den Rettungsschirmen, dass alle Mitglieder der Eurozone eine entsprechende Haushaltsstabilität wahren. Frage: Braucht Europa einen EU-Finanzminister, damit in Zukunft zu hohe Staatsschulden in einzelnen Ländern vermieden werden? BRÜDERLE: Wir müssen die Verlässlichkeit der Länder untereinander stärken. Was wir brauchen, ist eine neue Stabilitätskultur. Die Länder, die die Spielregeln nicht einhalten, müssen automatisch einen Teil ihrer Souveränität an europäische Institutionen abgeben. Das ist etwas anderes als ein EU-Finanzminister. Was wir brauchen, ist ein Stabilitätsrat, der darüber wacht, dass stark überschuldete Länder auf den Weg der Haushaltskonsolidierung zurückfinden, notfalls auch mit harten Sanktionen. Der Fall Griechenland darf nicht zum Standardfall werden. Und wir müssen verhindern, dass sich schwache Länder - quasi automatisch - bei den starken Ländern bedienen und aus ihrer Notlage herausboxen lassen. Dazu ist der Grundsatz der Einstimmigkeit bei allen noch folgenden Hilfsaktionen unverzichtbar. Frage: Und was passiert, wenn es für diesen Weg keine Mehrheiten gibt? BRÜDERLE: Wir kämpfen energisch für einen schärferen Stabilitätspakt, aus dem sich niemand heraus stehlen kann. Das ist unser Ziel. Länder die nicht in der Lage oder nicht willens sind, sich an die Regeln zu halten und

5 eigene Anstrengungen zu unternehmen, gefährden die europäische Währungsunion. Das muss ihnen klar sein.

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise?

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Prof. Dr. Kai Carstensen ifo Institut und LMU München 17. August 2011 Europäische Schuldenkrise und Euro Krisenmechanismus - Agenda 1. Warum werden Eurobonds gefordert?

Mehr

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Prof. Dr. Clemens Fuest Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Braunkohletag, Köln, 16. Mai 2013 I. Ursachen

Mehr

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Seminar: Geld ist genug da? Möglichkeiten zur Finanzierung einer neuen Wirtschafts- und Sozialpolitik 17.9.211, DGB Region Niedersachsen-Mitte, Celle Florian

Mehr

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Rolle der Staatsschuld Trend zu höheren Schulden: «lieber ein paar Mrd. mehr Schulden

Mehr

SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Interview der Woche Manuskript

SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Interview der Woche Manuskript SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Interview der Woche Manuskript Autor: Gesprächspartner: Redaktion: SWR Studio Berlin Birgit Wentzien Sendung: Samstag,.2010, 18.30 18.40 Uhr, SWR2 2 SWR2 Interview der Woche vom 11.12..2010

Mehr

DAS URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS ZUM ESM-VERTRAG UND ZUM FISKALVERTRAG VOM 12. SEPTEMBER 2012 HINTERGRÜNDE UND INFORMATIONEN

DAS URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS ZUM ESM-VERTRAG UND ZUM FISKALVERTRAG VOM 12. SEPTEMBER 2012 HINTERGRÜNDE UND INFORMATIONEN DAS URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS ZUM ESM-VERTRAG UND ZUM FISKALVERTRAG VOM 12. SEPTEMBER 2012 HINTERGRÜNDE UND INFORMATIONEN Informationen zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ESM-Vertrag

Mehr

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD Die Eurokrise Herausforderung für Deutschland Februar 2012 Georg Milbradt, TUD 1 Währungsunion Vorteile Geringere Transaktionskosten Keine Wechselkurssicherung, keine Kosten für Kurssicherung besonders

Mehr

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. die derzeitigen Entwicklungen im Markt für Staatsanleihen, die hierfür verantwortlichen Ursachen sowie

Mehr

Die europäische Schuldenkrise

Die europäische Schuldenkrise Die europäische Schuldenkrise Änderung der institutionellen Rahmenbedingungen Sebastian Voll 1 Elemente des EG-Vertrages zur Staatsverschuldung bis 2001 ex-ante ex-post Art. 126 AEUV (ex Art. 104 EGV)

Mehr

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Nach einer Rettungsaktion im Jahre 2010 wurde im Februar 2012 ein weiteres Griechenlandpaket beschlossen. Die Euro-Staaten erklärten sich bereit, Griechenland

Mehr

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen 08. November 2011, Frankfurt a.m. Volkswirtschaft, Makroökonomie Der Eurogipfel: die wichtigsten Resultate Wichtige Fortschritte, aber Herausforderungen bleiben groß:

Mehr

Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse?

Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse? Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse? Schülerforum Wirtschaft am 12. Oktober 2011 der Raiffeisenbank Roth-Schwabach eg Prof. Dr. Karl Heinz Hausner (Fachhochschule des Bundes für

Mehr

Europäischer Fiskalpakt ohne

Europäischer Fiskalpakt ohne Europäischer Fiskalpakt ohne Alternative? MdB BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Wirkungen des Europäischen Fiskalpaktes MdB Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Überblick

Mehr

Kahle: Wie ernst ist denn die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit? Wie sieht dass die Bundesregierung?

Kahle: Wie ernst ist denn die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit? Wie sieht dass die Bundesregierung? Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft, dass eine Insolvenz Griechenlands vermieden werden kann. Das machte sie in diesem Vis-à-vis-Gespräch deutlich. Wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl geht es darin

Mehr

Strategie zum Kurswechsel in Europa

Strategie zum Kurswechsel in Europa Strategie zum Kurswechsel in Europa - Wachstum fördern, Beschäftigung sichern, Europe stabilisieren- Tagung der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Ver.di Bildungsstätte Das Bunte Haus, Bielefeld-Sennestadt,

Mehr

BRÜDERLE-Interview für den Südkurier

BRÜDERLE-Interview für den Südkurier Presseinformation Nr. 769 12. August 2011 BRÜDERLE-Interview für den Südkurier BERLIN. Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer BRÜDERLE gab dem "Südkurier (heutige Ausgabe) das folgende Interview.

Mehr

Wie machen wir Europa krisenfest. Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25.

Wie machen wir Europa krisenfest. Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25. Wie machen wir Europa krisenfest Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25. März 2013 Europas Reaktion auf die Krise national und auf EU-Ebene 1) Haushaltskonsolidierung

Mehr

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Spiegel-Online

Mehr

Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen

Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen Janne Jörg Kipp Rolf Morrien Staatsbankrott voraus! Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen 1. DIE GRUNDANNAHMEN Es gibt einige Grundannahmen, von denen wir in diesem Buch ausgehen.

Mehr

EU und Euro am Abgrund Teil 8

EU und Euro am Abgrund Teil 8 EU und Euro am Abgrund Teil 8 Die Übernahme der griechischen Staatsschulden (Euro-Rettungspaket 1) und die Bürgschaft für die anderen PIIGS 1 -Staaten (Rettungspaket 2) werden den Euro nicht retten, sie

Mehr

Reformen in der Eurokrise: Wohin steuert die EU? Frank Schimmelfennig ETH Zurich

Reformen in der Eurokrise: Wohin steuert die EU? Frank Schimmelfennig ETH Zurich Reformen in der Eurokrise: Wohin steuert die EU? Frank Schimmelfennig ETH Zurich Herausforderungen Testfall für Integration grösste Krise mögliche Desintegration umstrittene, kostspielige Reform und Integrationstheorie

Mehr

Wieder einmal wird in Athen um die Zukunft Europas gerungen. Was muss Ihrer Ansicht nach geschehen?

Wieder einmal wird in Athen um die Zukunft Europas gerungen. Was muss Ihrer Ansicht nach geschehen? Münchner Merkur Was wäre, wenn die D-Mark wiederkäme 27.01.12 München - Prof. Dr. Michael Heise ist seit 2002 Chefvolkswirt der Allianz Gruppe. Im Interview mit dem Münchner Merkur spricht er über Rettungsfonds,

Mehr

Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte

Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte Klaus Regling, Managing Director des ESM, Europabüro, Konrad-Adenauer-Stiftung, Brüssel, 4. Dezember 2012 Europas Reaktion auf die Krise national

Mehr

Einführung ins Thema - Werkstattgespräch NRW auf dem Weg zur Haushaltskonsolidierung"

Einführung ins Thema - Werkstattgespräch NRW auf dem Weg zur Haushaltskonsolidierung Einführung ins Thema - Werkstattgespräch NRW auf dem Weg zur Haushaltskonsolidierung" Dr. Volkhard Wille 2. April 2011 in Köln Liebe Freunde, als im Sommer 2010 die rot-grüne Landesregierung gebildet und

Mehr

Kölner Ringvorlesung zur Wirtschaftspolitik. Der Rettungsschirm. Was ist er, was kann er und was, wenn er nicht ausreicht? Dr.

Kölner Ringvorlesung zur Wirtschaftspolitik. Der Rettungsschirm. Was ist er, was kann er und was, wenn er nicht ausreicht? Dr. Kölner Ringvorlesung zur Wirtschaftspolitik Der Rettungsschirm Was ist er, was kann er und was, wenn er nicht ausreicht? Dr. Malte Hübner Köln, 21. Januar 2012 Ausblick I. Der Rettungsschirm 1. Warum sind

Mehr

Dr. Jens Weidmann Präsident der Deutschen Bundesbank. 10 Jahre Euro-Bargeld

Dr. Jens Weidmann Präsident der Deutschen Bundesbank. 10 Jahre Euro-Bargeld Dr. Jens Weidmann Präsident der Deutschen Bundesbank 10 Jahre Euro-Bargeld Eingangsstatement auf der Veranstaltung Eine Währung für Europa Bilanz zum 10. Jahrestag der Euro-Bargeldeinführung Mittwoch,

Mehr

Wege aus der Europäischen Schuldenkrise

Wege aus der Europäischen Schuldenkrise Wege aus der Europäischen Schuldenkrise Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag bei der Klausurtagung der Senatskanzlei am 15. Januar 2013 Prof. Dr. K.- W. Hansmann 1 1. Alle Graphiken

Mehr

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe»

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Schweiz am Sonntag / MLZ; 12.07.2015; Seite 2 Sonntags-Thema «Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Der deutsche Starökonom Heiner Flassbeck, ehemals Chefökonom der

Mehr

Staatsschulden in der Eurozone

Staatsschulden in der Eurozone Staatsschulden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts 95 Staatsschulden in der Eurozone 90 85 Beginn der Wirtschaftsund Finanzkrise 80 75 70 65 60 1997 2008 2012 Quelle: Ameco-Datenbank Grafik: Andrej Hunko,

Mehr

Das Ende der Solidarität?

Das Ende der Solidarität? Das Ende der Solidarität? Die Europäische Schuldenkrise Sie (Die Europäische Union) bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen und fördert soziale Gerechtigkeit und sozialen Schutz, die Gleichstellung

Mehr

Denkanstöße zur Wirtschaftspolitik

Denkanstöße zur Wirtschaftspolitik Denkanstöße zur Wirtschaftspolitik Die Anleihe der Euro-Länder / Synthetische Euro-Bonds Eine Alternative zur Haftungsgemeinschaft Zusammenfassung: Der Mittelstand will den Euro. Aber eine Vergemeinschaftung

Mehr

Ökonomische Aspekte einer Insolvenzordnung für die Mitgliedstaaten des Euroraums

Ökonomische Aspekte einer Insolvenzordnung für die Mitgliedstaaten des Euroraums Ökonomische Aspekte einer Insolvenzordnung für die Mitgliedstaaten des Euroraums Jürgen von Hagen Universität Bonn Universität Köln, 5. Dezember 2011 Der fiskalpolitische Rahmen der EWU Grundsätze der

Mehr

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste.

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. Seite 1 von 5 1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. rottmeyer.de /1-140-000-000-000-euro-fuers-erste/ von Thorsten Polleit Zusammenfassung Der EZB-Rat gibt den Startschuss zum QE also zur Monetisierung der

Mehr

Stabiles Geld, starkes Deutschland.

Stabiles Geld, starkes Deutschland. FDP.de Gut Gemacht: Stabiles Geld, starkes Deutschland. Gut Gemacht, Deutschland. FDP Die Liberalen Gut Gemacht: Stabiles Geld, starkes Deutschland. Die Rechnung ist ebenso einfach wie folgenreich: Wenn

Mehr

Für den Euro, für Europa. Maßnahmen zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise in Europa www.euro.cducsu.de

Für den Euro, für Europa. Maßnahmen zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise in Europa www.euro.cducsu.de Für den Euro, für Europa Maßnahmen zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise in Europa www.euro.cducsu.de Was sind die Ursachen der Krise? Die wesentlichen Ursachen waren neben einer unzu reichenden Regulierung

Mehr

Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund. Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund. Meine sehr geehrten Damen und Herren, 1 Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Euro-Krise ist einerseits eine unmittelbare Folge der Finanzkrise seit 2008. Andererseits und mittelbar

Mehr

Wer wir sind. Wofür wir stehen. Unsere Menschen

Wer wir sind. Wofür wir stehen. Unsere Menschen Unsere Erfolge 2009 2014 Wer wir sind Wir sind die größte politische Familie in Europa, angetrieben von unseren christdemokratischen Werten. Wir sind die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen

Mehr

Stand: 14 07 2011. nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe

Stand: 14 07 2011. nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe Stand: 14 07 2011 IAuf auden nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe ausgabe 03 2010 AUSGANGSPUNKT Die Finanzmärkte Lebensadern moderner Volkswirtschaften Die Krise der internationalen

Mehr

Wir Jungen Unternehmer für Deutschland. Foto: www.photocase.de

Wir Jungen Unternehmer für Deutschland. Foto: www.photocase.de Wir Jungen Unternehmer für Deutschland Für die Westentasche Foto: www.photocase.de WIR UNTERNEHMEN DEUTSCHLAND! Wir Jungen Unternehmer unternehmen Deutschland! Wir wollen Deutschland auch in den nächsten

Mehr

Warum Deutschland eine Alternative braucht

Warum Deutschland eine Alternative braucht Roland Klaus Warum Deutschland eine Alternative braucht Die drei Phrasen der Volksverdummung Deutschland ist der größte Profiteur des Euro Das Ende des Euro ist das Ende Europas Deutschland ist finanziell

Mehr

BRÜDERLE-Interview für das Hamburger Abendblatt

BRÜDERLE-Interview für das Hamburger Abendblatt Presseinformation Nr. 538 6. Juni 2011 BRÜDERLE-Interview für das Hamburger Abendblatt BERLIN. Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer BRÜDERLE gab dem "Hamburger Abendblatt" (Ausgabe Sa., 04.

Mehr

Haushalts- und Finanzkrise

Haushalts- und Finanzkrise Einführung in das politische System der Europäischen Union WS 2012/13 Haushalts- und Finanzkrise Wird der Euro überleben? Prof. Dr. Jürgen Neyer Die Theorie optimaler Währungsräume Eine gemeinsame Währung

Mehr

EUD-konkret 2/2010. Häufig gestellte Fragen zur Finanzkrise Griechenlands. 1. Warum braucht Griechenland Geld?

EUD-konkret 2/2010. Häufig gestellte Fragen zur Finanzkrise Griechenlands. 1. Warum braucht Griechenland Geld? EUD-konkret 2/2010 Häufig gestellte Fragen zur Finanzkrise Griechenlands 1. Warum braucht Griechenland Geld? 1 2. Warum setzt sich die Europa-Union Deutschland für die Unterstützung Griechenlands ein?

Mehr

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit?

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit? Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit? Grexit sind eigentlich 2 Wörter. 1. Griechenland 2. Exit Exit ist ein englisches Wort. Es bedeutet: Ausgang. Aber was haben diese 2 Sachen mit-einander zu tun?

Mehr

Unvermögen in Österreich Social Banking: Der Armut entgegenwirken

Unvermögen in Österreich Social Banking: Der Armut entgegenwirken Unvermögen in Österreich Social Banking: Der Armut entgegenwirken Eine Studie im Auftrag der Erste Bank Pressekonferenz 23.April 2012, 10.00Uhr Agnes Streissler Studienautorin Social Banking aus volkswirtschaftlicher

Mehr

Die EU-Schuldenkrise eine Gefahr für den Euro?

Die EU-Schuldenkrise eine Gefahr für den Euro? Die EU-Schuldenkrise eine Gefahr für den Euro? Prof. Dr. Rolf J. Daxhammer ESB Business School, Reutlingen University Vortrag Juni 2012 Update Mai 2015 Inhaltsübersicht Profitiert Deutschland vom Euro?

Mehr

Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen

Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen Prof. Dr. Kai A. Konrad Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht FES, Berlin, Oktober 2010

Mehr

WIE IST DIE IDEE ZU DIESEM BUCH ENTSTANDEN, UND WARUM SCHREIBE ICH DIESES BUCH? 15. 1. Warum braucht man eigentlich Geld? 19

WIE IST DIE IDEE ZU DIESEM BUCH ENTSTANDEN, UND WARUM SCHREIBE ICH DIESES BUCH? 15. 1. Warum braucht man eigentlich Geld? 19 Inhalt WIE IST DIE IDEE ZU DIESEM BUCH ENTSTANDEN, UND WARUM SCHREIBE ICH DIESES BUCH? 15 TEIL 1: BASISWISSEN GELD UND VERMÖGENSANLAGE 1. Warum braucht man eigentlich Geld? 19 2. Wie viel ist mein Geld

Mehr

Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen? Panel 3: Die Architektur der Fiskalunion in Europa. Klaus Regling. Managing Director des ESM

Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen? Panel 3: Die Architektur der Fiskalunion in Europa. Klaus Regling. Managing Director des ESM Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen? Panel 3: Die Architektur der Fiskalunion in Europa Klaus Regling Managing Director des ESM Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, 18 März 2013 Horst Köhler

Mehr

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 125-1 vom 24. November 2011 Rede des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, zum Haushaltsgesetz 2012 vor dem Deutschen Bundestag am 24. November

Mehr

Wege aus der Krise. AG Eurokrise, März 2012

Wege aus der Krise. AG Eurokrise, März 2012 Wege aus der Krise AG Eurokrise, März 2012 Was will der Vortrag zeigen? Ursachen: Teufelskreis der Krise und Konstruktionsfehler der Eurozone Falsche Rettungspolitik Ein Ende der Dauerkrise ist möglich

Mehr

Der riskante Griff nach dem Hebel

Der riskante Griff nach dem Hebel Der riskante Griff nach dem Hebel Diskussion mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages Berlin, 26. Oktober, 2011 Prof. Harald Hau, PhD Universität Genf und Swiss Finance Institute www.haraldhau.com 1

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 014, Berlin Der Weg ins Niedrigzinsumfeld Auswirkungen auf die Volkswirtschaft Der Ausweg aus dem

Mehr

Deutschland-Check Nr. 34

Deutschland-Check Nr. 34 Die Staatsverschuldung Deutschlands Ergebnisse des IW-Arbeitnehmervotums Bericht der IW Consult GmbH Köln, 12. November 2012 Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH Konrad-Adenauer-Ufer 21

Mehr

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 11.12.2014 Jürgen Leibiger, 11.12.2014 Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 1. Die schwäbischen Hausfrau und das Schuldenmanagement des Staates 2. Ursachen der Staatsverschuldung und Euro-Krise

Mehr

Staatsschuldenkrise in der EU. Vortrag von Dr. Richard Böger. 8. November 2011

Staatsschuldenkrise in der EU. Vortrag von Dr. Richard Böger. 8. November 2011 Staatsschuldenkrise in der EU Wie geht es weiter mit dem Euro? Vortrag von Dr. Richard Böger Kapitalmarktforum der Bank für Kirche und Caritas eg 8. November 2011 1 Agenda 0. Die größte Krise der Europäischen

Mehr

Prof. Dr. Egon Jüttner Bericht aus Berlin

Prof. Dr. Egon Jüttner Bericht aus Berlin Nr. 23 22.09.2011 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde, heute möchte ich Sie über einige Themen dieser Sitzungswoche im Deutschen Bundestag informieren. Ich möchte

Mehr

Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen

Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen WS 11/12 Zur Wirksamkeit der Euro-Rettungspakete. Versuch einer Bestandsaufnahme, Analyse sowie einer Abschätzung möglicher ökonomischer

Mehr

Schuldenkrise und Euro - Was ist zu tun?

Schuldenkrise und Euro - Was ist zu tun? Schuldenkrise und Euro - Was ist zu tun? Hans Fehr, Universität Würzburg Lehrstuhl für Finanzwissenschaft Hans Fehr - Schuldenkrise und Euro 1 / 13 "Der Euro wird zusammenbrechen" Hans Fehr - Schuldenkrise

Mehr

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 54-2 vom 15. Juni 2005 Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, zum Bundesausbildungsförderungsgesetz vor dem Deutschen Bundestag am 15. Juni

Mehr

So funktionieren die Rettungsschirme

So funktionieren die Rettungsschirme So funktionieren die Rettungsschirme Es gibt zwei Euro-Rettungsschirme den modifizierten vorläufigen Mechanismus EFSF und seinen dauerhaften Nachfolger ESM, der Mitte 2013 in Kraft tritt. Beide Instrumente

Mehr

So wird Frau Merkel die Geisterfahrt ungebremst fortsetzen und zu Recht wurde schon vor dem letzten EURO-Gipfel diagnostiziert:

So wird Frau Merkel die Geisterfahrt ungebremst fortsetzen und zu Recht wurde schon vor dem letzten EURO-Gipfel diagnostiziert: Zum Verlauf der EURO-Krise Merkels Geisterfahrt an den Abgrund Europas (Stand: 03.11.2011) Als die Finanzkrise die Staatsschulden der Mitgliedstaaten in die Höhe schießen ließ und als der erste EURO-Staat,

Mehr

Auch Österreich ist pleite! Platzt jetzt auch noch die Bondblase und damit der Euro?

Auch Österreich ist pleite! Platzt jetzt auch noch die Bondblase und damit der Euro? Auch Österreich ist pleite! Platzt jetzt auch noch die Bondblase und damit der Euro? Griechenland ist quasi zahlungsunfähig! Italien, Spanien, Portugal, England, Irland und Osteuropa sind krank und leiden

Mehr

Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Europäische Union 02.01.2014 Lesezeit 3 Min Quo vadis Europa? Welchen Ordnungsrahmen braucht Europa? Reicht die Währungsunion oder muss sich

Mehr

Geld, Banken und Staat. Mechthild Schrooten Mai 2015

Geld, Banken und Staat. Mechthild Schrooten Mai 2015 Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Mai 2015 Überblick 1. Theoretische Vorüberlegungen 2. So viel Krise - schon so lange 3. Allheilmittel: Schuldenbremse? 4. Anwendungsfall: Deutschland 5. Ausblick

Mehr

eurogipfel sichert die stabilität unserer währung

eurogipfel sichert die stabilität unserer währung europa eurogipfel sichert die stabilität unserer währung Bundeskanzlerin angela Merkel setzt zentrale deutsche positionen durch die mitte. Euro-Sondergipfel am 21. Juli 2011 Die Staats- und Regierungschefs

Mehr

Vertreterversammlung der Volksbank Lindenberg eg. Schuldenkrise in Europa. Lindenberg, 8. Juni 2011

Vertreterversammlung der Volksbank Lindenberg eg. Schuldenkrise in Europa. Lindenberg, 8. Juni 2011 Vertreterversammlung der Volksbank Lindenberg eg Schuldenkrise in Europa kommt nun n die große Inflation? Lindenberg, 8. Juni 2011 Staatsschulden und kein Ende Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Mehr

TITEL DER PRÄSENTATION

TITEL DER PRÄSENTATION TITEL DER PRÄSENTATION Schuldenkrise - zahlt Deutschland für den Rest der Welt? Antje Tillmann MdB CDU/CSU-Bundestagsfraktion stellv. Vorsitzende des Bundestagsfinanzausschusses Stand 02.02.2012 Inhalt

Mehr

Hard Asset- Makro- 11/15

Hard Asset- Makro- 11/15 Hard Asset- Makro- 11/15 Woche vom 09.03.2015 bis 13.03.2015 $ gewinnt gegen eigenen PPI Von Mag. Christian Vartian am 15.03.2015 Der USD- Index: spricht für sich selbst. Der sehr starke USD lieferte den

Mehr

Ursachen und Konsequenzen der Euro- Krise:

Ursachen und Konsequenzen der Euro- Krise: Ursachen und Konsequenzen der Euro- Krise: Gustav A. Horn Vorlesung SS 2012 06.05.2012 www.boeckler.de Überblick 1. Einleitung 2. Ursachen der Krisen 3. Irrwege 4. Auswege 5. Die Zukunft des Euroraums

Mehr

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Inhalt Gründe für die Errichtung einer Bankenunion im Euroraum Der einheitliche Aufsichtsmechanismus Der einheitliche Abwicklungsmechanismus

Mehr

Europa und seine Krise

Europa und seine Krise Europa und seine Krise Eurofinance week 2012, Beatrice Weder di Mauro Der besorgte Anleger/Bürgern fragt sich: 1. Ist die Krise jetzt vorbei? 2. Ist Deutschland eine Insel der Glückseligen? 3. Sollte Griechenland

Mehr

Die Europäische Finanz- und Staatsschuldenkrise Ökonomischer Kommentar

Die Europäische Finanz- und Staatsschuldenkrise Ökonomischer Kommentar Die Europäische Finanz- und Staatsschuldenkrise Ökonomischer Kommentar Prof. Dr. Lars P. Feld Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Walter Eucken Institut Das Urteil des BVerfG vom 12.9.2012 Der Fiskalpakt

Mehr

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE Professor Dr. Peter Bofinger Der Euro ist eine stabile Währung 12 1 8 6 4 2 Inflation (212) % 15 1 5-5 Langfristige Inflationstrends Deutschland

Mehr

Bayerische Staatskanzlei

Bayerische Staatskanzlei Bayerische Staatskanzlei Pressemitteilung «Empfängerhinweis» Nr: 294 München, 19. September 2011 Bericht aus der Kabinettssitzung: Staatsregierung berät über aktuelle Situation in der Eurozone / Wirtschaftsminister

Mehr

Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch?

Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch? Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch? Prof. Dr. Sebastian Dullien Konferenz Neue Wirtschaftspolitik in der EU: Wohlstand für Wen? 28. Juni 2011, Wien Programm 1. Die Euro-Krise: Mehr als eine

Mehr

Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy

Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy Mo, 05.12.2011 in Paris (vollständige Fassung) (Die Ausschrift des fremdsprachlichen Teils erfolgte

Mehr

Wege aus der Krise AG A Eu E r u okr o ise i, se De D ze e m ze be b r e 20 2 1 0 1 1

Wege aus der Krise AG A Eu E r u okr o ise i, se De D ze e m ze be b r e 20 2 1 0 1 1 Wege aus der Krise AG Eurokrise, Dezember 2011 Was will der Vortrag zeigen? Ursachen: Teufelskreis der Krise und Konstruktionsfehler der Eurozone Falsche Rettungspolitik Ein Ende der Dauerkrise ist möglich

Mehr

Die Krise des Euroraumes

Die Krise des Euroraumes Die Krise des Euroraumes Juniorprofessor Dr. Philipp Engler Freie Universität Berlin Vortrag am Gymnasium Wiesentheid, 21.12.2011 Die Krise des Euroraumes Was ist in den letzten zwei Jahren passiert? Manche

Mehr

Offener Brief an die Mitglieder der Christlich-Demokratischen Union

Offener Brief an die Mitglieder der Christlich-Demokratischen Union -> Europ. Union\Pro Europa\Die Lebenslügen der Union_NEU_16_11_2010 Die sieben Lebenslügen der Union Offener Brief an die Mitglieder der Christlich-Demokratischen Union Sehr geehrte Damen und Herren, die

Mehr

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Wellenreiter-Kolumne vom 02. November 2014 Ein Hypothekendarlehen mit 10jähriger Laufzeit ist in Japan für 1,3 bis 1,5 Prozent zu haben. Daran hat sich in den letzten

Mehr

Die Euro Krise. Ursachen, Folgen und Lösungsmöglichkeiten Prof. Dr. Kathrin Johansen (Juniorprofessur Empirische Wirtschaftsforschung) Vortrag im Rahmen des 5. Jahreskongress der Landeszentrale für politische

Mehr

Der Rettungsschirm funktioniert

Der Rettungsschirm funktioniert Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Eurokrise 04.06.2015 Lesezeit 4 Min. Der Rettungsschirm funktioniert Die Medizin hilft, aber der Patient muss sie auch schlucken, so lautet

Mehr

Zukun%sfähigkeit der Europäischen Währungsunion nicht gefährden

Zukun%sfähigkeit der Europäischen Währungsunion nicht gefährden Zukun%sfähigkeit der Europäischen Währungsunion nicht gefährden Beitrag zum Bad Ischler Dialog 2012 Zukun% Europa Univ.- Prof. Dr. Berthold U. Wigger Lehrstuhl für Finanzwissenscha3 und Public Management

Mehr

Thorsten Polleit. Der Fluch des Papiergeldes

Thorsten Polleit. Der Fluch des Papiergeldes Thorsten Polleit Der Fluch des Papiergeldes ÜBER STAATSGELD, EXPERTEN UND KRISEN Wirtschaftliche Freiheit, 23. April 2009 findet Überraschung statt, da wo man s nicht erwartet hat«, so schrieb schon Wilhelm

Mehr

Gold? Öl? Wein? "Kaufen"

Gold? Öl? Wein? Kaufen 27.1.2013 Gold? Öl? Wein? "Kaufen" Pimco-Gründer Bill Gross verwaltet den größten Publikumsfonds der Welt. Im Interview spricht er über Inflation, Währungskrieg und darüber, was ihn an München reizt. Von

Mehr

Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien. Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister

Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien. Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister Finanzmärkte 2014 O. Univ.-Prof. Dr. Engelbert J. Dockner Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister

Mehr

Kommentartext Staatsverschuldung

Kommentartext Staatsverschuldung Kommentartext Staatsverschuldung 1. Kapitel: Wie kann ein Staat Schulden machen? Wenn du mehr ausgibst, als du einnimmst, dann haushaltest du schlecht mit deinem Geld. Wenn du mehr ausgibst, als du einnimmst,

Mehr

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Dr. Klaus Weyerstraß Institut für Höhere Studien (IHS), Wien Abteilung Ökonomie und Finanzwirtschaft Gruppe Konjunktur, Finanzmärkte & europäische Integration Lehrerseminar,

Mehr

Der Rettungsschirm funktioniert

Der Rettungsschirm funktioniert Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Eurokrise 04.06.2015 Lesezeit 4 Min Der Rettungsschirm funktioniert Die Medizin hilft, aber der Patient muss sie auch schlucken, so lautet das

Mehr

Finanzmärkte Mechthild Schrooten September 2013

Finanzmärkte Mechthild Schrooten September 2013 Finzmärkte Mechthild Schrooten September 2013 Überblick 1. So viel Krise - schon so lge 2. Allheilmi?el: Schuldenbremse? 3. Europa: EinseiGger Blick auf die Staatsschulden 4. Was hat das mit mir zu tun?

Mehr

Der Weg in die Zinsfalle

Der Weg in die Zinsfalle Der Weg in die Zinsfalle ernannt wurde, erhöhte die US-Notenbank die Leitzinsen auf bis zu 20 Prozent, um die Inflation einzudämmen. Die Verzinsung 10-jährger US-Staatsanleihen erreichte in diesem Umfeld

Mehr

Vorsichtige Zinswende möglich

Vorsichtige Zinswende möglich Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Niedrigzinspolitik 12.06.2014 Lesezeit 4 Min Vorsichtige Zinswende möglich In der Banken- und Schuldenkrise waren niedrige Leitzinsen ein probates

Mehr

VI. Exkurs: Der Problemfall Griechenland

VI. Exkurs: Der Problemfall Griechenland VI. Exkurs: Der Problemfall Griechenland Die WWU - von der Inflations- über die Transfer- zur Haftungsgemeinschaft? Prof. Dr. Norbert Konegen SS 2010 Konegen IfP 1 Der Problemfall Griechenland Konegen

Mehr

Für eine dauerhafte Stabilitätsunion

Für eine dauerhafte Stabilitätsunion Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth vom 4.-6. Januar 2012 Für eine dauerhafte Stabilitätsunion 05.01.2012 Mit der Einigung der Staats- und Regierungschefs der Eurozone vom 9. Dezember

Mehr

Irland bekommt Geld Hat es die Eurozone geschafft? News aus den Finanzmärkten 22. November 2010

Irland bekommt Geld Hat es die Eurozone geschafft? News aus den Finanzmärkten 22. November 2010 Irland bekommt Geld Hat es die Eurozone geschafft? News aus den Finanzmärkten 22. November 2010 Irland bekommt Geld Hat es die Eurozone geschafft? Dr. Jörg Zeuner, Chief Economist Irland bekommt in wenigen

Mehr

Bayerische Staatskanzlei

Bayerische Staatskanzlei Bayerische Staatskanzlei Pressemitteilung «Empfängerhinweis» Nr: 304 München, 11. November 2014 Bericht aus der Kabinettssitzung: 1. Ministerrat erörtert umstrittene Maßnahmen der Europäischen Zentralbank

Mehr

Die Europäischen Institutionen und ihre Beziehungen: Rat der Europäischen Union/ Ministerrat:

Die Europäischen Institutionen und ihre Beziehungen: Rat der Europäischen Union/ Ministerrat: EU Die Europäischen Institutionen und ihre Beziehungen: Rat der Europäischen Union/ Ministerrat: - Fachminister der Mitgliedsländer u. a. Außenrat mit ständigen Außenbeauftragten - Erlass von Verordnungen

Mehr

Innovative Produktlösungen Zuverlässig und solide

Innovative Produktlösungen Zuverlässig und solide ALTE LEIPZIGER ÜBER 180 JAHRE Zuverlässig und solide AUSGEZEICHNET Innovative Produktlösungen Lebensversicherung Die aktuellsten Ratings finden Sie im Internet unter www.standardandp oors.com. Ratings

Mehr