Nelu Die Bewerbungswerkstatt

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1 Nelu Die Bewerbungswerkstatt Patenprojekt Jugend aktiv in Arbeit in Remscheid Caritasverband Remscheid e.v.

2 Kontakt: Träger des Projektes: Vors. Katholische Jugendwerke Bergisch Land e.v. Katholische Jugendfachstelle Wuppertal Leiterin Katholische Jugendfachstelle Wuppertal Referentin Jugendhilfe und Schule Felizitas Marx Referentin für Projektentwicklung Karin Witting Auer Schulstr. 13 Auer Schulstr Wuppertal Wuppertal Tel 0202/ Tel 0202/ Fax: 0202/ Fax: 0202/ Net: Net: Net zum Projekt Jugend aktiv in Arbeit: Kooperationspartner: Kooperationspartner sind Kirchengemeindeverband Alt-Remscheid Caritasverband Remscheid e.v. Netzwerkpartner: Netzwerkpartner sind versch. Firmen (für Schnuppertage, Praktika und Ausbildungsplätze), versch. Qualifizierungsstellen (RAA Remscheid, Internationaler Bund Remscheid, Clearingstelle Solingen des KJW e.v. Wuppertal, 18. August

3 Das Patenprojekt Jugend aktiv in Arbeit in Remscheid Die Lebenswelt vieler Jugendlicher ist in unserer heutigen Gesellschaft durch drohende Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland ist von Arbeitslosigkeit betroffen und die Tendenz ist steigend (vgl. ILO Studie 2010). Jugendliche ohne berufliche Zukunft haben nicht nur eine materiell schlechte Ausgangsituation. Auf Grund der mangelnden beruflichen Perspektiven sind sie schnell frustriert und haben teilweise schon in jungen Jahren resigniert. An vielen Stellen sind sie mit ihrer Lebenssituation überfordert. Im Patenprojekt Jugend aktiv in Arbeit begleiten ehrenamtliche Patinnen und Paten, die über persönliche Lebens- und berufliche Erfahrung verfügen, Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf "auf Zeit". Diese Begleitung der Jugendlichen erfolgt seit Februar 2009 in Form von Bildungstandems. Eine Patin oder ein Pate unterstützt einen Jugendlichen in einem Zeitraum von zwei Jahren bei der Planung und Organisation seiner beruflichen Zukunft. Der Jugendliche erhält in regelmäßigen Treffen (mindestens zwei Treffen im Monat) konkrete Hilfestellung zu Lebens- und Bewerbungsfragen und zwar beispielsweise in Form von Gesprächen, Bewerbungsschreiben und Übungen. Die Teilnahme am Patenprojekt ist freiwillig. Die Jugendlichen entscheiden selbst, ob sie am Patenprojekt teilnehmen möchten. Zusätzlich zu diesem Angebot soll ab September 2010 nun ein weiteres Modell der Unterstützung und Begleitung von Jugendlichen in Form der Bewerbungswerkstatt Nelu im Patenprojekt etabliert werden. Die Bewerbungswerkstatt Nelu Im Nelu erhalten Jugendliche der Kooperationsschulen ebenfalls konkrete Hilfestellung zu Lebens- und Bewerbungsfragen in Form von Gesprächen, Bewerbungsschreiben und Übungen mit ehrenamtlich berufserfahrenen Patinnen und Paten. Jeden Donnerstag (außer an Feiertagen) ist das Nelu von Uhr geöffnet. In dieser Zeit stehen drei bis vier ehrenamtliche Patinnen und Paten den Jugendlichen zur Seite. Die Patinnen und Paten werden für ihre Aufgaben pädagogisch und fachlich qualifiziert. Das Angebot ist niederschwellig und offen. Die Jugendlichen können so oft vorbeikommen, wie sie wollen und sie gehen keine verbindlichen Patenschaften ein. Das Prinzip Freiwilligkeit und Mitbestimmung ist ein wichtiger konzeptioneller Bestandteil. Es besteht die Möglichkeit, dass sich aus diesen Erstkontakten mit den Patinnen und Paten vor Ort langfristige Bildungstandems entwickeln können. Eine Besonderheit des Nelus ist eine Mediathek. Sie enthält aktuelle Medien rund um das Thema Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräche und Einstellungstests, die die Jugendlichen kostenfrei vor Ort nutzen können. Ebenfalls stehen den Jugendlichen kostenfrei ein Internetzugang, Laptops und Drucker zur Verfügung, um direkt vor Ort Bewerbungen mit ihren Patinnen und Paten anzufertigen. In jedem zweiten Monat findet ein generationsübergreifendes Training mit Patinnen, Paten, Schülerinnen und Schülern mit externen Fachreferenten statt. Für Schülerinnen und Schüler der Kooperationsschulen ist das Angebot kostenfrei. 3

4 Angedachte Themen sind: Manager Talk (Verschiedene berufserfahrene Persönlichkeiten berichten über ihren Werdegang), Bewerbungstrainings, Stilberatungen für Vorstellungsgespräche). Zielgruppe Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 8., 9. und 10., die Haupt-, Real-, und Förderschulen in Remscheid besuchen (auch Kooperationsschulen genannt). Dabei handelt es sich um Jugendliche, die durch soziale, ökonomische, persönliche und/ oder strukturelle Umstände benachteiligt sind. Ihre besonderen sozialen Lebensverhältnisse mit besonderen sozialen Schwierigkeiten sollen somit verbessert werden. Wo ist die Bewerbungswerkstatt und wann startet Sie? Das Nelu befindet sich im Don Bosco Haus (Stachelhauser Str ). Das Don Bosco Haus befindet sich unter dem katholischen Dach des Erzbistums Köln und gehört zum Gemeindeverband Alt-Remscheid. Das Don Bosco Haus liegt unmittelbar im Zentrum von Remscheid und in Bahnhofsnähe. Auch liegen alle umliegenden Haupt-, Real-, und Förderschulen fußläufig entfernt. Die Bewerbungswerkstatt Nelu wurde am 23. September 2010 um 16 Uhr im Don Bosco Haus eröffnet. Schirmherren der Bewerbungswerkstatt sind der Stadtdechant Pfarrer Kaster und der Remscheider Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz. Im Anschluss an die Pressekonferenz fand von 17 Uhr bis 20 Uhr ein Bewerbungstraining für Jugendliche der Kooperationsschulen statt. Ziele Offenes Angebot der qualifizierten und fachlichen Begleitung und Beratung künftiger Schulabgänger mit schwierigen Ausgangsituationen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Unkomplizierte und direkte Unterstützung der Jugendlichen im Bewerbungsverfahren. Erfahrung von Achtung und Akzeptanz. Jugendlichen wird gezeigt: Es ist jemand da, der ihnen Wertschätzung entgegenbringt und signalisiert: Wir haben Zeit für Dich! Unterstützung und Förderung von ehrenamtlichem Engagement. Gegenseitiges und generationsübergreifendes Lernen und Erfahrungsaustausch. Förderung der Selbstorganisation von Jugendlichen. Persönlichkeitsentwicklung und Wertorientierung. Demokratielernen und Partizipation (Jugendliche entscheiden selbst). Wissensmanagement- und Freiwilligenmanagement mit professionellen Fachkräften und ehrenamtlichen Einsätzen. 4

5 Warum heißt die Bewerbungswerkstatt Nelu? Der Name "Nelu" hat sehr viel mit dem Don Bosco Haus, dem Sitz des Patenprojektes, zu tun. Vielmehr mit seinem Namenspatronen "Johannes Bosco". "Nelu" ist eine Kurzform von Johannes. Johannes Bosco (* 16. August 1815 in Becchi/Castelnuovo Don Bosco; 31. Januar 1888 in Turin) war ein italienischer katholischer Priester. Er wurde 1929 selig und 1934 heilig gesprochen. Ein pädagogisches Ziel in seiner Arbeit für Jugendliche war, dass sie lernen die Strukturen in der Gesellschaft zu erkennen und zu bewältigen. In diesen Strukturen sollen sie dann einen Sinn und einen Wert verstehen, um so ihr Leben sinnvoll nach Ihren Wünschen gestalten zu können. Ablauf Jeden Donnerstag sind 3 Patinnen und Paten im Zeitraum von Uhr in der Bewerbungswerkstatt. Die Patinnen und Paten werden von der Katholischen Jugendfachstelle Wuppertal ausgewählt und für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Bewerbungswerkstatt geschult und qualifiziert. Die Trainings werden von der Katholischen Jugendfachstelle Wuppertal vorbereitet und in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Remscheid e.v. durchgeführt. Der Kirchengemeindeverband Alt Remscheid macht es sich zur Aufgabe sich für die Unterstützung Jugendlicher in Problem- und schwierigen Soziallagen zu engagieren. Er gibt damit den Zukünften junger Menschen ein Zuhause und schenkt ihnen Aufmerksamkeit. Sinn und Wert liegt darin, das Handeln der Akteure als diakonisches Handeln zu verstehen. Glaube, Liebe und Hoffnung werden im Einsatz für junge Menschen erlebbar. Der Kirchengemeindeverband Alt-Remscheid unterstützt das Patenprojekt bei der Gewinnung und Aktivierung von ehrenamtlichen Patinnen und Paten aus dem Seelsorgebereich. Auch stellt die Gemeinde St. Suitbertus ihr Don Bosco Haus für das Patenprojekt (Projektbüro, Patentreffen, Patenqualifizierungen, Bewerbungswerkstatt, Informationsabende) zur Verfügung. 5

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