Ein stilles Lebenszeichen

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1 5/2002 Kirchenbote 51. Jahrgang der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St.Gallen Konfirmation Ein Wort auf den Weg Wohin führt die Konfirmation? «Ich vertraue darauf, dass der, welcher in euch ein so gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird» Philipperbrief 1, 6

2 Im Anfang Ein Wort auf den Weg Der Konfirmandenspruch «Ich vertraue aber ebendarauf, dass der, welcher in euch ein so gutes Werk angefangen hat, es vollenden wird bis zum Tage Christi Jesu.» Philipperbrief 1, 6 Was mir mein Konfirmandenspruch damals an meiner Konfirmation bedeutet hat, weiss ich heute nicht mehr. Ich weiss nur noch, dass anderes weit wichtiger war als dieses Wort. Die spezielle Atmosphäre im Gottesdienst, die Aufnahme des Gruppenbildes, das Zusammensein mit Familie und Verwandten, für einen Tag in der Mitte des Geschehens zu stehen. Ein überraschender Fund Nach dem Fest legte ich meine Konfirmationsurkunde erst einmal beiseite. Die Frage nach der weiteren Ausbildung Konfirmation mit Handauflegung in Goldach 1999 Zum Titelbild: Konfirmation 2001 in der Kirche St.Laurenzen, Kirchgemeinde St.Gallen C. Konfirmandinnen und Konfirmanden haben auf den reservierten Bänken Platz genommen. Bald gehts los stand im Raum. Ich entschied mich für die Diplommittelschule. Erst gegen Ende dieser drei Jahre, als ich mit dem Theologiestudium zu liebäugeln begann, kam mir mein Konfirmandenspruch wieder in den Sinn. Ich suchte ihn hervor und war überrascht: Ich empfand ihn in diesem Moment als Aufforderung, es nicht mit Gedankenspielereien bewenden zu lassen, sondern den Weg tatsächlich unter die Füsse zu nehmen, mich an Matura und Studium zu wagen. Ein treuer Begleiter So ist es mir seither immer wieder ergangen. In Situationen des Suchens und Fragens nach Orientierung und Klarheit wurde das Konfirmationswort ein hilfreicher, weiterführender Wegweiser, ein ermutigender Zuspruch. Nichts Greifbares in Händen und doch sicher, es geht in die richtige Richtung. Sicher auch, nicht allein unterwegs zu sein. Auf die Begleitung Gottes zählen zu können. Dessen, der in Jesus seine Nähe und Liebe zu den Menschen und zu kraftvollem, erfülltem Leben unmittelbar und hautnah hat erfahren lassen. Ein stilles Lebenszeichen Was wohl meinen Konfirmationspfarrer selig damals bewogen hat, genau dieses Wort für mich zu wählen? Wie dem auch immer gewesen sein mag, mein Konfirmandenspruch hat seine Aufgabe bestens erfüllt. Unaufdringlich und still ist er meinen Weg mitgegangen, zuweilen zuallerunterst in einer Zügelschachtel, abseits des Geschehens, einem Mauerblümchen gleich. Aber er blieb nicht stumm. Bei jeder Begegnung hat er seine Sprache gesprochen. Die Sprache des Evangeliums, der guten Nachricht vom Dasein Gottes für und mit den Menschen. Manches Mal konnte ich so dem Kommenden zuversichtlich entgegengehen. Mitsamt meinen Fragen, Zweifeln und Ängsten, aber von neuem gewiss, dass Gott für jedes Leben, auch das meine, Gutes will. Er nimmt es mir nicht ab, selbst auf dieses Ziel zuzugehen. Aber er lässt mich Kraft für die nächsten Schritte finden, kommt meinen Weg zu jeder Zeit und in jeder Lage mit. Christina Nutt, Pfarrerin von Azmoos-Trübbach Editorial Liebe Leserin, lieber Leser «Die Konfirmation ist für Gott etwas ganz Schönes, aber sie ist auch für uns ein schönes Fest.» Dieser beiläufige Ausspruch eines Kindes, das bereits zwei Konfirmationen von Geschwistern miterlebt hat, ist bei mir hängen geblieben. Ich war erstaunt über die Blickrichtung. Anders als Erwachsene, die sich sinnreich darüber unterhalten können, was die Konfirmation für die Jugendlichen oder für die Kirche bedeutet, ist das Kind in seinem Blick auf den festlichen Anlass zuerst bei Gott und seiner Anteilnahme daran. Versuche ich den Faden aufzugreifen und der Sicht des Kindes zu folgen, treffe ich in meiner Erinnerung zuerst auf biblische Reden und Traditionen, wonach Gott Anteil nimmt am Dienst im Tempel oder sich mit seinen Engeln freut an der aufrichtigen Umkehr der Seinen, sich freut an Dankgebeten und Lobgesängen. Doch ein eigenes Gefühl, eine Sicht dessen, wie Gott eine Konfirmation miterlebt, kommt bei mir nur schwer auf, eher Zweifel, ob diese oder jene Konfirmationsfeier für Gott wirklich schön ist. Aber vielleicht sehen Kinder wirklich mehr und anders, wenn sie sich ungeachtet aller menschlichen und kirchlichen Unzulänglichkeiten in der Freude Gottes über ein Konfirmationsfest finden. Ihrer ist das Himmelreich, sagte Jesus von den Kindern. Wer das Himmelreich nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen, wird nicht teilhaben am himmlischen Feiern Gottes. Wer weiss, vielleicht ist diese kindliche Anteilnahme nicht nur Antwort auf die Festfreude Gottes, sondern Teil und Verstärkung derselben. «ER wird doch gefeiert in der Kirche. Darum ist die Konfirmation ein Fest für Gott.» Das war die ganze Begründung jenes Kindes für seine Aussage. Ich will mich an der nächsten Konfirmation daran erinnern und darauf achten, ob es mir gelingt, nicht nur zu erleben, wie schön der festliche Anlass für mich, die Jugendlichen oder die Gemeinde ist, sondern wie Gott mit seinen Engeln mitfeiert. Andreas Schwendener 2 Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

3 Thema Wohin führt die Konfirmation? Ein Missverständnis wartet auf Klärung Das Bedürfnis, den Übergang ins Erwachsenenleben kirchlich zu feiern, ist ungebrochen. Nach wie vor lassen sich in der Schweiz über 90% der reformierten Jugendlichen konfirmieren Anlass genug, der Hinführung zur Konfirmation verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. HEINZ FÄH Ein bekanntes Klischee lautet: «Der Kirche laufen die Leute davon und sie verschwindet im gesellschaftlichen Abseits.» Wenn man Konfirmationsgottesdienste besucht, wird man eines Besseren belehrt. Zu Tausenden pilgern ganze Familien in die voll besetzten Kirchen, um die Konfirmation ihrer Sprösslinge zu feiern. Ob im langen, schwarzen Kleid oder mit lockerem Hemd, weiter Hose und Turnschuhen die Jugendlichen präsentieren sich der Gemeinde als angehende Erwachsene und empfangen von ihrem Pfarrer oder ihrer Pfarrerin den persönlichen Konfirmationsspruch als Leitwort für ihr künftiges Leben. Dass die Jugendlichen vielerorts den Gottesdienst mitgestalten, lässt unter ihnen die Spannung steigen, macht die Feier zu ihrer eigenen Sache und hinterlässt in manchen Besuchern den Eindruck, die Kirche könne ein erstaunlich jugendliches Gesicht zeigen, wenn sie nur wolle. Da wummert der Bass und knattert das Schlagzeug im ehrwürdigen Gotteshaus, wo übers Jahr andere Klänge vorherrschen. Erstaunliche Stabilität Nach wie vor lassen sich in der Schweiz über 90% der reformierten Jugendlichen konfirmieren. In einer Zeit des viel beschworenen Wertezerfalls und der Individualisierung der Gesellschaft verwundert solche Stabilität. Das Bedürfnis, den Übergang ins Erwachsenenleben kirchlich zu feiern, ist offenbar ungebrochen. Spielt die Kirche als Ort von Sinnstiftung «Die Was-bringt-es-mir-Generation rebelliert nicht gegen eine Institution, sondern macht sich in aller Stille die Rechnung, wieweit für sie Kirche relevant ist.» und Identitätsfindung also doch eine wichtigere Rolle, als ihr gemeinhin attestiert wird? So erfreulich die Zahlen erscheinen, so vorsichtig müssen sie interpretiert werden. Die «Kinder der Freiheit», wie der Soziologe Ulrich Beck die junge Generation nennt, lassen sich zwar widerstandslos in die Kette der Generationen einreihen. Die Frage ist bloss, ob sie ihre Konfirmation selber auch so deuten, wie es ihre Eltern und Grosseltern oder gar die Kirche tun. Die «Was-bringt-es-mir-Generation» rebelliert nicht gegen eine Institution, sondern macht sich in aller Stille die Rechnung, wieweit für sie Kirche relevant ist. Frisch konfirmiert, begleitet und beglückwünscht von Freunden Unterschiedliche Motivation Fragt man Jugendliche nach ihrer Motivation zur Konfirmation, stehen pragmatische Gründe im Vordergrund. Zum einen entspricht sie einer Familientradition, die gegen den Willen der Eltern nicht leicht zu brechen ist und durch viel versprechende Geschenke versüsst wird. Doch wer die Motivation zur Konfirmation auf Zwang und materielle Anreize reduziert, greift zu kurz. Die meisten Konfirmanden geniessen es, an diesem Tag im Rampenlicht des Interesses von Familie und Gemeinschaft zu stehen und ihrer Mündigkeit einen Schritt näher zu rücken. Ausserdem haben manche während des Unterrichts positive Erlebnisse mit den Repräsentanten der Kirche gemacht. Erinnerungen ans Konfirmandenlager gehören zu den bleibenden Eindrücken kirchlicher Sozialisation. Ein krönender Abschluss mit Segen das erwarten die meisten Jugendlichen von ihrer Konfirmation. Doch nur eine Minderheit versteht sie auch als Taufbestätigung oder gar als Lebensübergabe an Jesus Christus. Wie sie auch immer gedeutet wird: In jedem Fall wird nach dem Gottesdienst gut getafelt, werden die Geschenke in Empfang genommen und dann beginnt in Glaubensfragen die grosse Freiheit. Ziel erreicht? Mit dem Tag der Konfirmation verschwinden die meisten Jugendlichen von der kirchlichen Bildfläche. Warum? Eine Erklärung liegt auf der Hand: Die Konfirmation bildet am Ende der Volksschulzeit den Abschluss der kirchlichen Unterweisung. Vorteil: Die Kirche erreicht praktisch alle Jugendlichen im Rahmen schulischer Obligatorien. Nachteil: Die kirchlichen Bezugspersonen begegnen den Jugendlichen als Lehrer. Es liegt in der Natur dieser Verhältnisbestimmung, dass sich die «ausgelernten» Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrern verabschieden. Doch was für die Schule ein erstrebenswertes Ziel darstellt, ist für die Kirche fatal. Sie bezahlt die Verschulung der Glaubensvermittlung mit dem weitgehenden Verlust ihrer Jugend. Der immense Kraftakt, der in Katechese und Konfirmandenunterricht geleistet wird und zu einer markanten Verbesserung des Unterrichts geführt hat, scheint ins Leere zu laufen. Wenn das Ziel darin besteht, Foto: Andreas Schwendener Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002 3

4 junge Menschen nicht nur über den Glauben zu informieren, sondern in ihnen Glauben zu wecken und sie zu einer aktiven Kirchenmitgliedschaft zu ermutigen, muss die Frage gestellt werden, ob der kirchliche Unterricht sein Ziel erreicht. Der Theologe Thorsten Moos gibt in seiner Dissertation zum Thema Konfirmation eine klare Antwort: «Ziel verfehlt.» Wohin des Weges? Bei der Zielbestimmung scheiden sich jedoch die Geister. Die Konfirmation war schon immer ein schillerndes Ritual, dem verschiedene Bedeutungen zugemessen wurden. Im Gegensatz zur katholischen Firmung ist sie kein Sakrament. Ent- «Es braucht eine Vernetzung von Lernen und Feiern, von schulischen und freiwilligen Angeboten.» standen ist sie 1534 in Strassburg im Zuge der Reformation. Ihr Sinn lag darin, dass die jungen Christen ihr Glaubensbekenntnis und ihre Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde bestätigen. Damit war eine Befragung über Inhalte der Glaubenslehre und die Zulassung zum Abendmahl verbunden. Obwohl diese klassischen Ziele immer noch nachschwingen, sind sie heute überholt. Heute sind bereits Kinder zum Abendmahl zugelassen, eine Glaubensprüfung findet nicht mehr statt, ebenso wenig wird den Jugendlichen ein einheitliches Glaubensbekenntnis abverlangt. Seit den 80er Jahren wird die Konfirmandenarbeit als wichtiges Instrument des Gemeindeaufbaus neu entdeckt. Aufgrund von Studien stellt Thorsten Moos fest: «Je stärker der Konfirmandenunterricht jemanden in seiner Existenz geprägt hat, desto häufiger geht er/sie (später) zur Kirche.» Der Kredit der positiven Prägung wird jedoch nur dann fruchtbar, wenn junge Menschen in der Kirche frühzeitig Angebote finden, die ihnen entsprechen. Wo steht die St.Galler Kirche? «Das Problemfeld Konfirmandenarbeit ist erkannt», meint der St.Galler Kirchenratspräsident Dölf Weder auf Anfrage und verweist auf den knappen Satz in den Leitzielen der Kantonalkirche bis Andere Schweizer Kantonalkirchen haben längst vorgedacht und gehandelt. So verschieden die theologischen und pädagogischen Ansätze des Berner, Aargauer oder des kürzlich veröffentlichten Zürcher Modells auch sind, allen ist gemeinsam, dass sie den Konfirmandenunterricht nicht mehr auf ein Jahr beschränken, sondern die Aneignung des christlichen Glaubens und die Beheimatung junger Menschen in der Kirche als langfristigen Prozess verstehen. In der Folge wurden gemeindepädagogische Konzepte entwickelt, die bereits bei der Taufvorbereitung für junge Familien ansetzen und über die Konfirmation hinausführen. Die Stossrichtung ist klar: Es braucht eine systematische Vernetzung von Lernen und Feiern, von schulischen und freiwilligen Angeboten. Wenn Kirche nicht bloss Dienstleistungsbetrieb oder Lehranstalt, sondern Gemeinde sein soll, muss sie die junge Generation für sich gewinnen.das geschieht nicht über Obligatorien,sondern über das Angebot von attraktiver Gemeinschaft und offenen Gestaltungsräumen. Nächste Schritte In der St.Galler Kirche wird sich einiges bewegen müssen, wenn sie ihre Leitziele erreichen will. Zwar hat das vor einem Jahr erschienene Kinder- und Jugendleitbild wichtige Impulse geliefert, doch der Brückenschlag zwischen Konfirmandenunterricht und freiwilliger Jugendarbeit war darin kaum ein Thema. An diesem Punkt besteht Handlungsbedarf. Nächste Schritte auf diesem Weg könnten sein: Die Erarbeitung eines gemeindepädagogischen Konzepts, das die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hin zu einem in der Gemeinschaft gelebten christlichen Glauben fördert. Eine enge Verknüpfung von kirchlicher Unterweisung mit freiwilliger Familien-, Kinder- und Jugendarbeit. Den Einbezug von basisnahen Bewegungen wie dem «Netzwerk Junge Erwachsene» und anderen Gruppen in diesen Prozess. Ermutigung und fachliche Unterstützung der Pfarrerschaft und der Sozialdiakonischen Mitarbeiter. Hunderte von Jugendlichen werden in den kommenden Wochen konfirmiert. Sie fordern die Kirche heraus, ihnen auch nach dem grossen Tag erfüllende Gemeinschaft anzubieten. Heinz Fäh, Pfarrer in Jona, Mitglied der Verlags- und Redaktionskommission des Kirchenboten und freier Mitarbeiter von Radio DRS Mit geistlichem Proviant in die Mündigkeit entlassen Perspektiven auf DRS 2: «Konfirmation im Wandel» Die Sendung «Perspektiven» auf DRS 2 vom Sonntag, 12. Mai, 8.30 Uhr (Zweitausstrahlung: Freitag, 17. Mai, 15 Uhr) widmet sich dem Bedeutungswandel der Konfirmation. Zwischen dem, was sich Jugendliche von ihrer Konfirmation versprechen, und dem, was ihnen die Kirche weitergeben will, besteht oft eine grosse Differenz. Heinz Fäh thematisiert im Gespräch mit Konfirmanden und dem Theologen Ralph Kunz Dilemma und Chancen der Konfirmation. Foto: Andreas Schwendener 4 Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

5 Thema Erfahrungen bei mehrfachem Würdenträger Eintritt in Berufswelt und Konfirmation 1932 In der wirtschaftlichen Krisenzeit der 30er-Jahre haben viele Jugendliche noch vor ihrer Konfirmation in der Fremde dienen müssen. Auch dort wirkten Erfahrungen mit Repräsentanten der Kirche prägend. Ab dem 10. Altersjahr besuchte ich in Schwellbrunn die Sonntagsschule. Eine protestantische Ordensschwester erzählte uns religiöse Geschichten und brachte uns mit dem Harmonium das Singen bei. Auf einem Tisch stand wie eine Blumenvase ein Negerlein. Wenn wir durch den Schlitz eine Münze eingaben, nickte es uns dankbar zu. Der Höhepunkt eines solchen Schuljahres war jeweils die Christbaumfeier. Unter einer grossen Tanne in der Kirche lagen auch für uns kleine Geschenke bereit. Konfirmanden und Konfirmandinnen aus Schwellbrunn AR im Jahre 1934 Moral der Mächtigen Im Jahr 1931 wurde es dann aber weniger feierlich. In den schweren Krisenjahren wurden viele Hundert Mädchen und Knaben im Alter ab 12 Jahren aus dem Toggenburg und Appenzellerland als Dienstmädchen und Hüterbuben in die Kantone Thurgau und Zürich exportiert. Ich landete in Hohentannen bei einem Grossbauer, Gastwirt, Gemeinderat, Schulvorsteher, Rodelführer und reformierten Kirchenrat. Dass sich seine Frau durch die Titel geehrt fühlte, spürte ich. Ich durfte sie nur als Frau Gemeinderat ansprechen. Höhepunkte waren die kirchlichen Feiertage. Die Pferdekutsche, darauf mein Chef in schwarzem Flügelfrack und Zylinder, daneben seine Gattin in ebenso ehrfürchtiger Bekleidung, fuhr dann das Dorf hinunter nach Sitterdorf zur Kirche. Die Dorfbewohner standen beidseits der Strasse bereit, um dem königlichen Gefährt zu huldigen.wie es aber vorher in Haus und Stall getönt hat, habe nur ich gehört. Gewettert und geflucht wurde da, bis alles klappte für diesen scheinheiligen Auftritt. Da zog ich mich zurück hinter die Scheune, wo ich oft die Mahlzeit mit Tierfutter ergänzen konnte. Aber auch das reformierte Gesinde durfte am Sonntagnachmittag ins katholische Gotteshaus nach Sitterdorf zur Kinderlehre, wo es noch nach Weihrauch roch vom Vormittag. Schon als 13-jähriger Bub musste ich erfahren, dass die Religion von Mächtigen missbraucht werden kann. In den ländlichen Gemeinden waren das die Bauern. Lehrer und Pfarrer wurden von ihnen in Pflicht genommen. So erklärte uns der Pfarrer das Gebot «Du sollst nicht lügen» mit folgender Geschichte: Ein Bauer sagt zu seinem Verdingbub, der mit dem Vieh auf die Weide geht: Nimm den Striegel mit! Der Bub bringt die Tiere aber ungestriegelt in den Stall zurück, worauf der Bauer ihn beschimpft. Der Bub antwortet, er habe den Befehl ausgeführt und den Striegel mitgenommen. Auch dies sei eine Lüge, warnte uns der Pfarrherr. Nach diesem praktischen Beispiel, das kaum ein Pfarrer erfinden kann, sahen wir hinter die Kulissen. Zurück aus der Kirche wartete in der Küche eine Menge Geschirr aus dem Restaurant zum Abwaschen. Das achte Schuljahr Auch im Schulwesen war die Obrigkeit bemüht, die unrentablen Buben etwas rentabler zu machen. Ich hatte noch ein Anrecht auf ein achtes Primarschuljahr, aber von März bis Ende Oktober, bis die Obsternte vorbei war, konnten wir als 13-Jährige nur am Mittwochnachmittag Weiterbildung geniessen. Kompensiert wurde der sommerliche Ausfall im Winter mit täglich 6 Stunden. Die Arbeitszeit von teils über 15 Stunden am Tag unter schlimmer Hetze brachte mich manchmal an das Ende meiner Kräfte. Eine Flucht ohne einen Rappen im Sack in zerrissenen (teilweise) Damenkleidern, kam nicht in Frage. Zudem herrschte eine rigorose Zensur. Die wenigen Briefe von meinen Eltern wurden mir immer geöffnet übergeben. Für eine Briefmarke hatte ich nie Geld. Erst wenn ich in einem Brief nach Hause nichts Zweideutiges geschrieben hatte, schickte ihn meine Chefin weg. Aber es wurde auch in diesem Jahr Weihnachten und ich durfte nach neun Monaten meine Familie für einen Tag besuchen. Um Kosten zu sparen, musste ich beim übernächsten Bahnhof einsteigen und schon in Herisau den Zug verlassen. Meine jüngeren Geschwister warteten in Waldstatt fast eine Stunde, bis ich endlich zu Fuss ankam. Bei diesem Besuch hat meine Mutter gespürt, dass ich im Thurgau sehr unglücklich war. In unserer Wohngemeinde fand sie für mich bei einem angesehenen Bauer eine neue Stelle. Bleibende Gemeinschaft Nun wurde ich zum obligatorischen Präparandenunterricht im Pfarrhaus eingeladen. Im folgenden Jahr wurde diese Klasse auf die Konfirmation am Palmsonntag 1934 vorbereitet. Am Karfreitag genossen wir erstmals das Abendmahl. Dadurch wurden wir als Erwachsene in die Kirchgemeinde aufgenommen: mit der Ermahnung nun die Gottesdienste zu besuchen. Bis heute haben wir damaligen Konfirmanden uns alle drei Jahre getroffen. Im Jahr 1935 wechselte ich zu einer gut katholischen Familie nach Hohenbühl, Freidorf. Problemlos konnte ich dort auf Wunsch nach Roggwil in die Kirche gehen. Dort war ich in jeder Hinsicht sehr gut aufgehoben in dieser grossen Familie. Als ich einmal verunfallte, wurde ich zur Beobachtung und Pflege in das Ehebett neben der Bäuerin platziert. Am Abend versammelte sich die neunköpfige Familie um mein Bett und betete für mich einige Vater Unser und die grossen Schmerzen liessen nach in jener Nacht. Das war der Beginn meiner ökumenischen Gesinnung. Rein zufällig waren in meinem Erwerbsleben alle guten Freunde und Kollegen Katholiken. Aber sie leben nicht mehr. Mein Hund ist ein guter treuer Ersatz geworden. Ernst Diem (1918), St.Gallen Foto: ZVg Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002 5

6 Fokus Netzwerk Junge Erwachsene auf Russisch Rückblick auf ein Volontariat Während eines Jahres arbeitete der 25-jährige Weissrusse Sergey Sirotkin für den Cevi St.Gallen und für das Netzwerk Junge Erwachsene (JE) der Kantonalkirche. Möglich wurde der Austausch durch das Programm «Volunteers for Europe», das der St.Galler Kirchenratspräsident Dölf Weder in seiner Zeit als Generalsekretär des CVJM Europa lanciert hat. Anlässlich seiner Rückkehr nach Weissrussland hat Reto Sutter mit Sergey Sirotkin gesprochen. Reto Sutter: War es einfach für Dich, als Volontär aus Weissrussland in der Schweiz zu sein? Sergey Sirotkin: Natürlich gab es vor allem zu Beginn ein paar Sprach- und Kommunikationsprobleme. Ich hatte das Gefühl, dass diese Kultur nicht die Meine ist. Ein Jahr in einer fremden Sergey Sirotkin: Während eines Jahres war er beim Netzwerk Junge Erwachsene unter anderem zuständig für Administration, Internet und Flyer-Design. In Weissrussland hat Sergey Sirotkin Wirtschaft studiert und war im CVJM tätig, wo er im Ten Sing, aber auch administrativ und als Designer und Übersetzer arbeitete. Mit dem CVJM hat er an einigen europäischen Projekten teilgenommen, so beim «Pavillon der Hoffnung» an der EXPO 2000 in Hannover oder bei Ten Sing Festivals. Er gehört der orthodoxen Kirche an, bezeichnet sich jedoch als ökumenisch Glaubender. Foto: Reto Sutter Kultur zu leben ist schon eine Herausforderung. Aber mittlerweile ist dies gut. Trotzdem fallen mir noch täglich Unterschiede zu Weissrussland auf: Politik, Wirtschaft, Autos, Architektur, öffentlicher Verkehr alles ist anders. So geht bei uns eine Zugfahrt doppelt so lange und ein Billet zu kriegen ist schwierig. Aufgefallen ist mir auch, dass in der Schweiz die Leute viel weniger aggressiv sind, dafür auch distanzierter. Und wie war es für Dich, als orthodoxer Christ in der reformierten Kirche zu arbeiten? Das war sehr spannend. Ich muss aber gestehen, dass ich in Weissrussland ausserhalb des CVJM nicht viel mit der Kirche zu tun hatte. Ich habe deshalb noch nie ein so «christliches Jahr» erlebt wie hier in der Schweiz. Gibt es Unterschiede zwischen dem Cevi in der Schweiz und in Weissrussland? Die rechtliche Situation ist anders. In Weissrussland ist der CVJM vom Staat nicht akzeptiert. Er muss immer für seine Rechte kämpfen. Auch finanziell ist natürlich der Unterschied gross. Die Inhalte sind auch nur teilweise ähnlich. Wir haben Ten Sing, Jungschar und Sommerlager. Wir haben aber auch eine Strohwerkstatt oder Flugzeugmodellbau-Workshops, eine Tanzgruppe oder eine Englisch-Schule. Gibt es auch Projekte mit Jungen Erwachsenen in Weissrussland? Kirchliche Projekte für Junge Erwachsene kenne ich keine. Es gibt eine weissrussische patriotische Jugend-Union, welche von Präsident Lukaschenko gegründet wurde. Diese ist eigentlich schon für Junge Erwachsene gedacht, nützt aber vor allem Lukaschenko. Welche Rolle spielt das Internet in Weissrussland? Es steckt noch in den Kinderschuhen. Wir haben nur einen staatlich kontrollierten Provider und der ist zu teuer. Wenn man zweimal täglich seine Mailbox leert, kostet dies 5 Dollar im Monat der durchschnittliche Monatslohn beträgt 60 Dollar. Möchtest Du uns Schweizern gerne einen Rat mitgeben? Vielleicht dies: Die Schweizer müssen mehr merken, dass es noch ein paar andere Länder in der Welt gibt, die nicht so grosse Möglichkeiten haben. Wo waren die Unterschiede zwischen der Arbeit beim Cevi St.Gallen und dem Netzwerk Junge Erwachsene (JE)? Beim Netzwerk JE war es eigentlich lustiger, denn die Leute sind sehr motiviert. Im Cevi war es vor allem Büroarbeit im Netzwerk konnte ich auch kreativ tätig sein. Was hat Dir Spass gemacht und was hat Dich enttäuscht im Netzwerk JE? Spass gemacht haben mir die Leute, denn sie sind ein tolles und aufgestelltes Team, das gut zusammenarbeitet und «Die Schweizer müssen merken, dass es noch andere Länder in der Welt gibt, die nicht so grosse Möglichkeiten haben.» produktiv ist. Besonders die Retraiten der Arbeitsgemeinschaft Junge Erwachsene waren spannend. Oft kam ich etwas überarbeitet hin, aber schon nach fünf Minuten war ich jeweils begeistert involviert bei diesen Treffen. Enttäuscht hat mich nicht viel. Meiner Ansicht nach sehen sich die Leute vom Netzwerk zu selten persönlich. Alle sind beschäftigt mit ihrer Arbeit oder ihrem Studium. Man arbeitet deshalb viel über Telefon und . Was könnte man verbessern beim Netzwerk JE? Was es braucht, ist eine professionelle Betreuung und Begleitung der Mitarbeitenden. So würde der Informationsfluss besser laufen und die Koordination wäre einfacher. Wie geht es weiter mit dem Netzwerk JE ohne Dich als Volontär? Ich weiss nicht. Das ist euer Problem (lacht). Nein, das könnte schwierig werden, denn was ich alles gemacht habe, sollte ja auch weiterhin gemacht werden, z.b. Administration und Flyer-Design. Interview: Reto Sutter, St.Gallen, Präsident der Arbeitsgemeinschaft JE Das ausführliche Interview unter: 6 Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

7 Fokus Ein Weg zur Integration von Migrantinnen Heks-Einsatz in der Ostschweiz Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) hat auch einen Inlandauftrag. Die Regionalstelle Ostschweiz mit Sitz in St.Gallen hat in Amriswil neben bereits bestehenden Projekten letztes Jahr ein neues Angebot geschaffen: das «in-fra»-integrationsprojekt für Migrantinnen. In Deutschkursen, die den Kenntnissen der Teilnehmerinnen angepasst sind, lernen die Frauen die Sprache und machen damit einen Schritt zur Integration. Die neun Frauen, die bei Elsbeth Morf den Deutschkurs besuchen, betrachten aufmerksam die Schilder an der Tafel, auf denen Zeichnungen von Gegenständen abgebildet sind, die zum Alltagsleben gehören: ein Kleid, eine Hose, ein Paar Socken Wie schwer ist es wohl für die Frauen, diese Bilder in abstrakte Zeichen, wie unsere Buchstaben es sind, umzusetzen? Konzentriert schreiben die Frauen die Worte in ihre Hefte. Ab und zu muss radiert werden. Doch Elsbeth Morf ist mit den Ergebnissen zufrieden: «Die meisten Frauen sprechen schon mehr oder weniger gut deutsch. Einige haben aber nie lesen und schreiben gelernt, auch nicht in ihrer Muttersprache.» Ohne Schulbildung Von den neun Frauen kommen acht aus der Südtürkei und sprechen aramäisch. Zuerst hat eine von ihnen gehört, dass hier Deutschkurse für Migrantinnen «Die Sprache zu können, bedeutet auch, am Leben teilzunehmen, zu verstehen, worüber im Laden, in der Nachbarschaft gesprochen wird, was der Lehrer über das Kind sagen möchte» stattfinden. Als sie auch noch erfuhr, dass während der Kurse die Kinder betreut werden, stand ihr Entschluss fest: Sie wollte Deutsch lernen. Nach und nach konnte sie die anderen sieben Frauen aus ihrer Heimat ebenfalls für die Idee begeistern. Jetzt, nach dem neunten Kurs, sagt Oers: «Es ist wirklich Bilder auswählen, den deutschen Begriff dafür finden und das Wort aufschreiben schön, wenn man lesen und schreiben kann. Wir sind froh und dankbar.» In ihrer Heimat haben die Frauen nie eine Schule besucht. Sie lebten als orthodoxe Christen unter Moslems und ihre Eltern wagten es nicht, die Töchter in die Schule zu schicken. Die neunte Kursteilnehmerin stammt aus Italien und lebt schon seit vierzig Jahren in der Schweiz. Sie kommt in den Kurs, um endlich auch deutsch lesen und schreiben zu lernen. «Für mich ist es ein Kopftraining», sagt sie lachend. Auf Frauen abgestimmt Mit der Einführung der Deutschkurse hat das «in-fra» Amriswil für viele Migrantinnen, die oft jahrelang isoliert in einer ihnen fremden Welt gelebt haben, neue Tore und Türen geöffnet. Die Kurse waren von Anfang an so gut belegt, dass viele Interessentinnen vertröstet und auf die Warteliste gesetzt werden mussten. Dieser Erfolg zeigt, wie gross das Bedürfnis der Frauen ist, Deutsch zu lernen. Die Sprache zu können, bedeutet für die Migrantinnen auch, am Leben unmittelbar teilzunehmen, zu verstehen, worüber im Laden, in der Nachbarschaft gesprochen wird, was der Lehrer über das Kind sagen möchte, was auf Etiketten und Schildern steht Dass die Deutschkurse speziell auf Frauen abgestimmt sind, hat gute Gründe: Meistens haben die Männer durch die Arbeit einen unmittelbaren Zugang zur Sprache. Die Frauen sind dagegen mit den Kindern oft nur im Haus und haben kaum Kontakt zur Schweizer Bevölkerung. Je mehr die Sprachkenntnisse der Ehemänner und Kinder zunehmen, umso mehr geraten die Frauen in die Unselbstständigkeit und Isolation. Kinderbetreuung Die Deutschkurse sind auf die jeweiligen Vorkenntnisse der Migrantinnen abgestimmt. Die Frauen werden dort abgeholt, wo sie stehen. Zudem sind die Kurse sehr kostengünstig: An vierzig Wochen im Jahr werden zehn Kurseinheiten (je zwei Stunden) für Fr. 30. angeboten. Angeboten werden auch Konversationskurse zur Vertiefung der bereits erworbenen Deutschkenntnisse sowie Fachkurse mit den Themen Gesundheitslehre, Haushaltsführung, Nähen und Schnittzeichnen. Ein grosser Pluspunkt ist vor allem die Kinderbetreuung: Die Frauen können die Kinder in die «Schule» mitnehmen, denn gleich nebenan, in einem bunten, freundlichen Spielzimmer, werden sie von Sozialpädagoginnen und Kindergärtnerinnen betreut. Die Kinder machen hier spielerisch ihre ersten Erfahrungen mit der deutschen Sprache, kommen in Kontakt mit unserer Kultur und lernen, Regeln zu beachten. Es ist eine Frühförderung für Kinder im Vorschulalter, eine Vorbereitung auf den Kindergarten und die Schule. Ohne diesen integrierten Kinderhort könnten viele Frauen gar nicht in die Kurse kommen. So aber können sie sich ungestört dem Unterricht widmen. Nachdem der Kurs ihrer Mütter zu Ende ist, stürmen die Kinder ins Klassenzimmer und zeigen stolz, was sie gebastelt haben: Zeichnungen und Ketten aus bunten Perlen. Die Mütter nehmen ihre Sprösslinge an der Hand und gehen nach Hause. Es ist Zeit, das Mittagessen zu kochen. Susanne Ellensohn, St.Gallen Foto: Heks-Ostschweiz Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002 7

8 Aus den Gemeinden Goldach: Pfarrteam wieder komplett Die vier Pfarrstellen der Kirchgemeinde Goldach sind alle wieder besetzt. In Steinach arbeitet seit Januar 2002 Hans Martin Enz zu 70% und im Kirchkreis Tübach-Untereggen Doris Engel seit März zu 50%. Pfarrer Hans Martin Enz, der sich nebenbei auch als Carchauffeur betätigt, wurde am 28. April durch Vizedekan Robert Müller in sein Amt eingesetzt. Die Amtseinsetzung von Pfarrerin Doris Engel durch Dekan Klaus-Jürgen Lincke folgt am 19. Mai in Goldach. as Zwei Flawiler Chöre an der Expo.02 Zwei Gospelformationen der evangelischen Kirchgemeinde Flawil dürfen auf den Arteplages an der Expo.02 in Biel auftreten. Die rund 60 Kinder des «Gospeltrains» werden im Rahmen des schweizerischen Kirchentags in Biel erwartet. Der Gospelchor Flawil seinerseits hat am Sonntag, 2. September die Möglichkeit, sich in Biel einem grossen Publikum zu präsentieren. rk/meka Pfarrer Emil Teindel klar bestätigt Seit 18 Jahren ist er Pfarrer in St.Margrethen, zu reden gab die Bestätigung Emil Teindels schon im Vorfeld der Kirchgemeindeversammlung. Eine kleine Gruppe war mit ihm nicht mehr einverstanden. Daher wollte diese eine Urnenabstimmung. Doch sie konnte sich nicht durchsetzen. Eine grosse Mehrheit wollte auf eine Bestätigungswahl verzichten. Somit ist er für vier Jahre im Amt bestätigt. Pfarrer Teindel bot all jenen das Gespräch an, die gegen ihn gestimmt hatten: «Ich bin für eine offene und ehrliche Kritik zu haben.» nr. Kirchgemeindeordnung erlassen Nun hat auch die Kirchgemeinde Wildhaus eine Kirchgemeindeordnung. Sie tritt nach Genehmigung durch den Kirchenrat auf Beginn der neuen Amtsdauer in Kraft. Nach kantonalkirchlicher Vorschrift hat jede evang.-ref. Kirchgemeinde ihre Organisation sowie die Rechte und Pflichten ihrer Organe durch eine solche zu regeln. nr. Kirche Salez soll renoviert werden Die Kirche in Salez soll renoviert werden. Mit der Zustimmung zu einem Projektierungskredit in der Höhe von Franken ist ein erster Schritt dazu getan. Die Höhe der zu erwartenden Renovationskosten liess Sorgen aufkommen. Umfassende Abklärungen sollen aber die Grundlage für eine endgültige Beschlussfassung bilden. nr. Panorama: Gemeinden Kreuze für Rheintaler Kirchen In der Kirchgemeinde Diepoldsau- Widnau-Kriessern wurde im Rahmen des Budgets auch die Realisierung der künstlerischen Gestaltung des Chors der Kirche Diepoldsau gutgeheissen. Unter den vier eingereichten Vorschlägen ist das Projekt «Senfkorn» der Rorschacher Bildhauerin Pierrette Gnädinger ausgewählt worden. In der Kapelle Widnau soll ein Kreuz von Silvan Köppel (Reute) angebracht werden. Anlässlich der Versammlung wurde ein Kreuz auch für die Kirche Diepoldsau gewünscht. Auch die Kirchgemeinde Rebstein wünscht sich ein Kreuz in der Kirche, wie eine Konsultativabstimmung an der Gemeindeversammlung gezeigt hat. nr. Buchs: Nur noch zwei Pfarrstellen Bisher waren es drei, auf Anfang September soll es in der Kirchgemeinde Buchs nur noch zwei Pfarrstellen geben. Die Gemeindeversammlung stimmte diesem Vorhaben mit nur zwei Gegenstimmen zu. Begründet wurde der Schritt mit gesellschaftlichen Umbrüchen, die auch die Kirche tangieren. Zudem habe die Zahl der Kirchenmitglieder von 5233 im Jahre 1988 auf 4383 im Jahr 2001 abgenommen. nr. Die evangelisch-reformierte Kirche in Buchs künftig Predigtort von nur zwei Pfarrpersonen. Foto: Andreas Schwendener Zusammenarbeit Radio aktuell Kirche neu geregelt Bewegung kommt einmal mehr in die Zusammenarbeit zwischen dem Ostschweizer Radio aktuell und den Kirchen. Am 15. April wurde ein neues Sendekonzept eingeführt. Längst leben wir im Multimedia-Zeitalter, im World Wide Web kann sich jeder sein Zuhause kreieren. Die Zeit, als sich Familien noch vor dem Radio versammelten und sich gemeinsam eine Sendung anhörten, ist leider Vergangenheit. Das Radio habe sich zu einem Begleitmedium entwickelt, das von der Mehrheit der Menschen nicht mehr gezielt, sondern nur noch sehr willkürlich eingeschaltet werde, so die Erfahrungen der Radiomacher/-innen. Aufgrund dieser Tatsachen hat sich Radio aktuell nun für ein neues Konzept entschieden. Fixe Sendungen wurden aus dem Programm gestrichen. Ob Jugend-, Sport- oder Kirchenthemen, alles wird ins Tagesprogramm eingebunden. Diese Umstrukturierung wirkt sich auch auf die kirchlichen Sendegefässe aus. Der «Ufsteller» heisst neu «Gedankenstrich» und wird nicht mehr regelmässig zum gleichen Zeitpunkt ausgestrahlt, sondern täglich zweimal im Programm platziert, aber zu variablen Zeiten. Zwei Beiträge des Sonntagmittagmagazins «Prisma, Glaube und Gesellschaft aktuell» werden neu jeweils am Sonntagmorgen zwischen 8.30 Uhr und 9 Uhr ausgestrahlt, weitere Beiträge werden im Tagesprogramm verteilt. Die Kirche darf stolz sein; keine andere Institution hat im Moment die Erfahrungen, das langjährige Knowhow, die Technik und das Personal, um auch nach den Veränderungen ihre Anliegen selber einbringen zu können. Das letzte Wort über diese Veränderungen hat der Verein für ökumenische Medienarbeit. An der Mitgliederversammlung im Mai werden die Neuerungen thematisiert und dann wird auch entschieden, ob man definitiv durch dieses Tor gehen will. Roger Fuchs Radio-Beiträge: In den letzten zwei Jahren wurden gegen 250 Beiträge aus dem Glaubens- und Gesellschaftsleben für die Hörer/-innen von Radio aktuell produziert. Alle Beiträge, auch die zukünftigen, werden archiviert und sind jederzeit bei Roger Fuchs abrufbar. Hier die neue für Infos und auch für Themenvorschläge: 8 Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

9 Panorama: Kanton Schutz vor sexuellen Übergriffen Erfahrungen von sexuellem und emotionalem Missbrauch beeinträchtigen die seelische Entwicklung der Betroffenen traumatisch. In der Absicht, Grenzverletzungen in kirchlichen Tätigkeiten möglichst zu vermeiden, setzte der St.Galler Kirchenrat vor zwei Jahren eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ein. Sie sollte auf verschiedenen Ebenen Vorsorge treffen. Die Arbeitsgruppe erarbeitete ein dreiteiliges Konzept, das im Herbst 2001 vom Kirchenrat genehmigt wurde. Richtlinien Die «Richtlinien für die Gewährleistung des Persönlichkeitsschutzes im Bereich kirchlicher Tätigkeiten» geben Aufschluss darüber, wie sich Kirchenvorsteherschaften, Kommissionen und vorgesetzte Behörden verhalten müssen, wenn sie beispielsweise mit Mobbing, Rassismus, emotionaler Entwertung, sexueller Belästigung am Arbeitsplatz oder Ausnützen von Abhängkeitsverhältnissen konfrontiert werden. Kontaktgruppe Der Kirchenrat setzte eine Kontaktgruppe ein, die als Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene und ihre Angehörigen, für aufmerksam gewordene Personen und Behörden, aber auch für potentielle Täter und Täterinnen fungiert. Ihr gehören Fachleute aus dem psychotherapeutischen Bereich an. Im Bedarfsfall kann eine juristische Fachperson beigezogen werden. Die Mitglieder der Kontaktgruppe führen Erstund Beratungsgespräche durch und unterstützen, wenn nötig, das Einreichen einer Klage. Die Beratungsstelle arbeitet vertraulich. Als weitere neutrale Anlaufstelle hat sich die Opferhilfe St.Gallen zur Verfügung gestellt. Prävention Der dritte Schwerpunkt bildet die Prävention. Sensibilisierungsveranstaltungen werden bis zum Jahr 2004 in allen Pfarrkapiteln, im Diakonatskapitel sowie in der Konferenz der Religionslehrkräfte stattfinden. Dieses Weiterbildungskonzept wird in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Mira (Prävention sexueller Ausbeutung im Freizeitbereich) durchgeführt. Zusätzlich ist eine Plakat-Aktion mit einem entsprechen- den Merkblatt in Vorbereitung. Diese Aktion macht die einzelnen Kirchgemeinden und deren Gemeindeglieder auf das Problem aufmerksam. Der Kirchenrat ist überzeugt, dass es die Pflicht der Kirche ist, Grenzverletzungen zu vermeiden. Sollte dies dennoch nicht möglich sein, müssen Behördenmitglieder in der Lage sein, diese aussergewöhnliche Situation professionell zu meistern. Elisabeth Frick Tanner, Kirchenrätin Trifft Eros nur die Frauen? Mitte März lud die kantonalkirchliche Arbeitsstelle Jugendfragen sowie die akj Gossau und St.Gallen zum Jugend- Bildungs-Abend mit dem Thema «Eros ist immer dabei» ein. Schon zu Beginn stellte sich die Frage: Betrifft dieses Thema wirklich jede und jeden? Denn angemeldet hatten sich zu dem Abend 26 junge Frauen und ein junger Mann. «Männer reden weniger offen über ihre Gefühle und können diese auch nicht in einer Gruppe äussern, denn sie wollen stark und unverletzlich bleiben», so die Vermutungen der Teilnehmerinnen über das Ausbleiben der Männer. Der Anlass sollte den in der Jugendarbeit Tätigen bewusst machen, wie und wo sich Erotik in der Jugendarbeit bemerkbar macht und wie man mit Kindern und Jugendlichen altersgemäss darauf reagieren kann. Nach einem informativen und auch erheiternden Aufklärungsfilm ging es in den Gruppenarbeiten um verschiedene Aspekte der Erotik in Lagern und Jugendgruppen. Es fand ein spannender Erfahrungsaustausch statt, woraus sich wiederum Fragen an die Fachfrau Gabriela Jegge von der Arbeitsstelle für Aids- und Sexualfragen ergaben. Vor allem der Umgang mit Kindern und Jugendlichen fällt bei diesem Thema teilweise schwer. Die jungen Leiterinnen fühlen sich zu wenig kompetent, auf Anspielungen und Fragen von Kindern zu reagieren. Wo setzt man Grenzen und wo müsste man eigentlich eingreifen? Wo machen Kinder nur Anspielungen ohne den Sinn der Worte überhaupt zu verstehen? Gemeinsam wurden Lösungsansätze gesucht und Hilfestellungen aufgezeigt. Rat boten auch die aufliegenden Bücher und Broschüren zum Thema. Jeannine Oertle, akj-st-gallen Aus dem Kirchenrat Das Projekt «Abfall!?» unterstützt Sergey Sirotkin aus Weissrussland arbeitet seit einem Jahr mit Unterstützung der Kantonalkirche als Volontär beim CVJM St.Gallen. Aus seinem Erstaunen, was alles auf dem schweizerischen Abfall landet, das in seiner Heimat noch gut gebraucht werden könnte, entstand das Projekt «Abfall?!». Einerseits kam so bereits ein Kulturaustausch junger Menschen mit gegenseitigen Besuchen zu Stande, andrerseits können Schweizerinnen und Schweizer für sie unnötig gewordene Güter zu einem sinnvollen Zweck weitergeben. Der Kirchenrat beschloss, die Transportkosten zu übernehmen. Besorgt über Sozialhilfekürzung Der Kirchenrat der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen hat noch einmal mit Besorgnis von der gegenüber den empfohlenen Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS linearen Kürzung des Grundbedarfs I und der Streichung des Grundbedarfs II in der finanziellen Sozialhilfe im Kanton St.Gallen Kenntnis genommen. Er beauftragte bereits früher seine Arbeitsstelle Diakonie, in den Kirchgemeinden Fakten über die Auswirkungen der Sozialhilfekürzung zu sammeln. Nach deren Vorliegen will der Kirchenrat über allfällige weitere Schritte beschliessen. Umsetzungsplanung zu «St.Galler Kirche 2010» Im Zusammenhang mit den Zielsetzungen von «St.Galler Kirche 2010» wurde ein Katalog von Umsetzungsvorschlägen und dazu benötigten Mitteln zusammengetragen. Der Kirchenrat wird im Juni an seiner Retraite eine umfassende Diskussion zu allen Leitzielbereichen und Ressorts führen und seine Grundsatzentscheide fällen. Anträge an die Synode sind für die Wintersession zu erwarten. Personelles Die Arbeitsgemeinschaft Junge Erwachsene (AGJE) hat in den letzten zwei Jahren überzeugende Aufbauarbeit im gesamtkirchlichen Bereich geleistet. Der Gründerpräsident, Reto Sutter, stud. med., Mitglied der Evangelischen Synode, St.Gallen, gibt per 31. Juli 2002 seine bisherige Funktion auf, bleibt aber Mitglied des Leitungsgremiums. Das Präsidium übernimmt Andreas Erni, SBB -Angestellter, Rapperswil. Der Kirchenrat dankt für die kreativen Initiativen der Jungen Erwachsenen und freut sich auf das weitere Zusammenwirken. In die neu KiK-Kommission genannte ehemalige Sonntagschulkommission wählte der Kirchenrat Pfarrer Peter Arthur Haueis, Kirchberg, und Pfarrer Michael Dietliker, Diepoldsau. Sie ersetzen Pfarrer Stefan Wohnlich, vormals Lütisburg, und Regula Boetschi, St.Gallen. kid/ MB Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002 9

10 Panorama: Schweiz Wird der Kirchenbote teurer? Der St.Galler Kirchenbote, der monatlich in 21 Regionalausgaben mit 100 produzierten Seiten erscheint, kostet heute für die Gemeinden dank verbilligter Posttarife nur gerade 13 Franken pro Abonnement. Nun will der Bundesrat mit einer neuen Postverordnung seine Subventionen zur Presseförderung bis zum Sommer 2002 neu regeln. Nur noch wöchentlich erscheinende Publikationen sollen subventioniert werden. Betroffene Verleger, auch die des Kirchenboten, nutzen die Vernehmlassung zur Einsprache. as Kommunikation für die Kirchen «Reformierte Medien» nennt sich das kirchliche Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum in der Deutschschweiz. Mit ihrem Jahresbericht 2001 gibt diese Organisation Rechenschaft nicht nur über ihre vergangene Tätigkeit, sondern auch über ihre in die Zukunft weisenden Planungen. Im vergangenen Jahr schlossen die Reformierten Medien innerhalb ihres ökumenischen Geschäftsbereichs eine mehrjährige Umstrukturierung ab. Die filmkulturellen Arbeitsfelder wurden sukzessive ausgelagert, um mehr Mittel für neue Medien einsetzen zu können. Neue Dienstleistungen bieten die Reformierten Medien in der Druckvorstufe. Das Produktionszentrum für Print und Bild wurde personell und technisch verstärkt und ist heute in der Lage, komplette Konzept- und Gestaltungsaufträge bis zur Übermittlung fertiger Druckdateien auszuführen. Stark erweitert wurde ferner das Angebot im Internet-Support für Kirchgemeinden und andere kirchliche Organisationen. Mit der Gemeinde-Software «Quickpage» haben die Reformierten Medien sogar eine hausgemachte Innovation auf den Markt gebracht. Neuland betraten die Reformierten Medien schon vor zwei Jahren mit der Lancierung einer Werbekampagne für die reformierten Kirchen. Dieses Pilotprojekt wurde im vergangenen Jahr sorgfältig ausgewertet. Basierend auf gewonnenen Erkenntnissen haben die Reformierten Medien ein Konzept entwickelt, mit dem sie Imagewerbung in den Rang einer ständigen Aufgabe kirchlicher Kommunikation erheben wollen. Die Reformierten Medien sind das Kommunikationsunternehmen der evangelisch-reformierten Kirchen der Deutschschweiz. Es beschäftigt in Zürich dreissig Mitarbeitende und ist bei einem Umsatz von 5 Millionen Franken zu 50 Prozent selbsttragend. Mit kirchlichen Beiträgen werden 40 Prozent des Aufwands gedeckt. Der Rest der Finanzierung stammt aus Zuschüssen des Partners Katholischer Mediendienst für die gemeinsamen Geschäftsbereiche sowie aus Subventionen und weiteren Beiträgen Dritter. Der Jahresbericht 2001 kann auch als kostenlose Hardcopy bestellt werden bei: Reformierte Medien, Postfach, CH-8026 Zürich RNA/um Panorama: Kanton Eine Osterkerze brannte für Judas Zum zweiten Mal lud am Ostermontag der Verein Wartensee Familien und Einzelne ein zu einem sonntäglichen Erlebnis auf Schloss Wartensee. Im Mittelpunkt des Tages stand die Friedens-Ikone von Josua Boesch. 60 Erwachsene und 14 Kinder verbrachten am Ostermontag einen wunderschönen festlichen Tag auf Schloss Wartensee und zeigten sich am Schluss bewegt vom Erlebten. Pfarrerin Rut Ochsner entzündet eine Kerze vor der Auferstehungs-Ikone In der Matinée erzählte Pfarrerin Rut Ochsner aus St.Gallen die Geschichte des Widerstandskämpfers Judas, der seine Hoffnung auf Erlösung von den Besatzern auf den Rabbi Jesus gesetzt hatte und ihn durch seine Tat dazu bringen wollte, sich endlich als Messias zu erweisen. Der Goldschmied und Theologe Josua Boesch knüpfte daran an, dass Judas, als Verräter ausgegrenzt, heute in keinem Namenverzeichnis mehr zu finden sei. In seiner Friedens- Ikone zieht der auferstandene Jesus den vom Kreuzigungsgeschehen zutiefst bestürzten Judas aus den tiefsten Tiefen heraus und beginnt mit ihm zu tanzen. Tanzend die Auferstehung feiern Der Name Judas bedeute «Lobpreis Gottes». Christine Wieland leitete dann Gross und Klein an, dieser Auferstehungsfreude in einem Kreistanz Ausdruck zu geben. Der Nachmittag bot Gelegenheit, dieses Ostergeschehen zu vertiefen und zum eigenen Leben in Beziehung zu bringen. Brigitte Baumgartner vom Kinderdorf Pestalozzi in Trogen erspürte die Bedürfnisse der Kinder und ermöglichte es den Eltern, ungestört an den Workshops teilzunehmen. Das Erlebte wurde am Schluss in einer Feier zusammengetragen und mit Osterliedern besungen. Weitere Wartensee-Sonntage Der Verein Wartensee hat sich zum Ziel gesetzt, Familien und Einzelne fünfmal im Jahr einzuladen, im Schloss einen erlebnisreichen Tag zu verbringen und dabei auch die christlichen Festtage neu zu entdecken. Weitere Wartensee-Sonntage finden statt am Muttertag (12.5.), am Bettag (15.9.) und am 1. Advent (1.12.). Anmeldung: Tel pd Foto: Andreas Schwendener Der Verein Wartensee schreibt eine 40%-Stelle aus Der Verein Wartensee sucht eine Person, die für Kursentwicklung und Tagungsleitung zuständig ist. Aufgabe dieser Person wird es sein, aktuelle Problemstellungen zu erkennen und diese didaktisch zu bearbeiten, Veranstaltungen zu leiten und mit Kantonalkirchen und weiteren Organisationen zusammenzuarbeiten. Zur Bewerbung eingeladen sind Personen, die über ein Fach- oder Hochschulstudium oder eine entsprechende Weiterbildung verfügen und sich über Erfahrungen im Erwachsenenbildungsbereich ausweisen können, speziell in Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung, Familienfragen oder in den Themen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Der Verein Wartensee organisiert jährlich 15 bis 20 Veranstaltungen. Er wird von 430 Einzel- und 32 Kollektivmitgliedern getragen. Bewerbungen sind bis 18. Mai zu richten an die Präsidentin Elisabeth Bircher, Im Weingarten 29, 9242 Oberuzwil, Tel. 071/ Auskünfte unter Tel. 071/ pd 10 Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

11 Lebens- und Glaubensfragen Was bin ich? Aus reformierter St.Galler Familie stammend, bin ich entsprechend getauft und konfirmiert worden. Aber: Je länger, desto weniger weiss ich, was ich eigentlich bin: Protestantisch? Evangelisch? Reformiert? Oder alles oder was? Und wozu diese verschiedenen Bezeichnungen? Max Anderegg, St.Gallen Sehr geehrter Herr Anderegg, was Sie «sind», kann ich Ihnen nicht sagen. Sie können sich nur selber definieren. Ich will aber versuchen, Ihnen dabei zu helfen. Das Wort «protestantisch» geht auf die Protestation von Speyer zurück. Sechs Reichsfürsten und vierzehn oberdeutsche Städte (unter ihnen die Reichsstadt St.Gallen) hatten die Reformation eingeführt und wollten sie beibehalten. Deshalb protestierten sie am 19. April 1529 feierlich gegen Kaiser Karl V., der die Reformation unterdrücken wollte. Seither wurden sie Protestanten genannt. Im Lauf der Zeit machte das Wort eine Entwicklung durch. Heute wird es vorwiegend politisch oder kulturell verstanden. England, Schweden und Preussen gehörten zu den protestantischen europäischen Mächten im Gegensatz zu Frankreich oder Spanien. Die Ethik des Protestantismus gilt gemäss dem Soziologen Max Weber als besonders wirtschaftsfeundlich. Zur protestantischen Kultur zählte man so verschiedene Persönlichkeiten wie Kant, Goethe, Rembrandt (im Gegensatz zu Rubens) und Brahms (im Unterschied zu Bruckner). Da das Wort «protestantisch» oft antikatholisch klingt, braucht man es heute eher selten. Das Wort «evangelisch» kommt häufiger vor. Es gibt evangelisch-lutherische, evangelisch-reformierte, evangelischmethodistische und evangelisch-taufgesinnte Christen usw. Nach ihrem Selbstverständnis ist das Evangelium (die Frohe Botschaft von Jesus Christus) die einzige Richtschnur, an der ihre Frömmigkeit sich messen lassen muss. Wie der zeit- Die Rückbesinnung auf das Evangelium führte zum Protest und zur Reform der Kirche genössische Theologe Hans Küng betont: Evangelisch und katholisch (d.h. allgemein) schliessen sich nicht aus. Evangelisch meint die Beziehung auf den Ursprung im Neuen Testament, während katholisch die weltweite Ausrichtung des Christentums unterstreicht. Katholisch und römisch-katholisch sind nicht deckungsgleich. Römisch-katholisch meint die Ausrichtung auf den Bischof von Rom, der sich als Nachfolger des «Apostelfürsten» Petrus versteht. Katholisch bedeutet demgegenüber: nicht provinziell und nicht überspitzt individualistisch. Was heisst «reformiert»? Als man im 16. Jahrhundert (ursprünglich gegen den Willen des Reformators) die evangelischen Kirchen in Deutschland (und später auch in Skandinavien) lutherisch nannte, bezeichneten sich die Schweizer Protestanten einfach als reformiert, d.h. erneuert. Das Wort will sagen, dass die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen in Zürich, St.Gallen, Bern, Genf, Frankreich, Holland, Ungarn, Schottland, Nordamerika usw. jeden Personenkult ablehnen. Es genügt, wenn man die Kirche gemäss der Bibel zu gestalten versucht. Unsere Kirchenverfassung beginnt so: «Artikel 1: Die Evangelisch- Reformierte Kirche des Kantons St.Gallen bekennt sich als Glied der allgemeinen [d.h. katholischen] christlichen Kirche zum Evangelium Jesu Christi gemäss der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testamentes. Sie zählt sich zu den aus der Reformation hervorgegangenen und aufgrund der Heiligen Schrift erneuerten [reformierten] und stets zu erneuernden Kirchen.» Besonders wichtig an dieser Formulierung ist, dass Erneuerung der Kirche Reformation immer wieder aktuell ist. Herzlich, Ihr Frank Jehle Haben Sie Fragen? Haben auch Sie «Lebens- und Glaubensfragen», die Sie gerne von einer kompetenten Fachperson im Kirchenboten beantwortet finden möchten? So formulieren Sie, was Sie bewegt, und schicken Sie die Frage an: Redaktion Kirchenbote, Rehweidstrasse 2, 9010 St.Gallen; Foto: Andreas Schwendener Briefe aus der Leserschaft Extremismus Der Kirchenbote publiziert in Ausgabe 3/2002 Seite 7 einen bedauerlichen Artikel von Stefanie Kengelbacher mit dem Titel «Die normale Gewalt». Darin wird von der ökumenischen Kommission GFS (Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung) aufgerufen, «Gegenbewegungen» zu bilden wie die ATTAC. Die NZZ vom rapportiert auf Seite 13 über eine Untersuchung des Bundesamts für Polizei zur rechts- und linksextremen Szene. Darin wird neben andern auch die ATTAC aufgeführt. Seit wann ruft meine Kirche und mein Kirchenbote zum Extremismus auf? Ich finde dies verwerflich und unfassbar. Im Artikel werden Shareholder als profitgierig, Manager als zynisch, Beamte als machtmissbrauchend und Politiker als «Sozialhilfekürzung mit Sachzwängen schönredend» dargestellt. Als Shareholder, Manager und Politiker fühle ich mich durch den obigen Artikel persönlich diffamiert und in meiner Ehre verletzt. Was soll solch sinnloser Klassenkampf in der Kirche? War Jesus je nur anti-etwas? Er zeigte doch immer eine bessere Alternative auf und bat uns, das Evangelium zu globalisieren! Max Leibundgut, Bad Ragaz «Irret euch nicht» (Kibo 4/2002, Seite 11: Fristenlösung) Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Auch ich kann es nicht verstehen, dass der Schweizerische Evangelische Kirchenbund für die Fristenlösung plädiert. «Nach Meinung des SEK wird Gott auch in diesen Abtreibungsfällen Milde walten lassen und verzeihen», schreibt Sue Petersen als Antwort auf die Frage von Herrn Bleicker. Wo bitte steht in der Bibel, dass Gott Mord verzeiht? Heisst es nicht in 2. Mose 20, 13 «Du sollst nicht töten»? Und der SEK will dafür plädieren, dass werdendes Leben von Gott im Mutterleib gebildet (Psalm 139, 3 u.16) getötet werden soll? Seine Meinung begründet er damit, dass das Tötungsverbot zu übertreten ethischer sein könne, als es blindlings zu befolgen. Was hat das mit Ethik zu tun? Gott hat uns seine Gebote gegeben, damit wir sie befolgen. Mord ist Sünde und Gott kann Sünde nicht tolerieren und wird deshalb auch keine Milde walten lassen, sofern keine Busse stattgefunden hat (Apg. 3, 19). Gottes gnädige Barmherzigkeit wird dem Menschen nur in und durch Christus zuteil. Der Mensch hat während seiner Lebenszeit wohl seinen freien Willen für sein Tun und Lassen, doch am Tag des Gerichts wird er sich voll dafür verantworten müssen. Es ist dringend notwendig, dass die Kirchen sich allein nach dem Wort Gottes ausrichten, um Erkenntnis und Weisheit zu erlangen, und dafür plädieren, dass sich alle dem Willen Gottes und seiner Schöpfungsordnung unterstellen. Nur so können sie den Menschen Orientierung vermitteln. Antonia Deutsch, Rorschacherberg Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/

12 Palette Arbeitswelt & Spiritualität «Leben gestalten Kirchliche Erwachsenenbildung der evang.-ref. Kirchen St.Gallen/Appenzell» Führungszyklus für Frauen 28.6./20.9. von 9 17 Uhr Team Prozess Rolle Energie Vision Wachstum Ort: Fernblick in Teufen; Leitung: Heidi Ehrensperger, Rita Milesi, Elisabeth Tröndle Veranstalter: Bildungshaus Fernblick Spiritualität und Konfliktfähigkeit Aufbaukurs: Juni mit Sybille Ratsch, Fernblick, Teufen Veranstalter: Bildungshaus Fernblick «Grenzen überwinden» «Leben gestalten Kirchliche Erwachsenenbildung der evang.-ref. Kirchen St.Gallen/Appenzell» Pilgerreise Mai Unterwegssein auf dem Jakobsweg von Rapperswil über Einsiedeln Schwyz nach Stans. Mit Hans und Heidi Mettler; Uznach Anmeldung Tel Muttertag auf Schloss Wartensee 12. Mai, Uhr Von Kopf bis Fuss auf Spielen eingestellt. Für Familien und Einzelne. Matinée mit Theaterstück «Die Geschichte von Alice», Ateliers mit Brigitt Baumgartner (New Games), Sybille Marseiler (Theaterwerkstatt), Eveline und H. Solenthaler (Spielwerkstatt). Leitung: Arne Engeli und Team Veranstalter: Verein Wartensee Frauenhandel in der Schweiz Di., 28. Mai, 20 Uhr Marianne Schertenleib FIZ referiert über Hintergründe und Zusammenhänge des Frauenhandels Ort: Festsaal St.Katharinen, St.Gallen Eine Seele für Europa Fr., 31. Mai bis So., 2. Juni Wochenende für EuropäerInnen verschiedener nationaler, kultureller und religiöser Hintergründe Bildungshaus Fernblick, Teufen Leitung: Andreas Fischer 10. Bodensee-Kirchentag: 22./23. Juni in Bregenz Kontakt: Arne Engeli, Tel Bildung Gott wer ist das? Freitag, Uhr Vier öffentliche Vorlesungen von Pfarrer Dr. Frank Jehle im Festsaal St.Katharinen, Katharinengasse 11, St.Gallen. 3. Mai: Die Gottesfrage in der modernen Literatur und Philosophie 10. Mai: «Gott» in den Religionen der Menschheit 24. Mai: Gott in der Bibel I: Der Unaussprechliche 31. Mai: Gott in der Bibel II: Gottes Offenbarung Herrin im eigenen Haus Umgang mit unbekannten Kräften Juni auf Wartensee Selbstbewusstseinstraining für Frauen. Leitung: Dr. Julia Onken, Psychologin AAP und Team vom Frauenseminar Bodensee. Ort: Schloss Wartensee, Rorschacherberg, Veranstalter: Verein Wartensee «Sehnsucht nach Spiritualität» Gefahr oder Weg zur Erleuchtung? Juni auf Schloss Wartensee Praxisseminar mit Prof. Dr. Georg Schmid. Workshops mit Pfr. Arnold Oertle (Yoga-Übungen), Marcel Geisser (Einblick in den Buddhismus) und Walter König (Einblick in den Schamaismus). Ort: Schloss Wartensee, Rorschacherberg, Veranstalter: Verein Wartensee Sehnsucht nach dem ganz Anderen Religion in Zeiten des Marktes Juni Seminar mit Dorothee Sölle (Publizistin), Fulbert Steffensky (Religionspädagoge), Urs Beer (Kommunikationsberater) und Ulrich Thielemann (Wirtschaftsethiker an der Universität St.Gallen) Ort: Kartause Ittingen. Veranstalter: OeME Ausbildungen Baukasten Seelsorge jeweils Uhr Aufbaukurs Seelsorge 5. Teil Di., 7.5./14.5./21.5./28.5. Chance zur Neuorientierung: Midlife-Krise / Gegen den Willen ausrangiert: Frühpensionierung Grundkurs Seelsorge 5. Teil Fr., 7.6./14.6./21.6./28.6. Vertrauen können und ehrlich werden / ans Herz gelegt Grundkurs Seelsorge 1. Teil Di., 11.,18., 25.6./2.7./13.,20.8 Zur richtigen Zeit das rechte Wort/ Grundzüge der Seelsorge Jesu/ Wie Gott uns Menschen sieht Veranstalter: SELS Theologie studieren? Pfarrer/Pfarrerin werden? Die Kirchlich-Theologische Schule Bern (KZS) ermöglicht Personen, die noch nicht 40 Jahre alt sind, auf dem 2. Bildungsweg Theologie zu studieren. Anmeldetermin: 1. Mai 2002 Auskunft und Beratung: Kirchlich- Theologische Schule Bern (KTS) Hornweg 2, 3012 Bern Tel./Fax Religionslehrer/-in für die Oberstufe werden? Das Katechetische Institut (KISG) führt nach den Sommerferien einen neuen Ausbildungsgang zur Erteilung von Religionsunterricht auf der Oberstufe der Volksschule (Real- und Sekundarschule / Klasse) durch. Es geht in dieser Ausbildung darum, neben dem nötigen theoretischen Wissen und Können auch Freude und Begeisterung für diesen spannenden, verantwortungsvollen und nicht immer einfachen Beruf zu wecken. Neu ist die Berufsausbildung durch einen halbjährigen Vorkurs Auch Freude und Begeisterung ist nötig für den verantwortungsvollen und nicht immer leichten Beruf, Religion an der Oberstufe zu unterrichten. Foto: Andreas Schwendener (Beginn August 2002) speziell für alle in der Jugendarbeit tätigen oder daran interessierten Personen offen. Der anschliessende 5 Semester dauernde Ausbildungsgang ist als Aufbaukurs für Absolventinnen und Absolventen des KISG- Unter- und Mittelstufenkurses mit neuen Inhalten in Modulen konzipiert, welche auch einzeln von anderen Interessierten (wie Pfarrern und Pfarrerinnen oder Oberstufenlehrpersonen) besucht werden können. Interessiert? Nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf. Beginn Vorkurs: August 2002 (Anmeldetermin: 15. Juli 2002) Kursmodule: Februar 2003 bis Juni 2005 Weitere Informationen und Beratung: Katechetisches Institut St.Gallen (KISG), Oberer Graben 31, 9000 St.Gallen Tel.: , Fax: oder: Bibliodramaleitung Nachdiplomkurs Kursbeginn: Okt.2002 Kursdauer: 32,5 Kurstage Einführungstag: Mi., 15. Mai 02, 9 16 Uhr, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Leitung: Reinhard Schläpfer, Dorothee Foitzik, Cäcilia Koch Anmeldung und Unterlagen: Evang.ref.Landeskirche des Kts. Zürich Pädagogik, Hirschengraben Zürich, Tel Ferien Pilgern auf dem Jakobsweg Mai Von St.Jean-pied-de-Port nach St.Domingo de la Calzda Veranstalter: Pfarrer Herbert Pachmann, Abtwil, T Ferienwoche für Senioren Mai Mit Pfarrer Rudolf und Sophie Keller, St.Gallen; Ausflug, singen, spielen und vieles mehr. Anmeldung bis 6. Mai Veranstalter: Sonneblick Walzenhausen Pfingstbibelwoche Mai «Message» des auferstandenen Christus an seine Gemeinde Veranstalter: Heimeli Hemberg Bibelwoche: Neue Hoffnung schöpfen Mai Aus Gleichnissen der Bibel und des Lebens, Leitung: Pfr. Alfred Eglin, Winterthur Veranstalter: Pension Heimetli Blaues Kreuz, 9650 Nesslau, Tel Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

13 «7. Etappe auf den Spuren Jakobs des Älteren» Mit Heinrich Oberli und Beatrice Städler; von Lausanne bis Genf Veranstalter: Verein Wartensee Bibelkurs: Juni mit Pfr. Peter Rüesch, Wildberg Veranstalter: Heimeli Hemberg «Als Witwe mit Perspektiven leben»: Juni Ferien- und Bibelwoche für Witwen mit Lotti Schum, Muri/BE Vater-Kind-Wochenende Juni, bei Rorschach Thema: «Beziehung» Veranstalter: Mut zur Gemeinde, Thomas Gugger, Telefon Viele weitere Kurs- und Ferienwochen während der Sommer- und Herbst-Ferien. Bitte Gesamtprospekt anfordern. Wochen für Einelternfamilien Juli und Oktober Zeit zum Ausspannen und für Gespräche mit einer Fachfrau. 6 Tage Vollpension nach Selbsteinschätzung ab CHF 300., Kinder ab CHF 60. Veranstalter: Sonneblick Walzenhausen Familienwoche auf Schloss Wartensee August Für Mütter, Väter, Tanten, Onkel, Grossmütter und Grossväter mit zugehörigen Kindern ab 4 Jahren Leitung von Luisemarie Graf und ihrem Team Veranstalter: Schloss Wartensee Postfach, 9404 Rorschacherberg Tel Vater-Kind-Wochenende September auf der Alp Mit Daniel Schmid Holz. Veranstalter: Verein Wartensee Jugend Jugend-Begegnungs-Tag «Du bewegst die Welt?!» Bettag, 15.8., 12 bis 18 Uhr Fragen von Gewalt Begegnung Fun Engagement stehen thematisch im Mittelpunkt. Es wird der letzte Jugend-Begegnungs-Tag sein, deshalb wird auch tüchtig gefeiert. Die Veranstaltung ist inhaltlich und methodisch wiederum auf 15- bis 20-Jährige ausgerichtet. Gruppen bitte ständig begleiten und nicht mit Zetteln locken. Plakate und Flyer mit dem Detailablauf werden nach den Sommerferien an die Kirchgemeinden verschickt. Besinnung Sitzen in der Stille Jeden Di., Uhr Einführung ins Ritual: 12 Uhr Offene Kirche St.Leonhard, St.Gallen Veranstalter: AkEB Offenes Kreistanzen Di., 21. Mai, 20 Uhr Mit Adrian Gut, Tanzpädagoge Offene Kirche St.Leonhard, St.Gallen Samstagsmeditationen 25. Mai, Uhr mit Margrit Wenk-Schlegel Ort: Offene Kirche St.Leonhard, St.Gallen Veranstalter: AkEB Gottesdienst vom anderen Ufer So., 27. Mai, Uhr Lesben und Schwule, Freundinnen und Freunde feiern ihren Glauben. Offene Kirche St.Leonhard, St.Gallen Bharatanatyam indischer Tanz Mo., 27. Mai, 20 Uhr Mit Jerry Michael aus Indien, Eintritt frei, Kollekte Offene Kirche St.Leonhard, St.Gallen Kirchen Eglise française Eglise de Saint-Mangen à Saint-Gall. Culte chaque dimanche à 9 h. 30. Sortie d'eglise avec programme spécial le 2 juin. - Cultes mensuels à Rapperswil, Rorschach et Uzwil. - Renseignements auprès du pasteur Marc Bridel, Tél Beratung Eheberatung Prot. Eheberatungsstelle St.Gallen Pfr. Wolfgang Schait-Moser, Oberer Graben 31, St.Gallen, Tel Sprechstunden nach Vereinbarung Evangelische Frauenhilfe Beratungsstelle für Frauen Rosenbergstrasse 12, 9000 St.Gallen Tel , Fax Die Dargebotene Hand Ostschweizerische Telefonseelsorge Telefon 143 Unterwegs zum Du für Partnerschaft und Ehe Sylvia Blum, Romanshornerstr. 30, 8583 Sulgen, persönliche Gespräche nach telefonischer Absprache. Tel ; Fax Büro: Oberer Graben 3, 9004 St.Gallen Die Eheanbahnungsstelle ist getragen von Ostschweizer Kantonalkirchen und dem Protestantischen Volksbund Impressum Herausgegeben im Auftrag der Synode der Evangelisch- Reformierten Kirche des KantonsSt.Gallen. Redaktionskommission Johannes Läubli, Präsident Kurt Zürcher, Kassier Karin Scheiber Andreas Ackermann Pfr. Heinz Fäh Pfrn. Susanne Hug Pfrn. Christina Nutt Redaktion Pfarrer Andreas Schwendener Rehweidstrasse St.Gallen T (F 65) Lokalredaktion Reto Neurauter, Grabs Tel Katharina Meier Tel Nächste Nummer «Spiritualität» Erscheint am 31. Mai Redaktionsschluss: 12. April 2002 Druck Rheintaler Druckerei und Verlag AG, 9442 Berneck, Altpapieranteil: min. 50%, Auflage: Gestaltungskonzept TGG Hafen Senn Stieger Abonnementspreis Fr. 13. Adressänderungen an die Kirchgemeinde Tipp des Monats Meditationsnacht Fr., 3., bis Sa., 4. Mai Beginn 21 Uhr, Abschluss 6 Uhr Zum dritten Mal wird in der Offenen Kirche St.Leonhard in St.Gallen eine Meditationsnacht durchgeführt schon fast ein Klassiker. Die Nacht hat eine besondere Qualität. Rhythmen und Pflichten des Alltags treten zurück. Andere Aspekte des Daseins kommen zum Vorschein. Die Meditationsnacht bietet Gelegenheit, sich diesen andern Aspekten zu öffnen, zu horchen, Impulse aus tieferen Schichten des Bewusstseins wahrzunehmen. Veranstalter: Netzwerk Junge Erwachsene, Gesamtverantwortung: Andreas Fischer und Daniel Klingenberg «Immer für andere da?» Vortrag von Dr. Heidi Werder, St.Gallen Do, 2. Mai, 19.45, Offene Kirche St.Leonhard Fühlen Sie sich nur wohl, wenn Sie gebraucht werden? Sagen Sie vorschnell Ja, obwohl Sie eigentlich Nein sagen möchten? Verzeihen Sie anderen ihre Fehler eher als sich selbst? Wenn Sie solche Fragen beschäftigen, ist dieser Vortrag die richtige Veranstaltung für Sie. Frau Dr. H. Werder, Ärztin und Psychotherapeutin, verfügt über eine grosse berufliche Erfahrung und grosses Wissen in den oben angesprochenen Fragen. Der Vortrag findet im Anschluss an die Jahresversammlung der Evangelischen Frauenhilfe SG- AR/AI (18 Uhr) in der Offenen Kirche St.Leonhard, St.Gallen, statt. Veranstalter Eine Veranstaltungsübersicht findet sich auf der Homepage der Kantonalkirche: AkEB Arbeitsstelle kirchliche Erwachsenenbildung, Oberer Graben 31, 9000 St.Gallen, T , F , Verein Wartensee Sekretariat: Beatrice Städler, Auwiesenstr. 49c, 9030 Abtwil, T+F , OeME; Arbeitsstelle für Ökumene, Mission und Entwicklungsarbeit, Beat und Annette Dietschy, Ob. Graben 31, 9000 St.Gallen; T ; Offene Kirche St.Leonhard T+ F , Kirchenöffnung, Café: Di. Sa.: Uhr, Mittagstisch Mi.: Uhr. Netzwerk Junge Erwachsene Martina Tapernoux-Tanner, Wattwil, Tel Sonneblick Walzenhausen 9428 Walzenhausen; T , F ; Heimetli Blaukreuz-Ferienheim, 9650 Nesslau, Leitung: Bruno und Therese Bissegger, T SELS Stadt-Atelier Seminar für evangelische Erwachsenenbildung, Rosenbergstrasse 50, 9000 St.Gallen T (Beantworter), F Bildungshaus Fernblick Haus der Versöhnung, Fadenrain, 9053 Teufen, T (F 56), Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/

14 Link Radio DRS1 Zum neuen Tag Mo Sa 6.40 Uhr und 8.50 Uhr Zwischenhalt jeden Samstag Uhr, anschliessend Glocken Ein Wort aus der Bibel jeden Sonntag 6.40 und 7.50 Uhr (DRS2 So 7.05) Texte zum Sonntag jeden So 9.40 Uhr DRS2 Zeilensprünge Mo Fr 6.10 Uhr und 8.10 Uhr Sa 6.30 Uhr und 8.30 Uhr Religionsthemen im Kontext vorwiegend am Donnerstag 9 und Uhr (Zweitausstrahlung) Blickpunkt Religion jeden Sonntag 8.10 Uhr Predigten, Gottesdienste So Pfr. Kristina Grafström, Pastoralassistentin, St.Gallen 9.45 Erich Theis, Evangelist Schweiz. Pfingstmission Schaffhausen Do Ulrich Scherrmann, Gais 9.45 Pfrn. Martina Müller, Safien-Platz So evang.-reformierte Direktübertragung aus Kreuzlingen So Ökumenischer Pfingstgottesdienst aus Neuenburg zur Eröffnung der Expo.02 So Pfr. P. Hohler, Soloturn 9.45 Pfrn. R. Bosshard, Niederurnen Perspektiven jeweils So 8.30 und Fr Der pragmatische Dialog zehn Jahre interreligiöse Arbeitsgemeinschaft Schweiz 9.5. Reise in das wenig erforschte Gebiet der Stille Konfirmation im Wandel Liebe ist die Kraft der Schwachen Sant Egidio «Gottes grausamer Spass» Heinrich Heine und der Glaube Radio aktuell «Ufsteller» Mo Sa 6.45 und 7.45 Uhr Christoph Sigrist Hansruedi Fischer Charli Wenk Georg Schmucki Gabriella Ruoro Helena Graf So, Prisma Kirchliches Magazin mit Veranstaltungskalender um Radio Zürisee «Über Gott und d Wält» jeden Sonntag 8.25 Uhr TV SF1 Wort zum Sonntag: Sa Uhr Sternstunden «Religion und Musik», jeweils So, 10 Uhr Ein Ort, wo Menschen seit jeher auf die Ausdruckskraft ihrer Musik vertrauten, ist die Religion. Nicht nur das Christentum brachte ihre Gesänge, Messen und Oratorien hervor, auch andere Religionen entwickelten ihre eigene musikalische Sprache. Die «Sternstunde Religion» strahlt in den nächsten Wochen eine Serie von Filmen zum Thema Religion und Musik aus. Am 12. Mai dokumentiert Nicolas Klotz Ausdrucksformen jüdischer Musik und sucht sie auf in der Wüste Judäas, in Nordafrika, Spanien und der Türkei bis nach Zentralasien und Amerika. An Pfingsten (19. Mai) geht die Reise nach Südindien. Pierre Favre begegnet in Kerala Formen der hinduistischen Tempelmusik und beobachtet, wie sich in den christlichen Kirchen Motive aus westlicher Tradition mit jenen der hinduistischen Musik verbunden haben. Am 9. Juni schliesslich geht der Tunesier Mahmoud Ben Mahmoud den Spuren islamischer Musik nach. Er orientiert sich an den grossen islamischen Festen, er filmt sie in verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens und er stösst schliesslich zum Suffismus und damit ins Herz des mystischen Universums vor. Der Film zeigt auch auf, wie die Musik Ausdruck der Freiheit ist und ein Mittel im Kampf gegen die Enge des Fundamentalismus. SF2: «Fenster zum Sonntag» Samstag und Sonntag Uhr 4./5.5. Talk: Let s talk about Sex 11./12.5. Magazin: Mutter sein dagegen sehr 18./19.5. Talk: Die Nixe und der Abt 25./26.5. Magazin: Lebenstraum(a) Tele Ostschweiz «Gedanken zur Zeit» Sa Uhr, stündlich wiederholt Die «Gedanken zur Zeit» dauern etwa 1 1/2 Minuten und werden von TVO jeweils am Samstag, um Uhr und dann stündlich bis am Sonntag ausgestrahlt, letztmals um Uhr. Internet Inforel im Internet Unter « ist jetzt neu die in Basel domizilierte Informations- und Beratungsstelle Inforel im Internet erreichbar. Die vor 15 Jahren vom Quäker Christoph Baumann gegründete Stelle erteilt «sachliche, unvoreingenommene» Informationen über Religionsgemeinschaften in der Nordostschweiz. Die neue Homepage wird von der Christoph Merian Stiftung finanziert. rna Bücher «Ein kostbarer Fund» als Vermächtnis «Ein kostbarer Fund» nennt die im vergangenen Jahr verstorbene Pfarrerin Yvette Mayer (Landquart GR) ihre «Begegnungen mit Hiob». Ein bleibendes Vermächtnis der ersten in Graubünden gewählten Pfarrerin. Das Buch ist kurz vor dem Tod der Autorin erschienen. Sozusagen ein Vermächtnis, hat sie sich doch immer wieder mit dem Buch Hiob auseinandergesetzt. Mit einem Buch notabene, das nicht immer einfach zu verstehen ist. Auch hat es immer wieder Menschen gegeben, die gelitten haben wie Hiob, und zu allen Zeiten hat es Fragen gegeben, die unlösbar blieben. «Und doch haben es die Schreiber der Bibel gewagt», so die Autorin, «diese leidenden Menschen mit ihren ungelösten Fragen in die Fülle der Gedanken und Aussagen aufzunehmen. Ein wahrhaft seelsorgerisches Unterfangen!» Und beim Lesen wird einem klar: Es geht dabei um ein Suchen und Ringen um ein immer neues Ansetzen unterschiedlicher Gedanken. Die Faszination und Schwierigkeit zugleich des Buches Hiob wird dadurch bewusst. Der Text Mayers kann und will keine letztgültige Deutung sein. Vielmehr geht es um ein Nachsinnen über das Geheimnis der Geschichte Hiobs. Und ist es am Ende gelöst? Kann man von einem glücklichen Ende sprechen? Fast am Ende steht eine weitere Frage: «Hiob, hast du durchgehalten?» Und auch vier Worte gibt die Autorin als Antwort: «Die Frage bleibt offen.» Pfarrerin Yvette Mayer ist 1926 in Vitznau am Vierwaldstättersee geboren und aufgewachsen. Sie war von 1956 bis 1965 Vikarin in der Bündner Gemeinde Igis- Landquart, und nach Einführung des Frauenpfarramtes erfolgte 1967 die Wahl als Pfarrerin. Diesen Dienst versah sie über ihre Pensionierung hinaus bis Sie war die erste gewählte Pfarrerin im Kanton Graubünden. Nach einem reich erfüllten Leben verstarb sie im November des vergangenen Jahres. Jürgen Richter, der die Fotos zum Buch beigesteuert hat, wurde 1963 geboren und begann schon mit 15 Jahren zu fotografieren. Die Begegnung mit der filmischen Poetik Andrej Tarkowskijs, Studien der spanischen Philologie, Völkerkunde und die evangelische Theologie begleiten seine «Suche nach Licht». Seit 1994 ist er Mitglied bei LOOK, der Agentur der Fotografen in München. Reto Neurauter Yvette Mayer: Ein kostbarer Fund Begegnungen mit Hiob; mit 20 Farbbildern von Jürgen Richter. 46 Seiten. Thomas Verlag, ISBN Fr Tipp des Monats «Wenn der Muezzin ruft» Beobachtungen beim islamischen Opferfest SF1: Sternstunden Religion Sonntag, 5. Mai, 10 Uhr Das islamische Opferfest geht zurück auf die biblische Erzählung von Abraham und seinem Sohn Isaak, die auch im Koran enthalten ist. Die gezeigten Vorbereitungen und die Feier des Opferfestes fanden Ende Februar in der Sindelfinger Moschee statt. Sie ist eine der jüngsten und grössten Moscheen Deutschlands und empfängt an grossen Festtagen bis zu 3000 Gläubige. «Wenn der Muezzin ruft» ist Teil einer von SWR und Schweizer Fernsehen gemeinsam ins Leben gerufenen Reihe von TV-Reportagen und Gottesdienstübertragungen, die Einblick gewähren will in das Glaubensleben verschiedener Religionen. pd 14 Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/2002

15 Portrait Ländler-Pianist und Konfirmand Er distanziert sich von der Teenie- Kultur und blüht auf, wenn er am Klavier sitzt: Laurent Girard. Ein talentierter Volksmusiker mit Charakter und Charisma. Der 16-jährige Konfirmand aus Thal ist nicht auf den Mund gefallen. Aufgewachsen ist Laurent in Thal, unweit vom Steinlibach, kaum hundert Meter vom Oberstufenschulhaus entfernt. «Ich bin schon ein wenig der Clown in der Klasse», lacht der lebensfrohe Junge. Die Schule ist ihm wichtig, aber ein Leben ohne Musik könnte er sich nicht mehr denken. Vor sechseinhalb Jahren hat er mit dem klassischen Klavierunterricht an CD-Produktion mit Trio Eugster Mit seinen musikalischen Partnern, dem Akkordeonvirtuosen Markus Dürst und Ursina Kappeler am Kontrabass, formierte Laurent die Band «Firlefanz». Letztes Jahr erspielte sich die Formation am Jungmusikantenwettbewerb von Radio Eviva mit ihren Eigenkompositionen den ersten Rang. Der Erfolg ist auf der CD «Vollträffer» zu hören. Schon zuvor erhielten die drei am 9. Schweizerischen Jungmusikantentreffen der Volksmusik eine hervorragende Qualifikation. Eine Woche vor Weihnachten kam dann die Anfrage: «Trio Eugster» will mit der Band eine CD produzieren. Eingespielt werden soll bereits über Pfingsten. In seiner gesamten Freizeit sitzt Laurent seither am Klavier, übt, komponiert. «Ich bin kein Ländler-Fritz», präzisiert Laurent und wehrt Assoziationen zum «Musikantenstadel» ab. Sein Stil unterscheidet sich vom traditionellen Ländler. Jazzige Harmonien und rhythmische Abwandlungen ergeben eine «Konzertante Ländlermusik», wie Laurent es bezeichnet. Kein Grübler Laurent wuchs als Nachzügler auf, seine Schwester ist 13 und sein Bruder zehn Jahre älter. «Damals war die Jugendkultur noch eine andere», weiss Foto: Hajes Wagner Interview mit Laurent Girard «Ich bin auf der Suche» Hajes Wagner: Du bist jetzt 16 Jahre alt und religiös mündig. Trittst du zur Kirche aus? Laurent Girard: Nein, ich bleibe Mitglied. Das heisst, die Kirche ist dir nicht egal. Was bringt sie dir? Was nützt sie der Gesellschaft? Ich glaube, wenn die ganze Welt so leben würde, wie es die Kirche vertritt, gäbe es keinen Krieg. Wenn den Leuten, die in der Kirche beten, diese «Gespräche mit Gott» etwas bringen, finde ich das gut. Ich persönlich habe Mühe damit. Falls ich einmal heirate, möchte ich dies aber auf jeden Fall in der Kirche tun. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Dass alles fertig ist mit dem Tod, glaube ich nicht. Irgendetwas muss es schon geben. Vielleicht ging diesem Leben auch schon ein anderes voran. Aber der Glaube an Himmel und Hölle ist in meinen Augen ein alter Zopf. Was würdest du ändern an der Kirche? Ich war mal an einem freikirchlichen Gottesdienst, da herrschte viel Abwechslung. Die Kirche müsste ihr Angebot attraktiver gestalten, zum Beispiel im Bereich der Musik. Letzthin sang in Thal ein Gospelchor, das hat mir sehr gut gefallen. Konfirmand Laurent Girard aus Thal: Pianist bei «Firlefanz». der Musikschule angefangen. Die Liebe zum Instrument musste dann noch zwei Jahre warten. Bis die Eltern den Vorschlag machten, in Rorschach Unterricht in volkstümlicher Musik zu besuchen. Laurent war begeistert. Und da bei Girards das Musizieren in der Familie liegt, wohnte am Steinlibach bald eine kleine Hauskapelle. Die Eltern sind passionierte Schwyzerörgeli-Spieler, die Mutter singt im Trachtenchörli, der Vater im Jodelclub. Laurent. «Heute kommt es bereits in der ersten Sekundarklasse vor, dass sich Schüler bewusst betrinken. Das begreife ich nicht. Da bin ich manchmal fast froh, dass meine Eltern in dieser Hinsicht etwas konservativ sind.» Was Laurent in lockerem Plaudern äussert, hat er reflektiert. Allerdings gibt er sich nicht als Grübler. «Ich bin keiner, der hinsitzt und jeden Grashalm hinterfragt. Mit solchen Leuten habe ich etwas Mühe», gesteht Laurent offen. «Das führt zu Selbstmitleid und psychischen Problemen.» Nach dem Schulabschluss im Sommer beginnt Laurent mit einer KV-Lehre bei der Gemeindeverwaltung. «Eine solide Grundlage, auf die man später aufbauen kann, ist mir wichtig», begründet er die Berufswahl. Zukunftssorgen? Kennt Laurent nicht. «Es ist, wie es ist», sagt er sich, nimmt das Leben so, wie es kommt und strahlt übers ganze Gesicht. Hajes Wagner, Thal Hat für dich Musik etwas mit Religion zu tun? Wenn es mal nicht so läuft, wie es sollte, setze ich mich ans Klavier, vergesse alles um mich und spiele drauflos, egal wie es dann tönt. Natürlich auch dann, wenn es mir gut geht. Aber ich weiss nicht, ob man dem «Religion» sagen kann. Glaubst du an Gott? Ich bin auf der Suche nach ihm. Was hältst du von Jesus? Da muss ich die gleiche Antwort geben. Man sagt, Jesus sei Gottes Sohn. Aber mit Gott und Jesus ist das so eine Sache. Ich weiss nichts Gewisses über sie. Ich kann nichts Bestimmtes über sie sagen. Gibt es für dich ein Vorbild? Ich bewundere Leute, die etwas erreicht haben, und Menschen, die sich von der Masse abheben. Was ärgert dich, wenn es um Glauben geht? Wenn jemand sagt: «Ich glaube gar nichts.» Für mich heisst das, dass er noch nie ernsthaft über den Glauben nachgedacht hat. Aber es stört mich auch, wenn jemand zu fanatisch glaubt und andere damit beeinträchtigt. Deine Zukunftswünsche? Meine Lehre erfolgreich abzuschliessen. (Lacht) Dass alle Leser unsere neue CD kaufen und natürlich der Prix Walo HW Kirchenbote Kanton St.Gallen 5/

16 St.Galler Literaten zur Bibel Emmaus Bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich schon geneiget. (Lukas 24, 29) Bleibe bei uns: Halte Schritt an unsrer Seite. Lass uns im Schatten deines Lichtes gehn. Lass uns im Lichte deines Schattens wandern. Du bist uns in Gefahr Gefährte. Bleibe bei uns: Tages Schatten werden länger. Lass uns im Schatten deines Lichtes gehn. Lass uns im Schatten deines Hauses rasten. Du nährst uns mit dem Brot des Lebens. Bleibe bei uns: Gib uns Gnade, Schritt zu halten. Lass uns im Schatten deines Lichtes gehen. Lass uns im Lichte deines Schattens wandern. Zu einem, deinem grossen Licht. Hans Ruedi Fischer, Wildhaus Hans Ruedi Fischer ist Inhaber der Arbeitsstelle Kommunikation der Kantonalkirchen St.Gallen und Thurgau und Redaktor des Thurgauer Kirchenboten. Der Text «Emmaus» stammt aus der «Festlichen Kantate zu einem Abendgottesdienst», die der Kirchenchor Grabs anlässlich seines 100. Geburtstags 2001 beim Musiker Peter Roth in Auftrag gegeben hat. Kunst in unseren Kirchen Mit dem «Emmaus- Fenster» durchs Kirchenjahr Der St. Galler Künstler Alfred Kobel schuf 1992 anlässlich der Renovation des Kirchgemeindehauses St.Georgen das «Emmausfenster». Als das evangelische Kirchgemeindehaus St.Georgen 1947 gebaut wurde, blieb der Bühnenraum ohne Fenster. Ein Bibelwort stand der sich versammelnden Gemeinde vor Augen. Umbau statt Kirchenbau Zu Beginn der Neunzigerjahre mussten die St.Geörgler vom lang gehegten Wunsch Abschied nehmen, neben dem bestehenden Kirchgemeindehaus auch eine evangelische Kirche zu bauen. Dafür wurde das Kirchgemeindehaus umgestaltet. Aus dem Saal mit Bühne wurde durch die Öffnung der Ostwand und durch den Einbau eines Fensters ein sakraler Raum mit Chor und Schiff. Das Glasfenster zum Thema «Emmaus» (Lukas 24, 13 35) wurde vom St.Galler Künstler Alfred Kobel entworfen, einem Schöpfer bedeutender Glas- und Wandbilder in vielen Kirchen der Region. Zentrum der Kirche Das Fenster zieht seither als architektonisches und geistiges Zentrum die Blicke der Gemeinde auf sich, lässt zur Ruhe kommen und gibt Raum für eigene spirituelle Erfahrungen. Weiss, die Summe aller Farben und damit Symbol des Göttlichen, wird gebrochen in die verschiedenen irdischen Farben. Je nach Witterung und Sonnenstand wirken sie kräftig oder fein, strahlend oder zart auf die Betrachtenden. Das göttliche Licht erfährt verschiedene Brechungen ins Leben hinein. Der Blick fällt zuerst auf Christus und den Tisch im hellen Licht. Auf dem Tisch steht der Kelch und als Christussymbol der Fisch. Darüber die Brot brechenden Hände. Dadurch erkennen die Jünger den unbekannten Fremden, mit dem sie den Weg nach Emmaus zurückgelegt haben, als den auferstandenen Herrn. Das Licht Christi erreicht auch die Jünger. Über ihnen der Heilige Geist ein leises Schwingen in Weiss. Unten links, im Dunkel, das Kreuz. Es wird vom Galgen zum Lebenszeichen, denn die rote Farbe der Liebe lässt über das ganze Fenster hinweg ein grosses Kreuz entstehen. Das Fenster in seiner Komposition macht Christus, den Auferstandenen, als heute Lebendigen transparent. Enthüllung an Ostern Eine Besonderheit: Nicht das ganze Jahr ist das Fenster sichtbar. In der Adventsund Weihnachtszeit wird es von einem violetten Sternentuch verhüllt. Und in der Passionszeit hängt das jeweilige Hungertuch davor: als Zeichen, dass es auch Zeiten gibt, wo der Hunger grösser sein kann als die erfahrbare Gemeinschaft mit dem Auferstandenen. Umso intensiver leuchtet das «Emmaus- Fenster» dann an Ostern von neuem aus dem Chorraum entgegen. Auch das Auge kann so an der Osterbotschaft teilhaben. Durch die elementare Gestaltung lässt das Bild vieles offen für Erfahrungen, die sich beim Betrachten einstellen. Gerade dies scheint mir dem lebendig machenden Potential von Ostern angemessen. Markus Unholz, Pfarrer, St.Gallen-St.Georgen Kirchenbote 5/ Jahrgang

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