Milchzahnkaries bei 3- bis 6-jährigen Kindern im Landkreis Steinburg

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1 ORIGINALARBEIT A. Baden 1, U. Schiffner 1 Milchzahnkaries bei 3- bis 6-jährigen Kindern im Landkreis Steinburg Mit der vorliegenden Studie wurde im Jahre 2003 die Kariesprävalenz bei drei- bis sechsjährigen Kindern aus Kindergärten und Kindertagesstätten in dem der Stadt Hamburg benachbarten Landkreis Steinburg bestimmt und mit einer 20 Jahre zuvor durchgeführten Untersuchung verglichen. Die visuelle Befunderhebung erfolgte entsprechend den Kriterien der WHO sowie mit zusätzlicher Registrierung von Initialläsionen. Unter Einbeziehung initialer Läsionen wurde ein doppelt so hoher dmft- Wert wie bei Registrierung nur der das Dentin betreffenden Karies ermittelt (2,6 ± 3,6 vs. 1,3 ± 2,6). Für alle Altersgruppen wurde ein beträchtlicher Rückgang der Karies aufgezeigt. Der Anteil der Kinder ohne jegliche Karieserfahrung (dmfs einschließlich Initialläsionen = 0) stieg von 19,8 % (1983/84) auf 38,3 % (2003, nach WHO-Kriterien 67,5 %). Die Karieserfahrung erwies sich in hochsignifikanter Weise als sozialschichtabhängig. Der ebenfalls von der Sozialschichtzugehörigkeit abhängige Sanierungsgrad betrug (bezogen auf manifeste Karies) im Durchschnitt 38,6 % und schwankte zwischen 19,0 % bei den Dreijährigen und 47,0 % bei den Sechsjährigen. Bei 11,0 % der untersuchten Kinder wurden Symptome frühkindlicher Karies vom Typ der Saugerflaschenkaries gefunden, bei Kindern aus der niedrigen Sozialschicht wiesen 27,3 % entsprechende Befunde auf. Die Studie belegt neben der Notwendigkeit intensiver Betreuung für Risikogruppen durch die hohe Prävalenz früher Kariesstadien das Erfordernis fortgesetzter allgemeiner Präventionsarbeit und untermauert Forderungen nach möglichst frühzeitiger zahnärztlicher Betreuung. Schlüsselwörter: Kariesprävalenz, Milchgebiss, Vorschulalter, Saugerflaschenkaries, Sanierungsgrad Caries in 3- to 6-year-old preschool children in the district of Steinburg The aim of the study was to determine the caries prevalence in three- to six-year-old kindergarten and day-care children in the rural district of Steinburg (nearby Hamburg) in the year 2003 and to compare it with data from a similar study conducted 20 years earlier. The visual caries registration followed the WHO criteria with additional recording of initial caries. Including these early carious lesions the dmft-value turned out to be twice as high as the respective value restricted to dentine involving cavities (2.6 ± 3.6 vs. 1.3 ± 2.6). For all age groups a considerable caries decline could be shown. The percentage of caries free children (dmfs including initial lesion = 0) increased from 19.8 % (1983/84) to 38.3 % (2003, according to WHO-criteria: 67.5 %). The caries prevalence was strongly related to the socio economic status of the children's families. The care index (degree of restorative treatment) which was also related to the socio economic status was 38.6 % and ranged between 19.0 % in three-year-old children and 47.0 % in six-year-old children. In 11.0 % of all children symptoms of nursing bottle tooth decay could be detected and 27.3 % of the children with low socio economic background exhibited findings of this kind of early childhood caries. It can be concluded from the high proportion of initial caries that generally accepted preventive measures have to be continued, that risk groups are in need for intensive preventive care and that the dental care for children should start well before the age of three. Keywords: Caries prevalence, primary dentition, pre-school age, nursing bottle caries, care index 1 Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde (Direktorin: Prof. Dr. U. Platzer) 70 Deutscher Ärzte-Verlag, Köln Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 30 (2008) 2

2 Probanden und Untersuchungsmethodik Abbildung 1 dmft- und dmfs-indizes drei- bis sechsjähriger Kinder im Landkreis Steinburg ohne und mit Einbeziehung von Initialläsionen (IL). Figure 1 dmft- and dmfs-values of three- to six-year-old children with and without inclusion of initial caries lesions (IL). Einleitung Saugerflaschenkaries bezeichneten Sonderform der ECC (Typ II [20]) bei In den vergangenen Jahren konnte bei 10 bis 15 % liegt [6, 12]. Kindern und Jugendlichen in Deutschland ein sehr starker Rückgang der Ka- Kindergärten des Landkreises Stein- In den Jahren 1983/84 wurde in riesprävalenz dokumentiert werden. burg, der im Westen Hamburgs gelegen Dies gilt mit Kariesreduktionsraten von und durch ländliche Strukturen gekennzeichnet ist, eine kariesepidemio- mehr als 60 % innerhalb von nur zehn Jahren allerdings in erster Linie für die logische Untersuchung an 1101 Kindern durchgeführt [3]. 52,2 % der unter- bleibende Dentition [9, 11, 13]. Im Milchgebiss wurden für 6- und 7-Jährige im gleichen Zeitraum nur etwa um treffende Karieserfahrung, 28,0 % wiesuchten Kinder hatten das Dentin be- 25 % verringerte Kariesprävalenzraten sen auf den Schmelz beschränkte Initialkaries auf, und bei 19,8 % wurden ka- ermittelt [11]. Neben der vergleichsweise geringen Kariesreduktion fällt im Milchge- wurde eine Karieserfahrung von 10,9 riesfreie Gebisse registriert. Im Mittel biss der niedrige Sanierungsgrad von Milchzahnflächen (dmfs einschließlich nur ca. 50 % auf [11]. Zudem wird auch Initialläsionen) gefunden. Dabei waren für das Milchgebiss über eine Polarisation der Karieslast berichtet, bei der auf die soziale Schichtzugehörigkeit der signifikante Differenzen mit Hinblick Kinder aus niedrigen Sozialschichten Kinder ermittelt worden. ungleich höhere Kariesprävalenzen Das Ziel der vorliegenden Studie war aufweisen als Kinder aus höheren Sozialschichten [2, 5, 12]. Das als früh- Kindergärten und Kindertagesstätten es, die Kariesprävalenz der Kinder aus kindliche Karies (Early Childhood Caries, ECC) charakterisierte Vorkommen und mit den Ergebnissen der 20 Jahre im Landkreis Steinburg zu bestimmen von Karies bei den drei- bis sechsjährigen Kindern ist mit teilweise erheb- vergleichen. Dabei sollten insbesondere zuvor durchgeführten Untersuchung zu lichen Konsequenzen und Therapieerfordernissen verbunden. Epidemioloalschichtbezug der Kariesverteilung auch aktuelle Informationen zum Sozigische Studien haben gezeigt, dass der und zur Prävalenz der ECC II erhoben Anteil der Kinder mit der auch als werden. Zur Beteiligung an der Untersuchung wurden die gleichen Kindergärten und Kindertagesheime angeschrieben, die schon bei der Studie in den Jahren 1983/84 in zufälliger Stichprobe erfasst worden waren. Waren einzelne Einrichtungen nicht mehr existent, so wurden an ihrer Stelle jeweils andere Institutionen in der gleichen Ortschaft zur Untersuchungsteilnahme eingeladen. Die Untersuchung erfolgte im Jahr 2003 nach vorliegendem Einverständnis der Eltern in den jeweiligen Einrichtungen. Die Eltern waren gebeten worden, zusammen mit der Einverständniserklärung ihren Beruf anzugeben, um die Ergebnisse in Bezug zur sozialen Schichtzugehörigkeit setzen zu können [8]. Sämtliche Befunde wurden durch einen kalibrierten Untersucher (A.B.) erhoben. Im Verlauf der epidemiologischen Befunderhebung wurde die Reliabilität der Daten mit Hilfe von Doppeluntersuchungen durch den Studienleiter (U.S.) gesichert. Für die Untersuchung stand ein transportabler Untersuchungsstuhl mit verstellbarer Kopfstütze und Halogen-Untersuchungslampe (Fa. Waldmann, D-Villingen- Schwenningen) zur Verfügung. Die Kariesdiagnostik erfolgte flächenbezogen visuell gemäß WHO-Kriterien [19]. Zusätzlich wurden initiale und auf den Schmelz beschränkte Kariesstadien registriert (Initialläsionen, IL). Die Berechnung von dmft- und dmfs-werten sowie die statistische Auswertung wurden mit Hilfe des SPSS-Programmes durchgeführt. Zum Vergleich der Kariesprävalenz in den verschiedenen Sozialschichten wurde der Kruskal- Wallis-Test herangezogen. Statistische Vergleiche bezüglich des Vorkommens kariesfreier Gebisse (dmft = 0) erfolgten mittels Chi-Quadrat-Test. Der Sanierungsgrad wurde mit Bezug auf die Karieserfahrung ohne Einbeziehung von Initialläsionen errechnet. Für die Errechnung der Prävalenz der ECC vom Typ II [20] wurde das Vorkommen mindestens einer bis in das Dentin kariösen oder gefüllten labialen Glattfläche an den oberen Front- und Eckzähnen zugrunde gelegt. Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 30 (2008) 2 71

3 Alter n dmft = 0 (%) dmft dmfs ,8 0,8 ± 2,3 2,0 ± 6, ,3 1,1 ± 2,3 2,4 ± 6, ,6 1,4 ± 2,6 3,3 ± 7, ,2 1,6 ± 2,8 3,7 ± 8, ,5 1,3 ± 2,6 3,0 ± 7,3 Tabelle 1 dmft- und dmfs-indizes ohne Einbeziehung von Initialläsionen (2003). Table 1 dmft- und dmfs-values without initial lesions (2003). Alter /84 dmft = 0 (%) dmft dmfs dmft = 0 (%) dmfs* 3 52,1 2,0 ± 3,4 3,3 ± 7,3 33,1 6,2 4 39,2 2,5 ± 3,6 4,1 ± 8,1 20,8 9,0 5 37,2 2,8 ± 3,7 4,9 ± 8,3 18,1 11,2 6 30,8 2,9 ± 3,4 5,3 ± 8,6 13,9 15, ,3 2,6 ± 3,6 4,5 ± 8,2 19,8 10,9 *Die Untersuchung erfolgte als Halbseitenuntersuchung; die ursprünglich angegebenen Werte wurden für den Vergleich verdoppelt. Tabelle 2 dmft- und dmfs-indizes unter Einbeziehung von Initialläsionen. Table 2 dmft- und dmfs-values including initial lesions. Ergebnisse 18 Kindergärten und Kindertagesheime stimmten der Beteiligung an der Untersuchung zu, und es wurden 1008 Kinder untersucht. Die Tabellen 1 und 2 zeigen die dmft- und dmfs-werte ohne und mit Berücksichtigung der Initialläsionen. Die dmft-werte machten 2003 ohne IL in etwa nur die Hälfte des Wertes bei Berücksichtigung dieser Frühstadien aus (2,6 ± 3,6 vs. 1,3 ± 2,6). Im Vergleich zu den aus der Untersuchung von 1983/84 vorliegenden Vergleichszahlen (nur dmfs-index incl. IL) dokumentiert die vorliegende Studie einen beträchtlichen Rückgang der Milchzahnkaries (Tab. 2 und Abb. 1). So betrug der Anteil der Kinder ohne Karieserfahrung (dmfs = 0) 1983/84 unter Einbeziehung von IL 19,8 % und ,3 % (nach WHO-Kriterien: 67,5 %). Der Sanierungsgrad betrug 2003, bezogen auf manifeste Karies, im Durchschnitt 38,6 % und schwankte zwischen 19,0 % bei den Dreijährigen und 47,0 % bei den Sechsjährigen (Tab. 3). Bei 11,0 % der untersuchten Kinder wurden Symptome frühkindlicher Karies (Typ II, Saugerflaschenkaries) gefunden. Darüber hinaus konnte eine hochsignifikante Abhängigkeit der Karieserfahrung (p < 0,001) wie auch des Sanierungsgrades (p = 0,007) und des Vorkommens von Saugerflaschenkaries (p = 0,001) von der Sozialschichtzugehörigkeit nachgewiesen werden (Kruskal-Wallis-Test bzw. Chi²-Test, Tab. 4). Diskussion In den Jahren 1983/84 war im Landkreis Steinburg die Kariesprävalenz bei drei- bis sechsjährigen Kindern in Kindergärten und Kindertagesheimen ermittelt und als dmfs-wert unter Einbeziehung von Initialläsionen publiziert worden [3]. Mit der vorliegenden Studie wurde in diesem Landkreis nach 20 Jahren erneut die Kariesprävalenz bei Kindern im Vorschulalter ermittelt. Dabei waren 11 der 18 teilnehmenden Institutionen mit Einrichtungen identisch, die bereits bei der Vorgängeruntersuchung einbezogen worden waren. Die übrigen sieben Institutionen waren als Ersatz für nicht mehr existente oder nicht zur Teilnahme bereite Einrichtungen in den jeweils gleichen Ortschaften wie 1983/84 zur Untersuchungsteilnahme eingeladen worden. Mit 1101 Kindern im Jahre 1883/84 und 1008 Kindern im Jahre 2003 stützen sich die Ergebnisse auf vergleichbare Anzahlen untersuchter Individuen. 72 Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 30 (2008) 2

4 Alter Sanierungsgrad (%) ECC II (%) 3 19,0 8,5 4 37,5 9,6 5 37,9 13,0 6 47,0 11, ,6 11,0 Tabelle 3 Sanierungsgrad und Prävalenz frühkindlicher Karies Typ II. Table 3 Care index (degree of restorative treatment) and prevalence of nursing bottle tooth decay. Soziale Schicht dmft (WHO) Sanierungsgrad (%) ECC II (%) Oberschicht 0,9 ± 2,4 62,7 7,8 Obere Mittelschicht 0,9 ± 1,7 53,5 6,2 Mittlere Mittelschicht Tabelle 4 Zusammenhänge zwischen Karieserfahrung, Sanierungsgrad sowie Saugerflaschenkaries und Sozialschichtzugehörigkeit. Table 4 Relationship between caries, care index and nursing bottle tooth decay with socio economic status. 0,8 ± 2,1 45,8 6,9 Untere Mittelschicht 1,3 ± 2,5 34,2 10,6 Unterschicht 2,9 ± 3,8 25,7 27,3 Insgesamt zeigt der Vergleich der beiden Untersuchungen einen erheblichen Rückgang der die Initialkaries einbeziehenden Milchzahnkaries (dmfs 10,9 vs. 4,5, kariesfreie Milchgebisse 19,8 % vs. 38,3 %). Angesichts der spätestens seit den 90iger Jahren etablierten Maßnahmen der Gruppenprophylaxe im Landkreis Steinburg werden in den Kindergärten regelmäßige Untersuchungen mit Zahnputzübungen durchgeführt [16] und der individualpräventiven Möglichkeiten entspricht diese Feststellung den Erwartungen und dem allgemein dokumentierten Kariesrückgang im Milchgebiss [5, 11]. Trotz dieses starken Kariesrückgangs zeigt die Studie verschiedene Problemfelder auf. So ist die Kariesprävalenz stark polarisiert: 2003 wiesen 17,8 % der Untersuchten 84,8 % der gesamten Karieserfahrung aller Kinder auf. Diese Polarisation geht, obgleich der Kariesrückgang in allen Sozialschichten feststellbar ist, mit einer starken Sozialschichtabhängigkeit der Karies einher. Der ebenfalls von der Sozialschicht abhängige Sanierungsgrad betrug 2003 im Durchschnitt 38,6 % und schwankte zwischen 62,7 % bei Kindern aus der sozialen Oberschicht und 25,7 % bei Kindern aus der Unterschicht. Bei 11,0 % der untersuchten Kinder wurden Symptome frühkindlicher Karies vom Typ II gefunden. Dies entspricht in etwa den aus Halle bzw. Hannover angegebenen Prävalenzraten von 9,2 % bzw. 13,6 % [6, 12]. Bei Kindern aus der sozialen Unterschicht ist diese Symptomatik im Landkreis Steinburg mit einer Prävalenz von 27,3 % bei mehr als einem Viertel der Untersuchten anzufinden. Damit ist die Häufigkeit der Saugerflaschenkaries bei Kindern einer ländlichen Region mit geringem Migrantenanteil fast ebenso hoch wie in der Großstadt Hannover, in der über 35 % sozial benachteiligter Kinder hiervon betroffen waren [12]. Der hohe Anteil an Kindern mit Saugerflaschenkaries macht die Notwendigkeit weitergehender präventiver Interventionen sowohl zur Erkrankungsvermeidung als auch nach einer Sanierung deutlich. Immerhin ist dokumentiert, dass unter engmaschiger präventiver Betreuung sanierter ECC-Kinder die weitere Entwicklung kariöser Zahnschäden gestoppt werden kann [15]. Gründe für die unbefriedigende Situation sind sicherlich, dass auf Seiten der Eltern Unwissen über die Bedeutung der Milchzähne und die frühzahnärztlichen Beratungs- und Betreuungsangebote herrscht [17], welches zudem von unzureichender Mundhygiene [14, 18] sowie fehlendem Wissen über zahngesunde Ernährung der Kinder und Kleinkinder begleitet wird [4, 18]. Besonders ausgeprägt sind die Informations- und Verhaltensdefizite bei Familien mit Migrationshintergrund [17, 18]. In der vorliegenden Studie allerdings betrug der Anteil ausländischer Kinder nur 4,4 %, was in etwa dem im Landkreis Steinburg registrierten Ausländeranteil von 3,3 % entspricht [7]. Obwohl die vorgelegten Zahlen im Vergleich zu der Untersuchung von 1983/84 eine deutliche Verbesserung dokumentieren, müssen die aufgezeigten Problemfelder Anlass zu erweiterten Betreuungsstrategien sein. Dabei belegen die Zahlen für die Dreijährigen, von denen unter Berücksichtigung der Initialkaries nur gut die Hälfte noch frei von Karies ist, 8,5 % jedoch Saugerflaschenkaries aufweisen, dass die Betreuung vor allem viel früher als bislang üblich beginnen muss. Gestützt wird diese Folgerung durch die Tatsache, dass bei den dreijährigen Kindern nur 19 % der das Dentin involvierenden Defekte saniert sind. Die von der American Academy of Pediatric Dentistry formulierte Empfehlung, jedes Kind solle spätestens zum Ende des ersten Lebensjahres zahnärztlich befundet worden sein [1], sollte als Maßstab für den Beginn der zahnmedizinischen Betreuung dienen. Nur auf diese Weise kann eine rechtzeitige Befundung und Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 30 (2008) 2 73

5 Risikoeinschätzung erfolgen, um ggf. ein erfolgreiches präventives Gegensteuern zu ermöglichen. Aktuelle Erkenntnisse bestätigen, dass frühzeitige Risikoerkennung und Risikominimierung, die schon bei der Schwangeren, spätestens aber beim einjährigen Kleinkind beginnen, langfristig positive Auswirkungen auf die Mundgesundheit haben [10]. Schlussfolgerungen Die Studie zeigt für den Landkreis Steinburg einen erheblichen Rückgang der Milchzahnkaries in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf. Dabei legt sie durch die hohe Prävalenz früher Kariesstadien die Notwendigkeit nahe, die etablierten Präventionsstrategien fortzusetzen. Darüber hinaus leitet sich aus ihr das Erfordernis weiterer, insbesondere risikogruppenabhängiger, Präventionsarbeit ab. Schließlich werden durch die bereits hohe Karieslast der dreijährigen Kinder Forderungen nach frühzahnärztlicher Betreuung untermauert, die mit Vollendung des ersten Lebensjahres beginnen sollte. Danksagung Wir danken Frau Zahnärztin Ute Lutz vom Kreisgesundheitsamt Itzehoe für die organisatorische Unterstützung bei der Durchführung der Studie. Dem Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg (LAJH), Herrn Gerd Eisentraut, danken wir für die Bereitstellung des Untersuchungsstuhles und der zahnärztlichen Untersuchungsinstrumente. Literatur 1. AADD, American Academy of Pediatric Dentistry: Policy on Early Childhood Caries (ECC): Classifications, Consequences, and Preventive Strategies. In: Definitions, Oral Health Policies, and Clinical Guidelines. URL: (Zugriff ) 2. Carvalho JC, D'Hoore W, van Nieuwenhuysen JP: Caries decline in the primary dentition of Belgian children over 15 years. Community Dent Oral Epidemiol 32, (2004) 3. Genzel H: Kariesbefall, Mundhygiene- und Zahnfleischbefunde 3- bis 6-jähriger Kinder im Landkreis Steinburg und angrenzenden Gebieten. Med Diss, Hamburg Gräßler G, Irmisch B, Viergutz G, Deketh M, Wilczek S, Hetzer G: Studie zur zahnmedizinischen Prophylaxe bei Dresdner Kleinkindern. Dtsch Zahnärztl Z 53, (1998) 5. Gülzow HJ, Farshi H: Die Zahngesundheit Hamburger Kindergartenkinder Dtsch Zahnärztl Z 55, (2000) 6. Hirsch C, Blechschmidt B, Kleeberg L, Lautenschläger C, Waurick M: Risikofaktoren für das Nursing-Bottle-Syndrom. Oralprophylaxe 22, (2000) 7. Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein: Zuwanderung und Integration. URL: ahlendatenfakten node.html nnn=true (Zugriff ) 8. Kleining G, Moore H: Soziale Selbsteinstufung (SSE). Kölner Z Sozial Sozialpsychol 20, (1968) 9. Launhardt S, Schiffner U: Kariesprävalenz Hamburger Schulkinder im Jahre Dtsch Zahnärztl Z 59, (2004) 10. Meyer K, Günay H: Auswirkungen eines Langzeit-Prophylaxe-Programms auf die Mundgesundheit von Jugendlichen. In: Schiffner U (Hrsg.): Autoreferate-Band. Wissenschaftliches Programm der 14. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde Quintessenz, Berlin 2007, Pieper K: Epidemiologische Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe DAJ Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (Hrsg.), Bonn Robke FJ, Buitkamp M: Häufigkeit der Nuckelflaschenkaries bei Vorschulkindern in einer westdeutschen Großstadt. Oralprophylaxe 24, (2002) 13. Schiffner U: Krankheits- und Versorgungsprävalenzen bei Kindern (12 Jahre): Zahnkaries. In: Micheelis W, Schiffner U (Gesamtbearbeitung): Vierte Deutsche Mundgesundheits- Studie (DMS IV). Dtsch Ärzte-Verlag, Köln 2006, Specksén-Blicks C, Sumegårdh K, Borssén E: Caries experience and background factors in 4 year old children time trends Caries Res 38, (2004) 15. Stürzenbaum N, Butz CL, Heinrich-Weltzien R: Sanierung von Kleinkindern mit frühkindlicher Karies (Early Childhood Caries) in Allgemeinanästhesie. Oralprophylaxe Kinderzahnheilkd 28, (2006) 16. Thormählen M, Lutz U, Bahr-Crome U, Meckel DP, Schuback S, Wiedemann HP: Zahngesundheit bei Kindern im Kreis Steinburg. Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt; URL: a.html (Zugriff ) 17. Van Steenkiste M: Die Einstellung zur Zahngesundheit und zahngesundheitlichen Prävention bei deutschen und türkischen Eltern. Oralprophylaxe 25, (2003) 18. Van Steenkiste M: Zahngesundheitliches Verhalten bei deutschen und türkischen Vorschulkindern. Oralprophylaxe 25, (2003) 19. World Health Organization (WHO): Oral health surveys: Basic methods. 4th ed., WHO- Verlag, Genf Wyne AH: Early childhood caries: nomenclature and case definition. Community Dent Oral Epidemiol 27, (1999) Korrespondenzadresse: Prof. Dr. Ulrich Schiffner Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde Martinistr Hamburg Tel.: 0 40 / Fax: 0 40 / Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 30 (2008) 2

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