5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst

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1 5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst Von LRS - also Lese-Rechtschreib-Schwäche - betroffene Kinder können einen Nachteilsausgleich beanspruchen. Das ist erst einmal gut. Aber wir sollten das genauer betrachten. Was bedeutet das für dein Kind? Lass uns zuerst den Gedanken anschauen, der hinter der Idee des Nachteilsausgleichs steht: Niemand soll aufgrund seiner Schwäche in seiner Entwicklung benachteiligt werden. Das ist sicherlich ein guter Gedanke. Was bedeutet das konkret? Versetzen wir uns einmal kurz in die Lage eines LRS-Kindes. Ich merke, dass die anderen Kinder leichter lernen. Die können sich manche Dinge einfach leichter merken, als ich. Und die können sich besser erinnern. An Dinge, die wir gestern oder vorgestern besprochen haben. Hmmm Die lesen auch flüssiger vor. Die bleiben nicht bei so vielen Wörtern hängen, wie ich. Wenn ich nur wüsste, wie die das machen Die meisten Kinder fühlen sich ausgegrenzt. Sie gehören irgendwie nicht so richtig dazu. Sie ziehen sich zurück. Ins Schneckenhaus. Ist das so? Kennst du das von deinem Kind? Manche Kinder suchen einen Ausgleich. Der eine ist ne Sportskanone. Er läuft schneller oder springt höher als die anderen. Und findet dort Anerkennung. Genau die Anerkennung, die er im Deutschunterricht ganz sicher nicht bekommt. Ein anderer kann besonders gut Witze erzählen. Da hören die anderen gerne zu. Er bekommt also auch Anerkennung. Der dritte ist eher unsportlich und Witze liegen ihm auch nicht. Aber er hat mitbekommen, dass frech sein auch Anerkennung bringt. Also ist

2 er frech. Sagt die Dinge, die andere sich nicht trauen würden. Und bekommt so Anerkennung. Hand aufs Herz: Wie sieht es mit dem Selbstbewusstsein deines Kindes aus? Eher gut? Oder eher nicht so groß? Zurück zum Nachteilsausgleich: Da gibt es unterschiedliche Regeln. Je nachdem in welchem Bundesland du wohnst. Geregelt vom Kultusministerium. Und jede Schule geht anders damit um. Manche Schulen sprechen Eltern auf die Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs an - andere versuchen das Thema so weit wie möglich zu umgehen. Da findest du sicherlich die ganze Palette. Wie wirkt sich dieser Nachteilsausgleich konkret im Unterricht aus? Ich kann mich jetzt nur auf Berichte von Kindern berufen. Manche Kinder bekommen mehr Zeit um eine Klassenarbeit zu schreiben. Manche dürfen Hilfsmittel - also beispielsweise einen Computer mit Rechtschreibkontrolle - nutzen. Manche bekommen weniger Aufgaben. Manche bekommen Aufgaben vorgelesen. Ich denke, dass all diese Maßnahmen durch die Erlasse abgedeckt sind. Wie üblich ist dort eher nicht geregelt, wie der Ausgleich konkret anzusehen hat - das überlassen Ministerien gerne den anderen ;-) Das klingt jetzt böser, als ich es meine. Ich erkenne schon an, dass die einzelnen Einschränkungen sehr unterschiedlich sind. Und jede erfährt eine spezielle Maßnahme. Also steht jeder Lehrer individuell vor dem Problem, was denn nun das richtige ist. Keine leichte Aufgabe für Lehrer.

3 Kommen wir nun zu den Eltern Eltern sind oft sehr bemüht darum, den Nachteilsausgleich für ihr Kind durchzusetzen. Das kann ich gut verstehen. Ich erlebe häufig Eltern, für die es eine wirkliche Erleichterung ist. Da kommt das Kind nicht mehr mit dem schlechtesten Diktat der Klasse nach Hause. Sondern es hat einfach auch nicht mehr Fehler als andere. Da ist das Kind weniger deprimiert. Halt einfach besser drauf. Das ist doch gut, oder? Mich bewegt aber eine ganz andere Frage: Wie geht dein Kind damit um? Empfindet dein Kind den Nachteilsausgleich als etwas gutes? Oder hat das einen Beigeschmack? Ich fände es klasse, wenn du mir in den Kommentaren zu diesem Artikel deine Erfahrungen schilderst. Ich muss dir an dieser Stelle mal eine Kindheitserinnerung von mir erzählen: Ich war mit meinen Eltern in Skiurlaub in Österreich. Keine Ahnung wie alt ich damals war. Ich schätze mal irgendwo zwischen 8 und 11. Ich war ziemlich stolz, dass ich mich auf diesen Brettern bewegen konnte. Und träumte von tollen Abfahrten. Also ich fand, dass ich ganz toll skifahren konnte. An einem Samstag wurde in unserem Urlaubsort ein Skirennen veranstaltet. Slalom. Konnte ich nicht gut. Aber egal. Ich hab halt mitgemacht. Ich erinnere mich noch, dass ich das schwierig fand. Gucken und fahren gleichzeitig. Wo stehen diese blöden Stangen? Wo muss ich lang fahren? Das stellte sich dann aber als einfacher heraus als ich es vorher befürchtet hatte. Die Spur war schon ziemlich ausgefahren. Da konnte man nicht viel falsch machen. Nachmittags bin ich dann zur Siegerehrung gegangen. Richtig baff war ich, als mein Name aufgerufen wurde. Zweiter.

4 Silberne Anstecknadel. Klingt toll, oder? Ich fand es doof! Ganz ehrlich. Ich will es kurz erklären. Man hatte eine Kategorie eingerichtet. Ich weiß heute nicht mehr wie die genaue Bezeichnung war. Aber es wird so etwas wie Kinder aus Deutschland unter 15 Jahren gewesen sein. Oder unter 12. Spielt auch keine Rolle. Wir waren in unserer Gruppe übrigens vier Starter Aus Marketing-Gesichtspunkten kann ich das heute nachvollziehen. Ich habe mich damals geschämt. Und niemandem davon erzählt. Schon gar nicht meinen Eltern. Und die silberne Nadel habe ich noch im Hotelzimmer in den Papierkorn geworfen. Wollte ich nicht haben Kannst du das verstehen? Warum erzähle ich dir das? Kann ich dir sagen: Weil mir viele Kinder von ihrem Erleben berichten. Ich hatte im letzten Diktat nur sechs Fehler. Das ist ja prima! Ja, aber ich habe auch weniger Wörter im Diktat gehabt Ist denke ich wörtlich zitiert. Fühlt sich ein Kind in dem Moment so, wie ich beim Skirennen? Hat es das die ganze Zeit im Kopf? Freut es sich dann über die wenigen Fehler? Oder läuft da im Hintergrund immer dieser Film? Von den ungleichen Bedingungen. Klar kann ich mich heute hinstellen und mein Erleben als völlig unbedeutend abtun. Es geht ja nur um eine Freizeitaktion irgend eines Wintersport-Ortes.

5 Aber da ist auch noch etwas anderes: Die Tatsache, dass ich mich bis heute recht genau daran erinnern kann. Spricht doch eigentlich für sich, oder? Und das negative Gefühl in mir kommt wieder hoch - während ich das hier für dich aufschreibe. Was ist, wenn es den Kindern in der Schule mit dem Nachteilsausgleich genauso geht? Ich finde die Vorstellung ein bisschen gruselig. Hey! Nein! Ich will das hier nicht überbewerten. Ist keine traumatische Kindheitserfahrung gewesen, die mich für mein Leben geprägt hat. Aber es ist eine Erinnerung. Und zwar eine mit nem ziemlich faden Beigeschmack. Mich motiviert die Geschichte heute. Sie motiviert mich dazu, möglichst vielen Kinder wirklich effektiv zu helfen. Möchtest du wissen, wie das gehen kann? Gerne. Mit dem 15-Minuten-Wortbilder-Spiel. Der will nur seinen eigenen Kram verkaufen kannst du jetzt denken. Stimmt. Möchte ich auch. Aber nicht, weil ich dir dein Geld aus der Tasche ziehen will. Sondern weil ich absolut davon überzeugt bin, dass es die am Besten investierte Kohle für dein Kind ist. Wie viel Geld haben wir schon für unnützen Kram ausgegeben? Bei 15-Minuten-Wortbilder-Spiel kann dir das gar nicht passieren. Das ist ein Programm bei dem du nämlich nach spätestens drei Wochen weißt, ob dein Kind damit zurecht kommt. Oder eben nicht. Das gilt für dich genauso. Es kann ja auch sein, dass du damit nicht klar kommst. Aber gehen wir doch einmal für einen kleinen Moment davon aus, dass es für dich und für dein Kind funktioniert.

6 Dann werden sich die Rechtschreibleistungen innerhalb der nächsten Wochen verändern. Spürbar. Es ist nämlich kein Programm bei dem dir schon vorher gesagt wird, dass du dich auf ein oder zwei Jahre einrichten musst, bevor es wirkt. Das wirkt sofort. Oder gar nicht. Und du hast die Möglichkeit es auszuprobieren. Was hindert dich? Das Risiko trage ich. Ich habe mir ne Menge Arbeit mit dem Programm gemacht. Und wenn du es zurück gibst dann war die umsonst. Nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber wenn dein Kind etwas damit anfangen kann Also: Schau doch mal nach, was das 15-Minuten-Wortbilder-Spiel dir bietet: Du bekommst von mir wirklich eine Schritt-fürSchritt-Anleitung. Ich sage dir jeden Tag oder jeden zweiten, was du machen sollst. Da kann nicht wirklich was schief gehen. Und du brauchst etwa eine viertel Stunde Zeit. Vielleicht auch mal zwanzig Minuten. Worauf wartest du noch?

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