Serverdienste in Betrieb nehmen Modul 123

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1 Mail- und FTP-Server 1. SMTP zum, versenden von s SMTP ist ein Kommunikationsprotokoll für die Übertragung von s. Die Kommunikation erfolgt zwischen einem -Client und einem SMTP-Server (Postausgangsserver) oder zwischen zwei SMTP-Server. Neben SMTP gibt mit POP und IMAP noch zwei weitere Protokolle für den -Austausch. Diese beiden Protokoll dienen jedoch nur dazu, um abzuholen oder online zu verwalten. SMTP dagegen ist ein Kommunikationsprotokoll, das s entgegennehmen und weiterleiten kann. Wie funktioniert SMTP? Für den Austausch der s sind die Mail Transfer Agents (MTAs) zuständig. Untereinander verständigen sich die MTAs mit Kommandos. Dabei sendet der SMTP-Client dem SMTP-Server ein Kommando, und dieser antwortet mit einem Status-Code und einer Klartext-Meldung. Nachteile von SMTP SMTP hat mehrere große Nachteile. Zum einen wird für versendete s keine Versandbestätigung zurückgeliefert. Geht eine verloren, werden weder Sender noch Empfänger darüber informiert. Kann eine nicht zugestellt werden, sieht die SMTP-Spezifikation die Benachrichtigung des Senders vor. Es gibt zwar eine SMTP-Erweiterung für standardisierte Fehlermeldungen, allerdings unterstützen nicht alle SMTP-Server diese Erweiterung. Die meisten unzustellbaren s enthalten nur eine mehr oder weniger verständliche Fehlermeldung in englischer Sprache und den Header der gesendeten . Ein weiteres Problem von SMTP ist die nicht vorhandene Authentifizierung des Benutzers beim Verbindungsaufbau zwischen SMTP-Client und SMTP-Server. Das führt dazu, dass eine beliebige Absenderadresse beim Versand einer angegeben werden kann. In der Praxis sieht das dann so aus, dass über offene SMTP-Server massenhaft Werbe- s, der sogenannte Spam, versendet wird. Aufgrund der gefälschten Absender-Adressen kann der eigentliche Urheber nur mit viel Mühe ermittelt werden. Aufbau einer Eine besteht aus drei Teilen. Der Envelope beinhaltet Sender-Adresse und Empfänger-Adresse, die der MTA benötigt. Es folgt der Header mit Informationen über den -Client und die Message-ID. Diese besteht aus einer Zahlen-/Buchstaben-Kombination, gefolgt von der Host-Adresse (Domain) des Senders. Der Body enthält den Nachrichten-Text der . Technische Berufsschule Zürich Seite 1 von 10 Juli 2012

2 Beispiel einer Die hier dargestellte wurde von an versendet. Return-path: Envelope-to: Delivery-date: Mon, 08 Mar :30: Received: from [ ] (helo=mail.beispiel.org) by mail.beispiel.org with esmtp (Exim 3.35 #1) id 1B0ROB-0002PO-00 for Mon, 08 Mar :30: Received: from [ ] (helo=intern) by mail.beispiel.org with asmtp (Exim 3.35 #1) id 1B0ROB-0005zH-00 for Mon, 08 Mar :30: Message-ID: From: "Name" To: Subject: Text in der Betreffzeile Date: Mon, 8 Mar :30: MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset="iso " Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Priority: 3 X-MSMail-Priority: Normal X-Mailer: Microsoft Outlook Express X-MimeOLE: Produced By Microsoft MimeOLE V X-Provags-ID: beispiel.org auth:0a897c3f2fd8d0ba166f9ea6c Hallo, das ist eine kurze Nachricht. Mit freundlichen Grüßen Protokoll einer abgebrochenen -Übertragung In diesem Kommunikationsprotokoll wird die Verbindung abgebrochen, weil der Benutzername beim Empfangsserver nicht existiert. Wed :15:07: Parsing message <xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx\pd msg> Wed :15:07: * From: Wed :15:07: * To: Wed :15:07: * Subject: Nachricht Wed :15:07: * Message-ID: Wed :15:07: * Route slip host: Wed :15:07: * Route slip port: 25 Wed :15:07: Attempting SMTP connection to [ ] Wed :15:07: Attempting SMTP connection to [ :25] Wed :15:07: Waiting for socket connection... Wed :15:07: * Connection established ( :3019 -> :25) Wed :15:07: Waiting for protocol to start... Wed :15:07: < Beispiel SMTP Service. Ready for action at Wed, 9 Jan :15: Wed :15:07: --> EHLO mail.beispiel.de Wed :15:07: < mail.beispiel.de Hello mail.beispiel.de ([ ]), pleased to meet you Wed :15:07: < SIZE Technische Berufsschule Zürich Seite 2 von 10 Juli 2012

3 Wed :15:07: < BITMIME Wed :15:07: < PIPELINING Wed :15:07: --> MAIL SIZE=12001 Wed :15:07: < Sender OK Wed :15:07: --> RCPT Wed :15:07: < No such user Wed :15:07: --> QUIT SMTP-Befehle Die Kommunikation zwischen SMTP-Client und SMTP-Server basiert auf ASCII-Kommandos. Laut SMTP-Spezifikation muss eine SMTP-Implementierung mindestens die folgenden acht Kommandos unterstützen. SMTP-Kommando HELO/EHLO (Hello/Extended Hello) MAIL RCPT (Recipient) DATA RSET (Reset) VRTY (Verify) EXPN (Expand) NOOP QUIT Beschreibung HELO bzw. EHLO startet die SMTP-Sitzung und identifiziert den Client am Server. MAIL leitet die Mailübertragung ein und liefert gleich die Absender- Adresse mit. RCPT gibt die Adresse eines oder mehrere Empfänger an. Dieses Kommando kann mehrmals ausgeführt werden. Mit DATA wird die Übermittlung der -Nachricht eingeleitet. Das Ende der -Nachricht wird mit "CRLF.CRLF" gekennzeichnet. Mit RSET wird die bereits eingeleitete Mailübertragung abgebrochen. Die Verbindung zwischen Client und Server bleibt bestehen. Mit VRFY kann die Empfänger-Adresse überprüft werden. Die meisten MTAs behandeln EXPN wie VRFY. NOOP bewirkt eine Antwort vom Server. Damit wird die Verbindungstrennung durch einen Timeout verhindert. QUIT beendet die Verbindung zum SMTP-Server. Der Server liefert eine letzte Antwort zurück. Quellenangabe: Technische Berufsschule Zürich Seite 3 von 10 Juli 2012

4 2. Mailserver (POP/IMAP) Was bedeutet POP3 und IMAP? POP3 bedeutet Post Office Protocol, Version 3. IMAP (häufig auch IMAP4) bedeutet Internet Message Access Protocol, Version 4. Beide Protokolle legen Regeln fest, nach denen sich zwei ans Internet angeschlossene Rechner ("Client und Server") unterhalten müssen, um elektronische Nachrichten auszutauschen. Wie funktioniert POP3? Das POP-Protokoll war eines der ersten Internetprotokolle und ist einem Postamt mit postlagernden Briefen nachempfunden. Nachrichten, die für Sie aus dem Internet eintreffen, werden in Ihrem Postfach am Postamt zwischengelagert, bis Sie diese dort abholen. Das Postamt entspricht dem sogenannten POP3-Mail-Server, das Postfach Ihrer sogenannten Mailbox und die Art und Weise wie Sie Ihre Briefe lesen, archivieren usw. entspricht dem Mail-Programm. Das Mail-Programm wählt sich auf dem POP-Mail-Server ein, weist sich dort mit Benutzerkennung und Passwort aus, holt seine neue Mail auf den lokalen PC und löscht die Nachrichten am POP-Server nach dem erfolgreichen Download. Nachrichten werden dann auf dem lokalen PC bearbeitet, d.h. beantwortet, in (lokalen) Ordnern archiviert, usw. All diese Funktionen werden vom lokalen Programm realisiert und laufen unabhängig vom POP3-Mail-Server. Der Nachteil einer Lösung mit POP3 entsteht, wenn Sie Ihre Mail auf verschiedenen Computern bearbeiten wollen. POP3 sieht vor, dass Sie auf jedem der lokalen Rechner ein eigenes Mailarchiv haben. Nun stehen Sie aber vor dem Problem, dass Sie sich entscheiden müssen auf welchem Rechner Sie die Mail eigentlich archivieren wollen. Nachrichten, die Sie auf anderen Rechnern lesen, d.h. vom Server via POP3 abgeholt wurden, können auf anderen Computern nicht erneut abgerufen werden. Es gibt zwar die Möglichkeit via POP3 die Nachrichten nicht vom Server zu löschen, jedoch ist dieses Verfahren sehr fehleranfällig und funktioniert mit einigen Mail-Programmen nicht zuverlässig. Wie funktioniert IMAP? IMAP ist die logische Erweiterung von POP3. IMAP-Server unterstützten servergespeicherte Ordnerstrukturen ("IMAP-Ordner") und die serverseitige Speicherung der Nachrichten. Nachrichten werden von Mail-Programmen nach dem Download nicht länger vom Server gelöscht. Stattdessen verbleiben diese auf dem Server bis sie vom Benutzer explizit gelöscht werden. Die Mail-Programme synchronisieren gewissermassen das lokale Postfach mit dem servergespeicherten Postfach. Dadurch wird es möglich, dass der Zugriff über jedem PC bzw. jedes beliebige Mail-Programm jeweils auf den gleichen Datenbestand erfolgt. Aufwändige manuelle Synchronisierungen oder die Nutzung der mit POP3 oft instabilen Serverspeicherung entfallen, da diese Funktionen direkt in IMAP implementiert und für genau diesen Zweck vorgesehen sind. Ausserdem bietet IMAP eine weitere nützliche Option, nämlich die Teil-Übertragung der Daten beim Abruf. Während beim POP3-Protokoll jeweils die kompletten Nachrichten heruntergeladen werden müssen, können mit dem IMAP-Protokoll spezifisch nur Teildaten übertragen werden (z.b. Absender, Betreff und Ankunftszeit). Dies erspart die unter Umständen langwierigen Downloads unnötiger Daten, da nicht benötigte Nachrichten so direkt vom Server gelöscht werden können. Technische Berufsschule Zürich Seite 4 von 10 Juli 2012

5 Welche Vorteile bringt die Umstellung zu IMAP? Sie können Ihre elekronische Post inklusive archivierter Nachrichten von verschiedenen Standorten aus lesen. Ihre Nachrichten und alle daran vorgenommenen Änderungen bleiben auf Ihrem Mail-Server, wodurch lokaler Speicherplatz gespart wird. Darüber hinaus haben Sie jederzeit Zugriff auf ihre gesamte Mailbox. Der POP3-Client löschen im Normalfall Nachrichten, nachdem sie diese vom Server abgeholt haben. Der Nachteil dieses Verfahrens ist: Die Nachrichten sind lokal auf der Festplatte gespeichert, im spezifischen Format des Mail-Klienten. Um von anderswo an diese Nachrichten zu kommen, muss man erstens Kontakt zu diesem Rechner haben und zweitens den entsprechenden Mail-Client laufen lassen können. Diese Beschränkungen entfallen beim IMAP-Konzept. Die Leistung IMAP bei Verwendung über eine Modemverbindung ist effektiver, da Sie zunächst nur die Kopfzeilen der Nachrichten herunterladen werden. Weiters bietet IMAP Funktionen, um Mail schon auf den Server zu durchsuchen und zu analysieren. Dieser Mechanismus erlaubt es, Resultate solcher Recherchen dem Client zu übermitteln, ohne die gesamte Mailbox übertragen zu müssen. Dieses ermöglicht den selektiven Message-Transfer - etwa von Mail nur eines bestimmten Absenders, einer maximalen Grösse oder eines bestimmten Zeitraumes. Offline-Modus: der Vorteil von POP3 ist die Möglichkeit nach der Übertragung der Nachrichten über eine Modemverbindung diese beenden zu können und "normal" weiterarbeiten zu können. IMAP setzt normalerweise eine bestehende Verbindung zum Mail-Server voraus. Manche IMAP- Clients können aber bestimmte Nachrichtenordner für die Offline-Verwendung synchronisieren, was Ihnen erlaubt auch Offline fast "normal" arbeiten zu können. Kann POP3 und IMAP gleichzeitig genutzt werden? Grundsätzlich ja. Wir empfehlen jedoch aus Gründen der Übersicht und um Probleme infolge versehentlich über POP3 abgerufener und somit vom Server gelöschten Nachrichten ausschliesslich POP3 oder IMAP zu verwenden und die verschiedenen Mechanismem nicht zu vermischen. Ist eine spezielle Umstellung im Mail-Programm erforderlich? Sie müssen in Ihrem Mail-Programm das Konto komplett neu einrichten. Die entsprechenden Schritte hierzu sind auf der Supportseite erläutert. Anderweitige Einstellungen (serverseitig, andere Zugangsdaten, etc) müssen nicht geändert werden. Alle Mailkonten unterstützen automatisch POP3 und IMAP. Quellenangabe: support.genotec.ch Technische Berufsschule Zürich Seite 5 von 10 Juli 2012

6 3. Installieren des FTP-Dienstes auf einem WIN-Server Da FTP auf den Microsoft Internet-Informationsdiensten (Internet Information Services, IIS) beruht, müssen sowohl IIS als auch der FTP-Dienst auf dem Computer installiert sein. Gehen Sie folgendermaßen vor, um IIS und den FTP-Dienst zu installieren. Hinweis: In Windows Server 2003 wird der FTP-Dienst nicht standardmäßig installiert, wenn Sie IIS installieren. Wenn Sie IIS bereits auf dem Computer installiert haben, müssen Sie den FTP-Dienst über das Programm Software in der Systemsteuerung installieren. 1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Systemsteuerung, und klicken Sie auf Software. 2. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen. 3. Klicken Sie in der Liste Komponenten auf Anwendungsserver, klicken Sie auf Internet- Informationsdienste (IIS) (aber aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht), und klicken Sie auf Details. 4. Aktivieren Sie die folgenden Kontrollkästchen (wenn sie nicht bereits aktiviert sind): Gemeinsame Dateien FTP-Dienst (File Transfer Protocol) Internetinformationsdienste-Manager 5. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben weiteren IIS-Diensten oder Unterkomponenten, die Sie installieren möchten, und klicken Sie auf OK. 6. Klicken Sie auf Weiter. 7. Legen Sie die Windows Server 2003-CD-ROM in das CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden, oder geben Sie einen Pfad zum Speicherort der Dateien an, und klicken Sie auf OK. 8. Klicken Sie auf Fertig stellen. IIS und der FTP-Dienst sind nun installiert. Vor der Verwendung muss der FTP-Dienst konfiguriert werden. Technische Berufsschule Zürich Seite 6 von 10 Juli 2012

7 Konfigurieren des FTP-Dienstes Gehen Sie folgendermaßen vor, um den FTP-Dienst darauf zu konfigurieren, nur anonyme Verbindungen zuzulassen: 1. Starten Sie den Internetinformationsdienste-Manager, oder öffnen Sie das IIS-Snap-In. 2. Erweitern Sie Servername, wobei Servername der Name des Servers ist. 3. Erweitern Sie FTP-Sites. 4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Standard-FTP-Site, und klicken Sie auf Eigenschaften. 5. Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheitskonten. 6. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Anonyme Verbindungen zulassen (wenn es nicht bereits aktiviert ist), und aktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen Nur anonyme Verbindungen zulassen. Durch Aktivieren des Kontrollkästchens Nur anonyme Verbindungen zulassen wird der FTP- Dienst darauf konfiguriert, nur anonyme Verbindungen zuzulassen. Benutzer können sich dann nicht über Benutzernamen und Kennwörter anmelden. 7. Klicken Sie auf die Registerkarte Basisverzeichnis. 8. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen Lesen und Besuche protokollieren (wenn sie nicht bereits aktiviert sind), und deaktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen Schreiben (wenn es nicht bereits deaktiviert ist). 9. Klicken Sie auf OK. 10. Beenden Sie den Internetinformationsdienste-Manager, oder schließen Sie das IIS-Snap-In. Der FTP-Server ist nun für die Annahme eingehender FTP-Anforderungen konfiguriert. Kopieren oder verschieben Sie die Dateien, die für den Zugriff verfügbar sein sollen, in den FTP-Publishing-Ordner. Der Standardordner ist "Laufwerk:\Inetpub\Ftproot", wobei Laufwerk das Laufwerk ist, auf dem IIS installiert ist. Quelle: Technische Berufsschule Zürich Seite 7 von 10 Juli 2012

8 4. Häufig verwendete FTP Kommandos Man beachte: APPEND ASCII BINARY BYE CD CDUP CLOSE DELETE DIR GET Die Eingabe dieser Kommandos ist nur vom FTP-Prompter aus möglich. Nicht alle der angegebenen Kommandos sind auf allen Maschinen verfügbar. Fügt ein lokales File an ein File der Remote-Maschine an. Wird für das Remote-File kein Name angegeben, wird der lokale Filename verwendet. Syntax: append localfile remotefile Setzt den Transfermodus auf ASCII. Bei einigen Systemen ist das der Standard. Syntax: ascii Setzt den Transfermodus auf BIN. Dieser Modus ist notwendig, um komprimierte Files und Imagefiles zu übertragen. In der Mehrzahl der Systeme ist dieser Modus Standard. Syntax: bin Bricht die FTP-Sitzung mit dem RemoteServer ab und beendet FTP (analog QUIT). Syntax: bye Wechsel vom aktuellen Directory auf der Remote-Maschine in das angegebene Directory. Syntax: cd remote-directory Beispiel: cd /user/discos/bob Wechsel vom aktuellen Directory auf der Remote-Maschine in das dazugehörende Parent-Directory. Syntax: cdup Bricht die FTP-Sitzung mit dem Remote-Server ab und kehrt zum FTP-Prompter zurück. Danach kann man das OPENKommando anwenden, um zu einem anderen Remote- Server zu verbinden. Syntax: close Löscht das angegebene Remote-File aus einem Remote-Directory. Syntax: delete remotefile Beispiel 1: del file3 Beispiel 2: del /users/discos/bob/dir1/file1 Listet die Einträge und deren Eigenschaften eines Remote-Directorys auf. Wenn kein Remote-Directory angegeben ist, wird das aktuelle Remote-Directory verwendet. Syntax: dir [remotedirectory] Beispiel: dir /users/discos/bob Anmerkung: UniTree+ enthält einen zusätzlichen Eintrag für jedes File. Er zeigt an, ob ein File sich nur auf Band ("AR") oder sowohl auf Band als auch auf dem DiskCache ("DK") befindet. Kopiert ein Remote-File aus einem Remote-Directory zur lokalen Maschine. Ist kein Pfadname angegeben, so kopiert UniTree+ aus dem aktuellen Remote-Directory zum aktuellen Directory der lokalen Maschine. Wildcards können bei diesem Kommando nicht benutzt werden. Syntax: get remotefile [localfile] Beispiele: get /users/discos/bob/file1 /usr/bob/newfile Kopiert /users/discos/bob/file1 von der Remote-Maschine nach /usr/bob/newfile auf der lokalen Maschine. get file newfile Kopiert file1 aus dem aktuellen Remote-Directory nach newfile im aktuellen Directory der lokalen Maschine. get file1/usr/bob/newfile Kopiert file1 aus dem aktuellen Remote-Directory nach /usr/bob/newfileim aktuellen Directory der lokalen Maschine. get /users/discos/bob/file1 Kopiert /users/discos/bob/file1 von der Remote-Maschine in das aktuelle Direktory der lokalen Maschine. Technische Berufsschule Zürich Seite 8 von 10 Juli 2012

9 HASH HELP LCD LS MDELETE MGET MKDIR MPUT OPEN Gibt an, ob für jeden übertragenen Datenblock ein Doppelkreuz ("#") auf dem Bildschirm ausgegeben wird. Die Größe des Datenblocks ist maschinenabhängig (meist 1K). Syntax: hash Online-Hilfe. Die Anwendung ist in zwei Formen möglich. Bei Eingabe ohne Parameter wird auf dem Bildschirm eine Liste aller verfügbaren Kommandos ausgegeben. Gibt man einen Kommandonamen als Parameter an, so erhält man Informationen über dieses Kommando. Syntax 1: help Syntax 2: help commandname Ändert das aktuelle Diretcotory auf der lokalen Maschine. Wird kein Directory angegeben, so wechselt FTP in das lokale Homedirectory. Syntax: lcd localdirectory Beispiel: lcd /usr/bob Listet die Filenamen eines Remote-Directory aus. Ist kein Remote-Directory angegeben, wird das aktuelle Remote-Directory verwendet. Bei manchen Maschinen erfüllt es dieselbe Funktion wie das DIR- Kommando. Syntax: ls [remotedirectory] Beispiel: ls /users/discos/bob Löscht mehrere Files. Wenn keine voller Pfadname angebenen ist, ist das aktuelle Remote-Directory Standard. Bei diesem Kommando sind Wildcards ("*", "?", "[]") zulässig. Syntax: mdelete remotefile1 remotefile2 Beispiel: mdelete file1 file2 Löscht file1 und file2 aus dem aktuellen Remote-Directory. Empfang mehrerer Files. Dieses Kommando erlaubt den Empfang der angegebenen Files von einem oder mehreren Remote-Directories in das lokale Directory. Bei diesem Kommando sind Wildcards ("*", "?", "[]") zulässig. Syntax: mget remotefile1 remotefile2... Bildet ein Directory auf der Remote-Maschine. Ist kein Pfadname angegeben, wird das Directory in das aktuelle Remote-Directory eingefügt. Syntax: mkdir remotedirectory Kopiert mehrere lokale Files von einem oder mehreren lokalen Directories zum aktuellen Remote-Directory. Bei diesem Kommando sind Wildcards ("*", "?", "[]") zulässig. Syntax: mput loacalfile1 localfile2... Eröffnet eine Verbindung zu dem angegebenen Remote-Host. Die Angabe einer Port- Nummer ist möglich. Syntax: open host [ port ] Beispiel 1: open remote-machine Beispiel 2: open concav 1021 Technische Berufsschule Zürich Seite 9 von 10 Juli 2012

10 PROMPT Schaltet den FTP-Prompter ein und aus. Bei ausgeschaltenem Prompter werden alle durch mget oder mput spezifizierten Files übertragen. Ist die Prompteranzeige aktiv, so ist eine selektive Auswahl möglich. Der Standardwert ist die eingeschaltete Prompteranzeige. Syntax : prompt PUT PWD QUIT Kopiert ein lokales File eines lokalen Directories zur Remote-Maschine. Ist kein Pfadnamen angegeben, wird das aktuelle lokale Directory verwendet. Syntax: put localfile [remotefile] Beispiele:: put /usr/bob/file1 /users/discos/bob/newfile Kopiert /usr/bob/file1 von der lokalen Maschine nach /users/discos/bob/newfile auf der Remote-Maschine. put file1 newfile Kopiert file1 aus dem aktuellen lokalen Directory nach newfile im aktuellen Directory der Remote-Maschine. put file1 /users/discos/bob/newfile Kopiert file1 aus dem aktuellen lokalen Directory nach /users/discos/bob/newfile auf der Remote-Maschine. put /usr/bob/file1 Kopiert /usr/bob/file von der lokalen Maschine in das aktuelle Directory der Remote-Maschine. Gibt den Namen des aktuellen Directories der Remote-Maschine aus. Syntax: pwd ibeendet die FTP-Sitzung mit der Remote-Maschine und verläßt FTP. Syntax: quit Quelle: Technische Berufsschule Zürich Seite 10 von 10 Juli 2012

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