Wintertourismus ist Investitionstreiber

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1 Wintertourismus ist Investitionstreiber Wien, 31. JULI Dank weitgehend zufriedenstellender Nachfrage und niedriger Zinsen hat die Tourismusbranche eine rege Investitionstätigkeit entfaltet, um auf dem hochkompetitiven, internationalen Tourismusmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. So wird allein das in der Hotellerie getätigte Investitionsvolumen im Jahr auf rund drei Milliarden Euro geschätzt. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft erreicht etwa fünf Milliarden Euro. Vor allem der Winter- bzw. Ganzjahrestourismus trägt hier einen überproportionalen Anteil. Österreichs Hoteliers bereiten sich für die kommende Wintersaison bereits intensiv vor und investieren insbesondere in ihre Betriebsgröße, um international vermarktbare Maßstäbe zu erreichen, und in die Qualität, so der Geschäftsführer der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank GesmbH, Dr. Franz Hartl. Die Wintersaison und Ganzjahresbetriebe treiben Investitionen an Ganzjahresdestinationen und Regionen mit Schwerpunkt Wintersaison sind Treiber der Investitionen. Rund 60 % der Investitionen kommen aus Unternehmen, die ein Ganzjahreskonzept verfolgen. Rund 39 % der Investitionen des heurigen Jahres kommen aus Wintersaisongebieten. Sorgenkind im österreichischen Tourismus bleibt der Sommer. Denn Regionen, deren Hauptsaison in den Sommer fällt (Kärnten, Salzkammergut), investieren signifikant weniger als Ganzjahresoder Winterdestinationen. So wurden im ersten Halbjahr 2012 nur ein Prozent aller Investitionen in reine Sommerangebote gesteckt. Investitionsschub im Tourismus größer als in der Gesamtwirtschaft Die Tourismuswirtschaft hat auch im vergangenen Jahr die Investitionstätigkeit auf sehr hohem Niveau gehalten. Mit insgesamt fünf Milliarden Euro Volumen sind die Investitionen der Hotelund Freizeitindustrie deutlich höher als die anderer Branchen ausgefallen. Dieses überdurchschnittliche Wachstum hat damit wesentlich zur Stützung der Konjunktur beigetragen. Durch günstige Kredite der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) für 2012 ist auch in diesem Jahr mit einem anhaltend positiven Effekt zu rechnen. Im Vergleich zu anderen Branchen und zur Gesamtwirtschaft zeigt sich, dass der Tourismus 2012 weiter stark investiert. Dabei wird das Investitionsvolumen mindestens den Wert des Vorjahres erreichen. Denn das Jahr 2011 war eine Periode der überdurchschnittlichen Investitionstätigkeit. Während es gesamtwirtschaftlich zu einem Investitionsschub von 3,4 Prozent gekommen ist, lag der Zuwachs der Investitionstätigkeit im Tourismus bei 4,7 Prozent. Der Tourismus ist damit zu einer wichtigen Stütze der Konjunktur geworden, so Hartl. Möglich war das durch den Einsatz von zinsgünstigem Fremdkapital und Haftungen der Republik Österreich, die über die ÖHT zur Verfügung gestellt werden konnten.

2 2 Wohin die Investitionen fließen: Betriebgrößenoptimierung weiter Nummer eins der Investitionshitliste Während im letzten Jahrzehnt vor allem in Wellnessanlagen investiert wurde, steht heuer wieder die Betriebsgrößenoptimierung ganz oben auf der Investitionshitliste der Hotellerie. Denn um im harten Konkurrenzkampf bestehen zu können, werden international vermarktbare Betriebsgrößen angestrebt, die mit ihrer umfangreichen Zusatzausstattung, wie Seminareinrichtungen, Wellnessund Beautyanlagen auch länger offenhalten können und im besten Fall zu Ganzjahresbetrieben werden. An zweiter Stelle folgt die Qualitätsverbesserung. Der harte Wettbewerbsdruck aber auch der immer kürzer werdende Produktlebenszyklus touristischer Produkte zwingt die Branche wesentlich öfter zu Erneuerungsinvestitionen und fordert Innovationen. Weiterhin und schon seit mehreren Jahren rückläufig ist der Wellnesstrend, da in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Einrichtungen verwirklicht wurden. Enorme regionale Wirkung Diese enormen Finanzströme kommen vor allem den ortsansässigen Branchen und Professionisten zugute und sind damit eine entscheidende Stütze der regionalen Konjunktur. Insbesondere Bau- und Baunebengewerbe, Installations- und Elektrobranche, Tischler und Innenausstatter sowie Architekten profitieren vom Investitionsboom der Tourismusbranche. Etwa die Hälfte des eingesetzten Investitionskapitals fließt an regionale Firmen im Umkreis von bis zu 30 Kilometern. Bis auf etwa 6% bleibt die gesamt Wertschöpfung aus der Investitionstätigkeit der Tourismuswirtschaft im Inland. Wer ist die ÖHT? Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H. ist seit 1947 die nationale Anlaufstelle für Förderungen und Finanzierungen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft und wickelt im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Tourismusförderungen des Bundes ab. Diese Möglichkeit bietet gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chance, den entscheidenden Förderungshebel zu setzen, um wünschenswerte Projekte verwirklichen und im harten Konkurrenzkampf überleben zu können. Pressetext, Grafiken sowie Fotos finden Sie auf der Homepage der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H.: Pressekontakt: Tuchlauben 11/37, A-1010 Wien T +43(0) M

3 3 Investitionen nach Saisonschwerpunkten (1. Halbjahr 2012) 1% 39% Sommer Winter ganzjährig 60% Rund 60 % der Investitionen kommen aus Unternehmen, die ein Ganzjahreskonzept verfolgen. Rund 39 % der Investitionen des heurigen Jahres kommen aus Wintersaisongebieten.

4 4 Investitionstätigkeit im Tourismus im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (Index) I n d e x 130 Wirtschaft ges. Tourismus Anhand der Großkreditevidenz der OeNB lässt sich die Investitionstätigkeit der Tourismuswirtschaft mit jener in der Gesamtwirtschaft vergleichen. Demnach liegt der Investitionszuwachs im Tourismus auch in den wirtschaftlich schwächeren Zeiten der Jahre 2008 und 2009 markant über der Gesamtwirtschaft und diese Entwicklung hat sich auch in den vergangenen Jahren fortgesetzt.

5 5 Investitionsschwerpunkte im 1. Halbjahr 2012 (Angaben jeweils in % aller Investitionen) 35% 30% 25% 20% % 10% 5% 0% Betriebsgrößenoptimierung Qualitätsverbesserung Wellness Seminar-, Fitness-, Kinderspielr. Personalzimmer Tiefgaragen Neubau Seit Jahren ist der Schwerpunkt Betriebsgrößenoptimierung an erster Stelle. Schließlich hat da Österreich im internationalen Vergleich aufzuholen und letztendlich ist mit größeren Kapazitäten auch mehr Geld zu verdienen. Während Wellness schon wieder seit einigen Jahren eine leicht rückläufige Tendenz aufweist, scheinen Mitarbeiterunterkünfte und Tiefgaragen die Hits des heurigen Jahres zu werden.

6 6 Die regionale Ausstrahlung touristischer Investitionen (Angaben jeweils in % aller Investitionen) 0-30 km 54% km 15% km 11% 91 km und mehr 14% Ausland 6% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% Die im Tourismus getätigten Investitionen sind wesentlicher Umsatzbringer für Bau- und Baunebengewerbe und sonstige Professionisten. Mehr als die Hälfte der Investitionen kommen Unternehmen zugute, die im nahen Umkreis des jeweiligen Investitionsstandortes liegen. 94% der Investitionsausgaben werden im Inland wertschöpfungswirksam.

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