Die Stabilität der Eurozone: Ländervergleich und politische Herausforderungen

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1 Die Stabilität der Eurozone: Ländervergleich und politische Herausforderungen Pressegespräch Dr. Michael Heise Berlin, 9. Juni 2011

2 Agenda 1 Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum 2 Euro Monitor 2011: Wie ausgewogen ist das Wachstum im Euro-Raum? 3 Auswege aus der europäischen (Schulden-)Krise 2

3 1 1 Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum 2 Euro Monitor 2011: Wie ausgewogen ist das Wachstum im Euro-Raum? 3 Auswege aus der europäischen (Schulden-)Krise 3

4 Euro-Raum: Erholung in mehreren Geschwindigkeiten EWU: Vertrauensindikator Verarbeitendes Gewerbe EWU: Auftragseingänge in der Industrie, Index 2005 = 100 *) Dreimonatsglättung. Quelle: EcoWin. 4

5 Schwacher privater Verbrauch, kräftige Erholung der Exporte EWU: Reale Einzelhandelsumsätze* Saisonbereinigt, Index 2005 =100 EWU: Nominales Exportvolumen* Saisonbereinigt, Index 2005= Deutschland Irland Griechenland Spanien Portugal Deutschland Irland 90 Griechenland Spanien Portugal *) Dreimonatsglättung. Quelle: EcoWin. 5

6 Deutschland mit stärkster Konjunkturdynamik Bruttoinlandsprodukt, Index Q1 2008= Deutschland Italien Frankreich p Deutschland 1,0-4,7 3,6 3,2 Frankreich 0,2-2,6 1,5 2,0 100 Italien -1,3-5,0 1,2 1, Q Q Q Q Q Q Q Q Quellen: Eurostat, eigene Prognosen. 6

7 Konjunkturelle Stabilisierung in der EWU-Peripherie? Bruttoinlandsprodukt, Index Q1 2008= Irland Spanien Griechenland Portugal p Griechenland 1,3-2,3-4,4-3,0 100 Irland -3,5-7,6-1,0 0,5 Portugal 0,0-2,5 1,3-1,4 95 Spanien 0,9-3,7-0,1 1, Q Q Q Q Q Q Q Q Quellen: Eurostat, eigene Prognosen. 7

8 2 1 Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum 2 Euro Monitor 2011: Wie ausgewogen ist das Wachstum im Euro-Raum? 3 Auswege aus der europäischen (Schulden-)Krise 8

9 Konzeption des Euro Monitors 9

10 15 Indikatoren für ausgewogenes Wachstum 1 Solidität der Staatsfinanzen (1a) Staatlicher Schuldenstand in % des BIP (1b) Staatliche Neuverschuldung in % des BIP (1c) Staatliche Zinszahlungen in % des Staatshaushalts (1d) Anpassungsbedarf des Primärsaldo infolge demografischer Alterung in Prozentpunkten 2 Wettbewerbsfähigkeit und Inlandsnachfrage (2a) Lohnkosten je produzierter Einheit, Abweichung von einer stabilitätsgerechten Entwicklung ab 2000 in Indexpunkten (2b) Leistungsbilanzsaldo in % des BIP (2c) Anteil am Welthandel, Warenexporte, Veränderung gegenüber 2000 in % (2d) Inlandsnachfrage, durchschnittliche jährliche Wachstumsrate über fünf Jahre Beschäftigung, Produktivität und Ressourceneffizienz (3a) Arbeitslosenquote in % 3 4 (3b) Erwerbsquote, prozentuale Veränderung innerhalb von fünf Jahren in Prozentpunkten (3c) Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen, prozentuale Veränderung innerhalb von fünf Jahren in Prozentpunkten (3d) Inlandsenergieverbrauch in % des BIP (kg Öläquivalent pro 1000 Euro) Private Verschuldung und Auslandsvermögensposition (4a) Verschuldung der privaten Haushalte in % des BIP, prozentuale Veränderung innerhalb von fünf Jahren in Prozentpunkten (4b) Verschuldung nichtfinanzieller Unternehmen in % des BIP, prozentuale Veränderung innerhalb von fünf Jahren in Prozentpunkten (4c) Nettoauslandsvermögensposition in % des BIP 10

11 Euro Monitor Gesamtbewertung

12 Euro Monitor Rating 2011: Noch immer große Divergenz zu überbrücken Rang 2011 EWU- Monitor Monitor Monitor Rang 2010 Rang 2005 Mitgliedsland Rating 2011 Rating 2010 Rating Deutschland 7,5 1 7,3 7 6,9 2 Luxemburg 7,3 2 7,0 1 8,5 3 Österreich 7,1 2 7,0 4 7,5 4 Niederlande 6,8 4 6,9 6 7,1 5 Belgien 6,1 7 5,8 10 6,4 6 Finnland 6,2 5 5,9 5 7,4 7 Slowakei 5,9 6 5,9 10 6,4 8 Frankreich 5,7 11 5,5 8 6,8 9 Estland 5,5 12 5,3 10 6,4 10 Malta 5,6 9 5,5 16 5,0 11 Slowenien 5,3 8 5,7 3 7,8 12 Italien 5,1 13 4,9 14 6,0 13 Zypern 4,9 9 5,5 9 6,5 14 Spanien 4,5 15 3,9 13 6,2 15 Portugal 3,7 14 4,0 16 5,0 16 Irland 3,3 16 3,5 2 8,3 17 Griechenland 2,5 17 2,7 15 5,1 12

13 GIPS-Länder: Trotz Reformen nur allmähliche Stabilisierung Euro Monitor Rating Euro Monitor Rating Deutschland Italien Frankreich Portugal Irland Spanien Griechenland f f 13

14 Länderbewertungen 2011 in den vier Schlüsselkategorien ausgewogenen Wachstums 14

15 Solidität der Staatsfinanzen: Neues Mitgliedsland Estland verdrängt Luxemburg vom ersten Platz C1 Rang 2011 EWU- Mitgliedsland C1 Rating 2011 C1 Rang Estland 9,8 1 10,0 2 Luxemburg 7,5 2 7,3 3 Finnland 7,3 3 7,0 4 Slowakei 6,8 4 6,5 5 Deutschland 6,3 6 5,8 6 Österreich 6,0 6 5,8 7 Frankreich 6,0 6 5,8 8 Niederlande 5,8 9 5,5 9 Slowenien 5,8 5 6,0 10 Portugal 4,5 12 4,8 11 Malta 5,5 10 5,3 12 Spanien 4,8 13 4,5 13 Zypern 4,8 11 5,0 14 Belgien 4,5 15 4,3 15 Italien 4,3 13 4,5 16 Irland 2,3 16 3,8 17 Griechenland 1,0 17 1,0 C1 Rating

16 Solidität der Staatsfinanzen: Noch keine Stabilisierung der Schuldenstandsquoten in 2011 Staatsverschuldung in % des BIP Staatsverschuldung in % des BIP Deutschland Frankreich Italien Irland Griechenland Spanien Portugal Quelle: Eurostat, eigene Prognosen. 16

17 Geringere Budgetdefizite spiegeln Konsolidierungserfolge wider Neuverschuldung in % des BIP Neuverschuldung in % des BIP Deutschland Frankreich Italien Irland Griechenland Spanien Portugal Quelle: Eurostat, eigene Prognosen.. 17

18 Hohe Zinslast in Griechenland und Italien Zinszahlungen in % der Staatsausgaben Zinszahlungen in % der Staatsausgaben Deutschland Frankreich Italien Irland Griechenland Spanien Portugal Quelle: Eurostat, eigene Prognosen. 18

19 Wettbewerbsfähigkeit und Inlandsnachfrage: Diskrepanzen im Euro-Raum kaum vermindert C2 Rang 2011 EWU- Mitgliedsland C1 Rating 2011 C1 Rang Deutschland 8,3 1 8,3 2 Österreich 8,0 2 7,8 3 Niederlande 7,5 2 7,8 4 Belgien 7,3 5 7,3 5 Luxemburg 7,3 6 6,8 6 Slowakei 7,3 4 7,5 7 Slowenien 6,3 6 6,8 8 Finnland 6,0 8 6,0 9 Estland 5,5 9 5,5 10 Frankreich 5,0 10 5,3 11 Spanien 5,0 11 5,0 12 Irland 4,8 12 4,5 13 Italien 4,5 14 4,3 14 Malta 4,3 14 4,3 15 Portugal 3,8 16 3,8 16 Zypern 3,8 12 4,5 17 Griechenland 2,3 17 2,8 C1 Rating

20 Sinkende Lohnstückkosten in der EWU-Peripherie Nominale Lohnstückkosten Index 2000 = 100 Nominale Lohnstückkosten Index 2000 = Deutschland Frankreich Italien Irland Griechenland Spanien Portugal Quelle: Eurostat, eigene Prognosen. 20

21 Anpassung der Leistungsbilanzen im Euro-Raum 2011 voraussichtlich Überschuss in der irischen Leistungsbilanz Leistungsbilanzsaldo in % des BIP Leistungsbilanzsaldo in % des BIP Deutschland Italien Frankreich Irland Griechenland Spanien Portugal Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, eigene Prognosen. 21

22 EWU-Peripherie: Anhaltender Rückgang der Binnennachfrage Inlandsnachfrage Index 2000 = 100 Inlandsnachfrage Index 2000 = Deutschland Frankreich Italien Irland Griechenland Spanien Portugal Quelle: Eurostat, eigene Prognosen. 22

23 Beschäftigung, Produktivität und Ressourceneffizienz: Aufholbedarf in GIPS-Ländern, Estland und Slowakei C3 Rang 2011 EWU- Mitgliedsland C3 Rating 2011 C3 Rang Österreich 7,0 1 7,5 2 Deutschland 7,0 2 6,8 3 Luxemburg 6,5 4 6,3 4 Niederlande 6,3 2 6,8 5 Malta 6,3 4 6,3 6 Belgien 5,5 7 5,0 7 Zypern 5,3 6 6,0 8 Finnland 5,3 11 4,8 9 Frankreich 5,0 7 5,0 10 Italien 5,0 7 5,0 11 Irland 4,3 14 4,0 12 Slowakei 4,3 11 4,8 13 Slowenien 4,0 7 5,0 14 Spanien 3,8 16 3,5 15 Portugal 3,5 11 4,8 16 Griechenland 3,0 14 4,0 17 Estland 2,0 17 2,8 C3 Rating

24 Spaniens Achillesferse: Höchste Arbeitslosigkeit in der Währungsunion Arbeitslosenquote in % Arbeitslosenquote in % Deutschland Italien Frankreich Irland Griechenland Spanien Portugal Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, eigene Prognosen. 24

25 Produktivitätszuwächse in Irland und Spanien Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen Index 2000 = 100 Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen Index 2000 = Deutschland Frankreich Italien Irland Griechenland Spanien Portugal Quelle: Eurostat, eigene Prognosen. 25

26 Private Verschuldung und Auslandsvermögensposition: Deutliche Fortschritte erkennbar C4 Rang 2011 EWU- Mitgliedsland C4 Rating 2011 C4 Rang Deutschland 8,7 1 8,7 2 Niederlande 8,0 2 7,7 3 Belgien 7,7 3 7,0 4 Österreich 7,3 3 7,0 5 Frankreich 7,0 5 6,0 6 Italien 7,0 5 6,0 7 Finnland 6,3 5 6,0 8 Slowenien 5,0 8 4,7 9 Slowakei 5,0 9 4,3 10 Estland 4,3 13 2,0 11 Griechenland 4,3 10 3,0 12 Spanien 4,3 11 2,3 13 Portugal 3,0 11 2,3 14 Irland 1,3 14 1,0 15 Zypern 16 Luxemburg 17 Malta C4 Rating

27 Leichter Rückgang der Schuldenstandsquoten der privaten Verschuldung der privaten Haushalte in % des BIP Verschuldung der privaten Haushalte in % des BIP Deutschland Italien Frankreich Irland Griechenland Spanien Portugal p p Quellen: Eurostat, eigene Prognosen. 27

28 Verschuldung nichfinanzieller Unternehmen in % des BIP Verschuldung nichfinanzieller Unternehmen in % des BIP Deutschland Italien Frankreich Irland Griechenland Spanien Portugal p Quellen: Eurostat, eigene Prognosen. 28

29 3 1 Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum 2 Euro Monitor 2011: Wie ausgewogen ist das Wachstum im Euro-Raum? 3 Auswege aus der europäischen (Schulden-)Krise 29

30 Krisenprävention durch intensivere Politikkoordination Reform des wirtschaftspolitischen Steuerungsrahmens Fiskalpolitisches Regelwerk Europäisches Semester: haushaltspolitische Vorabstimmung auf europäischer Ebene Stabilitäts- und Wachstumspakt: frühere Sanktionen Makroökonomisches Regelwerk Überwachung makroökonomischer Ungleichgewichte Verfahren bei einem übermäßigen Ungleichgewicht anhand eines Satzes ökonomischer Indikatoren European Systemic Risk Board (ESRB) Euro-Plus-Pakt* 1. Förderung der Wettbewerbsfähigkeit (Lohnstückkosten) 2. Förderung der Beschäftigung (Langzeit-, Jugendarbeitslosen-, Erwerbsquoten) 3. Beitrag zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen (Rentenalter / demografische Situation, Schuldenbremse) 4. Stärkung der Finanzstabilität (Bankenabwicklung, Stresstests, ESRB) *) Betrifft nur Euro-Raum-Länder, Beteiligung anderer EU-Länder auf freiwilliger Basis. Bislang sind Bulgarien, Dänemark, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien dem Pakt beigetreten. 30

31 Bewertung der Krisenprävention Fiskalpolitisches Regelwerk Europäisches Semester Stabilitäts- und Wachstumspakt Rolle des Rates im Defizitverfahren bleibt zu dominant Makroökonomisches Regelwerk Verfahren bei einem übermäßigen Ungleichgewicht anhand ökonomischer Indikatoren Indikatorensystem und Auslösemechanismen nicht hinreichend spezifiziert Finanzielle Sanktionen nicht ausdrücklich festgehalten Einbindung des European Systemic Risk Board (ESRB) wichtig Euro-Plus-Pakt Minimalkonsens, keine Verbindlichkeit 31

32 Krisenbewältigung bis 2013 Euro-Rettungsschirm Europäische Rettungsfonds EFSF* Volumen EUR 440 Mrd. Garantiert durch Euroländer gemäß EZB-Kapitalanteil EFSM* Volumen EUR 60 Mrd. Garantiert durch EU-Budget EU 27 zur Verfügung stehend Griechisches Rettungspaket Volumen EUR 110 Mrd. EUR 30 Mrd. bereitgestellt durch IWF (Zinssatz Sonderziehungsrechte + Aufschlag von Bp) EUR 80 Mrd. bilaterale Kredite von Euroländern (zu 3M-Euribor-Zinssatz Bp, Laufzeit 7,5 Jahre) IWF EUR 250 Mrd. für gemeinsame EFSF/EFSM Operationen EUR 30 Mrd. Kreditbürgschaft für Griechenland Berechneter Zinssatz von 3-4% *) EFSF: Europäische Finanzstabilisierungsfazilität. EFSM: Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus. 32

33 Schuldenszenarien und potenzielle Finanzmarktreaktionen Szenario A (Basisfall) Szenario B Szenario C Szenario D Szenario E Weiteres Hilfsprogramm für Griechenland, zusätzliche Reformmaßnahmen, Gründung einer Privatisierungs-Agentur, Roll- Over Wie A, jedoch Rückkauf griechischer Staatsanleihen auf freiwilliger Basis im Austausch gegen neue Anleihen mit Teilgarantie bzw. längeren Laufzeiten Wie A, ergänzt durch (verpflichtende) Laufzeitverlängerung griechischer Staatsanleihen Kein weiteres Hilfsprogramm, Schuldenschnitt, Verbleib Griechenlands in EWU Kein weiteres Hilfsprogramm, Schuldenschnitt, Austritt Griechenlands aus EWU Fall 1: Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage 2011/2012 Renditeanstieg deutscher Anleihen Entwicklung ähnlich wie in A (Fall 1) Kurzfristig Turbulenzen an den Finanzmärkten Spreadeinengung bei Peripherie-Anleihen Mittelfristig Entwicklung wie in A (Fall 1) Überwiegend freundlicher Euroraum-Aktienmarkt Stärkerer Euro Fall 2: Anhaltende Rezession 2011/2012 Weiterhin sehr niedrige Renditen deutscher Anleihen Belastung für Märkte etwas geringer als in A (Fall 2) Finanzmärkte erwarten Schuldenschnitt Heftige Finanzmarktturbulenzen Entwicklung ähnlich wie in D Keine Einengung der Peripherie-Spreads Weitere Ausweitung der Spreads Staatliche Hilfsprogramme für Banken Wahrscheinlich noch stärkere Ansteckungseffekte Schuldenkrise belastet zunehmend den Aktienmarkt Zunehmende Schwäche des Aktienmarktes Ansteckung der anderen Schuldenländer Kurzfristig stark negative Konjunkturfolgen europaweit Schwacher Euro Extrem niedrige deutsche Anleiherenditen Kurseinbruch an Aktienmarkt Sehr schwacher Euro Langfristige wirtschaftspolitische Folgen Tendenz zu einer stärkeren wirtschaftspolitischen Integration (stärkere Eingriffsrechte der EU in die nationale Finanzpolitik) in allen Szenarien wahrscheinlich Darüber hinaus insbesondere in D und E Einführung von Eurobonds wahrscheinlich wahrscheinlich unwahrscheinlich sehr unwahrscheinlich 33

34 European Sovereign Insurance Mechanism (ESIM) Herausforderung - Gegenwärtig sind einige Euro- Staaten ohne bezahlbaren Zugang zum Kapitalmarkt. - Hauptursache: Es herrscht Unklarheit über die Solvenzsituation, d.h. über Fragen des Ob und Wie eines möglichen Defaults. - EFSF und ESM (vorgesehen als Finanzierungsmechanismen für den Notfall) übernehmen immer mehr die Rolle als einzige Finanzierungsquelle. - Der politische Widerstand gegen fortgesetzte Zahlungen wächst und Spekulationen übers etwaige Schuldnerländer vom Kapitalmarkt abgeschnitten ESM Zinszahlungen Kredite Schuldnerländer Exorbitante Zinsforderungen Kapitalmarkt 34

35 European Sovereign Insurance Mechanism (ESIM) Lösung - Bereits für den ESM bereitgestellte Mittel (EUR 500 Mrd.) werden (teilweise) eingesetzt für die (ESIM), d.h. eines Anleihenversicherers. - ESIM erhält für die garantierten Anleihen eine jährliche Versicherungsprämie vom staatlichen Emittenten; deren Höhe sollte sich an der Verbesserung der Schuldenkennzahlen (Stabilitäts- und Wachstumspakt) bemessen. ESIM eröffnet Zugang zum Kapitalmarkt Jährliche Prämien ESM / ESIM Schuldnerländer Tilgung und Zinszahlungen Ausfallschutz (90% des Nominalwerts) Kapital Kapitalmarkt 35

36 European Sovereign Insurance Mechanism (ESIM) Auswirkungen - Schuldnerstaat emittiert neue Anleihen, die zu X% des Nennwerts (z.b. 90%) vom ESIM garantiert werden. - Investoren erhalten so Klarheit über den maximal möglichen Verlust (z.b. 10%) und können entsprechend kalkulieren und preisen. - Bezahlbarer Zugang zu den Kapitalmärkten sollte damit für die betroffenen Staaten wieder hergestellt werden. - Mit dem ESIM können die ESM- werden. Durch die Freiwilligkeit des Umtauschs können die Investoren (insbesondere Finanzinstitutionen) selbst entscheiden, ob sie den Abschlag akzeptieren wollen und können. Kein neuer Marktpreis wird festgelegt, der Langfristig-Investoren zu Wertberichtigungen zwingen würde. 36

37 Backup 37

38 Rettungspakete Griechenland Irland Portugal Form der Hilfe Bilaterale Kredite von IWF und Euroländern Kredite von IWF, EFSF* und EFSM** Kredite von IWF, EFSF und EFSM Volumen 110 Mrd. EUR 67,5 Mrd. EUR 78 Mrd. EUR IWF: 30 Mrd. EUR, Euroländer: 80 Mrd. EUR IWF: 22,5 Mrd. EUR, EFSM + EFSF: 45 Mrd. EUR IWF, EFSF und EFSM tragen jeweils 26 Mrd. EUR Hauptgeber Euroländer, gemäß Kapitalanteil an der EZB: Europäische Rettungsfonds: Europäische Rettungsfonds: Deutschland: 22,34 Mrd. EUR (28%) EFSM-Kredite durch EU-Budget garantiert EFSM-Kredite durch EU-Budget garantiert Frankreich: 16,78 Mrd. EUR (21%) Italien: 14,74 Mrd. EUR (18%) EFSF-Kredite durch Euroländer gemäß EZB- Anteil garantiert EFSF-Kredite durch Euroländer gemäß EZB- Anteil garantiert Spanien: 9,8 Mrd. EUR (12%) Konditionen Zinsen Zinssenkung durch Eurostaaten im März 2011 auf 4,2%; IWF-Konditionen vergleichbar Durchschnittlicher bisheriger Zins von 5,8%, Bemühung um Zinssenkung EFMS-Kredite zu Eigenkosten bp Ausgezahlte Tranchen Bis Q von 13 Tranchen Bis Q vier Tranchen Q erste drei Tranchen Gesamt: 53 Mrd. EUR (48% des Hilfspakets), davon 38,4 Mrd. EUR durch Euroländer Gesamt: 17,8 Mrd. EUR, davon EFSM 8,4 Mrd. EUR, EFSF 3,6 Mrd. EUR und IWF 5,8 Mrd. EUR IWF: 6,1 Mrd. EUR; EFSM: 6,5 Mrd. EUR; geplant für 2011: 12,6 Mrd. EUR (IWF), 25,2 Mrd. EUR (EFSF/EFSM) Finanzierungsbedarf Q Q Q Q Q Q ,2 Mrd. EUR 85 Mrd. EUR, davon 17,5 Mrd. EUR von Irland selbst gedeckt 78 Mrd. EUR Anmerkungen Troika aktuell zur Fortschrittsbeurteilung in Griechenland, Stand entscheidend für Auszahlung der 5. Tranche im Juni 2011 Review im Frühjahr bestätigte Erfüllung der Vorgaben *) Europäische Finanzstabilisierungsfazilität. Bilaterale Kreditgarantien der EU über insgesamt 500 Mrd. EUR. **) Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus. Notkreditrahmen der EU über insgesamt 60 Mrd. EUR. 38

39 Bisherige Auszahlungen in Mrd. EUR Griechenland Irland Portugal Herkunft Euroländer IWF EFSM und EFSF IWF EFSM IWF 05/2010: 14,5 05/2010: 5,5 01/2011: 8,6 01/2011: 5,8 05/2011: 1,75 05/2011: 6,1 09/2010: 6,5 09/2010: 2,5 03/2011: 3,4 06/2011: 4,75 01/2011: 6,5 12/2010:2,5 05/2011: 3,0 03/2011: 10,9 2/2011: 4,1 Summe 38,4 14,6 15,0 5,8 6,5 6,1 Gesamt 53,0 20,8 12,6 Quellen: Economic Adjustment Programmes for Greece (Third Review) and Ireland (Spring 2011 Review), IWF. 39

40 Finanzmärkte rechnen mit einer Umschuldung Griechenlands Renditedifferenz (gegen 10-jährige deutsche Staatsanleihen), Prozentpunkte Quelle: EcoWin. 40

41 Rückkehr an den Kapitalmarkt im nächsten Jahr? Griechenland 2010* ** Gesamt*** Finanzierungsbedarf 35,8 81,6 80,3 12,9 229,2 Dabei einkalkuliert: Emission kurzfristiger Staatsanleihen 12,5 32,5 32,0 8,0 90,0 langfristiger Staatsanleihen 0,0 0,0 26,7 5,8 44,1 Finanzierungslücke 24,8 52,1 25,6 6,7 109,2 Auszahlungen 38,0 40,0 24,0 8,0 110,0 IWF 10,5 11,0 6,4 2,1 30,0 EU 21,0 35,6 17,6 5,8 80,0 Irland Finanzierungsbedarf 48,9 19,3 9,4 85,0 Irisches Finanzvermögen**** 10,4 0,3-0,6 17,5 Finanzierungslücke 38,5 19,0 10,0 67,5 Auszahlungen 38,5 19,0 10,0 67,5 IWF 12,8 6,3 3,4 22,5 EU 25,7 12,7 6,6 45,0 *) Für Griechenland beziehen sich Angaben auf Zeitraum Mai-Dezember **) Für Griechenland beziehen sich Angaben auf Q ***) Griechenland: Zeitraum Q Q ****) Inkl. Barreserven des Finanzministeriums und Kapital des nationalen Pensionsfonds NPRF. Quellen: Economic Adjustment Programmes for Greece (Third Review) and Ireland (Spring 2011 Review). 41

42 Krisenbewältigung ab 2013 Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) Internationale Finanzinstitution mit dem Ziel, die Finanzstabilität im gesamten Euro-Raum zu wahren Finanzielle Hilfen unter strikter Konditionalität (makroökonomisches Anpassungsprogramm) Effektive Darlehenskapazität: EUR 500 Mrd. (durch abrufbares Kapital, Bareinlagen, Bürgschaften) Fallweise Beteiligung privater Gläubiger: Schuldentragbarkeitsanalyse*: Kann ein makroökonomisches Anpassungsprogramm die Staatsverschuldung realistischerweise auf ein langfristig tragbares Niveau** zurückführen? Private Gläubiger zum Halten der Staatsanleihen angehalten ESM leistet Liquiditätshilfen (einstimmige Entscheidung durch Minister der Euro-Gruppe) Umschuldungsverhandlungen mit Privatgläubigern Können tragfähige Staatsfinanzen wiederhergestellt werden und ist angemessene und verhältnismäßige Privatgläubigerbeteiligung sichergestellt, kann der ESM Liquiditätshilfen gewähren Bevorrechtigte Forderung von ESM-Darlehen gegenüber privatem Sektor; nur gegenüber IWF- Darlehen nachrangig Neu emittierte EWU-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden ab Juli 2013 standardisierte und identische Umschuldungsklauseln (CACs) enthalten Berechtigung zum Aufkauf von Staatsanleihen im Primärmarkt *) durch Kommission und IWF in Absprache mit der EZB. **) Verschuldung gilt als tragbar, wenn Darlehensnehmer voraussichtlich auch zukünftig in Lage sein wird, seine Schulden ohne unrealistisch hohe Korrektur seiner Einnahmen und Ausnahmen zu bedienen. 42

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