Guten Tag, liebe Demeter-Bäuerinnen und -Bauern! Liebe Demeter-Landwirtinnen und Landwirte,

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1 Demeter Erzeugerberatung Brandschneise 1 D Darmstadt Tel.: Fax: Ansprechpartner: Oliver Alletsee und Juliane Klatt Telefonische Beratung: Mo.-Fr. von 9-13 Uhr Koordination der Demeter Erzeugerberatung Telefon: Mobil: Für die Demeter-Betriebe in: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern Liebe Demeter-Landwirtinnen und Landwirte, das Jahr neigt sich dem Ende zu und es beginnt eine besondere Zeit. Auch für mich wird die nächste Zeit eine andere sein. Ab 15. Dezember gehe ich für 2 Monate in Elternzeit. Während dieser Zeit ist das Büro dennoch wie gewohnt besetzt. Meine Kollegin Juliane Klatt wird die Geschicke hier im Büro lenken und für Sie ansprechbar sein. Im Januar wird es keinen Rundbrief geben. Auch mit dieser Ausgabe möchte ich noch mal auf unser Gemüsebauberatungs-Angebot hinweisen. Alle Gemüsebaubetriebe erhalten hiermit den neuen Gemüsebaurundbrief mit vielen Hinweisen und Informationen. Sollten Sie sich für das Angebot interessieren, den Gemüsebaurundbrief aber nicht erhalten haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir schicken Ihnen dann ein Exemplar zu. Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2013! Mit herzlichen Grüßen Guten Tag, liebe Demeter-Bäuerinnen und -Bauern! Mein Name ist Juliane Klatt und ich bin seit Anfang November in der Demeter- Erzeugerberatungstelle Mitte/Nord in Darmstadt als Trainee* tätig. In der Beratungsstelle fallen vornehmlich organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben an. Ich stehe also für ihre Fragen am Telefon zur Verfügung, gestalte die monatlichen Rundbriefe mit Oliver und organisiere Veranstaltungen oder Seminare für Landwirte/innen mit. Ein Projekt im Trainee - programm wird de Überarbeitung der Handbücher über die Anwendung & Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate sein, welche hauptsächlich für Umsteller übersichtlicher bzw. zusammenfassender gestaltet werden sollen. *Das SÖL-Trainee-Programm Ökolandbau bietet nun schon im 10. Jahr jungen Menschen die Möglichkeit während einem einjährigen Programm Berufseinstieg & Weiterbildung innerhalb der Ökobranche unter einen Hut zu bringen. Oliver Alletsee und Juliane Klatt

2 INHALT BETRIEBSFÜHRUNG... 2 PFLANZENBAU... 4 BIOLOGISCH DYNAMISCH... 5 TIERHALTUNG... 7 ÜBERREGIONALE TERMINE... 8 AUSZÜGE AUS DER WARENBÖRSE... 9 DEMO EINBECK, ZUR KWS-HAUPTVERSAMMLUNG AM : Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten treffen sich auch in diesem Jahr die Aktionäre der KWS AG (Kleinwanzlebener Saatgut AG) in Einbeck um über die Verwendung ihres Bilanzgewinnes von aktuell zu entscheiden. Die KWS AG ist in den letzten Jahren zu einem der größten und mächtigsten Globalplayer im Saatgutbereich aufgestiegen. Mit der gentechnisch veränderten Zuckerrübe (H7-1) ist der Konzern Weltmarktführer und so paradox wie es für den ein oder anderen sein mag gleichzeitig aber auch einer der größten Öko-Züchter in Deutschland. In den letzten Jahren haben sich vornehmlich Witzenhäuser StudentenInnen der Uni-Kassel und vereinzelte Landwirte der Umgebung entschlossen diese Veranstaltung mit neuen Gedankenanstößen (Transparenten, Vorträgen, Liedern) zu bereichern. Sie fordern eine finanzielle Stärkung für die Öko-Züchtung und eine Abkehr von der gentechnisch veränderten Pflanzen- und Saatgutzüchtung. Die Demo wird vor den Toren des Hauptsitzes in Einbeck um etwa 10:00 Uhr stattfinden. Weitere Informationen unter: Juliane Klatt EROSIONSSCHUTZVERORDNUNG Die Erosionsschutz-VO legt eine Gebietskulisse fest, in der Maßnahmen zum Erosionsschutz für alle Empfänger von EU-Agrarbeihilfen verpflichtend und damit auch Cross Compliance-relevant sind. Unterschieden werden folgende Gefährdungsklassen: CC Wasser 0 (keine Auflagen) CC Wasser 1 erosionsgefährdet (Auflagen) CC Wasser 2 erosionsgefährdet (Auflagen) CC Wind - erosionsgefährdet (Auflagen) Aktuell ist zu beachten, dass das Pflügen auf Flächen in CC Wasser 1 und CC Wasser 2 zwischen dem und verboten ist! Bis zum ist das Pflügen erlaubt, wenn unmittelbar danach eine Aussaat erfolgt. Die Einstufung der Erosionsgefährdung einzelner Ackerflächen und abweichende Auflagen auf Landesebene können auf den Internetseiten der jeweiligen Landwirtschaftsämter nachgeschaut werden. Auflagen der Direktzahlungen-Verpflichtungenverordnung auf Bundesebene vom : CC Wasser 1 Pflugverbot bis Pflügen nach der Ernte erlaubt, wenn Aussaat unmittelbar nach dem Pflügen bis zum erfolgt. Bei einer Bewirtschaftung quer zum Hang gibt es keine Auflagen. CC Wasser 2 Pflugverbot bis Pflügen erlaubt vom bis , wenn Aussaat unmittelbar nach dem Pflügen erfolgt. Beim Anbau von Reihenkulturen über 45 cm Reihenabstand darf nicht gepflügt werden. CC Wind Pflügen nur bei Aussaat bis 1.3. zulässig. Pflügen nach 1.3. zulässig bei unmittelbar folgender Aussaat, nicht bei Reihenkulturen. Ausnahme bei Reihenkulturen: Grünstreifen mit mind. 2,5 m Breite alle 100 m quer zur Windrichtung bis des Vorjahres oder bei Dammkulturen Dämme quer zur Hauptwindrichtung. Juliane Klatt nach Kirsten Seidel, LWK Niedersachsen WAS WIRKT AUF PACHTPREISE? Erkennbar ist, dass im Durchschnitt in den letzten Jahren die Pachtpreise sowohl für Grünland als auch für Ackerland deutlich steigen. Die immer wieder neuen Hinweise auf Pachtflächenverluste von Ökobetrieben sind besorgniserregend. Schnell wird der Mais für Agrargasanlagen als Hauptursache ausgemacht. Mit inzwischen mehr als ha Biogasmais, der in Dänemark für Betriebe in Schleswig- Holstein angebaut wird (wobei das Gärsubstrat nicht wieder zurück transportiert wird) weitet sich die Pachtpreisproblematik weiter auch über die Bundesgrenzen hinaus aus. Es sind aber eine Reihe weiterer Ursachen für steigende Pachtpreise zu finden: Hierzu gehört insbesondere der Druck größere Tierbestände aufzubauen u. a. im Milchviehbereich und die sehr guten Getreideerlöse und Erträge im konventionellen Bereich. Fast alle Bereiche sind für den Ökobetrieb in der Gesamtheit fast nicht zu beeinflussen. Neben der Prüfung ob eine intensivere Wertschöpfung auf der noch verblieben Fläche erreicht werden kann, muss bei der Entwicklung zu weniger Fläche der Weg in die Diversifizierung oder auch zu einer stärkeren Spezialisierung geprüft werden. Hierzu könnten neben dem Aufbau von weiteren Betriebszweigen (Mastgeflügel, Hofcafe, Ferienwohnungen, Verarbeitung etc.) auch der verstärkte Anbau von höher preisigen Produkten gehören. Auffällig ist, dass insbesondere Betriebe, die aktuell schon gut in der Direktvermarktung engagiert sind und in das dörfliche Umfeld gut integriert sind z T Anfragen zur Flächenpacht von neuen Verpächtern erhalten. Hier sind insbesondere die ideellen Werte (Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, nachhaltige Landbewirtschaftung, andere Form der Landwirtschaft etc.) ausschlaggebende Beweggründe. Insbesondere Betriebe, die über ein gutes Management ihre Flächen, ihre Hofstelle und die Ställe ansprechend gestalten, können sich z.t. über Pachtflächenzuwächse freuen. Dabei ist die angestrebte Pachthöhe in einigen Fällen auch unter dem ortsüblichen Niveau. Auch diese Verpächter finanzieren so in gewisser Weise die flächenmäßige Entwicklung der Ökobetriebe mit, da die Gesellschaft bzw. die Politik bisher ungenügende Rahmenbedingungen für Ökobetriebe setzt. Aktuell zeichnet sich ab, dass viele Faktoren weiterhin eher in eine Richtung weisen, die zu einer weiteren Flächenknappheit führen. Soweit möglich sollte man als Pächter frühzeitig die Verpächter ansprechen und ggfls mit einer individuellen Beschreibung des Betriebes und der betrieblichen Ziele (Wirtschaft, Arbeitskräfte, Naturschutz, Umweltschutz etc.) das Pachtgesuch unterstreichen. Hier können wir ggfls unterstützend wirken. Götz Daniel, Ökoring SH Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

3 PACHTFLÄCHEN HALTEN SPRECHEN SIE IHRE VERPÄCHTER AKTIV AN In Deutschland steigen überall die Pachtpreise, v.a. wegen dem hochsubventionierten Biogas-Mais-Anbau. Deshalb sollten Sie den Kontakt zu Ihren Verpächtern pflegen und die Vorzüge des Bio-Anbaus herausstellen. Argumente: Fläche für regionale Lebens- und Futtermittel erhalten Futter kommt in Deutschland fast zur Hälfte aus Übersee. Im letzten Jahr gingen 669ha Ackerland täglich für Bio gasanlagen verloren, mindestens für 20 Jahre, solange binden die Subventionen die Betreiber. Weltweit gingen seit 1950 rund 1/3 des fruchtbaren Ackerlandes verloren. Die Folgen sind weltweite Verknappung von Nahrungsmitteln, Grünlandumbruch bzw. Regenwaldrodung, beides mit hoher Klimaschädigung durch Humusabbau. Naturgrundlagen erhalten Nachhaltigkeit hat im ökologischen Anbau Vorrang vor Gewinnstreben. Bodenfruchtbarkeit durch Humuserhalt Durch vielfältige Fruchtfolge, Kleegras und organ. Düngung wird Humus aufgebaut. Dagegen führen intensive Agrargas-Maiskulturen mit Mineraldünger und Gärresten zu Humusabbau und Bodendegradierung. Vielfalt auf den Feldern Fruchtfolgen müssen vielfältig sein, um Schaderreger abzuwehren. Einseitige Fruchtfolgen fördern Schädlinge (Maiswurzelbohrer), man braucht mehr chem. Pflanzenschutz und erschöpft die Böden. Aktives Bodenleben Bio-Landbau mit Mist und Zwischenfrüchten fördert Regenwürmer und andere wichtige Bodenorganismen Verringerte Erosionsgefahr Bio-Landbau fördert den Humusaufbau, er bringt stabilere Bodenteilchen und mehr Regenwurmröhren. Solche Böden nehmen Starkregen besser auf, es wird deutlich weniger Boden abgeschwemmt als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Zusammengestellt von Demeter Bayern/Demeter Erzeugerring, 2012 gekürzt Erhard Gapp, Beratungsdienst Ulm DEMETER-RICHTLINIENÄNDERUNG AB 2013 FÜR MUTTERKUHHALTER ZUM THEMA HÖRNER In der anthroposophischen Tiermedizin wird die Hornbildung beim Wiederkäuer im Gesamtzusammenhang mit dem Wesen des Tieres, seinen Körperkräften und der Organbildung gesetzt (Spranger 2007: 99). Die Hörner des Rindes werden als Wahrnehmung- u. Kommunikationsorgan verstanden (Buehlen 2012). Um dem Wesen des Tieres gerecht zu werden besteht nun ab 2013 ein Verbot zur Haltung und dem Einsatz von genetisch hornlosen Tieren in der Mutterkuhhaltung. Eine Ausnahme gilt für traditionell genetisch hornlose Rinderrassen wie Aberdeen Angus, Deutsch Angus und Galloway. Hier gilt ein Bestandsschutz. Ein behornter Bulle muss zukünftig nachrücken/zugekauft und zur Weiterzucht verwendet werden. Unbehornte Tiere dürfen ab 2013 jedoch als Masttiere gehalten werden. Bei einer Demeter-Kontrolle wird lediglich eine Bemängelung der (genetisch) hornlosen Tiere im Bestand notiert. Konsequenzen wie bspw. eine Herdenaberkennung erfolgt nicht. Die Umsetzung dieser Richtlinie braucht natürlich Zeit, eine Rückzüchtung hin zu einer horntragenden Herde kann nur über einen Zeitraum von mehreren Jahren stattfinden. Konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu dieser Richtlinie sind noch nicht gänzlich ausdiskutiert. Die Rückzüchtung von Hornlosigkeit ist möglich, aber nicht einfach, denn das Horngen wird rezessiv vererbt. Beispielsweise können aus der Kreuzung eines gehörntern Bullens mit einer mischerbigen hornlosen Kuh zu 50 % behornte Nachkommen hervor gehen, wie in der folgenden Tabelle 1 dargestellt wird. Hornstatus Elternteil 1 Genotyp (Phänotyp) PP (hornlos) Pp (hornlos) Pp (hornlos) pp (gehörnt) Hornstatus Elternteil 2 Genotyp (Phänotyp) pp (gehörnt) pp (gehörnt) Pp (hornlos) pp (gehörnt) Hornstatus Nachkommen Genotyp 100 % Pp, mischerbig 50 % Pp, mischerbig 50 % pp, reinerbig 25 % PP, reinerbig 50 % Pp, mischerbig 25 % PP, reinerbig 100 %pp, reinerbig Hornstatus Nachkommen Phänotyp alle hornlos hornlos gehörnt hornlos hornlos gehörnt alle gehörnt Tab. 1: Vererbung des Horngens; Phänotyp: "sichtbare Merkmalsausprägung" Genotyp: "Anlage für Merkmalsausprägung"; P = hornlos (dominat); p = gehörnt (rezessiv) Langfristig gesehen müssen Sie sich Demeter- Landwirt/innen mit der Züchtung hin zu einem horntragenden Tierbestand beschäftigen oder Rinderrassen in ihre Mutterkuhherden einkreuzen für die Bestandsschutz gilt. Juliane Klatt PRAKTIKANTEN AUS OSTEUROPA 2013 Wer Praktikanten aus Osteuropa im Frühjahr/ Sommer 2013 einstellen will, sollte sich jetzt bei den unten genannten Vereinen bewerben. Voraussetzung ist der sinnvolle Einsatz in typischen, landw. Arbeitsbereichen. Der Betrieb hat vorab einen einfachen Arbeitsplan zu erstelle. Das Praktikum dauert ca. sechs Monate (Mai- Oktober). Die Praktikantenn, meist AgrarstudentInnen, sind in der Regel sehr motiviert und interessiert. Während des Praktikums absolvieren sie mehrere Fachkurse mit ihren Kollegen aus anderen Bundesländern. Arbeitserlaubnis, Aufenthaltsgenehmigung, Versicherung etc. wird vom Trägerverein abgewickelt. Kosten für den Betrieb: ca. 400 pro Monat bei 9h/Tag. Überstunden sind mit 5 zu vergüten. Kost und Logis (eigenes Zimmer) wird vorausgesetzt. Kontakt: LOGO e.v., Schwarzer Weg 35, Lienen; Dr. Hartwig Mennen, Tel: , Fax: , (Landwirtschaft und oekologisches Gleichgewicht in Osteuropa) Apollo e.v., Karl-Kunger-Str. 67, Berlin, Tel: , (AG für Projekte und Oekologie, Landwirtschaft und Landesentwicklung in Osteuropa e.v.) Erhard Gapp, Beratungsdienst Ulm Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

4 URSACHEN DER BODENMÜDIGKEIT Zu diesem Thema möchte ich Ihnen aus dem Werk des Bodenkundlers Franz Sekera Gesunder und kranker Boden berichten. Der Begriff Bodenmüdigkeit beschreibt seit alters her den Ausdruck für das Absinken der Erträge, ohne dass man im Einzelnen die Ursachen kannte. Oft war es eine Verarmung von Nährstoffen im Boden, eine Störung im Wasserhaushalt oder ein Schädlingsbefall der die Verringerung der Erträge bedingte. Diese Ursachen sind im gestörten Zusammenleben der Pflanze mit den Bodenorganismen zu suchen. In der Rhizophäre das Zusammenleben der Pflanze mit den Bodenorganismen in der näheren Umgebung der Wurzel. Hier kommt es zu einer dichten Ansiedlung von Pilzen und Bakterien. Das Zusammenleben von Pflanze und Bodenorganismen erfolgt in einer Symbiose. Diese symbiotische Rhizosphäre findet man in jeden naturbelassenen Boden und auf gesunden Äckern, d.h. Böden mit formenreichen Organismengesellschaften im biologischen Gleichgewicht. Viele Äcker befinden sich aber oft in eine völlig veränderte Lage. Je einseitiger die Fruchtfolge wird, desto einseitiger und formenärmer wird auch die Organismengesellschaft im Boden, das biologische Gleichgewicht ist gestört. Zahlreiche Versuche an Grünland-, Acker- und Ackerrainböden, in Krume und im Untergrund, gaben die Gewissheit, dass die Ursache der Bodenmüdigkeit in der Eintönigkeit der Fruchtfolge liegt. Zwar kann über eine gesteigerte Düngergabe innerhalb gewisser Grenzen die Nährstoffaufnahme der Wurzel wettgemacht und die Bodenmüdigkeit scheinbar überwunden werden. Die Kulturpflanzen reagieren unterschiedlich empfindlich. Rüben und Gerste reagieren außerordentlich anfälliger auf die Bodenmüdigkeit als Roggen und Hafer die wesentlich robuster sind. Ob nun eine parasitäre Rhizosphäre entsteht hängt von der Infektionsabwehr der Pflanze ab und die ist nur gegeben, wenn die Pflanze aus der Biozönose des Bodens mit ausreichenden Abwehrstoffen (Antibiotika) versorgt wird. Ein gesunder Boden mit formenreichen Organismengesellschaften ist eine natürliche Antibiotikafabrik. Diese Antibiotikafabrik kann in intensiven Fruchtfolgen durch Anbau von Zwischenfrüchten und Gründecken in die Vegetationspausen der Hauptfruchtfolge wieder belebt werden. Es kommt darauf an, dem Boden möglichst vielartige organische Masse verschiedener Rottegrade anzubieten. Auch die freilebenden Bodennematoden gehören zu den wertvollen Humusbildnern im Boden. Eine Gefahr besteht durch einseitige Fruchtfolgen mit Nematoden aus dem Zuckerrüben- und Kartoffelanbau die zu einer Verseuchung des Bodens führen. Als wirksames Heilmittel wurde seit eh und je der Anbau von Leguminosen, Klee und Gras empfohlen (biologische Bodenentseuchung). Die Nachbildung der natürlichen Bedingungen im Acker kann Schäden beheben oder vorbeugen, wenn durch den Anbau von Gesundungsfrüchten die Fruchtfolge belebt wird. Vom Standpunkt der Bodenmüdigkeit wird der immergrüne Acker zum Ziel. Franz-Theo Lintzen, Ökoteam NRW MÄUSE REDUZIEREN 1. Natürliche Feinde fördern, Hecken, Holzhaufen und Steinwälle anlegen für Wiesel und Co. 2. Sitzstangen für Greifvögel je ha 3-5 Stück, 2,50-3,50m hoch mit 40-50cm Querbalken. Eine Rohrhalterung im Boden ermöglicht das Herausnehmen der Stangen zum Mähen. Eulen und Kauze benötigen Bäume zum Anfliegen und Nistkästen an Scheunen um sich anzusiedeln. 3. Gras im Frühjahr und Spätherbst kurz halten (10cm), Baumscheiben bewuchsfrei. Abschleppen, Walzen und Beweidung stören die Nager. 4. Fallen stellen im Frühjahr und Herbst, dabei Handschuhe tragen. Topcat-Fallen von oben im Mäusegang platziert, für Feldund Wühlmäuse. Gute Erfolgskontrolle durch oben sitzenden Spannhebel. Landhandel, ca. 45 Supercat-Fallen, aus Kunststoff, Fangerfolg nicht ganz so gut wie Topcat, Landhandel, ca. 20 Göttinger Fangwanne, Wanne mit drei Einläufen zum Abfangen von Feld- und Schermäusen Wannen/ha. Gefangene Mäuse sterben an Schock und/oder Unterkühlung innerhalb weniger Stunden oder werden durch Predatoren (Greifvögel, Eulen, Fuchs und Marderartige) aufgenommen. Greifvogel- Sitzstangen in der Nähe aufstellen und Wannen regelmäßig kontrollieren. Fangwannen rechtzeitig ausbringen, damit diese den Kunststoff-Neugeruch verlieren! Feld- oder Betonstein einlegen. Köder: Getreide (bes. Gerste), Zugabe von Nussschokolade oder Nutella. Kosten: ca. 35 Firma Grube Ehlert&Partner, Niederkassel, Tel.: Erminea- Zaunfangsystem Kombination aus Mäusezaun + effektive Mausefalle Erminea GmbH, D Münster Tel: Veraschung bis Für die Veraschung der Mäusefelle ist die Zeit vom bis zum geeignet. Erhard Gapp, Beratungsdienst Ulm RÜCKBLICK 2. KÖRNERLEGUMINOSENTAG Ein umfangreich-legumes Programm wurde am im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse geboten. Als erster Referent sprach Prof. Knut Schmidtke der HTW Dresden über pflanzenbauliche Strategien zur Steigerung der Wertschöpfung im Körnerleguminosenanbau. Besonders wichtig ist es die Ansprüche von Ackerbohne und Erbse von der Saat bis zur Ernte zu kennen. Prof. Dr. Claudia Hof-Kautz des Ökoteams der Landwirtschaftskammer NRW wies vor allem auf die Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

5 Notwendigkeit eines ausreichenden Schwefelgehaltes im Boden bei einer erfolgreichen Ackerbohnenernte hin. Sie empfahl, den Schwefelgehalt mit Hilfe des Schwefelschätzrahmens zu bestimmen Dieser kann auf der Internetseite herunter geladen oder telefonisch bei uns angefordert werden. Anschließend berichtete Frau Alpmann der Fachhochschule Südwestfalen Soest vom Projekt LeguAN. In ihrer Analyse wertete sie die Befragung von 75 konventionellen Landwirten zum betriebseigenen Körnerleguminosennanbau (Ackerbohne, Erbse, Lupine) aus. Praxisnahe Erfahrungen vom ökologischen Ackerbohnenanbau für Saatgutvermehrung des Landwirts Herr Peter Angenendt aus Drensteinfurt und seine Lösungsansätze bei Schwierigkeiten mit dem Ackerbohnenkäfer rundeten die Vorträge des Vormittags ab. Prof. Dr. Dieter Trautz der Hochschule Osnabrück präsentierte seinen Versuchsaufbau am Standort Osnabrück, dieser war auf die Ertragssteigerung im Sojabohnenanbau ausgerichtet. Durch Dammkultur und Folieneinsatz konnte ein Vorsprung von 10 Tagen erreicht werden. Dies schlug sich auch unmittelbar in den Erträgen bei über 26 dt/ha wieder. Im Anschluß berichtete Herr Bendedikt Sprenker, Landwirt aus Beckum, über die nicht reibungslose Einführung der Sojabohne in seinem Betrieb.Christoph Dahlmann Projektleiter Vom Acker in den Futtertrog AbL NRW stellte ökonomische Betrachtungen zur Fruchtfolge mit Ackerbohnen an und schloss seinem Vortrag mit der Aussicht auf bessere Preise für Ackerbohnen in Zum Abschluss berichtete Dr. Annegret Groß-Spangenberg vom BLE über den aktuellen Stand sowie Perspektiven der Eiweißpflanzenstrategie in Deutschland und blieb im Resümee doch eher bei sehr zurückhaltenden Aussagen. Merkblätter und weiter Information dazu unter Juliane Klatt KÖRNERLEGUMINOSEN DEN RICHTIGEN BODEN BEREITEN Es gibt für den Ertrag von Körnerleguminosen (Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen, Soja) bei gegebenem Standort drei Hauptfaktoren: 1. Die Summe der pflanzenbaulichen Maßnahmen von der Sortenwahl und Saattechnik bis zur verlustarmen Ernte. 2. Das Wasserangebot im Mai und Juni (bei Soja einen Monat später). 3. Der Bodenzustand, der aus der Vorgeschichte und der Bestellqualität resultiert. Nun ist der Anbau von Körnerleguminosen in vielen Regionen - so auch in Schleswig-Holstein - kein Gewerbe mit sichtbar ansteigendem Erfolg - trotz aller Bemühungen um die richtige Sorte und den Striegeleinsatz zur richtigen Zeit. Der Vergleich mit Erfolgsjahren, in denen es ausnahmsweise doch recht gut geklappt hat mit den Hülsenfrüchten, zeigt, dass die mittlerweile zur Regel gewordene Frühsommertrockenheit ein Kernpunkt des Misserfolgs ist. Die Auswirkungen ausbleibender Niederschläge werden allerdings oft erst dann in ihrer Auswirkung verheerend, wenn der vorausgegangene Sommer und Herbst nass war und der Boden durch Ernte und vermeintlich wichtige Bodenbearbeitungsmaßnahmen geschädigt wurde - was in bestimmten Regionen ebenfalls zur Regel zu werden scheint. Aus diesem Blickwinkel muss es nicht verwundern, wenn Praktiker berichten: "Die besten Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen habe ich mal nach Kleegras gehabt". Diesen Fruchtfolgeablauf wählt man wegen der vermeintlichen "Vergeudung" der Vorfruchtleistung selten - aber wenn doch, hat das Ergebnis meistens positiv überrascht. Zu dieser Beobachtung passt auch, dass auf den konventionellen Versuchsfeldern in Loit, Futterkamp oder Kastorf regelmäßig hohe Ackerbohnen-Erträge erzielt werden, während sich die Praxisbetriebe rundherum trotz Spritze und Düngerstreuer auch oft nur mit dem halben Ertrag zufrieden geben müssen. Auf den Versuchsfeldern, die zudem oft auf den milderen Boden-Arealen angelegt werden, wird mit leichtem Gerät und selten zur Unzeit agiert. Derweil hat der Praktiker im Zuge hoher Maschinenauslastung seine Schläge in nassen Jahren schon längst weitgehend malträtiert. Die Körnerleguminosen brauchen den besten Bodenzustand, der im Laufe der Fruchtfolge zu erreichen ist. Sie brauchen eine biologische Krümelung des Bodens und eine weitgehende Freiheit von Schadverdichtungen. In einem Folgeseminar des "Brotbüros" zum Thema Körnerleguminosen soll am 5. Februar 2013 wieder in Neumünster den Voraussetzungen und Erfolgspotentialen eines biologisch gekrümelten Bodens nachgegangen werden. Gustav Alvermann, Ökoring SH DEMETER-KARTOFFELPFLANZGUT - JETZT BESTELLEN Jörg Kilian, Forststr. 5, Stubersheim Tel.: , Fax: Sorte Reifegruppe Kochtyp Acapella 1 sehr früh vf Anuschka 1 sehr früh f Finka 1 sehr früh vf Rosara 1 sehr früh vf Belana 2 früh f Exempla 2 früh f Marabel 2 früh vf Sissi 2 früh f Agria 3 mittelfrüh vf Birgit (rot) 3 mittelfrüh vf Ditta 3 mittelfrüh f Lambada 3 mittelfrüh vf Nicola 3 mittelfrüh f Selma 3 mittelfrüh f Soraya 3 mittelfrüh vf Talent 3 mittelfrüh m Melina 3 mittelfrüh m Marena 4 mittelspät vf DAS GEHEIMNIS DER BEZIEHUNGEN Auf der Suche nach dem Wesentlichen des Biodynamischen sind wir bei der letzten landwirtschaftlichen Jahrestagung am Goetheanum auf ein überraschendes Thema gekommen, das auf den ersten Blick von der Landwirtschaft relativ entfernt erscheint: Die Liebe. Die Gefahr von Missverständnissen bei einem so umfassenden Wort, wie dem der Liebe, ist groß. Dieses Thema hat mich dazu gebracht weiter zu forschen. Was könnte da gemeint sein, wenn viele Menschen von Liebe gesprochen haben, um das Wesentliche der biodynamischen Landwirtschaft zu beschreiben? Um es besser erklären zu können, skizziere ich hier kurz die Entwick- Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

6 lung der Landwirtschaft im letzten Jahrhundert. Seit ungefähr hundert Jahren, und verstärkt seit den 1950er- Jahren, hat die Landwirtschaft die Prinzipien der Industrie übernommen. Das heißt, jedes Wesen, mit dem man es in der Landwirtschaft zu tun hat (Boden, Pflanze oder Tier), wird als Sache (als Rohstoff) angesehen. Somit verlieren die Naturreiche ihre Qualitäten und ihr inneres Wesen. Hat man es dann nur noch mit toten Dingen zu tun, kann man sämtliche Rationalisierungen, die zu einer Effizienzsteigerung führen, verwirklichen. Drei wichtige Richtungen zeigen sich als Konsequenz dieser Verdinglichung diese Tendenzen sind auch im biologischen und biodynamischen Landbau erkennbar; sie erscheinen jedoch meistens verzögert. Spezialisierung: Wo früher ein vielfältiger Hof mit verschiedenen Böden, Kulturen und Tierarten war, findet man heute eine Substanzfabrik, die sich in der Herstellung einer Rohware für einen Verarbeiter spezialisiert hat. In den vergangenen 50 Jahren sind die Schritte hin zur Spezialisierung deutlich verfolgbar. Zuerst setzte die Vereinfachung der Vielfalt ein: Einige Tierarten wurden abgeschafft (Pferde, Hühner, usw.). Dann kam es zu einer Trennung von Tierhaltung und Pflanzenbau. Die Spezialisierung schritt weiter, in der Tierzucht bis zur Haltung einer einzigen Tierart, oftmals nur noch in einer bestimmten Lebensphase. So kann ein Schweinemäster junge Schweine beziehen, ohne genau zu wissen, wo sie geboren wurden. Isolierung: Diese Spezialisierung hat die Beziehung des Landwirts zu dem, was er produziert gänzlich verändert. Zum Beispiel weiß der Maisproduzent kaum, ob seine Produktion als Nahrung, für die Herstellung von Plastik oder für andere Zwecke verwendet wird. Diese Spezialisierung hat zu einer Isolierung geführt. Die aktuelle industrielle Landwirtschaft hat es soweit getrieben, dass alle Beziehungen verschwunden sind. Standardisierung: Um die Effizienz zu steigern, um alle Arbeit maschinell verrichten zu können, geht man noch einen Schritt weiter: Es wird standardisiert. Das heißt, die lebendigen Wesen (Pflanzen und Tiere) müssen sich so ähnlich wie möglich sein (am besten funktioniert das durch Klonen: alle Wesen sind genau gleich). Ein Stier kann Vater von 2 Millionen Kälbern sein. Dies führt zu einem enormen Verlust der Diversität. Für den Landwirt gibt eine solche Landwirtschaft keinen Sinn mehr her, da der Sinn in den Beziehungen, die man knüpfen kann, in der Liebe zu den Tieren und zur Natur liegt. Der einzige Sinn bleibt somit, Geld zu verdienen, und zwar solange es gut geht. Trennung oder Beziehung: Ich habe den Eindruck, dass diese Frage der Liebe, der Beziehungen, ein Kernaspekt der biodynamischen Landwirtschaft ist. Im Landwirtschaftlichen Kurs gibt uns Rudolf Steiner eine Anleitung, um die Beziehungen auf dem Hof zu verstärken und auch um neue Beziehungen ganz aus dem Nichts, aus unseren eigenen Impulsen heraus, zu schaffen. Er sagt z.b., dass der Landwirt eine persönliche Beziehung zum Dünger entwickeln sollte. Mit einem Kunstdünger, aber auch mit einem gekauften Kompost, ist das nicht möglich, ich weiß oft nicht einmal, wie dieser hergestellt wurde. Eine Beziehung zum Dünger herzustellen scheint nicht das leichteste zu sein, aber wenn man sich mit dem Kompost beschäftigt, merkt man, wie der Komposthaufen immer interessanter wird. Es ist eine Mikrowelt, in der sich die vier großen Entwicklungsphasen der Erde abspielen (siehe Das Leben des Komposthaufens von Jochen Bockemühl). Die biodynamische Landwirtschaft, eine Beziehungslandwirtschaft: Könnte es nicht sein, dass alle Beziehungen, die wir mit den Tieren, Pflanzen, mit dem Dünger usw. aktiv schaffen, indem wir uns für diese Wesen interessieren, sie lieben und sie vielfältig in Beziehung bringen, die innere, geistige Substanz des landwirtschaftlichen Organismus bilden (was dann zur landwirtschaftlichen Individualität führen kann)? Und wäre es nicht möglich, dass diese Beziehungen den landwirtschaftlichen Organismus gegenüber extremen äußeren Einflüssen, die verstärkt vorkommen (Klimaschwankungen, Zivilisationsereignisse usw.) viel widerstandsfähiger machen? Es gibt mindestens vier Ebenen der Beziehungen: Die materielle Ebene (Elementkreisläufe). Die Lebensebene: Wo bekomme ich Lebenskräfte durch die materielle Nahrung? (Nahrungskreisläufe). Die naturintimen Wechselbeziehungen, die Rudolf Steiner besonders im 7. Vortrag beschreibt. Es scheint, dass sie sich von alleine einstellen, wenn man die Landschaft seines Hofes vielfältig mit Auen, Wiesen, Bäumen usw. gestaltet. Die individuellen Beziehungen, die aktiv geschaffen werden müssen, indem man sich gezielt mit einem Wesen verbindet. Da zeigt sich eine spezielle Qualität: Die des Ichs. Interessant ist auch, die biologisch-dynamischen Präparate unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Was genau geschieht bei deren Herstellung? Blüten von verschiedenen Heilpflanzen werden in der höchsten Phase ihrer Entwicklung gepflückt, dann in tierische Hüllen gesteckt und das Ganze wird in die Erde eingegraben. Und dann erst werden die Präparate (die verwandelten Pflanzen) in den Kompost eingebracht. Natürlich nehmen wir Pflanzen und Hüllen, die von Natur aus schon eine Beziehung zueinander haben. Aber es werden auch neue Beziehungen zwischen den drei Naturreichen und den Jahreszeiten geschaffen. Wenn man diese Arbeit selber ausführt, kann man sich mit jedem Schritt persönlich und innig verbinden. Unter diesem Gesichtspunkt, den man erweitern könnte, kann man sagen, dass die Präparate Beziehungskonzentrate sind. Was heißt es, ein anderes Wesen zu lieben? Es heißt, ganz spezielle Beziehungen zu entwickeln. Heutzutage, wo die Tendenz zu trennen so dominant ist, werden Mauern zwischen Völkern, zwischen Arm und Reich, zwischen verschiedenen Vierteln, errichtet. Umso dringender müssen wir die Aufgabe, Beziehungen zu schaffen ergreifen. Mit dieser Skizze wollte ich auf diesen Aspekt der Beziehungen hinweisen, der zum Teil in dem Begriff Liebe versteckt ist. Dies ist eine gekürzte und bearbeitete Fassung eines Artikels von Jean-Michel Florin (einer der drei Leiter der Landwirtschaftlichen Sektion am Goetheanum in Dornach), erschienen im Rundbrief Nr. 101 (Sommer 2012) der Sektion für Landwirtschaft. Hans-Josef Kremer, Demeter Bayern KLAUEN UND HÖRNER Der Eindruck von den diversen Präparate-Tagen in den letzten Jahren ist folgender: wenn es um das Befüllen mit Hornmist geht, werden immer nur Hörner genommen. Häufig weiß man über deren Herkunft wenig. Sicher ist, dass sie wärmebehandelt sind, insoweit es Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

7 sich um Importware handelt (nach einer EU- Verordnung 1 Stunde lang auf 800 C erhitzt ). Z. Zt. werden Hörner aus der Schweiz angeboten. Das Angebot kann aber auch nicht jahrelang bestehen bleiben, denn so groß sind die Kuhbestände in der Schweiz auch nicht. Die Klauen haben zwar eine etwas geringere Nutzungsdauer als die Hörner, trotzdem sollte man sie zum Befüllen mit Hornmist unbedingt mit verwenden. Schließlich hat man von der geliebten Kuh 2 Hörner und 8 Klauen. Außerdem kann man benachbarte Bio- Bauern nach Klauen fragen, denn viele von ihnen haben leider inzwischen hornlose Rinder. Befragen wir ruhig den Landwirtschaftlichen Kurs zu diesem Gesichtspunkt. In der Mitte des 4. Vortrages heißt es dort: Was geschieht an den Stellen, wo die Klaue, das Horn wächst? Da wird ein Ort gebildet, der in besonders starker Weise die Strömungen nach innen sendet. Da wird das Äußere ganz besonders stark abgeschlossen. Da ist nicht nur die Kommunikation durch die durchlässige Haut oder das Haar, sondern da werden die Tore für das nach außen Strömende vollständig verschlossen. Daher hängt die Hornbildung zusammen mit der ganzen Gestalt des Tieres. Auch an einer anderen Stelle des Vortrages setzt R. Steiner Hörner und Klauen gleich. Würden Sie im lebendigen Kuhorganismus herumkriechen können, so würden Sie, wenn Sie drin wären im Bauch der Kuh, das riechen, wie von den Hörnern aus das Astralich-Lebendige nach innen strömt. Bei den Klauen ist das in einer ähnlichen Weise der Fall. Technisch gesehen sind die Klauen leichter zu befüllen als manche Hörner, außerdem fassen sie mehr Inhalt jedenfalls hier in Norddeutschland. Außerdem lassen sie sich gut in die Grube legen. Also: auf ein Neues! Klaus-W. Nägel, Ökoring SH Das Saugen am Euter der Mutter ist das arttypische Nahrungsaufnahmeverhalten des Kalbes. Die Aufzucht eines Kalbes an der Mutter oder eine Amme bringt zudem viele Vorteile: die Kälber nehmen besser zu, sind gesünder, zeigen ein besseres Sozialverhalten und weniger gegenseitiges Besaugen als mit dem Eimer aufgezogenen Kälber. Außerdem spart sich der Bauer einige Arbeiten wie das Erwärmen der Milch, das Tränken an sich und das Spülen der Eimer. Es werden drei Systeme der muttergebundenen Kälberaufzucht unterschieden: Geregeltes Säugen zweimal täglich Dabei können entweder Mutter und Kalb zweimal täglich zum Säugen zusammengeführt werden und die Kuh wird anschließend noch gemolken. Oder mehrere Kälber saufen an einer Kuh, so dass deren Euter vollständig geleert wird. Die erstgenannte Variante birgt die Gefahr, dass die Kuh die Milch beim Melken nicht hergibt. Für die zweitgenannte Variante eignen sich nicht unbedingt alle Kühe. Es kann aber gelingen, wenn das eigene Kalb dabei ist und die anderen Kälber an den hinteren Zitzen saugen. So können alle Kühe ein paar Wochen nach dem Abkalben gemolken werden, wenn frisch gekalbte Kühe die Ammenrolle übernehmen. Kälber sind immer bei der Amme Vor allem in Herden mit saisonaler oder Block- Abkalbung passt das System der Aufzucht der Kälber durch Ammen. Zwei bis vier Kälber sind dann ständig bei einer Amme, die in dieser Zeit nicht gemolken wird. Bei diesem Verfahren besteht das Risiko, dass die Kälber verwildern. Als Bauer sollte man gezielt den Kontakt zu den Kälbern pflegen. Kälber sind immer bei der Mutter Dieses Verfahren erscheint das auf den ersten Blick einfachste und natürlichste: Die Kälber laufen bei den Kühen mit. Problematisch ist, dass die Kälber dann oft zu viel saufen, was zu einem i.d.r. harmlosen Durchfall aber eben auch zu Milchverlust führt. Wer auf ein Verfahren der muttergebundenen Kälberaufzucht umstellen möchte, sollte sich vorher sehr gut informieren (dazu gibt es auch ein neues Merkblatt des FibL, erhältlich beim BÖL) und sich Betriebe anschauen, die muttergebundene Aufzucht praktizieren. Quelle: Spengler Neff A. und S. Ivemeyer 2012: Kühe melken und Kälber saugen lassen geht das? Bioaktuell 2/12 Franziska Bühlen, Beratungsdienst Ulm RISIKOFAKTOREN FÜR EUTERERKRANKUNGEN BEDEUTUNG DER MENSCH-TIER-BEZIEHUNG Eutererkrankungen bei Milchkühen sind multifaktorielle Erkrankungen, d.h. sie werden von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören solche, die vom Landwirt nicht beeinflusst werden können wie Laktationszahl und Laktationsdauer die Zellzahlen sind in der Regel bei älteren Kühen höher und steigen im Laufe der Laktation an. Daneben haben einige über das Management beeinflussbare Faktoren wie z.b. Sauberkeit von Euter und Beinen, Melkarbeit (Euterreinigung, Lufteinsaugen beim Anhängen, Ausmelkgrad, Blindmelken) und Body-Condition-Score (BCS) einen wesentlichen Einfluss auf den Milchzellgehalt. Britische Wissenschaftler konnten anhand einer Studie an über Milchkühen belegen, dass sich ein BCS von <1,5 oder >3,5 erhöhend auf den Milchzellgehalt auswirkt. Ursache hierfür sind Stoffwechselbelastungen bedingt durch Energiemangel zu Beginn der Laktation, häufig noch verbunden mit dem Verfetten der Tiere am Ende der Laktation. Lufteinsaugen beim Anhängen kann durch Rückspray der Milch aus dem Sammelstück an ein bereits angehängtes Euterviertel zu Neuinfektionen führen. Ein nachgewiesener Risikofaktor für Mastitis ist Stress. Tiere unter Stress sind grundsätzlich anfälliger, da ihre Immunabwehr geschwächt ist. Wie stark Kühe Stressfaktoren ausgesetzt sind, kann der Landwirt zum einen durch Management-Maßnahmen und zum anderen über seinen Umgang mit den Tieren stark beeinflussen. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass ein positiver Umgang mit Färsen zu einem ruhigeren Verhalten im Melkstand und niedrigeren Cortisolgehalten führt. Außerdem reagieren Kühe auf unterschiedliche Melker mit höherer oder niedrigerer Herzfrequenz als Zeichen für mehr oder weniger ausgeprägten Stress. Schon die Einstellung eines Betreuers zu den Kühen zeigte sich in einer Untersuchung als relevant für den Zellgehalt der Milch. Im Rahmen einer ausführlichen Arbeit zum Einfluss der Mensch-Tier-Beziehung konnte belegt werden, dass die Anzahl positiver Interaktionen zwischen Melker und Kuh während des Melkens in einer besseren Eutergesundheit resultiert (Ivemeyer 2010). Längere Kontaktzeit zu den Tieren während der Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

8 täglichen Arbeitsroutine war in der Untersuchung mit einem geringeren Anteil an Staph. Aureus-Befunden verknüpft. Fazit: Neben Managementmaßnahmen hat eine positive Mensch-Tier-Beziehung über die Reduktion von Stress für die Tiere großen Einfluss auf die Eutergesundheit. Quellen: Breen et a. 2009: Quarter and cow risk factors associated with a somatic cell count ( ). J.Dairy Sci. 92; Ivemeyer, S. 2010: Einfluss der Mensch-Tier- Beziehung auf die Eutergesundheit von Milchkühen. Diss. Uni Kassel Öko-Milchviehtagung 2012 Im Rahmen eines bundesweiten Projektes wurden insgesamt je 40 konventionelle und ökologische Betriebe untersucht und begleitet. Zahlreiche Daten über alle Betriebsebenen wurden erfasst und ausgewertet. Im Ergebnis können den beteiligten Betrieben konkrete Hinweise zur Energiebilanz und zum Klimagasausstoß gegeben werden. Auf der Öko- Milchviehtagung 2012 werden erstmals zentrale Ergebnisse aus diesem Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und mit Beratung und Praxis diskutiert. Veranstalter: Landwirtschaftskammer NRW, Bioland, Biokreis, Demeter, Naturland Kosten (inkl. Verpflegung): eintäg. 45, zweitägig 70 Ort: Landwirtschaftszentrum Haus Düsse Weiter Informationen bei: Barbara Herbers, Telefon: oder per Mail 12./ Wintertagung Unser Boden, Amelinghausen Nicht nur für uns Bauern und Gärtner ist unser Boden ein brennendes Thema, sondern für jeden einzelnen Menschen ergeben sich daraus viele Fragen über die Zukunft der Menschheit und der Erde. Wir haben uns vorgenommen gemeinsam an verschiedenen Schwerpunkten der Bodenthematik zu arbeiten. Programmpunkte werden sein: Samstag: Tobias Bandel (Soil and More), Hussen Ahmed (Kompostwirtschaft in Äthiopien), Frank Eulenstein vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Christoph Felgentreu "Zwischenfrüchte - die Bodenkur zwischen den Früchten. Sonntag: Titus Bahner und Matthias Zaiser Bodenrecht, Eigentumsformen und Umkreisbildung ; Diskussion Ort: Schenck s Gasthaus in Amelinghausen Weitere Informationen bei C. v. Schwanenflügel, Im Dorf 2, Handeloh-Wörme, Tel.: 04187/479, Fax: -3475, Intensivwoche Zukunft gestalten : Wissen und Werkzeuge für VerantwortungsträgerInnen der biodynamischen Bewegung Sie suchen Werkzeuge, Methoden und Erfahrungsaustausch für die Gestaltung Ihres Betriebs/Unternehmens von einer Entwicklungsphase in die nächst oder eeine Neu-Positionierung Ihres Betriebs im gesellschaftlichen Umfeld oder streben einen inneren Neugriff Ihres Betriebes, Ihrer Organisation oder Institution an? Sie wollen ihre Visionen in realisierbare Projekte verwandeln? In der Intensivwoche arbeiten wir mit dem Werkzeug des U-Prozesses von C. O. Scharmer, um die innere Struktur von Hof- und Betriebsorganismen zu erleben und kennen zu lernen und auf diesem Weg zu erfahren, wie Zukunftsfähigkeit entwickelt werden kann. Die dialogischen Werkzeuge helfen Schritt für Schritt, sich für das Neue zu öffnen. So werden Fragen im Worldcafé bewegt und in Dialogspaziergängen verdichtet. Die Anthroposophie ist während der ganzen Woche die Grundlage, im Besonderen gilt das für die Darstellung der sieben Lebensprozesse von Rudolf Steiner. Mit Jean-Michel Florin, Johannes Wirz, Ursula Hofmann und Ueli Hurter. Ort: Goetheanum, Dornach Kosten: CHF 560, Kursgebühren inkl. Kaffeepausen u. Mittagessen Anmeldung: Weitere Informationen auch unter: Demo: Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt! in Berlin Die Landwirtschaft befindet sich in Deutschland, Europa und weltweit in einem tiefen Umbruch. Im Jahr 2013 stehen wichtige Weichenstellungen bevor. Bei der Bundestagswahl steht auch zur Abstimmung, ob es zu einer nachhaltigen Ernährungs- und Energiewende kommt. In der EU wird entschieden, ob eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft unterstützt wird oder jährlich weitere 60 Mrd. Euro an Agrarsubventionen vor allem an die Agrarindustrie fließen. Weltweit entscheidet die internationale Staatengemeinschaft, ob die bäuerliche Landwirtschaft gestärkt wird, um den Hunger zu bekämpfen und das Recht auf Nahrung für alle zu verwirklichen. Wir haben es geschafft die Gentechnik von den Feldern zu vertreiben. Jetzt machen wir Druck für eine ökologisch-soziale Agrarwende. Ort: Auftakt Berlin Hbf./Washingtonplatz 11 Uhr, Demozug zum Kanzleramt Kontakt und weitere Information (z.b. Mitfahrgelegneheit): Demo-Orga-Büro Tel: / Wege zu einer wesensgemäßen Bienenhaltung Große Tagung mit folgenden Themen: Vermehrung und Zucht über den Schwarmtrieb, Naturwabenbau, Beuten, Fütterung, Varroatose, Demeter-Bienenhaltung, Besichtigung von Arbeitsräumen und Bienenständen der Imkerei Fischermühle, Grundlagen einer spirituell orientierten Arbeit mit Bienen und der Natur. Proseminar für Neueinsteiger am Samstag. Arbeitsgruppen für erfahrene Imker und Anfänger. Mitwirkende: Marco Bindelli, Uli Hampl, Albert Muller, Norbert Poeplau, Thomas Radetzki u. a., kostenloses Sammelquartier. Beginn mit Proseminar 13:00 Uhr, ohne Proseminar 18:00 Uhr Ort: Sa :00 Uhr - Do :00 Uhr, Imkerei Fischermühle, 7248 Rosenfeld Kosten: 480,- (darin Anteil 150,- Mahlzeiten) Rabatt für Mitglieder 60,- Anmeldung und Informationen: Tel / oder Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: Dezember Januar

9 BIETE TIERE Charolais, 18 Monate handzahm, wunderschön; Willi Planz; Seibersheim; Füllenbacherhof; Tel. 0160/ Absetzer Charolais; Firma Walther Heller; Visselhövede; Fax SONSTIGE BETRIEBSMITTEL Profi-Nudelmaschine: Zur Produktion von frischen demeter Pasta sowie Raviolivarianten verwendet. Diverses Zubehör wurde zusätzlich angeschafft. Für Einzelunternehmen genauso so wie für Großbetriebe, aber auch Lehrwerkstätten geeignet. Trockenschrank mit Computer fasst 80 kg Pasta. Des weiteren ist ein Kühltresen und eine Vakuummaschine vorhanden. Die Maschinen sind neuwertig, befinden sich in einem einwandfreien Zustand. Aus Krankheitsgründen abzugeben; Frau Regine Klauß; Hartenholm; Tel reihiges Kartoffelhäufelgerät von Gruse mit Dammstriegel; Ralf Lipper; Versmold; Tel Kartoffelpflanzmaschine: 2 reihige Pflanzmaschine von Gruse, älteres Modell, aber in gutem Zustand und einsatzbereit. Bei Interesse bitte telefonisch melden.; Herr Ralf Lipper; Versmold; Tel Lagerkisten: Die Kisten haben einen stabilen Eisenrahmen und sind mit Brettern ausgekleidet. Der Stahlrahmen hat oben Laschen, damit die Kisten stabil gestapelt werden können und unten Bügel, damit man sie mit einem Kistendrehgerät ausleeren kann. 20 Kisten haben das Maß: Höhe 105 cm, Breite 85 cm, Länge 127 cm 14 Kisten haben das Maß: Höhe 75 cm, Breite 107 cm, Länge 120 cm Bei Interesse bitte telefonisch melden.; Herr Ralf Lipper; Versmold; Tel Miststreuer JF AV 4500, Baujahr 1985, Ladevolumen 7-8 Kubikmeter, breite bodenschonende Bereifung, Kratzboden mit 4 Geschwindigkeitsstufen, Kratzboden läßt sich auch in entgegengesetzter Richtung fahren. Streuwerk läßt sich bei stillstehendem Kratzboden in beide Richtungen fahren. Miststreuer steht unter Dach und ist einsatzbereit. Bei Interesse bitte telefonisch melden; Ralf Lipper; Versmold; Tel t Hafer u. 10 t Ackerbohnen (Devine), Demeter-A-Ware, M. Thies in Lüdersfeld, Tel MENSCH UND LAND Ausbildungsplatz für Freie Ausbildung auf Demeterbetrieb: Kartoffelanbau, Mutterkühe, Schweine, Legehennen) in dem Bereich Landwirtschaft. Der Ausbildungsplatz ist ab dem frei. Der vielseitige und schön gelegene Demeterhof in der Nordheide bewirtschaftet ca. 85 ha. Schwerpunkte: Ackerbau, Schweine, Legehennen. Voraussetzungen: Führerscheine B und T. Ansprechpartner: Agrarbetriebswirt Ulrich v. Bonin; Herr Ulrich v. Bonin; Dierstorf; Am Schulberg 6; Tel SUCHE TIERE 2 Ferkel ; Hermann Maßmann; Menslage; Kampstr.2 SONSTIGE BETRIEBSMITTEL Suche immer noch Stroh: Hollands; Lienen; Tel \77053; Fax 05483\ MENSCH UND LAND Marktfahrer/in ab Januar, im Schwerpunkt Hofprodukte Verkauf (Milchprodukte Kuh/Ziege, Fleisch/Wurst und Backwaren); Frau Sabine Adam; Lehrte; Gut Adolphshof 1; Tel /6308 Arbeitsfeld - Pensionsbetreib und Landwirtschaft Ich betreibe einen Nebenerwerbsbetrieb mit einen Ferienpensionsbetrieb in einen kl. Dorf in Süd-Niedersachsen,( Nähe Göttingen). In unserer Nachbarschaft wird ein Haus verkauft. Ich suche jemanden, der mit mir die Landwirtschaft (Aufbau einer Gärtnerei) mit Islandpferdezucht betreibt. Wir leben in einer wunderschönen mitteldeutschen Landschaft, im dreiländereck Nieders./Thüringen/Hessen.; Herr Klaus Krohn-Langer; Gleichen-Weißenborn; Zur Gartequelle 10; Tel /977011; Fax 05508/ Suchen Lehrling für Milchschafhaltung, Futterwerbung und Arbeitspferde Wir sind ein Demeter Gemischtbetrieb im Münsterland und suchen baldmöglichst einen Lehrling. Wenn möglich mit Schlepper- und Anhängerführerschein...siehe auch Susanna Lindeke; Altenberge; Entrup 119; Tel ; Fax Suche Arbeitsplatz in der Landwirtschaft Gelernter Kaufmann, 60 Jahre mit praktischen Erfahrungen in der Landwirtschaft. Michael Kribitz; Schwarmstedt; Marktstrasse 12; Tel Suchen Resthof zur Existenzgründung: wir, ein Junges Paar, suchen mind. 15 ha Nutzfläche deutschlandweit, würden den Hof gerne als Hofnachfolger durch Leibrente, Pachtkauf bzw. Kauf übernehmen. Zukunftsideen: u.a. tiergestützte Sozialarbeit und Physiotherapie. Langjährige landwirtschaftliche Erfahrung ist vorhanden. Kontakt: Ben Berthold, Bergleite 3, Mainleus Hofgemeinschaft an der Ostsee sucht für die Leitung der Käserei eine/n gut ausgebildete/n Käser/in. unser Hofladen ermöglicht die Herstellung einer großen Vielfalt an Milchprodukten vom Frischkäse bis zu gelagerten Hartkäsen. Gestaltungskraft und Initiative ist gefragt. Betriebsgemeinschaft Hof Klostersee, Knut Ellenberg, Cismar, Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte beim Kauf immer den korrekten Anerkennungsstatus bestätigen lassen! Rundbrief Demeter-Beratung Mitte/ Nord: November -12 9

10 - Seminareinladung - Preiskalkulation für hofeigene Verarbeitung und Direktvermarktung Sie wünschen sich mehr Sicherheit beim Festlegen von Preisen? Sie wollen wissen, ob Ihre Preise kostendeckend sind und ob sich ein Produkt lohnt? Sie wollen wissen, welche Aufschläge Sie in der Vermarktung erzielen sollten? In diesem Seminar erhalten Sie Antworten und Anregungen, wie Sie die Preise Ihrer Produkte optimal festlegen, um ein gutes wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen. Die Inhalte: Das eintägige Seminar setzt sich zusammen aus: Vortrag, Übung anhand von Fallbeispielen und Rechenbeispielen. Es geht um folgende Themen: Ermitteln der Herstellungskosten, Zuschlagkalkulation im Handel, Kennzahlen und Zielgrößen, Einblick in Verarbeitung und Vermarktung am Hofgut Oberfeld. Je nach Schwerpunkt der Teilnehmer kann auch das Thema Zerlegekalkulation behandelt werden. Auf individuelle Fragen und Themen kann eingegangen werden. Der Hof hat eine Bäckerei, ein Hofcafé und einen Hofladen, die ebenfalls vorgestellt werden. Ihr Nutzen: Sie erhalten ein auf Excel basierendes Rechenwerkzeug zur schnellen und einfachen Preiskalkulation. Sie kennen Faustzahlen, welche Aufschläge bei verschiedenen Produktgruppen realisiert werden sollten. Sie erhalten mehr Sicherheit in Preisverhandlungen, weil sie die Preisuntergrenze (Herstellungskosten) kennen. Sie erhalten Antworten auf Ihre speziellen Fragen und Anregungen wie Sie in Ihrem Betrieb die Preisfindung optimal gestalten. Wann? von 9:30 Uhr 17:00 Uhr Wo? Hofgut Oberfeld Landwirtschaft AG, Erbacher Straße 125, Darmstadt Referenten: Sarah Schmidt und Hubert Redelberger - Unternehmensberatung Teilnahmegebühr: 100 pro Person (Verpflegung 20 +Kursgebühr 80 ) Hiermit melde ich mich mit Personen verbindlich an: Name/ Adresse/ Unterschrift: Anmeldung bis : per Tel.: 06155/ oder Fax: 06155/ oder Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft Veranstalter: Demeter Hessen Arbeitsgem. für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, Ober-Gleener-Str. 1, Kirtorf, Tel und Demeter Beratung, Brandschneise 1, Darmstadt, Tel

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